Alter Heydt 1860er – Das Steak aus dem gelagerten Korn

Erinnert ihr euch noch? – Ich für meine Person habe regelrecht immer noch den extravaganten und super spritzigen Geschmack, des direkt in 52°C warmen Gin Tonic gegarten und mit dem Beefer XL finalisierten Edel-Steak im Munde. Diese, Anfang 2018 überaus erfolgreich durchgeführte Zubereitungsmethode, hat es sogar bis ins neue Beefer 2-Buch geschafft und überzeugte in den letzten Monaten viele Fleisch-Fans.

Seit meinen ersten Erfolgen bin ich stets auf der Suche nach neuen nativen Sous-Vide-Rezepten und forschte in letzter Zeit viel in Richtung Wein, Bier und Korn. Während ich mit Wein und Bier bislang gute Erfolge zu verzeichnen hatte, erfuhr ich mit Korn eher mittelmäßigen Erfolg. – Bis heute! – Denn zum Glück lernte ich vor kurzem Hendrik Heydt, Juniorchef der privaten Kornbrennerei H. Heydt kennen.

Heydt gelagerter Korn

Während unseres ersten Telefonats schwärmte Hendrik regelrecht von seinem gelagerten Korn. Um ehrlich zu sein, konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt kein Bild darüber machen, wie gelagerter Korn tatsächlich schmecken würde. – Zu sehr hatte sich bei mir beim Wort „Korn“ der typische klare „Kurze“ im Kopf eingeprägt, dessen Geschmack ich pur nicht sonderlich präferiere.

Je mehr Details mir Hendrik über die Herstellung und Lagerung von gelagerten Korn verriet, umso höher stieg meine Neugierde, weshalb ich mir verschiedene Destillate zur Degustation schicken ließ.

Die private Kornbrennerei Heydt führt neben diversen Spirituosen aus den Rubriken Korn, Kräuter, Hofernte, Power und regionalen Spezialitäten u. a. drei sehr hochwertige gelagerte Körner in ihrem Programm: „Alter Heydt 1860er“, „Edition III – Jahrgang 2018“ und „Edition S9“, die in den letzten Jahren allesamt Auszeichnungen auf diversen Wettbewerben eingespielt hatten.

Zur Verköstigung traf ich mich zu Hause mit einem sehr guten Freund, der große Vorliebe für hochwertiges Essen und ausgezeichnete Spirituosen besitzt und über diese kompetent urteilen kann. Um es kurz zu machen: Alle drei gelagerten Körner schmeckten uns ausgezeichnet!

Durch die Lagerung des Weizen-Korns in teilweise mehreren ehemaligen Sherry-, Cognac- und Bourbon-Fässern entfalten sich die Aromen im Korn, geben ihm die Gold-Bernstein-schimmernde Farbe und das exklusive Aroma, welches uns u. a. an einen guten Whiskey erinnert. Ich hätte im Vorfeld nicht gedacht, dass mich der Geschmack so sehr anspricht!

Bevor wir nun zum Thema „Steak aus gelagerten Korn“ kommen, nachfolgend noch einige Informationen zu den drei hochwertigen Flaschen.

Alter Heydt 1860er

Während der „Alter Heydt 1860er“ die Namensgebung vom Gründungsjahr der privaten Kornbrennerei erbte, reifte er über 5 Jahre hinweg in diversen Fasstypen mit unterschiedlichsten Vorbelegungen. Da der „Alter Heydt 1860er“ jedem schmeckt, ist er laut Hendrik Heydt „everybody´s darling“.

Seine Eckdaten: „Alter Heydt 1860er“; 34,1% vol.; 0,5 l, 18,00 EUR

In diesen Fässern reift der „Alter Heydt 1860er“.

Übrigens, alle Fässer sind verplombt und dürfen nur im Beisein des Zolls geöffnet werden.

Edition III – Jahrgang 2018

Anders beim „Edition III – Jahrgang 2018“, bei dem ein Teil des Weizen-Korns zunächst jahrelang in ehemaligen Sherry-Fässern reift und der andere Teil in ehemaligen Cognac-Fässern. Anschließend vollenden die beiden getrennt gereiften Destillate zusammen in ehemaligen Bourbon-Fässern. Bei unserem Besuch in der privaten Kornbrennerei konnten wir uns sogar davon überzeugen, dass es sich nicht um irgendwelche Bourbon-Fässer handelt, sondern um ganz bestimmte: Es sind ehemalige Jack Daniel´s Fässer, des berühmten Tennessee-Whiskeys aus Lynchburg (USA).

Seine Eckdaten: „Edition III – Jahrgang 2018“; 40,4% vol.; 0,7 l, 33,00 EUR; Limitiert auf 1.604 Flaschen

Edition S9

Die auf 1.192 Flaschen limitierte Edition S9 reifte 7 Jahre lang in einem ganz besonderen Fass, in dem zuvor ein schwerer Oloroso Sherry lagerte. Die Flasche der „Edition S9“ ist wunderschön und ähnelt einem Parfum Flakon. Man sieht gleich auf dem ersten Blick, dass in dieser Flasche etwas ganz Besonderes schlummert.

Eine kleine Anekdote am Rande, die ich hoffentlich verraten darf: Rechtzeitig vor vollendeter Reifung der Edition S9, erinnerte Hendrik Heydt seine Kollegen wiederholt daran, dass noch ein Name für die neuste Edition gefunden werden musste. Nachdem viele Namensvorschläge besprochen wurden, jedoch noch keiner auf jedermanns Gegenliebe stieß, fiel der Vorschlag, die neue Edition aus Fass „S9“ doch einfach „Edition S9“ zu nennen.

Seine Eckdaten: „Edition S9“; 35% vol.; 0,5 l, 45,00 EUR; Limitiert auf 1.192 Flaschen

Auf dem folgenden Bild ist das besondere „S9“-Fass zu erkennen.

Die Spatzen pfiffen von den Dächern, dass im Fass „S11“ (oben links im Folgebild) ein ähnlich guter gelagerter Korn reift und er es wert sei, zu einer neuen Edition abgefüllt zu werden.

Zubereitung des „Alter Heydt 1860er“ Steaks

Zutaten
1 Dry Aged Galicien Entrecôte (Gourmetfleisch.de)
0,5 l Alter Heydt 1860er (1 Flasche)
0,5 l Wasser
3 EL Grafschafter Sirup

Den kleinen Topf mit dem gelagerten Korn füllen.

0,5 Liter Wasser hinzufügen, anschließend das Caso Induktionskochfeld auf 52°C einstellen und den Temperaturfühler in die Flüssigkeit eintauchen.

2 EL Grafschafter Sirup in die Flüssigkeit rühren.

Das Steak für ca. 3 Stunden in die Flüssigkeit legen. Nach ca. einer Stunde sollte das relativ flache Steak im Kern bereits die 52°C erreicht haben. Die weiteren 2 Stunden dienen dazu, dass immer mehr Alkohol verfliegt und immer mehr Aromen in das Fleisch ziehen.

Nach 3 Stunden das Steak aus der Flüssigkeit nehmen, anschließend mit einem Küchentuch sehr gut trocknen.

Dem Steak im Beefer XL, für ca. 30 – 45 Sekunden je Seite, eine durchgehende Kruste verleihen.

Es erwartet euch eine wunderschöne Steak-Kruste.

Nachdem das Steak tranchiert wurde, sollte es je nach Vorlieben ganz leicht mit Fleur De Sel gesalzen werden.

Ein absoluter Hochgenuss, mit einem unbeschreiblichen, nie dagewesenen Fleischgeschmack. Bei nächster Gelegenheit werde ich meine Steaks auf alle Fälle auch in dem gelagerten Korn der anderen beiden Flaschen baden lassen. – Bis dahin schenke ich zukünftig für meine Gäste öfter mal einen ein und freue mich auf die verwunderten Gesichter, wie lecker gelagerter Korn schmecken kann!

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Eins noch: In den uralten Gewölben des Fasskellers sah ich während meines Besuchs noch unendlich viele weitere Fässer, deren Inhalt in einigen Jahren fertig gereift sein werden. Darunter nicht nur gelagerter Korn, sondern auch weitere ganz besondere Schätzchen. – Lasst euch in den nächsten Jahren überraschen!

Galloway-Fleisch aus Schleswig Holstein (Nordisch Geniessen)

Gibt es das wirklich? – Bio-Fleisch von glücklichen Rindern in erstklassiger Qualität? – Bestimmt, irgendwo, aber eher erinnert mich dieser Satz an ein Werbeversprechen, bei dem Otto Normalverbraucher auf dem ersten Blick nur sehr schwer herausbekommen kann, woher das Fleisch exakt stammt und wie es dem Rind während seiner Lebzeit wirklich ergangen ist.

Um es vorweg zu nehmen: Ich konnte mich von glücklichen Rindern mit erstklassiger Fleisch-Qualität überzeugen! Ich bin immer noch schwer von meinem Besuch bei Anja Hafke und ihrem Ehemann Joachim Neeb von Nordisch Geniessen in Schleswig Holstein begeistert.

Mein Interesse war geweckt

Vor einiger Zeit bekam ich einen Telefonanruf von Joachim, in dem er enthusiastisch von dem jüngst gegründeten Unternehmen „Nordisch Geniessen“ seiner Ehefrau Anja berichtete.

Anja war 10 Jahre lang überzeugte Vegetarierin, bis sie vor ca. 2 Jahren ihr 2. Kind erwartete und ab Beginn der Schwangerschaft sicherstellen wollte, dass ihr Kind u. a mit ausreichend Eisen und Vitamin B12 versorgt wird, welches bekanntlich in Fleisch vorhanden ist.

Anstelle Ersatzpräparate einzunehmen, begaben sich Anja und Joachim auf die Suche nach einem Fleischerzeuger, der 100-prozentig nachweisen konnte, dass seine Rinder weder mit genmanipulierten Futter, noch mit wachstumsfördernden Hormonen oder vorsorglich verabreichten Antibiotika belastet wurden.

Joachim spricht heute noch davon, wie glücklich er ist, unweit ihres Wohnorts Brokstedt (Schleswig Holstein), im ca. 6 km entfernten Hagen, den Galloway-Züchter Jürgen Greiner kennengelernt zu haben.

Jürgen Greiner ist seit vielen Jahren Galloway-Züchter und sorgt sich um seine ca. 200 Tiere, die ganzjährig auf großen Weideflächen leben. Sobald die Rinder ihre Schlachtreife erlangen, werden sie in den nahegelegenen, höchstens 30 km entfernten Schlacht-Betrieb gebracht.

Nach der Schlachtung wird das Fleisch der Färsen ca. 4,5 Wochen lang abgehängt, bevor es anschließend zerlegt, verpackt und zum Besteller versendet wird.

Was uns u. a. sehr beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass das Tier erst dann geschlachtet wird, wenn alle Galloway Fleischpakete verkauft wurden. Das bedeutet, nachdem das letzte Fleischpaket bestellt wurde, vergehen ca. 4,5 Wochen (Schlacht- und Reifezeit), bis das Fleisch per Versanddienstleister beim jeweiligen Besteller eintrifft.

Apropos Versand: Joachim erzählte mir am Telefon des Weiteren, dass die Verpackung aus einem sehr umweltschonenden Material gefertigt sei und auf Styropor u. ä. verzichtet. – Dazu später mehr.

Diese Vorgeschichte machte mich so neugierig, dass ich mit meiner Familie zu Anja und Joachim in das ca. 340 km entfernte Brokstedt reiste, um mir die Tiere einmal genauer anzuschauen und das Drumherum kennenlerne.

Zu Besuch bei Nordisch Geniessen

Nach dem äußerst gastfreundlichen Empfang mit Kaffee, Schokokuchen und tollen ersten Gesprächen, fuhren uns Anja und Joachim mit dem Auto zu der etwa 6 km entfernten ersten Weide.

An dem wunderschönen sonnigen, leicht bewölkten Tag sahen wir eine unendlich lange und breite übergrüne Weide mit lauter schwarz-braunen Galloway-Rindern am Horizont.

Als wir die Weide betraten und einige Meter weiter liefen, hatten wir fast das Gefühl, wir seien in Irland.

Je näher wir an die Galloways herankamen, umso deutlicher wurde ihre Gestalt. Die hornlosen Galloways sind im Gegensatz zu vielen anderen Rassen deutlich kleiner. Durch ihr zotteliges und kuscheliges Fell sehen sie so niedlich aus, dass man sie am liebsten in den Arm nehmen und mit ihnen kuscheln möchte.

Je nachdem wie das Licht auf das Fell trifft ist ersichtlich, dass die friedfertigen, genügsamen und widerstandsfähigen Galloways eher rot-braunes als schwarzes Fell besitzen.

Einige Zeit später fuhr auch Galloway-Züchter Jürgen Greiner zufällig an seiner Weide vorbei, sah sofort die „Fremdlinge“ und hieß uns herzlich willkommen.

So wie wir von bigBBQ.de fast schon besessen von Grill-, BBQ- und Outdoor-Cooking sind, so ist es Jürgen auf einer sehr angenehmen Weise mit seinen Galloways. Man konnte ihn fragen, was man wollte, er hatte auf jeden Fall die passende Antwort parat.

Für mich fast unvorstellbar: Die Galloways leben tatsächlich 365 Tage lang auf der Weide! – Ob bei Regen oder Schnee, bei Sonnenschein oder Starkwind, bei Nacht oder bei Tag. In den Wintermonaten werden lediglich Heusilage, Stroh und Rübenschnitzel dazu gefüttert.

Durch die natürliche und gesunde Ernährung der Tiere und der Reifezeit besitzt das Fleisch der Galloways laut Jürgen einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, anderen essentiellen Fettsäuren und ist reich an ungesättigten Fettsäuren.

Sehr beeindruckend war des Weiteren die Ruhe, die die Tiere auf der Weide ausstrahlten. Als uns Jürgen erzählte, wir dürften den großen Bullen streicheln, dachten wir zuerst es sei ein Scherz. – Weit gefehlt, denn der große Bulle ließ so gut wie alles mit sich machen und genoss sichtlich das Streicheln seines Fells.

Zum Schluss der Tour schauten wir uns u. a. die Trink-Stellen sowie die Schattenplätze der Galloways an und machten zum Andenken an den schönen Tag noch flink ein Selfie mit Jürgen, Joachim und Anja.

Wir sind uns absolut sicher, dass es den Rindern nicht besser ergehen kann als bei Jürgen auf der Weide zu leben.

Der Online-Fleischversand

Auf der Internetseite www.nordisch-geniessen.de kann unter drei verschiedenen Fleischpaketen ausgewählt werden.

Das Galloway Fleischpaket Grill & Burger
Das Premium Fleischpaket Mini
Das Premium Fleischpaket

Da in der Vergangenheit die Burger-Patties bei den Kunden überaus gut angekommen sind, bieten Anja und Joachim zusätzlich noch das Galloway-Hackfleisch-Paket, sowie andere Spezialitäten an.

Das Fleisch wird frisch und vakuumiert versendet, über Nacht transportiert und erreicht spätestens bis 12 Uhr am nächsten Werktag den Besteller.

Der Durchschnittspreis der Fleischpakete liegt bei ca. 30 EUR / Kilogramm. Für den Versand und die Verpackung werden pro Bestellung 9,90 EUR berechnet, zahlbar per PayPal oder Vorauskasse.

Wir haben uns einige Tage nach unserem Besuch das „Galloway Fleischpaket Grill & Burger“ bestellt und wollten mehr über die aus umweltschonenden Material gefertigte Versandbox und vor allem dem köstlichen Fleisch erfahren.

Die Landbox

Am angekündigten Versandtag erreichte uns gegen 11.00 Uhr unsere Fleisch-Bestellung.

Das frische vakuumierte Fleisch wird mit gefrorenen Kühlelementen aus reinem Wasser gekühlt. Laut Anja und Joachim wird durch Zuhilfenahme eines Kühlmittelrechners die tatsächlich benötigte Menge an Kühlelementen, unter Berücksichtigung der Transportdauer, Aussentemperatur und Paketgröße, individuell berechnet.

Neben einer Willkommens-Broschüre und einem Flyer lag unserer Bestellung des Weiteren ein personalisiertes Anschreiben mit einem Rabatt-Code für die nächste Bestellung bei.

Die Landbox besteht von außen aus Karton und wird von innen mit Strohwänden ausgekleidet.

Das „Galloway Fleisch Grill & Burgerpaket“ besteht aus 4,2 kg Fleisch und Wurst:

2 x 120 g Galloway Filetsteak
2 x 200 g Galloway Entrecôte
2 x 180 g Galloway Steak
2 x 500 g Galloway Braten
12 x 120 g Galloway Hamburger (m. Salz & Pfeffer gewürzt)
10 x 75 g Galloway Grillwurst (ausschließl. natürl. Gewürze)
1 RÖSLE Burgerpresse

Das Fleisch wurde sehr kalt geliefert, sodass selbst die frischen Burger-Patties bedenkenlos verzerrt werden können. Trotzdem ist unsere persönliche Empfehlung, Burger-Patties ausschließlich gefroren zu versenden.

Die Vergrillung und Verkostung

Zu allererst widmeten wir uns der Galloway Grillwurst, die wir ohne viel Chichi auf den Gasgrill grillten und im Brötchen mit Senf verzerrten. Ergebnis: Super-lecker und sehr saftig! Eine ganz ehrliche Grillwurst ohne übertriebenen Gewürzen.

Als nächstes wurden die beiden Galloway Entrecôtes zubereitet. Das erste Steak in der geschmiedeten Pfanne, das andere Steak gegart auf einem Spaten in offenem Feuer. Die Ergebnisse konnten sich sowohl sehen als auch schmecken lassen.

Zum Film-Ausschnitt…

Die beiden Braten bereiteten wir in einem Dutch Oven zu. Auch dieses Fleisch war sehr saftig und lecker! Da wir dieses Fleisch zusammen mit Gästen aßen, verzichteten wir aus Höflichkeit auf Fotos.

Die beiden weiteren Steaks und das Filet bereiteten wir auf der nagelneuen BBQ Disk von Moesta-BBQ zu. Wie zu erwarten, schmeckte es wieder einmal vorzüglich.

Die Burger-Patties aßen wir immer wieder mal zwischendurch in einem Burger mit selbstgemachten Buns. Meine Kinder liebten sie, weil sie nicht nur lecker waren, sondern mit jeweils 125 g sehr leicht und dünn.

Fazit

Weitflächige grüne Weiden! Friedfertige, genügsame und widerstandsfähige Galloways mit braunem zotteligen Fell! Top Haltung und Pflege! Kein(!) genmanipuliertes Futter, wachstumsfördernde Hormone oder vorsorglich verabreichtes Antibiotika! Schlachtung erst dann, wenn das ganze Galloway Rind verkauft wurde! Schnelle Bestell-Prozedur! Unkomplizierte Lieferung! Erstklassige Fleischqualität! Überaus nette Menschen hinter dem Unternehmen!

Das sind unsere Eindrücke und Eckdaten zum Besuch bei Nordisch Geniessen, unserer Fleischbestellung und unserer Verkostung. Beide Daumen hoch für das rundum durchdachte Konzept und eine dadurch eine absolute Weiterempfehlung von uns!

Dry Aged Ribeye Steak mit Jalapeno Poppers (light)

Wenn bei uns wieder einmal ein tolles Stück Fleisch auf dem Grill gelegt werden soll, stellt sich oft die Frage, welche Beilage es dazu geben soll. Neben den fast schon Standard-Beilagen wie Country Potatoes, KrautsalatChampignonpfanne & Co., haben sich bei uns seit vielen Jahren die Jalapeno Poppers in der Light-Variante etabliert.

Im Gegensatz zu den aufwendig in Teig gewälzten und anschließend frittierten Jalapeno Poppers, bedienen wir uns der Faulenzer-Variante mit nur sehr wenigen Zutaten und Arbeitsschritten.

Zutaten
800 g Dry Aged Ribeye Steak (yourbeef.de)
15 Jalapenos
150 g Frischkäse
250 g Bacon

Trotz der sehr schmackhaften Jalapeno Poppers, ist unser heutiger Hauptdarsteller selbstverständlich das 800 g Dry Aged Ribeye Steak von (yourbeef.de).

Zubereitung der Jalapeno Poppers

Die Jalapenos längs mit einem scharfen Messer teilen. Dabei aus optischen Gründen versuchen, den Stil während des Schnitts mit zu halbieren.

Mit einem kleinen Teelöffel das Kerngehäuse sorgfältig entfernen.

Die halbierten Jalapenos mit Frischkäse füllen und anschließend mit einer Bacon-Scheibe umwickeln. Der uns vorliegende Bacon war sehr dick, weshalb wir die jeweiligen Scheiben halbierten.

Das Dry Aged Ribeye Steak unter direkter hoher Hitze von beiden Seiten grillen und anschließend zum Erreichen der Kerntemperatur von ca. 54°C in den indirekten Bereich legen. Bei der Gelegenheit auch die Jalapeno Poppers auflegen und für ca. 20 – 30 Minuten bei ca. 150°C garen.

Nachdem das Steak tranchiert wurde, die weichen Jalapeno Poppers mit dem krossen Bacon einfach dazulegen und zusammen servieren.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Red Onion Burger mit Dry Aged Red Heifer Patties, Pulled Pork u. Curry Buns

Wieder einmal stehen bei uns die leckeren Dry Aged Red Heifer Patties und Curry Buns von eatventure.de auf dem Grillplan. Immer gut für einen perfekten Burger, wenn man zusätzlich noch ein wenig Pulled Pork eingefroren hat, welches sich sehr gut zusammen mit Barbecue Sauce auf einer gusseisernen Platte erwärmen lässt.

Ein weiteres absolutes Highlight sind die Red Onions, die ich vor kurzem erstmals in einem Burger-Restaurant aß. Der absolute Knaller! Die müsst ihr ebenfalls unbedingt einmal probieren!

Zutaten
Curry Burger Buns
Dry Aged Red Heifer Patties
Rucola
Pulled Pork
eingelegte Jalapenos
Cheddar Scheiben o. geriebenen Käse
Barbecue Sauce Cola
Mayonnaise

für die Red Onions
500 g rote Zwiebeln
25 ml Rhabarbersaft
Abrieb einer 1/2 Zitrone
250 ml heller Balsamico
100 ml Honig
2 EL frischen Thymian
0,5 TL Chiliflocken
0,25 TL Meersalz

Die roten Zwiebeln in Ringe schneiden.

Den hellen Balsamico, den Honig und den Rhabarbersaft in einen Topf zum Kochen bringen und anschließend die Zwiebelringe im Sud garen.

Den Abrieb einer 1/2 Zitrone, den frischen Thymian, die Chiliflocken und das Meersalz hinzufügen und noch einmal kurz aufkochen lassen. Ggf. in Einmachgläser füllen.

Die Dry Aged Red Heifer Patties unter hoher direkter Hitze für ca. 4 – 5 Minuten von jeder Seite grillen (medium), anschließend in den indirekten Bereich legen und mit Cheddar Scheiben oder geriebenen Käse belegen.

Das Pulled Pork auf einer gusseisernen Platte erwärmen und dabei mit Barbecue Sauce vermengen.

Und nun geht es zum Burger-Bau (von unten nach oben):

– Curry-Bun Unterseite
– Barbecue Sauce
– Dry Aged Red Heifer Patty mit Käse
– Rucola
– Red Onions (reichlich!!!)
– Pulled Pork mit Barbecue Sauce
– eingelegte Jalapenos
– Mayonnaise
– Curry-Bun Deckel

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit.

Irish Beef Cote de Boeuf mit Mexican Paprika u. Guacamole

Heute stelle ich euch ein leicht mexikanisch angehauchtes Rezept vor, welches garantiert der gesamten Familie schmecken wird! Die mit Crème fraîche beträufelten und mit Guacamole-Dip servierten gefüllten Paprikas passen hervorragend zu einem kräftigen 1 kg Steak, wie dem Dry Aged Irish Beef Cote de Boeuf.

Zutaten
1 kg Dry Aged Irish Beef Cote de Boeuf (gourmetfleisch.de)
Crème fraîche

für die gefüllten Paprikas (Mexican Style)
4 große rote Paprikaschoten
1 fein gewürfelte Zwiebel
150 g Cheddar-Käse
1 Dose Kidneybohnen
1 gute Hand voll gekochter Reis
1 TL Kreuzkümmel, gemörsert
2 TL Koriander, frisch o. pulverisiert
3 TL Paprika edelsüß
0,25 TL Cayennepfeffer
1 Dose Mais
200 ml Salsa
2 geraspelte Karotten
2 fein geschnittene Knoblauchzehen
Meersalz
gutes Olivenöl

für den Guacamole-Dip
2 reife Avocados
Saft einer halben Zitrone
2 – 3 fein geschnittene Knoblauchzehen
2 fein gewürfelte Tomaten o. Cocktailtomaten
1 EL Joghurt, natur
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung Guacamole-Dip

Nachdem die Avocados halbiert worden sind, den Kern entfernen, mit einem Esslöffel das Fruchtfleisch entnehmen und anschließend mit einer Gabel zu einer weichen Masse zerdrücken.

Der weichen Masse den Saft einer halben Zitrone, die fein geschnittenen Knoblauchzehen, die fein gewürfelten Tomaten und den Joghurt hinzufügen und anschließend mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Meersalz würzen.

Zum Durchziehen für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Zubereitung gefüllte Paprikas (Mexican Style)

Die großen roten Paprikas unter fließendem Wasser reinigen und anschließend den Deckel abschneiden, sowie mit einem Schälmesser das Kerngehäuse entfernen.

Mit gutem Olivenöl die feingewürfelte Zwiebel und die feingeschnittenen Knoblauchzehen andünsten und anschließend die o. a. Gewürze hinzufügen.

Die geraspelten Karotten, den Mais, die Kidneybohnen, den Reis, die Salsa und die Hälfte des Cheddar-Käses hinzufügen, unter ständigem Umrühren erhitzen und mit Meersalz abschmecken.

Die Paprikas auf den leicht geölten Boden einer feuerfesten Form (z. B. gusseiserne Pfanne) stellen, mit der zuvor zubereiteten Masse füllen und mit dem restlichen Cheddar-Käse bedecken.

Die Paprikas bei ca. 180°C für ca. 45 Minuten im indirekten Bereich garen.

Zubereitung des Dry Aged Irish Beef Cote de Boeuf

Während die Paprikas garen, den gusseisernen Rost des Grills auf maximale Hitze aufheizen und das Steak bereit halten.

Das Steak für jeweils ca. 60 Sekunden auf der 10.00 Uhr-Stellung und auf der 2.00 Uhr-Stellung grillen. Mit der anderen Seite ebenso verfahren.

Nach dem scharfen Angrillen das Steak in den indirekten Bereich des Grills legen, ggf. mit einem Temperatur-Messfühler versehen und bis zu einer Temperatur von ca. 52°C garziehen lassen.

Das wunderschöne Steak vor dem Aufschneiden für ca. 4 – 5 Minuten ruhen lassen.

Die gefüllten Paprikas erst kurz vor dem Servieren mit Crème fraîche beträufeln und den Guacamole-Dip beistellen.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

133,33 Tage Dry Aged Rumpsteak mit Tornado Potatoes

Mit voller Vorfreude treten wir der heutigen Vergrillung entgegen.

– Unser erstes 133,33 Tage Dry Aged Rumpsteak
– Unser erstes (in heimischen Gefilden) gegrilltes Steak vom Weber PULSE 2000
– Unsere ersten selbstgemachten Tornado Potatoes

Zutaten
1 x 133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteak (eatventure.de)
4 große festkochende Kartoffeln
5 EL geschmolzene Butter
10 EL fein geriebenen Parmesan
1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 TL Knoblauchpulver
1/2 TL Paprikapulver
1/2 TL Salz
1 kl. Strauch Petersilie

Tornado Potatoes

Jeweils einen dicken Schaschlik-Spieß längs durch die Kartoffeln schieben und mit einem sehr scharfen und dünnwandigen Messer spiralförmig bis auf den Spieß einschneiden.

Die einzelnen Scheiben auf den Spieß ganz vorsichtig auseinanderziehen.

Die gesamte Kartoffel gleichmäßig mit geschmolzener Butter übergießen.

Die Kartoffeln mit einer Mischung aus 10 EL fein geriebenen Parmesan, 1/2 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, 1/2 TL Knoblauchpulver, 1/2 TL Paprikapulver und 1/2 TL Salz bestreuen. Dabei darauf achten, dass die Mischung auch alle Zwischenräume erreicht.

Die Tornado Potatoes bei ca. 180 – 200°C für ca. 45 Minuten im Grill garen.

133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteak

Damit auf dem Steak eine durchgehende Kruste erzeugt werden kann, wird das Rumpsteak zu unserer Abwechslung auf der neuen Grillplatte des Weber PULSE 2000 gegrillt.

Ohne Hinzugabe von Butter, Öl o. ä., wird als Erstes die Fettseite des Rumpsteaks auf die heiße Grillplatte gelegt.

Sobald ausreichend Fett geschmolzen ist, wird das Steak im eigenen Fett gegrillt.

Bei dickeren Steaks empfiehlt es sich, das Fleisch zum Nachgaren in den indirekten Bereich des Grills zu verlagern und die Gartemperatur auf ca. 140°C herunterzuregeln. Bei weniger dicken Steaks genügt es, wenn das Fleisch in regelmäßigen Abständen auf der Grillplatte gewendet wird.

Wie so oft in unseren Steak-Berichten empfehlen wir eine Kerntemperatur von ca. 52°C.

Beim Tranchieren des 133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteaks schwebt ein vielversprechender intensiver Fleischgeruch in der Luft, der einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Um den intensiven Fleischgeschmack des 133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteaks zu genießen, sollte das Steak ohne Pfeffer, allerhöchstens mit ein wenig Salzflocken genossen werden. Die Tornado Potatoes sollten auf dem Teller mit fein gehackter Petersilie bestreut und mit einem Dip nach Wahl serviert werden.

Fazit

Der Weber PULSE 2000 macht einfach riesig Spaß und besitzt mit seinen 2.200 Watt mehr als ausreichend Power! Die Weber Grillplatte ist ein sehr sinnvolles Zubehör. – In späteren Berichten werden wir noch viel intensiver auf die einzelnen PULSE-Komponenten und -Zubehör eingehen.

Die Tornado Potatoes waren sehr kross und geschmackvoll. Sie stellen eine sehr tolle Beilage dar, die wir in zukünftigen Grill-Sessions sicherlich noch öfter zubereiten werden. Auf alle Fälle sollten die Tornado Potatoes jedoch nachgesalzen werden!

Zum 133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteak muss nicht viel gesagt werden. Der Geschmack ist definitiv intensiver als bei einem in der Standard-Zeit gereiften Steak, weshalb wir als Fleisch-Fans das länger gereifte Steak auf alle Fälle vorziehen. Sehr positiv überrascht sind wir des Weiteren über die extreme Saftigkeit des Fleisches!

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Tomahawk-Steak mit Pfifferling-Speck-Rahmsauce u. Süßkartoffel-Röstis

Heute zeige ich euch das Rezept einer wahnsinnig leckeren Kombination. Ein 6 Wochen Dry Aged Red Heifer Tomahawk-Steak mit einer hocharomatischen Pfifferling-Speck-Rahmsauce und krossen Süßkartoffel-Röstis.

Zutaten
ca. 500 g Steak (z. B. Red Heifer Tomahawk von eatventure)
Murray River Salt Flakes

für die Pfifferling-Speck-Rahmsauce
3 EL Butter zum Braten
200 g Pfifferlinge
125 g Schinkenspeck
1 kleine Zwiebel
1 kräftiger Schuss Weißwein
125 ml Sahne
75 ml Milch
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Meersalz
3 TL frisch gehackte Petersilie

für die Süßkartoffel-Röstis
3 EL Butter zum Braten
500 g Kartoffeln
2 EL Mehl
5 EL Milch
2 Eier

Hauptdarsteller ist dieses 6 Wochen Dry Aged Red Heifer Tomahawk von eatventure.

Zubereitung der Pfifferling-Speck-Rahmsauce

Die Pfifferlinge mit einem Pinsel vorsichtig putzen.

Etwas Butter in eine gusseiserne Pfanne stark erhitzen und die Pfifferlinge gold-braun braten.

Die Pfifferlinge aus der Pfanne nehmen und stattdessen eine fein gewürfelte Zwiebel und den Schinkenspeck kross braten.

Mit Weißwein ablöschen, die Pfifferlinge zurück in die Pfanne geben, die Sahne hinzufügen und anschließend alles zusammen kurz aufkochen.

Erst zum Schluss mit etwas frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und frisch gehackter Petersilie würzen und ggf. ein wenig Meersalz hinzufügen.

Zubereitung der Süßkartoffel-Röstis

Die Süßkartoffeln schälen und anschließend reiben. Ich mache das unter Zuhilfenahme einer Kitchenaid mit Gemüseschneider-Aufsatz.

Die geriebenen Süßkartoffeln auf ein sauberes Küchentuch geben…

…und anschließend die überschüssige Flüssigkeit auspressen.

Die geriebenen Süßkartoffeln zusammen mit den Eiern, dem Mehl und der Milch vermengen.

Die Röstis in einer gusseisernen oder noch besser geschmiedeten Pfanne knusprig braten.

Zubereitung des Steaks

Nun kommt es zum unaufwändigsten Teil des Rezepts. Während der Grill für direkte hohe Hitze oder wie in unserem Fall der Beefer XL aufheizt, wird das Steak lediglich mit Murray River Salt Flakes bestreut.

Anschließend jeweils 45 – 60 Sekunden lang von jeder Seite grillen bzw. beefen.

Je nach Stärke des Steaks, ggf. im indirekten Bereich des Grills bzw. in der unteren Schale des Beefer XL bis zu einer Kerntemperatur von ca. 54° C nachgaren.

Fertig ist die perfekte Kombination aus einem 6 Wochen Dry Aged Tomahawk-Steak mit einer Pfifferling-Speck-Rahmsauce und krossen Süßkartoffel-Röstis.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachgrillen!

CASO DESIGN Dry-Aged Cooler – 28 Tage Reifung Teil 2

…Die Fortsetzung nach 28 Tagen. Ihr erinnert euch? – Hier ist der zweite Teil meines 28-tägigen Fleischreife-Experiments mit dem neuen Dry-Aged Cooler von CASO DESIGN. Zum Nachlesen des ersten Teils, bitte hier entlang…

Am ersten Tag bestückte ich den Dry-Aged Cooler mit diesem schönen Stück Fleisch (frisch geschlachtetes, 5,112 kg schweres Bone-in Ribeye der Simmentaler Färse).

Zur Erinnerung: Ich stellte das Gerät auf eine Temperatur von 2 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 70 %.
Nach 2 Tagen ließ sich schon recht deutlich erkennen, dass sich die rote Färbung des Fleisches intensivierte und an der Außenseite trocknete.

Die Trocknung konnte man am 6. Tag noch viel deutlicher erkennen. Mich erinnerte die Färbung an eine luftgetrocknete Mettwurst. – Ich hätte sofort reinbeißen können. :-)

Zwischenzeitlich überprüfte ich nach genau 14 Tagen den Verbrauch des Wassers. Der mit 5,2 Liter Wasser gefüllte Wassertank verbrauchte bis dato ganz genau 805 ml Wasser. Das Fleisch sah wie folgt aus.

Während der weiteren Reifezeit, veränderte sich das Fleisch rein äußerlich nur noch marginal. Das nachfolgende Bild des Fleisches am 21. Tag.

Kleiner Zwischenfall (mein Fehler). Zwischen den Tagen 12 und 21 bildete sich an der Rückwand des Innenraums Eis. Durch die einzelnen kleinen ausgestanzten Schlitze der Rückwand konnte ich erblicken, dass sich das Eis nicht nur Richtung Innenraum, sondern auch in Richtung Innenwand-Hohlraum ausbreitete.

Damit die Funktion des Gerätes nicht beeinträchtigt wird, entschloss ich mich kurzerhand dazu, das Fleisch für ca. 2 Stunden in einen handelsüblichen Kühlschrank zwischenzulagern und den Dry-Aged Cooler abzutauen. Das funktionierte mit folgendem Trick sehr einfach und vor allem sehr schnell. Ich stellte einen Topf mit kochendem Wasser in den Kühlraum und verschloss die Tür. Diesen Vorgang wiederholte ich weitere 2 Mal nach jeweils 30 Minuten, sodass das Eis in dieser Zeit vollständig schmolz.

Am nächsten Tag kontaktierte ich die CASO-DESIGN-Hotline. Ein freundlicher Mitarbeiter versicherte mir, dass das entstandene Eis die eigentlichen Funktionen „Kühlung“ und „Luftbefeuchtung“ keineswegs beeinträchtigen würden. Naja, ich bin halt auf Nummer „Sicher“ gegangen und suchte anschließend nach der Ursache. Diese war anscheinend recht schnell gefunden, denn das Gerät stand zu nah an der Zimmerwand. In der Bedienungsanleitung stand es sogar schwarz auf weiß: „Das Gerät benötigt zum korrekten Betrieb eine ausreichende Luftströmung. Lassen Sie 15 cm Freiraum um das Gerät herum.“ Diesen Aufbauhinweis sollte man also stets ernst nehmen, denn während der restlichen Betriebszeit bildete sich tatsächlich kein neues Eis. – Ich hatte das Gerät einfach ein paar Zentimeter nach vorne gezogen.

Zwischenzeitlich überprüfte ich den exakten Stromverbrauch des Gerätes. In der Bedienungsanleitung ist dieser mit folgenden Werten angegeben: Leistung: 60 W; Energieverbrauch pro 24 Stunden in KW: 0,38

Hier die Werte im Real-Betrieb, die leider höher ausfielen (ohne Gewähr). Diesen Test wiederholte ich weitere zwei Male, immer mit den selben Ergebnissen.

Nun interessierte mich natürlich brennend, wie hoch die Stromkosten nach 28 Tagen wären. Eine 10-stündige Messung bei einer Umgebungstemperatur von ca. 20 °C sollte dazu aussagekräftige Ergebnisse liefern. Selbstverständlich habe ich zu Hause nur einen handelsüblichen Stromzähler, der nicht geeicht ist. Rechnung: (0,38 KWh / ca. 10 Std.) x 24 Std. x 28 Tage x 0,29 EUR (Durschnitt Deutschland) = 7,40 EUR (ohne Gewähr)
Die Kosten sind somit ungefähr doppelt so hoch wie in den technischen Daten der Betriebsanleitung angegeben.

Aber nun zurück zum Fleisch, welches nach 28 Tagen schlussendlich wie folgt aussah.

Bei kalten Außentemperaturen, draußen in der Sonne fotografiert, sah das Fleisch wie folgt aus.

Die Messer sind gewetzt.

Doch bevor ich anfing zu schneiden, wollte ich den Gewichtsverlust nach genau 28 Tagen ermitteln.

Ausgangsgewicht: 5,112 kg – Gewicht nach 28 Tagen: 4,392 kg = Gewichtsverlust: 720 g

Nun löste ich den Knochen aus…

…und wog diesen anschließend.

Dieser brachte stolze 1,675 kg auf die Waage.

Danach parierte ich das Ribeye…

…und wog anschließend das weggeschnittene Fett und vertrocknete Fleisch.

Übrig geblieben sind diese 3 wunderschönen Stücke Fleisch.

Diese wurden anschließend mit dem CASO DESIGN VC 100 vakuumiert.

Zwei der beiden schönen Stücke gingen für spätere Einsätze in den Gefrierschrank, eines davon 2 Tage später in das Sous-Vide-Bad. Dazu verwendete ich den CASO-Design SousVide Garer SV 200.

Der Stab lässt sich ganz einfach in ein mindestens 23 cm hohes Gefäß setzen und erwärmt dort mein vakuumiertes 28 Tage selbst-gereiftes Ribeye im Wasserbad auf eine Kerntemperatur von exakt 52 °C, in einer quasi umfunktionierten Kühlbox. Ein wie ich finde absolut geniales System!

Nach dem Erreichen der gewünschten Kerntemperatur, landete das schöne Fleisch für ca. 45 – 60 Sekunden je Seite auf dem Beefer.

Mich erwarteten Tranchen eines wahnsinnig zarten und saftigen Ribeyes. Geschmacklich wie ich es erwartete! Ich beschreibe den Geschmack immer gerne mit den Worten buttrig und nussig. – Einfach genial! – „Experiment“ 100-prozentig geglückt!

Fazit

Die Stabilität von Temperatur und Luftfeuchtigkeit war nach diversen Zwischenprüfungen stets gegeben. Der Dry-Aged Cooler roch weder von außen noch von innen nach irgendwelchen Gerüchen. Der Wasserverbrauch lag nach 28 Tagen bei exakt 1.700 ml. Somit hätte der Tank noch ausreichend Vorrat gehabt, um die Reifezeit von weiteren 28 Tagen und noch viel länger erneut zu durchlaufen. Der tatsächliche Stromverbrauch war ungefähr doppelt so hoch wie in der Bedienungsanleitung angegeben. Die Kosten beliefen sich nach 28 Tagen auf ca. 7,40 EUR (ohne Gewähr). Die Lautstärke des Dry-Aged Coolers ist in einem Wohnraum absolut erträglich. Sie fällt meines Erachtens minimal höher aus als bei einem normalen Kühlschrank.

Der Gewichtsverlust des Fleisches lag nach 28 Tagen Reifung bei 14 %. Es wurden 17 % Fett und vertrocknetes Fleisch weggeschnitten. Der Knochen wog 33 % des Ausgangsgewichts. Vom Ausgangsgewicht blieben 36 % reines Fleisch über. Das Auslösen des Knochens bereitete mir durch den Einsatz eines geeigneten Messers keinerlei Probleme.

Der Geschmack des Fleisches war wie zu erwarten buttrig und nussig, halt typisch Dry-Aged. Super-lecker! Das Fleisch war wahnsinnig zart und saftig.

Das Gefühl, mehrmals täglich an seinem Fleisch vorbei zu gehen, es also beobachten zu dürfen, ist einfach genial. So albern es auch klingt, baut man regelrecht eine Beziehung mit seinem Fleisch auf. Man freut sich 28 Tage lang auf den Anschnitt und wenn es dann so weit ist, ist man traurig, dass dann alles vorbei zu sein scheint. Mit der anschließenden Verköstigung geht der Spaß allerdings noch einmal weiter.

Je nach Einkaufspreis des Fleisches kann sich nun jeder Kauf-Interessierte anhand meiner Erfahrungswerte individuell ausrechnen, ob die Reifung sich für ihn/sie zu Hause lohnt. Eines kann ich jedoch jedem garantieren, der 28-tägige Spaß ist nicht zu unterschätzen und zudem unbezahlbar!

In nächster Zeit werde ich auch andere Fleisch-Sorten wie Schwein und Wild aber auch ganz andere Lebensmittel wie z. B. Käse reifen lassen.

Der Dry-Aged Cooler von CASO DESIGN macht einfach riesig Spaß! Der tatsächlich gemessene Stromverbrauch ist zwar höher als angegeben, jedoch hält der Dry-Aged Cooler in allen anderen Bereichen das, was er verspricht. Ich kann mit gutem Gewissen verlauten lassen, dass die unverbindliche Preisempfehlung von 799 EUR meines Erachtens mehr als angemessen ist und gebe dem Gerät eine klare Kaufempfehlung.

Zum Nachlesen aller Zahlen, Daten und Fakten des Dry-Aged Coolers, empfehle ich auch den ersten Teil zu lesen – Bitte hier entlang..

CASO DESIGN Dry-Aged Cooler – Unboxing u. Inbetriebnahme Teil 1

Wenn es um die Wahl den Fleisches geht, wissen aufmerksame bigBBQ.de-Leser unlängst, dass ich am liebsten bestes Dry Aged Beef speise und dieses so gut es geht fotografisch in Szene setze. Oft werde ich gefragt, wo ich mein Dry Aged Beef kaufe. Die Antwort ist mehr als einfach. – Da ich in meiner Region noch keinen Metzger gefunden habe der meinen Ansprüchen im Bezug auf Dry Aged Beef genügt, beziehe ich mein Fleisch aus dem Online-Fleischhandel meiner beiden Kooperationspartner. Der Bezug ist immer spielend einfach. – Fleisch auf der Website auswählen, Wunschtermin eintragen, Art der Bezahlung auswählen und einige Tage später klingelt auch schon der Postbote und bringt das frische ungefrorene Fleisch, durch gefrorene Kühlakkus stets wohlgekühlt, an meine Haustür. So weit, so gut, irgendwann gewöhnt man sich an alles. Mit der Zeit eigentlich alles andere als aufregend.

Wenn sich die Online-Fleischbestellung langsam aber sicher alltäglich wird, sucht man händeringend nach neuen spannenden Erfahrungen. Bei mir war es so, dass ich mich nach einiger Zeit immer intensiver mit dem Thema beschäftigte, woher eigentlich die Rinder stammen, aus denen mein Fleisch gewonnen wird und wie u. a. der jeweilige Reifevorgang vonstatten geht. Nach diversen Fleisch-Zerlegekursen und -Seminaren weiß ich mittlerweile schon recht gut, aus welchen Körperregionen die jeweiligen Cuts des Rindes stammen. Ich finde es jedoch immer wieder sehr spannend zuzusehen, nein – man könnte es auch beruhigend nennen, wie die einzelnen Fleischstücke in den Reifeschränken der Metzger liegen oder auch hängen. Immer öfter werden Fleisch-Reifeschränke auch in z. B. Restaurants oder bei Grill-Fachhändlern gesichtet. Leider war die Anschaffung eines solchen Dry Aging Schranks bisher immer mit immensen Kosten verbunden und aus diesem Grund für mich privat indiskutabel gewesen. – Bis heute! Denn ab sofort gibt es den Dry-Aged Cooler von CASO DESIGN für einen, wie ich finde, unwahrscheinlich fairen Preis von 799 EUR. Auf diesen idealen Zeitpunkt hatte ich gewartet und mir den Dry-Aged Cooler einmal genauer angeschaut.

Am 7.2.2017 ist mein Traum in Erfüllung gegangen und der CASO DESIGN Dry-Aged Cooler wurde von einer Spedition geliefert.
Durch die Hilfe einer zweiten Person brachten wir den ca. 40 kg schweren Karton in meine Grill-Remise.

Nachdem das Umreifungsband des Kartons entfernt wurde, ließ sich der übergestülpte Deckel ganz einfach nach oben über den Korpus des Dry-Aged Coolers heben. Geschützt wurde dieser rundherum durch Styroporplatten.

Die Spannung stieg. – Es musste nur noch die Folie abgenommen werden.

Nun steht er da. Die Außenseiten geheimnisvoll tief schwarz, die Front-Glasscheibe aus getöntem UV-beständigen Isolierglas mit einem breiten Rahmen aus Edelstahl. Sehr viel schöner und hochwertig anmutender als auf allen zuvor von mir betrachteten Bildern aus dem Internet!

Nach dem Öffnen der Tür kam zum Vorschein, dass viele Kunstoff- und Metall-Teile zum Kratz- und Schmutz-Schutz mit Folie überzogen waren, welche sich sehr einfach abziehen ließen. Des Weiteren befanden sich die Zubehörteile in der untersten Ebene des Gerätes.

Das Zubehör besteht aus folgenden Teilen (v.l.n.r.):
– 1 Abtropfblech
– 3 Metall-Lagerböden
– 1 Bedienungsanleitung
– 4 Fleischer-Haken
– 2 Schlüssel zum Abschließen der Tür
– 2 Schrauben für den Türgriff
– 1 Metallaufhängung
– 1 Türgriff
– 2 Tanks, jeweils für Frisch- u. Kondenswasser (bereits im Gerät)

Als Erstes wurden durch Zuhilfenahme eines Kreuzschraubendrehers die beiden Schrauben des Türgriffs angeschraubt.

Dann wurden die 3 Metall-Lagerböden auf den frei verstellbaren Haltern gesetzt.

Ganz oben wurde die Metallaufhängung aufgelegt, an der sich die 4 mitgelieferten Fleischer-Haken hängen lassen.

Und das war alles in Allem auch schon alles. Es musste lediglich der Türgriff angeschraubt werden, alles andere wurde nur an die dafür vorgesehenen Stellen gelegt oder gehängt.

Zur Inbetriebnahme musste der linke Frischwassertank mit Wasser gefüllt werden. Dieser nimmt bis zur Markierung des Maximal-Stands ca. 5,2 Liter Wasser auf. Die gelbe filterähnliche Matte steht Anfangs zu ca. 6/7tel im Wasser. Aus dem letzten 1/7tel der Matte kann das Wasser sehr gut verdunsten. In der oberen, hinteren Aussparung des Tanks, findet der in der darüber liegenden Ebene installierte Lüfter Platz, welcher die Wasserverdunstung aus dem Wassertank über die Rückwand transportiert und im gesamten Gerät verteilt. Im rechten Teil des Tanks befindet sich ein elektronisch überwachter Schwimmer, der ständig den Wasserstand überprüft. Sollte sich dieser unter der Markierung des Minimal-Stands befinden, gibt das Gerät sehr laute Töne von sich und zudem fängt das Display an zu blinken.

In dem rechten Wassertank führt ein Wasserschlauch, der das überschüssige Wasser aus dem Gerät aufnimmt.

Die Display-Einheit besitzt vier Tasten.

Die 1. Taste von rechts schaltet den Dry-Aged Cooler jeweils ein und wieder aus.

Die 2. Taste von rechts schaltet bei einmaligem kurzen Drücken die blaue LED-Beleuchtung ein. Das blaue Licht schaltet sich automatisch nach 4 Stunden wieder aus und dient lediglich dem Show-Effekt.
Viel wichtiger ist hingegen das weiße, sehr schwache UV-Licht. Dieses wird durch langer Betätigung (über 5 Sekunden) der 2. Taste von rechts eingeschaltet. Es dient zur antibakteriellen Wirkung und ist für das menschliche Auge schädlich. Sobald die Tür geöffnet wird, schaltet sich das UV-Licht aus Sicherheitsgründen aus. Wird die Tür wieder geschlossen, schaltet sich das UV-Licht wieder von selbst an. Achtung: Wird die Stromversorgung unterbrochen und später wieder aufgenommen, muss das UV-Licht erneut manuell eingeschaltet werden. Da man das UV-Licht bei normaler Außenbeleuchtung sehr schlecht von außen erkennt, wird der eingeschaltete Zustand mit einem blinken der 2. Taste von rechts symbolisiert.

Über die 3. Taste von rechts kann zwischen der Display-Anzeige der aktuellen Temperatur und der aktuellen Luftfeuchtigkeit gewechselt werden.

Über die 4. Taste von rechts kann die jeweilige Soll-Temperatur (1 – 22 °C in 1 °C-Schritten) und -Luftfeuchtigkeit (50 % – 85 % in 1 %-Schritten) eingestellt werden.
Bei längerem gleichzeitigen Betätigen der Tasten 3. und 4. von rechts, kann zwischen °C und °F gewechselt werden.

Damit der CASO DESIGN Dry-Aged Cooler sicher steht, befinden sich 3 große Standfüße und ein kleiner Stellfuß unter dem Gerät.

Wirklich toll und sehr hochwertig sieht er aus und passt farblich genial zu den warmen Naturfarben meiner Grill-Remise. Nachfolgend noch einige Impressionen.

Beim Studieren der Bedienungsanleitung laß ich, dass die empfohlene Betriebstemperatur von 10 °C nicht unterschritten und von 32 °C nicht überschritten werden soll. Leider herrschten zu der Zeit (Anfang Februar) noch Nacht-Temperaturen von unter 0 °C, weshalb ich es vorzog, das nicht für den Außenbereich konzipierte Gerät sicherheitshalber in die warme Küche zu holen.

Bis zum Empfang meines vorbestellten Fleisches, ließ ich den Dry-Aged Cooler 48 Stunden lang erfolgreich ohne Fleisch laufen, um die Stabilität von Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu überprüfen.

Die Inbetriebnahme

Bei der Online-Fleischbestellung bei yourbeef.de wählte ich ein frisch geschlachtetes, 5,112 kg schweres Bone-in Ribeye der Simmentaler Färse. Färse sagt aus, dass es sich um ein weibliches Rind handelt, welches noch nicht gekalbt hat. Es liefert somit besonders hochwertiges und zartes Fleisch.
Am 10.2.2017 war es dann endlich soweit und mein Fleisch wurde geliefert.

Bevor ich das Fleisch in den Dry-Aged Cooler stellte, wischte ich das komplette Gerät aus hygienischen Gründen von innen mit reinem Essig aus und ließ dessen flüssige Restspuren einige Minuten lang rückstandslos verfliegen.

Nun durfte das gute Stück auf dem mittleren Metall-Lagerboden Platz nehmen und sollte dort 28 Tage lang reifen.

Bereits Tage zuvor sprach ich mit einigen mir bekannten Fleisch-Spezialisten und informierte mich über die geeignete Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Durch seine jahrelangen Erfahrungen mit Fleischreifeschränken hörte ich schlußendlich vertrauensvoll auf meinen Freund Tobias Walker, der mir zu einer Temperatur von 2 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 70 % riet.

Nun noch schnell die Tür verschlossen, welche lange Zeit nicht mehr geöffnet werden sollte!

Ich möchte schon heute feststellen, dass das Gerät optisch wirklich etwas her macht und sich spielerisch einfach bedienen läßt. Ich bin auf die nächsten 28 Tage sehr gespannt!

Wie es weiter geht, erfahrt ihr im nächsten Teil des CASO DESIGN Dry-Aged Cooler Berichts u. a. mit diesen Themen:

– Stabilität von Temperatur und Luftfeuchtigkeit
– Visuelle Veränderung der Fleischoberfläche
– Eventuell auftretende Gerüche
– Wasserverbrauch
– Tatsächlicher Stromverbrauch
– Lautstärke
– Gewichtsverlust
– Schneiden des Rückens
– Geschmack des Fleisches
– Das Gefühl, mehrmals täglich an seinem Fleisch vorbei gehen zu dürfen
– Welche Lebensmittel können noch gereift werden?
– End-Fazit
u.v.m.

Nachfolgend noch einige wichtige technische Daten:

Gehäusefarbe: Edelstahl
Leistung: 60 Watt
Maße (BxHxT mm): 395 x 875 x 595 mm
Gewicht: 38,5 kg
Energieklasse: A
Temperaturbereich: 1 – 22 °C
Luftfeuchtigkeit: 50 – 85 %
Energieverbrauch/Tag (24 Std.): 0,38 KW
Preis (UVP): 799 EUR

Hier geht es zum Teil 2…

Dry Aged Steak im Wolfgangs Style mit Kerrygold Butterschmalz (Sponsored Post)

Habt ihr schon das neue Kerrygold Original Irisches Butterschmalz aus Weidemilch ausprobiert? Nein? – Dann solltet ihr das so schnell wie möglich nachholen. Kerrygold bietet seinen Kunden zurzeit die Möglichkeit, dass vielseitige Bratfett für Gourmets und Hobbyköche kostenlos zu testen.

Produkttester gesucht!

Ich hatte die Möglichkeit mir ebenfalls ein Päckchen Kerrygold Butterschmalz schicken zu lassen und habe dieses ausgiebig getestet. Aussagekräftig für die Produktqualität von Bratpfanne und vor allem Butter sind krosse Bratkartoffeln und perfekt gegarte Steaks. Aus diesem Grund wählte ich Wolfgang Zwieners Steak-Zubereitungsart aus dem berühmten New Yorker Wolfgangs Steakhouse. Bei dieser interessanten Methode, werden dem Steak beim scharfen Anbraten beidseitig Röstaromen verliehen und das Fleisch anschließend in Tranchen geschnitten. Danach werden die Tranchen aufrecht in eine Garschale gestellt und in Butter bzw. in Butterschmalz gegart.

Zutaten
Dry Aged T-Bone-Steak
Kerrygold Original Irisches Butterschmalz aus Weidemilch
Kartoffeln
Zwiebeln
2 Zweige Rosmarin
Gemüse nach Wahl
frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
Meersalz

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In einer Eisenpfanne eine großzügige Menge Butterschmalz schmelzen lassen und auf hohe Temperatur heizen.

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Das Dry Aged T-Bone-Steak jeweils für ca. 90 Sekunden von beiden Seiten braten. Obwohl der Butterschmalz sehr heiß war, spritzte es so gut wie garnicht.

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Nach dem scharfen Anbraten das Steak zum Tranchieren auf ein Schneidbrett legen. Die in sehr kurzer Zeit gewonnenen Röstaromen sehen schonmal sehr vielversprechend aus!

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Nun wird mit einem sehr scharfen Messer das Filet und das Roastbeef vom Knochen getrennt und anschließend das Fleisch in Tranchen geschnitten.

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Das Steak inklusive des Knochens in eine Garschale legen, großzügig auf und zwischen den Tranchen mit flüssigem Butterschmalz übergießen und im Grill bei geschlossenem Deckel bei einer Gartemperatur von ca. 150°C bis zu einer Kerntemperatur von ca. 54°C garen. Zum leichten Parfümieren des Fleisches können noch zwei Zweige Rosmarin hinzugefügt werden.

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Während das Fleisch in der Garform langsam auf Temperatur kommt, wird die noch heiße Eisenpfanne wiederholt mit Butter versehen, um bei mittlerer Temperatur die Bratkartoffeln zu braten und zugleich die Prinzessbohnen im Speckmantel auf den Grillrost zu legen. Sobald die ersten Bratkartoffeln Farbe angenommen haben, werden die Zwiebeln hinzugefügt.

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Nur noch wenige Minuten, dann sind alle Speisen des Menüs gleichzeitig fertig.

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Die Bratkartoffeln sehen schon richtig klasse aus und müssen nur noch mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, Meersalz und ggf. mit Kräutern abgeschmeckt werden.

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Fertig ist das relativ einfache aber unwahrscheinlich leckere Menü mit dem ganz besonderen Pfiff.

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Das Dry Aged T-Bone-Steak war geschmacklich der absolute Knaller. Leckere Röstaromen von außen und saftigstes Fleisch von innen. Der leicht nussige Geschmack vom Dry Aged Beef wurde durch den Butterschmalz noch einmal intensiviert. Die Bratkartoffeln waren ebenfalls mehr als köstlich. – Von außen kross, von innen immer noch sehr weich und geschmacklich angenehm buttrig. – So muss meines Erachtens eine Bratkartoffel schmecken!

Laut Herstellerangaben ist Kerrygold Butterschmalz ein reines Naturprodukt und frei von Laktose (<0,1%), Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und Emulgatoren. Kerrygold Butterschmalz ist übrigens nicht nur zum nahezu spritzfreien Braten bei hohen Temperaturen bis 205 Grad geeignet, sondern auch zum Kochen, Backen und Frittieren. Ein weiterer Pluspunkt ist die sehr lange Haltbarkeit, selbst ungekühlt. Auf meinem Päckchen stand das Haltbarkeitsdatum 05/2017, also ist es mindestens 8 Monate haltbar!

Ich kann Kerrygold Original Irisches Butterschmalz aus Weidemilch uneingeschränkt empfehlen.
Überzeugt auch ihr euch davon und werde Produkttester!