Feuerhand Pyron Plate (Feuerplatte)

Wie bereits in unserer Produktvorstellung des Feuerhand Pyrons angekündigt, ist mit der Pyron Plate mittlerweile die erste Erweiterung für die hochwertige doppelwandige Feuertonne aus Edelstahl erschienen. Die Pyron Plate ist eine 6 mm starke runde Stahlplatte mit einem Durchmesser von 57 cm, welche den Pyron in eine Grill- und Kochstation verwandelt.

Die Montage

Geliefert wird das Set in einem stabilen Karton.

Alle im Karton enthaltenen Teile sind einzeln verpackt und somit sicher vor Stößen und Kratzern geschützt.

Der Packungsinhalt ist sehr überschaubar und beinhaltet neben der Bedienungsanleitung folgende Teile:

– Pyron Plate Feuerplatte
– Kochaufsatz
– dreiteiliges Trägergestell
– 6 Inbusschreiben mit Muttern
– 12 Unterlegscheiben

Die Montage ist denkbar einfach und locker in unter 10 Minuten erledigt. Dazu werden lediglich die 6 Inbusschrauben mit den Unterlegscheiben in die dafür vorgesehenen Löcher des Trägergestells geführt und anschließend mit den Muttern verschraubt.

Es ist darauf zu achten, dass nach der Montage alle Haken der Arme nach oben zeigen.

Das Trägergestell auf den Rand des Pyrons stellen und anschließend durch Verschiebung der einzelnen Arme versuchen den Spielraum zwischen Trägergestell und Pyron zu minimieren.

Nun kann die Pyron Plate auf das Trägergestell gesetzt werden.

Wie von der Seite aus gut zu erkennen ist, „schwebt“ die Feuerplatte regelrecht über dem Pyron. Dadurch, dass das Trägergestell nur dreiarmig ist, kann bei der materialbedingt zu erwartenden Verformung der Feuerplatte nichts wackeln. Des Weiteren ist durch den Abstand stets gewährleistet, dass immer ausreichend Sekundärluft in den Pyron gelangt und somit wenig bis kein Rauch entsteht.

Zu guter Letzt sollte nun der Kochaufsatz in die mittlere Aussparung der Pyron Plate eingesetzt werden, welcher für diverse Kochtöpfe, Feuertöpfe, Pfannen, Kessel aber auch Woks geeignet ist.

Da materialbedingt nicht vorhersehbar ist, in welche Richtung sich die Platte wölbt wenn sie heiß ist, muss dieses erst einmal erkundet werden. Korrekt ist, wenn sich die Platte nach unten wölbt und Fleischsäfte ungehindert in Richtung Zentrum fließen. Sollte die Platte sich nach oben wölben, muss diese mit feuerfesten Handschuhen gewendet werden.

Das Einbrennen der Stahlplatte

Vor der ersten Verwendung sollte die Stahlplatte eingebrannt werden. Durch das Einbrennen entsteht eine Patina die verhindert, dass das Grillgut an der Platte hängen bleibt.

Zum Einbrennen wird die heiße Platte mit Rapsöl eingerieben oder mit Trennspray benetzt, mit Kartoffelscheiben belegt und großzügig mit Salz bestreut.

Während dieser Zeit sollte der Pyron großzügig befeuert und die Kartoffelscheiben mehrmals gewendet werden. Das gelingt sehr einfach durch die Hinzugabe einer ausreichenden Menge kleiner Holzscheiten durch das Loch des Kocheinsatzes.

Nachdem die Kartoffelschalen schwarz geworden sind, lösen sie sich wie von selbst von der Platte. Diese erhält nach dem Einbrennen eine fast schwarze Oberfläche, die quasi als Antihaft-Beschichtung fungiert.

Die Inbetriebnahme

Für den ersten Testlauf starteten wir mit recht simplem Grillgut, bestehend aus Nürnberger Rostbratwürstchen, Wurstebrot, Kartoffelknödel, Gemüsespieße usw.

Je nachdem wieviel Holz aufgelegt wird, erhitzt sich die Pyron Plate entsprechend schnell und bietet, je nach Außentemperatur, drei unterschiedliche Temperaturzonen mit recht breitem Spektrum. Während bei geringer bis mäßiger Befeuerung im inneren Bereich der Pyron Plate ca. 255°C gemessen wurden, zeigte das Infrarotthermometer im mittleren Bereich ca. 155°C sowie ca. 100°C im äußeren Bereich. Bei erhöhter Befeuerung zeigten spätere Tests Werte von 325°C/250°C/150°C.

Es stellte sich heraus, dass das Ausmaß der Pyron Plate von 57 cm völlig ausreichend für eine mehrköpfige Familie ist. Das liegt u. a. daran, dass die Platte keinen erhöhten Rand besitzt und es aus diesem Grund möglich ist, z. B. die Griffe von Spießen bequem und platzsparend über den Rand hinaus ragen zu lassen und so für ausreichend Platzangebot zu sorgen.

Des Weiteren zahlt es sich gerade bei niedrigen Außentemperaturen aus, sich günstige Garhauben zu basteln. Diese Edelstahl-Schälchen werden in vielen Schnäppchen-Läden für unter einem Euro angeboten. Ein günstiger Schubladen-Knauf aus Vollholz komplettiert das günstige und sehr praktische Bastelergebnis zum z. B. Nachgaren von Steaks oder zum Käse schmelzen lassen auf Pattys.

Reinigung und Lagerung

Die Reinigung der Pyron Plate ist sehr einfach. Mit einem Spachtel werden die groben Reste des Grillguts zusammengeschoben und entsorgt. Anschließend mit einem feuchten Küchentuch abwischen, idealerweise einfetten und an einem trockenen Ort aufbewahren. Bitte kein Spülmittel verwenden, da dieses die Patina zerstören wird.

 

Technische Daten

Durchmesser Pyron Plate (gesamt): 57 cm
Durchmesser Öffnung für Brennmaterial: 13,2 cm
Außendurchmesser Kochaufsatz: 14 cm
Gesamtmaße zusammengebaut (H x B x T): 13 x 60 x 60 cm
Stärke Pyron Plate: 6 mm
Gesamthöhe: 13 cm
Gesamtgewicht: 13,5 kg
Preis (z. B. Feuerhand-Online-Shop): 119,99 EUR

Fazit

Durch die Feuerhand Pyron Plate wird der Funktionsumfang des ohnehin schon sehr beliebten Pyrons um eine Koch- und Grill-Funktion erweitert. Die Arbeitshöhe der Feuerplatte ist mit ca. 87 cm sowohl für kleinere als auch für größere Menschen als sehr angenehm einzustufen. Der Aufbau gelingt in deutlich unter 10 Minuten und das dreiarmige Trägergestell gewährleistet eine wackelfreie plane Lage der Feuerplatte. Das Einbrennen beansprucht anfangs zwar etwas längere Zeit (ca. 1 Stunde), muss jedoch bei korrekter Aufbewahrung der Feuerplatte auf keinen Fall all zu schnell wiederholt werden. Obwohl die Pyron Plate nicht zu den aller größten Feuerplatten seiner Art zählt, unterscheiden sich die drei Temperaturzonen willkommener Weise sehr deutlich von einander, sodass z. B. ein Rindersteak im inneren Bereich scharf angegrillt werden kann und anschließend im äußeren Bereich, ggf. unter Zuhilfenahme einer Garhaube, schonend garziehen kann, ohne graue Ränder zu bekommen. Komplettiert wird die Station durch einen Kochaufsatz, der bei intensiver Befeuerung selbst einen Wok mit der ausreichenden Hitze versorgen kann. Beide Daumen hoch für die fast rauchfreie Koch- und Grill-Kombination Pyron und Pyron Plate!

Feuerhand Pyron – Die doppelwandige Feuertonne aus Edelstahl

Der Pyron von Feuerhand, ein Unternehmen der Petromax GmbH, ist mehr als eine einfache Feuertonne! – Mit seinem doppelwandigen Korpus aus Edelstahl ist er ein echtes Schmuckstück, sehr platzsparend, nahezu rauchlos, unübertroffen effektiv in der Holz-Verbrennung und aus letzterem Grund zugleich auch ein bisschen unvernünftig. Seltsam, dass ausgerechnet die weniger vernünftigen Dinge im Leben oftmals am meisten Spaß machen! Welche einzelnen Punkte am Pyron ausgesprochen viel Spaß machen und welche weniger, zeigen wir euch in dieser Produktvorstellung.

Der Lieferumfang

Der Pyron wird sicher in einem sehr stabilen Karton ausgeliefert.

Der Korpus des Pyrons ist zum Schutz vor Kratzern in Folie verpackt und wurde zur Fixierung mit Karton-Streifen und Styropor-Elementen versehen.

Nach dem Auspacken fiel als Erstes das hochwertige Feuerhand-Metallschild im Retro-Design auf.

Die einzelnen Elemente des kompletten Lieferumfangs inklusive Gebrauchsanleitung.

Die zylindrische Feuertonne besteht aus einem Innen- und einem Außenmantel.

Beide Mäntel sind bereits ab Werk im oberen Bereich miteinander vernietet.

Des Weiteren gehören zum Lieferumfang die drei Halterungen der Ascheschale mit den jeweiligen Standbeinen, sechs Innensechskantschrauben mit Muttern (inkl. Inbusschlüssel)…

…eine Ascheschale mit Griffen…

…die Bodenschale…

…und letztlich der Kohlerost.

Der Zusammenbau

Als Erstes wird, durch Zuhilfenahme zweier Schrauben und dem mitgelieferten Inbusschlüssel, jeweils ein Bein von außen durch die Bodenschale gesteckt und an die jeweilige Halterung der Ascheschale geschraubt. Die obere Schraube (siehe folgendes Bild) wird dabei noch nicht vollständig festgezogen!

Nachdem die anderen beiden Beine ebenfalls montiert wurden…

…die Bodenschale auf die Standbeine stellen und anschließend die Ascheschale mit den Griffen einsetzen.

Nun erfolgt quasi die Hochzeit, indem der doppelwandige Korpus auf die Bodenschale gesetzt wird…

…und die Schrauben angezogen werden.

Zu guter Letzt wird der Kohlerost eingesetzt.

Nun ist der Pyron einsatzfähig und macht eine sehr robuste Figur.

Vor der Inbetriebnahme noch einmal ein schnelles Bild, denn so sauber wie zuvor wird er aller Voraussicht nach nie mehr aussehen. Apropos aussehen: Der Hersteller gibt in seiner Gebrauchsanleitung an, dass Verfärbungen des Edelstahls durch die extrem hohe Hitze nicht zu vermeiden sind und ggf. der Glanz durch den Einsatz von Chrompolitur wiederhergestellt werden kann.

Die Inbetriebnahme

Nachfolgendes Bild zeigt nachgestellt, die von uns präferierte Anordnung von sechs kleinen Holzscheiten zum Entzünden des Pyrons. Auf den unteren beiden, sich längst gegenüberliegenden Holzscheiten, werden ein bis zwei Grillanzünder o. ä. gelegt. Darüber werden, jeweils versetzt im 90°-Winkel, zweimal zwei Holzscheite gestapelt. Dieses Setup hat sich bei uns in jeder Feuerschale, Kaminofen usw. bewährt!

Übrigens, wir verwenden zum Entzünden schon seit sehr langer Zeit ausschließlich ZapfenZünder!

Soviel zur Theorie. – Nun folgt die Praxis.

Wenige Sekunden nach dem Zünden der ZapfenZünder, fängt durch den intensiven Kamineffekt das Holz bereits an zu brennen.

Keine 10 Minuten später brennt es aus dem Pyron auch schon lichterloh. Selbst der heftige Wind an diesem Abend kann dem tollen Flammbild des Pyrons nichts anhaben. Es ist schon fast ein Wunder, dass die edle Feuertonne beinahe rauchfrei ist.
Der Hersteller beschreibt es so: „Durch den Kamineffekt und das Holzvergaserprinzip wird eine sehr saubere und nahezu rauchfreie Verbrennung ermöglicht.“

Zum besseren Verständnis. – Unter dem Kohlerost wird das darüberliegende Holz mit Sauerstoff (Primärluft) in Überfluss versorgt. Für die außerordentlich saubere Verbrennung und die dadurch extrem geringe Rauchentwicklung zeichnet sich die am Austritt des Pyrons, zwischen dem Innen- und Außenmantel zugeführte Sekundärluft verantwortlich. Einziger kleiner Wermutstropfen: Der Holzverbrauch ist unglaublich hoch!

Weder das Aschereste den Boden bedecken, noch das der Untergrund im Betrieb ausgesprochen warm wird. – Der Terrassenboden wird keinesfalls in Mitleidenschaft gezogen.

Die Reinigung

Die verbrauchte Asche fällt sicher und sauber in die unter dem Kohlerost befindliche Ascheschale. Zur Entnahme der Ascheschale, müssen mit dem mitgelieferten Inbusschlüssel die drei äußeren Schrauben leicht gelöst, der Aufsatz angehoben, zur Seite gestellt und schlussendlich die Ascheschale entnommen werden.
Feature-Request auf (wahrscheinlich) Kosten der Optik: Das Lösen der Schrauben ohne Werkzeug oder Hinzufügen einer Haltevorrichtung für den Inbusschlüssel am Pyron-Boden/Bein.

Technische Daten

Material: Edelstahl
Standfläche: 44,5 cm
Durchmesser (oberer Rand innen): 29,5 cm
Durchmesser (oberer Rand außen): 36,5 cm
Höhe mit Füßen: 74 cm
Volumen für Brennmaterial: 25 l
Gewicht: 10,55 kg
Preis (z. B. Amazon): 189,89 EUR

Fazit

Berits im Einleitungstext schrieben wir Worte wie „relativ unvernünftig“. – Wir müssen gestehen, dass wir im Fall des Feuerhand Pyrons sehr gerne unvernünftig sind und folglich den hohen Holzverbrauch in Kauf nehmen. – Zu sehr hoch ist der dafür gewonnene Spaß, den der Pyron uns bereitet.

Die doppelwandige Feuertonne aus Edelstahl ist mit seinem tollen Design eine Augenweide für seinen Betrachter und zieht mit großer Sicherheit alle Blicke auf sich. Eine Rauchentwicklung ist nahezu nicht vorhanden. Lässt man das Holz etwas weiter herunterbrennen, können neben Stockbrot, Marshmallows & Co., in kleinen Mengen auch Würstchen und Steaks auf einen, auf dem Rand gelegten Grillrost zubereitet werden.

Feuerhand hat übrigens bereits angekündigt, dass weiteres Zubehör für den Pyron in Arbeit ist. Den Anfang macht die erst jüngst veröffentlichte Pyron Plate, die den Pyron in eine Kochstation verwandelt. Die ersten Infos lest ihr hier, ausführlichere Infos sicherlich bald auf bigBBQ.de!

Ob ihr den Pyron nun unbedingt benötigt, müsst ihr leider für euch selbst entscheiden. Ich kann ihn mir vor unserer Grill-Remise zumindest nicht mehr wegdenken, denn selbst im unbetriebenen Zustand ziert er außerordentlich platzsparend unser Interieur und sorgt bei unseren Gästen stets für ausreichend Gesprächsstoff.