Beefer XL Unboxing und Inbetriebnahme

Ich bin mir ganz sicher! – Die Suche nach dem perfekten Steak und der perfekten Zubereitungsmethode wird nie enden!

Zumindest was das Thema Zubereitungsmethode und Komfort angeht, bin ich seit heute wieder einen großen Schritt weitergekommen. Ich stelle euch den Beefer XL mit all seinen Vorzügen vor!

Einige von euch können sich doch ganz bestimmt noch an das Unboxing meines Beefer One aus dem Juli 2015 erinnern. Seitdem hat die 800° C-Maschine schon etliche Kilogramm feinstes Fleisch gebeeft. Leider kam ich in Vergangenheit bei der ein oder anderen Veranstaltung mit 15+ Personen fast an die Grenzen des Gerätes, denn schließlich können in der Regel immer nur ein großes oder zwei kleine Steaks auf einmal zubereitet werden.

Dieses (kleine) Luxusproblem hat natürlich auch die Beefer Grillgeräte GmbH erkannt und entwickelte aus diesem Grund den Beefer XL.

Der Beefer XL wird fertig montiert in einem sehr stabilen Karton geliefert. Dieser bringt in etwa 40 kg auf die Waage.

Im Innern des Kartons ist alles sehr gut verpackt.

Nachdem die beweglichen Teile aus dem Karton entnommen wurden, gelangt man an den Beefer XL. Dieser lässt sich zu dritt, unter Zuhilfenahme der beigelegten Hebegurte, sehr einfach aus dem Karton heben.

Die erste Person ans eine Ende, die zweite Person ans andere Ende, beide heben gleichzeitig und die dritte Person hält währenddessen den Karton fest.

Zur besseren Veranschaulichung zeige ich alle mitgelieferten Teile auf einem Bild.

Der mitgelieferte Gasschlauch besitzt eine Länge von 1 m. Der passende Druckminderer wird selbstverständlich mitgeliefert.

Die Maße der Gastronormschale 2/3, die u. a. zur Aufnahme des herunterlaufenden Fettes dient, lautet 34 x 26,5 cm bei einer Höhe von 20 mm.

Der Beefer-Grillrostträger kann zur einfachen Reinigung einhändig entnommen werden.

Der Beefer-Grillrost hat das Format 34 x 26,5 cm bei einer Stärke von 3 mm Edelstahl und beinhaltet drei Aussparungen für die Grillrostgriffe. Je nach Anzahl und Schwere der Steaks werden entweder einhändig die mittlere Aussparung oder beidhändig die beiden äußeren Aussparungen verwendet.

Die beiden Beefer-Grillrostgriffe sind mit 3 mm Stärke ebenfalls sehr stabil und besitzen als Gimmick jeweils einen Kronenkorken-Heber.

Ganz zum Schluss noch die Batterie für die elektrische Zündeinheit und der obligatorische Beefer-Grillhandschuh.

Des Weiteren noch eine sehr detaillierte Bedienungsanleitung.

Nun müssen nur noch die richtigen Teile an den richtigen Orten installiert werden.

Das Batteriefach für die elektronische Zündeinheit befindet sich im entsprechenden Knopf. Dieser wird ganz einfach herausgedreht.

So lange der Beefer XL noch leer ist, schaue ich mir den Innenraum etwas genauer an. Ich bin wirklich sehr begeistert darüber, dass der Innenraum des Beefers komplett verschweißt ist. Aus diesem Grund können keine Flüssigkeiten wie Fett und Bratensäfte in das Gehäuse gelangen.

Zur Höhenverstellung wird beim Beefer XL der große Höhenverstellungsgriff betätigt. – Zuvor drückt der Daumen der rechten Hand den hervorstehenden Knopf für die Entriegelung in Richtung des Gerätes rein.

Alle Teile sind perfekt entgratet und wirken so stabil, als seien sie für die Ewigkeit konzipiert worden.

Griff nach oben verursacht das Anheben des Grillrostes…

…im Umkehrschuss verursacht das Herabsinken des Griffs das Herunterlassen des Grillrostes.

Nun wird der Beefer-Grillrost und die Gastronormschale eingesetzt.

Die Gastronormschale steht beabsichtigt etwas hervor, damit keine Flüssigkeiten zwischen Gerät und Geräte-Frontplatte gelangen.

Die Auf- und Ab-Bewegungen gehen verzögerungsfrei und unwahrscheinlich schnell von der Hand. Eine wirklich super Lösung!

Zum Herausheben der gebeeften Steaks, wird der Beefer-Grillrost ganz einfach mit den eingehängten Grillrostgriffen entnommen.

Der 1 m lange Gasschlauch wird an der Geräterückseite aufgeschraubt. Dieser befindet sich, im Gegensatz zum Beefer One, an der unteren Seite des Gerätes, sodass die Länge des Gasschlauches ausreichen würde, um die Gasflasche auch auf dem Fußboden zu stellen.

Auf der anderen Seite des Schlauches wird der Druckminderer geschraubt, der wiederum auf die Gasflasche geschraubt wird.

Im Gegensatz zum Edelstahl-Korpus des Beefer XL Chefs, besitzt der Beefer XL einen Korpus aus schwarz lackiertem Stahl.

Apropos Beefer XL Chef: So heißt die Gastro-Version des Beefer XLs. Neben des Edelstahl-Korpus, besitzt dieser u. a. zwei getrennt regelbare Brenner, automatischer Fettablauf durch abschüssigen Boden und entspricht vor allem der DIN EN 203-1:2014-07 / Großküchengeräte für gasförmige Brennstoffe, kann somit auch Indoor verwendet werden.

Weiter im Beefer XL-Text: Die Gerätefront ist leicht gewölbt und schmiegt sich trotz der Stärke des Edelstahls dem Gehäuse an. Ich finde den Beefer XL optisch unwahrscheinlich gut gelungen!

Zwischendurch noch einmal ein Bild, wie hübsch sich der Beefer XL mit einem Gesamtgewicht von 34 kg vor meiner Grill-Remise macht. Ein stabiler Tisch ist natürlich von Vorteil!

Zum Größenvergleich: Beefer One und Beefer XL.

Übrigens, selbstverständlich gibt es für den Beefer XL schon eine passende, optional zu erwerbende Abdeckhaube.

Inbetriebnahme

Zum Zünden des Beefer XLs wird zuvor das Ventil der Gasflasche geöffnet. Dann stellt man den Einstellknopf zur Gaszufuhr auf die kleine Flamme, drückt den Knopf hinunter und lässt ihn gedrückt…

…während gleichzeitig mit der anderen Hand der elektrische Zündknopf betätigt wird.

Sobald sich das Gas entzündet hat, kann der Zündknopf losgelassen werden, während der Einstellknopf für die Gaszufuhr noch weitere 5 – 10 Sekunden festgehalten werden sollte. Nach dieser kurzen Prozedur kann die Gaszufuhr auf die große Flamme gestellt werden.

Auf folgendem Bild sind die beiden elektrischen Zünder sehr gut zu erkennen. Des Weiteren befindet sich neben dem rechten Zünder die Zündsicherung. Sie gewährleistet, dass nur dann Gas strömen kann, wenn auch gezündet wurde.

Damit Produktionsrückstände wie z. B. Fette verbrannt werden, lasse ich den Beefer XL 15 Minuten lang auf maximale Temperatur laufen.

Obwohl es mittlerweile schon sehr spät ist, möchte ich trotz Dämmerung selbstverständlich noch ein leckeres Steak in den Beefer XL zubereiten. Dazu schob ich ein Sous-Vide gegartes Rumpsteak in den Beefer XL, welches zuvor lediglich mit Salzflocken bestreut wurde.

Innerhalb von ca. 30 – 40 Sekunden war die erste Seite des Steaks schön kross.
Dann wurde der Grillrost runter bewegt, das Steak gewendet und mit der anderen Seite ebenfalls so verfahren.

Nebenbei grillte ich auf einem anderen Grill noch ein wenig Salat…

…und genoss anschließend alles zusammen.

Wie man auf dem oberen Bild erkennen kann, war es mittlerweile schon dunkel und der Regen hatte eingesetzt. Trotzdem war das medium gebeefte Steak mit seiner wahnsinnig krossen Kruste ein wahres Geschmackserlebnis!

Die spätere Reinigung des Garraumes erwies sich als einfach und ging sehr schnell vonstatten. Alle Teile wurden in der Spülmaschine gereinigt und der Innenraum mit einem nassen Lappen ausgewischt. – Nicht zu vergleichen mit der Reinigung meines Beefer Ones, dessen Teile sehr viel schwerer zu erreichen sind!

Alle Zahlen auf einem Blick

BEEFER XL
Preis:
1.399,00 EUR inkl. MwSt.
zzgl. Versandkosten innerhalb Deutschlands von voraussichtlich 49,90 EUR

Lieferumfang:
Beefer XL inkl. Schlauch (1 m), Druckminderer, großer Grillrost, zwei Griffe, Gastroschale 2/3 GN, Batterie

vollverschweißter Innenraum, einfach zu reinigen, werkzeugfrei herausnehmbarer Rostträger
elektrische Zündung
DIN EN 498:2012-04 / Grillgeräte zur Verwendung im Freien
Temperatur am Brenner >800°C
Kategorie: I 3 B/P
Gasart: Propan / Butan
Druck: 50 mbar
Nennlast: 7,0 KW
Verbrauch: 0,51 Kg/h
Garraumgröße: 2/3 GN (320 x 350mm)
Propan/Butan
2 Brenner, zusammen regelbar
weit über 800 Grad Temperatur
Edelstahl mit schwarzen Außenseiten, lasergeschnittenes Logo
Bedienelemente an der Front, Gasventil an der Seite
Einhandhöhenverstellung, jederzeit einfach und nahezu stufenlos zu justieren
schwer belastbarer Grillrost für große Fleischstücke oder Pizzastein; mittig mit einem oder seitlich mit beiden Griffen zu bedienen, weit und kippsicher herausziehbar durch seitliche Führung

Abmessungen:
B 650 mm | H 470 mm | T 485 mm
Gewicht: 34 kg

Freut euch demnächst auf viele leckere Steaks, Fische, Pizzen, Desserts u.v.m.
Ich kann es kauf erwarten, den Beefer XL das nächste Mal zu nutzen!

Buchvorstellung: 800 Grad – Der Beefer – Perfektion für Steaks & Co.

Das Buch „800 Grad – Der Beefer – Perfektion für Steaks & Co.“ ist am 27.05.2016 im Tre Torri Verlag erschienen.

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Vorfreude ist die schönste Freude

Schon seit einiger Zeit berichtet die Beefer Grillgeräte GmbH über die bevorstehende Veröffentlichung ihres Beefer Buches. Via Facebook & Co. wurde in unregelmäßigen Abständen über das Making-Of Bilder gezeigt. Um so mehr stieg bei vielen Beefer-Fans die Spannung, die zukünftig vorhaben mehr als ein Steak mit ihrem Beefer zu garen. Lange Zeit habe ich dieses Buch herbeigesehnt und nun ist es endlich da.

Erster Eindruck

Das Buch besitzt ein Hardcover, welches mit einer Art soft-coated Lack bedruckt wurde und aus diesem Grund eine sehr tolle Haptik mit sich bringt. Was sofort auffällt und einen hohen Mehrwert mit sich bringt, ist das silberne Lesebändchen aus Stoff. Beim groben Durchblättern des 208 Seiten starken Buches kommt man erst einmal aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sieht man sich die abgebildeten Bilder der einzelnen Speisen an, hält man es kaum für möglich, zu was der Beefer alles imstande ist. Die Fotografien sind allesamt sehr gelungen. Die meisten der abgebildeten und gebeeften Speisen zeigen an einigen Stellen den typischen dunklen Rand (Röstaromen). Hier wird also nichts geschönt, ganz im Gegenteil, genau so kann ich mir die jeweiligen Speisen aus dem Beefer vorstellen. – Sehr authentisch!

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Die Botschaft

Im neuen Beefer-Buch wird von der Erfindung des Beefers und den drei Erfindern, über das bislang erhältliche Zubehör, den Sicherheitsvorkehrungen und der Inbetriebnahme, bis hin zu den Rezepten u.v.m. fundiertes Beefer-Wissen vermittelt. Spätestens jetzt, mit dem Erscheinen des Buches, sollte jedem Zweifler klar sein, der Beefer kann sehr viel mehr als Steaks eine perfekte Kruste zu verleihen.

Aufbau des Buches

Auf den ersten beiden Seiten des Buches stellen sich die drei Erfinder, Frank Hecker, Marc Kirwald und Frantz Konzen vor. Auf den darauf folgenden Seiten wird die komplette Geschichte, von der Idee des Beefers bis hin zur Vermarktung erzählt. Danach stehen die drei Quereinsteiger Rede und Antwort auf viele interessante Fragen wie dem Geheimnis ihres Erfolgs oder wie die zukünftigen Pläne aussehen.

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In den nächsten Kapiteln geht es um die eigentlich Hardware.

– Was ist der Beefer?
– Wie funktioniert der Beefer?
– Welches Zubehör ist erhältlich und wozu ist es gut?
– So wird gebeeft!
– Der Sicherheitscheck.

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Dann folgt das für mich interessanteste Kapitel: Die Beefer-Rezepte.
Die ersten fünf Rezepte werden von prominenten Persönlichkeiten aus der Food-Branche präsentiert, die da wären: Tim Mälzer, Björn Freitag, Stefan Marquard, Ludwig Maurer und Veronique Witzigmann.

Anschließend geht es mit den Beefer-Rezepten weiter. Da das Inhaltsverzeichnis keinerlei Informationen über die Rubriken/Kategorien hergibt, fasse ich zusammen:

– 13 Rind-Gerichte
– 3 Kalb-Gerichte
– 8 Schwein-Gerichte
– 2 Wildgerichte
– 2 Lammgerichte
– 2 Geflügelgerichte
– 6 Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichte
– 7 Gemüse-Gerichte
– 3 Pizza- und 3 Flammkuchen-Gerichte
– 6 Burger-Gerichte
– 7 Desserts
– 2 Doppelseiten Saucen, Butter & Co.

Im letzten Teil des Buches werden unwahrscheinlich viele interessante Fragen, vom Beefer und der Maillard-Reaktion, über die Vorteile des Vorwärts- und Rückwärtsgarens, bis hin zur Frage „Vorher oder nachher würzen?“ beantwortet.

Auf den vier letzten Seiten des Buches ist das Rezeptregister abgedruckt.

Inhalt des Buches

 

Das neue Beefer-Buch „800 Grad – Der Beefer – Perfektion für Steaks & Co.“ ist relativ logisch aufgebaut.
Nachdem die drei Erfinder sich und ihr Meisterwerk im Detail vorstellen, wird man von dem einen kleinen Kapitel, über andere kleine Kapitel zu dem Herzstück des Buches, den Rezepten geführt.

Die erhältlichen Artikel des Zubehör-Programms werden im Einzelnen vorgestellt. Da in einigen Rezepten optionales Beefer-Zubehör eingesetzt wird, ist es von Vorteil, diese zu kennen.

Die Dos and Don’ts des gasbetriebenen Geräts sind sehr wichtig und werden einfach und verständlich erklärt.

Nun geht es mit einem riesigen Schritt ins Kapitel Rezepte. Den Start überlässt man keinem Geringeren als den deutschen Koch, Fernsehkoch, Unternehmer und Kochbuchautor Tim Mälzer. Sein Rezept „Lachs Tataki-Style mit Avocado“ liest sich sehr vielversprechend und schaut einfach Klasse aus! Danach folgen vier weitere Promi-Rezepte von Björn Freitag, Stefan Marquard, Ludwig Maurer und Veronique Witzigmann.

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So gut wie alle Rezepte erstrecken sich über eine Doppelseite. Die eine Seite wurde mit dem Bild des fertigen Gerichts versehen, auf der jeweils anderen Seite ist in übersichtlicher Art das eigentliche Rezept vermerkt. Jedes Rezept enthält die Rubrik (z. B. Rind), die Personenanzahl und die genaue Anweisung beim Beefen. Bei Stefan Marquards Rezept klingt das in etwa so:

„Den Beefer auf volle Leistung vorheizen. Den Rost mit zwei Rinderfiletstücken auf höchstmöglicher Einschubhöhe in den Beefer schieben und von jeder Seite ca. 45 – 60 Sekunden, je nach gewünschtem Bräunungsgrad, beefen. Dann ca. 3 – 5 Minuten, je nach entsprechender Kerntemperatur, auf dem Boden des Beefers ruhen lassen…“

Bei einer solch detaillierten Empfehlung kann eigentlich nichts mehr schief laufen.
Beim Studieren der Rezepte kommt mir hier und dort der Aha-Effekt:

„Zum leichteren Wenden die Nürnberger Rostbratwürstchen auf Doppelspieße stecken…“

„Genial – Warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen?“

So gut wie jedes Rezept besteht aus mehreren Teilen. Meist sind es eine Hauptzutat, wie z. B. US-Flanksteak und eine Beilage, wie z. B. Gemüse, Kartoffeln, Sauce o. ä.

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Zu meiner persönlichen Freude wurde mit 6 Rezepten auch an Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichte gedacht.

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Die Burger-Rezepte wirken auf mich sehr vielversprechend. Einige beinhalten jeweils auch ein Bun-Rezept.

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Das Kapitel Dessert wird unter dem Motto: „800 Grad können so süss sein“, eingeläutet und da sieht ein Rezept besser aus als das andere. Wie klingt denn „Karamellisierte Ananas mit Frozen Joghurt“ oder „Wassermelone mit Kürbiskernöl und Vanilleeis“? Noch nicht überzeugt? – Dann schaut euch mal folgendes Bild an.

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Im letzten Teil des Buches werden u. a. viele Fragen beantwortet:

– Warum verbrennt das Fleisch bei 800 Grad nicht sofort?
– Warum ist der Beefer-Geschmack aus wissenschaftlicher Sicht so einzigartig? oder
– Was passiert beim Abschmelzen der Fettanteile im Fleisch?
u.v.m.

800 Grad – Der Beefer – Perfektion für Steaks & Co.

Gebundene Ausgabe (Hardcover): 208 Seiten
Verlag: Tre Torri Verlag
Sprache: Deutsch
Größe: 23 x 2,3 x 28,9 cm
Erscheinungsdatum: 27. Mai 2016
ISBN-10: 3944628926
ISBN-13: 978-3944628929
Preis: 39,90 €

Fazit

Das neue Beefer-Buch „800 Grad – Der Beefer – Perfektion für Steaks & Co.“ informiert und klärt in jeder Lage auf. Dem Leser werden in chronologischer Reihenfolge die Erfinder des Beefers, die Idee zum Beefer, die Technik des Beefers, vielfältige Rezepte u.v.m. leichtverständlich vermittelt. Da keinerlei Vorkenntnisse vonnöten sind, ist das Buch sowohl für absolute Einsteiger, als auch für Profis geeignet. Für mich ist das Buch quasi DIE(!) Beefer-Bibel, also ein Must-have und sollte bei der Anschaffung eines Beefers unbedingt gleich mit erworben werden.

Hier könnt ihr das Buch versandkostenfrei bei Amazon bestellen.

Der Beefer – Die Vorstellung – Der erste Test mit 800 Grad

Update: Der Beefer in Aktion mit einem 7 cm dicken Bone-In Rib-Eye-Steak. Hier entlang…

Auf der ewigen Suche nach dem perfekten Steak und der dazugehörenden Suche nach der perfekten Steak-Zubereitung, kommt man kaum daran vorbei einen Blick auf den Beefer zu werfen. Gesagt, getan, nun steht er bei mir. – Und bevor ich euch in den nächsten Berichten mein erstes Beefer-Steak präsentiere, möchte ich euch mein neues Grillsportgerät einmal genauer vorstellen.

Der Beefer ist sehr gefragt und zur Zeit in aller Munde, sodass die Lieferzeit mit ca. 8 bis 10 Tage angegeben wird. Da meine Bestellung des Beefers kurz vor dem Poststreik abgeschickt wurde, erhielt ich ihn leider erst nach 19 Werktagen. Da bewahrheitet sich mal wieder der Spruch: Vorfreude ist die schönste Freude.

Für diejenigen, die noch nichts vom Beefer gehört haben, fasse ich einmal kurz zusammen, worum es hier eigentlich geht.

Beim Beefer kommt die Hitze von sage und schreibe mehr als 800 Grad Celsius über einen Brenner, der von oben nach unten strahlt. Dadurch, dass die hohe Hitze auf die gesamte oben liegende Seite des Fleisches trifft, wird eine durchgehende Kruste erzeugt. Das Grillgut wird also nicht wie in herkömmlichen Grills von unten erhitzt und bekommt auch nicht nur dort die so geliebten Röstaromen (Brandings) wo das Fleisch den heißen Rost berührt.
Das Prinzip ist also folgendes. Das Steak sollte ca. zwei Stunden Zimmertemperatur angenommen haben und wird dann ca. 45 bis 60 Sekunden pro Seite der direkten Hitze ausgesetzt. Zum Nachgaren, bis die angestrebte Kerntemperatur erreicht wurde, wird das Steak in der mitgelieferten flachen Gastronormschale im unteren Bereich des Beefers gelegt und zur Entspannung des Fleisches ggf. auf dem Beefer positioniert. Bei dickerem Fleisch ist es ratsam, das Stück Fleisch vorerst Sous-Vide zu garen und zur Vollendung in den Beefer zu geben. Beide Varianten stelle ich euch in den nächsten Berichten etwas genauer vor.

Die Vorteile liegen also auf der Hand. – Mit extrem hoher Temperatur, in kürzester Zeit eine durchgehende Kruste erzeugen, ohne Gefahr zu laufen, dass die Hitze den Kern des Steaks erreicht und unter Umständen übergart. Man könnte es auch „schockerhitzen“ nennen, wie man es sonst nur von New Yorker Spezial-Öfen kennt. Eines noch, ich rate jedem dringlichst von Eigenbauten ab, denn in Zusammenspiel mit Gas sind dem Laien schon die größten Unglücke passiert! Selbstverständlich besitzt der Beefer das CE-Zeichen welches besagt, dass das Produkt den Sicherheitsanforderungen der betreffenden Richtlinien genügt.

Angeliefert wird der Beefer in einem sehr kompakten Karton, welcher vielversprechend mit der Aufschrift „800° C beef it or leave it“ beschriftet ist.

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Sobald einer der kurzen Seiten des Kartons geöffnet wurde, zeigt der Beefer schon sein Gesicht. Alle Teile sind schon am rechten Platz, sodass im Gegensatz zu vielen anderen Geräten, kein Zusammenbau nötig ist, denn alles ist komplett vormontiert. Alle nötigen Zubehörteile wurden in Folie gewickelt und unter dem Beefer platziert.

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Bevor ich den ausgepackten Beefer zeige, führe ich euch erst einmal alle Zubehörteile vor. Als erste viel mir der „Grillhandschuh Beefer“ in die Hände. Schwarzer Stoff, außen mit Beefer-Logo, innen mit halbseitiger, rutschfester, hitzeabweisender Gummibeschichtung.

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Eine Gastronormschale GN 1/4 aus Edelstahl mit den Maßen 162 x 265 mm und einer Tiefe von 20 mm.

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Ein Gasschlauch mit einer Länge von 1 m inkl. Druckminderer.

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Eine Schachtel Streichhölzer

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Der mehr als stabile Grillrost in den Maßen 160 x 265 mm und einer Stärke von 3 mm.

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Der zum Grillrost passende Grillrostgriff, ebenfalls 3 mm stark.

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Da ist er nun, der Beefer Original, unbenutzt und so schön sauber, wie er später aller Voraussicht nach nie mehr ausschauen wird.

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Die beiden langen Außenwände des Beefers sind schwarz lackiert. Damit überschüssige Hitze entweichen kann, sind Teile des oberen Fünftels ausgestanzt. Die Lettern „Beefer“ und „HOT“ zieren die Seitenwände und die Oberseite.

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Der Beefer besitzt eine kantige Form, ist Top verarbeitet und wirkt sehr hochwertig.
Auf der gebürsteten Edelstahl-Front prangt das, wie ich finde, edle Logo.

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Die Kunststofffüße schützen die Stellfläche vor dem Zerkratzen.

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Der Grillrost wird mittels Grillrostgriff auf den Rosthalter gesetzt.

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Durch den Drehkopf am unteren rechten Rand…

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…wird der Rosthalter in der Höhe verstellt.

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In der Regel wird ein Steak bis kurz unter dem Brenner positioniert, damit es in kürzester Zeit, maximale Hitze zur Erzeugung einer geschlossenen Kruste erhält (Maillard-Reaktion).

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Bevor der Brenner das erste Mal gezündet wird, sollte die Gasleitung auf ein Leck kontrolliert werden. Dazu gibt man ein paar Tropfen Spülmittel mit Wasser in eine Schale und benetzt die Leitungen und Verschlüsse großzügig damit. Sollten nach dem Öffnen des Ventils an der Gasflasche keine Seifenblasen entstehen, ist die Gasleitung dicht.

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Der Brenner wird gezündet, indem man den roten Einstellknopf des Sicherheitsventils herunterdrückt und ein langes Streichholz oder ein Stabfeuerzeug unter dem Brenner hält.

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Ja nach Umgebungstemperatur entfaltet der Beefer nach ca. 5 bis 10 Minuten seine maximale Hitze von mehr als 800 Grad Celsius.

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Da dieser Bericht lediglich der Präsentation des Beefers galt und ich nicht vor hatte ein Steak zu garen, hatte ich an diesem Tag auch kein Steak im Kühlschrank, geschweige denn rechtzeitig aus dem Gefrierschrank entnommen. Doch glaubt mir, es juckte mir so sehr in den Fingern etwas auf dem Beefer zu garen, dass ich mir einen Burger zubereitete. Ich hatte zwar weder Gurken noch Salat zu Hause aber ich musste es einfach tun, jetzt und sofort!
In der Gastronormschale legte ich im mittleren Bereich des Beefers ein paar frische Zwiebelringe mit etwas Rapsöl…

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…die ich einige Sekunden später nach ganz unten verfrachtete.

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Dann legte ich ein 200 g Patty auf das Grillrost, welches zuvor ca. eine Stunde bei Zimmertemperatur lagerte. 30 Sekunden von der einen Seite und 30 Sekunden von der anderen Seite…

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…danach ab zu den Zwiebeln.

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Die beiden Hälften des Buns bekamen im mittleren Bereich des Beefers von jeder Seite Hitze von ca. 8 Sekunden.

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Fertig war der improvisierte, jedoch schnellste Burger den ich jemals gegrillt „gebeeft“ habe.
Zu meiner Überraschung stellte ich mit einem Einstichthermometer fest, dass das Patty eine Kerntemperatur von 64 Grad hatte. Um die Saftigkeit des Fleisches zu garantieren, waren das für meinen Geschmack mindestens 6 bis 9 Grad zuviel. Das nächste Mal werde ich das Patty nach dem Garen außerhalb des Beefers warm halten. Es hat aber trotzdem wahnsinnig gut geschmeckt.

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Wow! Das hat Spaß gemacht! Es war zwar nur ein stink-normaler Burger aber die Zubereitung war für mich neu.

Freut euch zukünftig auf den vermehrten Einsatz des Beefers in meinen Berichten! Vor allem bin ich persönlich daran interessiert, auch andere Dinge zu „beefen“ als nur Beef-Steaks. Ich denke da an dicke Schweinesteaks, Fisch und Meeresfrüchte, Gemüse, Früchte und vieles mehr. Lasst euch überraschen!

Update: Der Beefer in Aktion mit einem 7 cm dicken Bone-In Rib-Eye-Steak. Hier entlang…