Biru Wagyu Ribeye Steak – ShioMizu Aged mit Johannisbeer-Chutney

Zutaten
450 g Biru Wagyu Ribeye Steak (8 Wochen ShioMizu Aged) von Eatventure
500 g frische Johannisbeeren
150 ml Mangosaft
250 g Gelierzucker (2:1)
1 Apfel
4 Schalotten
1 EL Olivenöl
100 ml weißer Balsamico-Essig
3 EL brauner Zucker
1 EL Rosa Pfeffer
1 TL Chili Flocken
1 TL Ingwer (frisch o. gemahlen)
1 TL Senfkörner
3 EL getrocknete Cranberries

Bevor das Johannisbeer-Chutney zubereitet wird, das Steak eine Stunde vorher herauslegen, damit es Zimmertemperatur annehmen kann und die angestrebte Kerntemperatur später schneller erreicht wird.

Die Marmorierung des Biru Wagyu Ribeye Steak (8 Wochen ShioMizu Aged) von Eatventure ist einfach der absolute Knaller!

Zunächst die Johannisbeeren von den Stielen zupfen, die Cranberries klein schneiden, sowie die Schalotten pellen und den Apfel schälen und würfeln.

Die Zwiebeln in einen Topf mit Olivenöl andünsten, anschließend die gewürfelten Äpfel hinzufügen und anschwitzen. Nun mit dem braunen Zucker karamellisieren und anschließend mit dem weißen Balsamico-Essig ablöschen.

Die restlichen Zutaten, bis auf den Mangosaft und den Gelierzucker hinzufügen und für ca. 15 – 20 Minuten köcheln lassen.

Dabei immer wieder gut umrühren und die Früchte an der Topfwand mit einem Esslöffel so gut es geht zerquetschen.

Den Mangosaft und den Gelierzucker hinzufügen und noch einmal für ca. 4 Minuten unter ständigen Umrühren kochen lassen.

Das Johannisbeer-Chutney in ausgekochte Gläser füllen und anschließend auf den Kopf stellen.

Damit eine durchgehende gleichmäßige Kruste entsteht, das Steak in einer geschmiedeten oder gusseisernen Pfanne mit sehr wenig oder keinem Öl braten oder ganz typisch auf dem Grillrost zubereiten.

Sobald das Steak eine Kerntemperatur von ca. 52°C erreicht hat, zwei bis drei Minuten lang ruhen lassen, mit einem scharfen Messer tranchieren und anschließend mit dem Johannisbeer-Chutney servieren.

Sagenhaft, wie gut das sehr geschmacksintensive, super-zarte Biru Wagyu Ribeye Steak mit dem fruchtig-scharfen Johannisbeer-Chutney harmoniert.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachgrillen!

Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8)

Im Zuge der „Albers Challenge 2018“ stellten wir euch im letzten Monat das wunderschöne 1,8 kg(!) schwere Greater Omaha Gold Label Porterhouse Steak von Albers vor. – Ein absolutes Traumsteak! Kaum vorzustellen, dass keine 4 Wochen später, in der zweiten Challenge-Runde, bereits das nächste unvorhersehbare Highlight folgt:

Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8)

Dieses brillant marmorierte Rib Eye Steak (Entrecôte) wurde mit dem Marmorierungsgrad (Marbling Score) MS 7–8 eingestuft. Vereinfacht gesagt, bedeutet die Einstufung MS 7–8 (von max. 12) Güteklasse „sehr gut“.

Herkunft

Dieses ganz besondere Wagyu Rib Eye Steak stammt von der Jack’s Creek Farm, einem australischen Familienunternehmen aus Willow Tree (New South Wales), etwa 300 km nördlich von Sydney. Die Gegend ist u. a. für ihr gemäßigtes Klima und ihre zuverlässigen Niederschläge bekannt. – Die ideale Grundlage für beste Rinderzucht! Im Jahr 1991 begannen die Züchter David und Phillip Warmoll die japanischen Black-Wagyu-Bullen der Tajima-Rasse aus Kobe mit den australischen Black-Angus-Rinder zu kreuzen. Daraus wurde der Verkaufsschlager: Jack’s Creek Wagyu.

Die Spitzenqualität ist seit langer Zeit international anerkannt: In den Jahren 2015 und 2016 erhielt die Jack’s Creek Farm jeweils die Auszeichnung „Bestes Steak der Welt“. – Daher auch die Bezeichnung „Weltmeistersteak“.

Übrigens: Wem Fleisch des Marbling Scores 7–8 zu kostspielig ist, erhält bei Albers neben dem noch hochwertigerem Fleisch des MS 9+ auch das kostenbewusste MS 5–6.

Zur Erinnerung: Auch dieser Beitrag ist Teil der „Albers Challenge 2018“, in der sechs Food-Blogger bis zum Ende des Jahres monatlich ihre Rezeptbeiträge posten werden. Jeden Monat gibt es etwas zu gewinnen: Dieses Mal ist es das 600 g schwere Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8) im Wert von 138,– EUR!!! Alles was ihr tun müsst um dieses hochwertige Steak zu gewinnen, ist bei der Abstimmung für das tollste Rezept mitzumachen. Der Link und alle weiteren Infos folgen bald an dieser Stelle.

Zutaten

600 g Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8)
Gold Flakes (Blattgold)
3 Artischocken

für den Dipp
90 g Crème fraîche
135 g Joghurt
3 EL Zitronensaft
15 g Senf
150 g Mayonnaise
1 EL frisch geschnittene Petersilie
1 EL Apfelessig
1 TL brauner Zucker
1 klein geschnittene Knoblauchzehe
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Meersalz

Zubereitung Artischocken und Dip

Die Artischocken mit einem sehr scharfen Messer längs teilen. Aus Gründen der Ästhetik den Stil dran lassen (nicht essbar).

Mit einem Teelöffel die innere Blüte und das Heu ausstechen.

Damit die Schnittflächen sich nicht zu stark verfärben, sehr schnell mit einigen Tropfen des Saftes einer Zitrone beträufeln.

Nun werden die Artischocken-Hälften für ca. eine halbe Stunde gedünstet. In der Zwischenzeit die o. a. Zutaten für den Dip vermischen und anschließend mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Meersalz abschmecken.

Zubereitung Steak

Das Steak sollte mindestens eine Stunde vor der Vergrillung aus dem Kühlschrank entnommen werden.

In einer gusseisernen oder geschmiedeten Pfanne (je nach Vorlieben) etwas Rapsöl (relativ geschmacksneutral) stark erhitzen und anschließend das Steak von jeder Seite für ca. 60 Sekunden anbraten. Alternativ kann auf das Öl gänzlich verzichtet und/oder selbstverständlich auch der Grill, Beefer o. ä. verwendet werden.

Nachdem sich ausreichend Röstaromen entwickelt haben, dass Steak in die indirekte Zone des Grills verlagern und bei einer Gartemperatur von max. 150°C bis zu einer Kerntemperatur von max. 52°C garen. In der Zwischenzeit die Schnittflächen der gedünsteten Artischocken über direkter Hitze für ca. 5 – 7 Minuten auf den heißen Grillrost legen.

Servieren des Steaks

Für uns stand von Anfang an fest, dass wir das Steak weder vor dem Grillen, noch nach dem Grillen würzen werden. – Noch nicht einmal mit gutem Pfeffer oder mit „einfachem“ Salz. Wir wollten unbedingt den unverfälschten puren Geschmack des sagenumwobenen Fleisches genießen.

Trotzdem erschien es uns vom Gefühl her als nicht angemessen genug, mit dem tollen Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak nichts weiteres mehr anzustellen. Aus diesem Grund unterstrichen wir unsere Freude und Spannung damit, die Steak-Enden mit Gold Flakes (Blattgold) zu verzieren. Das von uns verwendete Blattgold (23,75 Karat) gehört zu der Klasse der Lebensmittelfarbstoffe mit der Bezeichnung E 175, ist geschmacksneutral und darf in geringen Mengen bedenkenlos verzerrt werden.

Fazit

Es ist einfach unvorstellbar, wie sehr dieses Steak quasi auf der Zunge schmilzt. Der extrem hohe intramuskuläre Fettanteil lässt das Steak buttrig zart werden, sodass das Fleisch so gut wie gar nicht gekaut werden muss. Geschmacklich ebenso spannend ist das Fett, welches sich rund um den Muskel ansammelt. – Befindet sich dieses zwischen Zunge und Gaumen und wird leicht komprimiert, zerplatzt es quasi wie eine ganz weiche Praline und setzt eine Geschmacksexplosion in Gang.

Das Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8) hat uns und unsere beiden Gäste mehr als überzeugt. Einziger Wermutstropfen ist der relativ hohe Preis, der unseres Erachtens jedoch absolut gerechtfertigt ist!

Flat Iron Steak mit Macaire-Kartoffeln und Speckbohnen

Das letzte Flat Iron Steak von yourbeef.de hat so gut geschmeckt, dass wir uns unbedingt ein weiteres bestellt haben. Beim damaligen Steak lautete der Begleiter Pastinaken-Spaghetti, dieses Mal Macaire-Kartoffeln. Wie man diese macht, erfahrt ihr im folgenden Rezept.

Übrigens, man nennt das aus dem oberen Teil der Rinderschulter geschnittene Stück Fleisch aus dem Grund Flat Iron, weil es an ein alte flaches Bügeleisen (engl. Flat Iron) erinnert.

Zutaten
600 g Flat Iron Steak (yourbeef.de)
250 g vorgekochte grüne Bohnen
12 Baconscheiben

für die Macaire-Kartoffeln
300 g Kartoffeln
4 – 5 Baconscheiben
1 kl. Stückchen Speck
2 TL Hartweizengrieß
1 kl. Strauß Petersilie
1 Eigelb
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
1 kleine Zwiebel
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Meersalz

Während die Kartoffeln kochen, die klein gewürfelte Zwiebel und die 4 – 5 klein geschnittenen Baconscheiben mit einem kleinen Stückchen Speck in einer gusseisernen Pfanne anbraten.

Zum Schluss die klein geschnittene Petersilie hinzufügen.

Die fertig gegarten und gepellten Kartoffeln stampfen, ein Eigelb, 2 TL Hartweizengrieß und die Zwiebel-Bacon-Masse untermischen und anschließend mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, sowie Meersalz und Muskat würzen.

Aus der Kartoffelmasse jeweils 2 – 3 cm dicke Rollen formen und anschließend in 1,5 – 2 cm dicke „Taler“ schneiden. Damit die Rollen nicht so sehr kleben, die Arbeitsfläche vorher mit Mehl bestäuben.

Während das Flat Iron Steak scharf angegrillt wird, die in Baconscheiben eingewickelten vorgekochten grünen Bohnen und die Macaire-Kartoffeln auflegen.

Der Anblick des aufgeschnittenen Flat Irons und sein Geschmack löst eine wahre Freude aus!

Auf Sauce wurde gänzlich verzichtet, stattdessen wurde später ein wenig ausgelassener Speck über das Fleisch und die Macaire-Kartoffeln gegossen.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Albers Porterhouse Steak (Nebraska-Beef) – Gold Label

Mit dem 1,8 kg(!) schweren Greater Omaha Gold Label Porterhouse Steak von Albers stellen wir euch ein ganz besonderes Stück Fleisch vor.

Dieses qualitativ hochwertige Fleisch stammt von Angus-Rindern aus dem US-Bundesstaat Nebraska. Die Rinder dürfen in ihren ersten 8 Lebensmonaten freilaufend auf den unendlichen Steppen und Weiden Nebraskas und South Dakotas leben. Erst danach ziehen sie in Freigehege um, in denen sie 150 bis 200 Tage lang mit Maismischfutter gefüttert werden. Der Greater Omaha Packers Company (GOP) gehören Farmer an, die über jahrzehnte eine absolut verlässliche und kontinuierliche Top-Qualität garantieren! Detailliertere Infos hier…

Die mit dem Albers Gold Label ausgezeichneten Steaks garantieren nur allerbestes Fleisch:
– Prime Grade steht für größtmögliche Zartheit, Saftigkeit und bester Geschmack durch ausgeprägte Marmorierung.
– Choice Grade hingegen steht für hervorragende Qualität und Marmorierung, die etwas geringer ist als die der Prime-Stufe.

Albers hat uns (bigBBQ.de) und fünf weiteren Food-Bloggern die Möglichkeit gegeben, dieses besondere Fleisch zu verkosten und hat uns anschließend nach unserer Meinung gefragt (s. Fazit).

Des Weiteren ist dieser Beitrag Teil der „Albers Challenge 2018“, in der alle sechs Food-Blogger bis Ende des Jahres jeweils monatlich ihre Rezeptbeiträge posten werden. Jeden Monat gibt es etwas zu gewinnen: Dieses Mal ist es ein 1,8 kg Label Porterhouse Steak. Alles was ihr tun müsst um dieses riesige Steak zu gewinnen, ist bei der Abstimmung für das tollste Rezept mitzumachen.

Zutaten
1,8 kg Greater Omaha Gold Label Porterhouse Steak (Albers)
Murray River Salt Flakes
Fermentierter Pfeffer

für die Bacon-Parmesan-Potatoes
500 g Drillinge
Fleur De Sel
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
150 g Parmesan
375 g Bacon-Streifen

für das Chimichurri
2 Pflanzen Petersilie
1 Limette o. halbe Zitrone
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 frische Chili
Fleur De Sel
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
gutes Olivenöl
Thymian frisch
Oregano frisch o. getrocknet

Bevor das Greater Omaha Gold Label Porterhouse Steak von Albers zubereitet wird, gilt es erst einmal ein paar kleine Vorbereitungen zu treffen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt kann das Steak vorab aus dem Kühlschrank genommen werden, damit es nicht zu kalt auf dem Grill kommt und bereits ein wenig „Zimmertemperatur“ annehmen konnte.

Chimichurri

Ein Chimichurri ist sehr schnell zubereitet, passt 100-prozentig zu Beef und schmeckt himmlisch.

Die Knoblauchzehen und die Schalotte klein schneiden, sowie die Blätter des Thymians zupfen. Die drei Zutaten in einen Mörser gründlich zerreiben.

Die frische Petersilie klein schneiden, ebenfalls dem Mörser hinzufügen und weiter zerreiben, anschließend den Saft einer halben Zitrone oder einer Limette hinzufügen.

Nun wird so lange mit Olivenöl aufgefüllt, bis eine dickflüssige Masse entsteht.

Mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, Fleur De Sel und Oregano abschmecken, sowie eine in kleine Würfel geschnittene Chili hinzufügen, dann 2 Stunden lang im Kühlschrank ziehen lassen.

Krosser Bacon

Die Bacon-Streifen in kleine „Würfel“ schneiden.

Das Fett der Bacon-Streifen bei mittlerer Temperatur in einer gusseisernen Pfanne auslassen.

Damit der Bacon vom Fett getrennt werden kann, Selbigen auf einem Küchentuch ausbreiten.

Bacon-Parmesan-Potatoes

Die Drillinge kurz vor dem Grillen vorkochen, längs halbieren und anschließend auf den auf ca. 180°C vorgeheizten Grill in die indirekte Zone zu legen.

Nachdem die Drillinge mit Fleur De Sel und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer gewürzt wurden, großzügig mit frisch geriebenen Parmesan belegen.

Kurz vor dem Servieren mit krossem Bacon belegen.

Das Grillen vom Porterhouse Steak

Nach der Pflicht kommt die Kür, auf die wir uns schon sehr lange Zeit gefreut haben!

Das wunderschöne Porterhouse Steak wird beidseitig nacheinander großzügig mit Murray River Salt Flakes bestreut und direkt, unter sehr hoher Hitze auf dem gusseisernen Rost von jeder Seite für jeweils ca. zwei bis drei Minuten scharf angegrillt.

Solange die Keramik des Big Green Eggs noch nicht vollständig aufgeheizt ist, wird dieser durch Zuhilfenahme des Conveggtors und des Edelstahl-Rosts auf indirekte Hitze umgebaut, sodass das Steak bei einer Gartemperatur von ca. 140°C auf eine Kerntemperatur von ca. 52°C ziehen kann.

Nach einer Ruhephase von ca. 5 – 10 Minuten wird angeschnitten. Auf dem folgenden Bild ist sehr gut zu erkennen, wie fantastisch groß der Anteil des super-zarten Filets ist.

Nach der perfekten Vergrillung folgen die perfekten Begleiter: Köstliches Chimichurri und fermentierter Pfeffer, sowie als Beilage die Bacon-Parmesan-Potatoes.

Fazit

Das Greater Omaha Gold Label Porterhouse Steak von Albers hat uns tatsächlich umgehauen! Die Vergrillung eines 1,8 kg schweren Steaks ist selbst für erfahrene Griller immer noch ein echtes Erlebnis. Allein schon der Anblick des rohen Steaks mit dem sehr großen Filet-Anteil hat uns verzückt. Im Gegensatz zu vielen anderen Cuts ist Filet zwar sehr zart, jedoch in der Regel weniger geschmacksintensiv. – Anders beim Nebraska-Beef: Das Filet bringt durch seine relativ(!) starke Marmorierung per se die allerbesten Vorraussetzungen mit, einen intensiven Geschmack zu hinterlassen und super-zart zu sein.

Wir haben das Porterhouse Steak zu sechst gegessen und variierten während unserer Verköstigung immer wieder zwischen Beef mit Murray River Salt Flakes, Fermentiertem Pfeffer und Chimichurri. Manchmal ist weniger mehr! – Die Beilage überzeugte ebenfalls, obwohl sie nur auf das Wesentlichste reduziert war.

Ein Hammer-Steak, welches wir immer wieder bestellen und nach o. a. Methode grillen würden!

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

American Porterhouse Steak mit Pilzen gefüllten Süßkartoffeln

Das Objekt der Begierde ist heute dieses tolle, ganz genau 1 Kilogramm schwere American Porterhouse Steak von Gourmetfleisch.de.
Kaum vorzustellen aber im Juni 2011, also vor 7 Jahren, aß ich bereits mein allererstes Porterhouse Steak. – Ebenfalls American Beef, ebenfalls von Gourmetfleisch.de, ebenfalls geschmacklich erste Klasse und super-zart (zu den „historischen“ Bildern…)!

Umso mehr freute ich mich auf die heutige Vergrillung und schwenkte gedanklich von der damaligen, auf die heutigen Vergrillung.

Zutaten
1.000g American Porterhouse Steak (Gourmetfleisch.de)
4 Süßkartoffeln
hochwertiger Pfeffer (z. B. Ankerkraut Steakpfeffer Hamburg)
Fleur De Sel (z. B. Ankerkraut Fleur De Sel)
gutes Olivenöl
500 g Champignons
2 EL Weißweinessig Creme
2 EL Ahornsirup
1 Frühlingszwiebel
1 Dose Kidneybohnen

Für das Topping:
200 g Sauerrahm
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Saft einer Zitrone
Kräuter (optional)

Die Süßkartoffeln mit Öl und Salz einreiben und für ca. 60 Minuten bei 180°C indirekter Hitze im Grill oder im Backofen garen.

Die Champions mit einem Pinsel putzen, vierteln, und zusammen mit der klein geschnittenen Frühlingszwiebel und ein wenig Olivenöl in einer gusseisernen Pfanne unter mittlerer direkter Hitze garen.

Nun mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Meersalz würzen, die abgetropften Kidneybohnen, die Weißweinessig Creme und den Ahornsirup hinzufügen und anschließend so lange einkochen lassen, dass die meiste Flüssigkeit verflogen ist.

Währenddessen das Porterhouse Steak beidseitig großzügig mit Murray River Saltflakes oder Fleur De Sel bestreuen und wie immer jeweils für ca. 60 – 90 Sekunden in der 10.00 Uhr-Stellung auf den auf maximaler Temperatur vorgeheizten gusseisernen Grillrost legen (hier im Video…).

Anschließend das Steak auf die 2.00 Uhr-Stellung drehen und weitere 60 – 90 Sekunden scharf angrillen. Mit der anderen Seite des Porterhouse Steaks gleichermaßen verfahren.

Das Steak zum Nachgaren bei einer Gartemperatur von ca. 150°C so lange indirekt nachgaren, bis eine Kerntemperatur von ca. 52°C erreicht wurde.

Zwischenzeitlich sind nicht nur die Süßkartoffeln und das Pfannengemüse fertig gegart…

…sondern auch das Porterhouse Steak hat seine vorgegebene Kerntemperatur von ca. 52°C erreicht und kann nun tranchiert werden.

Einfach wundervoll dieser Anblick: Eine tolle Kruste mit butterzartem gold-gelben Fett.

Ganz zum Schluss muss nur noch das Topping, bestehend aus dem Sauerrahm, dem Meersalz, dem frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, dem Zitronensaft und den optionalen Kräutern angerührt werden.

Kurz vor dem Servieren die Süßkartoffeln längs aufschneiden, mit dem Pfannengemüse füllen und anschließend mit dem Topping beträufeln.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachgrillen!

Longjob (Pulled Beef) vom Weber Pulse 2000 Elektrogrill

Wir zeigen euch in diesem Artikel, wie es auch Balkon-Grillern in Großstädten oder Grillern in Wohngebieten, in denen es verboten ist mit Gas oder Holzkohle zu grillen, gelingt, große Fleischstücke über einen sehr langen Zeitraum unbeaufsichtigt auf einen Elektrogrill zu garen. Um die Gartemperatur von ca. 115°C verlässlich zu halten, vertrauen wir dem integrierten iGrill des Elektrogrills Weber Pulse 2000.

Den typischen Rauschgeschmack der entsteht, wenn Wood Chips, Wood Chunks oder Räucherboxen und -Pipes in Holzkohle- oder Gasgrills verwendet werden, können wir mit einem Elektrogrill nur sehr schlecht nachstellen. Entweder spritzt man den äußersten Zentimeter des Fleisches mit Liquid Smoke, bestreut es ca. 12 Stunden zuvor mit Rauchsalz oder verwendet einen externen Rauchgenerator. Wir hatten uns für die Rauchsalz-Variante entschieden.

Zutaten
ca. 3 kg Rindernacken (z. B. American Beef)
Rauchsalz (z. B. Ankerkraut Hickory Rauchsalz)
Lieblings-Rub für Rind (z. B. Ankerkraut Brisket)

Den Rindernacken mit Rub bestreuen, einreiben und idealerweise für ca. 12 Stunden im Kühlschrank einwirken lassen.

Damit das Fleisch nicht direkt auf den Grillrost liegt und heruntertropfendes Fett nicht direkt auf die ausgeschaltete Heizschleife tropfen kann, legten wir es auf einen separaten Grillrost, der wiederrum auf eine Grillplatte mit Löchern lag.

Das Fleisch versahen wir mit einem Temperaturfühler, der wiederrum mit dem integrierten iGrill des Weber Pulse 2000 verbunden war. Den Grill stellten wir auf eine Garraumtemperatur von 115°C ein, dabei nutzten wir lediglich die rechte Heizschleife.

In der Weber iGrill App stellten wir um 20.44 Uhr als Ziel-Kerntemperatur 94°C ein.

Während der Grillzeit beobachteten wir, dass bei der Temperaturvorgabe von 115°C, der Grill zwischen 105°C und 120°C pendelte. Bei der Temperaturvorgabe von 120°C pendelte er hingegen zwischen 120°C und 140°C.

Nach 15 Stunden und 11 Minuten informierte uns die App darüber, dass der „Fühler 1“ die Zieltemperatur fast erreicht hat.

Nach weiteren 2 Stunden waren auch die letzten 2°C geschafft, sodass nach genau 17 Stunden und 10 Minuten das Pulled Beef die Ziel-Kerntemperatur von 94°C erreicht hatte.

Den Temperaturverlauf der Vergrillung kann ebenfalls in der App abgelesen werden. Nachfolgend ein Auszug der ersten ca. 2,5 Stunden und der letzten ca. 2,5 Stunden.

Selbstverständlich interessierte uns brennend, wieviel Strom der Weber Pulse 2000 während der Session verbrauchte und wie sich der Verbrauch auf das Portemonnaie auswirkte.

Der Grill verbrauchte 0,38 KWh, was in 17 Stunden und 10 Minuten ca. 1,64 EUR entspricht. Unseres Erachtens finanziell ein sehr positives Ergebnis!

Immer wieder interessant. – Während der Grillzeit verformte sich das Fleisch relativ stark.

Da wir das Pulled Beef erst am Abend essen wollten, verpackten wir es in Alufolie und legten es zusammen mit warmen Wasserflaschen für einige Stunden in eine Iso-Box.

Das überlaufende Fett floss sauber in die Fettauffangschale. Das nächste Mal werden wir allerdings einen Versuch ohne weiteren Rost vornehmen.

Das Fleisch liess sich einwandfrei pullen. Es war zwar definitiv nicht so saftig wie Pulled Pork aber trotzdem alles andere als trocken und somit absolut zufriedenstellend.

Eine gewisse Note von Rauch liess sich durch die Verwendung von dem Rauchsalz erahnen, war jedoch auf keinen Fall so kräftig wie auf einem Holzkohlegrill unter der Verwendung von z. B. Wood Chips.

Alles in allem geschmacklich ein mindestens befriedigendes, wenn nicht gutes und vom Stromverbrauch her sogar ein sehr gutes Ergebnis!

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Tomahawk Steak gegrillt mit Avocado und Tomaten-Salsa

Der lang überstehende Knochen, der charakteristisch für ein Tomahawk Steak ist, zieht nicht nur die neugierigen Blicke der Gäste auf sich. Auch für uns ist das Tomahawk Steak immer noch etwas ganz besonderes. – Gerade dann, wenn es vom Irischen Ochsen stammt, denn das Fleisch schmeckt einfach himmlisch und ist immer sehr saftig!

Des Weiteren freuen wir uns darauf, erneut den Weber PULSE 2000 in Betrieb zu nehmen. Vorausgesetzt, dass eine Steckdose ist in der Nähe ist, ist der neue Elektrogrill von Weber sofort betriebsbereit und unseres Erachtens die Steak-Maschine schlechthin.

Zutaten
1,2 kg Tomahawk Steak vom Irischen Ochsen (Gourmetfleisch.de)
2 – 3 reife Avocados
5 mittelgroße gewürfelte Tomaten
1 fein gewürfelte rote Zwiebel
1 klein geschnittene Knoblauchzehe
10 – 15 fein gehackte Zweige Petersilie
3 EL gutes Olivenöl
1 – 2 Limetten
1 fein geschnittene rote Chilli
1 EL brauner Zucker
Hochwertiger Pfeffer (z. B. Ankerkraut Steakpfeffer Hamburg)
Fleur De Sel (z. B. Ankerkraut Fleur De Sel)

Hauptdarsteller ist in diesem Rezept selbstverständlich dieses 1,2 kg schwere Tomahawk Steak vom Irischen Ochsen. Um Raumtemperatur anzunehmen, sollte das Fleisch bereits ca. 2 Stunden vor der Vergrillung aus dem Kühlschrank genommen und mit einem Küchentuch abgedeckt werden.

Die Tomaten-Petersilien-Salsa ist sehr schnell zubereitet. Dazu werden die Tomaten in Würfel mit einer Kantenlänge von ca. 5 mm geschnitten, sowie die rote Zwiebel, die Knoblauchzehe, die Chili und die abgezupften Petersilien-Stiele klein geschnitten. Nun wird der Saft der Limetten und das Olivenöl hinzugegeben und anschließend mit hochwertigem Pfeffer, Fleur De Sel und braunem Zucker gewürzt. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen und ziehen lassen.

Das Steak für ca. 60 – 90 Sekunden in der 10.00 Uhr-Stellung auf die auf maximale Temperatur vorgeheizten Hälfte des gusseisernen Grillrosts legen.

Anschließend das Steak auf die 2.00 Uhr-Stellung drehen und weitere 60 – 90 Sekunden scharf angrillen, so entsteht das beliebte Rautenmuster. Mit der anderen Seite des Tomahawk Steaks gleichermaßen verfahren.

Klar, dass man zum Wenden keine Grillzange benötigt. – Dazu dient der lange Knochen (zum Instagram-Post…).

Die Temperatur des Grills auf ca. 140 – 150°C herunterregeln, das Steak zum Nachgaren in den indirekten Bereich legen und zur Temperaturüberwachung mit einem Temperaturfühler versehen, der am integrierten iGrill angeschlossen wird.

Sobald die Kerntemperatur von 52°C erreicht wurde, sollte das Steak vom Grill genommen werden und bis zum Anschnitt weitere 5 Minuten ruhen.

Während der Ruhezeit des Steaks werden die halbierten Avocados mit der Schnittfläche nach unten für ca. 5 Minuten auf den heißen Grillrost gelegt.

Nun wird das Tomahawk Steak aufgeschnitten. Das Fleisch vom Irischen Ochsen ist unglaublich saftig, die Kruste sehr gelungen!

Kurz vor dem Servieren der Tranchen werden die Avocado-Hälften mit der Tomaten-Petersilien-Salsa gefüllt.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

133,33 Tage Dry Aged Rumpsteak mit Tornado Potatoes

Mit voller Vorfreude treten wir der heutigen Vergrillung entgegen.

– Unser erstes 133,33 Tage Dry Aged Rumpsteak
– Unser erstes (in heimischen Gefilden) gegrilltes Steak vom Weber PULSE 2000
– Unsere ersten selbstgemachten Tornado Potatoes

Zutaten
1 x 133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteak (eatventure.de)
4 große festkochende Kartoffeln
5 EL geschmolzene Butter
10 EL fein geriebenen Parmesan
1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 TL Knoblauchpulver
1/2 TL Paprikapulver
1/2 TL Salz
1 kl. Strauch Petersilie

Tornado Potatoes

Jeweils einen dicken Schaschlik-Spieß längs durch die Kartoffeln schieben und mit einem sehr scharfen und dünnwandigen Messer spiralförmig bis auf den Spieß einschneiden.

Die einzelnen Scheiben auf den Spieß ganz vorsichtig auseinanderziehen.

Die gesamte Kartoffel gleichmäßig mit geschmolzener Butter übergießen.

Die Kartoffeln mit einer Mischung aus 10 EL fein geriebenen Parmesan, 1/2 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, 1/2 TL Knoblauchpulver, 1/2 TL Paprikapulver und 1/2 TL Salz bestreuen. Dabei darauf achten, dass die Mischung auch alle Zwischenräume erreicht.

Die Tornado Potatoes bei ca. 180 – 200°C für ca. 45 Minuten im Grill garen.

133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteak

Damit auf dem Steak eine durchgehende Kruste erzeugt werden kann, wird das Rumpsteak zu unserer Abwechslung auf der neuen Grillplatte des Weber PULSE 2000 gegrillt.

Ohne Hinzugabe von Butter, Öl o. ä., wird als Erstes die Fettseite des Rumpsteaks auf die heiße Grillplatte gelegt.

Sobald ausreichend Fett geschmolzen ist, wird das Steak im eigenen Fett gegrillt.

Bei dickeren Steaks empfiehlt es sich, das Fleisch zum Nachgaren in den indirekten Bereich des Grills zu verlagern und die Gartemperatur auf ca. 140°C herunterzuregeln. Bei weniger dicken Steaks genügt es, wenn das Fleisch in regelmäßigen Abständen auf der Grillplatte gewendet wird.

Wie so oft in unseren Steak-Berichten empfehlen wir eine Kerntemperatur von ca. 52°C.

Beim Tranchieren des 133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteaks schwebt ein vielversprechender intensiver Fleischgeruch in der Luft, der einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Um den intensiven Fleischgeschmack des 133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteaks zu genießen, sollte das Steak ohne Pfeffer, allerhöchstens mit ein wenig Salzflocken genossen werden. Die Tornado Potatoes sollten auf dem Teller mit fein gehackter Petersilie bestreut und mit einem Dip nach Wahl serviert werden.

Fazit

Der Weber PULSE 2000 macht einfach riesig Spaß und besitzt mit seinen 2.200 Watt mehr als ausreichend Power! Die Weber Grillplatte ist ein sehr sinnvolles Zubehör. – In späteren Berichten werden wir noch viel intensiver auf die einzelnen PULSE-Komponenten und -Zubehör eingehen.

Die Tornado Potatoes waren sehr kross und geschmackvoll. Sie stellen eine sehr tolle Beilage dar, die wir in zukünftigen Grill-Sessions sicherlich noch öfter zubereiten werden. Auf alle Fälle sollten die Tornado Potatoes jedoch nachgesalzen werden!

Zum 133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteak muss nicht viel gesagt werden. Der Geschmack ist definitiv intensiver als bei einem in der Standard-Zeit gereiften Steak, weshalb wir als Fleisch-Fans das länger gereifte Steak auf alle Fälle vorziehen. Sehr positiv überrascht sind wir des Weiteren über die extreme Saftigkeit des Fleisches!

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Flat Iron Steak mit Pastinaken-Spaghetti

Habt ihr schon einmal Pastinaken gegessen? Ich persönlich kenne sie nur von früher in Verbindung mit Baby-Nahrung von meinen Kindern in der Geschmacksrichtung „Pastinaken-Kartoffel“ oder so ähnlich. Trotzdem hat mich schon immer einmal interessiert, welche leckeren Gerichte man mit Pastinaken so zaubern kann? Ich hatte Glück und bin fündig geworden…

Zutaten
1 kg Pastinaken
600 g Flat Iron Steak o. ä. (z. B. von yourbeef.de)
200 g rote Cocktailtomaten
5 Zweige Thymian
1 Stückchen Butter
Ankerkraut Fleur de Sel Kräuter
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
75 ml Orangensaft
Zucker
2 EL Ahornsirup
1 Schuss Balsamico-Creme

Basis ist dieses tolle 613 g schwere Flat Iron Steak von yourbeef.de. Es sollte ca. zwei Stunden vor der Vergrillung Raumtemperatur annehmen.

Die „Schale“ der Pastinaken mit einem Sparschäler entfernen.

Mit einem Julienneschneider oder wie in unserem Fall mit dem Lurch Spiralschneider die Pastinaken in Form von Spaghetti schneiden.

Während auf dem Grill das Steak mit hoher Temperatur von beiden Seiten für jeweils ca. 2 x 90 Sekunden gegrillte wird –in unserem Fall der Schickling Edelstahl PremioGas XL (hier im Praxistest) –  kann auch schon die mit zerlassener Butter aufgesetzte gusseiserne Pfanne mit Cocktailtomaten gefüllt werden.

Während das Steck auf dem praktischen Ablagerost des Grills auf eine Kerntemperatur von ca. 52°C gart, können nun die Pastinaken-Spaghetti hinzugefügt und ca. 4 Minuten später die restlichen Zutaten wie Thymianblätter, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, Orangensaft, eine Prise Zucker, Ahornsirup und ein Schuss Balsamico-Creme hinzugefügt werden.

Nachdem die Pastinaken-Spaghetti weicher geworden aber immer noch bissfest geblieben sind, können sie zusammen mit dem Steak serviert werden.

Das Steak mit einem scharfen Messer, wir nutzen das Nesmuk Exklusiv C90, tranchieren und anschließend mit dem Ankerkraut Fleur de Sel Kräuter würzen.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachgrillen!

Shio Aged Ribeye Steak im Geschmackstest

In meiner mittlerweile doch schon recht langen Zeit als passionierter Griller habe ich bereits so manch besonderes Stück Fleisch essen dürfen. Dabei ging es sehr oft nicht nur um die Fleisch-Qualität als solches, welche aus der Rasse des Tiers, seines Geschlechts, seiner Aufzucht, seines Alters u. v. m. resultierte sondern auch sehr oft um die jeweils verwendete Reifemethode. Ich darf auf keinen Fall behaupten, dass ich alle Reifemethoden kenne und auch schon probiert habe aber neben dem Wet Aged sind mir heutzutage u. a. das klassische Dry Aged, Smoked Aged, Asche Aged, Aqua Aged, Luma Aged, Reifung im Rindertalk u. v. m. bekannt. Schon oft habe ich mir die Frage gestellt: „Was soll jetzt noch folgen?“

Diese Frage stellte sich seit langer Zeit auch schon David Schrand, Inhaber des Online Genusshandels eatventure und entwickelte während seiner 12-monatigen Erprobungszeit mit dem Shio Aging ein eigenes Reifeverfahren. Fleisch, welches durch dieses neue Reifeverfahren veredelt wurde, verkauft eatventure bereits seit ca. Ende 2017. Leider bot sich mir bisher nie die Möglichkeit ein Shio Aged Beef zu kosten, was sich ab dem heutigen Tag endlich ändern wird.

Was steckt hinter Shio Aged?

Das japanische Wort Shio bedeutet in die deutsche Sprache übersetzt „Salz“.

Bei der neuen Reifemethode Shio Aged durchläuft das Fleisch in besonderen Reifeschränken innerhalb von 8 Wochen wechselnde Stufen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit und wird dabei regelmäßig mit einer Salzsole besprüht. Das dabei verwendete Bad Essener Urmeersalz wird aus einer flüssigen, mineralstoffreichen und übersättigten Urmeer-Salzsole aus ca. 800 m tiefe gewonnen, welches seit Millionen von Jahren von Umwelteinflüssen, zwischen den dichten Gesteinsschichten, unberührt blieb. Laut dem Salzproduzenten würde die pur verkostete Salzsole wie eine Gemüsebrühe schmecken.

Beim Besprühen der Salzsole muss peinlichst genau darauf geachtet werden, dass das Fleisch weder zu trocken noch zu naß wird.

Durch das Shio Aging würden sich laut David Schrand die Fehlgeschmäcker, wie z. B. herbe oder erdige Noten verringern und das Fleisch seinen urtypischen Geschmack behalten.

Genauso wie beim Dry Aging Verfahren, werden nach dem Reifen die trockenen Ränder abgeschnitten.

Das Shio Aged Red Heifer Auslese Ribeye Steak

Zum Test stellte uns eatventure ein Shio Aged Red Heifer Auslese Ribeye Steak zur Verfügung. Red Heifer Steaks der eatventure Auslese sind deutlich stärker marmoriert als die normalen Red Heifer Steaks. Unter der u. a. besonders gebührenden Beachtung der Marmorierung tragen nur etwa 10 % der Red Heifer Rinder das Qualitätssiegel „Auslese“.

Fleisch von eatventure wird generell schockgefrostet ausgeliefert. Das gefrorene Fleisch wurde von mir über Nacht schonend im Kühlschrank aufgetaut.

Das 432 g schwere, 8 Wochen Shio Aged Ribeye Steak macht optisch schon einmal einen sehr guten Eindruck! Dieses durfte mit einem Küchentuch abgedeckt für ca. 2 Stunden Raumtemperatur annehmen.

Die Vergrillung

Damit es jeder Grill-Fan zu Hause nachmachen kann, verwendete ich bei der Zubereitung des Steaks absichtlich keinen Beefer, keine gusseiserne oder geschmiedete Pfanne, nicht das Sous-Vide Verfahren o. ä., sondern garte das Fleisch unverfälscht auf dem gusseisernen Rost eines Gasgrills.

Nachdem der gusseiserne Rost des Weber Genesis II LX S-44o GBS mit maximaler Temperatur aufgeheizt wurde, legte ich das Steak für ca. 90 sec. auf die 10.00 Uhr-Stellung und anschließend für ca. 90 sec. auf die 2.00 Uhr-Stellung. Durch dieses etablierte und von vielen Grillern praktizierte Vorgehen kann ein schönes Branding-Muster in Rauten-Form entstehen. Um das Steak später geschmacklich unverfälscht beurteilen zu können, verzichtete ich beim Grillen auf jegliche Zusätze wie Öl oder Salz, geschweige denn Pfeffer.

Nachdem ich mit der anderen Seite des Steaks ebenso verfuhr, stellte ich die Fettseiten noch einmal für kurze Zeit auf den heißen Rost und knusperte sie damit an.

Nach dem scharfen Angrillen verringerte ich die Gartemperatur auf ca. 150°C und legte das Steak auf den Ablagerost. Dort weilte es so lange, bis eine Kerntemperatur von 52°C erreicht war.

Beim Aufschneiden viel auf, dass im Gegensatz zum „normalem“ 4 Wochen gereiften Dry Aged Steak, beim Shio Aged Steak weniger Fleischsaft austrat.

Die Verkostung

Nun ging es an die Verkostung, auf die ich mich schon den ganzen Tag lang gefreut habe. Wie beim „normalen“ Dry Aged Steak, bestach auch das Shio Aged Steak durch ein leicht buttriges und nussiges Aroma.

Beim der Verkostung viel auf, dass das Mundgefühl durch die, nennen wir es Spritzigkeit, ein leicht angenehmeres war. Am auffälligsten war jedoch, dass das Fleisch keine zusätzliche Würzung in Form von Salz oder Pfeffer benötigte und somit geschmacklich „von Natur aus“ stimmig war.

Fazit

Das Shio Aged Ribeye ist meines Erachtens noch ein wenig saftiger als ein vergleichbares Dry Aged Ribeye und verliert bereits beim Aufschneiden weniger Fleischsaft. Das leicht buttrige und nussige Aroma erinnert sofort an ein Dry Aged Steak, jedoch ist das Gesamtaroma so sehr stimmig, dass nach meiner Meinung weder zusätzliches Salz noch Pfeffer notwendig wären. Das laut Herstellerangaben jedoch die Krustenbildung besser sei, konnte ich bei der Zubereitung auf einem gusseisernen Rost nicht feststellen.

Selbstverständlich hat ein länger und aufwändiger gereiftes Stück Fleisch auch einen höheren Preis.

SHIO AGED RED HEIFER® AUSLESE RIBEYE STEAK , 8 WOCHEN SHIO AGED: 82,12 € / kg
RED HEIFER® RIBEYE STEAK, 6 WOCHEN DRY AGED: 53,60€ / kg

Direkt verglichen mit einem Dry Aged Steak gleicher Qualität, würde ich mit Stand heute dem Shio Aged Steak den Vortritt lassen.

Übrigens, mittlerweile bietet eatventure das Shio Aged Verfahren auch für Schweinefleisch an!