Outdoorchef Kensington 570 C – Chef Edition 2016

Vor nicht ganz 4 Monaten stellte ich euch den Outdoorchef Kensington 570 C vor und beschrieb ausführlich den Aufbau und die Funktionen. Wie ihr in vielen meiner letzten Artikel sehen konntet, grillte ich mittlerweile schon recht häufig auf meinem neuen Holzkohlegrill und schätze das Easy Slide Trichter-System sehr, durch das im Handumdrehen eine sehr große indirekte Grillfläche geschaffen werden kann. Des Weiteren möchte ich u. a. das praktische Deckelscharnier nicht mehr missen. Eine Sache hielt ich jedoch schon von Anfang an für verbesserungswürdig – es ist der verchromte Grillrost mit den relativ dünnen Metallstreben.

Für interessierte Käufer die genauso über den Standard-Rost denken wie ich, möchte ich euch die Lösung vorstellen. Seit einiger Zeit kann der Kensington 570 C für ca. 40 EUR Aufpreis als sogenannte Chef Edition erworben werden. Diese Spezial-Edition vereint gleich drei Vorteile.

– Aufklappbarer gusseiserner Rost inkl. Heber
– Deckelthermometer im Chef Edition Design
– Garantieverlängerung von zwei auf drei Jahre

Der Grill wird anstelle des Standard-Rosts und -Thermometers mit der jeweiligen Chef Edition Version im banderolierten Karton geliefert.

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Darin enthalten ist der zweiteilige gusseiserne Rost, der Rostheber, das Thermometer im Chef Edition Design und die Garantieverlängerung.

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Der gusseiserne Rost, quasi das Herz der Chef Edition, ist zweigeteilt und besitzt ein Rautenmuster. Die Tür bzw. der Einsatz kann von beiden Seiten verwendet werden. Die Auflagefläche der Streben von der einen Seiten ist breiter als die der anderen Seite.

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Damit wie beim Standard-Rost auch weiterhin der Grillrost zusammen mit dem Trichter um 180 Grad gedreht werden kann, werden diese beiden Schrauben inklusive der passenden Muttern mitgeliefert.

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Diese beiden Schrauben werden in die dafür vorgesehenen Löcher des Grillrosts gesteckt und anschließend verschraubt.

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Dadurch „verzahnt“ sich der Grillrost mit dem Trichter und beides kann gleichzeitig gedreht werden. Das Prinzip des Easy Slide Trichter-Systems erklärte ich bereits ausführlich in diesem Bericht.

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Unter Zuhilfenahme des Rosthebers, kann die Tür/Einsatz bequem geöffnet bzw. angehoben werden.

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Befinden sich die Briketts oder die Holzkohle direkt unter dem Easy Slide Trichter, steht eine indirekte Zone von 100 Prozent zur Verfügung.

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Des Weiteren muss noch das Deckelthermometer im Chef Edition Design angeschraubt werden. Dieses Thermometer unterscheidet sich übrigens vom Standard-Thermometer lediglich im Design, die Funktion ist absolut identisch.

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Nun ist der Outdoorchef Kensington 570 C in der Chef Edition 2016 fertig zusammengebaut und machte eine richtig gute Figur!

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Nach dem Zusammenbau vergrillte ich erst einmal das ein oder andere Steak und erfreute mich über die tollen Brandings. Die Ergebnisse könnt ihr euch in diesem Bericht anschauen.

Fazit

Der Outdoorchef Kensington 570 C in der Chef Edition 2016 liegt bei einem Anschaffungspreis von ca. 339 EUR. Outdoorchef bietet für diesen Preis einige tolle Features:

– Porzellanemaillierter Deckel und Kessel
– Porzellanemaillierter Easy Slide Trichter für direktes und indirektes Grillen bei einer Grillfläche von 100 Prozent
– Grosser porzellanemaillierter Aschebehälter und Saft-/Aromaschale
– Sehr großer Edelstahl-Kohlebehälter
– Integriertes Deckelscharnier
– Integriertes Deckelthermometer im Chef Edition Design
– Gusseiserner aufklappbarer Grillrost
– Rostheber
– Stahl-Anzündrost zum Zünden der Briketts/Holzkohle ohne Anzündkamin
– Sehr weit zu öffnende Entlüftung, durch den ein kräftiger Kaminzug entsteht
– Sehr stabiles, pulverbeschichtetes Fahrgestell
– Garantieverlängerung von zwei auf drei Jahre

Der gusseiserne Grillrost der Chef Edition ist genau das, was mir in der Standard-Version fehlte! Das Grill-Gefühl ist mit diesem professionellen Rost ein ganz anderes. Es fühlt sich nun alles sehr viel stabiler und wertiger an. Dem Outdoorchef Kensington 570 C in der Chef Edition 2016 fehlt es an nichts mehr. Ich vergebe eine klare Kaufempfehlung!

Calzone vom Grill

Bei mir war die, aus der Kindheit allzu sehr beliebte Calzone, schon fast in Vergessenheit geraten. Als ich vor kurzem im Zubehörbereich bei Outdoorchef die Calzone-Presse sah, packte mich das Verlangen nach einer dieser leckeren gefüllten Taschen im Pizzateigmantel. Klar, werden sich jetzt viele sagen, zum Calzone formen benötigt man doch nicht zwangsläufig eine Presse – das stimmt gewiss, aber trotzdem muss man zugeben, dass sie für den Ungeübten eine sehr nette Hilfe darstellt.

Zutaten
Pizzateig nach diesem Rezept
800 g italienisches Mehl „Typ 00“
150 g Hartweizengrieß
20 g Salz
1 Prise Zucker
500 ml lauwarmes Wasser
40 g Hefe
30 ml Olivenöl

für die Sauce nach diesem Rezept
2 große Dosen geschälte Tomaten (oder frische)
2 fein gewürfelte Zwiebeln
2 fein geschnittene Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Oregano

für die Füllung
gekochter Schinken
frische Pilze
oder
frischer Spinat
Mais
frische Pilze
und jeweils geriebenen Käse
1 Eigelb

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Nachdem der Pizzateig nach diesem Rezept zubereitet wurde, jeweils einen Teigling auf Größe der Presse dünn ausrollen und anschließend mit der Unterseite der Presse ausstanzen.

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Den kreisrunden Teig auf die Presse legen, am Rand leicht andrücken, und eine Hälfte mit den o. a. Zutaten (z. B.: Sauce, gekochter Schinken, frische Pilze, geriebener Käse) belegen.

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Den Rand des Teigs leicht mit Wasser benetzen (klebt besser), dann die gesamte Form zusammenklappen und an den Rändern anpressen.

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Während der Vorbereitungen den Grill mit Pizzastein auf ca. 300 Grad Celsius aufheizen.

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Nun die Calzone auf den Pizzastein legen und nach der Hälfte der Garzeit ggf. mit Eigelb bestreichen. Das Eigelb sorgt später für die gold-gelbe-Farbe.

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Nach ca. 12 Minuten ist die erste Calzone fertig.

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Von außen kross und von innen saftig – auch die Pilze sind sehr gut durchgegart.

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Nun geht es Schlag auf Schlag. Mehrere Varianten mit Spinat, Mais, Pilze und Käse; einige davon mit Doppel-Käse.

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Calzone ist eine tolle Alternative bzw. Ergänzung zu Pizza. Probiert das auch ruhig einmal aus, es schmeckt riesig!

Unboxing Outdoorchef Kensington 570 C

Vor einem Jahr erwarb ich meinen ersten Grill von Outdoorchef, den Ascona 570 G. Der Gasgrill entpuppte sich für mich und meine Grillvorlieben als ideal. Wie ihr in meinen vielen vergangenen Artikeln lesen konntet, grillte ich mit ihm 2015 / 2016 unzählige Male und erfreute mich immer wieder aufs Neue. Nach und Nach erwarb ich immer mehr Original-Zubehörteile, wie die Plancha, Gusseisenrost, Seitentisch u.v.m. und wurde zu einem echten Outdoorchef-Fan.

Da mich die Verarbeitung und das Trichtersystem so sehr überzeugten, hielt 2016 nun ein weiterer Grill von Outdoorchef Einzug in meinen Grillfuhrpark, der ca. 299 EUR kostende Holzkohlegrill „Outdoorchef Kensington 570 C“.

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Der 18,9 kg schwere Kensington 570 C wird, wie von Outdoorchef gewohnt, in einem sehr gut verpackten Karton geliefert. Nach dem Öffnen des Kartons wird man wie gewohnt mit der „Welcome-Broschüre“ begrüßt. In ihr befindet sich die in 23 Sprachen verfasste Bedienungsanleitung, die sehr gut bebilderte Aufbauanleitung und die obligatorische „Login Card“zur Grill-Registrierung.

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Perfekt verpackt – da rutscht nichts hin oder her.

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Zur besseren Übersicht habe ich erst einmal alle Teile sortiert.

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Auf folgendem Bild ist deutlich, wie sehr stabil die Beine und Bein-Verbindungsstücke gefertigt sind.

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Jede einzelne Schraube, Mutter und Unterlegscheibe ist in einer Blisterverpackung, mit einer in der Aufbauanleitung korrespondierenden Nummer versehen. Ein Verwechseln der Schrauben ist nahezu ausgeschlossen.

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Zur besseren Kontrolle stimmen die Farben der kleinen runden Etiketten von Bein und Bein-Verbindungsstück ebenfalls überein.

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Nach gut einer Stunde ist der Grill vollständig zusammengeschraubt.

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Der mitgelieferte Besteckhalter wird einfach an den Grill-Kessel eingehängt.

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Der untere Belüftungshebel befindet sich über der ausreichend großen Aschenschale.

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Die beiden Räder sind aus Kunststoff gefertigt und jeweils mit einer großen Metall-Mutter an der Achse befestigt.

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Der stabile Griff, das hochwertige Outdoorchef-Emblem und das sehr gut ablesbare Thermometer hinterlassen einen hochwertigen Eindruck.

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Die obere Entlüftung ist leichtgängig und exakt arretierbar.

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Der Outdoorchef Kensington 570 C ist innerhalb des Grillkessels wie folgt aufgebaut.
Über der Belüftung wird der Anzündrost gelegt. Wie der Name andeutet, wird auf ihm der Anzünder gelegt.

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Darüber wird der aus Edelstahl gefertigte Kohlenrost gelegt. Er fasst die Kohle / Briketts.

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Nun folgt inmitten des Kohlenrosts die Fettauffangschale, die nicht nur zum Auffangen des Fettes gedacht ist, sondern auch mit Flüssigkeiten wie Wasser, Bier, Wein o. ä. gefüllt werden kann, um das Grillgut vor dem Austrocknen zu schützen.

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Darauf wird der Trichter gesetzt.

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Schaut euch im oberen Bild einmal ganz genau den Trichter an. Er enthält zwei kleine sich gegenüber stehende Löcher, in denen jeweils ein Stift des Grillrosts versenkt wird.

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Würde man den Grillrost drehen, so dreht sich auch der darunter liegende Trichter mit (dazu später mehr).
Wie schon beim Ascona 570 G bekannt, ist das Deckelscharnier des Kensington 570 C oftmals ein Segen.

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Viele kennen sicherlich noch meinen „Seitentisch L“ aus Eucalyptus vom Gasgrill. Dieser wurde 2016 neu aufgelegt und wird optional unter der Bezeichnung „Bambus-Seitentisch 570“ vertrieben. Wie der Name es schon verrät, verfügt er neuerdings über kreuzverleimte Bambus-Schichten und einen eingepassten Silikonstreifen, der verhindert, dass etwas vom Seitentisch rutscht.

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Ebenfalls optional ist zum Grill eine passende Abdeckhaube erhältlich.

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Damit ihr euch das Trichtersystem „Easy Slide“ besser vorstellen könnt, möchte ich es euch noch einmal im Detail vorstellen.
Zuerst werden geeignete Anzünder auf den Anzündrost gelegt und anschließend mit einem Feuerzeug entzündet.

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Nun wird der Kohlenrost aufgesetzt und die Kohle (Greek Fire o. ä. Briketts / Kohle) gehäuft. Die untere Belüftung und die obere Entlüftung wird zu 100 Prozent geöffnet, der Deckel bleibt geschlossen. Durch die extrem große Öffnung der Entlüfung ergibt sich wie bei der Verwendung eines Anzündkamins ein perfekter Kaminofeneffekt.

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Nach ca. 20 Minuten herrschen im Grill schon nahezu 350 Grad Celsius, sodass die Be- und Entlüftung weiter geschlossen werden können.

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Die Briketts sind zwar noch nicht vollständig mit einer weißen Ascheschicht bedeckt, jedoch können sie schon beruhigt in einer Hälfte des Kohlerosts verteilt werden.

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Nun wird, wie bereits weiter oben beschrieben, die Fettauffangschale, der Trichter und der Grillrost eingesetzt.

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Wie man im oberen Bild erkennt, kann man auf einer Seite direkt grillen und auf der anderen Seite indirekt. Möchte man den Grill in Windeseile auf 100 Prozent indirektes Grillen umbauen, so muss lediglich der Grillrost um 180 Grad gedreht werden. Der Trichter wird dabei mitgedreht, verdeckt vollständig die Briketts und garantiert indirektes Grillen auf der gesamten Fläche des Rosts.

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Ich hoffe, dass ich euch ein weiteres Mal die Vorteile des Trichtersystems nahebringen konnte. Ihr werdet den Outdoorchef Kensington 570 C bei vielen weiteren Vergrillungen 2016 sehen. Ich freue mich schon auf die ersten Einsätze.

Nachtrag
Den Outdoorchef Kensington 570 C gibt es seit einiger Zeit auch als Chef Edition 2016. Den Testbericht dazu könnt ihr hier nachlesen.