Steak mit Chimichurri in der Schnellvariante

Generell ziehe ich frisch zubereitete Speisen mit frischen Zutaten wie z. B. Kräuter aus dem eigenen Kräuterbeet vor. – Die Grundvoraussetzung für ein gutes Chimichurri, welches ich euch schon vor einiger Zeit in diesem Rezept präsentierte.

Wenn es jedoch einmal schnell gehen muss und einem die Lust auf ein tolles Steak mit der leckeren argentinischen Sauce überkommt, überlegt man es sich oft zweimal, ob dieser „Aufwand“ jetzt noch zeitlich drinsitzt. – Alternativ wird dann meist wieder ganz klassisch und puristisch mit Salz und Pfeffer gewürzt. Aus diesem Grund hatte es mich schon immer einmal interessiert, wie eine Kräuter-Trockenmischung, die lediglich mit Olivenöl angerührt wird, schmecken könnte.

Zutaten
700 g Steak (z. B. Côte de Boeuf von eatventure)
Ankerkraut Chimichurri
gutes Olivenöl
Meersalz

In einem kleinen Schälchen 2 – 3 EL Chimichurri-Mischung mit gutem Olivenöl verrühren und ggf. mit Meersalz würzen.

Das Chimichurri in den Kühlschrank stellen, damit die getrockneten Kräuter noch etwas aufweichen.

Das bereits eine Stunde zuvor aus dem Kühlschrank geholte, auf Zimmertemperatur gebrachte Côte de Boeuf großzügig mit Murray River Saltflakes bestreuen.

Das Steak im Beefer (XL) entweder pro Seite für jeweils ca. 45 Sekunden beefen und anschließend im unteren Bereich für etwas längere Zeit garziehen lassen oder pro Seite für jeweils 70 Sekunden beefen und im unteren Bereich etwas kürzere Zeit nachziehen lassen. Ich entschied mich dieses Mal für letztere Methode.

Das medium-rare zubereitete Steak in Tranchen schneiden und anschließend mit Chimichurri beträufeln.

Fazit
Vergleicht man beide Varianten direkt miteinander, vermisst man bei der Mischung mit den trockenen Gewürzen ganz klar die Zitrusfrische und die Intensität von frischer Petersilie.
Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass die frische Variante besser schmeckt als die Version mit den getrockneten Zutaten. Ganz im Gegenteil, beide Varianten hatten während der Verkostung im Kreise der Familie ihre Fans. Einzig und allein fiel allen „Probanden“ auf, dass die getrockneten Gewürze im Olivenöl nicht vollständig aufgeweicht waren. Sobald die Zeit im Kühlschrank allerdings verlängert wird, werden die Gewürze auch noch ein wenig weicher.
Zusammengefasst stelle ich also vor allen Dingen den zeitlichen Vorteil fest, dass das Chimichurri aus der Trocken-Mischung in Windeseile mit Olivenöl vermischt ist und wie die frische Variante perfekt zu einem guten Steak passt.
Apropos Steak: Das 700 g schwere Côte de Boeuf (Hefter) von eatventure.de hat selbstverständlich dazu beigetragen, dass dieses kleine Essen zu einer Geschmacksexplosion wurde.
Ich werde Gewürz-, Fleisch- und Zubereitungsmäßig garantiert zum Wiederholungstäter!

American Flanksteak mit Olivenkruste

Zutaten
1 Flanksteak (z. B. von Gourmetfleisch.de)
4 Toastbrotscheiben
100 g Butter
0,5 TL Meersalz
7 in Scheiben geschnittene schwarze Oliven
Olivenöl
Murray River Salt Flakes
Lieblings-Pfeffer (z. B. Ankerkraut Steakpfeffer Hamburg)
3 EL schwarze Oliventapenade*

*für die schwarze Oliventapenade
100 g schwarze Oliven
30 g eingelegte Sardellenfilets
25 g Kapern
1 Knoblauchzehe
30 ml Olivenöl

Ausgangsprodukt ist dieses wunderschöne American Flanksteak von Gourmetfleisch.de mit einem Gewicht von ca. 800 g. Da ein Flanksteak in der Regel sehr mager ist, verzichte ich immer gänzlich darauf, das Fett vom Fleisch herunterzuschneiden.

Zubereitung der Oliventapenade

Mit einem Stabmixer alle o. a. Zutaten für die Oliventapenade in einem hohen Gefäß zerkleinern und anschließend so viel Olivenöl hinzufügen, bis eine streichfähige Masse entsteht. Die Reste der Oliventapenade schmeckt übrigens sehr gut als Brotaufstrich auf deftige Stullen!

Zubereitung der Olivenkruste

Die Rinde von den Toastbrotscheiben befreien und in Würfel schneiden.

Die Toastbrotwürfel, die in Scheiben geschnittenen schwarzen Oliven, die weiche Butter, das Meersalz und 3 EL der Oliventapenade in einer Schüssel mit einem Löffel zu einer glatten Masse verstreichen.

Die Masse für die Olivenkruste in einen Gefrierbeutel geben, von den Proportionen her ähnlich formen wie das Flanksteak und anschließend für ca. 20 Minuten in den Gefrierschrank legen.

Nachdem der Grill für hohe direkte Hitze vorbereitet wurde, wird das Flanksteak von einer Seite mit Murray River Saltflakes gewürzt.

Nun wird die salzbedeckte Seite des Flanksteaks auf den heißen gusseisernen Rost gelegt und ca. 3 – 4 Minuten lang scharf angegrillt. Anschließend wird der Vorgang mit der anderen Seite des Fleisches wiederholt.

Zum Garziehen wird das Flanksteak in den indirekten Bereich des Grills gelegt, einseitig mit deinem Lieblings-Pfeffer gewürzt und mit der leicht angefrorenen Masse für die Olivenkruste bedeckt.

Sobald das Fleisch eine Kerntemperatur von 54 °C erreicht hat, wird es vom Grillrost genommen und nach einer Ruhephase von ca. 5 Minuten in schmale Tranchen geschnitten.

Wie man auf dem obigen Bild sehr gut erkennen kann, ist das Toastbrot sehr schön aufgegangen und das Fleisch so sehr saftig, wie ich es erwartete. – So mag ich es persönlich am allerliebsten! Diejenigen, die eine deutlich härtere Kruste bevorzugen, sollten die Temperatur Ihres Grills kurz vor dem Finish (ab ca. 50 °C Kerntemperatur) noch einmal deutlich erhöhen.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit.

Kalbskarree im Kräutermantel

Ihr seid auf der Suche nach einem garantiert tollen Festessen, welches jeden Fleischfan begeistern wird? Dann seid ihr hier genau richtig. Wie einfach es ist, ein super-saftiges Kalbskarree im Kräutermantel zuzubereiten, erfahrt ihr hier.

Zutaten
für das Kalbskarree
ca. 2 kg Kalbskarree
Olivenöl
frischen Pfeffer
Murray River Saltflakes
1 Bund Kräuter der Provence (Rosmarin, Thymian, Lorbeer usw.)
2 in dünne Scheiben geschnittene Knoblauchzehen

für die glasierten Möhrchen
750 g vorgekochte Möhren
3 TL Salz
1 Prise Pfeffer
3 EL Butter
2 TL Zucker
2 EL Saft einer Orange

für die Pilzpfanne
500 g geviertelte Champignons
150 g in Scheiben geschnittene Schalotten
3 Zweige Rosmarin
3 Zweige Thymian
3 klein geschnittene Knoblauchzehen
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Olivenöl

für die Drillinge
750 g Drillinge
3 Zweige Rosmarin
2 klein geschnittene Knoblauchzehen
Olivenöl

Die Knochenstücke zwischen den Rippenknochen von der Rückseite aus mit einem Messer herausschneiden und entfernen.

Das Fleisch mit einem scharfen Messer gründlich von allen Sehnen und Fett befreien.

Während der Grill aufheizt, das Kalbskarree von beiden Seiten großzügig mit Murray River Saltflakes einreiben.

Das Fleisch über direkter Hitze auf dem gusseisernen Rost von beiden Seiten für jeweils 90 Sekunden scharf angrillen.

Das Fleisch sparsam mit Olivenöl einreiben und anschließend mit den dünn geschnittenen Scheiben der Knoblauchzehen belegen.

Den Grill auf indirekte Hitze umbauen. Beim Weber Summit Charcoal geht das ganz schnell, indem man einfach die Deflektorplatte reinlegt. Das Kalbskarree von beiden Seiten in Kräutern der Provence einbetten und anschließend in den Bratenkorb legen. Nun bei einer Gartemperatur von ca. 150 °C, bis zu einer Kerntemperatur von 65 °C garen. Bei mir dauerte die Garzeit bei diesem 1,5 kg Kalbskarree ca. 75 Minuten.

Wie ihr auf dem vorherigen Bild sehen konntet, verwende ich das Weber iGrill 2. Besonders in Verbindung mit einer Apple Watch macht dieses Thermometer eine richtig gute Figur. Lässt man das iPhone in Reichweite des iGrills, kann man sich mit der Apple Watch sehr viel weiter vom Grillort entfernen als gewohnt. Übrigens, beim Frühlingsstart (18.3. – 1.4.2017) erhalten alle Genesis II Käufer im Aktionszeitraum ein iGrill 3 Digital-Thermometer gratis dazu. Alle weiteren Infos hier…

Während das Kalbskarree gart, werden die o. a. Zutaten für die Pilzpfanne vorbereitet und gebraten bzw. im Grill/Backofen bei ca. 200 °C gegart, bis sie anfangen zu schrumpfen und weich zu werden. Auch die Drillinge können in einem weiteren Behältnis mit den o. a. Zutaten vermengt und anschließend gegart werden, bis sie beginnen Farbe anzunehmen.

Die Orangen-Sauce für die glasierten Möhrchen ist ganz einfach anzurühren. Dazu werden 3 EL Butter bei schwacher Hitze in einem kleinen Topf zum Schmelzen gebracht. Darin werden die 2 TL Zucker eingestreut und unter ständigem Rühren zum Karamellisieren gebracht. Nun mit den 2 EL Orangensaft ablöschen und anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die vorgekochten Möhrchen werden nun mit der Orangen-Sauce bestrichen und auf dem heißen Grillrost leicht angeröstet.

Mittlerweile ist auch die angestrebte Kerntemperatur des Kalbskarrees von 65 °C erreicht.

Die vertrockneten Kräuter dürfen entsorgt werden. Übrig bleibt dieses wunderschöne Stück Kalbskarree.

Nun müssen nur noch mit einem scharfen Messer die einzelnen Koteletts geschnitten werden.

Einen guten Appetit mit diesem super-saftigen und aromatischen Kalbskarree.

Falls ihr bisher dachtet, dass das Rinderfilet das zarteste Stück vom Rind gewesen sei, solltet ihr unbedingt einmal Kalbskarree probieren. Ihr werdet sicherlich begeistert sein!

Pimp my Steak – Kaltgeräuchertes Entrecôte

Zutaten
1 Steak, (z. B. Entrecôte, Roastbeef o. ä.)
Salz (z. B. Ankerkraut Murray River Salz)
Lieblingspfeffer (z. B. Ankerkraut Pfeffer Symphonie)

Ich erlebe es immer wieder. So gerne ich auch Rindersteaks esse, manchmal ist mir nach einer Abwechslung zumute. Entweder fülle ich Steaks mit Meeresfrüchten, hülle Stecks in einen großen Rösti oder ich bereite als quasi Begleitung eine tolle Champignon-, Whiskey-, oder Calvados-Sauce zu. So lecker es dann auch war, komme ich nach dem Verzehr immer wieder zu dem Entschluss, dass es das nächste Steak wieder puristisch, mit Salz und Pfeffer geben wird. Warum? – Weil es mir immer noch am allerliebsten schmeckt!

Anders war es vor kurzem, als ich mein erstes Presmoked Steak aß (ich berichtete…). Dieses Steak bestach durch ein relativ dezentes Raucharoma, welches keineswegs aufdringlich oder übertrieben daherkam. – Ganz im Gegenteil, das feine Raucharoma und der eigentliche Steakgeschmack waren mehr als ausgewogen. Schnell stand fest den Test zu wagen, mein eigenes Presmoked Steak zu schaffen.
Doch wie geht man da am besten vor?

Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass sich relativ große Fleischstücke sehr gut rückwärts garen lassen. Für diejenigen unter euch, die von diesem Verfahren noch nichts gehört haben: Das Fleisch wird bei niedriger Temperatur zwischen ca. 100 °C und 140 °C so lange im indirekten Bereich des Grills gegart, bis die angestrebte Kerntemperatur (z. B. 54 °C für medium-rare) erreicht wurde. Danach erst gelangt das Fleisch unter direkter, hoher Hitze auf den heißen Rost. Während das Fleisch bei niedrigen Temperaturen auf die gewünschte Kerntemperatur gebracht wird, kann kontinuierlich eine Hand voll Wood Smoking Chips auf die Kohlen/Briketts gelegt werden. Der Rauch zieht folglich in das Fleisch und verleiht diesem ein angenehmes Raucharoma. Leider ist die Phase bis zum Erreichen der Kerntemperatur meist nur sehr kurz, weshalb nur sehr wenig Rauch an und ins Fleisch gelangen kann. Meist schmeckt man den Rauch aus diesem Grund auch meist nicht deutlich genug heraus.
Ein weiterer Ansatz ist der, eine sogenannte Kalträucherspirale (Sparbrand) zu verwenden.

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Die Kalträucherspirale hat, wie der Name es schon erahnen lässt, den Vorteil, dass ohne merkliche Erzeugung von Hitze (also kalt) eine relativ hohe Menge Rauch an das Lebensmittel gerät.
Die Vorgehensweise ist ganz einfach. Zunächst wird die Spirale mit Räuchermehl gefüllt. Es ist sehr wichtig darauf zu achten, dass das Räuchermehl relativ fest in die Spirale gedrückt wird. Nur so kann ein kontinuierlicher Sparbrand von bis zu 10 Stunden garantiert gewährleistet werden.

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Nun wird die Räucherspirale auf den Kohlerost eures Grills gestellt.

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Am Anfang der Spirale befindet sich eine Öffnung, durch die mit Zuhilfenahme eines Feuerzeuges oder eines kleinen Gasbrenners der Sparbrand entzündet werden kann.

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Darüber wird der Grillrost mit dem Steak gelegt und anschließend der Deckel verschlossen. Damit sich ausreichend Sauerstoff im Grill befindet, wird die Belüftung im Kessel (unten) und die Entlüftung im Deckel (oben) auf die offenste Position gestellt.
Nach ca. 2 Stunden kann man sehr schön sehen, wie sich die Glut langsam durch die Spirale gearbeitet hat und dabei kontinuierlich Rauch aufgestiegen ist.

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Auch dem Steak sieht man durch seine leicht gelbliche Färbung die Rauchaufnahme an.

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Nach dem Räuchern wird das Steak wie gewohnt gegrillt.

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Das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen. Das zuvor kaltgeräucherte Entrecôte hatte ausreichend Rauch aufgenommen, sodass man den Rauch beim Verzehr deutlich schmecken konnte. Beim nächsten Mal werde ich die Rauchphase jedoch von 2 Stunden auf 3 Stunden erhöhen, denn etwas mehr Rauch hätte das Steak noch vertragen können.

Viel Spaß beim Nachräuchern!
Wie sind eure Erfahrungen mit dem Kalträuchern?

Gefrorenes Steak grillen auf dem Braai

Als ich vor kurzem eine Lieferung mit original südafrikanischen Hölzern der Firma NAMwood nach Hause geschickt bekam, konnten mich weder die Eisestemperaturen oder die Dunkelheit, noch die späte Uhrzeit von einem ersten Holz-Test abhalten. Zu groß war die Vorfreude – denn sicherlich erinnert ihr euch noch daran, dass ich im Frühherbst persönlich in Südafrika war und mit den landestypischen Hölzern „gebraait“ hatte und dabei beste Ergebnisse erzielte.
Das ich an diesem Abend noch ein leckeres Steak essen würde, war völlig ungeplant aber dazu später etwas mehr.
Warm eingepackt ging es bei – 4 °C nach draußen.

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Das Holz in dem soeben entzündeten Ambermaker des eiskalten Megamaster Braai 1200 ließ sich etwas schlechter anzünden als ich es sonst gewohnt war. Ich führe das auf die feste Struktur des Holzes und den niedrigen Außentemperaturen zurück.

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Doch war das Feuer erst einmal entfacht, brannte das Holz wie Zunder!

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Nach ca. 20 Minuten konnte die erste Kohle mit dem Schürhaken unter den Grillrost gezogen werden.

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Ich muss wirklich zugeben, dass ich ein solch schönes Glutbett mit den heimischen Hölzern Birke, Eiche und Buche noch nicht hinbekommen habe. Aber zu dem südafrikanischen Holz werde ich in einem späteren Bericht noch einmal Ausführlicheres berichten.

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Während ich mich an dem mittlerweile sehr heißen Braai wärmte und mir Gedanken darüber machte, wie sehr schade es doch sei, kein Steak zum Auftauen rechtzeitig aus dem Gefrierschrank herausgelegt zu haben, kam mir folgender Gedanke. Ich erinnerte mich an meinen Blogger-Freund Thorsten von BBQPit.de, der vor nicht allzu langer Zeit ein gefrorenes Steak auf den Grillrost legte und zu dem Entschluss gekommen war, dass es hervorragend schmeckte.

Gedacht, getan, holte ich mir umgehend ein vielversprechendes Steak aus dem Gefrierschrank. Es handelte sich um ein 300 g Smoked American Beef Entrecote von gourmetfleisch.de.

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Nun blieb mir nicht mehr anderes übrig als das Steak auf den Grillrost zu legen und es von jeder Seite 2 Minuten zu grillen.

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Anschließend legte ich das Steak in den linken hinteren Bereich des Braais, um es indirekt weiter zu garen.

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Damit nicht allzu viel Hitze aus dem Braai entwich, verschloss ich die vordere Ablage.

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Da das Steak von innen noch gefroren war, legte ich den Temperaturfühler des Thermometers vorerst auf das Steak, um die Gartemperatur zu kontrollieren. Nach einigen Minuten war der Kern des Steaks über 0 °C, sodass ich den gesamten Temperaturfühler reinstecken konnte.

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Bei einer Kerntemperatur von exakt 54 °C war es dann soweit. Das Steak wurde flugs in die warme Stube gebracht und anschließend tranchiert.

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Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Es lässt sich kaum erahnen, dass es sich bei diesem Steak mit durchgängig rosarotem Kern um ein im gefrorenen Zustand gegrilltes Steak handelt. Lediglich etwas mehr Röstaromen hätte es vielleicht vertragen.

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Zum Geschmack: Einfach köstlich und kein bisschen trockener als sonst! Das quasi „presmoked“ American Beef Entrecote von gourmetfleisch.de hatte einen sehr angenehmen Rauchgeschmack und war sehr saftig. Einzig und allein fand ich das Fleisch minimal bissfester als sonst aber dieser subjektive Eindruck kann ja auch von Tag zu Tag anders sein.

Probiert es doch auch einmal aus! Guten Appetit!

Bami Goreng aus dem Wok

Zutaten
200 g Hähnchenbrustfilet
200 g Rindfleisch, (z. B. Tafelspitz o. Roulade)
200 g Krabben
8 EL Sesamöl
4 EL helle Sojasauce
6 EL süße Sojasauce
1 TL Sambal Oelek
4 Frühlingszwiebeln
2 Karotten
Blätter von ¼ Chinakohl
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
2 Eier
200 g Mie-Nudeln
zum Würzen:
Paprikapulver
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Chilli

Wie immer, muss es beim Wokken sehr schnell gehen, weshalb einige Schneidarbeitszeit in der Küche eingeplant werden muss.

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Hähnchenbrustfilets: In kleine Stücke schneiden und 2 Stunden lang in einer Marinade, bestehend aus 2 EL helle Sojasauce, 2 EL Sesamöl und 2 EL süße Sojasauce ziehen lassen.

Rindfleisch: In kleine Stücke schneiden und 2 Stunden lang in einer Marinade, bestehend aus 2 EL helle Sojasauce, 2 EL Sesamöl, 2 EL süße Sojasauce und 1 TL Sambal Oelek ziehen lassen.

Zwiebeln: Die Zwiebel schälen, in sehr feine Ringe schneiden und anschließend mit Mehl bestäuben.

Karotten: Putzen und anschließend mit dem Käsehobel in feine Streifen schneiden.

Frühlingszwiebeln: Die dunkelgrünen Blätter entfernen und aus den Stängeln dünne Ringe schneiden.

Chinakohl: Die äußeren Blätter des Chinakohls entfernen, den Kohl längst vierteln und anschließend ein Viertel quer in Streifen schneiden.

Knoblauch: Den Knoblauch in kleine Scheibchen schneiden.

Eier: Die beiden Eier mit einer Gabel verquirlen.

Nachdem die Schneidarbeit getan ist, die Mie-Nudeln nach Verpackungsaufschrift zubereiten. Während der Zwischenzeit den Grill mit dem Moesta-BBQ WOK´N BBQ aufheizen und alle Zutaten bereitstellen.

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In dem Wok 2 EL Sesamöl erhitzen und darin die Zwiebelringe kurz anbraten. Anschließend aus dem Wok nehmen und in einer Schale zwischenlagern.

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Das Rindfleisch aus der Marinade heben, 2 Minuten scharf anbraten, das Hähnchenbrustfilet hinzufügen, beides zusammen gar braten und anschließend ebenfalls aus dem Wok nehmen und in der Schale zwischenlagern.

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In dem Wok erneut 2 EL Sesamöl erhitzen, die Karotten, Frühlingszwiebeln und den Knoblauch unter ständigem Rühren erhitzen, die restliche Marinade des Fleisches und den Chinakohl hinzufügen, kurz aufkochen lassen, ggf. mit Paprikapulver, frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und Chilli nachwürzen und anschließend den Wok-Inhalt zu dem Fleisch und den Zwiebeln in der Schale geben.

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Die vorgegarten Mie-Nudeln mit den Krabben leicht anbraten.

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Das zwischengelagerte Fleisch, das Gemüse und die Zwiebeln unterrühren.

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Ganz zum Schluss wird das verquirlte Ei zu den anderen Zutaten in den Wok gegossen und unter schnellem Rühren in Sekundenschnelle zum Stocken gebracht.

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Viel Spaß beim „Nachwokken“ und einen guten Appetit!

Dry Aged Steak im Wolfgangs Style mit Kerrygold Butterschmalz (Sponsored Post)

Habt ihr schon das neue Kerrygold Original Irisches Butterschmalz aus Weidemilch ausprobiert? Nein? – Dann solltet ihr das so schnell wie möglich nachholen. Kerrygold bietet seinen Kunden zurzeit die Möglichkeit, dass vielseitige Bratfett für Gourmets und Hobbyköche kostenlos zu testen.

Produkttester gesucht!

Ich hatte die Möglichkeit mir ebenfalls ein Päckchen Kerrygold Butterschmalz schicken zu lassen und habe dieses ausgiebig getestet. Aussagekräftig für die Produktqualität von Bratpfanne und vor allem Butter sind krosse Bratkartoffeln und perfekt gegarte Steaks. Aus diesem Grund wählte ich Wolfgang Zwieners Steak-Zubereitungsart aus dem berühmten New Yorker Wolfgangs Steakhouse. Bei dieser interessanten Methode, werden dem Steak beim scharfen Anbraten beidseitig Röstaromen verliehen und das Fleisch anschließend in Tranchen geschnitten. Danach werden die Tranchen aufrecht in eine Garschale gestellt und in Butter bzw. in Butterschmalz gegart.

Zutaten
Dry Aged T-Bone-Steak
Kerrygold Original Irisches Butterschmalz aus Weidemilch
Kartoffeln
Zwiebeln
2 Zweige Rosmarin
Gemüse nach Wahl
frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
Meersalz

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In einer Eisenpfanne eine großzügige Menge Butterschmalz schmelzen lassen und auf hohe Temperatur heizen.

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Das Dry Aged T-Bone-Steak jeweils für ca. 90 Sekunden von beiden Seiten braten. Obwohl der Butterschmalz sehr heiß war, spritzte es so gut wie garnicht.

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Nach dem scharfen Anbraten das Steak zum Tranchieren auf ein Schneidbrett legen. Die in sehr kurzer Zeit gewonnenen Röstaromen sehen schonmal sehr vielversprechend aus!

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Nun wird mit einem sehr scharfen Messer das Filet und das Roastbeef vom Knochen getrennt und anschließend das Fleisch in Tranchen geschnitten.

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Das Steak inklusive des Knochens in eine Garschale legen, großzügig auf und zwischen den Tranchen mit flüssigem Butterschmalz übergießen und im Grill bei geschlossenem Deckel bei einer Gartemperatur von ca. 150°C bis zu einer Kerntemperatur von ca. 54°C garen. Zum leichten Parfümieren des Fleisches können noch zwei Zweige Rosmarin hinzugefügt werden.

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Während das Fleisch in der Garform langsam auf Temperatur kommt, wird die noch heiße Eisenpfanne wiederholt mit Butter versehen, um bei mittlerer Temperatur die Bratkartoffeln zu braten und zugleich die Prinzessbohnen im Speckmantel auf den Grillrost zu legen. Sobald die ersten Bratkartoffeln Farbe angenommen haben, werden die Zwiebeln hinzugefügt.

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Nur noch wenige Minuten, dann sind alle Speisen des Menüs gleichzeitig fertig.

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Die Bratkartoffeln sehen schon richtig klasse aus und müssen nur noch mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, Meersalz und ggf. mit Kräutern abgeschmeckt werden.

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Fertig ist das relativ einfache aber unwahrscheinlich leckere Menü mit dem ganz besonderen Pfiff.

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Das Dry Aged T-Bone-Steak war geschmacklich der absolute Knaller. Leckere Röstaromen von außen und saftigstes Fleisch von innen. Der leicht nussige Geschmack vom Dry Aged Beef wurde durch den Butterschmalz noch einmal intensiviert. Die Bratkartoffeln waren ebenfalls mehr als köstlich. – Von außen kross, von innen immer noch sehr weich und geschmacklich angenehm buttrig. – So muss meines Erachtens eine Bratkartoffel schmecken!

Laut Herstellerangaben ist Kerrygold Butterschmalz ein reines Naturprodukt und frei von Laktose (<0,1%), Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und Emulgatoren. Kerrygold Butterschmalz ist übrigens nicht nur zum nahezu spritzfreien Braten bei hohen Temperaturen bis 205 Grad geeignet, sondern auch zum Kochen, Backen und Frittieren. Ein weiterer Pluspunkt ist die sehr lange Haltbarkeit, selbst ungekühlt. Auf meinem Päckchen stand das Haltbarkeitsdatum 05/2017, also ist es mindestens 8 Monate haltbar!

Ich kann Kerrygold Original Irisches Butterschmalz aus Weidemilch uneingeschränkt empfehlen.
Überzeugt auch ihr euch davon und werde Produkttester!

Galicien Beef mit Lauch u. Spinat gefüllten Kartoffeln

Zutaten
330 g Galicien Beef Rumpsteak (Spanien)
4 große Kartoffeln (mehlig kochend)
2 Stangen Lauch
300 g Spinat
etwas Butter
100 g geriebener Cheddar
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Meersalz
Murray River Saltflakes
1 EL Olivenöl
50 g Paniermehl
2 EL Schnittlauch

Oma Kuh, Alte Fette Kuh, Old Muh, Dicke Alte Kuh, Txogitxu oder wie auch immer es genannt wird – in der Vergangenheit kostete ich schon einige Male Fleisch von alten Rindern. Das Schlachtalter betrug dabei mindestens 8 Jahre oder mehr. Ich persönlich liebe diesen recht intensiven Geschmack und Geruch des geringfügig festeren Fleisches, muss jedoch dazu sagen, dass es gewiss nicht jedermanns Sache ist. Für diejenigen die den Fleischgeschmack der „alten Rinder“ eine Spur zu intensiv finden, hat Gourmetfleisch.de genau die passende Antwort parat.

Das aus dem Nordwesten Spaniens stammende Fleisch der ca. 4 – 8 Jahre alten Galicien Rinder hat eine intensive Marmorierung und einen unnachahmlichen Geschmack. Es ist unwahrscheinlich zart und duftet schon im ungegrillten Zustand unbeschreiblich gut.

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Auf diesen Tag der Vergrillung hatte ich mich schon eine ganze Zeitlang gefreut. Als Beilage gab es gefüllte Kartoffeln mit Lauch und Spinat. Die Zutatenliste ist relativ übersichtlich.

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Zuerst werden die großen Kartoffeln in Wasser gekocht und anschließend jeweils ein Deckel (oberstes 1/4tel) abgeschnitten. Nun werden die Kartoffeln mit einem Teelöffel ausgehöhlt. Die ausgehöhlte Masse wird zusammen mit etwas Butter verknetet und vorerst zur Seite gestellt.

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Die Lauchstangen in dünne Ringe schneiden und anschließend zusammen mit etwas Butter dünsten bis der Lauch weich geworden ist. Dann den Spinat hinzufügen, (bei frischem Spinat) einfallen lassen bzw. (bei gefrorenem Spinat) auftauen lassen und dabei regelmäßig umrühren.

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Den Topfinhalt zusammen mit der Kartoffel-Butter-Mischung und dem Käse in eine Schüssel vermengen und dabei kräftig mit Meersalz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer würzen.

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Die Füllung gefühlvoll in die Kartoffeln drücken und mit einer Mischung, bestehend aus Paniermehl und Olivenöl, bedecken. Die Kartoffeln in der indirekten Zone des Grills oder auf dem Warmhalterost bei ca. 220 °C für ca. 20 Minuten garen.

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Kurz bevor die gefüllten Kartoffeln von innen heiß sind den Grillrost auf maximale Temperatur aufheizen und das Steak mit Murray River Saltflakes würzen.

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Das Steak von beiden Seiten auf der 10.00 Uhr- und 2.00 Uhr-Stellung jeweils für 60 Sekunden (also 4 x) grillen…

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…anschließend den Grill auf ca. 150 °C runterregeln und bis zu einer Kerntemperatur von ca. 54 °C auf den Warmhalterost legen.

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Vor dem Servieren die Kartoffeln mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

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Zur Veranschaulichung der etwas gröberen Fleischstruktur und des gleichmäßigen Gargrades habe ich die Innenflächen der Fleischtranchen so gut es geht in Richtung Kameralinse gerichtet.

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Wie einleitend bereits erwähnt, erwartet euch beim Galicien Beef die wahre Steak-Freude. Ein angenehm intensiver, jedoch keinesfalls penetranter Geruch schwirrt während der Vergrillung durch die Luft und verwöhnt anschließend den Feinschmecker-Gaumen. Die mit Lauch und Spinat gefüllte Kartoffel ist der ideale Begleiter zu diesem erstklassigen Steak. Probiert das unbedingt einmal aus!

Gefüllte Zucchini-Schiffchen mit Parmesankruste

Mit ein paar wenigen Vorbereitungen wird aus diesem Rezept eine wirklich geniale warme/heiße Hauptspeise. Als Beilage empfehle ich z. B. griechischen Tomatenreis mit Feta-Käse oder Pommes Frites. Alternativ können die Zucchini-Schiffchen auch in kleine mundgerechte Stückchen geschnitten werden und zu einem kalten Buffet gereicht werden.

Zutaten
3 mittelgroße Zucchinis
1 klein gewürfelte Zwiebel
2 gehackte Knoblauchzehen
1 rote Paprika
150 g Gehacktes vom Schwein/Rind
gutes Olivenöl zum Anbraten
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Meersalz
1 EL Zitronensaft
3 EL Paniermehl
1 Tasse Parmesankäse

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Die Zucchinis der Länge nach halbieren und mit einem Esslöffel aushöhlen. Das Fruchtfleisch erst einmal zur Seite legen.

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Den Grill, in meinem Fall der Traeger Pro Series 22 Pellet-Grill, auf ca. 200 °C vorheizen, anschließend die Zucchini-Hälften mit der offenen Seite nach unten in den indirekten Bereich auf den Grillrost legen und ca. 10 Minuten lang garen, bis sie anfangen weich zu werden.

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In der Zwischenzeit wird die Füllung zubereitet. Dazu in einer Pfanne die Zwiebeln, die Knoblauchzehen und die Paprika in guten Olivenöl erhitzen, bis die Zwiebeln glasig werden, dann mit Zitronensaft ablöschen.

IMG_8508Nun ca. 2/3tel des Fruchtfleisches der Zucchini und das Gehackte hinzufügen und ebenfalls kurz anbraten.

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Zum Schluss 2/3tel des frisch geriebenen Parmesankäses und das Paniermehl hinzufügen und alles miteinander vermengen. Anschließend mit Meersalz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer würzen.

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Mit dieser leckeren Füllung werden nun die Zucchini-Hälften gefüllt. Der verbleibende Parmesankäse wird ganz einfach über die Schiffchen gestreut, welche anschließend wieder zurück in den indirekten Bereich des auf ca. 200 °C vorgeheizten Grills gelegt werden.

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Nach weiteren ca. 10 bis 15 Minuten ist der Parmesankäse geschmolzen und die Zucchini-Schiffchen fertig gegart.

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Selbstverständlich kann mit den Zutaten der Zucchini-Schiffchen-Füllung noch ein wenig rumgespielt werden. Wer es etwas schärfer mag, kann z. B. eine klein geschnittene Peperoni mit in die Füllung mischen oder mit diversen Kräutern oder euren Lieblingsrub würzen.

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Die gefüllten Zucchini-Schiffchen hatte ich bis dato völlig unterschätzt. Sie schmecken so gut, dass sie jeder unbedingt einmal probiert haben sollte.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Irish Beef Steak-Tasting zur EM 2016

Keine 10 Tage ist es her, da konnte die Nationalelf des westeuropäischen Inselstaats Irland noch mit stolzer Brust verlauten lassen: „Wir haben Italien geschlagen und sind im Achtelfinale der Fußball Europameisterschaft 2016“.

In etwa zur selben Zeit ereilte bigBBQ.de die Anfrage, an einem EM-Steak-Tasting teilzunehmen. Als sich herausstellte, dass es sich um das Fleisch, der auf immer saftig grünen Weiden grasenden Rindern aus Irland handelte, zögerte ich nicht länger und ließ mir fünf Stücke Irish Beef nach Hause schicken.

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Im Einzelnen handelte es sich dabei um folgende, 21 Tage trocken gereifte Stücke (Dry-Aged), die im Auftrag von Irish Beef schockgefrostet vom Online-Fleischversender Otto-Gourmet geliefert wurden.

2 x Hereford Prime Entrecôte Dry-Aged (421 g u. 412 g)
2 x Hereford Prime Roastbeef Dry-Aged (435 g u. 401 g)
1 x Hereford Prime Ochsenkotelett Côte de Boeuf Dry-Aged (654 g)

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Da ich alle Fleischstücke im Sous Vide-Verfahren garen wollte, taute ich die schockgefrosteten Fleischstücke in der Nacht zuvor schonend im Kühlschrank auf und beließ sie in ihrem Vakuumbeutel, um sie ca. 4 Stunden vor der Vergrillung ins 52 °C temperierte Becken zu baden.

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Da ich euch wenigstens eines der leuchtend satt-roten Fleischstücke im Rohzustand zeigen möchte, packte ich ein Entrecôte aus, fotografierte es und vakuumierte es anschließend wieder neu.

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Zutaten

Fleisch
Irish Beef

für das Chimichurri
2 Bund/Pflanzen Petersilie
1 Limette o. halbe Zitrone
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 frische Chili u./o. Chilipulver
grobes Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Olivenöl
Thymian frisch o. getrocknet
Oregano  frisch o. getrocknet
1 bis 2 Lorbeerblätter (Optional)

Für die Gemüsepfanne
Diverses Gemüse wie z. B.
Auberginen
Zucchini
Paprika
Pilze u.v.m.
frische Kräuter aus dem Garten
Gutes Olivenöl
Sojasauce

Murray River Saltflakes
Frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
Ankerkraut 9 Pfeffer Symphonie

Am Morgen zuvor bereitete ich die Zutaten für ein leckeres Chimichurri zu.

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Alle o. a. nicht flüssigen Zutaten für das Chimichurri (außer die frische Chili) in einem Mörser zerreiben. Nun den Saft einer halben Zitrone dazugeben, mit Olivenöl zu einer geschmeidigen Sauce verrühren und mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und Meersalz abschmecken. Ganz zum Schluss die klein gewürfelte Chili hinzufügen. Zum Ziehen lassen so lange wie möglich in den Kühlschrank stellen.

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Zur Zubereitung der Gemüsepfanne das Gemüse in grobe Würfel schneiden und mit den o. a. Zutaten abschmecken. Anschließend ebenfalls im Kühlschrank ziehen lassen.

Bevor die Gäste kamen, wurde der Tisch gedeckt. Zu den Steaks wurden Anti Pasti, Pommes Frites, selbstgemachte leckere Dips und Baguettes u.v.m. gereicht.

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Eine dreiviertel Stunde bevor die Gäste kamen, wurde der Holzkohlegrill auf maximale Hitze vorgeheizt. Nachdem die Briketts eines vollen Anzündkamins in den Kohlerost geschüttet wurden, konnte als erstes das Gemüse in einer gelochten Edelstahlschale gegart werden.

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Als die Gäste eintrafen, musste lediglich ein Irish Beef-Vakuumbeutel aufgeschnitten und das Fleisch mit einem Küchentuch trocken getupft werden. Nun ging das Côte de Boeuf für jeweils 60 Sekunden pro Seite auf den sehr heißen gusseisernen Rost.

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Nachdem ich das Côte de Boeuf in Tranchen schnitt, wurde es zusammen mit dem Grillgemüse den Gästen gereicht. Die Gäste sollten das Fleisch so naturbelassen wie möglich kosten können, weshalb ich auf jegliches Gewürz verzichtete.

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Alle Gäste waren nach den ersten verkosteten Tranchen mehr als begeistert. Die Mehrzahl der Feinschmecker würzten mit frisch gemahlenen groben schwarzen Pfeffer und Murray River Saltflakes nach.

Als nächstes nahm ich mir das erste Entrecôte vor. Dieses durfte nicht allzu lang auf den Rost, da es relativ dünn war, jedoch immerhin über 400 g wog.

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Nach dem Tranchieren servierte ich das Enrecôte meinen Gästen zusammen mit Chimichuri. Ein absoluter Genuss – und das Ganze sogar mal zwei(!), da mir das besondere Stück Fleisch gleich im Doppelpack geliefert wurde.

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Zum Schluss kam das Roastbeef an der Reihe. Übrigens zeigte das Deckelthermometer immer noch eine Temperatur von über 300 °C an. Perfekt für ein intensives Branding!

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Das wunderschöne Stück Fleisch wurde von beiden Seiten mit Olivenöl eingerieben, welches beim Grillen ein noch deutlicheres Branding und, durch die hochschlagenden Flammen, eine schon fast geschlossene Kruste hervorrief.

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Serviert wurden die Tranchen mit Murray River Saltflakes und meinem Lieblingspfeffer – Die 9 Pfeffer Symphonie.

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Nach einer kurzen Verdauungspause, wurde das Steak-Tasting fleischlos und im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt beendet. Es wurde Vanilleeis mit frischen Erdbeeren gereicht.

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Fazit

Mit Irish Beef, dem Fleisch von Rindern, die von März bis Oktober über die grünen Wiesen Irlands grasen und dabei ausschließlich Gras und Kräuter fressen, kann man einfach nichts falsch machen. Erst recht, wenn es sich um Fleisch mit dem Qualitätssiegel „Prime“ (handselektiertes reinrassiges Hereford) handelt! – Das Fleisch sieht nicht nur vom ersten Anblick an lecker aus, es überrascht auch geschmacklich immer wieder. Alle Stücke waren sehr saftig und rochen unwahrscheinlich appetitlich nach bestem Rindfleisch.

Das Roastbeef ist, bis auf dem charakteristischen Fettdeckel, quasi fettfrei und sehr beliebt bei meinen weiblichen Gästen. Das Entrecôte ist etwas zarter und geschmacklich intensiver. – So muss meines Erachtens das perfekte Steak schmecken! Noch intensiver ist nur der Geschmack des Côte de Boeufs, dafür ist dieses Teilstück auch etwas durchwachsener.

Zusammengefasst muss ich sagen: Schade dass die irische Nationalmanschaft im Achtelfinale gegen Frankreich nicht so gut spielte, wie die mir zur Verfügung gestellten Fleischstücke geschmeckt haben. Irisches Rindfleisch ist immer wieder ein Genuss und bleibt etwas besonderes. Ein klarer Sieg für Irish Beef.

Nicht entgehen lassen: Wer Lust hat sich selbst einmal von der Fleischgüte des Irish Beefs zu überzeugen, sollte an dem neuesten Gewinnspiel teilnehmen.