CASO DESIGN Dry-Aged Cooler – 28 Tage Reifung Teil 2

…Die Fortsetzung nach 28 Tagen. Ihr erinnert euch? – Hier ist der zweite Teil meines 28-tägigen Fleischreife-Experiments mit dem neuen Dry-Aged Cooler von CASO DESIGN. Zum Nachlesen des ersten Teils, bitte hier entlang…

Am ersten Tag bestückte ich den Dry-Aged Cooler mit diesem schönen Stück Fleisch (frisch geschlachtetes, 5,112 kg schweres Bone-in Ribeye der Simmentaler Färse).

Zur Erinnerung: Ich stellte das Gerät auf eine Temperatur von 2 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 70 %.
Nach 2 Tagen ließ sich schon recht deutlich erkennen, dass sich die rote Färbung des Fleisches intensivierte und an der Außenseite trocknete.

Die Trocknung konnte man am 6. Tag noch viel deutlicher erkennen. Mich erinnerte die Färbung an eine luftgetrocknete Mettwurst. – Ich hätte sofort reinbeißen können. :-)

Zwischenzeitlich überprüfte ich nach genau 14 Tagen den Verbrauch des Wassers. Der mit 5,2 Liter Wasser gefüllte Wassertank verbrauchte bis dato ganz genau 805 ml Wasser. Das Fleisch sah wie folgt aus.

Während der weiteren Reifezeit, veränderte sich das Fleisch rein äußerlich nur noch marginal. Das nachfolgende Bild des Fleisches am 21. Tag.

Kleiner Zwischenfall (mein Fehler). Zwischen den Tagen 12 und 21 bildete sich an der Rückwand des Innenraums Eis. Durch die einzelnen kleinen ausgestanzten Schlitze der Rückwand konnte ich erblicken, dass sich das Eis nicht nur Richtung Innenraum, sondern auch in Richtung Innenwand-Hohlraum ausbreitete.

Damit die Funktion des Gerätes nicht beeinträchtigt wird, entschloss ich mich kurzerhand dazu, das Fleisch für ca. 2 Stunden in einen handelsüblichen Kühlschrank zwischenzulagern und den Dry-Aged Cooler abzutauen. Das funktionierte mit folgendem Trick sehr einfach und vor allem sehr schnell. Ich stellte einen Topf mit kochendem Wasser in den Kühlraum und verschloss die Tür. Diesen Vorgang wiederholte ich weitere 2 Mal nach jeweils 30 Minuten, sodass das Eis in dieser Zeit vollständig schmolz.

Am nächsten Tag kontaktierte ich die CASO-DESIGN-Hotline. Ein freundlicher Mitarbeiter versicherte mir, dass das entstandene Eis die eigentlichen Funktionen „Kühlung“ und „Luftbefeuchtung“ keineswegs beeinträchtigen würden. Naja, ich bin halt auf Nummer „Sicher“ gegangen und suchte anschließend nach der Ursache. Diese war anscheinend recht schnell gefunden, denn das Gerät stand zu nah an der Zimmerwand. In der Bedienungsanleitung stand es sogar schwarz auf weiß: „Das Gerät benötigt zum korrekten Betrieb eine ausreichende Luftströmung. Lassen Sie 15 cm Freiraum um das Gerät herum.“ Diesen Aufbauhinweis sollte man also stets ernst nehmen, denn während der restlichen Betriebszeit bildete sich tatsächlich kein neues Eis. – Ich hatte das Gerät einfach ein paar Zentimeter nach vorne gezogen.

Zwischenzeitlich überprüfte ich den exakten Stromverbrauch des Gerätes. In der Bedienungsanleitung ist dieser mit folgenden Werten angegeben: Leistung: 60 W; Energieverbrauch pro 24 Stunden in KW: 0,38

Hier die Werte im Real-Betrieb, die leider höher ausfielen (ohne Gewähr). Diesen Test wiederholte ich weitere zwei Male, immer mit den selben Ergebnissen.

Nun interessierte mich natürlich brennend, wie hoch die Stromkosten nach 28 Tagen wären. Eine 10-stündige Messung bei einer Umgebungstemperatur von ca. 20 °C sollte dazu aussagekräftige Ergebnisse liefern. Selbstverständlich habe ich zu Hause nur einen handelsüblichen Stromzähler, der nicht geeicht ist. Rechnung: (0,38 KWh / ca. 10 Std.) x 24 Std. x 28 Tage x 0,29 EUR (Durschnitt Deutschland) = 7,40 EUR (ohne Gewähr)
Die Kosten sind somit ungefähr doppelt so hoch wie in den technischen Daten der Betriebsanleitung angegeben.

Aber nun zurück zum Fleisch, welches nach 28 Tagen schlussendlich wie folgt aussah.

Bei kalten Außentemperaturen, draußen in der Sonne fotografiert, sah das Fleisch wie folgt aus.

Die Messer sind gewetzt.

Doch bevor ich anfing zu schneiden, wollte ich den Gewichtsverlust nach genau 28 Tagen ermitteln.

Ausgangsgewicht: 5,112 kg – Gewicht nach 28 Tagen: 4,392 kg = Gewichtsverlust: 720 g

Nun löste ich den Knochen aus…

…und wog diesen anschließend.

Dieser brachte stolze 1,675 kg auf die Waage.

Danach parierte ich das Ribeye…

…und wog anschließend das weggeschnittene Fett und vertrocknete Fleisch.

Übrig geblieben sind diese 3 wunderschönen Stücke Fleisch.

Diese wurden anschließend mit dem CASO DESIGN VC 100 vakuumiert.

Zwei der beiden schönen Stücke gingen für spätere Einsätze in den Gefrierschrank, eines davon 2 Tage später in das Sous-Vide-Bad. Dazu verwendete ich den CASO-Design SousVide Garer SV 200.

Der Stab lässt sich ganz einfach in ein mindestens 23 cm hohes Gefäß setzen und erwärmt dort mein vakuumiertes 28 Tage selbst-gereiftes Ribeye im Wasserbad auf eine Kerntemperatur von exakt 52 °C, in einer quasi umfunktionierten Kühlbox. Ein wie ich finde absolut geniales System!

Nach dem Erreichen der gewünschten Kerntemperatur, landete das schöne Fleisch für ca. 45 – 60 Sekunden je Seite auf dem Beefer.

Mich erwarteten Tranchen eines wahnsinnig zarten und saftigen Ribeyes. Geschmacklich wie ich es erwartete! Ich beschreibe den Geschmack immer gerne mit den Worten buttrig und nussig. – Einfach genial! – „Experiment“ 100-prozentig geglückt!

Fazit

Die Stabilität von Temperatur und Luftfeuchtigkeit war nach diversen Zwischenprüfungen stets gegeben. Der Dry-Aged Cooler roch weder von außen noch von innen nach irgendwelchen Gerüchen. Der Wasserverbrauch lag nach 28 Tagen bei exakt 1.700 ml. Somit hätte der Tank noch ausreichend Vorrat gehabt, um die Reifezeit von weiteren 28 Tagen und noch viel länger erneut zu durchlaufen. Der tatsächliche Stromverbrauch war ungefähr doppelt so hoch wie in der Bedienungsanleitung angegeben. Die Kosten beliefen sich nach 28 Tagen auf ca. 7,40 EUR (ohne Gewähr). Die Lautstärke des Dry-Aged Coolers ist in einem Wohnraum absolut erträglich. Sie fällt meines Erachtens minimal höher aus als bei einem normalen Kühlschrank.

Der Gewichtsverlust des Fleisches lag nach 28 Tagen Reifung bei 14 %. Es wurden 17 % Fett und vertrocknetes Fleisch weggeschnitten. Der Knochen wog 33 % des Ausgangsgewichts. Vom Ausgangsgewicht blieben 36 % reines Fleisch über. Das Auslösen des Knochens bereitete mir durch den Einsatz eines geeigneten Messers keinerlei Probleme.

Der Geschmack des Fleisches war wie zu erwarten buttrig und nussig, halt typisch Dry-Aged. Super-lecker! Das Fleisch war wahnsinnig zart und saftig.

Das Gefühl, mehrmals täglich an seinem Fleisch vorbei zu gehen, es also beobachten zu dürfen, ist einfach genial. So albern es auch klingt, baut man regelrecht eine Beziehung mit seinem Fleisch auf. Man freut sich 28 Tage lang auf den Anschnitt und wenn es dann so weit ist, ist man traurig, dass dann alles vorbei zu sein scheint. Mit der anschließenden Verköstigung geht der Spaß allerdings noch einmal weiter.

Je nach Einkaufspreis des Fleisches kann sich nun jeder Kauf-Interessierte anhand meiner Erfahrungswerte individuell ausrechnen, ob die Reifung sich für ihn/sie zu Hause lohnt. Eines kann ich jedoch jedem garantieren, der 28-tägige Spaß ist nicht zu unterschätzen und zudem unbezahlbar!

In nächster Zeit werde ich auch andere Fleisch-Sorten wie Schwein und Wild aber auch ganz andere Lebensmittel wie z. B. Käse reifen lassen.

Der Dry-Aged Cooler von CASO DESIGN macht einfach riesig Spaß! Der tatsächlich gemessene Stromverbrauch ist zwar höher als angegeben, jedoch hält der Dry-Aged Cooler in allen anderen Bereichen das, was er verspricht. Ich kann mit gutem Gewissen verlauten lassen, dass die unverbindliche Preisempfehlung von 799 EUR meines Erachtens mehr als angemessen ist und gebe dem Gerät eine klare Kaufempfehlung.

Zum Nachlesen aller Zahlen, Daten und Fakten des Dry-Aged Coolers, empfehle ich auch den ersten Teil zu lesen – Bitte hier entlang..

CASO DESIGN Dry-Aged Cooler – Unboxing u. Inbetriebnahme Teil 1

Wenn es um die Wahl den Fleisches geht, wissen aufmerksame bigBBQ.de-Leser unlängst, dass ich am liebsten bestes Dry Aged Beef speise und dieses so gut es geht fotografisch in Szene setze. Oft werde ich gefragt, wo ich mein Dry Aged Beef kaufe. Die Antwort ist mehr als einfach. – Da ich in meiner Region noch keinen Metzger gefunden habe der meinen Ansprüchen im Bezug auf Dry Aged Beef genügt, beziehe ich mein Fleisch aus dem Online-Fleischhandel meiner beiden Kooperationspartner. Der Bezug ist immer spielend einfach. – Fleisch auf der Website auswählen, Wunschtermin eintragen, Art der Bezahlung auswählen und einige Tage später klingelt auch schon der Postbote und bringt das frische ungefrorene Fleisch, durch gefrorene Kühlakkus stets wohlgekühlt, an meine Haustür. So weit, so gut, irgendwann gewöhnt man sich an alles. Mit der Zeit eigentlich alles andere als aufregend.

Wenn sich die Online-Fleischbestellung langsam aber sicher alltäglich wird, sucht man händeringend nach neuen spannenden Erfahrungen. Bei mir war es so, dass ich mich nach einiger Zeit immer intensiver mit dem Thema beschäftigte, woher eigentlich die Rinder stammen, aus denen mein Fleisch gewonnen wird und wie u. a. der jeweilige Reifevorgang vonstatten geht. Nach diversen Fleisch-Zerlegekursen und -Seminaren weiß ich mittlerweile schon recht gut, aus welchen Körperregionen die jeweiligen Cuts des Rindes stammen. Ich finde es jedoch immer wieder sehr spannend zuzusehen, nein – man könnte es auch beruhigend nennen, wie die einzelnen Fleischstücke in den Reifeschränken der Metzger liegen oder auch hängen. Immer öfter werden Fleisch-Reifeschränke auch in z. B. Restaurants oder bei Grill-Fachhändlern gesichtet. Leider war die Anschaffung eines solchen Dry Aging Schranks bisher immer mit immensen Kosten verbunden und aus diesem Grund für mich privat indiskutabel gewesen. – Bis heute! Denn ab sofort gibt es den Dry-Aged Cooler von CASO DESIGN für einen, wie ich finde, unwahrscheinlich fairen Preis von 799 EUR. Auf diesen idealen Zeitpunkt hatte ich gewartet und mir den Dry-Aged Cooler einmal genauer angeschaut.

Am 7.2.2017 ist mein Traum in Erfüllung gegangen und der CASO DESIGN Dry-Aged Cooler wurde von einer Spedition geliefert.
Durch die Hilfe einer zweiten Person brachten wir den ca. 40 kg schweren Karton in meine Grill-Remise.

Nachdem das Umreifungsband des Kartons entfernt wurde, ließ sich der übergestülpte Deckel ganz einfach nach oben über den Korpus des Dry-Aged Coolers heben. Geschützt wurde dieser rundherum durch Styroporplatten.

Die Spannung stieg. – Es musste nur noch die Folie abgenommen werden.

Nun steht er da. Die Außenseiten geheimnisvoll tief schwarz, die Front-Glasscheibe aus getöntem UV-beständigen Isolierglas mit einem breiten Rahmen aus Edelstahl. Sehr viel schöner und hochwertig anmutender als auf allen zuvor von mir betrachteten Bildern aus dem Internet!

Nach dem Öffnen der Tür kam zum Vorschein, dass viele Kunstoff- und Metall-Teile zum Kratz- und Schmutz-Schutz mit Folie überzogen waren, welche sich sehr einfach abziehen ließen. Des Weiteren befanden sich die Zubehörteile in der untersten Ebene des Gerätes.

Das Zubehör besteht aus folgenden Teilen (v.l.n.r.):
– 1 Abtropfblech
– 3 Metall-Lagerböden
– 1 Bedienungsanleitung
– 4 Fleischer-Haken
– 2 Schlüssel zum Abschließen der Tür
– 2 Schrauben für den Türgriff
– 1 Metallaufhängung
– 1 Türgriff
– 2 Tanks, jeweils für Frisch- u. Kondenswasser (bereits im Gerät)

Als Erstes wurden durch Zuhilfenahme eines Kreuzschraubendrehers die beiden Schrauben des Türgriffs angeschraubt.

Dann wurden die 3 Metall-Lagerböden auf den frei verstellbaren Haltern gesetzt.

Ganz oben wurde die Metallaufhängung aufgelegt, an der sich die 4 mitgelieferten Fleischer-Haken hängen lassen.

Und das war alles in Allem auch schon alles. Es musste lediglich der Türgriff angeschraubt werden, alles andere wurde nur an die dafür vorgesehenen Stellen gelegt oder gehängt.

Zur Inbetriebnahme musste der linke Frischwassertank mit Wasser gefüllt werden. Dieser nimmt bis zur Markierung des Maximal-Stands ca. 5,2 Liter Wasser auf. Die gelbe filterähnliche Matte steht Anfangs zu ca. 6/7tel im Wasser. Aus dem letzten 1/7tel der Matte kann das Wasser sehr gut verdunsten. In der oberen, hinteren Aussparung des Tanks, findet der in der darüber liegenden Ebene installierte Lüfter Platz, welcher die Wasserverdunstung aus dem Wassertank über die Rückwand transportiert und im gesamten Gerät verteilt. Im rechten Teil des Tanks befindet sich ein elektronisch überwachter Schwimmer, der ständig den Wasserstand überprüft. Sollte sich dieser unter der Markierung des Minimal-Stands befinden, gibt das Gerät sehr laute Töne von sich und zudem fängt das Display an zu blinken.

In dem rechten Wassertank führt ein Wasserschlauch, der das überschüssige Wasser aus dem Gerät aufnimmt.

Die Display-Einheit besitzt vier Tasten.

Die 1. Taste von rechts schaltet den Dry-Aged Cooler jeweils ein und wieder aus.

Die 2. Taste von rechts schaltet bei einmaligem kurzen Drücken die blaue LED-Beleuchtung ein. Das blaue Licht schaltet sich automatisch nach 4 Stunden wieder aus und dient lediglich dem Show-Effekt.
Viel wichtiger ist hingegen das weiße, sehr schwache UV-Licht. Dieses wird durch langer Betätigung (über 5 Sekunden) der 2. Taste von rechts eingeschaltet. Es dient zur antibakteriellen Wirkung und ist für das menschliche Auge schädlich. Sobald die Tür geöffnet wird, schaltet sich das UV-Licht aus Sicherheitsgründen aus. Wird die Tür wieder geschlossen, schaltet sich das UV-Licht wieder von selbst an. Achtung: Wird die Stromversorgung unterbrochen und später wieder aufgenommen, muss das UV-Licht erneut manuell eingeschaltet werden. Da man das UV-Licht bei normaler Außenbeleuchtung sehr schlecht von außen erkennt, wird der eingeschaltete Zustand mit einem blinken der 2. Taste von rechts symbolisiert.

Über die 3. Taste von rechts kann zwischen der Display-Anzeige der aktuellen Temperatur und der aktuellen Luftfeuchtigkeit gewechselt werden.

Über die 4. Taste von rechts kann die jeweilige Soll-Temperatur (1 – 22 °C in 1 °C-Schritten) und -Luftfeuchtigkeit (50 % – 85 % in 1 %-Schritten) eingestellt werden.
Bei längerem gleichzeitigen Betätigen der Tasten 3. und 4. von rechts, kann zwischen °C und °F gewechselt werden.

Damit der CASO DESIGN Dry-Aged Cooler sicher steht, befinden sich 3 große Standfüße und ein kleiner Stellfuß unter dem Gerät.

Wirklich toll und sehr hochwertig sieht er aus und passt farblich genial zu den warmen Naturfarben meiner Grill-Remise. Nachfolgend noch einige Impressionen.

Beim Studieren der Bedienungsanleitung laß ich, dass die empfohlene Betriebstemperatur von 10 °C nicht unterschritten und von 32 °C nicht überschritten werden soll. Leider herrschten zu der Zeit (Anfang Februar) noch Nacht-Temperaturen von unter 0 °C, weshalb ich es vorzog, das nicht für den Außenbereich konzipierte Gerät sicherheitshalber in die warme Küche zu holen.

Bis zum Empfang meines vorbestellten Fleisches, ließ ich den Dry-Aged Cooler 48 Stunden lang erfolgreich ohne Fleisch laufen, um die Stabilität von Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu überprüfen.

Die Inbetriebnahme

Bei der Online-Fleischbestellung bei yourbeef.de wählte ich ein frisch geschlachtetes, 5,112 kg schweres Bone-in Ribeye der Simmentaler Färse. Färse sagt aus, dass es sich um ein weibliches Rind handelt, welches noch nicht gekalbt hat. Es liefert somit besonders hochwertiges und zartes Fleisch.
Am 10.2.2017 war es dann endlich soweit und mein Fleisch wurde geliefert.

Bevor ich das Fleisch in den Dry-Aged Cooler stellte, wischte ich das komplette Gerät aus hygienischen Gründen von innen mit reinem Essig aus und ließ dessen flüssige Restspuren einige Minuten lang rückstandslos verfliegen.

Nun durfte das gute Stück auf dem mittleren Metall-Lagerboden Platz nehmen und sollte dort 28 Tage lang reifen.

Bereits Tage zuvor sprach ich mit einigen mir bekannten Fleisch-Spezialisten und informierte mich über die geeignete Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Durch seine jahrelangen Erfahrungen mit Fleischreifeschränken hörte ich schlußendlich vertrauensvoll auf meinen Freund Tobias Walker, der mir zu einer Temperatur von 2 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 70 % riet.

Nun noch schnell die Tür verschlossen, welche lange Zeit nicht mehr geöffnet werden sollte!

Ich möchte schon heute feststellen, dass das Gerät optisch wirklich etwas her macht und sich spielerisch einfach bedienen läßt. Ich bin auf die nächsten 28 Tage sehr gespannt!

Wie es weiter geht, erfahrt ihr im nächsten Teil des CASO DESIGN Dry-Aged Cooler Berichts u. a. mit diesen Themen:

– Stabilität von Temperatur und Luftfeuchtigkeit
– Visuelle Veränderung der Fleischoberfläche
– Eventuell auftretende Gerüche
– Wasserverbrauch
– Tatsächlicher Stromverbrauch
– Lautstärke
– Gewichtsverlust
– Schneiden des Rückens
– Geschmack des Fleisches
– Das Gefühl, mehrmals täglich an seinem Fleisch vorbei gehen zu dürfen
– Welche Lebensmittel können noch gereift werden?
– End-Fazit
u.v.m.

Nachfolgend noch einige wichtige technische Daten:

Gehäusefarbe: Edelstahl
Leistung: 60 Watt
Maße (BxHxT mm): 395 x 875 x 595 mm
Gewicht: 38,5 kg
Energieklasse: A
Temperaturbereich: 1 – 22 °C
Luftfeuchtigkeit: 50 – 85 %
Energieverbrauch/Tag (24 Std.): 0,38 KW
Preis (UVP): 799 EUR

Hier geht es zum Teil 2…

Moesta-BBQ Burgerpresse im Praxistest

Immer wieder erreichen mich Leserfragen, welche Burgerpresse wohl die Beste sei.
Die Auswahl an Burgerpressen ist in den letzten Jahren so sehr angestiegen, dass man die Frage nach der Besten Burgerpresse nicht pauschal mit einer einzigen Produktempfehlung beantworten kann. Seit dem Herbst letzten Jahres verweise ich jedoch immer wieder auf die „etwas andere“ Moesta-BBQ Burgerpresse, die sich in monatelangen Praxiseinsätzen bewährt hat und mir rundum gut gefällt.

Was an dieser Burgerpresse so anders ist und was mir daran so besonders gefällt, möchte ich euch gerne zeigen.

Die Moesta-BBQ Burgerpresse wird in einem sehr stabilen Karton geliefert, in dem man sie nach dem Gebrauch auch sehr gut wieder verstauen kann.

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Die Burgerpresse ist 2-teilig und besteht aus schwarzem Silikon mit sehr angenehmer, hochwertig anmutender Haptik. Der Deckel der Burgerpresse wird durch das Moesta-BBQ-Logo verziert, hingegen die Rückseite Informationen in Form von Piktogrammen bereithält, die da wären:

– bis -40 Grad einfrierbar
– für die Spülmaschinen geeignet
– für den Backofen geeignet
– für die Mikrowelle geeignet
– nicht für den Grill geeeignet

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Die Burgerpresse hat eine Kantenlänge von 30 x 30 cm, ist ca. 2,8 cm hoch und besitzt vier Vertiefungen zum gleichzeitigen Formen von vier Burger-Patties.

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Laut Herstellerangaben können in der Burgerpresse Patties mit Gewichten zwischen 170 und 250 g geformt werden. Dazu müssen nicht zwangsläufig alle Patties die gleiche Größe besitzen. Ich forme sie am Liebsten mit einem Gewicht von 200 g.

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Nun wird das gewolfte und ggf. gewogene Fleisch ganz einfach in die Mulden des Bodens der Burgerpresse gelegt und anschließend mit dem Deckel verschlossen.

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Damit die Patties schön gleichmäßig geformt werden, wird mit ein wenig Gefühl, durch Zuhilfenahme der Finger oder dem Handballen, ausreichend Druck auf die vier Erhebungen der Burgerpresse ausgeübt.

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Nach dem Anheben des Deckels oder des Bodens erwarten euch wohlgeformte Patties mit einem Durchmesser von exakt 12,5 cm, einer Höhe von 16 mm (+/- 2 mm) und jeweils einer kleinen Vertiefung in der Mitte. Diese Vertiefung dient dazu, dass das Pattie sich durch eventuelle Hitze-Spannungen auf dem heißen Rost nicht verzieht und sich somit an den Seiten nicht hochbiegt.

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Die Patties können entweder sofort vergrillt oder für einen späteren Verzehr eingefroren werden. Praktisch ist, sie mit einem Vakuumierer einzeln in Folie einzuschweißen oder sie zusammen mit der Burgerpresse einzufrieren. Beim Entnehmen der Patties klebt das Fleisch übrigens kein bisschen am Silikon.

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Je nach Bedarf können nun die Patties ganz praktisch aus der Form entnommen werden.

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Die Reinigung der Moesta-BBQ Burgerpresse gestaltet sich als sehr einfach. Mit einem Spritzer Geschirrspülmittel und Leitungswasser, ist die Presse in Windeseile wieder sauber und einsatzbereit. Selbstverständlich kann die Silikonform auch in die Spülmaschine gegeben werden.
Zum Trocken zieht das schwarze Silikon bei der Verwendung eines Trockentuches für meinen Geschmack leider ein bisschen zu viel Staub und Textil-Härchen an. Viel einfacher ist es, den Deckel und den Boden nach der Reinigung im feuchten Zustand für kurze Zeit an den Fliesenspiegel über der Küchenzeile anzulehnen.

Zahlen, Daten, Fakten:
Maße der Burgerpresse: 30 cm x 30 cm x 2,8 cm
Pattie-Durchmesser 12,5 cm (4 x)
Pattie-Höhe 16 mm (+/- 2 mm)
Pattie-Gewichte: 170 – 250 g
Temperaturbeständigkeit: -40°C bis 230°C
Lebensmittelechtheit: ja
Geeignet für: Backofen, Mikrowelle, Spülmaschine, Gefrierschrank/-fach
Preis: 29,99 EUR

Doppelter Daumen hoch für die innovative und sehr flexible Vierfach-Burgerpresse von Moesta-BBQ.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Patties formen und Burger bauen.

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Produkt-Tipp: ZapfenZünder

Vor kurzem ereilte mich die Anfrage, ob ich Lust hätte den ZapfenZünder zu testen.
Nach schneller Internet-Recherche wusste ich, dass es sich dabei um einen Anzünder handelt, welcher beim Entzünden von Holz, Briketts oder Holzkohle im Kamin, Ofen oder Grill Anwendung finden soll.

Bei meiner Zusage war ich ehrlich gesagt relativ skeptisch, was diese „speziellen“ ZapfenZünder so ausmachen machen sollen aber meine Neugierde siegte. Ich wollte es unbedingt wissen!

Wenige Tage später erhielt ich die Lieferung. Eine Papiertüte mit 10 ZapfenZündern.

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Der ZapfenZünder ist vollbiologisch. Er besteht aus einem Fichtenzapfen, der mit Recyclingpappe und einem Hanfband umwickelt wurde. Anschließend wurde er in einem geschützten Verfahren in Wachs gekocht.

Der Zapfenzünder wird kurz mit einem Feuerzeug oder einem Streichholz entzündet und brennt anschließend lichterloh.

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Perfekt für meinen Megamaster Braai 1200, der durch Zuhilfenahme des Ambermakers mit Holz betrieben wird.

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Die Brenndauer wird auf über 10 Minuten angegeben. Diese Angabe kann ich selbst bei niedrigen Außentemperaturen von unter 0 Grad Celsius bestätigen. Nach dem Anzünden, wird der ZapfenZünder ganz einfach unter den Ambermaker geschoben.

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Durch die lange Brenndauer und den hohen Temperaturen, wird das Holz garantiert sicher entzündet. Auf ein späteres Kontrollieren kann getrost verzichtet werden.

Je nach Abnahmemenge liegt der Preis eines ZapfenZünders zwischen 35 Cent und 40 Cent. Die Papiertüte mit 10 ZapfenZündern liegt bei 3,99 EUR. Zum Entzünden des Megamaster Braais 1200 benötigte ich nur einen einzigen ZapfenZünder.

Nebenbei – die Tüte ZapfenZünder sieht toll aus und lässt sich auch ideal verschenken!

Hätte ich es nicht selbst getestet, würde ich es kaum glauben. Die „Dinger“ halten was sie versprechen. Daumen hoch und ein Blog-Artikel wert!

Infos und Bezug unter www.zapfenzuender.eu

GrillEye Thermometer Testbericht / Erfahrungbericht

Post aus dem Online-Shop derhobbykoch.de! Schon häufiger arbeitete bigBBQ.de mit dem erfolgreichen Landshuter Unternehmen, mit Know-how für alle ambitionierten Köche und Griller, zusammen. Umso mehr freute mich die Anfrage, ob ich als einer der ersten Blogs weltweit das neueste Grill-Thermometer, welches es zurzeit auf dem Markt gibt, testen möchte.

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Auf den Inhalt des Päckchens hatte ich schon einige Zeit lang gewartet und nun ist es endlich da. – Das nigelnagelneue Grillthermometer des ehemaligen Distributors des sehr bekannten iGrills. Das neue Thermometer der Firma G&C hört auf den Namen GrillEye.

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Der Inhalt besteht aus folgenden Teilen:
– 1 x GrillEye Thermometer
– 2 x GrillEye Fleisch-/Umgebungstemperatur-Fühler (Kabellänge ca. 115 cm)
– 2 x GrillEye Fühlerhalterung
– 2 x GrillEye Sonden-Halter für den Grillrost
– 2 x AA Batterien
– Bedienungsanleitung in Deutsch und Englisch

Ausgepackt sieht das ganze wie folgt aus:

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Zuallererst werden die beiden mitgelieferten Batterien in das von der Rückseite des Thermometers erreichbare Batteriefach eingelegt. Dieses lässt sich ohne Zuhilfenahme von Werkzeug öffnen. Auf der Rückseite befindet sich des Weiteren oben rechts der Alarmlautsprecher und unten links der AN/AUS-Schalter.

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In dem Lieferumfang des Geräts sind zwei GrillEye Temperatur-Fühler enthalten. Diese können wahlweise zur Ermittlung der Temperatur für Fleisch- oder der Umgebungstemperatur verwendet werden. Die Temperatur-Fühler sind jeweils auf den beiden GrillEye Fühlerhalterungen aufgewickelt.

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Um den Temperatur-Fühler zur Messung der Umgebungstemperatur des Grillraums zu verwenden, werden die GrillEye Sonden-Halter auf den Grillrost geklemmt und die Temperatur-Fühler in dessen eingesteckt.

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Die Batterien sind eingelegt und die Temperatur-Fühler ausgepackt. Durch den beweglichen Aluminium-Bügel lässt sich das GrillEye aufrecht stellen.

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An dem GrillEye lassen sich 6(!) Temperatur-Fühler gleichzeitig anschließen! Dazu sind jeweils drei durchnummerierte Klinken-Buchsen auf der linken sowie auf der rechten Seite vorgesehen. Des Weiteren besitzt das GrillEye in der unteren Mitte der Gehäusefront einen Kopplungsbutton.

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Das GrillEye ist nun startbereit und das SmartPhone (iPhone 7) liegt bereit.

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Sobald das GrillEye eingeschaltet ist, symbolisiert es durch eine im 5-Sekundentakt blinkende grüne Diode im Display seine Bereitschaft und zeigt unmittelbar die Ist-Temperatur des jeweiligen Fühlers an. Die Temperaturen werden im 2-Sekundentakt (nicht wie angegeben im 5 Sekundentakt) angezeigt. Während der Temperaturwert von Fühler „1“ im Display angezeigt wird, leuchtet die rote Diode an Buchse „1“. Bei Fühler „2“ leuchtet die rote Diode an der Buchse „2“ usw. Da ich die obigen, bisher gezeigten Bilder mit einem Blitzlicht aufgenommen habe, werden leider die Display-Werte „ausgeblitzt“. Aus diesem Grund wechsele ich in diesem schlecht beleuchteten Raum gelegentlich auf das iPhone und fotografiere blitzlos.

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Nachdem die für iOS und Android kostenlos erhältliche Smartphone-App „GrillEye“ installiert und aufgerufen wurde, zeigt sie sich nach dem Start mit folgendem Bild.

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Bluetooth ist am Smartphone aktiv, das GrillEye ist eingeschaltet und nun kann der „Start“-Button in der App betätigt werden.

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Sobald das GrillEye gefunden wurde, wird der Benutzer aufgerufen, den „Kopplungsbutton“ am Gerät zu betätigen. Währenddessen leuchtet eine weiße Diode im Display des GrillEyes.

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Anschließend wird die erfolgreiche Kopplung durch die App bestätigt.

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Nachdem der „Fertig“-Button betätigt wurde, werden umgehend die Temperaturen der jeweiligen Fühler in der App angezeigt.

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Drückt man auf das jeweilige ausgegraute Uhr/Wecker-Symbol, kann ein individueller Time eingestellt werden.

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Nach der jeweils abgelaufenen Zeit schlägt die App laut Alarm und symbolisiert diesen zusätzlich visuell auf dem Bildschirm.

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Auf dem jeweils ausgegrauten Temperatursymbol des Home-Screens kann eine gewünschte Temperatur vorgegeben werden.

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Die jeweiligen Kategorien besitzen zum Teil noch einmal Unter-Kategorien, wie z. B. das Rind.

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Die jeweils vorgegebene Temperatur wie z. B. „Schwein (74 °C)“ lässt sich sowohl auf dem Home-Screen der App ersehen…

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…als auch auf dem GrillEye-Display, klein im unteren Bereich.

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Selbstverständlich lässt sich auch jede vorgegebene Temperatur ganz individuell modifizieren.

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Was nicht fehlen darf, ist die Vorgabe eines bestimmten Temperaturbereichs. Sobald dieser Bereich verlassen wird, sendet das Smartphone einen Alarm.

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Des Weiteren lässt die App es zu, den Temperaturverlauf des jeweiligen Fühlers aufzuzeichnen.

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In den Optionen der App lassen sich die ausgelösten Alarm-Meldungen auslesen sowie noch einige Einstellungen tätigen.

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Soviel zur Theorie – auf zum Praxistest.

Zu diesem Zweck füllte ich einen Wasserkocher mit Wasser und tauchte die beiden GrillEye Temperaturfühler sowie als Referenzgerät, ein SuperFast Thermapen 3, in das Wasser.

Sowohl im unteren Temperaturbereich…

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…als auch in einem etwas höheren Temperaturbereich zeigten alle Temperatur-Fühler nahezu die gleichen Ergebnisse an.

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Spätestens nachdem das Wasser eine Temperatur von 100 °C angenommen hatte, konnte auf allen Displays das gleiche Ergebnis abgelesen werden.

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Zum Schluss testete ich noch einmal die Reichweite der Bluetooth-Verbindung. Als Erstes legte ich das Thermometer in den Schuppen und wanderte gemächlich durch alle Räume unseres Hauses. – Die Verbindung war stets vorhanden. Als Nächstes ging ich nach draußen und wanderte die Straße entlang. Erst nach ca. 100 Metern brach die Verbindung zusammen. Dieser Zustand wurde mir durch die App mit einem Alarm gemeldet.

Anschließend prüfte ich, ob es auch schon eine Apple Watch App gab. Die Recherche ging leider negativ aus. Nachdem ich den gesamten Test erfolgreich beendete, wollte ich das GrillEye mit eingesteckten Temperatur-Fühlern in meine Grill-Zubehör-Schublade legen. Leider fiel mir dabei auf, dass sich bei eingesteckten Klinkensteckern der Alu-Bügel nicht mehr in die Grundposition bringen ließ und das Thermometer aus diesem Grund unnötigerweise zu viel Platz einnahm. – Aber ja doch, dass ist klagen auf hohem Niveau.

Fazit
Wie sagt man so häufig? – Das Gerät tut das, wozu es gebaut wurde – und das mit Bravur. Die Highlights des Geräts sind ganz klar folgende:
+ 6(!) Temperaturproben gleichzeitig (dazu müssen 4 zusätzliche Temperatur-Fühler erworben werden)
+ Sehr übersichtliches Display in der App und am GrillEye
+ Gleichzeitige Anzeige von Soll- und Ist-Temperatur; im 2-Sekundentakt je Temperatur-Fühler
+ Sehr stabile hochwertig verarbeitete Temperatur-Fühler, die individuell als Kern- oder Umgebungstemperatur-Fühler eingesetzt werden können
+ Die Griffe der Temperatur-Fühler sind durchgängig aus Metall
+ Die Temperaturfühler messen Temperaturen bis 300 °C und halten bis 380 °C aus
+ Die Temperaturfühler dürfen mit Wasser in Berührung kommen und sollen laut Hersteller keinen Schaden von sich tragen
+ Stabile Bluetooth-Verbindung bis zu 100 Meter Reichweite, in Abhängigkeit von z. B. Wänden
+ Sehr einfach zu bedienende App
– Keine Apple Watch App

Durch die vielen Pluspunkte empfehle ich das GrillEye ausnahmslos! Das GrillEye kann zu einem Preis von 89,99 EUR hier erworben werden.
Ein weiterer „Grill Eye Temperaturfühler 2 in 1“ schlägt z. B. mit 19,99 EUR zu buche.

Vielen Dank an derhobbykoch.de für das Testgerät!

Weber Summit Charcoal Unboxing

Habt ihr schon einmal etwas vom neuen Weber Summit Charcoal gehört? Die meisten Spezialisten unter euch kennen ihn wahrscheinlich schon längst! Allen anderen möchte ich ihn hiermit vorstellen.

Als Weber am Mittwoch, dem 6. April 2016 um genau 18.00 Uhr erstmals den Summit Charcoal vorstellte, stockte mir erst einmal der Atem. Als einer der größten Weber Kugelgrill-Fans konnte ich meinen Augen kaum trauen, dass es Weber anscheinend gelungen ist, die altbewährte Kugel so sehr weiterzuentwickeln, dass sie u. a. die positiven Eigenschaften eines Keramikgrills (geringer Kohleverbrauch, langanhaltende niedrige Temperaturen) mit der altbewährten Qualität, Bau- und Funktionsweise eines Weber Kugelgrills vereint.

Sehr kurz zusammengefasst, bietet der Summit Charcoal die vielfältigen Zubereitungsvarianten wie Slow Cooking, räuchern sowie indirektes und direktes Grillen, auf einer sehr großen Grillfläche von 61 cm in Perfektion an – aber dazu in mehreren folgenden Berichten Ausführlicheres.

Mit dem Kauf des Weber Summit Charcoals für 1.990 EUR, wird übrigens der Grill vom Fachhändler kostenlos geliefert und aufgebaut. Damit nicht genug, denn zu diesem Service gehört des Weiteren eine Kurzeinweisung und ein Gutschein über einen Summit Charcoal Grillkurs in einer Weber Grill Academy. Um die einzelnen Schritte des Grill-Zusammenbaus ganz in Ruhe für euch dokumentieren zu können, durfte ich die Montage selbstständig durchführen.

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Nach dem Öffnen des riesigen Kartons, sah man den von Weber-Produkten gewohnt aufgeräumten Inhalt. Jedes der enthaltenen Teile war sorgfältig in einzelnen Folien und Kartons verpackt.

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Wie ihr es aus meinen vielen Unboxing-Artikeln kennt, habe ich euch auch in diesem Fall zuvor alle Einzelteile ausgepackt und übersichtlich auf einem Gesamtbild dargestellt.

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Erstaunlicherweise werden, wie beim „normalen“ Kugelgrill, nur sehr wenige Schrauben zum Zusammenbau verwendet. Das einzige Werkzeug welches vonnöten ist, liegt dem Karton bereits bei.

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Um sich einen groben Überblick zu verschaffen, wurde von mir flugs die Bedienungsanleitung studiert. Diese liegt dem Grill in Deutsch, Dänisch, Norwegisch, Englisch, Spanisch und Französisch bei. Außerdem wird eine kaschierte Kurzanleitung in den jeweiligen Sprachen mitgeliefert, die die grundlegenden Schritte zum Vorbereiten auf direktes und indirektes Grillen sowie Räuchern darstellt.

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Gestartet wurde mit dem arretierbarem Laufrad, welches kräftig auf das Ende des Laufradbeins gesteckt wird.

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Nun wurden die Radbeine auf den Kesseltragering geschraubt und die Standbeinrahmen-Stützen, die Achse sowie die Räder installiert. Das Ganze bewerkstelligte ich sicher auf den leeren, geschlossenen Karton.

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Nun wurden auf dem Kesseltragering die 3 Kesselabstandshalter gesteckt und das Ablage-Drahtgestell sowie der Grillbesteckhalter eingehängt.

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Als Nächstes wurde der Zündkasten an den Kesseltragering geschraubt und später dessen Schutzfolie abgezogen.

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Bevor der Kessel in den Kesseltragering gestellt werden konnte, musste zuvor der von den normalen Kugelgrills bekannte Haltering für den Aschebehälter eingehängt werden.

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Nun erfolgte die Hochzeit. – Der Motor (Kessel) wurde in das Fahrgestell gesetzt. Anschließend wurden u. a. die Kabel vom am Kessel verbundenen Brenner im Inneren des Zündkastens angeschlossen.

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Dann wurde mit 3 Schrauben das hinten liegende Deckelscharnier angeschraubt, der Deckel auf den Kessel gesetzt, korrekt ausgerichtet und mit weiteren 4 Schrauben gesichert. Wie man auf dem folgenden Bild erkennt, war der Deckel sehr beschlagen, da zur Zeit des Aufbaus Außentemperaturen von –3 Grad Celsius herrschten.

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Zu guter letzt wurden die beiden Holzkohlekörbe auf den Kohlerost gesetzt, der mittlere Tragering eingehängt…

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…die Diffuser-Platte (Verteilerplatte) aufgelegt…

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…und schlußendlich der GBS-Grillrost aus Edelstahl aufgelegt. Fertig ist der Aufbau!

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Der wuchtige Deckel lässt sich durch das sehr kräftige Deckelscharnier sehr leicht öffnen und schließen.

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Eine Anekdote zum Schluss: Um an diesem sehr kalten späten Dezember-Nachmittag noch einigermaßen ansehnliche Bilder fotografieren zu können, baute ich den Grill auf unserer Hofauffahrt auf, um ihn später durch den Schuppen in den Garten zu fahren. Das ich mich anschließend wie ein Schildbürger fühlte, könnt ihr sicherlich verstehen wenn ich euch erzähle, dass er weder durch die Schuppen-Tür noch durch die Haupteingangstür, geschweige denn durch den kleinen Gang um unser Haus passte.

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Nachbarschaftshilfe sei Dank, dass wir den ca. 51 kg schweren Boliden über die mannshohe Hecke unserer Grundstücksgrenze hievten. Am nächsten Morgen konnte ich ihn dann bei frühem Sonnenschein unter meiner zurzeit noch im Bau befindlichen Grillüberdachung bewundern.

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Ich muss sagen, dass der Weber Summit Charcoal bei erster Betrachtung per se einen unfassbar wertigen Eindruck hinterlässt. Um das zu erkennen, muss man ihn unbedingt einmal in Natura gesehen haben. Bei genauerem Hinschauen erkennt man ausschließlich hochwertig verbaute Materialien. – Eigentlich viel zu schön, um ihn in Betrieb zu nehmen. ;-)

Freut euch auf meine nächsten Berichte, der „Beschreibung der einzelnen Setups für das direkte und indirekte Grillen sowie des Räucherns“, „der Inbetriebnahme“ und unendlich viele Rezepte!

Dry Aged Steak im Wolfgangs Style mit Kerrygold Butterschmalz (Sponsored Post)

Habt ihr schon das neue Kerrygold Original Irisches Butterschmalz aus Weidemilch ausprobiert? Nein? – Dann solltet ihr das so schnell wie möglich nachholen. Kerrygold bietet seinen Kunden zurzeit die Möglichkeit, dass vielseitige Bratfett für Gourmets und Hobbyköche kostenlos zu testen.

Produkttester gesucht!

Ich hatte die Möglichkeit mir ebenfalls ein Päckchen Kerrygold Butterschmalz schicken zu lassen und habe dieses ausgiebig getestet. Aussagekräftig für die Produktqualität von Bratpfanne und vor allem Butter sind krosse Bratkartoffeln und perfekt gegarte Steaks. Aus diesem Grund wählte ich Wolfgang Zwieners Steak-Zubereitungsart aus dem berühmten New Yorker Wolfgangs Steakhouse. Bei dieser interessanten Methode, werden dem Steak beim scharfen Anbraten beidseitig Röstaromen verliehen und das Fleisch anschließend in Tranchen geschnitten. Danach werden die Tranchen aufrecht in eine Garschale gestellt und in Butter bzw. in Butterschmalz gegart.

Zutaten
Dry Aged T-Bone-Steak
Kerrygold Original Irisches Butterschmalz aus Weidemilch
Kartoffeln
Zwiebeln
2 Zweige Rosmarin
Gemüse nach Wahl
frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
Meersalz

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In einer Eisenpfanne eine großzügige Menge Butterschmalz schmelzen lassen und auf hohe Temperatur heizen.

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Das Dry Aged T-Bone-Steak jeweils für ca. 90 Sekunden von beiden Seiten braten. Obwohl der Butterschmalz sehr heiß war, spritzte es so gut wie garnicht.

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Nach dem scharfen Anbraten das Steak zum Tranchieren auf ein Schneidbrett legen. Die in sehr kurzer Zeit gewonnenen Röstaromen sehen schonmal sehr vielversprechend aus!

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Nun wird mit einem sehr scharfen Messer das Filet und das Roastbeef vom Knochen getrennt und anschließend das Fleisch in Tranchen geschnitten.

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Das Steak inklusive des Knochens in eine Garschale legen, großzügig auf und zwischen den Tranchen mit flüssigem Butterschmalz übergießen und im Grill bei geschlossenem Deckel bei einer Gartemperatur von ca. 150°C bis zu einer Kerntemperatur von ca. 54°C garen. Zum leichten Parfümieren des Fleisches können noch zwei Zweige Rosmarin hinzugefügt werden.

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Während das Fleisch in der Garform langsam auf Temperatur kommt, wird die noch heiße Eisenpfanne wiederholt mit Butter versehen, um bei mittlerer Temperatur die Bratkartoffeln zu braten und zugleich die Prinzessbohnen im Speckmantel auf den Grillrost zu legen. Sobald die ersten Bratkartoffeln Farbe angenommen haben, werden die Zwiebeln hinzugefügt.

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Nur noch wenige Minuten, dann sind alle Speisen des Menüs gleichzeitig fertig.

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Die Bratkartoffeln sehen schon richtig klasse aus und müssen nur noch mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, Meersalz und ggf. mit Kräutern abgeschmeckt werden.

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Fertig ist das relativ einfache aber unwahrscheinlich leckere Menü mit dem ganz besonderen Pfiff.

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Das Dry Aged T-Bone-Steak war geschmacklich der absolute Knaller. Leckere Röstaromen von außen und saftigstes Fleisch von innen. Der leicht nussige Geschmack vom Dry Aged Beef wurde durch den Butterschmalz noch einmal intensiviert. Die Bratkartoffeln waren ebenfalls mehr als köstlich. – Von außen kross, von innen immer noch sehr weich und geschmacklich angenehm buttrig. – So muss meines Erachtens eine Bratkartoffel schmecken!

Laut Herstellerangaben ist Kerrygold Butterschmalz ein reines Naturprodukt und frei von Laktose (<0,1%), Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und Emulgatoren. Kerrygold Butterschmalz ist übrigens nicht nur zum nahezu spritzfreien Braten bei hohen Temperaturen bis 205 Grad geeignet, sondern auch zum Kochen, Backen und Frittieren. Ein weiterer Pluspunkt ist die sehr lange Haltbarkeit, selbst ungekühlt. Auf meinem Päckchen stand das Haltbarkeitsdatum 05/2017, also ist es mindestens 8 Monate haltbar!

Ich kann Kerrygold Original Irisches Butterschmalz aus Weidemilch uneingeschränkt empfehlen.
Überzeugt auch ihr euch davon und werde Produkttester!

Megamaster Braai 1200 Unboxing & Einbrennen

Die Grill- und BBQ-Insider unter euch wussten wahrscheinlich schon sofort beim Lesen des Artikel-Titels, um welches Grill-Gerät es sich beim Megamaster Braai 1200 handelt. Für diejenigen unter euch, die mit der Bezeichnung überhaupt nichts anfangen können, möchte ich ein paar einleitende Worte finden.

Ihr erinnert euch doch sicherlich an meinen Südafrika-Besuch Anfang September 2016. Dort war ich zusammen mit drei anderen Food- und Grill-Bloggern zur National Braai Tour 2016 eingeladen. Diese Tour ist in Südafrika mittlerweile sehr populär und leitet quasi den National Braai Day (24.09.) ein. Spätestens an diesem Tag in jedem Jahr, läuten die Südafrikaner die Grill-Saison ein. By the way: In Südafrika ist im September Frühlingsanfang. Braai ist also sehr vereinfacht ausgedrückt das südafrikanische Wort für das deutsche Grillen oder das amerikanische Barbecue, aber es ist auch das Wort für das eigentliche Grill-Gerät, dem Braai.

Beim Braai wird gänzlich auf Holzkohle oder Briketts verzichtet, stattdessen findet trockenes Feuerholz Anwendung. Dieses Holz wird oft in einem meist separaten feuerfesten Behälter (Ember maker, Glutmacher o. Kohlenmacher) entzündet und heruntergebrannt. Über die daraus gewonnene Kohle wird schlussendlich das Essen gegart. Die Südafrikaner zelebrieren das stete Feuermachen in geselliger Runde und legen nach und nach, meist über viele Stunden, ihr Grillgut auf den Rost und bestücken den Braai immer wieder mit neuen Holzscheiten. Auch nach der eigentlichen Essenszubereitung wird der Braai weiter befeuert, um sich zu einer geselligen Runde am offenem Feuer zu versammeln.

Während meines Südafrika-Aufenthaltes sind mir folgende Braai-Typen aufgefallen. Eigenbauten aus alten LKW-Felgen, mobile Braai in Form von kleinen Stahl-Kästen, große Braai mit integriertem „Kohlenmacher“, gemauerte autarke Braai und ins Mauerwerk eingelassene Braai mit innenliegendem Schornstein.

Seit nun etwas mehr als einem Jahr werden Braais u. a. auch in den Niederlanden und in Deutschland immer populärer. Maßgeblich verantwortlich für den deutschen Braai-Boom ist das Bad Salzuflener Unternehmen BBQ-Scout GmbH. Die BBQ-Scout GmbH vertreibt Braais des Südafrikanischen Unternehmen Megamaster, wie z. B. den Megamaster Braai 1200. Ich habe es der BBQ-Scout GmbH zu verdanken, dass ich seit dieser Woche fortan mit dem Megamaster Braai 1200 grillen oder sagen wir vielleicht „braaien“ darf. ;-)

Getreu nach dem Motto: „Vorfreude ist die schönste Freude“, sehnte ich den Tag der Lieferung herbei. – Endlich war es so weit. Pünktlich zum vereinbarten Termin wurde die ca. 260 kg schwere und prall gefüllte Euro-Palette per Spedition bei bigBBQ.de angeliefert. Leider war es schon spät am Tag und wir hatten es schon Mitte Oktober, ein Umstand, der die Tage bereits extrem kürzer werden ließ. Trotzdem hatte ich mir an diesen späten Nachmittag, mitten in der Woche nach der Arbeit, vorgenommen, den Braai aufzustellen und selbstverständlich auch in Betrieb zu nehmen. – Ob Dunkelheit, Regen oder Sonstiges, da mag kommen was wolle! ;-)

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Nachdem die Palette von der Folie befreit wurde, nahm ich den querliegenden Schornstein herunter und fing an, jedes einzelne Teil vom Verpackungsmaterial zu befreien.

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Auf dem folgenden Bild präsentiere ich alle enthaltenen Teile auf der Grundstückseinfahrt.

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Nachdem im Garten ein geeigneter Aufstellplatz gefunden war, wurde unter Zuhilfenahme einer Wasserwaage das einteilige Gestell auf einer planen Ebene ausgerichtet.

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Unter dem Gestell wird der Boden für das Feuerholz gestellt.

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Nun wird mit Hilfe einer zweiten Person der eigentliche Korpus des Braais auf das Gestell gesetzt und mittig ausgerichtet.

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In dem Korpus wird wiederrum mit Hilfe einer zweiten Person der Garraum geschoben.

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Bevor der Schornstein auf den Korpus gesetzt wird, müssen noch 2 Edelstahlkugeln in das Aufnahmeröhrchen des Schornsteins für den Wetterhahn gelegt werden. Diese Kugeln lassen den Wetterhahn barrierefrei bei Wind drehen.

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Der schwere massive Kohlenmacher wird in die dafür vorgesehene Führung des Garraums eingehängt.

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Es folgen die beiden Grillroste, jeweils links und rechts neben dem Kohlenmacher.

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Nun wird auf der linken Seite die Ascheschublade und auf der rechten Seite der Ofeneinsatz zum Garen oder Warmhalten von Speisen, wie z. B. Brot,  hereingeschoben.

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Die vordere untere Abdeckung wird ganz einfach in die dafür vorgesehene Aufnahme des Korpus gehängt. Damit diese auch als Ablagetisch fungiert, werden die beiden mitgelieferten Ketten im oberen Bereich des Korpus eingehängt.

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Die kleine mitgelieferte Metallplatte deckt den Asche-Auswurf zur Entsorgung der Asche ab.

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An der linken Innenseite des Garraums ist ein Schwenkarm zur Aufnahme eines Potjies (gusseiserner Topf, ähnlich dem eines Dutch Ovens).

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Zum Schließen der vorderen Abdeckung, wird diese hochgeklappt und anschließend der Haken an der Innenseite der Abdeckung über einen Bolzen im Garraum eingehängt.

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Und schon ist der Megamaster Braai 1200 vollständig aufgebaut.

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Im geschlossenen Zustand sieht der Braai im Übrigen wie folgt aus.

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Bevor die ersten Speisen zubereitet werden, muss der Braai unbedingt zuerst eingebrannt werden. Das ist unwahrscheinlich wichtig und umbedingt zu beachten, denn nur so kann die Pulverbeschichtung auf dem Korpus eine viel längere Haltbarkeit erreichen. Dazu füllt man den Kohlenmacher mit senkrecht stehenden Holzscheiten und zündet diese mit drei unter dem Kohlenmacher liegenden Anzündwürfeln an. Nun heißt es Feuer frei!

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Nachdem der Braai ca. 2 Stunden lang extreme Hitze entwickelt hat, hörte es auch schlagartig auf nach verbrannten Produktionsresten zu riechen, sodass relativ spät am Abend die ersten Würstchen und später auch die ersten Steaks auf den Grillrost gelegt werden konnten. Damit ausreichend Glut unter dem Grillrost kommt, wird mit dem mitgelieferten Schürhaken in der unteren dafür vorgesehenen Öffnung des Kohlenmachers einfach das verbrannte Holz, sprich die Kohle, abgeschürt und unter das Grillgut geschoben. Abnehmer für das Essen gab es an diesem späten Abend zur Genüge, denn so manch aufmerksamer Nachbar sah schon von weitem den aufsteigenden Rauch aus dem Garten und gesellte sich anschließend mit uns um das offene Feuer.

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An diesem Abend stellte sich heraus, dass mein vorhandenes Buchen- und Eichenholz noch etwas zu groß war und es aus diesem Grund zu lange gedauert hatte, perfekte Kohle zu produzieren. Nachfolgend die Größe der Holzscheite am Abend der Erstbenutzung.

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Selbst ist der Mann. – Kurzum spaltete ich das vorhandene Holz noch ein oder ggf. zwei weitere Male, um Holzscheite zu erhalten, die dem Feuer mehr Angriffsfläche bieten und mit denen schneller Kohle zu gewinnen war. Übrigens, die Südafrikaner verwenden typischerweise Holz vom Kameldornbaum.

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An den folgenden Tagen wurde mit den dünneren Holzscheiten bereits jeweils mittags der Braai befeuert. Die Ergebnisse waren wie sie sein sollten und überzeugten mich! Nach spätestens 30 Minuten konnte das erste Grillgut aufgelegt werden. Nachfolgend ein paar Bilder meiner ersten Braai-Sessions. In späteren Artikeln wie immer Ausführlicheres.

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Einige Zahlen, Daten und Fakten zum Megamaster Braai 1200 von BBQ-Scout GmbH:

– 2 Grillroste: je 48 x 45 cm
– Backofen/Schublade: ca. 90 x 44 x 10 cm (BxTxH)
– Ascheauffang-Schublade: ca. 24 x 44 x 5 cm (BxTxH)
– Produktabmessung Braai 1200 ohne Schornstein: ca. 128 x 56 x 93 cm (BxTxH)
– Höhe inkl. Untergestell: ca. 173 cm
– Höhe Schornstein inkl. Schornsteinblende: ca. 168 cm
– Gesamthöhe: ca. 340 cm
– Versandgewicht: ca. 250 kg
– Gewicht inkl. Untergestell und Schornstein: ca. 220 kg
UVP des Herstellers: 1.799,00 €

Fazit

Die Lieferung des Megamaster Braai 1200 per Spedition verlief völlig unproblematisch und sehr pünktlich. Der Aufbau des Braai gelang spielerisch, jedoch sollte er von zwei kräftigen Personen erledigt werden, da die Einzelteile gewichtsmäßig sehr schwer sind.
Der Megamaster Braai 1200 ist ein echter Bolide, der laut Herstellerangaben ca. 220 kg auf die Waage bringt und sage und schreibe ca. 3,40 m hoch ist. Die 3 mm starken Materialien und die gute Verarbeitung erwecken den Anschein, dass er für die Ewigkeit gebaut wurde.
Das offene Feuer des Braais zieht unwahrscheinlich viele Interessierte an. Der Schürhaken war während meiner ersten Braai-Sessions stets in den Händen der Gäste, da Jedermann immer wieder Kohle aus dem Kohlenmacher schüren wollte.
Ob backen von Braai Broertjes, oder „grillen“ von Steaks – die Ergebnisse waren alle samt perfekt.
Optisch ist der Megamaster Braai 1200 ein echter Hingucker, da man den auf dem sehr hohen Schornstein drehenden Wetterhahn bei uns in der Nachbarschaft schon aus weiter Ferne sieht.
Back to the roots. – Das Zubereiten von Speisen am Braai ist ein unvergessliches Erlebnis und einfach unvergleichlich. Für mich ist ein absoluter Traum in Erfüllung gegangen.
Freut euch auf viele spannende, teils typisch südafrikanische Rezepte vom Megamaster Braai 1200!

Kochzauber.de-Grillbox 2016 im Test

Stellt euch folgende Situation vor: Der vereinbarte Grill-Termin mit euren Freunden bei euch zu Hause naht und ihr wollt eure Gäste mit einem abwechslungsreichen Grillbuffet verwöhnen. Leider fallen euch zurzeit weder Grill-Rezepte ein, noch habt ihr die Zeit einkaufen zu gehen. Die Lösung ist näher als ihr denkt: kochzauber.de – Kochzauber kümmert sich in einem solchen Fall um alles.

Neben wöchentlich wechselnden Kochboxen mit jeweils 3 unterschiedlichen Gerichten und speziellen Schwerpunkten wie z. B. „Veggie“, „Kleine Helden“, „weightwatchers“ u. v. m., bietet Kochzauber saisonal u. a. auch eine sogenannte Adventsbox und eine Grillbox an. Eine solche Kochbox mit Schwerpunkt „Grillen“ habe ich mir schicken lassen und ausführlich getestet.

Nachdem die Grillbox auf der Kochzauber-Website bestellt wurde, erfolgt die versandkostenfreie Lieferung der Frische-Kochbox nach Wunschtermin wahlweise zum Mittwoch, Donnerstag oder Freitag.

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Die gekühlten Zutaten, wie z. B. Fleisch und Milchprodukte, waren in einer mit Eis gekühlten und sehr gut isolierten speziellen Kühltasche verpackt. Alle Zutaten werden ausschließlich in Bio-Qualität geliefert.

Folgende Zutaten (für 4 – 6 Personen) waren enthalten:
2 x 200 g Rumpsteak, 2 Hähnchenbrüste, 2 x 200 g Schweinenackensteak, 300 g Rostbratwürstchen
Mini-Romana, Grillsauce, bunte Cocktailtomaten, Kürbiskerne, Zucchini, Hirtenkäse, rote Zwiebel, Oregano, Butter, Tomatenmark, Schalotte, Bergpfirsiche, Basilikum, Caribbean Jerk, Southern Rub, Petersilie, Limette, 4 x Vanillejoghurt, Senf, Thymian, Rosmarin, Knoblauch, 2 x Steinofenbaguettes und 2 x Tomatenmark

Folgende Basiszutaten solltet ihr zuhause haben:
Balsamicoessig, Öl, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Zucker

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Des Weiteren befanden sich in der Box eine Packliste, eine Anleitung zur Entsorgung des Verpackungsmaterials, ein Ablaufplan und 5 folgende Rezepte:
– Fleischmarinaden für karibische Hähnchensteaks und würzige Schweinenackensteaks
– Tomaten-Basilikum-Grillbutter mit einem Hauch Limette
– Mediterrane Gemüsepäckchen mit Hirtenkäse
– Bunter Salat mit Cocktailtomaten, Pfirsichen und karamellisierten Kürbiskernen
– Gegrillter Bergpfirsich mit Vanillejoghurt, Kürbiskernkrokant und Basilikum

Für eine stressfreie Vorbereitung und dem richtigen Ablauf am Grill, liegt der Box ein Ablaufplan bei. Die Zubereitung der einzelnen Gerichte wird auf den Rezeptkarten mit 2 x 10 min., 2 x 25 min. und 1 x 20 min. angegeben. Ich hatte die geschätzte Vorbereitungszeit von 90 min. zusammen mit meiner Frau in etwas mehr als einer dreiviertel Stunde (2 x ca. 45 min.) erledigt.

Als Erstes wurden die Schweinenackensteaks und die Hähnchensteaks entsprechend klein geschnitten und zusammen mit etwas Olivenöl und dem jeweils dafür vorgesehenen Gewürz zum Marinieren in Gefrierbeutel und anschließend zum Durchziehen in den Kühlschrank gelegt.

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Für die Tomaten-Basilikum-Grillbutter die Butter schaumig schlagen und anschließend die im Rezept genannten Zutaten hinzufügen.

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Für die mediterranen Gemüsepäckchen mit Hirtenkäse alle im entsprechendem Rezept genannten Zutaten schneiden.

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Anstelle die Zutaten in Alufolie-Schiffchen zu garen, verwendete ich eine gusseiserne Pfanne.

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Auch der bunte Salat mit Cocktailtomaten, Pfirsichen und karamellisierten Kürbiskernen ließ sich im Vorfeld ganz einfach nach der Rezeptkarte zubereiten und das sei schon an dieser Stelle verraten: Er schmeckte unglaublich lecker!

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Kurz bevor unsere beiden Gäste eintrafen, haben wir die Würstchen und das Fleisch aus dem Kühlschrank geholt. Die Qualität des Fleisches war, wie auch alle übrigen Zutaten, absolut tadellos und frisch.

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Entgegen den Anweisungen auf der Rezeptkarte, fädelten wir die Hähnchenbrustfilets auf Spieße.

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Nun ging es an die Vergrillung. Als erstes wurde die gusseiserne Pfanne mit dem mediterranen Gemüse und Hirtenkäse auf dem Rost des Gasgrills gestellt und ca. 15 Minuten lang mit mittlerer Temperatur gegart. Dann wurden zuerst die Würstchen und anschließend die anderen Gerichte, bis auf das Rindfleisch, aufgelegt.

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Die Grillplatte konnte sich sehen lassen.

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Auch das Steinofenbaguette und das mediterrane Gemüse mit dem Hirtenkäse war zur selben Zeit fertig.

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Während die ersten Teller mit den jeweiligen Speisen nach Wunsch belegt wurden…

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…grillte ich zwischendurch noch kurz die beiden Rumpsteaks. Übrigens, die mitgelieferte Australian Original BBQ Sauce passte geschmacklich sehr gut zum Gesamtbild.

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Zu guter Letzt wurden die Bergpfirsiche gegrillt und zusammen mit dem Vanillejoghurt, Kürbiskernkrokant und Basilikum serviert.

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Dieses umfangreiche Menü bereitete 4 Erwachsene und Kinder eine wahre Gaumenfreude und eine entspannte Grill- und Vorbereitungszeit.

Alle Zutaten wurden in Bio-Qualität angeliefert. Jede Speise schmeckte uneingeschränkt frisch und lecker. Unsere Gäste hatten den Eindruck, als wenn wir uns im Vorfeld umfangreich mit den vielen Rezepten, dem Einkauf und den Vorbereitungen auseinandergesetzt hätten. Als wir ihnen erzählten, dass es sich bei diesem umfangreichen Menü um die Grillbox von Kochzauber handelt, kamen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus und wollten diese für ihre nächste Grillparty ebenfalls bestellen.

Wir alle waren uns einig, dass die Grillbox 2016 von Kochzauber.de die Summe von 59,90 Euro (inkl. Versand) allemal wert ist und empfehlen diese uneingeschränkt!

Da die Grillbox nur bis einschließlich September zu bestellen war, empfehle ich euch zurzeit die aktuelle Adventsbox mit 5 kreativen Rezepten, die ihr selbstverständlich auch in eurem Grill zubereiten könnt.

Grillplatte aus Edelstahl von Grillrost.com im Test

Die Firma Grillrost.com kennt ihr spätestens seit meinem Bericht über den fast einzigartigen Zusatzrost meines Big Green Eggs. Seitdem bin ich immer wieder in Kontakt mit dem innovativen Unternehmen, welche mich vor einigen Wochen auf ihre Grillplatte aufmerksam gemacht hatte. Eine solche Grillplatte ist sehr flexibel einsetzbar und auf ihr können die unterschiedlichsten Gerichte zubereitet werden. Nachfolgend nur einige wenige Beispiele:
– Meeresfrüchte – vor allem kleine Teile wie z. B. Schrimps
– Kleines, filigranes Gemüse wie z. B. Erbsenschoten, Pilze in Scheiben, grüner Spargel
– Bacon und dünn geschnittene edle Fleischtranchen (Kobe usw.)
– Pfannkuchen, Arme Ritte, Crêpes, Pan Cakes, Omeletts
– Spiegelei, Rührei
u.v.m.

Die Grillplatte wird in den beiden Größen 300 mm x 400 mm und 200 mm x 300 mm in einer Höhe von 36 mm angeboten. Die Stärke des verwendeten Edelstahls liegt durchgehend bei 4 mm. Das Gewicht der großen Grillplatte bringt stolze 4.750 g auf die Waage.
Grillplatte groß: 74,– Euro
Grillplatte klein: 69,– Euro

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Ich hatte die große Grillplatte einige Wochen im Test, die in meinem Weber Spirit Premium E-330 GBS perfekt über 2 Gasbrennern lag. Die fast 5 kg(!) schwere Grillplatte fühlt sich unwahrscheinlich massiv und wertig an. Die Falze sind sehr sauber verarbeitet und alle Ecken und Kanten waren glatt geschliffen.

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Wie ihr bereits aus einigen meiner vorherigen Berichte wisst, verwende ich bei (Grill-)platten zur Ausrichtung immer gerne eine kleine Wasserwaage, damit keine Flüssigkeit wie z. B. Fett, Öl oder Bratensaft in eine Ecke läuft.

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Nachdem die Grillplatte ca. 10 Minuten lang aufgeheizt wurde, konnte die Zubereitung des herzhaften Frühstücks beginnen. Ohne einen Tropfen Öl o. ä. zu verwenden, wurden die Baconscheiben auf die Grillplatte gelegt.

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Schon wenige Minuten später war das Fett ausgelassen und die Baconstreifen fingen an kross zu werden. – Zeit die ersten Würstchen aufzulegen.

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Die krossen Baconscheiben wurden zum Warmhalten an die Seite gelegt. Als Nächstes legte ich 2 Toastbrotscheiben auf die Grillplatte und übergoss diese mit Rührei. Bei dieser genialen Methode bleibt das in die Toastbrotscheiben eingezogene Rührei weich und saftig, hingegen die äußeren Flächen leicht angeröstet werden.

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Und schon war im Handumdrehen das perfekte herzhafte Frühstück fertig.

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Die anschließende Säuberung der Grillplatte war ein Kinderspiel. Schon ein paar Tropfen Spülmittel auf einem Topfschwämmchen mit etwas Wasser ließen die Platte wieder glänzen.

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Eine gern gesehene Zwischenmahlzeit ist in unserer Familie Pan Cakes mit Blaubeeren, welches Rezept hier nachzulesen ist. Damit die Pan Cakes goldbraun werden und nicht an der Grillplatte haften, wird die Platteplatte dünn mit Rapsöl eingepinselt.

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Der Teig benötigt bei einer heißen Grillplatte und geschlossenem Deckel weniger als 2 Minuten um aufzusteigen; die Pan Cakes können anschließend gewendet werden.

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Fertig ist die kleine Zwischenmahlzeit.

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Fazit
Die Grillplatte von Grillrost.com liegt massiv und wertig in den Händen. Sie benötigt zum Aufzuheizen in einem Gasgrill über zwei Brennern ca. 10 Minuten und speichert die Wärme über eine lange Zeit sehr gleichmäßig. Je nach Speise, brennt auf der Grillplatte unter Zuhilfenahme einiger Tropfen Rapsöl nichts an. Da nur sehr wenig Öl und Fett vonnöten ist, fließt bei einer perfekt ausgerichteten Grillplatte nichts durch die hinteren beiden Löcher. Die Grillplatte ist sehr flexibel einsetzbar, hat sich in meinen Tests und darüber hinaus bewährt und erweitert die Möglichkeiten an jedem Grill.