Pulled Pork aus dem Big Green Egg

Zutaten
3,5 – 4 kg Nacken
Senf
Lieblings BBQ-Rub
Gemüse- o. Rinderbouillon
Lieblings BBQ-Sauce
Coleslaw (nach diesem Rezept)

Pulled Pork habe ich schon oft gemacht! Entweder nach der Minion-Ring Methode im 57er Weber Kugelgrill oder im 57er Weber Smokey Mountain. Bei der Minion-Ring Methode betete ich häufig dafür, dass der Ring nicht „abriss“, sprich die Glut nicht ausging. Beim WSM tat mir meist der hohe Brikettverbrauch weh.
Umso gespannter war ich, wie mein neues Big Green Egg sich unbeaufsichtigt über Nacht schlagen wird.

24 Stunden vor dem Auflegen des Fleisches, begann ich den 4,2 kg schweren Nacken (am Knochen) mit Senf einzureiben. Der Senf dient quasi als Kleber, damit der BBQ-Rub besser haftet.

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Als genialer BBQ-Rub für Pulled Pork entpuppte sich nach vielen Versuchen „Pull That Piggy!“ von Ankerkraut. Selbstverständlich könnt ihr auch euren eigenen Liebling BBQ-Rub verwenden! Dieser wird nun großzügig in das Fleisch einmassiert.

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Nun zog ich meine Marinadenspritze mit Rinderbouillon auf. Ja, ihr habt richtig gelesen, ich schrieb „Rinderbouillon“! Viele fragen sich nun, was hat eine Bouillon vom Rind, in einem Schwein zu tun? Die Idee kam vor ca. 2 Jahren (es ist also schon viele Pulled Pork´s her), als ich weder Gemüsebrühe/-Bouillon, noch Schweinebouillon o. ä. zu Hause hatte und die Geschäfte schon geschlossen hatten. An dem Tag hatte ich aus der Not heraus Bouillon vom Rind injiziert und war vom späteren Ergebnis dermaßen begeistert, dass ich heutzutage nur noch so verfahre.

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Einige Grill-Freunde ziehen es vor, zuerst das Fleisch zu spritzen und dann zu rubben. Ich bin der Meinung, dass man beim späteren Einmassieren des Rubs in das Fleisch die injizierte Flüssigkeit ungewollt wieder rausdrückt.

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Nun wird das Fleisch in Klarsichtfolie eingewickelt und weilt für 24 Stunden im Kühlschrank.
Vor dem Entzünden der Kohle, bedarf es noch einiger Vorbereitungen. Der Keramikgrill wird vollständig gesäubert, damit die Luft ungehindert in den Grill ziehen kann.

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Als Brennstoff eignen sich am besten große Holzkohlestücke. Um den Preis gering zu halten, kaufe ich diese in große Gebinde, zu 15 kg.

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Damit die relativ kleinen Löcher des Kohlerosts nicht verstopfen, sollten als erstes besonders große Stücke hingelegt werden.

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Darauf werden kleine Nester mit Räucherholz verteilt. Ich verwende dazu gerne Hickory Wood Smoking Chips von Axtschlag.

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Nun wird der ConvEGGtor zum indirekten grillen eingesetzt, auf ihm eine Schale mit heißem Wasser.

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Es ist genau 15.00 Uhr am Samstag. Nachdem die gewünschte Gartemperatur von 110 – 115 Grad erreicht wurde, muss die Zu- und Abluftregelung auf ein minimum eingestellt und anschließend das Fleisch aufgelegt werden.

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Während der ersten ca. 45 Minuten korrigierte ich noch einziges Mal die Regelungen, danach lief das Big Green Egg ganze 19 Stunden unbeaufsichtigt durch.
Am nächsten Tag um 10.00 Uhr, nach genau 19 Stunden, erwartete mich das leckere Stück Fleisch bei einer Kerntemperatur von genau 94 Grad. Die perfekte Gartemperatur für ein gelungenes Pulled Pork!

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Das Fleisch wurde nun noch einmal in Alufolie eingepackt und durfte in einer Kühlbox, zwischen vier Flaschen mit heissem Wasser, für weitere zwei Stunden entspannen.

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In der Zwischenzeit bereitete ich die tolle Steven Raichlen´s Basic Barbecue Sauce vor.

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Um 12.00 Uhr, pünktlich zur Mittagszeit, war es dann soweit. Das Pullen konnte beginnen.

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Es erwartete mich ein unwahrscheinlich saftiges Fleisch, welches ich sofort zwischen einen Burger-Bun klemmen musste. Zusammen mit der selbstgemachten BBQ-Sauce ein absoluter Traum! Einige meiner Familienmitglieder belegten die Burger-Buns noch zusätzlich mit Coleslaw.

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Die Reste wurden wie immer in kleinen Portionen eingefroren, somit hat man „in der Not“ immer leckeres Pulled Pork zu Hause.
Zusammengefasst muss ich sagen, dass ich noch nie so entspannt Pulled Pork zubereitet habe. Beide Daumen hoch für mein neues Egg!

Pulled Pork aus dem Big Green Egg
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8 Comments

  1. hi und danke für den bericht! was ist das für ein bun auf dem letzten foto – sieht gut aus! danke und grüße!

    • Das ist kein besonderer Bun, schmeckt mir jedoch immer sehr gut. Ich wohne an der holländischen Grenze. Da gibt es die im 10er Pack für 1,50 EUR. ;-)

  2. Auf dem Foto sieht es so aus, wie wenn du nicht maximal viel Kohle geladen hast. Kamst du damit wirklich die 19h durch? Machen es die grossen Stücke so extrem aus?

  3. Hallo,

    wie hast du beim Big Green Egg die Temperatur eingeregelt?
    Holzkohle rein, wieviele Anzünder dazu? Gewartet bis wie viele Stücke Kohle durchgeglüht sind? Oder einfach Deckel zu, volle Luftzufuhr bis 120 Grad erreicht sind und dann die Schieber fast zu gemacht und der Big Green Egg hat sich selbst dann entsprechend eingeregelt?

    Ich würde gerne wissen die die Temp Kontrolle im BGE funktioniert, da ich am entscheiden bin zwischen dem BGE XLarge und dem neuen Weber Summit Charcoal.

    Ich danke im Voraus.

    • Hallo Jochen,
      das ist total einfach. Holzkohle rein, 2 Grill-/Kaminanzünder aus in Wachs getränktem Naturholz anzünden. Be- und Endlüftung max. offen. Hat das Egg ca. 100 °C erreicht, die Endlüftung halb schließen und die Belüftung nur noch ca. 3 cm auf.
      Hat das Egg ca. 110 °C erreicht, die Endlüftung nur noch max. 1/4 offen lassen und die Belüftung bis auf ca. 5 – 7 mm offen lassen.
      Kommt aber immer ein wenig auf die Außentemperatur an. Ist alles andere als Hexenwerk. Du wirst das sicherlich ganz schnell hinbekommen.

  4. Hallo, wie hast Du denn den Fühler aus dem BGE nach Außen geführt? Das Abluftventil ist so weit zu, dass es nicht passen wird und unter dem Deckel durchgeführen würde das Ei nicht komplett schließen. Bin gespannt auf die Antwort, wollte mir schon lange ein Maverick zulegen.

    • Hallo Jan, ich kann dir nur die unspektakuläre Antwort geben, dass ich das Kabel einfach zwischen Deckel und Kessel lege. Durch das Filzband zerquetscht dort auch nichts.

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