Whisky-Jägersauce für Rindersteaks u. Bratwürste

Zutaten
für die Sauce
400 g Pilze (bevorzugt frische o. getrocknete Steinpilze)
2 EL Olivenöl
3 fein gewürfelte Schalotten
1 fein gehackte Knoblauchzehe
Fleur de Sel
Pfeffermischung
1 EL Thymian gerebelt o. frisch (bevorzugt)
200 ml Rinderfond o. Rinderbouillon (bevorzugt)
150 ml Sahne o. Schmand (bevorzugt)
2 EL Schnittlauch
40 ml Whisky
wahlweise
Rindersteak o. Bratwurst

Heute möchte ich euch eine sehr einfach zuzubereitende Sauce vorstellen, die super zu Rindersteaks und Bratwürste schmeckt. Mit dieser Whisky-Jägersauce verwandelt ihr eure Bratwurst zu einer absoluten Gourmet-Wurst. Toll ist an diesem Rezept vor allen Dingen, dass die Zutaten untereinander unwahrscheinlich gut zu variieren und durch weitere Gewürze zu ergänzen sind.

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Zuerst solltet ihr euren Anzündkamin in Betrieb nehmen. Während der AZK die Briketts entzündet, kann er idealerweise als Kochstation genutzt werden. Dazu verwende ich immer gerne die sogenannte “Do – azk – app”.

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In einem Stieltopf werden, zusammen mit 2 EL Olivenöl, die Pilze (bevorzugt frische o. getrocknete Steinpilze) gold-gelb angebraten. Ich entschied mich dieses Mal für gefrorene Mischpilze.

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Währenddessen werden die Schalotten in kleine Würfel geschnitten und die Knoblauchzehe fein gehackt.

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Nun werden die Schalotten, der Knoblauch und der Thymian dem Topf hinzugefügt und mit Fleur de Sel und eurer bevorzugten Pfeffermischung abgeschmeckt. Zwischendurch wird immer wieder umgerührt.

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Sobald die Pilzmischung einreduziert wurde, wird sie mit einem ordentlichen Schuss Whisky abgelöscht.

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Nun wird die Mischung mit Rinderfond o. Rinderbouillon (bevorzugt) und Sahne o. Schmand (bevorzugt) aufgegossen…

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…und sollte noch einige weitere Minuten lang vor sich hin köcheln – ggf. etwas andicken und später mit Schnittlauch verfeinern. Danach den Kochtopf warm halten.
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, sich um das Rindersteak und die Bratwürste zu kümmern. Dazu wird ein argentinisches Entrecote lediglich mit Murray River Salt Flakes gewürzt, auf die Grill Grates gelegt und bis zu einer Kerntemperatur von 54 Grad gegart.

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Nachdem das Steak fertig gegart war, konnten sich die Bratwürste auch schon sehen lassen.

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Und hier seht ihr nun das Ergebnis eurer Bemühungen.
Eine Gourmet-Whisky-Jägerwurst in der Original Pappschachtel…

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…und ein argentinisches Entrecote auf Whisky-Jägersauce mit Pesto-Nudeln.

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Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich nicht entscheiden kann was mir besser schmeckt. Die Whisky-Jägerwurst schmeckt richtig edel und hat, dünn geschnitten, nichts mehr mit einer normalen Bratwurst zu tun. Der absolute Wurst-Knaller!
Im Gegensatz dazu, ließ sich das tolle Zusammenspiel zwischen der Whisky-Jägersauce und dem Entrecote des zweiten Gerichts schon im Vorfeld erahnen. Es schmeckte ebenfalls gigantisch gut.
Ich kann jedem nur empfehlen, diese einfache aber besondere Sauce einmal nachzukochen. Es lohnt sich wirklich!

Mediterrane Mini-Pizza vom Buchenfeuer

Zutaten
500 g Pizzateig
Olivenöl
500 g Cocktailtomaten
1 Schälchen getrocknete Tomaten in Öl, klein geschnitten
Fleur de Sel
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
2 x italienischer Burrata
1 TL Chiliflocken
100 g Parmesan, grob gerieben
Basilikumblätter
der Teig (oder nach Wahl)

Es gibt Menschen, die lieben ihre Pizza mit dickem Boden, sprich amerikanisch. Andere hingegen mögen ihre Pizza dick belegt mit Salami, Kochschinken, Pilzen und ähnlichem. Andere Varianten könnten vegetarisch, scharf, fruchtig, herzhaft bis süß, mit oder ohne Käse u.v.m. sein – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Heute stelle ich euch vor, wie meine perfekte Pizza aussieht.
– hauchdünner Teig
– krosser Boden der kleine Blasen wirft, jedoch nicht zu hart und trocken ist
– fruchtig-frisch
– Geschmack mit dem gewissen Etwas
– leichte Schärfe

Grundvoraussetzung für einen krossen Boden und durchgegarten, leicht gebräunten Belag, ist u. a. sehr hohe Hitze. Dazu zündete ich zwei, zu Dreiviertel mit Briketts gefüllte, Anzündkamine und zusätzlich einige Scheite Buchenholz im Fireplace.

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Wichtig ist für mich den Kompromiss zu schließen, zwischen ultra-hoher Hitze (welche die Rollen vom Deckelhalter zum Schmelzen bringen könnten) und zu schwacher Hitze (welche nicht genügend Oberhitze erzeugt).
Ich habe mit folgendem Setup die allerbesten Ergebnisse erzielt, hatte noch nie Hardware-Defekte und messe Temperaturen zwischen 350 – 400 Grad.

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Nun noch einige glühende Scheite Buchenholz dazu und alles relativ weit in den hinteren Bereich des Grills anordnen. Hohe Hitze an den Seiten, Höllenhitze in der Mitte (fern von den Deckelhalter-Rollen, jedoch nicht direkt unter dem Pizzastein).

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Schlussendlich den Pizzastein in den vorderen Bereich platziert, diesen ca. 20 Minuten vorheizen, anschließend weiteres Holz nachlegen und stets den Deckel geschlossen halten.
Eine Alternative wäre die Verwendung eines Pizzarings von z. B. Moesta-BBQ oder eines Pizzaaufsatzes von Weber.

Während der Pizzastein aufheizt, sollte der ausgerollte Pizzateig in kleine Stücke geschnitten und noch einmal ganz dünn ausrollt werden.
Alle Zutaten zum Belegen zurechtlegen. Übrigens! Burrata ist ein aus Kuhmilch bestehendes kleines Säckchen in der Form von Mozzarella.

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Im Innern erwartet euch eine Füllung aus italienischer Frischkäsecreme, bestehend aus Sahne und Butter, mit unbehandelten Mozzarella-Stückchen. Die Füllung zergeht auf der Zunge, der Geschmack ist einfach der Knaller!

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Zurück zum dünn ausgerollten Teig, der nun mit etwas Olivenöl benetzt und anschließend mit dem gezupften Burrata, den geviertelten Cocktailtomaten, den getrockneten Tomaten und den grob geriebenen Parmesan belegt wird. Es folgt etwas Fleur de Sel, frisch gemahlener Pfeffer und einige, wenige Chiliflocken.

Die frisch belegte Pizza kommt nun auf den heißen Stein und verweilt dort, selbstverständlich bei geschlossenem Deckel, ca. 4 bis 7 Minuten.

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Nachdem die Pizza fertig gegart ist, belegt man sie mit einigen gezupften Basilikumblättern.

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Auch von unten ist die Pizza perfekt gebräunt!

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Ich bin begeistert! Guten Appetit!

Ciabatta-Steak-Sandwich mit Curry-Sauce

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Zutaten
für die Curry-Sauce
125 ml Mayonnaise
1,5 TL Currypulver
1 TL zerdrückte Knoblauchzehen
1 TL frisch gepresster Zitronensaft
0,5 TL grobes Meersalz
weitere Zutaten
1 Roastbeef, Flanksteak, Entrecôte o.ä.
1 Ciabatta-Baguette
125 g Rucolablätter
1 rote Zwiebel
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die Zutaten für die Curry-Sauce vermischen und in den Kühlschrank stellen.
Den Grill für direkte hohe Hitze vorbereiten. Ich testete bei der Gelegenheit Cocoal als Brennstoff.

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Das Steak (mind. 4 cm dick) mit Murray River Salt Flakes bestreuen…

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…und für jeweils 2,5 min. je Seite scharf angrillen. Danach ein Kohlekorb entfernen und in der indirekten Zone bis zu einer Kerntemperatur von 54 Grad garen.

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Nachdem das Steak die Zieltemperatur erreicht hat, muss es noch weitere 4 – 5 min. entspannen. Danach entgegengesetzt zur Faserrichtung in dünne Scheiben schneiden und mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer bestreuen.

In der Zwischenzeit kann das Ciabatta-Baguette erhitzt werden, bis es schön kross ist.

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Nun wird die untere Hälfte des Ciabatta-Brötchen großzügig mit der Curry-Sauce bestrichen und mit den Fleischscheiben, Rucolablättern, sowie mit der in dünnen Scheiben geschnittenen roten Zwiebel belegt.
Jetzt schnell den Deckel auf das Sandwich legen und warm genießen. – Ein Gedicht!

Forelle geräuchert

Zutaten
1 Forelle pro Person (ca. 350 g)
60 – 70 g Salz / Liter Wasser
6 EL Buchenspäne

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Die ausgenommenen und gesäuberten Forellen für 12 Stunden in Salzlake einlegen.
Danach trocken tupfen und ggf. 1 – 1,5 Std. abhängen. Je trockener die Forellen sind, desto besser entsteht die gold-braune Färbung beim Räuchern.

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Einen vollen Mini-Anzündkamin (ca. 10 große Briketts) zum Glühen bringen und anschließend in einen Holzkohlekorb schütten.

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Darüber eine Metallplatte legen und zum Anfang 2 EL Buchenspäne drauf streuen. Zwei Mal nach jeweils 15 min. die restlichen Buchenspäne auf die Metallplatte streuen und den Deckel des Kugelgrills schnell wieder schließen, damit so wenig wie möglich Wärme und Rauch entweicht.
Nun die Tropfwanne unter dem Grillrost stellen und die Forellen auflegen/aufstellen. Damit ausreichend Rauch an allen Seiten herankommt, sollten die Forellen sich nicht berühren.

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Wenn die Rückenflosse sich nach 60 – 75 min. leicht abziehen lässt sind die Forellen gar. Alternative kann man auch gegen die Bauchdecke drücken – diese sollte eine ähnliche Festigkeit besitzen, als wenn man auf seine Nasenspitze drückt.
Normalerweise lässt man die Forellen nun 2 Stunden abkühlen und geniest sie kalt. Ich mag sie allerdings auch sehr gerne warm mit einer Scheibe Weißbrot und frischer Butter.
Das nächste mal räuchere ich die Forellen hängend in meinem neu erworbenen Weber Smokey Mountain Cooker 57.