Fieldfare – und unsere Vorliebe für Gin Tonic

Spätestens nach dem 1. Grilltank Original im Jahre 2015, im Weber Original Store Berlin, hatte es mich schließlich auch gepackt. – Die Vorliebe für Gin Tonic.

Für mich persönlich fing es damals so an, dass einer der Grilltank-Jungs nach getaner Arbeit, eine Flasche Berliner Brandstifter (Gin) aus dem Ärmel zauberte. Während die Gin Tonic Fans umgehend hell auf begeistert waren und jubelten, schauten sich die anderen Teilnehmer das Spektakel neugierig aber zaghaft aus der Ferne an. Ich gebe zu – bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich den berühmten Longdrink zuvor auch noch nicht zu mir genommen und kannte ihn gegenwertig nur aus Erzählungen vom großen Gin-Boom.

Gleich nach meiner ersten Verkostung an diesem Tag stand bereits fest, dass dieses erste Glas Gin Tonic auch gewiss nicht mein letztes Glas gewesen sein sollte. – Nur zu gut schmeckte mir die Kombination, aus dem typischerweise ein Gin Tonic besteht: 1 Teil Gin, 3 – 4 Teile Tonic Water und meist eine Scheibe/Schnitz/Zeste Limette oder Zitrone, in einem Glas mit Eiswürfeln serviert.

Gin ist nicht gleich Gin

Die meist farblose Spirituose hat einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Volumenprozent. Ein Gin besteht aus sehr vielen Kräutern und Gewürzen, den so genannten Botanicals (Pflanzenstoffe), unter denen klassischerweise Wacholderbeeren und meist Koriander, Orangen- und Zitronenschalen zählen. Jeder Hersteller hat sein eigenes Geheimrezept, welches seinen Gin einzigartig macht.

Charakteristisch für einen Hendrick´s Gin ist z. B. der Zusatz von Damaszener-Rosen und holländischen Salatgurken, weshalb viele Genießer ihn unter dem Zusatz von Gurkenscheiben trinken. – Klingt vielleicht etwas komisch, schmeckt jedoch sagenhaft gut!

Der aus dem Schwarzwald stammende Monkey 47 verdankt hingegen seiner Rezeptur die Zahl „47“ in seinem Namen, denn es finden exakt 47 Botanicals den Einzug. Neben dem typischen Wacholderaroma können des Weiteren Zitrus-, feinblumige-, sowie leicht pfeffrige Noten entdeckt werden.

Zu vielfältig und interessant im Geschmack sind also die vielen unterschiedlichen Gins dieser Welt, als das meines Erachtens jemand behaupten könnte, dass es den(!) einen, besten(!) Gin geben würde.

Mein derzeitiger Lieblings-Gin: Fieldfare – Diemel Dry Gin

Nach den mittlerweile dutzend und mehr von mir verkosteten unterschiedlichen Gins der letzten Jahre, hat sich ein ganz bestimmter Tropfen herauskristallisiert. Auf dem im Juli 2017 stattfindenden 1. Grilljunkies-Treffen im Kasseler Weber Originalstore lernte ich bei einer Verkostung Fieldfare – Diemel Dry Gin kennen und lieben.

Der englische Name Fieldfare heißt in die deutsche Sprache übersetzt Wacholderdrossel, hingegen die Diemel ein Fluss ist, der durch das hessische Diemeltal fließt. Im Diemeltal werden vom Hersteller Diemelstrand UG & Co. KG, eine kleine Familien-Manufaktur aus Liebenau-Ostheim, die süßlich und aromatischen Wacholder selbst gepflückt und u. a. mit Koriander, Kardamom und Wakame Alge perfekt ergänzt. Unter den insgesamt 21 Botanicals zählen des Weiteren Zitrusnoten von Orange, Grapefruit und Sanddorn, die dem Gin eine besondere Frische verleihen aber trotzdem feinkomplex erscheinen lassen.

Zum Verdünnen des gewonnenen Destillats in Diemelstrands eigener Destille auf 45 Volumenprozent, dient entmineralisiertes Ostheimer Quellwasser. Abgefüllt, mit einem Naturkorken verschlossen, etikettiert und auf einem verplombten Kartonetikett am gewickelten Hanfband signiert, wird Fieldfare standesgemäß in Handarbeit.

Neben Limettenscheiben schmeckt mir Fieldfare-Gin mit Orangenzesten am allerbesten. Des Weiteren teste ich von Zeit zu Zeit immer wieder Mal unterschiedliche Tonic Water und bin zu dem Entschluss gekommen, dass Fieldfare Gin mit Fever Tree Indian Water mein persönlicher Favorit ist.

Fieldfare – Diemel Dry Gin, der erste Gin Nordhessens, kostet 34,50 EUR (0,5 l) und kann hier bestellt werden.

Übrigens: Auch bei unserem Sieg in der letzten Beef Battle Folge der 2017er Staffel spielte bei Stefan (poggegrillt.de) und mir Gin eine wichtige Nebenrolle beim Verfeinern des Zwiebelconfits, als Beilage für das Teres Major.

Freut euch auf zukünftige Rezepte mit Fieldfare Gin und auf frisch-spritzige Gin Tonics!

Gut Glut, Prost und bis bald!