Gyros vom Drehspieß

Dutzende Male zubereitet. – Mit diesem Gyros-Rezept seid ihr definitiv auf der sicheren Seite!

Zutaten
1,5 – 2 kg Schweinenackensteaks, unmariniert (dünn geschnitten)
Alternativ: Kachelfleisch
2 sehr große Zwiebeln (1 x als Stopper auf dem Spiess, die andere zum Zerreiben)
2 TL Senfkörner
3 TL Koriander
3 TL schwarzer Pfeffer
2 TL Thymian, gerebelt
2 TL Chiliflocken
5 TL Salz
2 TL Cumin gemahlen (Kreuzkümmel)
2 TL gerebelter Majoran
3 TL gerebelter Oregano
3 TL Paprikapulver, edelsüß
0,25 TL Cayenne
2 TL Zwiebelpulver
1 Prise Zimt
500 g Joghurt
200 ml Olivenöl
4 frische Knoblauchzehen

Zuerst wird der Schweinenacken in dünne Scheiben geschnitten.

Alle trockenen Zutaten vermengen.

Eine Gemüsezwiebel reiben…

…und die 4 Knoblauchzehen klein schneiden.

Die trockenen Zutaten mit der zerriebenen Zwiebel, dem klein geschnittenen Knoblauch, dem Joghurt und dem Olivenöl vermengen und anschließend die Nackensteaks darin marinieren. Alles zusammen für ca. 24 Stunden im Kühlschrank einwirken lassen.

Am Tag der Vergrillung die Briketts von einem zu dreiviertel gefüllten Anzündkamin durchglühen lassen und anschließend jeweils eine Hälfte in den gegenüberliegenden, an den Außenwänden positionierten Holzkohlekörbe schütten.

Nun wird der Spieß der Moesta-BBQ-Rotisserie mit dem marinierten Gyros-Fleisch bestückt. Die beiden Hälften einer Gemüsezwiebel dienen an den beiden äußeren Enden als Stopper.

Nun heißt es sich in Geduld zu üben und den Spieß bei einer Gartemperatur von ca. 200 – 220 °C drehen lassen. Mittlerweile ist es auch schon immer dunkler geworden, sodass in der Grill-Remise geschnitten und gegessen werden muss.

Je nachdem wie knusprig das Fleisch bevorzugt wird, kann nach ca. 45 min. das erste Mal eine Tranche abgeschnitten werden.

Am allerbesten geht das mit einem elektrischen Messer.

Nach dem ersten Anschnitt werden die Kohlekörbe direkt unter das Fleisch gestellt, damit schnell die nächste Tranche abgeschnitten werden kann.

Guten Appetit!

Achtung: Wer nicht so gerne scharf ist, sollte die Menge der Chiliflocken bei der Verwendung von Kachelfleisch verringern! Bei der Verwendung von Nackenfleisch ist es nach meiner Erfahrung nicht notwendig.

Stauferico Burger mit Bacon Jam u. Kartoffelnest

Ganz selbstbewusst(!) – dass Wichtigste zuerst: „Diesen Burger müsst ihr unbedingt nachgrillen, denn er schmeckt fantastisch!!!“

Bei der Kreation dieses Burgers habe ich bewusst auf Ketchup oder Barbecue-Sauce und übermäßig viel Salat und Gemüse verzichtet. Anstelle Patties typischerweise aus Rindfleisch zu formen, verwendete ich ausschließlich das Fleisch des Stauferico Schweins von yourbeef.de. Verfeinert wurde das Prachtexemplar mit einem krossem Kartoffelnest, Bacon Jam und einfacher Mayonnaise.

Zutaten
weiche Buns (nach diesem Rezept)
Bacon Jam (nach diesem Rezept)
Kartoffelnester (nach diesem Rezept)
Stauferico Pattes

Cheddar (Käse)
Salat (z. B. Lollo rosso)
Mayonnaise
frisch gemahlenen sehr groben bunten Pfeffer (z. B. Ankerkraut Bunter Pfeffer)

Zuallererst werden die super-weichen, bereits dutzende Male erfolgreich gebackenen, Burger-Buns nach diesem Rezept gebacken.

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Fall ihr keinen Bacon Jam mehr im Kühlschrank stehen haben solltet, verwendet bitte dieses Rezept.

Die Kartoffelnester bratet ihr anschließend nach diesem Rezept.

Die Patties werden auf dem sehr heißen, gusseisernen Grillrost unter direkter Hitze mit geschlossenem Deckel von einer Seite scharf angegrillt. Nach dem Umdrehen, werden die Patties jeweils mit einer Scheibe Cheddar belegt. Sobald der Cheddar vollständig zerlaufen ist, sollte das Fleisch-Innere die Ziel-Kerntemperatur von ca. 55 – 60 °C erreicht haben. Falls die Zeit nicht ausreichte, den Patty noch einige Zeit in der indirekten Zone eures Grills nachziehen lassen.

Der Zusammenbau des Stauferico Burgers mit Bacon Jam u. Kartoffelnest von unten nach oben.

  1. Bun-Boden sparsam mit Bacon Jam einstreichen
  2. Salatblatt
  3. Patty mit zerlaufendem Cheddar
  4. frisch gemahlenen sehr groben bunten Pfeffer
  5. Mayonnaise
  6. Kartoffelnest
  7. Bun-Deckel großzügig mit Bacon Jam einstreichen

Voilà – hier ist er! Der fantastische Stauferico Burger mit Bacon Jam u. Kartoffelnest!

Guten Appetit!

Bacon Jam (Bacon Marmelade) mit Whisky

Für die meisten von euch längst ein alter Hut. – Bacon Jam! Doch jedes Jahr kommen neue Grill-Begeisterte Leser dazu und haben von der wertvollen gold-gelben Masse noch nie etwas gehört. Bacon Jam besitzt eine marmeladen-artige Konsistenz und schmeckt einerseits süß-sauer, andererseits salzig-scharf und sehr würzig. Die beiden Hauptkomponenten sind Bacon und Zwiebeln.

Bacon Jam ist das ideale Topping für Burger und schmeckt u. a. auch auf Sandwiches, Baguettes, im Salat, zwischen dem Hawaii-Toast, auf dem Frühstücksei u.v.m.

Zutaten
750 g Bacon am Stück oder in dicke Scheiben geschnitten
1 große Gemüsezwiebel
250 g Schalotten
250 g rote Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
110 g brauner Zucker
2 EL Ketchup o. Barbecue-Sauce
0,5 TL grober Pfeffer (z. B. Ankerkraut Pfeffer Symphonie)
0,25 TL Cayenne-Pfeffer
1 TL geräuchertes Paprikapulver
80 ml Aceto Balsamico
150 ml Whisky
100 ml Ahornsirup

Den Bacon am Stück erst in dicke Scheiben und anschließend in ca. 2 cm dicke Stückchen schneiden.

Den gewürfelten Bacon in einer gusseisernen Pfanne bei mittlerer Temperatur auslassen.

Sobald das Fett ausgelassen ist und anfängt zu schäumen, ist der Bacon knusprig.

Der Bacon durch Zuhilfenahme eines Siebes vom Fett trennen. Achtung, die Pfanne ist sehr heiß. Unbedingt Handschuhe tragen!

Die Zwiebeln, Schalotten und Knoblauchzehen grob klein schneiden…

…und in der gusseisernen Pfanne für ca. 8 Minuten glasig dünsten.

Nun kommen die restlichen Zutaten dazu. Erst die flüssigen Zutaten wie Aceto Balsamico, Ahornsirup, Whisky und Ketchup o. Barbecue-Sauce und zum Schluss das Paprikapulver der grobe Pfeffer und der Cayenne-Pfeffer.

Nun wird noch einmal abgeschmeckt und ggf. nachgewürzt, bevor schlussendlich der Bacon wieder hinzugefügt wird.

So lange einkochen, bis eine marmeladen-artige Konsistenz entsteht, die anschließend in ausgekochte Einmachgläser gefüllt werden kann.

Aus der o. a. Zutaten-Menge entsteht etwas mehr als 500 ml Bacon Jam, die im Kühlschrank einige Wochen lang gelagert werden kann. Im Kühlschrank wird die Bacon Jam relativ fest, kann jedoch für einige wenige Sekunden lang in die Mikrowelle gestellt werden und ist anschließend wieder streichfähig.

Viel Spaß beim Nachkochen. Ihr werdet es auf keinen Fall bereuen und werdet garantiert zum Wiederholungstäter! Hier ein Beispiel-Burger mit Bacon Jam als Topping.

Dry Aged Stauferico Kotelett mit Pfirsich-Salsa

Schweinefleisch und Obst passen sehr gut zusammen. Nichts ist also naheliegender, als ein wunderschönes Stück Dry Aged Stauferico Kotelett mit einer fruchtig-pikanten Pfirsich-Salsa zu servieren und dazu herzhafte Bratkartoffeln zu genießen.

Zutaten
Dry Aged Stauferico Kotelett
Ankerkraut Murray River Salz o. ä.
Ankerkraut Steakpfeffer Hamburg o. ä.
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für die Pfirsich-Salsa
2 mittelgroße in kleine Würfel geschnittene Pfirsiche (alternativ süße Nektarinen)
2 mittelgroße in kleine Würfel geschnittene Tomaten
1 sehr fein geschnittene Knoblauchzehe
2 sehr fein geschnittene kleine rote Zwiebeln
3 – 4 sehr fein geschnittene Schalotten
den Saft einer halben Limette
Meersalz
1 – 2 TL Zucker
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
frische Kräuter nach Wunsch

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Hauptdarsteller ist neben der genialen Pfirsich-Salsa, dieses Dry Aged Stauferico Kotelett. Wenn Ihr nur normales Schweinefleisch kennt, könnt ihr euch gar nicht vorstellen, wie saftig, geschmackvoll und ursprünglich Schweinefleisch schmecken kann.

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Nachdem ihr alle o. a. Zutaten für die Pfirsich-Salsa in einer Schüssel verrührt habt, mit Salz, Pfeffer und ggf. frischen Kräutern abschmecken und zum Durchziehen in den Kühlschrank stellen.
Mit einem scharfen Messer überschüssiges Fett (ca. 1 cm stehen lassen) vom Kotelett abschneiden, großzügig mit Murray River Saltflakes bestreuen und anschließend auf den heißen gusseisernen Grillrost des zuvor für direkte hohe Hitze vorbereiteten Grill legen. In dem überschüssigen Fett können in einer geschmiedeten Pfanne die Bratkartoffeln gebraten werden.

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Das Kotelett nun scharf angrillen und zum Erreichen der Kerntemperatur in den indirekten Bereich legen. Wie beim Rindersteak, präferiere ich bei sehr gutem Dry Aged Schweinefleisch ebenfalls eine Kerntemperatur von ca. 54 °C – 56 °C.

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Mehr braucht es nun wirklich nicht zu einem guten Kotelett. Die fruchtig-frische Pfirsich-Salsa mit den herzhaften Bratkartoffeln machen das hochwertige Dry Aged Stauferico Kotelett zum absoluten Geschmackserlebnis.

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Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Wurst im Gourmet-Mantel mit selbstgebackenem Baguette

Zutaten
für die Baguettes
500 g Mehl (Weizenmehl Typ 405)
1/4 Würfel Hefe
300 ml kaltes Wasser
1 Prise Zucker
1,5 TL Salz

Olivenöl
Meersalz
frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
2 in Streifen geschnittene Paprikaschoten (grün u. rot)
1 in dicke Scheiben geschnittene Zwiebel
4 Lieblingswürstchen
2 EL Rotweinessig
1 sehr fein geschnittene Knoblauchzehe
1 – 2 Baguettes
4 Scheiben italienischer Hartkäse
3 EL grob gehackte glatte Petersilie

Eure Lieblingswurst in einer Hülle aus frisch gebackenem Baguette, frischem Gemüse und einer italienischen Vinaigrette. Das klingt nicht nur genial, sondern das schmeckt auch wahnsinnig gut! So wird´s gemacht…

Am Abend zuvor alle o. a. Zutaten für das Baguette ca. 5 Minuten lang in der Küchenmaschine verkneten und anschließend in einer großen Schüssel im Kühlschrank (ca. 12 Stunden) langsam gehen lassen.

Am nächsten Tag den sehr klebrigen Teig auf einen bemehlten Tisch legen und mit einem Teigschaber eine lange „Wurst“ formen (nicht kneten).

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Den langen Strang ein paar Mal in sich drehen…

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…und anschließend auf Wunschlänge kürzen.

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Die Teiglinge auf den Pizzastein des auf ca. 240 °C vorgeheizten Grill legen und umgehend die Gartemperatur auf ca. 220 °C reduzieren.

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Je nach gewünschten Bräunungsgrad, die Baguettes ca. 20 – 25 Minuten backen.

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Eine Vinaigrette aus 4 EL Öl, 1 TL Meersalz, 0,5 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und einer fein geschnittenen Knoblauchzehe schlagen.

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In einer Grillschale die Paprikastreifen und die Zwiebelscheiben mit einer Hälfte der Vinaigrette verrühren. Das Gemüse in der Grillschale einige Minuten lang über direkter Hitze grillen, bis sich einige Röstaromen gebildet haben, dann in den indirekten Bereich verlagern.

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In der Zwischenzeit die der Länge nach eingeschnittenen Würste grillen.

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Kurz bevor die Würstchen fertig gegart sind, den Hartkäse in die eingeschnittenen Bereiche legen und zum Schmelzen bringen.

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Währenddessen sollte das Gemüse weich gegrillt sein, sodass die grob gehackte glatte Petersilie untergehoben werden kann.

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Nun werden die Baguettes in ca. 15 cm lange Stücke geschnitten und der Länge nach in 2 noch aneinander haftende Hälften eingeschnitten. Die aufgeschnittenen Baguettes werden jeweils mit einer gefüllten Wurst, sowie einer großzügigen Portion Gemüse bestückt. Darüber wird jeweils ein EL der übrig gebliebenen zweiten Vinaigrette-Hälfte gegossen.

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Guten Appetit!

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3-2-1 Sweet Apple Ribs vom Pellet-Grill

Zutaten
1,5 – 3,0 kg Spareribs
Rub
Ankerkraut Sweet Apple Ribs
für die Apple BBQ-Sauce
400 ml Ketchup
250 ml Apfelsaft
2 EL Worcestersauce
1 EL Grafschafter Goldsaft
1 EL Apfelessig
1 EL Sojasauce
1,5 EL brauner Zucker
1 EL Zucker
1 TL Cayennepfeffer
0,5 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
0,5 TL Selleriesamen
0,5 TL Zimt

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Spareribs können auf unterschiedliche Arten und Weisen zubereitet werden. Mir persönlich gefällt die 3-2-1 Methode immer noch am allerbesten, die ich in einem vorherigen Bericht schon einmal detailliert beschrieb. Meine Vorliebe hat sich in den vielen Jahren in denen ich grille auch nicht sonderlich geändert. – Eines hat sich jedoch geändert, es ist die schnelle, sichere, fast sorgenfreie Zubereitung von Spareribs mit einem Pellet-Grill, welcher sich in der Vergangenheit schon dutzende Male bei mir bewährt hat. – Die allerbesten Erfahrungen sammelte ich mit dem Traeger Pro Series 22.
Diese unbekümmerte Art Spareribs zu garen möchte ich euch am Beispiel des für mich neuen Rubs „Ankerkraut Sweet Apple Ribs“ und einer dazu genial passenden Apple BBQ-Sauce zeigen.

Exkurs: Was bedeuten eigentlich die Zahlen „3-2-1“?
Die Zahlen stehen für die 3 unterschiedlichen Garphasen/-Zeiten.
Die „3“ steht für 3 Stunden räuchern bei ca. 105 – 120 Grad.
Die „2“ steht für 2 Stunden dampfgaren bei ca. 120 – 140 Grad.
Die „1“ steht für 1 Stunde glasieren bei ca. 150 Grad.

Zuerst muss die auf der Innenseite vorhandene, sogenannte Silberhaut von den Spareribs entfernt werden. Diese kann relativ einfach mit einem Schälmesser angehoben und anschließend unter Zuhilfenahme eines Küchentuchs in einem Rutsch abgezogen werden.
Die Spareribs gründlich unter fließendem Wasser reinigen und anschließend trocken tupfen.

Nun werden die Spareribs mit eurem bevorzugten Rub eingerieben. Wie bereits erwähnt, verwende ich in diesem Fall „Ankerkraut Sweet Apple Ribs“; alternativ schmeckt aber auch sehr gut mein eigener Rub „bigBBQ Spice“ oder der selbst gemischte und sehr beliebte Magic-Dust-BBQ-Rub (Rezept).

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Die Spareribs werden nun in Alu- oder Frischhaltefolie eingepackt und über Nacht zum Einwirken in den Kühlschrank gelegt. Da die Spareribs pünktlich zum Mittag um 12.30 Uhr auf den Tisch stehen sollen, bereitete ich schon am frühen Abend den Pellet-Grill dafür vor. Dazu wird die Pellet-Kammer mit der gewünschten Pellet-Sorte (ich verwendete Apfel-Pellets) aufgefüllt, die Spareribs-Halter auf den Grillrost positioniert und der Stecker in die Stromsteckdose gesteckt. – Das war´s erst einmal!

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Morgens um 6.00 Uhr: Phase „3“
Den Pellet-Grill auf die Stellung „Smoke“ stellen und währenddessen die Spareribs in den Halter stellen. Sobald der erste Rauch aufsteigt (nach ca. 2 min.), den Pellet-Grill auf 107 Grad Celsius stellen. Ich verwende als Spareribs-Halter sehr gerne den IKEA Variera Deckelhalter (Kostenpunkt: unter 5 EUR).
Die Spareribs verweilen insgesamt 3 Stunden in der Phase 3 – Zeit wieder ins Bett zu gehen. ;-) Wer möchte, kann während dieser Zeit das Fleisch in regelmäßigen Abständen mit etwas Apfelsaft/Cidre oder Wasser besprühen oder bestreichen. Nach 3 Stunden sehen die Spareribs in etwa so aus…

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Morgens um 9.00 Uhr: Phase „2“
Nun wird in die „IKEA KONICS Ofenform mit Rost“ oder einem anderen geeigneten Behälter etwa 0,5 – 1 Liter Wasser gefüllt. Auf dem Ofenform-Rost positioniert man nun den Spareribs-Halter samt Spareribs und verschließt anschließend alles „luftdicht“ mit Alu-Folie. Diese Form wandert nun für weitere 2 Stunden, bei 148 Grad, in den Grill.

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Während dieser Wartezeit, kann die Apple BBQ-Sauce zubereitet werden. Dazu werden alle o. a. Zutaten für die Apple BBQ-Sauce in einen Topf verrührt und kurz aufgekocht. Je nachdem wie flüssig die Sauce ist, muss sie ca. eine halbe Stunde lang köcheln. Nur so bleibt die Sauce später auf den Spareribs gut „kleben“.

Nach 2 Stunden müssen die Spareribs ganz vorsichtig ausgepackt und auf den Grillrost gelegt werden. Vorsichtig deshalb, weil das Fleisch schon fast von selbst vom Knochen fällt – „Fall off the Bone“ (FOTB).

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Phase „1“
Jetzt muss das Fleisch das erste Mal mit Apple BBQ-Sauce bestrichen werden. Damit die „Glaze“ ordentlich trocknen kann, sollte der Grill nun auf eine Temperatur von 135 Grad Celsius eingestellt werden. Das Bestreichen der Spareribs sollte noch weitere 2 – 3 Mal, jeweils nach ca. 15 min., wiederholt werden.

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Damit nichts anbrennt, solltet ihr zwischendurch die Färbung kontrollieren.
Nach spätestens 1 Stunde sind die Spareribs fertig. Ich verkürze diese Zeit meist auf eine halbe Stunde. Damit ich auch den eigentlichen Geschmack des Rubs beurteilen kann, habe ich den hinteren Spareribs-Strang nicht mit BBQ-Sauce bestrichen.

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Die 3-2-1-Spareribs können nun im Ganzen, in 2er-Streifen oder in 1er-Streifen serviert werden. Guten Appetit!

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Die Spareribs waren wie immer sehr zart und saftig und schmeckten in der von mir gewählten Rub-/Glaze-Variante einfach Mega-lecker! Probiert das auch unbedingt einmal aus!

Als Ergänzung solltet ihr euch auch den Bericht der Zubereitung auf dem Kugelgrill und auf dem Keramikgrill anschauen (hier entlang).
Als Alternativ-Methode empfehle ich den Bericht: Spareribs 5-0-0,5 (hier klicken) in Verbindung mit dem Smokenator 1000 – eine sehr große Hilfe, um die Gartemperatur im Kugelgrill stabil zu halten.
Im Bericht 3-2-1 Dicke Rippe geht es um die fleischreichere Variante der Spareribs (zum Nachlesen).

Geräucherte Schweinespieße Chinese Style vom Braai

Zutaten
700 g Schweinenacken
für die Marinade:
2 EL helle Sojasauce
1,5 EL dunkle Sojasauce
1,5 TL dunkles Sesamöl
1,5 EL Sherry, Reisschnaps, Reiswein o. ä.
3 EL Olivenöl
0,5 TL Salz
1,5 EL Zucker
für die Glaze:
5 EL Zuckerrübensirup o. Malz-Extrakt
100 ml kochendes Wasser

Back to the roots. – Heute ein ganz einfaches und recht günstiges Rezept vom Megamaster Braai 1200.

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Als Erstes wird das Fleisch des Schweinenackens in lange Streifen geschnitten.

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Die o. a. Zutaten für die Marinade verrühren und anschließend die Fleischstreifen für ca. 2 – 3 Stunden im Kühlschrank einziehen lassen. Nach der Hälfte der Zeit noch einmal umrühren.

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Nun wird das Fleisch auf die langen Spieße gesteckt, auf den Grillrost gelegt und anschließend direkt über die Kohlen gegrillt.

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Damit ausreichend Rauch an das Fleisch gelangt, ggf. ein oder zwei rauchende Holzscheite aus dem Ambermaker (Kohlemacher) entnehmen und zu den Kohlen legen. Während des Grillens die Spieße regelmäßig drehen.

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Die Fleischspieße nach ca. 5 – 10 Minuten, mit der aus 5 EL Zuckerrübensirup und 100 ml kochendem Wasser bestehenden, gut umgerührten Flüssigkeit bestreichen. Am besten geht das mit einem Silikonpinsel.

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Dieser Vorgang wird in einem Abstand von ca. 2 – 3 Minuten noch weitere 3 – 4 Mal wiederholt, bis das Fleisch eine glänzende Oberfläche bekommen hat.

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Die geräucherten Schweinespieße im Chinese Style können nun noch mit Sesamsamen bestreut oder z. B. mit Kartoffelcreme serviert werden.

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Das angenehm rauchige Fleisch ist sowohl warm als auch kalt ein wahrer Genuss!
Viel Spaß beim „Nachbraaien“ und einen guten Appetit!

Asia-Pork-Belly

Schweinebauch – zubereitet und gegart nach einer recht untypischen, einigen Grillern ungeläufigen Art und Weise.
Ihr kennt Schweinebauch (Bauchlappen) nur vom normalen Flachgrillen? Raus aus der Tüte und ab auf dem Grill? Gegart unter direkter hoher Hitze? Dann solltet ihr euch unbedingt das nachfolgende Rezept genauer anschauen. Die in süß-scharfer Marinade eingelegten Fleischstücke werden mit erhöhter Temperatur indirekt gegart und kurz vor dem Servieren mit Sesamsamen und Frühlingszwiebelringen bestreut. Ein umwerfender Genuss, wie man ihn nicht erwarten würde.

Zutaten
1 kg dünne Scheiben vom Schweinebauch (ohne Schwarte)
150 ml Sojasauce
5 EL Sesamöl
3 EL Reisweinessig
2 EL Olivenöl
2 – 3 TL Chiliflocken
8 EL Rohrzucker
5 klein geschnittene Knoblauchzehen
Ringe von einem Bund Frühlingszwiebeln
Sesamsamen

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Für die Marinade alle o. a. Zutaten, bis auf die Sesamsamen und die Frühlingszwiebelringe, miteinander verrühren.

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Die Schwarte des Schweinebauches, falls vorhanden, entfernen und anschließend das Fleisch in dünne Scheiben schneiden. Die einzelnen Scheiben jeweils in 3 gleichgroße Stücke schneiden und zusammen mit der Marinade in einen Gefrierbeutel geben, die Flüssigkeit sorgfältig verteilen und für ca. 12 Stunden zum Ziehen in den Kühlschrank legen. Den Inhalt des Gefrierbeutels zwischendurch noch 1 – 2 Mal gut verteilen.

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Den Grill, in meinem Fall der Pelletgrill Traeger Pro Series 22, indirekt auf ca. 180 – 200 °C vorheizen und anschließend das Fleisch auflegen.

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Während das Fleisch gart, die Frühlingszwiebelringe schneiden.

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Nach ca. 10 – 15 Minuten sollte das Fleisch Farbe angenommen haben. Nun das Fleisch wenden und den Grill auf maximale Temperatur erhöhen. Dadurch karamellisiert der hohe Zuckeranteil in der Marinade und hinterlässt später eine tolle Kruste.
Nun werden die Asia-Pork-Bellys vom Grillrost auf den Teller gelegt und zuerst mit Sesamsamen und dann mit Frühlingszwiebelringen bestreut.

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Das von außen krosse und von innen relativ zarte Fleisch kann als Vorspeise gereicht werden oder zusammen mit z. B. einem typischen asiatischen Nudelgericht.

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Weil es so lecker war und so schön aussieht, hier noch einmal in der Detailaufnahme.

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Fazit
Nie hätte ich gedacht, dass es eine solch tolle und einfache alternative Methode gibt, Bauchlappen so köstlich zuzubereiten. Ich werde sie meinen nächsten Gästen garantiert als Vorspeise servieren. Die Asia-Pork-Bellys gehören überraschenderweise zu meinen Grill-Highlights 2016.

Extra-Tipp: Obwohl die Marinade schon eine ordentliche Portion Chilliflocken beinhaltet, empfehle ich noch ein extra Schälchen frische Chiliringe dazuzustellen, umso besser kommt der süß-scharfe Geschmack zur Geltung.

Gefüllte Zucchini-Schiffchen mit Parmesankruste

Mit ein paar wenigen Vorbereitungen wird aus diesem Rezept eine wirklich geniale warme/heiße Hauptspeise. Als Beilage empfehle ich z. B. griechischen Tomatenreis mit Feta-Käse oder Pommes Frites. Alternativ können die Zucchini-Schiffchen auch in kleine mundgerechte Stückchen geschnitten werden und zu einem kalten Buffet gereicht werden.

Zutaten
3 mittelgroße Zucchinis
1 klein gewürfelte Zwiebel
2 gehackte Knoblauchzehen
1 rote Paprika
150 g Gehacktes vom Schwein/Rind
gutes Olivenöl zum Anbraten
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Meersalz
1 EL Zitronensaft
3 EL Paniermehl
1 Tasse Parmesankäse

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Die Zucchinis der Länge nach halbieren und mit einem Esslöffel aushöhlen. Das Fruchtfleisch erst einmal zur Seite legen.

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Den Grill, in meinem Fall der Traeger Pro Series 22 Pellet-Grill, auf ca. 200 °C vorheizen, anschließend die Zucchini-Hälften mit der offenen Seite nach unten in den indirekten Bereich auf den Grillrost legen und ca. 10 Minuten lang garen, bis sie anfangen weich zu werden.

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In der Zwischenzeit wird die Füllung zubereitet. Dazu in einer Pfanne die Zwiebeln, die Knoblauchzehen und die Paprika in guten Olivenöl erhitzen, bis die Zwiebeln glasig werden, dann mit Zitronensaft ablöschen.

IMG_8508Nun ca. 2/3tel des Fruchtfleisches der Zucchini und das Gehackte hinzufügen und ebenfalls kurz anbraten.

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Zum Schluss 2/3tel des frisch geriebenen Parmesankäses und das Paniermehl hinzufügen und alles miteinander vermengen. Anschließend mit Meersalz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer würzen.

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Mit dieser leckeren Füllung werden nun die Zucchini-Hälften gefüllt. Der verbleibende Parmesankäse wird ganz einfach über die Schiffchen gestreut, welche anschließend wieder zurück in den indirekten Bereich des auf ca. 200 °C vorgeheizten Grills gelegt werden.

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Nach weiteren ca. 10 bis 15 Minuten ist der Parmesankäse geschmolzen und die Zucchini-Schiffchen fertig gegart.

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Selbstverständlich kann mit den Zutaten der Zucchini-Schiffchen-Füllung noch ein wenig rumgespielt werden. Wer es etwas schärfer mag, kann z. B. eine klein geschnittene Peperoni mit in die Füllung mischen oder mit diversen Kräutern oder euren Lieblingsrub würzen.

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Die gefüllten Zucchini-Schiffchen hatte ich bis dato völlig unterschätzt. Sie schmecken so gut, dass sie jeder unbedingt einmal probiert haben sollte.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Spanferkelrücken vom Pelletgrill

Manchmal ist die eigene Zeit sehr knapp, sodass selbst bei größeren Fleischstücken die Zubereitungs- und Garzeit sehr beschränkt sein kann. Trotzdem soll das Endergebnis gut aussehen und vor allem lecker schmecken. Heute zeige ich euch ein schnelles Rezept für einen Spanferkelrücken, bei dem ihr nur sehr wenig Zeit und Zutaten benötigt.

Zutaten
ca. 2 kg Spanferkelrücken
Lieblings-BBQ-Rub (z. B. bigBBQ-Spice)
Meersalz

Die Bindung des Spanferkelrückens entfernen.

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Euren Lieblings-BBQ-Rub gleichmäßig und großzügig auf die Fleischseite des Rückens einreiben.

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Den Rücken umdrehen und mit einem sehr scharfen Messer rautenförmig in die Haut schneiden. Dabei aufpassen, dass nicht in das Fleisch geschnitten wird.

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Die gesamte Haut großzügig mit Meersalz bestreuen.

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Nun wird der Grill, in meinem Fall der Traeger Pro Series 22 Pellet-Grill, mit Kirschbaum-Pellets bestückt und auf eine Gartemperatur von 176 °C vorgeheizt.

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Das mit Meersalz bestreute Fleisch auf den Grillrost setzen und mit einem Kerntemperaturfühler versehen.

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Nach ca. 60 min. ist eine Kerntemperatur von ca. 55 °C erreicht. Nun wird das Meersalz mithilfe eines Pinsels vollständig entfernt.

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Währenddessen wird der Grill auf eine Gartemperatur von ca. 220 °C gestellt und das Fleischstück auf den oberen Grillrost gelegt.

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Dort oben verweilt das Fleisch bei hoher Gartemperatur für weitere 20 – 25 Minuten, bis die Schwarte anfängt gut Farbe anzunehmen und aufpoppt. Dieser Zeitpunkt sollte nicht verpasst werden, da die Schwarte sonst sehr schnell verbrennen kann.

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Zum saftigen Spanferkelrücken wurde Kartoffelpüree und Sauerkraut gereicht.

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Ein tolles Sonntagsessen für ca. 6 bis 8 Erwachsene, welches so gut wie keine Vorbereitungszeit beansprucht.