Burger Unser – die Bibel der Burgerrezepte

Das Buch Burger Unser ist am 18.03.2016 im Callwey Verlag erschienen.

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Zum Autorenteam

Das Buch wurde gleich von einem 6-köpfigen Team kreiert: Kopf der Bande ist Hubertus Tzschirner. Der gelernte Koch und Caterer hat bereits mehrere Publikationen veröffentlicht und präsentiert sich mit seiner innovativen Küche weltweit auf Messen, Kochkursen und Caterings. Nicolas Lecloux ist der Marketingchef von „true fruits“, ist jedoch privat immer auf der Suche nach dem perfekten Burger. Mit Dr. Thomas Vilgis, diplomiert und promoviert in Physik, wurde ein Experte in Sachen der Naturwissenschaft des Kochens sowie der Physik und Chemie von Lebensmitteln gefunden. Mit Nils Jorra hat man einen weiteren Fleischkenner ins Boot geholt. Nach Jahren in der Sternegastronomie liegt sein Fokus auf artgerechter Haltung und verantwortungsvollem Fleischkonsum. Der mehrfache Grillmeister Florian Knecht ist der Experte für das Thema Gadgets, Grillen und Gartentechniken. Der sechste im Bunde ist der Foodfotograf Daniel Esswein, der sich für die atemberaubende Bilder verantwortlich zeigt.

Erster Eindruck

Dieses Buch macht wirklich etwas her! Albrecht Dürers betenden Hände auf dem sehr starken Hardcover mit Prägung der Lettern des Buchtitels. Wie in einem Gebetbuch, besitzt das Burger Unser drei Lesebändchen aus Stoff in den Farben silber, gold und schwarz. Beim groben Durchblättern des dicken, 288 Seiten starken und 1.855 g schweren Buches läuft einem fast das Wasser aus dem Mund. Die Fotografien sind exzellent und die Texte sehr detailliert. Man hat bei dem riesigen Umfang des Buches das Gefühl, hier kann nichts mehr fehlen!

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Die Botschaft

Das Buch verspricht ein komplettes Standardwerk über Burger zu sein. Auf den insgesamt 288 Seiten wird ausführlich die Zubereitung der Buns, Patties, Soßen und Beilagen erklärt und mit sehr aufwendigen Fotos bebildert. Dabei richtet sich die Zielgruppe sowohl an den absoluten Anfänger „Wie brate ich ein Patty?“ als auch an den Profi, der schon fast alles gesehen hat: Patty aus 100% Rib Short Rib! Im letzten Teil werden dann die einzelnen Zutaten zu kreativen Burgerrezepten mit klangvollen Namen wie „From Dusk till Burn“ kombiniert. Alternativen zu den Rezepten werden immer wieder vorgeschlagen und selbst vegetarische, vegane und süße Burger bleiben nicht außen vor.

Aufbau des Buches

In sechs Kapiteln werden die einzelnen Bestandteile und Kreationen eines Burgers vorgestellt.

Den Anfang macht der Bun auf ca. 25 Seiten: Neben der reich bebilderten Bun-Herstellung gibt es viele Rezeptklassiker sowie neue Ideen wie vegane oder süße Buns.

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Danach folgt auf 8 Seiten das Kapitel Fleisch: Hier wird das Augenmerk auf die Qualität gelegt und nicht auf den Preis. Ausführliche Warenkunde und einfache Erklärung machen Lust auf die Herstellung von eigenen Patties.

Im Kapitel Patties werden auf rund 13 Seiten verschiedene Methoden zum Garen / Grillen des Patties gezeigt und Rezeptalternativen zum Rind vorgestellt.

Auf den nächsten 13 Seiten werden ausführlich die Soßen vorgestellt. Angefangen von den Klassikern Ketchup und Mayo bis hin zu Exoten wie Marsala-Kokos-Ketchup.

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Wer bei Beilagen nur an Fritten denkt, wird auf den nächsten 17 Seiten überrascht sein. Neben den klassichen Kartoffeln Varianten wie Pommes Frites und Kartoffelecken gibt es viele Ideen für eingelegtes, gegrilltes, gebackenes und rohes Gemüse.

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Nachdem Grundwissen folgt dann ab Seite 106 das größte Kapitel mit den Burgerrezepten. Hier werden alle Geschmäcker bedient: Von fleischig, vegetarisch/vegan bis hin zu süß, vom Klassiker Cheesburger bis zum Burger aus Tafelspitz mit Trüffelmayonnaise. Auf den rund 160 Seiten werden unzählige Rezepte mit Alternativen und Ideen vorgestellt.

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Zum Schluss werden auf knapp 20 Seiten im Anhang noch Grundrezepte und wichtige Begriffe im Glossar erklärt. Die besten Burgerläden werden nach Städten sortiert vorgestellt.

Inhalt des Buches

Das Autorenteam fängt für den Leser quasi bei Null an: Wie macht man Buns? Was für Fleischstücke gibt es? Gibt es Soßen außer Ketchup und Mayo? Wer jetzt denkt, dies sei ein Buch für Anfänger irrt gewaltig! Zu einem guten Burger gehören gute Zutaten und so wird alles genau erklärt. Die Seiten „Wissen statt Glaube“ erklären in den jeweiligen Kapiteln Fachwissen, bei dem auch der Profi noch lernen kann. Allein die Seiten zum Thema Fleisch erklären sehr gut, was beim Wolfen und Kuttern passiert. Die Texte sind leicht verständlich geschrieben, Fachbegriffe werden gut erklärt. Die Texte werden mit sehr guten Bildern ergänzt, bei denen man schon beim Blättern am liebsten den Grill anschmeißen würde!

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Vor dem großen Kapitel mit den Burgerkreationen gibt es noch die 10 Burger-Gebote: Hat man einmal einen echt guten Burger gegessen, kann man hier nur immer wieder zustimmend nicken! Vergleicht mal ein Bun aus dem Supermarkt mit einem selbst hergestellten! – Dann könnt ihr nur zustimmen beim „Backt eure Buns selbst“!

Im Kapitel Burger wird man sehr gut durch das Rezept geführt. Die einzelnen Bestandteile werden kurz und knackig erklärt. Das Anrichten wird noch mal gesondert erklärt. Beim „Tipp“ gibt es gute Anregungen für die verwendeten Lebensmittel oder auch mal Alternativen für diese. Der Infokasten „Von uns empfohlen“ vermittelt eine Übersicht über die die passende Patty-Zubereitung, -grammatur, Topping und Beilagen. Aber das Auge bleibt definitiv auf den Burgerbildern hängen: Jeder Burger scheint einzigartig zu sein. Man sieht zwar Patties und Käse, aber die Bunvariationen und die schier unendlichen Soßen und Gemüsebeilagen machen echt Lust, Seite für Seite nach zu grillen.

Burger Unser

Gebundene Ausgabe (Hardcover): 288 Seiten
Verlag: Georg D.W. Callwey
Sprache: Deutsch
Größe: 25,8 x 2,7 x 28,7 cm
Erscheinungsdatum: 18. März 2016
ISBN-10: 3766722018
ISBN-13: 978-3766722010
Preis: 39,95 €

Fazit

So viele Seiten für ein Burgerbuch? Ja – definitv! Dem Anfänger werden hier ziemlich gelingsicher und reich bebildert die einfachsten Techniken wie Bun backen und Patty garen erklärt. Dem fortgeschrittenen Griller werden die Techniken detaillierter erklärt und mit Halbwissen aufgeräumt. Bei den vielen Burgerrezepten stellt man schnell fest, dass es unzählige Varianten mit Bun, Patty, Soße und Beilage gibt. Der „Ick bin kein Berliner“-Burger kommt auf jeden Fall mit einer neuen Idee für ein Dessert (!) um die Ecke.
Sehr gut gelöst finde ich, dass jedes Burgerbild gleich eine kleine Legende hat. So weiß man sofort, aus was der Burger besteht und wie schwer er zuzubereiten ist. Der Sauereifaktor ist jedoch eher individuell zu bewerten!
Ich bin mir sicher, dass dieses Buch sowohl dem Anfänger wie auch dem Profi sehr viele neue Grillerfahrungen und Geschmackserlebnisse bereiten wird. Ich habe nach dem Lesen des Buches viele neue Anregungen bekommen und freue mich auf meine nächsten Burger!

Noch etwas! Das Buch hat nicht nur einen eigenen Instagram Kanal und eine Facebookseite, sondern sogar einen eigenen Trailer. – Schaut euch den mal an!

Ihr könnt das Buch versandkostenfrei bei Amazon bestellen.

Burger Unser – die Bibel der Burgerrezepte
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