HORL Rollschleifer zum Schärfen eurer Messer

Einige von euch wissen ja bereits, dass ich ein großer Fan von guten Messern bin und es mir die Messer der Firma Nesmuk angetan haben. Sehr luxuriös, dass ich mich bei diesen Messern nicht um das Schleifen kümmern muss, denn beim Kauf erwirbt man des Weiteren eine lebenslange Schleifgarantie gleich mit dazu.

Doch was ist mit den vielen anderen Messern in unserem Haushalt? – Ausgerechnet die Messer, mit denen mehrmals täglich schonungslos umgegangen wird, müssen sehr viel öfter nachgeschliffen werden. Wenn selbst der Wetzstab aus Keramik oder mit Diamantbeschichtung nicht mehr weiterhilft, ist oft der Wasserschleifstein die letzte Rettung, welcher relativ viel Arbeit und Schmutz verursacht. Leider können auch einige Grill- und Küchenfreunde weder mit einem Wetzstab, noch mit einem Wasserschleifstein korrekt umgehen.

Vor Kurzem ereilte mich die Anfrage, ob ich nicht mal Interesse hätte, einen Rollschleifer auszuprobieren. Da bigBBQ.de immer ein offenes Ohr für Neuigkeiten rund um Grill, Grill-Tools u. ä. hat, schaute ich mir dieses für mich neuartige Gerät einmal etwas genauer an.

Der HORL Rollschleifer wird wie ein Schmuckstück in einem sehr schönen, unwahrscheinlich stabilen Karton geliefert. Das nur bei geeigneter Lichteinstrahlung sichtbare, mit partiellem UV-Lack aufgedruckte HORL-Logo ziert sehr dezent diesen Karton.

Den Rollschleifer gibt es in den Holz-Ausführungen Kirschbaum und in der von mir gewählten Ausführung Nussbaum.

Die Diamant beschichtete Schleifseite, bestehend aus abtragsfreudiger D35 Körnung, soll laut Herstellerangaben ohne Vorbereitungen hervorragende Schärfergebnisse und eine hohe Schnitthaltigkeit der Messer garantieren. Ich habe mir die Bezeichnung D35 so erklären lassen, dass die aussagt, dass das Diamantkorn ein 35 tausendstel Millimeter groß ist und in etwa einer 420er Schleifsteinkörnung entspricht.

Die gerillte Edelstahl-Abziehseite wird über die Schneide abgezogen und entfernt anschließend den Grat.

Das Messer wird zum Schärfen mit dem Rücken auf den Tisch gelegt und in einem Winkel von 15 bis max. 20 Grad gehalten.

Anschließend wird der Rollschleifer am Holz festgehalten und mit der Diamant beschichteten Seite einige Male an die Schneide dranhergerollt.

Zur einfacheren Einhaltung des geeigneten Winkels, bietet HORL optional auch eine passende Schleiflehre. Diese ist aus massiven Buchenholz gefertigt, schwarz gebeizt und steht sicher auf vier untergeschraubten Gummifüßchen. An ihrer Schräge halten sehr starke Neodym-Magnete die Klinge im 15 Grad Winkel.

Ich habe beim ersten Test das Messer intuitiv von jeder Seite jeweils 10 Mal hin und her gezogen und anschließend den Vorgang mit der Polierseite 5 Mal wiederholt. Was soll ich sagen? – Es ist kaum zu glauben! – Das Messer war fast so scharf, als wäre es frisch über den Wasserstein gezogen. Ich testete die Schärfe, indem ich mir bei einem Streich über den Unterarm einige Haare abrasierte.

Auch Keramikmesser lassen sich damit schleifen…

…sowie auch normale günstige Messer aus der Grabbelkiste & Co.

Leider ist die Schleiflehre nicht für sehr schmale Messer, wie z. B. einem Schälmesser geeignet, aber mit einem geübten Blick kann auch freihand der korrekte Winkel eingehalten werden, sodass die Klinge anschließend wieder mühelos durch Tomaten fahren kann. Übrigens, ein Vorteil für das Schleifen freihand (also ohne Schleiflehre) ist, dass man den Winkel selbst bestimmen kann. So lässt sich z. B. ein Knochenmesser mit einem stumpferen Winkel für eine stabilere Klinge und ein Gemüsemesser in einem spitzeren Winkel für eine schärfere Schneide schleifen.

Hier noch einmal alle Zahlen und Daten auf einen Blick

Maße: 6 x 9 cm
Oben: Diamant beschichtete Schleifseite mit D35 Körnung
Unten: Gerillte Edelstahl-Abziehseite
Holz: Kirschbaum o. Nussbaum
Gewicht: ca. 617 g
Mechanik: Die beiden Metalloberflächen werden durch eingelassene Gummiringe über den Tisch gerollt, das Holz liegt starr in der Hand
Preise:
Kirschholz: 69,00 EUR (Amazon)
Nussbaum: 74,00 EUR (HORL Website)
Schleiflehre: 29,00 EUR (HORL Website)

Zur besseren Erklärung der Funktion, zeige ich euch hier noch einmal ein Video des Herstellers.

Fazit

Der kleine Test hat gezeigt, dass der Rollschleifer einfach und intuitiv zu benutzen ist und jeder(!), ohne Vorbereitung, schnell zu einem sehr guten Schleifergebnis gelangt. Ich empfehle den HORL Rollschleifer aus eigener Überzeugung uneingeschränkt weiter!

HORL Rollschleifer zum Schärfen eurer Messer
5 (100%) 2 votes

Grillrost und Plancha für die Weber Q-Serie von Grillrost.com im Test

Verchromte Standard-Grillroste nutzen sich in der Regel sehr schnell ab und auch gusseiserne Grillroste sind nicht zwangsläufig für die Ewigkeit bestimmt. So erging es vor Kurzem auch meinem Vater, dem beim Säubern seines Weber Q 2200 eine Hälfte des gusseisernen Grillrostes versehentlich aus der Hand rutschte und folglich auf den Terrassenplatten in mehrere Teile zersprang. Nach seinem Hilferuf dachte ich natürlich sofort an die Firma Grillrost.com, mit deren Dienste ich in jüngster Vergangenheit schon mehrfach die allerbesten Erfahrungen sammeln konnte. Erinnert ihr euch z. B. noch an den Zusatz-Grillrost für mein Big Green Egg oder an die Grillplatte (Plancha) für den Weber Spirit?

Gesagt, getan – empfingen wir schon 2 Tage nach Bestellung unseren nigelnagelneuen 2-geteilten Grillrost und die gleichzeitig mitbestellte Grillplatte (Plancha). Alle Elemente bestehen aus 4 mm starkem 100% Edelstahl V2A.

Der Grillrost besitzt die Grundmaße von 545 mm x 390 mm und ist für alle Weber-Grills der Q 2-Reihe geeignet, die da wären: Q 200, Q 220, Q 240 und Q 260 (inkl. mitgeliefertem Adapter) sowie Q 2000, Q 2200 und Q 2400 (ohne Adapter).

Selbstverständlich bietet Grillrost.com auch Edelstahl-Grillroste und Grillplatten für die Q 1- und Q 3-Reihe an, wie z. B. Q 100, Q 120, Q 140, Q 1000, Q 1200 und Q 1400 sowie Q 300, Q 320, Q 3000, Q 3100 und Q 3200.

Die Verarbeitung ist wie immer mehr als vorbildlich. – Scharfe Kanten sucht man vergebens.

Der neue Grillrost passt wie eine Eins in den Weber Q 2200 und sieht dabei auch noch richtig hübsch aus. Damit heruntertropfendes Fett auf keinen Fall in Flammen aufgeht, decken die breiteren, nicht ausgelaserten Streben des Grillrostes das darunterliegende, im Kreis angeordnete Gas-Brennerrohr ab.

Nun zur Grillplatte (Plancha) im Format von 272 mm x 390 mm, die genauso wie der Grillrost einen sehr hochwertigen Eindruck vermittelt. Übrigens, bei dieser Grillplatte wird anstelle des abgebildeten Grillrostschabers ein spezielles Edelstahl Reinigungsvlies mitgeliefert.

Auch die Grillplatte (Plancha) ist wie nicht anders zu erwarten 1A verarbeitet.

Die Grillplatte wird zur Verwendung ganz einfach gegen eine Hälfte des Grillrostes getauscht. Dabei ist es völlig egal, ab man sie auf die rechte oder linke Seite legt.

Selbstverständlich kann bei Vorhandensein des intakten Original-Grillrosts, lediglich die Grillplatte ohne Edelstahl-Grillrost erworben werden.

Nun genug der Theorie. Der neue Grillrost und die Grillplatte ist ja schließlich nicht nur zum schönen Ansehen gedacht. Gestartet wird mit einem leckeren Grillwürstchen. Dazu legen wir die Würste auf den nicht eingefetteten Grillrost und stellen den Gasregler auf 1/3 Leistung.

Das mehrmalige Wenden der Würstchen bereitete keinerlei Schwierigkeiten. – Nichts verbrannte und nichts klebte am Grillrost fest. Einige Minuten später freuten wir uns über einheitlich wohlgebräunte Grillwürste.

Wenig später starteten wir einen kleinen Zwischengang. Jakobsmuscheln von der Grillplatte mit einem aufgebackenem Kräuter-Baguette. Zu beachten ist, dass die Grillplatte schon bei sehr wenig Gaszufuhr unwahrscheinlich heiß wird. Aus den mittlerweile langzeitigen Erfahrungen wissen wir zu empfehlen, dass eine Leistung von 1/4 bis maximal 1/2 für die meisten Speisen ausreichend ist. Wenn ihr euch jetzt fragt, was man mit einer solchen Grillplatte sonst noch alles so vergrillen kann, habe ich ein paar Beispiele für euch:

– Meeresfrüchte – vor allem kleine Teile wie z. B. Schrimps
– Kleines, filigranes Gemüse wie z. B. Erbsenschoten, Pilze in Scheiben, grüner Spargel
– Bacon und dünn geschnittene edle Fleischtranchen (Kobe usw.)
– Pfannkuchen, Arme Ritte, Crêpes, Pan Cakes, Omeletts
– Spiegelei, Rührei
u.v.m.

Das Säubern der Grillplatte erledigen wir am Liebsten mit einer Maurerkelle oder einem Spachtel.

Nun kommen wir zu einer Disziplin, vor der sich viele Grillerinnen und Griller fürchten. – Das Grillen von ganzen Fischen vor der Angst, dass sich beim Wenden die Haut vom Fleisch löst, auf dem Grillrost verbrennt und der Fisch schlussendlich unansehnlich auf dem Teller des Gastes liegt.

Die Leistung des Grills wurde zum Grillen der drei Doraden auf die niedrigste Position gestellt. Das Deckelthermometer zeigte während der Zeit, bei einer Außentemperatur von ca. 13 °C, eine Gartemperatur von ca. 160 °C an.

Nach ca. 9 Minuten wurden die Doraden einmal gewendet.

Wie man auf dem obigen Bild erkennt, ließen sich die Fische ganz einfach mit der Grillzange wenden, ohne das die Haut am Grillrost klebte.
Weitere 6 Minuten später war eine Kerntemperatur von ca. 62 – 65 °C erreicht. – Einfach perfekt!

Während die von innen sehr saftigen und von außen krossen Doraden verspeist wurden, legten wir auch schon einen weiteren Gang auf die Grillplatte und auf den Grillrost. Grüner Spargel mit Bacon von der Plancha.

Eine sehr einfache aber sagenhaft leckere Beilage. Das Grillgut wird dazu auf die nicht eingefettete Grillplatte gelegt.

Hauptspeise waren Minutensteaks, gewürzt mit etwas Olivenöl und Kräuterbutter-Gewürz.

Für diejenigen, die bis dato immer noch nicht satt gegessen hatten, gab es zu weiterem Fleisch Pimientos de Padrón vom Grillrost und Kartoffelnester von der Grillplatte.

Nach der Grill-Session wird der Grillrost am Besten mit einer handelsüblichen Grillbürste gereinigt. Wer den Grillrost und die Grillplatte wieder richtig glänzend sehen möchte, verwendet ein paar Tropfen Spülmittel auf einem Topfschwämmchen mit etwas Wasser.

Preise

Edelstahl Grillrost für Weber Q 1-Serie: 99,00 EUR
Edelstahl Grillrost für Weber Q 2-Serie: 124,00 EUR
Edelstahl Grillrost für Weber Q 3-Serie: 159,00 EUR
Edelstahl Grillplatte für Weber Q 1-Serie: 49,00 EUR
Edelstahl Grillplatte für Weber Q 2-Serie: 59,00 EUR
Edelstahl Grillplatte für Weber Q 3-Serie: 69,00 EUR
Weitere Grillroste z. B. für Weber Go-Anywhere u.v.m. hier…

Fazit

Die Material-Stärke von 4 mm ist mehr als ausreichend dafür, dass sich das Material des Grillrosts und der Grillplatte nicht verziehen kann und unter normalen Umständen ein Leben lang hält. Gerade in der Kombination mit der Grillplatte, eröffnet der Grillrost aus Edelstahl völlig neue Möglichkeiten. Der Grillrost und die Grillplatte (Plancha) von Grillrost.com überzeugen auf ganzer Linie.

Bewerte den Post

Spargel-Bacon-Sushi

Der perfekte Appetizer in der Spargelzeit. – Spargel-Bacon-Sushi – Genauer genommen, Spargel-Kartoffel-Bacon-Sushi…

Zutaten
grüner Spargel
hart kochende Kartoffeln
Bacon
Zitrone
Sesam-Samen (optional)

Zunächst werden die Kartoffeln von allen Seiten gerade beschnitten, sodass ein Rechteck entsteht. Einzelne, kleine, gleich große Blöcke schneiden und für ca. 10 Minuten in kochendem Wasser garen. Anschließend mit kaltem Wasser abschrecken.

Währenddessen einzelne, gleich lange Stücke wie die Kartoffel-Blöcke, schneiden und ebenfalls in kochendes Wasser, mit einem großzügigen Spritzer Zitrone geben. Nach 4 Minuten den Spargel aus dem Wasser entnehmen und ebenfalls mit kaltem Wasser abschrecken.

Mit einer halben Scheibe Bacon jeweils einen kleinen Stapel, bestehend aus der unteren Kartoffel und dem oberen Spargel umwickeln und ggf. solange im Kühlschrank legen, bis die geladenen Gäste erscheinen. – Dann den Grill für direkte Hitze vorbereiten, auf eine Gartemperatur von ca. 250 °C vorheizen und die kleinen Päckchen auf den Grillrost legen.

Sobald der Bacon anfängt kross zu werden, ist der Spargel-Bacon-Sushi fertig und kann bei Bedarf mit etwas Pfeffer und Salz nachgewürzt und ggf. mit Sesam-Samen dekoriert werden.

Guten Appetit!

Spargel-Bacon-Sushi
5 (100%) 2 votes

Bau der bigBBQ Grill-Remise

Kennt ihr das? Ihr möchtet dann grillen, wenn ihr(!) Lust dazu habt und nicht wie es euch das Wetter vorschreibt!? OK, ich muß zugeben, dass ich mich noch nie habe vom Wetter beeinflussen lassen. Eher würde ich mir eine Regenjacke und Gummistiefel anziehen, als auf das Grillen am wohlverdienten Wochenende zu verzichten. Schaut mal hier…

Ich muss allerdings zugeben, dass ich die Situationen schlechten Wetters nicht unbedingt herbeisehne. – Wer tut das auch schon gerne?

Immer wieder hatte ich mir aus diesem Grund gedacht, dass über kurz oder lang eine Grillüberdachung gebaut werden müsste. Zu diesem Thema gibt es natürlich unendlich viele Überlegungen, Möglichkeiten und Lösungen.

– „echte“ fest installierte Outdoor-Küche ohne Überdachung?
– Outdoorküche mit Sonnensegel?
– kleines Gartenhäuschen mit Dachüberstand?
– extra-Raum für Grills oder nachts zurück in die Garage stellen?
– mit oder ohne Rauchabzug?
– mit oder ohne integrierte Sitzecke?
– ausschließlich als Grillhütte verwendbar?
– auch als Partyraum nutzbar?
– Strom, Wasser, Gas, Satellitenfernsehen?
usw.

In der Zeit vieler ausgiebiger Überlegungen besuchte ich im September 2016 die spoga in Köln. Dort lernte ich die Firma steda kennen, die über ihren Online-Auftritt www.steda-online.de deutschlandweit bekannt und anerkannt ist für Gartenhäuser von klein bis sehr groß, Terrassenüberdachungen aller Arten, Carports u.v.m.

Auf dem Messestand von steda verliebte ich mich in eine wunderschöne Remise. Eine Remise ist ein Bauwerk, welches u. a. für Fahrzeuge oder Geräte aus der Land- und Forstwirtschaft errichtet wurde. Als ich den Herren von steda von meinem Vorhaben, die Remise als Grillunterstand zu verwenden, erzählte, boten sie mir ihre vollste Unterstützung an. Was genau daraus geworden ist, zeige ich euch in diesem, nun folgenden großzügig bebilderten Bericht.

Zuallererst musste für die Grill-Remise der geeignete Ort auf unserem Grundstück gefunden werden. Wir wählten dazu den hinteren Bereich des Gartens aus. Wir dachten uns, wenn man aus dem Wohnzimmerfenster schaut, wird man die Grill-Remise nicht sehen können und hat weiterhin freie Sicht auf den Garten. Schaut man später hingegen aus der Grill-Remise, sieht man das Haus nicht und man erhält ebenfalls freie Sicht auf den kompletten Garten.

Auf dem folgenden Bild ist zu erkennen, wie wir mit rosa-farbenden Seil den Bereich für die Remise provisorisch kennzeichneten. 6,48 m breit, 3,50 m tief und 3,03 m hoch. Unser Sohn verließ mit sechs Jahren jüngst das Sandkastenalter, sodass der Sandkasten ersatzlos abgerissen werden konnte. Die Schaukel hingegen wollten wir später an einer anderen Stelle im Garten wieder aufbauen. Der Kaninchenauslauf sollte genau dort stehen bleiben, weil hinter den Koniferen der Nachtstall steht. Mittlerweile war schon Oktober, weshalb der Spielrasen vom Sommer schon ein wenig mitgenommen aussah.

Nachdem alle zuvor beschriebenen Objekte aus dem Weg geräumt wurden, hatten wir die ersten Löcher für die Punktfundamente gegraben. Diese maßen 50 x 50 cm und eine frostsichere Tiefe von 80 cm. Anschließend markierten wir informativ ganz grob den Bereich der Pflasterung.

Damit der starke Regen, welcher zu der Zeit tagelang herrschte, nicht die Löcher mit Wasser volllaufen ließ und die Wände ggf. zum Einsturz brachten, wurden diese mit Planen abgedeckt.

Die Löcher sollten mit Beton gefüllt werden, in denen jeweils ein Pfostenanker eingebracht werden sollte. Zum eigenen besseren Verständnis erstellte ich diese Zeichnung.

Den fertigen Beton ließen wir uns von einer Firma anliefern. Der Betonmischer war an einem langen Rohr angeschlossen, welches von der Straßenseite aus durch die Hecke geschoben wurde. Somit hatten wir den fertigen Beton an Ort und Stelle. Nachdem der Beton 2 Tage lang trocknete, wurden die sechs Pfosten in die Pfostenanker gesetzt.

Für den nächsten Tag mussten zuvor alle Akkus für unsere Akku-Bohrer geladen werden, denn es gab viel zu schrauben.

Die senkrechten Pfosten haben ein Kantenmaß von 16 x 16 cm. Die Längsstreben sogar ein Kantenmaß von 16 x 20 cm. Da mussten natürlich alle helfenden Hände mit anpacken!

Schon wenige Zeit später stand das fertige Gerüst.

Noch am selben Tag wurden die Dachlatten angeschraubt und wie es sich gehört der Richtbaum gesetzt.

Erst eine Woche später (Anfang November) wurde das Dach gedeckt.

Da die Tage immer kürzer wurden, entstanden viele der nun folgenden Bilder im dunkeln. Übrigens, für den gesamten Bau der Remise nahm ich keinen einzigen Tag Urlaub. Alle Arbeiten fanden immer nur sehr spät nach Feierabend oder am Wochenende statt.

An diesem Abend wurden die Kabel für Strom und Satelliten-Fernsehen aus der Garage in die Grill-Remise verlegt. Zum reibungslosen Internet-Empfang installierten wir in der Garage einen zusätzlichen WLAN-Repeater.

An den beiden hinteren äußeren Stellen und in der Mitte der Remise installierten wir jeweils große Verteilerdosen und jeweils mindestens 2 Steckdosen.

Eine weitere Woche später bereiteten wir die Wände vor…

…welche abends gesägt und angeschraubt wurden.

Kleiner Zwischenstand. Das Dach ist drauf, zwei Seitenwände sind angeschraubt und Strom hatten wir auch schon.

Von außen sah die Verschalung wie folgt aus.

Als Nächstes planten wir die Verlegung der Terrassenplatten. Wir entschieden uns für eine graue Keramikplatte (60 x 60 cm) in einer Stärke von 2 cm. Da die Keramikplatten im Bereich der Grills aller Voraussicht nach sowieso mit Fett beschmutzt werden würden, erwarben wir B-Ware für einen relativ schmalen Kurs.

Als Unterbau für die Keramikplatten sollten ca. 30 – 40 cm hoch gelber Sand und ca. 15 – 20 cm hoch HKS-Schotter herhalten. Dazu mussten erst einmal ca. 15 – 20 Kubikmeter schwarze Erde herausgeschaufelt werden. Dazu ließen wir einen kleinen Radlader durch unseren Wall fahren. Achtet einmal auf die beiden rechten Rhododendron-Pflanzen und die dahinter liegende Ilex-Hecke…

…und da war es auch schon passiert. – Man konnte überhaupt nicht so schnell schauen, da war die schwarze Erde mit dem kleinen Radlader herausgefahren und mit einem Traktor nebst Anhänger abtransportiert worden.

Hereingefahren werden mussten hingegen diese 15 Kubikmeter gelben Sand, von einem ganzen Zug.

Noch ist nicht viel gelber Sand eingefahren, doch wenige Zeit später war der kleine Radlader auch schon fertig.

Nun musste die gesamte Fläche nur noch mit einem Rüttler verdichtet werden.

Anschließend wurde der kleine Wall wieder angehäuft und die Pflanzen wieder eingesetzt. Es sah fast so aus, als sei nichts gewesen.

Mittlerweile ist schon Ende November. Einer der Abende wurde dazu genutzt, die Dachrinnen zu installieren. Anstelle sie zu verlöten, wurden diese mit einem Spezialkleber für Dachrinnen verklebt. – Eine einfache und saubere Angelegenheit!

Am nächsten Morgen wurden 8 Tonnen HKS-Spotter angeliefert.

Der erste Schotter wurde noch am selben Abend verteilt. Des Weiteren wurde ein ca. 20 cm breites und ca. 30 cm tiefes Fundament zwischen dem vorderen rechten und mittleren Pfosten gegossen. Dieses Fundament garantiert später eine ebene Fläche für die rollenden Glastüren im rechten Bereich.

Eine Woche später (Anfang Dezember) wurden die ersten Keramikplatten verlegt.

Die äußeren Bereiche wurden jeweils mit 20 cm hohen Rasenkantensteine eingefasst. Vor lauter Vorfreude, durfte mein zu der Zeit nagelneuer Weber Summit Charcoal schonmal Probe stehen.

Wieder eine Woche später beendeten wir erfolgreich das Verlegen der Keramikplatten.

An diesem besonderen Tag durfte nun endlich auch der Megamaster Braai 1200 auf den für ihn vorgesehenen Platz umziehen.

Wieder eine Woche später (Mitte Dezember) klebten wir die Laufleiste für die gläsernen Rolltüren mit einem Spezialkleber auf die Keramikfliesen und schraubten die seitlichen und oben liegenden Führungen in das Holz.

Nun ist auch schon deutlich zu erkennen, dass der rechte Bereich zum Sitzen vorgesehen ist.

Die sehr schweren Glasrolltüren laufen wirklich sehr leicht auf der Laufleiste und bieten einen angenehmen Windschutz ohne Licht zu nehmen.

Für den danebenliegenden Bereich ließen wir uns etwas anderes einfallen. Da der Grillbereich aller Voraussicht nach gerade im Sommer sowieso immer offen sein wird, ließen wir aus LKW-Plane und dicker Folie eine sogenannte Flexiwand fertigen. Die Flexiwand ist mit Ovalösen am Holz befestigt und lässt sich ganz schnell wieder entfernen. Des Weiteren kann sie im Gesamten hochgerollt werden oder nur im mittleren Drittel. Die drei Drittel sind mit einem sehr stabilen Reißverschluss miteinander verbunden.

Gesagt, getan. – So sieht die fertige Flexiwand von innen aus…

…und so sieht sie von außen aus. Wie euch vielleicht aufgefallen ist, haben wir auf den vorderen ca. 3 Meter, vor den Keramikplatten, Rollrasen verlegt. Es war gar nicht so einfach, in der ersten kalten Januar-Woche Rollrasen zu erwerben. Die Grenznähe sei Dank, haben es uns die Holländer den Wunsch ermöglicht.

2 Tage später fing es dann aber auch schon an zu schneien und der Winter kehrte erst so richtig ein.

Da mittlerweile alle groben Aufgaben erledigt waren, kümmerten wir uns um die erste Einrichtung. Diese Kombination aus Teak-Holz-Tisch (240 x 100 cm) und Rattan-Sesseln gefiel uns sehr.

Nun war endlich die Zeit eingebrochen, sich Gedanken über die kleinen, feinen Dinge zu machen. Diese Leiste ist wie gemacht für ein Gewürzregal.

Mittlerweile Anfang Februar, setzten wir noch einige übrig gebliebene Keramikplatten von unserer Hauptterrasse am Haus bis hin zur neuen Grill-Remise direkt in den Rasen.

Zwischenzeitlich kümmerten wir uns auch um die Beleuchtung. Wir wählten 8 stufenlos dimmbare LED-Leuchten mit einem angenehm warmen Licht von 2700 Kelvin und setzten diese ganz oben in den Giebel. Durch geschickte Ausrichtung, werfen diese tolle Schatten in die Grill-Remise.

Zwischendurch nutzten wir bereits regelmäßig unsere neue Grill-Remise. Da teilweise noch Minus-Temperaturen herrschten, grillten wir im Eingangsbereich, zwischen der teils aufgerollten Flexiwand. Zu unserer Sicherheit installierten wir noch einen Kohlenmonoxidwarnmelder (CO-Warner.

Für den Ess-Bereich installierten wir zwei unwahrscheinlich tolle Industrie-Lampen. Ein holländischer Antik-Händler bereitete diese ca. 50 Jahre alten Exemplare wieder auf und lackierte sie von innen und außen neu.

Anfang März wurden noch ein paar Blumen-Kübel hinzugefügt. Auch der neue Rollrasen hatte den Winter sehr gut überstanden.

Wenige Tage später fing auch beim „Otto-Normalverbraucher“ so langsam die Grill-Saison an, weshalb wir zusammen mit der Firma steda, vor unserer Grill-Remise einen Info-Spot für den Original steda-Stier-Burger drehten.

Wie auf dem folgendem Bild zu erkennen ist, wurde auch schon der Fernseher installiert. Die nun folgenden Tage werden immer länger und wärmer, weshalb unsere Familie immer öfter in der Grill-Remise verweilt.

Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Einblick in den wirklich sehr einfachen Aufbau einer Grill-Remise zeigen konnte. Die Remise ist mittlerweile zu einem Magnet in unserem Garten geworden. Egal ob zu den Essenszeiten oder Zwischendurch, hier in der Remise trifft sich die ganze Familie und manchmal auch der ein oder andere Nachbar, Bekannte und liebe Freund.

Habt auch ihr Interesse an einen Grill-Unterstand, egal in welcher Größe? Dann schaut doch unbedingt einmal auf den Webseiten von steda vorbei und zögert nicht, dem sehr kompetenten Team eure persönliche Anfrage zu senden.

Da wir schon wieder weitere Ideen zum Ausbau und zur Einrichtung der Grill-Remise haben, melden wir uns demnächst mit einem Update zurück. Schaut also gerne immer mal wieder in diesen Beitrag rein.

Bau der bigBBQ Grill-Remise
5 (100%) 6 votes

Flanksteak (Bavette) vom Iberico Schwein

Zutaten
ca. 450 g Iberico Flanksteak (z. B. v. gourmetfleisch.de)
Murray River Saltflakes
Balsamico Perlen, schwarz

Wenn es um Flanksteak geht, hatte ich bis jetzt immer nur Erfahrung mit Fleisch vom Rind. Das sollte sich heute ändern, denn vor mir liegt ein ovalförmiges Stück Flank vom Iberico Schwein. Dieses eher magere Fleisch besitzt eine lange Faser und wird mit einer Fettschicht bedeckt. Damit das Fleisch sehr viel besser gekaut werden kann, wird es gegen die Faser in dünne Tranchen geschnitten.

Das Grillen eines solch besonderen Stück Fleisches genieße ich selbstverständlich, weshalb ich zu diesem Zweck gerne den Megamaster Braai 1200 anfeuere.

Das Flanksteak wird von beiden Seiten großzügig mit Murray River Saltflakes eingerieben und anschließend auf den heißen Rost gelegt.

Nach ca. 120 Sekunden wird das Flanksteak gewendet. Die tolle krosse Kruste ist bereits zu erkennen.

Nachdem die zweite Seite ebenfalls über direkte Hitze gegrillt wurde, verweilt das Flanksteak noch ca. 5 – 7 min. im indirekten Bereich, bis eine Kerntemperatur von ca. 54 °C erreicht wird.

Nachdem das Fleisch gegen die Faser aufgeschnitten wurde, veredelt jeweils eine schwarze Balsamico Perle die dünnen Tranchen. Dazu wurde ein frisches Baguette gereicht.

Feinschmecker des Iberico Flanksteaks erwartet eine grandiose Geschmacksexplosion. Der intensive Geschmack des Iberico Schweins ist die wahre Wonne. Zum Glücklichsein ist neben Salz keinerlei Pfeffer oder Sonstiges vonnöten. Die Balsamico Perlen sind nicht nur eine Augenweide auf dem Teller, sondern das i-Tüpelchen auf der Tranche. – Das sollte jeder einmal probiert haben!

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Bewerte den Post