Gyros vom Drehspieß

Dutzende Male zubereitet. – Mit diesem Gyros-Rezept seid ihr definitiv auf der sicheren Seite!

Zutaten
1,5 – 2 kg Schweinenackensteaks, unmariniert (dünn geschnitten)
Alternativ: Kachelfleisch
2 sehr große Zwiebeln (1 x als Stopper auf dem Spiess, die andere zum Zerreiben)
2 TL Senfkörner
3 TL Koriander
3 TL schwarzer Pfeffer
2 TL Thymian, gerebelt
2 TL Chiliflocken
5 TL Salz
2 TL Cumin gemahlen (Kreuzkümmel)
2 TL gerebelter Majoran
3 TL gerebelter Oregano
3 TL Paprikapulver, edelsüß
0,25 TL Cayenne
2 TL Zwiebelpulver
1 Prise Zimt
500 g Joghurt
200 ml Olivenöl
4 frische Knoblauchzehen

Zuerst wird der Schweinenacken in dünne Scheiben geschnitten.

Alle trockenen Zutaten vermengen.

Eine Gemüsezwiebel reiben…

…und die 4 Knoblauchzehen klein schneiden.

Die trockenen Zutaten mit der zerriebenen Zwiebel, dem klein geschnittenen Knoblauch, dem Joghurt und dem Olivenöl vermengen und anschließend die Nackensteaks darin marinieren. Alles zusammen für ca. 24 Stunden im Kühlschrank einwirken lassen.

Am Tag der Vergrillung die Briketts von einem zu dreiviertel gefüllten Anzündkamin durchglühen lassen und anschließend jeweils eine Hälfte in den gegenüberliegenden, an den Außenwänden positionierten Holzkohlekörbe schütten.

Nun wird der Spieß der Moesta-BBQ-Rotisserie mit dem marinierten Gyros-Fleisch bestückt. Die beiden Hälften einer Gemüsezwiebel dienen an den beiden äußeren Enden als Stopper.

Nun heißt es sich in Geduld zu üben und den Spieß bei einer Gartemperatur von ca. 200 – 220 °C drehen lassen. Mittlerweile ist es auch schon immer dunkler geworden, sodass in der Grill-Remise geschnitten und gegessen werden muss.

Je nachdem wie knusprig das Fleisch bevorzugt wird, kann nach ca. 45 min. das erste Mal eine Tranche abgeschnitten werden.

Am allerbesten geht das mit einem elektrischen Messer.

Nach dem ersten Anschnitt werden die Kohlekörbe direkt unter das Fleisch gestellt, damit schnell die nächste Tranche abgeschnitten werden kann.

Guten Appetit!

Achtung: Wer nicht so gerne scharf ist, sollte die Menge der Chiliflocken bei der Verwendung von Kachelfleisch verringern! Bei der Verwendung von Nackenfleisch ist es nach meiner Erfahrung nicht notwendig.

Belgische Waffeln mit Vanilleeis, Bacon Candy…

Letztes Wochenende fand der #GrilltankOriginal 2016 statt, über den ich bereits hier ausführlich berichtete. Am Vorabend kehrten die Teilnehmer im Göttinger Bacon Supreme ein, in dem wir u. a. ein mega-leckeres Dessert zu uns nahmen. Sofort stand für mich fest, dass ich die Supreme Waffeln, bestehend aus belgischen Waffeln, Bacon, Cranberrys, karamellisierten Erdnüssen, Honig, Vanilleeis und Ahornsirup bei nächster Gelegenheit nachgrillen wollte.

Zutaten
für den Waffelteig
(für ca. 10 – 12 Waffeln)
400 g Mehl
1 Päckchen Vanillinzucker
250 g weiche Butter
3 Eier
1 Prise Salz
1 Würfel frische Hefe
0,5 Tasse lauwarme Milch
0,25 Tasse Wasser
300 g Hagelzucker

Cranberrys, getrocknet u. gezuckert
Erdnüsse
Bacon
brauner Zucker
Honig
Ahornsirup

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Das Wichtigste an diesem genialen Dessert ist u. a. der leckere Bacon Candy. Dieser kann ganz einfach selbst zubereitet werden. Dazu wird der indirekte Bereich des Grills mit Aluminiumfolie ausgelegt. Darauf werden die einzelnen Baconstreifen gelegt und großzügig mit braunem Zucker bestreut.

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Nun wird der Grill auf eine Gartemperatur von ca. 160 – 180 °C eingeheizt. Schon nach einigen Minuten wird der braune Zucker karamellisieren. Das ist der richtige Zeitpunkt, um die einzelnen Baconstreifen zu wenden und erneut mit braunem Zucker zu bestreuen. Nach weiteren ca. 10 – 15 Minuten ist auch die andere Seite karamellisiert, sodass der Bacon Candy zum Auskühlen aus dem Grill genommen werden muss.

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Als Nächstes muss der Waffelteig zubereitet werden. Dazu die Hefe in lauwarme Milch zerbröseln und auflösen. In einer großen Schüsseln das Mehl, den Vanillinzucker und die Prise Salz verrühren und anschließend mit den Eiern, dem Wasser, die Butter und der Hefemilch vermischen und einige Minuten lang zu einem geschmeidigen Teig schlagen. Während der Waffelteig ab diesem Zeitpunkt mindestens eine halbe Stunde lang gehen muss, kann währenddessen das Waffeleisen in den Grill gesetzt und aufgeheizt werden.

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Kurz bevor die Waffeln gebacken werden sollen, den Hagelzucker in den Teig einrühren und umgehend mit dem Waffel backen beginnen.

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Die Waffeln wurden übrigens mit dem Weber Waffel und Sandwicheisen auf dem Weber Spirit E-330 Premium GBS zubereitet. Dazu stellte ich die äußeren beiden Brenner auf maximale Leistung und wendete das Waffeleisen jeweils nach der Hälfte der Garzeit (insgesamt ca. 7 min.). Während der Garzeit legte ich einige Erdnüsse auf das Waffeleisen und röstete sie damit ein wenig an.

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Die fertig gebackene belgische Waffel wird auf einen ausrechend großen Teller gelegt und mit zwei Kugeln Vanilleeis (ich verwendete Walnusseis), Bacon Candy, gerösteten Erdnüssen (im Original werden die Erdnüsse karamellisiert) und Cranberrys belegt. Zum Schluss wird das leckere Dessert mit Ahornsirup und Honig beträufelt.

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Ich verspreche, dass euch dieses leckere Dessert mit Sicherheit schmecken wird. Guten Appetit!

Spanferkelrücken vom Pelletgrill

Manchmal ist die eigene Zeit sehr knapp, sodass selbst bei größeren Fleischstücken die Zubereitungs- und Garzeit sehr beschränkt sein kann. Trotzdem soll das Endergebnis gut aussehen und vor allem lecker schmecken. Heute zeige ich euch ein schnelles Rezept für einen Spanferkelrücken, bei dem ihr nur sehr wenig Zeit und Zutaten benötigt.

Zutaten
ca. 2 kg Spanferkelrücken
Lieblings-BBQ-Rub (z. B. bigBBQ-Spice)
Meersalz

Die Bindung des Spanferkelrückens entfernen.

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Euren Lieblings-BBQ-Rub gleichmäßig und großzügig auf die Fleischseite des Rückens einreiben.

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Den Rücken umdrehen und mit einem sehr scharfen Messer rautenförmig in die Haut schneiden. Dabei aufpassen, dass nicht in das Fleisch geschnitten wird.

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Die gesamte Haut großzügig mit Meersalz bestreuen.

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Nun wird der Grill, in meinem Fall der Traeger Pro Series 22 Pellet-Grill, mit Kirschbaum-Pellets bestückt und auf eine Gartemperatur von 176 °C vorgeheizt.

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Das mit Meersalz bestreute Fleisch auf den Grillrost setzen und mit einem Kerntemperaturfühler versehen.

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Nach ca. 60 min. ist eine Kerntemperatur von ca. 55 °C erreicht. Nun wird das Meersalz mithilfe eines Pinsels vollständig entfernt.

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Währenddessen wird der Grill auf eine Gartemperatur von ca. 220 °C gestellt und das Fleischstück auf den oberen Grillrost gelegt.

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Dort oben verweilt das Fleisch bei hoher Gartemperatur für weitere 20 – 25 Minuten, bis die Schwarte anfängt gut Farbe anzunehmen und aufpoppt. Dieser Zeitpunkt sollte nicht verpasst werden, da die Schwarte sonst sehr schnell verbrennen kann.

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Zum saftigen Spanferkelrücken wurde Kartoffelpüree und Sauerkraut gereicht.

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Ein tolles Sonntagsessen für ca. 6 bis 8 Erwachsene, welches so gut wie keine Vorbereitungszeit beansprucht.

Chimichurri an Angus Tri Tip Steak

Oft schreibe ich in meinen Berichten, dass ein leckeres Rindersteak auch perfekt zu einem tollen Chimichurri passt. Einige Leser hatten mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich bisher noch keinen detaillierten Bericht über die Zubereitung eines Chimichurris geschrieben habe. Ihr hattet Recht… – Das hole ich hiermit nach!

Chimichurri ist eine grüne relativ scharfe Sauce, die in der argentinischen Küche, sowie in Uruguay und in anderen lateinamerikanischen Ländern sehr beliebt ist. In erster Linie wird in ihr gegrilltes Rindfleisch gedippt. Man kann Chimichurri jedoch auch zum Marinieren von Fisch oder Hühnchen verwenden, wie es oft im asiatischen Raum gemacht wird.

Zutaten
200 g Tri Tip Steak von z. B. Adla Gourmet

für das Chimichurri
2 Bund/Pflanzen Petersilie
1 Limette o. halbe Zitrone
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 frische Chili u./o. Chilipulver
grobes Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Olivenöl
Thymian frisch o. getrocknet
Oregano  frisch o. getrocknet
1 bis 2 Lorbeerblätter (Optional)

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Als erstes werden die Knoblauchzehen, die Schalotte und die Petersilie klein geschnitten. Falls frisch, müssen die Blätter des Thymians zuvor gezupft werden.

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Nun wird der Knoblauch, die Schalotte und der Thymian im Mörser zerrieben.

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Nun wird die Petersilie hinzugefügt, ebenfalls gemörsert und anschließend der Saft einer halben Zitrone oder noch besser einer Limette ausgepresst und weiter zerrieben.

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Nun wird so lange mit Olivenöl aufgefüllt, bis eine dickflüssige Masse entsteht.

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Zum Schluss wird mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, Meersalz, Chilipulver und Oregano gewürzt. Wer es gerne frisch und scharf mag, sollte noch eine in kleine Würfel geschnittene Chili hinzufügen. Zum Intensivieren des Geschmacks 1 bis 2 Lorbeerblätter in das Schälchen legen und 2 Stunden ziehen lassen. Vor dem Anrichten und Verzehr die Lorbeerblätter wieder entfernen.

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Während das Chimichurri zieht, den Grill oder wie in diesem Fall den Beefer vorheizen.

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Das Adla Gourmet Angus Tri Tip Steak von einer Seite mit Knuspersalz bestreuen, 45 – 60 Sekunden beefen und anschließend mit der anderen Seite genauso verfahren.

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Nachdem beide Seiten gebeeft wurden, die Heizleistung des Beefers reduzieren und das Fleisch kurz nachgaren lassen. Das Steak in Tranchen schneiden und großzügig mit Chimichurri versehen.

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Ein Traum wird war. – Immer wieder! Diese Kombination von einem leckeren Steak, Chimichurri und selbst gebackenen Country Potatoes ist der absolute Hammer. Ich habe es schon oft gesagt aber DAS(!) müsst ihr nachmachen!

Zur Anleitung für die Country Potatoes…

Smoking Kachelfleisch-Zwiebel Burger vom Spieß

Zutaten
2 kg Kachelfleisch
ca. 10 Scheiben Bacon
4 große Zwiebeln
4 klein gehackte Knoblauchzehen
3 EL Paprika edelsüß
1 – 2 EL Salz
Olivenöl
ggf.
Coleslaw (nach diesem Rezept)
Aioli

Das fertig zubereitete saftige und zarte Kachelfleisch mit rauchiger Note lässt sich flexibel einsetzen. Wie auf den Bildern weiter unten zu erkennen ist, schmeckt es grandios im Burger mit z. B. Coleslaw (amerikanischer Krautsalat), pur mit Kartoffelsalat oder am nächsten Tag überbacken mit Käse.
Die Vorbereitungen am Vorabend sind sehr schnell erledigt und die eigentliche Vergrillung verläuft dank Einsatzes des Spießes von Moesta-BBQ sehr entspannt. Die o. a. Mengenangaben beziehen sich auf ca. 8 Erwachsene.

Zubereitung am Vorabend
Die 4 großen Zwiebeln in Ringe schneiden, sowie 4 klein gehackte Knoblauchzehen hinzufügen.
Ggf. den Coleslaw (links oben im Bild) vorbereiten, damit er über Nacht durchziehen kann.

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Das Kachelfleisch mit Paprika und Salz bestreuen und gleichmäßig einmassieren.

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Alles in einer großen Form vermischen und über Nacht durchziehen lassen.

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Zubereitung am Tag der Vergrillung
Während ein kleiner Anzündkamin mit wenigen Greek Fire Briketts vorglüht…

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…die Zwiebeln vom Kachelfleisch trennen. Die Bacon-Scheiben dritteln und abwechselnd mit dem Fleisch auf dem Spieß stecken. Die Zwiebeln später anbraten.

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Die vorgeglühten Briketts in die Kohlekörbe rechts und links vom Spieß schütten, den Grill auf ca. 150 Grad Celsius einregeln und anschließend im 10 Minuten-Takt Räucherchips hinzufügen, damit kontinuierlich Rauch entstehen kann.

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Zur Erhöhung der Temperatur nach ca. 40 Minuten Briketts eines weiteren kleinen Anzündkamins hinzufügen, die Kohlekörbe direkt unter den Spieß positionieren und anschließend mit Olivenöl einpinseln. Das Olivenöl verleiht dem Kachelfleisch die goldene Kruste.

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Nun darf endlich das erste Mal angeschnitten werden…

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…und das Burger-Brötchen belegt werden. Als Erstes Coleslaw, dann Fleisch, dann gebratene Zwiebeln und schlussendlich ein wenig Aioli.

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Nachdem der Spieß wieder eingehängt wurde, erneut Räucherchips auflegen, das Fleisch ca. 10 Minuten lang Rauch aufnehmen lassen, mit Olivenöl einpinseln und wiederholt das saftige und zarte Fleisch mit der rauchigen Note genießen.

Guten Appetit!

Pimientos de Padrón mit Tomaten u. Feta

Zutaten
400 g Pimientos de Padrón (Bratpaprika)
250 g Cocktailtomaten
1 – 2 Feta- o. Schafskäse (à 150 g)
4 klein gehackte Knoblauchzehen
Olivenöl
1 EL grobes Meersalz
1 EL frische o. getrocknete Kräuter
1/2 TL Chiliflocken
1 frisches Baguette

Heute zeige ich euch ein tolles Rezept von Don Marco´s Barbecue, welches auch schon von Jörn (BBQ aus Rheinhessen) als überaus schmackhaft eingestufte wurde.

Nachdem die gusseiserne Pfanne erhitzen wurde, die klein gehackten Knoblauchzehen mit dem Meersalz in Olivenöl anbraten, bis diese anfangen braun zu werden.

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Die Pimientos de Padrón in die Mitte der Pfanne legen, sowie den Rand mit Cocktailtomaten bestücken.

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Damit die Cocktailtomaten nicht unkontrolliert aufplatzen, werden sie jeweils mit einem Messer eingestochen.

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Den Grill auf ca. 210 Grad Celsius indirekte Hitze vorbereiten und bei geschlossenem Deckel ca. 10 – 15 Minuten garen.

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Sobald die Pimientos de Padrón eingefallen sind, den Fetakäse hinzufügen und diesen mit etwas Olivenöl, Chiliflocken und frischen o. getrockneten Kräutern würzen.

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Sobald der Fetakäse warm ist, die Pfanne vom Grill nehmen und das frische Baguette in Scheiben schneiden.
Etwas Olivenöl aus der Pfanne auf die Baguettescheiben geben und mit jeweils 1 – 2 Bratpaprikas (Stil entfernen), Cocktailtomaten und Fetakäse belegen.

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Dieser Appetizer schmeckt warm ausgezeichnet, jedoch entfaltet er erst im kalten Zustand sein volles Aroma. Auch als Beilage zu Fleisch ist diese vegetarische Kombination bestens geeignet!

Probiert es aus. Guten Appetit!

Rehrücken in Wood Wraps

Zutaten
1/2 ausgelöster Rehrücken
2 EL Aceto Balsamico
5 EL Olivenöl
1 EL frischer, klein zerhackter Rosmarin
1 EL frischer, klein zerhackter Thymian
1 TL Meersalz
1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 klein geschnittene Knoblauchzehen

Wenn euch einmal das Glück begegnet und ihr einen Rehrücken angeboten bekommt, dann zögert bitte keine Sekunde und nehmt das kostbare Geschenk an. Genauso ist es letztes Wochenende meiner Frau ergangen, die mit einem halben Rehrücken beglückt wurde und ihn mir treu für den Grill anvertraute. Das Tier wurde erst 4 Tage zuvor vom passionierten Jäger Rüdiger K. aus Suddendorf geschossen und verweilte solange bei einer konstanten Temperatur von 2 Grad in der Kühlkammer.

Zur Zubereitung des halben Rehrückens in Wood Wraps bedarf es nur weniger Zutaten.

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Alle o. a. Zutaten in einem kleinen Schälchen vermengen. Den Rehrücken von Sehnen befreien und die Wood Wraps ca. 30 min. vor der Verwendung wässern.

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Den parierten Rehrücken zusammen mit der Marinade in einen Gefrierbeutel füllen und für mind. 2 Stunden im Kühlschrank einwirken lassen.

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Den Grill auf auf ca. 250 – 300 Grad einregeln, anschließend den Rehrücken beidseitig jeweils eine Minute auf den gusseisernen Rost scharf angrillen. Länger sollte das kostbare Fleisch auf keinen Fall der direkten Hitze ausgesetzt werden, da sich der äußere Rand ansonsten zu stark erhitzt und trocken wird. Die Zeit, in der sich ausreichend Röstaromen bilden können, muss man dem Fleisch jedoch unbedingt geben.

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Nun wird der halbe Rehrücken in 2 Wood Wraps eingewickelt und mit den mitgelieferten Bändchen fixiert.

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Die Gartemperatur des auf indirekte Hitze umgebauten Grills sollte 150 Grad nicht überschreiten. Das Grillgut wird mit einem Kerntemperaturfühler verkabelt und überwacht.

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Sobald die angestrebte Kerntemperatur von exakt 55 Grad erreicht ist, wird der Wood Wrap vom Grill genommen. Bevor das Fleisch angeschnitten wird, darf es ca. 5 Minuten entspannen, damit sich die Wärme und der Fleischsaft gleichmäßig im Fleisch verteilen kann.

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Man kann auf den Bildern deutlich erkennen, dass das Fleisch so gut wie keine Feuchtigkeit verloren hat.

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Als Beilage wurden Bohnen und Nudeln mit einer selbstgemachten Pilzsauce gereicht. Das Fleisch war auf dem Punkt genau gegart.

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In dieser Nahaufnahme kann man sehr gut erkennen, wie perfekt durchgängig Rosa das Fleisch gegart wurde.

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Am äußeren Rand sieht man die Röstaromen und die Kräuter haften.

Das Fleisch wurde weder gesalzen noch sonst irgendwie nachgewürzt. Die gewässerten Wood Wraps schützten das Fleisch vor dem Austrocknen, die zarten Tranchen zergingen förmlich auf der Zunge – ein wahres Gedicht! Die Marinade passte exzellent zum typische Wildgeschmack. Es war alles perfekt!

Ein 1A-Gericht, welches in die Kategorie Top Beiträge aufgenommen wird. Ich habe es schon oft gesagt aber DAS! müsst ihr unbedingt nachgrillen!

Strip Loin von der Fetten Alten Kuh

Immer wieder lese und höre ich von der „Fetten Alten Kuh“ und staune nicht schlecht über die positiven Eindrücke ihrer Verkoster. Doch was verbirgt sich hinter der Bezeichnung „Fette Alte Kuh“ und schmeckt das Fleisch wirklich so gut? bigBBQ.de wollte es unbedingt wissen und ließ sich ein solches Stück Fleisch nach Hause schicken.

Beliefert wurde ich vom erfolgreichen Online-Fleischversand „Die Fleischgeniesser.de“. Dessen Fleisch vergrillte ich schon zweimal. In den nachfolgenden Berichten könnt ihr mehr über den Online-Fleischversand erfahren:
Kotelettbraten vom niederbayerischen Landschwein mit Haselnusskruste u. Rosmarinmöhren
Rumpsteak u. Ribeye-Steak vom Simmentaler Rind

Hier seht ihr das Prachtexemplar – ein Strip Loin der Fetten Alten Kuh mit folgenden Eckdaten:

  • Strip Loin (ungefroren geliefert)
  • Extra Dry Aged (6 Wochen extra lange gereift)
  • reinrassiges Simmentaler
  • 1,1 kg schwer
  • 7,5 cm dick
  • Preis: 48 EUR/kg
  • Schlachtgewicht: 500,8 kg
  • Handelsklasse U+4+, d. h. sehr vollfleischig, sehr fett
  • geboren war die Kuh am 08.09.2006
  • geschlachtet am 18.02.2015
  • die letzte Kalbung lag mehr als 15 Monate zurück
  • Geburt: Bayerischer Wald, den Geburtsbetrieb nie verlassen

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Das Fleisch ist fast tief-rot, das Fett ist sehr fest, der Geruch ist eher neutral, die Anmutung ist vollkommen frisch! Wahnsinn, dass dieses schöne Stück Fleisch von einer fast 9 Jahre alten Kuh stammt!
Wenn man über das fast wachsartig anmutende Fett streicht, bildet sich an den Fingern ein Fettfilm. Dies war sehr auffällig, denn alles was ich danach berührte, glänzte wie von einer Speckschwarte bestrichen. :-)
Laut „Die Fleischgeniesser.de“, wird die Fette Alte Kuh eine Woche nach der Schlachtung auf die einzelnen Teile zerlegt. Des Weiteren heißt es im Originaltext der Website:
Der Rinderrücken wird in ein in Salzwasser getränktes Leinentuch gehängt und reift für weitere fünf Wochen in unseren Kühlräumen. Nach ein paar Tagen trocknet das Leinentuch und legt sich fest an das Fleisch. Die Oberfläche des Rinderrückens trocknet aus und im Inneren reift ein Stück Fleisch heran, das Steakexperten auf der ganzen Welt begeistert.

Genug der Theorie, nun möchte ich nur noch die Zubereitung zelebrieren und anschließend den Geschmack genießen!
Ich holte das Strip Loin Extra Dry Aged 3 Stunden vor der Vergrillung aus dem Kühlschrank, damit es Raumtemperatur annehmen kann. Das Big Green Egg wurde auf direkte Hitze vorbereitet und der gusseiserne Grillrost aufgelegt. Als ungefähr 350 Grad erreicht waren, konnte es endlich losgehen.

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Das zuvor mit Murray River Salt Flakes bestreute Fleisch wurde zuerst 90 Sekunden auf der 10 Uhr-Stellung und anschließend für weitere 90 Sekunden auf der 2 Uhr-Stellung gegrillt.

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Anschließend wurde der Vorgang auf der anderen Seite wiederholt.

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Nachdem auch dieser Vorgang abgeschlossen war, musste der Grill auf indirekte Hitze umgebaut werden. Dazu entfernte ich den gusseisernen Rost und platzierte stattdessen den ConvEGGtor und den Edelstahlrost, der weniger Wärme leitet. Auf den Grillrost platzierte ich das Fleisch und stach anschließend die Nadel des Temperaturfühlers ein.

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Das Big Green Egg ließ ich auf eine Gartemperatur von ca. 150 Grad einpendeln. Nun hieß es Geduld zu waren.

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Nach genau 44 Minuten war die angepeilte Kerntemperatur von 55 Grad erreicht. Schaut euch an, wie sehr das Fett geschmolzen ist und an dem Grillrost heruntertropfte. Einfach köstlich! :-)

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Nun ließ ich das Fleisch ca. 5 Minuten ruhen, dann durfte endlich angeschnitten werden. Beim Anschnitt trat relativ wenig Saft aus.

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Wow! Das sah hammermäßig aus und der Geruch war der helle Wahnsinn! Einen solch (positiv) gewöhnungsbedürftigen Geruch hatte ich zuvor noch nie vernommen! Der Geruch erinnerte mich an Weide, Gras, Heu, Milch und Thymian. Weil es so schön anzusehen war, zeige ich euch hier noch einmal weitere Ausschnitte.

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Die 55 Grad Kerntemperatur war für meinen Geschmack genau richtig gewählt!

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Aufgeregt legte ich mir nun endlich ein kleines Stückchen einer Tranche auf die Zunge und verspürte eine leicht rahmige Note von Buttermilch. Dann biss ich zu – das Fleisch war minmal grobfasriger und gut im Biss, dabei alles andere als zäh! Es folgte die Offenbarung, eine sehr lange und intensive Geschmacksexlosion! Der Geschmack des Fleisches war extrem nussig und es kamen noch weitere Gewürze zum Vorschein, die ich allerdings nicht richtig erkennen konnte bzw. die mir unbekannt waren.

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Wissen solltet ihr, dass der eigentliche Geschmack und Geruch dem Fett zu Gute geschrieben wird. Erst das Fett macht die Fette Alte Kuh zu dem, welches sie ist. Also schneidet das Fett auf gar keinen Fall ab oder kommt auf die Idee es zu stutzen! Bis auf die Murray River Salt Flakes hatte ich das komplette Steak ohne einem zusätzlichen Gewürz verspeist. Warum? – Weil es einfach nicht nötig war!

Fazit
Dieses Stück Fleisch spielt meines Erachtens in der ersten Liga und muss sich hinter Kobe & Co. keinesfalls verstecken! Noch besser: Nach dem Verzehr meines 100 g Kobe-Probierpakets, Anfang des Jahres, war ich pappsatt! Interessant war, dass ich von der Fetten Alten Kuh im Gegensatz zum Koberind viel mehr essen konnte, da das Sättigungsgefühl später (normal) eintrat. Das Preis-/Leistungsverhälnis ist mit ca. 48 EUR/kg absolut gerechtfertigt.
Freunde, ich habe schon viele Steaks gegessen, sehr viele sogar! Solch ein leckeres Steak hatte ich jedoch zuvor noch nicht gegessen und verleihe aus diesem Grund dem Steak das Prädikat: „Mein bestes Steak“. Dadurch rutscht das Steak „Irish Beef alla Fiorentina“ nach 2 Jahren auf den 2. Platz.
Das Strip Loin von der Fetten Alten Kuh ist das absolute Steak für Hardcore-Griller. Schaut´s euch an und probiert es aus!

Bacon Bomb Mac ’n’ Cheese

Zutaten
1,5 kg Gehacktes, „halb u. halb“
600 g Bacon
50 g Lieblings BBQ-Rub
2 Eier
150 g Makkaroni o. ä. dicke Nudeln
200 g mitteljunger Gouda
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Lieblings BBQ-Sauce

Die Bacon Bomb oder auch Bacon Explosion genannt, ist ein beliebtes Rezept bei Grillern. Vor einem Grill-Event kann sie bereits mehrere Stunden zuvor vorbereitet und im Kühlschrank gelagert werden – um so mehr Zeit bleibt für die Gäste! Ob Mais, Bohnen, Paprika, Pilze oder Fetakäse, die Bacon Bomb kann mit mehr oder weniger Phantasie gefüllt werden und schmeckt immer!
Heute möchte ich euch eine etwas speziellere Version der Bacon Bomb vorstellen, nämlich die Bacon Bomb Mac ’n’ Cheese. Das Original-Rezept stammt von meinem Bloggerkollegen Thorsten von bbqpit.de.

In einem großen Kochtopf die Spaghetti in Salzwasser bissfest kochen, abseihen und im Topf warm halten. Damit die Nudeln nicht austrocknen, ein paar Esslöffel vom Nudelwasser übergießen.
Das Gehackte zusammen mit einem passenden Rub und zwei Eiern kräftig mit den Händen durchgeknetet. Ich bin der Meinung, dass Ankerkraut Pit Powder, welches ich auch gerne zur Zubereitung von Frikadellen verwende, sehr gut dazu passt. Selbstverständlich könnt ihr aber auch euren Lieblings BBQ-Rub, wie z. B. Magic Dust o. ä., dazu verwenden.

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Die Bacon-Scheiben auf Backpapier zu einem Netz auslegen. Am Besten macht ihr das nach meiner altbekannten Anleitung am Beispiel von 28 Bacon-Streifen. Schaut einmal…

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Das Gehackte ca. 1 cm hoch ebenfalls auf Backpapier ausbreiten.

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Nun benötigt ihr die Nudeln und den Käse.

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Zuerst werden die Nudeln nebeneinanderliegend ausgelegt…

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…und anschließend mit den in Streifen geschnittenen Käse belegt und mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer bestreut.

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Das Gehackte aufrollen und anschließend auf das Bacon-Netz legen. Die „Hackfleisch-Kanone“ mit Zuhilfenahme des Backpapiers in das Bacon-Netz einrollen.

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Damit kein Käse herausfließt, die Enden gut verschließen.

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Den Grill auf indirekte Hitze vorbereiten, auf eine Gartemperatur von ca. 170 – 180 Grad einregeln und anschließend die Bacon Bomb auf den Grillrost legen.

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10 Minuten vor erzielen der Kerntemperatur von 70 Grad, die Bacon Bomb mit deiner Lieblings BBQ-Sauce einpinseln und anschließend weitergaren.

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Nun ist die Bacon Bomb Mac ’n’ Cheese fertig und kann angeschnitten werden.

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Von außen kross und von innen saftig.

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Die Bacon Bomb Mac ’n’ Cheese ist von sich aus schon ein fertiges Gericht. Es bedarf keiner großartigen Beilage, ein Salat ist schon das höchste der Gefühle.

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Wer die Bacon Bomb Mac ’n’ Cheese noch nicht kennt, muss sie unbedingt schnellstens kennenlernen. Ein super Familienessen!

Gefüllte Bratäpfel mit Haselnussstreuseln

Zutaten
für die Streusel
4 EL Haferflocken
4 EL brauner Zucker
4 EL klein gehackte Haselnusskerne
1 TL fein abgeriebene Schale von einer Bio-Orange
1/2 TL gemahlener Kardamom
1/4 TL gemahlener Zimt
1 Prise Salz
2 EL fein gewürfelte kalte Butter
2 EL Marzipanmasse (optional)
außerdem
4 große / 6 kleine Äpfel
180 ml Orangensaft
Vanilleeis

Heute möchte ich euch ein tolles Rezept aus dem neuen Buch “Weber’s Wintergrillen” vom US-Erfolgsautor Jamie Purviance vorstellen. Das im GRÄFE UND UNZER Verlag erschienene Buch kommt im hochwertigen Hardcover daher, brilliert mit Tipps und Tricks rund um´s Wintergrillen und bietet vielfältige Rezepte mit Pfiff aus den unterschiedlichsten Rubriken.

Süßes & Getränke: Gefüllte Bratäpfel mit Haselnussstreuseln

Der Grill wird auf ca. 180 Grad indirekte Hitze vorbereitet.

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Für die super leckeren Bratäpfel werden nicht viele Zutaten benötigt. Zu den auf dem Bild ersichtlichen Zutaten wird lediglich noch die kühlgelagerte Butter und das Vanilleeis hinzugefügt.

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Die o. a. Zutaten für die Streusel in eine Schüssel vermischen und danach die fein gewürfelte kalte Butter in die Mischung verarbeiten. Nun wird von den Äpfeln jeweils am Stielansatz ein Deckel abgeschnitten und mit einem Apfelausstecher das Kerngehäuse bis ca. 1 cm vor dem Boden entfernt. Anschließend die Mischung großzügig in die Äpfel füllen und in eine gusseisernen Pfanne setzen.

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Nachdem die Pfanne in den indirekten Bereich positioniert wurde, kann der Orangensaft hinzugegossen werden. Nun sollte für ca. 30 Minuten der Deckel geschlossen werden.

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Nach einer halben Stunde ist der Orangensud ein wenig eingekocht und die Äpfel sind schon etwas weicher geworden. Nun sollte die Pfanne um 180 Grad gedreht und noch einmal mit geschlossenem Deckel für die gleiche Zeit weiter gegart werden.

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Nach einer weiteren halben Stunde sind die gefüllten Bratäpfel mit Haselnussstreuseln fertig gegart. Prüfen könnt ihr das folgendermaßen – eine Rouladennadel sollte sich widerstandslos von oben bis unten durch den Apfel schieben lassen.
Am Besten schmecken die Bratäpfel mit einer Kugel Vanilleeis und etwas Orangensud.

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