Wildschweinburger Deluxe

Zutaten
Wildschwein Burger Patties á 180 g (z. B. von eatventure)
Pulled Wildschwein (z. B. nach dem Rezept)
Burger-Buns (z. B. nach dem Rezept)
Cheddar Käse Scheiben
Lollo Rosso
Lieblings BBQ-Sauce (z. B. The Barbecue)

für die Zwiebelmarmelade
250 g Zwiebeln o. Schalotten
250 g Zucker
1/4 TL gemahlener Ingwer
1/4 TL gemahlener Chili
1 TL gemahlener Thymian
1/4 TL Meersalz
1 Flasche Rotwein

Die Zwiebeln oder Schalotten schälen und in dünne Stückchen/Streifen schneiden.

Den Zucker in einem Topf karamellisieren und anschließend die Zwiebeln hinzufügen. Während hin und wieder umgerührt wird, den gemahlenen Ingwer, Chili und Thymian hinzufügen.

Zum Schluß die gesamte Flasche Rotwein hinzufügen und den Topfinhalt so lange einkochen, bis eine Konsistenz entstanden ist, die an Marmeladen erinnert.

Während die Patties gegrillt werden, sollte auch schon das Pulled Wildschwein erwärmt werden. Am Besten geht das in einer gusseisernen Pfanne oder wie bei uns auf einer Plancha.

Zum Finish mit Cheddar Käse werden kleine Fleisch-Flächen zusammengeschoben, die der Größe der Patties ähneln. Nun muss der Käse bei geschlossenem Grilldeckel schmelzen.

Einfach herrlich, wie der Cheddar Käse sich dem Pulled Wildschwein anschmiegt.

Der Wildschweinburger Deluxe wird in folgender Reihenfolge zusammengebaut (v.u.n.o.).

– Burger-Bun Boden
– Zwiebelmarmelade
– Salat
– Patty mit Cheddar Käse
– Zwiebelmarmelade
– Pulled Wildschwein mit Cheddar Käse
– BBQ-Sauce
– Burger-Bun Deckel

Unglaublich saftig, wild und lecker!

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Das Moesta-BBQ Festival 2018 in Löhne

Selbst einige Tage nach dem am vergangenen Wochenende stattgefunden Moesta-BBQ-Festival 2018, kreisen meine Gedanken immer noch ständig um das perfekte Grill-Spektakel der Superlative! Zu schön und intensiv waren die vielen Eindrücke und Erlebnisse an den beiden Tagen des 16. und 17. Juni 2018!

Wie die meisten Grill-Fans über die sozialen Medien bereits erfahren haben, gewann ich mit meinem Teamkollegen, Blogger-Freund und Namensvetter Olly von Living BBQ den großen Titel und dürfen uns fortan „1. Sieger Moesta-BBQ Festival 2018“ nennen! Wie es dazu kam und viele weitere Informationen rund um die Veranstaltung lest ihr im Folgenden.

Die Einladung

Bereits viele Monate vor dem Festival 2018 informierten mich die beiden Moesta-BBQ-Köpfe Alexander Möhle (Alex) und Marcel Stabenow (Marcello) darüber, dass nach dem erfolgreichen Moesta-BBQ Riverside Battle 2016 eine Fortsetzung geplant sei. Zuviel wollten mir die beiden Macher nicht verraten aber immerhin hörte ich ganz deutlich heraus, dass das neue Event 2018 riesig und spektakulär werden sollte und alles zuvor Stattgefundene in den Schatten stellen sollte.

Meine Aufgabe als Betreiber des erfolgreichen Grill- und BBQ-Blogs bigBBQ.de sollte sein, in einem 2-köpfigen Team im Grill-Battle gegen 8 weitere Teams, darunter hochkarätige Namen wie Roel Westra von Pitmaster X, Jörn von BBQ aus Rheinhessen, den Sizzle Brothers u.v.m. zu bestehen.

Ich muss euch sicherlich nicht großartig erzählen, dass außer Frage stand, diese Einladung auszuschlagen. Zu groß war die Vorfreude die vielen bekannten (Video-)Blogger wiederzusehen, zu quatschen und bei dem einem oder anderen eiskalten Gin Tonic mit Alex und Marcello über ihre vielen erfolgreichen Grill-Tools fachsimpeln.

Unsere Aufgabe

Die Aufgabe von unserem Team, bestehend aus Olly und mir bestand darin, vier Grill-Teller für die Jury in jeweils sechs Kategorien zu kreieren.

Dazu stand uns ein 57er Weber Kugelgrill zur Verfügung und selbstverständlich das gesamte Zubehörprogramm von Moesta-BBQ: Vom Pizzaring und Pizzastein, der Rotisserie, der PAN´BBQ, dem Churrassco-Set und dem WOK´N BBQ bis hin zu Thermometern, Burger-Ringen, BBQ-Gin, Gewürzen und sogar Outdoor-Möbeln u.v.m.

Folgende Disziplinen standen auf dem Tagesplan:

Samstag (16.06.2018)
– PAN´BBQ (11.00 – 12.45 Uhr)
– Churrassco (12.45 – 14.45 Uhr)
– Rotisserie (14.45 – 16.45 Uhr)
– Pizza (16.45 – 18.45 Uhr)

Sonntag (17.06.2018)
– Burger (11.00 – 12.45 Uhr)
– WOK´N BBQ (12.45 – 14.45 Uhr)

Die Location

Die gesamte Veranstaltung fand auf dem Landschafts- und Kulturpark Aqua Magica Gelände in Löhne statt. Das Moesta-BBQ-Orga-Team kümmerte sich in monatelanger Vorbereitungszeit darum, dass nichts dem Zufall überlassen wurde. Vor dem Veranstaltungs-Gelände konnten Fahrer bequem ihre Fahrzeuge auf dem großen überwachten Parkplatz abstellen. Das Festival-Gelände bot saubere Toiletten, Krankenwagen/Sanitäter die in der Not schnell zur Stelle waren, Gastronomie, Show-Bühnen, diverse Food-Trucks u.v.m., sowie die unterschiedlichsten Hersteller von Outdoor-Küchen, BBQ-Saucen, Messern, Messerschleifer, Grills, Gewürzen, Briketts/Kohle und und und…

Für uns (Video-)Blogger wurde ein großer eingezäunter Grill-Bereich eingerichtet. Von dort aus hatten wir direkten Zugang zu unseren vorbestellten Speisen im Kühlwagen, sowie einen barrierefreien Weg zu den Kaltgetränken.

Grill-Battle-Start

Gang 1: Süße Burger

Unser Team mit der Nr. 5 startete für sich das Grill-Battle mit einem süßen Burger.

Der süße Burger bestand aus einem frittierten Berliner, der ähnlich wie ein Burger-Bun aufgeschnitten wurde und anschließend mit Zutaten belegt wird. Zum Zwecke des frittierens, füllten wir die PAN´BBQ mit ganzen sieben Liter Rapsöl und erhitzten den Inhalt auf exakt 175°C. Das ging sehr viel einfacher, als man es sich im Vorfeld gedacht hätte. Mit den durchgeglühten Briketts eines nicht allzu vollen Anzündkamins sorgt man zuvor für die nötige Grundhitze und heizt anschließend nur noch mit ein paar schlanken Holzscheiten nach.

Unserem größten Respekt galt dem Hefeteig, der eigens dafür frisch zubereitet wurde und der damit verbundenen Gehzeit. Aus Sicherheitsgründen kneteten wird noch einen zweiten Teig.

Anschließend wurde der „Berliner-Bun“ mit Erdbeer-Marmelade und Vanille-Sauce bestrichen, sowie mit einem dunklen Cookie und den Apfelschalen (Salat-Imitation) eines grünen Apfels belegt.

Nach der Teller-Abgabe des ersten Gangs machten wir uns auch schon an die Arbeit des nächsten Durchlaufs. Währenddessen hörten wir über die Lautsprecher die ersten Stimmen zum ersten Gang der Jury, die vom Moderator Rene Kaplick interviewt worden waren. Die Jury-Mitglieder, bestehend aus den zwei amtierenden Grill-Weltmeistern Oliver Sievers und Klaus Breinig, sowie Alex und Marcello verliehen unserem süßen Burger den 4. Platz.

Gang 2: Adana Kebab

Die Zubereitung des nächsten Gangs musste über das Moesta-BBQ Churrassco-Set erfolgen. Dazu verwendeten wir kräftig gewürztes Lammfleisch, welches wir im Adana Kebab-Style um die Churrassco-Spieße kneteten. Das scharf angegrillte Lammfleisch wurde auf einem Wrap serviert, der wiederrum mit frischem Gemüse, einem leckeren Joghurt-Dip und einer genialen Gesamtwürzung veredelt wurde.

Das vollständige Rezept kann hier nachgelesen werden…

Zu unserem Erstaunen hörten wir die ersten lobenden Stimmen aus den Lautsprechern, aus Richtung der Jury: 3. Platz für den Adana Kebab!

Olly und ich blödelten nach der Bekanntgabe des, im Gegensatz zum 1. Gang um einem Punkt verbesserten Ergebnisses, ein wenig rum, dass es nun doch so weitergehen dürfte und nach Platz 4 und 3 sicherlich der Platz 2 angemessen sei. ;-)

Gang 3: Bacon Wrapped Kalbskarree mit Country Potatoes und Pilzpfanne

Der 3. Gang stand ganz im Zeichen der Rotisserie, sprich dem Drehspieß des Moesta-BBQ Pizzarings.

Zunächst wurde ein Teppich aus Bacon-Scheiben ausgelegt. Das Kalbskarree wurde sehr großzügig mit frischen Kräutern und Gewürzen bestreut, im Bacon-Teppich aufgewickelt, auf den Drehspieß geschoben und anschließend bei ca. 150°C unter indirekter Hitze bei geschlossenem Deckel gegrillt.

Zwischenzeitlich wurden die Zutaten für die Country Potatoes und die Pilzpfanne vorbereitet.

Da uns nur ein einziger Grill zur Verfügung stand und dieser durch die Rotisserie im oberen Bereich belegt war, stellten wir zwei GN-Behälter auf den Kohlerost neben den Briketts und garten darin die beiden Beilagen.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, denn der Bacon um das von innen perfekt gegarte und saftige Kalbskarree war super kross und die Beilagen auf den Punkt gegart.

Die vollständigen Rezepte können hier nachgelesen werden:
A. Bacon Wrapped Kalbskarree
B. Country Potatoes
C. Pilzpfanne

Ergebnis der Jury: 1. Platz

Gang 4: Pizza Margherita mit Tomate, Mozzarella und Basilikum

Der Pizza-Gang sollte im Gegensatz zu den drei anderen Gängen wesentlich entspannter ablaufen: Pizzaring zwischen Grill-Kessel und Deckel aufgelegt, glühende Briketts in den hinteren Bereich, Pizzastein aufgelegt und später noch ein paar Holzscheite dazu. – So der Plan!

Leider stellte sich nach der Vorbereitung der Pizza, also kurz vor dem Backen heraus, dass wir zu großzügig mit unseren von zu Hause mitgebrachten Holzscheiten gewesen sind, sprich zu viele Scheite an andere Teams abgegeben hatten, sodass wir selbst in die Not gekommen waren. Schlussendlich haben wir es allerdings trotzdem hinbekommen, dass unsere Pizza pünktlich aus dem Grill kam und zur Jury gebracht werden konnte.

Das vollständige Rezept kann hier nachgelesen werden…

Das Ergebnis konnte sich angesichts der harten Konkurrenz, einem von Moesta-BBQ gesponserten echten(!) italienischen Grillteam, sehen lassen.

Ergebnis der Jury: 3. Platz (Grillteam Italien wie erwartet Platz 1!)

Gang 5: Erdbeer Spargel Burger

Am nächsten Tag ging es mit einem tollen Burger Rezept weiter.

Auf dem Kugelgrill wurde zuvor der grüne Spargel knusprig gegrillt und anschließend nur die Spargelköpfe weiterverwendet und zu den frischen Erdbeeren mit der Erdbeer-Sauce gelegt. Als Burger-Patties verwendeten wir frisch gewolftes Entrecôte. Die Patties wurden auf den Punkt genau gegrillt, sodass das Innere Fleisch medium und die äußere Hülle schön kross war und schlussendlich mit zwei Scheiben zerlaufenden Cheddarkäse überbacken wurde.

Das vollständige Rezept kann hier nachgelesen werden…

Ein Anblick den man nicht widerstehen kann. – Dachte sich auch die Jury und verlieh uns aus diesem Grund ein weiteres Mal den 1. Platz!

Gang 6: Chicken auf Gemüse fruchtiger Art aus dem WOK´N BBQ

Der letzte Gang musste vom WOK´N BBQ zubereitet werden. Bereits im Vorfeld konnten wir uns sehr gut vorstellen, dass unser Gericht „Chicken auf Gemüse fruchtiger Art“ geschmacklich sehr gut ankommen könnte, wir uns zum Anrichten jedoch etwas ganz besonderes einfallen lassen müssten. Zu viel stand auf einmal auf dem Spiel, den jüngst aufgeholten Rückstand auf die ersten Plätze wohlmöglich schon wieder abgeben zu müssen.

Als erstes wurde der schwarze Reis gekocht. Dazu stellten wir einen GA-Behälter auf den WOK´N BBQ, legten nur einige wenige Briketts auf und brachten das Wasser zum Kochen. Anschließend musste der Reis ca. 20 Minuten lang köcheln und wurde dann in einen Kunststoffbehälter luftdicht verschlossen und warm gehalten.

Währenddessen wurde das Hähnchenfleisch in lange dünne Streifen geschnitten, eingelegt und das Gemüse entsprechend klein geschnitten.

Nachdem alle Zutaten bereitgestellt wurden, musste es schnell gehen, denn alles musste auf den Punkt genau gegart werden. Das leichte Gemüse für sich, das Fleisch für sich und das dickere Gemüse für sich. Anschließend kommen alle Zutaten mit weiteren Saucen wieder zusammen in den Wok und werden folglich auf die Sekunde genau auf den Tellern angerichtet und der Jury übergeben.

Das vollständige Rezept kann hier nachgelesen werden…

Ausklang des Grill Battles und Siegerehrung

Nachdem der letzte Gang abgegeben war, fiel uns erst einmal ein Stein vom Herzen. Man hätte es erst gar nicht für möglich gehalten aber an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ganze sechs Menüs an nur einem Kugelgrill zu kreieren ist ganz schön sportlich! Auf den Erfolg hatten sich alle Teams erst einmal auf ein kleines Bierchen versammelt.

Anschließend ging es in Richtung Showbühne. Dort hatten alle (Video-)Blogger die Möglichkeit, sich und ihre Tätigkeiten rund um das schönste Hobby der Welt vorzustellen.

Dann hieß es noch einige Minute auszuharen, bis die Sieger-Teams schlussendlich genannt und auf die Bühne gebeten wurde. Allen Teams konnte man die Spannung quasi aus dem Gesicht lesen.

Dann war es endlich so weit! Nachdem nacheinander die Teams um Platz 3 und Platz 2 genannt wurden legte der Moderator Rene Kaplick eine Schweigesekunde ein, die sich anfühlte wie lange 5 Minuten: 1. Sieger des Moesta-BBQ Festival 2018: bigBBQ und Living BBQ! – YEAH!

Unglaublich aber wahr, wie Olly und ich uns von einem Gang zum anderen Gang nach vorne gearbeitet hatten. Hier die Platzierungen aller Teams:

Den 2. Platz teilten sich die Teams Redstyle Cooking & Westwood BBQ zusammen mit tobiasgrillt.de. – Herzlichen Glückwunsch! Auch den anderen Teams SizzleBrothers, Pitmaster X, BBQ aus Rheinhessen – Udenheim BBQ, BBQlicate, BBQ Rules, Bar-B-Kuh, Mutterschiff, BBQ Altperlach, Moesta-BBQ Italia gratulieren wir für ihre genialen Grill-Kreationen vom Kugelgrill mit dem tollen Zubehör von Moesta-BBQ.

Den allergrößten Dank gilt Alex und Marcello von Moesta-BBQ, ihren vielen Helfern und der Jury: Von der Organisation und Vorbereitung, bis hin zur Unterbringung der Teams, den gemütlichen Abenden und dem anstrengenden aber super spaßigen Wettbewerb: Es hat wirklich alles 1A geklappt. – Selbst das Wetter hattet ihr im Griff! – VIELEN VIELEN DANK dafür!!!

Bildquelle: www.moesta-bbq.com

GrillEye Pro Plus Thermometer Testbericht / Erfahrungsbericht

Ende 2016 sorgte das griechische Unternehmen G&C, mit der Vorstellung ihres Bluetooth-Thermometers GrillEye (hier im ausführlichen Test), für Aufsehen und zauberte vielen Grill-Fans ein breites Lächeln ins Gesicht. Die Key-Features des Thermometers lauteten damals u. a.:

6 Messfühleranschlüsse, Bluetooth-Reichweite von bis zu 100 Meter, sehr schnelle Smartphone-App, einfach Bedienung u.v.m.

Doch wie so oft im Leben lässt sich Gutes häufig noch einmal verbessern! – Das dachte sich auch G&C und entwickelte nach ihrem bisherigen Verkaufsschlager GrillEye das nagelneue GrillEye Pro Plus, u. a. mit folgenden zusätzlichen(!) Funktionen:

– WLAN zur Erhöhung der Reichweite (Hybrid-Wireless-Konnektivität)
– 8 Messfühleranschlüsse
– integrierter Akku
– Magnetische Unterseite
– Apple Watch App
– Display auch in der Sonne sehr gut ablesbar
u.v.m.

Der Verpackungsinhalt besteht aus folgenden Teilen:

– 1 x Grilleye Pro Plus
– 1 x USB-Kabel zum Aufladen des Akkus
– 2 x Grilleye Fleisch-/Umgebungstemperatur-Fühler (Kabellänge ca. 115 cm)
– 2 x GrillEye Fühlerhalterung (zum Aufwickeln des Kabels)
– 2 x GrillEye Sonde-Halter für dem Grillrost
– Bedienungsanleitung in Deutsch und Englisch

Im Gegensatz zum kantigen und relativ großen Grilleye, besteht das Grilleye Pro Plus aus einem zylinderförmigen, auf der Seite liegenden Gehäuse.

Das 2,7 Zoll-Display mit aktiver Matrix ist ausreichend groß und wie vom Hersteller bereits angepriesen, in der Sonne sehr gut ablesbar.

Das eigentliche Gehäuse, bestehend aus rotem Kunststoff, steht auf einer gummierten Fläche und ist somit vor dem Verrutschen auf glatten Flächen geschützt.

Des Weiteren befindet sich im Boden ein starker Magnet, der das Thermometer an Metallflächen (z. B. Grill-Fronten) haften lässt.

Je nachdem in welcher Position das Gehäuse steht oder hängt und aus welcher Perspektive auf das Display geschaut werden soll, lässt sich der schwarze Kunststoff-Kern inkl. Display entsprechend um 360° verstellen.

Die Rotation des Displays erfolgt über eine Drehbewegung der großen „Schraube“ am rechten Rand des Gehäuses.

Des Weiteren befindet sich auf der rechten Seite der Ein-/Ausschalter und die Buchse, in der durch das Einstecken des mitgelieferten USB-Kabels der Akku im Innern des Thermometers an einem handelsüblichen USB-Netzteils geladen werden kann.

Der vollständig aufgeladene Akku hält laut Herstellerangeben im WLAN-Betrieb ca. 48 Stunden. Eine vollständige Ladung des Akkus wird mit 2,5 Std. angegeben.

Die linke Seite des Gehäuses lässt alle „Kontroll-Freaks“ aufhorchen: Ganze 8(!) durchnummerierte Buchsen hält das GrillEye Pro Plus vor, um 8 Temperaturfühler anschließen zu können. Mit dieser opulenten Anzahl von Temperaturfühler-Anschlüssen ist es z. B. möglich, 2 nebeneinander stehende Grills (Garräume) mit jeweils 3 unterschiedlichem Grillgut zu kontrollieren.

In dem Lieferumfang des Geräts sind zwei GrillEye Temperatur-Fühler enthalten. Diese können wahlweise zur Ermittlung der Temperatur für Fleisch- oder der Umgebungstemperatur verwendet werden. Die Temperatur-Fühler sind jeweils auf den beiden GrillEye Fühlerhalterungen aufgewickelt.

Um den Temperatur-Fühler zur Messung der Umgebungstemperatur des Grillraums zu verwenden, werden die GrillEye Sonden-Halter auf den Grillrost geklemmt und die Temperatur-Fühler in dessen eingesteckt.

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Vor dem Ersteinsatz sollte der Akku des GrillEye Pro Plus zunächst einmal vollständig geladen werden. In unserem Fall schließen wir dazu eine leistungsfähige Powerbank an. Übrigens: Das Gerät kann während der Ladephase nicht ausgeschaltet werden.

Nachdem der Akku geladen wurde und das Smartphone (iPhone X) bereit liegt, kann es auch schon losgehen.

Sobald das GrillEye Pro Plus eingeschaltet wurde, symbolisiert ein blinkendes Bluetooth-Zeichen (oben rechts) die Bereitschaft zur Bluetooth-Kopplung mit einem Smartphone.

Auf dem Smartphone wird die für iOS und Android kostenlos zur Verfügung gestellte App „GrillEye Pro“ installiert und anschließend aufgerufen.

Unmittelbar nach dem App-Start wird das eingeschaltete Thermometer automatisch gekoppelt.

Nachdem der „Lass und grillen“-Button bestätigt und die mitgelieferten Temperaturfühler angeschlossen wurden, werden auch schon umgehend die Temperaturen der jeweiligen Temperaturfühler auf dem Display des GrillEye Pro Plus und in der App angezeigt.

Die erfolgreiche Kopplung wird in der App des Smartphones, sowie auf dem Display des Thermometers jeweils mit Bluetooth-Symbolen angezeigt.

Zusätzlich wird oben rechts im Display der Smartphone-App und im Thermometer-Display die jeweilige Übertragungsqualität durch 5 Punkte angezeigt.

Drückt man auf das jeweilige ausgegraute Uhr/Wecker-Symbol, kann ein individueller Time eingestellt werden.

Nach der jeweils abgelaufenen Zeit schlägt die Smartphone- und Apple Watch-App, sowie das GrillEye Pro Plus laut Alarm und symbolisieren diesen zusätzlich visuell auf den jeweiligen Bildschirmen.

Auf dem jeweils ausgegrauten Temperatursymbol des Home-Screens kann eine gewünschte Temperatur vorgegeben werden.

Die jeweiligen Kategorien besitzen zum Teil noch einmal Unter-Kategorien, wie z. B. das Rind (Beef).

Die jeweils vorgegebene Temperatur wie z. B. „Beef Medium Rare (54 °C)“ lässt sich sowohl auf dem Home-Screen der App ersehen…

…als auch auf dem GrillEye Pro Plus-Display.

Selbstverständlich lässt sich auch jede vorgegebene Temperatur ganz individuell modifizieren.

Was nicht fehlen darf, ist die Vorgabe eines bestimmten Temperaturbereichs. Sobald dieser Bereich verlassen wird, sendet die Smartphone-App, die Apple Watch und das GrillEye Pro Plus einen Alarm.

Des Weiteren lässt die App es zu, den Temperaturverlauf des jeweiligen Fühlers aufzuzeichnen.

In den Optionen der App lassen sich die ausgelösten Alarm-Meldungen auslesen, löschen sowie diverse Einstellungen tätigen.

WLAN-Funktion

Zur Erhöhung der Reichweite integrierte G&C zur bestehenden Bluetooth-Verbindung eine WLAN-Verbindung (Hybrid-Wireless-Konnektivität). Zur Aktivierung sollte bei der Erst-Einrichtung, oder später manuell in den Einstellungen, das eigene WLAN-Netzwerk ausgewählt werden.

Anschließend muss das WLAN-Passwort eingegeben werden. Da die App unser relativ langes Passwort aus dem DSL-Router nicht angenommen hatte, sind wir dem Fehler nach sehr zeitintensivem Troubleshooting auf die Schliche gekommen. Die uns zur Verfügung stehende App- und Firmware-Version lässt nur Passwörter mit einer 18-stelligen Zeichen-Länge zu.

Bis G&C den Fehler in einer späteren Software-Version behoben hat, nutzen wir als Workaround unser Gast-Netzwerk mit einem kürzeren Passwort.

Anschließend wird die erfolgreiche WLAN-Kopplung in der App (WiFi-Zeichen), sowie auf dem Display des Thermometers angezeigt.

Im kombinierten Bluetooth-/WLAN-Modus (Hybrid Modus) ist es nun tatsächlich möglich, sich mit seinem Smartphone so weit wegzubewegen, wie sehr das WLAN-Netzwerk ausreicht. Sind Smartphone und Thermometer nah genug beisammen, wird die Energiesparende Bluetooth-Übertragung genutzt, andernfalls das WLAN-Netzwerk.

Da wir im Haus und auf unserem Grundstück verteilt einen Router, einen Repeater und eine Powerline betreiben und geschickt aufgestellt haben, bot uns die Smartphone-App in jeder Ecke unseres Grundstückes und viele Meter darüber hinaus volle Empfangsbereitschaft.

Selbstverständlich ist auch ein Zugriff per VPN, z. B. beim Einkaufen möglich.

Diejenigen, die eine Apple Watch besitzen können sich noch einmal freuen. – Was das (Ur-)GrillEye-Thermometer/App vermissen ließ, bietet die GrillEye Pro App. – Eine native Apple Watch App, die die jeweiligen Temperaturen bequem am Handgelenk anzeigen lässt.

 

Ganz zum Schluss führten wir den obligatorischen 100°C-Test mit einem Wasserkocher durch. Beide mitgelieferten Temperaturfühler des GrillEye Pro Plus, sowie das Referenzthermometer zeigten zur selben Zeit exakt die selben Werte von 100°C an.

Eigenschaften auf einem Blick

+ 8(!) Temperaturproben gleichzeitig (dazu müssen 6 zusätzliche Temperatur-Fühler erworben werden)
+ Sehr großes übersichtliches 2,7 Zoll-Display (in der Sonne sehr gut ablesbar)
+ integrierter Akku
+ Magnetische Rückseite
+ Gleichzeitige Anzeige von Soll- und Ist-Temperatur
+ Sehr stabile hochwertig verarbeitete Temperatur-Fühler, die individuell als Kern- oder Umgebungstemperatur-Fühler eingesetzt werden können
+ Die Griffe der Temperatur-Fühler sind durchgängig aus Metall
+ Die Temperaturfühler messen Temperaturen bis 300 °C und halten bis 380 °C aus
+ Die Temperaturfühler dürfen mit Wasser in Berührung kommen und sollen laut Hersteller keinen Schaden von sich tragen
+ Stabile Bluetooth-/WLAN-Verbindung mit sehr hoher Reichweite in Abhängigkeit der WLAN-Reichweite im Haus/Grundstück
+ Sehr einfach zu bedienende App
+ Apple Watch App
– WLAN-Passwort nur bis zu 18 Zeichen lang (Stand: 20.06.2018)

Fazit

Dem griechischen Unternehmen G&C ist es mit dem nagelneuen GrillEye Pro Plus tatsächlich gelungen, dass ohnehin schon perfekte GrillEye noch einmal zu verbessern und durch folgende Features aufzuwerten:

– WLAN zur Erhöhung der Reichweite (Hybrid-Wireless-Konnektivität)
– 8 Messfühleranschlüsse
– integrierter Akku
– Magnetische Rückseite
– Apple Watch App
– Display auch in der Sonne sehr gut ablesbar

Die Software ist in diesem relativ frühen Stadium hier- und -dort zwar noch etwas holprig, jedoch wird ein zukünftiges Update sicherlich die meisten Fehler beheben (WLAN-Passwort nur 18-stellig, temp. Absturz beim Anzeigen der ausgelösten Alarme, Fehler in der Lokalisation usw.).

Wir empfehlen uneingeschränkt und aus absoluter Überzeugung sowohl das neue GrillEye Pro Plus mit erweitertem Leistungsumfang als auch das bereits seit ca. 1,5 Jahren erhältliche und kostengünstigere GrillEye! Der Testbericht / Erfahrungsbericht des legendären GrillEyes ist hier nachzulesen.

Das GrillEye kann z. B. via Amazon Prime zu einem Preis von 109,90 EUR hier vorbestellt werden und wird ab ca. 25.06.2018 lieferbar sein.
Ein weiterer „Grill Eye Temperaturfühler 2 in 1“ schlägt z. B. hier mit 23,38 EUR zu Buche.

Bauprojekt: Feuerplatte, Feuerring, Grillplatte, Grillring Station (grillrost.com)

In den letzten Jahren sind Feuerplatten sehr in Mode gekommen. Wir von bigBBQ.de haben uns in der Vergangenheit schon sehr oft mit diesem Thema beschäftigt und testeten im vergangenen Jahr z. B. die „Einsteiger-Feuerplatte 55 cm“ von grillrost.com für Kugelgrills mit einem Durchmesser von 57 cm und viele andere sehr interessante Modelle.

Als wir uns vor kurzem wiederholt mit dem Profi für Metallverarbeitung, sowie Konstrukteur diverser Grill-Tools unterhielten, kamen wir sehr schnell und wiederholt auf den Hype Feuerplatte zu sprechen.

Während wir beim Gespräch unsere guten Erfahrungen mit der Feuerplatte für Kugelgrills Revue passieren ließen, schwärmte uns Matthias von grillrost.com von einer noch sehr viel größeren Feuerplatte vor.
Die größere Feuerplatte besitzt einen Durchmesser von 80 cm, ist 5 mm stark und wird z. B. auf einem aufbereiteten Ölfass betrieben. Als quasi Feuerkorb dient eine ausgediente Waschmaschinentrommel.

Nach dem Gespräch hatten wir natürlich Blut geleckt und das Thema „große Feuerplatte“ ging uns nicht mehr aus dem Kopf. Aus diesem Grund peilten wir an, dass wir zum nächsten langen freien Wochenende alle nötigen Teile zusammengesucht hatten, um schnellstens unser erstes Steak auf der neuen Feuerplatten Station zubereiteten zu können.

Die benötigten Teile

1 x Feuerplatte, 80 cm (grillrost.com)
1 x Auflageleiste / Abstandshalter für 80 cm (grillrost.com)
1 x Ölfass (z. B. von der Tankstelle)
2 x NIGRIN 74117 Hitzebeständiger Auspufflack, 600°C (Amazon)
1 x Regalschiene, 150 cm (Baumarkt)
3 x Regalträger (Baumarkt)
1 x Waschmachinentrommel – Frontlader (eBay)

Optionales Zubehör

1 x Edelstahl Grill-Einsatz (grillrost.com)
1 Satz Universal Edelstahl Abstandshalter, 3 Stück (grillrost.com)
1 x Wokaufsatz für Feuerplatte für 20 cm (grillrost.com)

Entfernen des Deckels

Als Basis der Feuerplatten Station dient ein Ölfass mit einem Fassungsvermögen von 216 Litern, welches wir freundlicherweise von unserer Tankstelle vor Ort kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Zum Entfernen der Restflüssigkeit wird das Fass zunächst auf den Kopf gestellt und ein entsprechend großes Behältnis zum Auffangen heruntergestellt.

Als nächsten Schritt muss der obere Teil (Deckel) geöffnet werden. Wir waren lange am überlegen, ob wir dazu unsere Flex einsetzen. – Zu hoch sahen wir jedoch die Gefahr an, dass sich durch den Funkenflug eventuell entstandene Restgase entzündeten und es im ungünstigsten Fall sogar zu einer Explosion kommt. Auch stand die Überlegung an, dass Fass zuvor mit Wasser zu fluten, jedoch hätten wir anschließend das Problem, dass über 200 Liter verunreinigtes Wasser fachmännisch entsorgt werden müsste.

Als die von uns präferierte Methode stellte sich schlussendlich heraus, den Deckel ganz einfach mit einem Flachmeißel und Hammer „aufzuschlitzen“.

Was sich zuvor aufwendig und kompliziert anhörte, entpuppte sich als spielerisch einfach. – Es dauerte noch nicht einmal fünf Minuten, da war der Deckel auch schon entfernt. Die scharfen Kanten schlugen wir mit einem Hammer an die Innenseite flach.

Entfernen der alten Lackierung

Zum Entfernen der alten Lackierung wird das Ölfass ganz einfach ausgebrannt. Dazu nutzten wir ein paar ausgesonderte Paletten.

Damit die Terrassenplatten bei der Verbrennung keinen Schaden nehmen, wurde das Ölfass zuvor auf drei Steinen gestellt. Anschließend wurde das Feuer entzündet, sodass die alte Farbe ungehindert abplatzen konnte.

Die letzten Farbreste schruppten wir mit einer Drahtbürste unter Zuhilfenahme einer Bohrmaschine runter.

Nun musste es relativ schnell gehen, denn je nach Luftfeuchtigkeit fängt das ungeschützte Metall des Ölfasses sehr schnell an zu rosten.

Zur Verwendung kamen drei Lagen „NIGRIN 74117 Hitzebeständiger Auspufflack (600°C)“. – Nach dem anschließendem Einbrennen der Farbe konnte sich das Ergebnis unseres Erachtens sehen lassen!

Montage des Feuerkorbs

Als Feuerkorb sollte eine ausgediente Waschtrommel einer Waschmaschine (Frontlader) dienen. Damit diese sicher und stabil ca. 1 Zentimeter unter der Fass-Höhe stehen kann, bauten wir uns eine Konstruktion aus einer 150 cm langen Regalschiene (zugesägt auf 3 x 50 cm) und 3 Regalträgern.

Nach erfolgreicher Verschraubung stehen sich die drei Regalschienen mit Regalträgern wie folgt gegenüber und sind bei späterem Bedarf in der Höhe relativ einfach flexibel zu verstellen.

Von außen aus betrachtet, sind lediglich die 3 x 2 Schrauben zu erkennen.

Nun kann die Waschtrommel „freischwebend“ auf den Regalträgern gesetzt werden.

Auf Empfehlung eines Blogger-Kollegen, bohrten wir zur Verbesserung des Kaminzugs noch einige zusätzliche Löcher in den Boden der Waschtrommel.

Essenzielles Feuerplatten-Zubehör von grillrost.com

Folgende Teile standen uns zum weiteren Bau zur Verfügung.

Eine Feuerplatte von grillrost.com, erkennbar an dem typischen Flammensymbol, mit einem Außendurchmesser von 80 cm, einem Innenring von 20 cm, einer Stärke von 5 mm und 2 sich gegenüberliegenden Aussparungen zum sicheren Transport.

Die dreiteilige Auflageleiste / Abstandshalter für die 80 cm Feuerplatte muss zuvor mit Schrauben und Muttern verschraubt werden.

Wie bei grillrost.com üblich, ist die Verarbeitung der Materialen wieder sehr vorbildlich, sodass alles Teile passgenau sind und scharfe Kanten vergeblich gesucht werden.

Nachdem die Auflageleiste verschraubt wurde, wird sie auf den Rand des Ölfasses gelegt.

Das relativ hohe Eigengewicht und die grobe Verzahnung garantiert, dass die Auflagenleiste sehr sicher liegt und nicht verrutschen kann.

Nun kann die Feuerplatte aufgelegt werden.

Der Rand der Feuerplatte schließt passgenau mit den jeweiligen Enden der Auflagenleiste ab.

Selbstverständlich passt die Konstruktion, bestehend aus Ablageleiste und Feuerplatte, auch auf einen stabilen Kugelgrill oder einer Feuerschale. Alternativ zur Ablageleiste, steht optional auch ein Satz (3 Stück) Universal Edelstahl Abstandshalter zur Verfügung (nachfolgend am Beispiel einer Feuerschale).

Optionales Feuerplatten-Zubehör von grillrost.com

Mittlerweile bietet grillrost.com auch ein stetig wachsendes Zubehör-Programm rund um das Thema Feuerplatte an.

Der Edelstahl Grill-Einsatz, der in die mittlere Aussparung der Feuerplatte gelegt werden kann, garantiert ein Flammen-Branding auf dem Fleisch.

Der Wokaufsatz für Feuerplatten, mit einem Innendurchmesser von 20 cm, hat mindestens zwei Funktionen.

Zum einen „schießen“ die Flammen durch den Einsatz des Wokaufsatzes nicht mehr flach über die Feuerplatte, sondern lässt sie weiter oben ausströmen, was versehentliche Verbrennungen minimiert.

Zum anderen dient der Wokaufsatz, wie der Name es vermuten lässt, zur Aufnahme eines Woks.

Ein Feature-Request haben wir dennoch für den Wokaufsatz: So angenehm es auch sein kann, dass durch den Einsatz des Wokeinsatzes u. a. das Grillgut vor dem Hineinfallen in das Innenloch geschützt wird, wünscht man sich sehr oft genau diese(!) „Funktion“. Es sollte im unteren Bereich des Wokeinsatzes ein schmaler Spalt geschaffen werden, durch den Fette, Bratensäfte und Essensrückstände „entsorgt“ werden können.

Einbrennen der Feuerplatte

Zum Entfachen des Feuers genügt es, jeweils 2 Holzscheite in 2 – 3 versetzten Lagen zu schichten und anschließend 2 – 3 handelsübliche Grillanzünder darauf anzuzünden. Zur besseren Veranschaulichung haben wir den Feuerkorb ohne Feuerplatte abgebildet.

Das Nachlegen von kleinen Holzscheiten durch die 20 cm Öffnung bereitet keine Probleme.

Achtung: Bereits bei den geringsten Wärmeeinwirkungen wird sich die Feuerplatte wölben. Sollte sie sich nach oben wölben (folgendes Bild), muss sie gedreht werden, denn Fette und Bratensäfte sollten später in das Zentrum der Feuerplatte und keinesfalls auf die Terrassenplatten fließen.

Nun wird die gesamte Feuerplatte großzügig mit Rapsöl benetzt, sowie mit reichlich Salz bestreut. Anschließend werden über die gesamte Fläche Kartoffelscheiben ausgelegt.

Nun darf ohne Rücksicht auf verbrannte Kartoffelscheiben „Volldampf“ gegeben werden.

Es ist beeindruckend zu sehen, wie sehr stark die Feuerplatte sich wölbt und welche Kräfte dort herrschen.

Die starke Wölbung ist natürlich auch der Materialstärke von 5 mm geschuldet. Diese ist unseres Erachtens jedoch mehr als ausreichend, denn die knapp 20 kg schwere Stahlplatte soll schließlich noch zu wegen sein. 8 mm und stärkere Feuerplatten sind sehr viel schwerer und benötigen zudem auch länger aufzuheizen.

Ein flüchtiger Temperaturcheck lässt feststellen, dass während des Betriebs am Rande des Innenrings Temperaturen um die 400°C herrschen, hingegen zur gleichen Zeit am äußeren Rand nur Temperaturen von ca. 70 – 85°C erreicht werden. – Ideal um ein Steak in der Mitte scharf anzugrillen und es unter einer Garglocke im Außenbereich anschließend garziehen zu lassen. – Auch im Winter!

Nachdem die Kartoffelscheiben verbrannt waren, hinterließen sie im Zusammenspiel mit Rapsöl und Salz eine sehr schöne Patina, auf die das Grillgut zukünftig so gut wie nicht haften wird.

Ersteinsatz der Feuerplatte

Selbstverständlich ließen wir es uns an dem Tag der Fertigstellung unserer Feuerplatten Station nicht nehmen, ein schönes Steak zu vergrillen. Ein Irish Black Angus Rump Steak von gourmetfleisch.de kam uns dafür sehr gelegen!

Das Steak wurde auf der leicht geölten Feuerplatte von beiden Seiten jeweils scharf angegrillt und durfte anschließend unter einer selbstgebastelten Garglocke auf eine Kerntemperatur von ca. 54°C garen.

Zur besseren Veranschaulichung der Vergrillung haben wir dieses Video erstellt. Zur Darstellung der gesamten Feuerplatten Station halten wir dieses Video vor.

Zahlen, Daten, Fakten, Preise

Folgende Kosten sind beim Bau der Feuerplatten Station aufgekommen:
– Ölfass: kostenlos (Tankstelle)
– Regalsystem: 11 EUR (Baumarkt)
– Farbe: 18 EUR (Amazon)
– Waschtrommel: 19 EUR (ebay)
– Feuerplatte, 80 cm: 99 EUR (grillrost.com)
– Auflageleiste / Abstandshalter für 80 cm: 39 EUR (grillrost.com)

Optional:
– Edelstahl Grill-Einsatz: 35 EUR (grillrost.com)
– Satz Universal Edelstahl Abstandshalter – 3 Stück: 19 EUR (grillrost.com)
– Wokaufsatz für Feuerplatte für 20 cm: 59 EUR (grillrost.com)

Fazit

Zunächst einmal steht ganz klar fest: Das Grillen mit einer kleinen Feuerplatte macht Spaß! – Aber: Das Grillen mit einer größeren Feuerplatte macht doppelt so viel mehr Spaß!

Die kleinen Basteleinheiten zur Erstellung der Feuerplatten Station haben uns sehr viel Spaß bereitet und haben sich definitiv gelohnt! – Es ist unwahrscheinlich angenehm, in rückenschonender Höhe mit mehreren Gästen an der großen Feuerplatte zu stehen, während jedem Gast die Möglichkeit geboten wird, sein eigenes Gericht zu grillen.

Die relativ große Grillplatte besitzt viele Temperaturzonen, die einen sehr großen Temperaturbereich von ca. 70 – 400°C abdeckt.

Back to the roots und öfter mal etwas selber bauen. – Beide Daumen hoch für die 80 cm Feuerplatte und die Auflageleiste von grillrost.com.

In den nächsten WM-Wochen sind viele Vergrillungen in größerer Runde mit unserer neuen Feuerplatte geplant. Wir freuen uns bereits jetzt schon auf den Einsatz. Schaut doch unbedingt mal hin-und-wieder bei unserem Instagram-Kanal vorbei!

Pulled Chicken Chili Cheese Nachos

Die Fußball Weltmeisterschaft 2018 steht vor der Tür, weshalb sich viele Grill- und Fußball-Fans die Frage stellen, mit welchen Grill-Leckereien man bei seinen Gästen wohl so richtig punkten könnte. Unser Fußball-WM-Grill-Rezept-Tipp Nr. 1 lautet: „Pulled Chicken Chili Cheese Nachos“.

Bei der Auswahl unseres Rezeptes haben wir in erster Linie darauf Wert gelegt, dass die Zubereitung sehr einfach verläuft, schnell von der Hand geht und vor allem den Geschmack vieler Gäste trifft.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann anstelle von Pulled Chicken selbstverständlich auch Pulled Pork verwenden. Alternativ kann das Pulled Pork im günstigsten Fall sogar schon vorproduziert und eingefroren worden sein.

Zutaten
6 – 8 Kikok Hähnchenschenkel (Maishähnchen)
Paprika edelsüß (z. B. Ankerkraut Paprika edelsüß)
Meersalz
1 – 2 Tüten Nachos (Peperoni o. gesalzen)
kleingeschnittener Eisbergsalat
2 klein gewürfelte Paprikas
2 fein gewürfelte Zwiebeln
Crème fraîche
eingelegte Jalapeños
Kidneybohnen
1 Tüte geriebener Emmentaler Käse
1 Dose Mais
Barbecue Sauce (z. B. The Barbecue Sauce)

Während der Grill auf ca. 115°C (low´N´slow) vorheizt, die Hähnchenschenkel von allen Seiten mit Salz und Paprika würzen.

Nun werden die Hähnchenschenkel bei indirekter Hitze mit geschlossenem Deckel gegart, bis sie eine Kerntemperatur von ca. 80 – 85°C erreicht haben.

Die Kerntemperatur überprüfen wir selbstverständlich mit dem integrierten iGrill 3 und unserem Smartphone.

Da die von uns ausgewählte Barbecue Sauce bereits sehr viel Rauch-Geschmack enthält, verzichten wir auf eine Räucherbox o. ä.

Die Grillzeit lag in unserem Fall bei nur 80 Minuten.

Zunächst wird die Haut von den Schenkeln gezogen und mit einem sehr scharfen Messer in ca. 0,5 x 0,5 cm Stückchen geschnitten. Anschließend wird das saftige Fleisch von den Knochen gepulled.

Zwischenzeitlich wurden alle Zutaten griffbereit aufgestellt.

Die Zusammenstellung

Den gesamten Boden der gusseisernen Pfanne mit Nachos belegen, anschließend eine Lage Pulled Chicken und krosse Haut verteilen.

Die Barbecue Sauce verteilen.

Es folgen die Kidneybohnen, der Mais und die fein gewürfelten frischen Zwiebeln.

Nachdem die roten und grünen Paprikas aufgelegt wurden, folgen wieder ein paar Spritzer Barbecue Sauce.

Nun wird wieder eine Lage Nachos aufgelegt. Da mittlerweile eine gewisse Füllhöhe erreicht wurde, können die Nachos aus optischen Gründen gerne über den Pfannenrand ragen.

Es folgt wieder eine großzügige Lage Pulled Chicken, klein geschnittener Eisbergsalat und Barbecue Sauce.

Nun wird alles großzügig mit geriebenen Emmentaler Käse bestreut und zu guter Letzt die eingelegten Jalapeños, sowie hier-und-dort noch einige Nachos senkrecht in den Käse gesteckt. Anschließend wird der Pfanneninhalt für ca. 15 – 20 Minuten bei ca. 180 – 200°C indirekt gegart.

Der Käse ist nun schön geschmolzen und ist in die Hohlräume gelaufen.

Erst kurz vor dem Servieren werden die Pulled Chicken Chili Cheese Nachos mit Crème fraîche beträufelt.

Und nun heißt es: „Ganz schnell zugreifen!“ – Denn ehe man sich versieht, sind die super leckeren Pulled Chicken Chili Cheese Nachos auch schon wieder alle aufgegessen.

Viel Spaß beim Nachgrillen, einen guten Appetit und viel Spaß bei der Fußball Weltmeisterschaft 2018!