Cuttworxs Pyrolith Messerblock

Bei mir sind die Zeiten schon längst vorbei, in denen ich meine Messer in der Küchenschublade zwischen anderen kleinen Küchenutensilien aufbewahrte und dabei zusah, wie sie mit der Zeit immer stumpfer wurden.
Heutzutage verwende ich hochwertige Messer, deren Schärfe ich meist durch eigenhändiges Schleifen im Griff behalte und die ich schonend und griffbereit an einer Messerleiste aufbewahre.
Da ich meine Messer jedoch an zwei Orten – in der Küche und in der Grill-Remise – nutze, musste ich diese zur jeweiligen Grill- oder Koch-Session immer an den jeweiligen Ort transportieren, dessen Lauferei sich auf Dauer als recht umständlich erwies.

Die Aufgabe

Neben einer Messertasche, zeichnete sich nach einigen Überlegungen die Anschaffung eines Messerblocks ab. Nach meinen Anforderungen sollte der Messerblock mindestens 5 – 6 Messer halten können, nicht all zu groß – sprich platzsparend – sein und dabei optisch stets eine gute Figur machen.

Farblich wollte ich mich dabei nicht festlegen, denn unsere derzeitige Küche hat einen komplett anderen Stil und eine andere Farbe als die Grill-Remise. Des Weiteren werden wir in den nächsten Jahren sicherlich einmal unsere jetzige Küche gegen eine neue, farblich noch Unbekannte austauschen. Auch nach dieser Komplett-Umstellung, soll der neue Messerblock optisch immer noch mit der neuen Küche harmonieren.

In einem Satz verpackt: Ich suche für meine hochwertigen Messer eine sichere, flexible und griffbereite Aufbewahrungslösung mit Pfiff und einzigartigem zeitlosen Design.

Die Lösung

Seit einiger Zeit macht u. a. in der Grill- und BBQ-Szene ein neues Unternehmen auf sich aufmerksam, welches mit sehr innovativen Schneidbrettern für Furore sorgte. – Die Rede ist von Carsten Schneiders Cuttworxs.

Nach den überzeugenden Schneidbrettern, ist Cuttworxs neuester Streich der Messerblock namens Pyrolith. Der Phantasiename Pyrolith setzt sich aus den Wörtern Pyrolyse = „die thermo-chemische Spaltung organischer Verbindungen“, und Monolith = „einheitlicher Stein“ bzw. monolithisch = „aus einem Guss“ zusammen.

Wie ist der Pyrolith Messerblock aufgebaut?

Es kommt nicht von ungefähr, dass der Pyrolith eine Struktur trägt, die verbranntem Holz sehr ähnelt.
Um diese einzigartige Struktur zu erhalten, wird ein Holzblock aus einem europäischen Nadelholz über offener Flamme von allen Seiten so lange sehr stark erhitzt, bis die gewünschte Struktur zum Vorschein kommt. Da jeder Holzblock sein eigenes natürliches Aussehen mit z. B. Verästlungen usw. besitzt, gleicht selbstverständlich kein Pyrolith Messerblock dem anderen.

Um den Holzblock zu stabilisieren und auszuhärten, wird unter Vakuum-Bedingungen Epoxidharz aufgebracht. Je nach Lichteinstrahlung changieren die Farben zwischen schwarz-hellgrau und dunkelgrau-blau.

Damit die einzelnen Messer überhaupt an dem Messerblock haften können, werden in sorgfältiger Handarbeit kleine, sehr starke Neodym-Magnete in das Holz eingebracht.

An 2 sich gegenüberliegenden Seiten zählt man jeweils 4 Magnete für 2 Messer und an den beiden anderen sich gegenüberliegenden Seiten zählt man jeweils 5 Magnete für ebenfalls 2 Messer. Jedoch dürfen 2 von den Messern auch sehr kurze Klingen besitzen, ohne dass ein Messer rutscht.

Der 8 mm starke, wasserstrahlgeschnittene Fuß aus Edelstahl besitzt die gleiche Breite und Tiefe wie der Messerblock. 4 Antirutschnoppen unter der Edelstahlplatte schützen den Messerblock vor versehentlichem Verrutschen.

Damit der Pyrolith Messerblock stufenlos 360° um seine eigene Achse gedreht werden kann, wurde eine Gewindestange in den Edelstahlfuß geschraubt, welche in das dazu korrespondierende Aluminiumlager des Holzblocks gesteckt wird.

Zahlen, Daten und Fakten

– platzsparende Aufbewahrung der hochwertigen Messer
– Aufnahmevermögen von 8 Messer
– starke Neodym-Magnete für große schwere und auch sehr kleine Klingen
– sicher im Stand durch Antirutschnoppen
– Einhand-Bedienung, somit immer griffbereit
– Eyecatcher – individuelles Aussehen durch eine einzigartige Struktur
– Naturprodukt

Maße: 120 x 120 x 300 mm
Gewicht: ca. 3 kg

Der Pyrolith Messerblock von Cuttworxs ist über die Website von Cuttworxs zu erwerben.
Individuelle Größen können beim Hersteller angefragt werden.

Fazit

Nach nun mehr als 3 Wochen erfreue ich mich immer noch tagtäglich an meinen neuen Messerblock. Der Pyrolith sieht so mega-mäßig aus und zieht die Blicke so sehr auf sich, das ihn bei mir zu Hause bis jetzt jeder Gast sofort erblickte und anfassen wollte.
Die Magnete halten die Messer stets sicher, sodass keines herunterrutscht. Ohne dass ein Messer zerkratzt, können diese einhändig vom Messerblock entnommen werden.
Alle Materialien sind sehr hochwertig verarbeitet. Das unter Vakuum-Bedingungen eingebrachte Epoxidharz gibt dem verbrannten Holzblock eine sehr hohe Stabilität.

Beide Daumen hoch für den Cuttworxs Pyrolith Messerblock!

Um den Stolz über meinen neuen Messerblock noch deutlicher zum Ausdruck zu bringen, habe ich ihn an schönen Orten meiner Region fotografiert. Viel Spaß beim Betrachten der Fotografien!

HORL Rollschleifer zum Schärfen eurer Messer

Einige von euch wissen ja bereits, dass ich ein großer Fan von guten Messern bin und es mir die Messer der Firma Nesmuk angetan haben. Sehr luxuriös, dass ich mich bei diesen Messern nicht um das Schleifen kümmern muss, denn beim Kauf erwirbt man des Weiteren eine lebenslange Schleifgarantie gleich mit dazu.

Doch was ist mit den vielen anderen Messern in unserem Haushalt? – Ausgerechnet die Messer, mit denen mehrmals täglich schonungslos umgegangen wird, müssen sehr viel öfter nachgeschliffen werden. Wenn selbst der Wetzstab aus Keramik oder mit Diamantbeschichtung nicht mehr weiterhilft, ist oft der Wasserschleifstein die letzte Rettung, welcher relativ viel Arbeit und Schmutz verursacht. Leider können auch einige Grill- und Küchenfreunde weder mit einem Wetzstab, noch mit einem Wasserschleifstein korrekt umgehen.

Vor Kurzem ereilte mich die Anfrage, ob ich nicht mal Interesse hätte, einen Rollschleifer auszuprobieren. Da bigBBQ.de immer ein offenes Ohr für Neuigkeiten rund um Grill, Grill-Tools u. ä. hat, schaute ich mir dieses für mich neuartige Gerät einmal etwas genauer an.

Der HORL Rollschleifer wird wie ein Schmuckstück in einem sehr schönen, unwahrscheinlich stabilen Karton geliefert. Das nur bei geeigneter Lichteinstrahlung sichtbare, mit partiellem UV-Lack aufgedruckte HORL-Logo ziert sehr dezent diesen Karton.

Den Rollschleifer gibt es in den Holz-Ausführungen Kirschbaum und in der von mir gewählten Ausführung Nussbaum.

Die Diamant beschichtete Schleifseite, bestehend aus abtragsfreudiger D35 Körnung, soll laut Herstellerangaben ohne Vorbereitungen hervorragende Schärfergebnisse und eine hohe Schnitthaltigkeit der Messer garantieren. Ich habe mir die Bezeichnung D35 so erklären lassen, dass die aussagt, dass das Diamantkorn ein 35 tausendstel Millimeter groß ist und in etwa einer 420er Schleifsteinkörnung entspricht.

Die gerillte Edelstahl-Abziehseite wird über die Schneide abgezogen und entfernt anschließend den Grat.

Das Messer wird zum Schärfen mit dem Rücken auf den Tisch gelegt und in einem Winkel von 15 bis max. 20 Grad gehalten.

Anschließend wird der Rollschleifer am Holz festgehalten und mit der Diamant beschichteten Seite einige Male an die Schneide dranhergerollt.

Zur einfacheren Einhaltung des geeigneten Winkels, bietet HORL optional auch eine passende Schleiflehre. Diese ist aus massiven Buchenholz gefertigt, schwarz gebeizt und steht sicher auf vier untergeschraubten Gummifüßchen. An ihrer Schräge halten sehr starke Neodym-Magnete die Klinge im 15 Grad Winkel.

Ich habe beim ersten Test das Messer intuitiv von jeder Seite jeweils 10 Mal hin und her gezogen und anschließend den Vorgang mit der Polierseite 5 Mal wiederholt. Was soll ich sagen? – Es ist kaum zu glauben! – Das Messer war fast so scharf, als wäre es frisch über den Wasserstein gezogen. Ich testete die Schärfe, indem ich mir bei einem Streich über den Unterarm einige Haare abrasierte.

Auch Keramikmesser lassen sich damit schleifen…

…sowie auch normale günstige Messer aus der Grabbelkiste & Co.

Leider ist die Schleiflehre nicht für sehr schmale Messer, wie z. B. einem Schälmesser geeignet, aber mit einem geübten Blick kann auch freihand der korrekte Winkel eingehalten werden, sodass die Klinge anschließend wieder mühelos durch Tomaten fahren kann. Übrigens, ein Vorteil für das Schleifen freihand (also ohne Schleiflehre) ist, dass man den Winkel selbst bestimmen kann. So lässt sich z. B. ein Knochenmesser mit einem stumpferen Winkel für eine stabilere Klinge und ein Gemüsemesser in einem spitzeren Winkel für eine schärfere Schneide schleifen.

Hier noch einmal alle Zahlen und Daten auf einen Blick

Maße: 6 x 9 cm
Oben: Diamant beschichtete Schleifseite mit D35 Körnung
Unten: Gerillte Edelstahl-Abziehseite
Holz: Kirschbaum o. Nussbaum
Gewicht: ca. 617 g
Mechanik: Die beiden Metalloberflächen werden durch eingelassene Gummiringe über den Tisch gerollt, das Holz liegt starr in der Hand
Preise:
Kirschholz: 69,00 EUR (Amazon)
Nussbaum: 74,00 EUR (HORL Website)
Schleiflehre: 29,00 EUR (HORL Website)

Zur besseren Erklärung der Funktion, zeige ich euch hier noch einmal ein Video des Herstellers.

Fazit

Der kleine Test hat gezeigt, dass der Rollschleifer einfach und intuitiv zu benutzen ist und jeder(!), ohne Vorbereitung, schnell zu einem sehr guten Schleifergebnis gelangt. Ich empfehle den HORL Rollschleifer aus eigener Überzeugung uneingeschränkt weiter!

Nesmuk JANUS Kochmesser

Wer viel grillt, schneidet zwangsläufig auch viel Fleisch, Gemüse, Gewürze usw. Daher ist es um so wichtiger, ein großes scharfes Messer, welches leicht ist, gut in der Hand liegt und sehr lange scharf bleibt sein Eigen nennen zu dürfen. Eines hatte ich vergessen – gut aussehen darf es natürlich auch sehr gerne. Ich habe diesen Allrounder vor einige Wochen während meines Besuchs in der Messermanufaktur Nesmuk gefunden und möchte euch mein neues Kochmesser etwas genauer vorstellen sowie über meine bisherigen Erfahrungen berichten.

Ihr erinnert euch sicherlich noch, wie sehr beeindruckt und zugleich stolz ich die „Messerschmiede“ verließ. Nein? – Dann lest euch doch unbedingt vorab diesen Bericht durch.

Das Nesmuk JANUS wird in einer hochwertigen matt-schwarzen Schatulle geliefert, welche von einer dezenten Banderole umhüllt wird.

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Einige Zahlen, Daten und Fakten:
Die Klingenlänge des Messers misst genau 180 mm, die Klingenstärke liegt bei 4 mm und besitzt eine Härte von 60 – 61 HRC. Dem Hochleistungsstahl aus dem die Klinge besteht, wurde ein Niobanteil (seltenes Element) hinzugemischt, welches das entstandene Metall gegen Rost beständig macht aber trotzdem für ein feines Gefüge sorgt. Das Messer erhält höchste Zähigkeit, Stabilität und eine hervorragende Schneidperformance.

Sofort fällt auf, dass die Klinge tiefschwarz beschichtet wurde. Je nach Lichteinfall changiert das Schwarz über mehrere Grau-Nuancen. Die 3 µm starke, sogenannte DLC-Beschichtung (Diamond-like Carbon) zeichnet sich durch eine enorme Härte (2.300 Vickers) aus und ist somit unwahrscheinlich kratzfest. Des Weiteren zeichnet die DLC-Beschichtung sehr niedrige Reibwerte aus, welches das Anhaften von z. B. dünn geschnittenen Gemüse minimiert. Der einseitige Hohlschliff garantiert das mühelose gleiten in das Schneidgut, ohne dass dafür großer Druck aufgewendet werden muss und macht die Klinge noch leichter. Die Aufschrift „Nesmuk JANUS“ wurde chamoisfarben bis hell-gold, gestochen scharf auf die Klinge gedruckt.

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Das Messer ist mit seinen 137 g extrem leicht und sorgt für ein ermüdungsfreies Arbeiten. Die gesamte Messerlänge erstreckt sich über 335 mm.

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Die Zwinge, die die Klinge mit dem Griff verbindet, besteht aus Edelstahl. Bei der Auswahl der Griffe stehen dem Käufer die edelsten Materialien zur Verfügung. Ich entschied mich für eine bis zu 5.000 Jahre alte Mooreiche. Das bedeutet, dass es sich hierbei um subfossile europäische Eichenstämme handelt, die bis zu 5.000 Jahre lang in Mooren, Sümpfen und Flüssen gelegen haben. Je nach Lichteinfluss wirkt der Griff schwarz bis dunkelgrau, bei Sonneneinstrahlung etwas rötlich bis bräunlich.

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Damit die Anfangsschärfe des Messers lange anhält, sollte die Klinge regelmäßig über einen Streichriemen gezogen werden. Der optional erhältliche, vierseitige Nesmuk Streichriemen mit robustem Eichenkern ist einfach in der Handhabung und beansprucht weniger als eine Minute Zeit in der Ausführung.

Drei der vier Lederriemen sind mit unterschiedlich feinen Diamantpasten verarbeitet.
– Grob: Diamant 20 µm
– Mittel: Diamant 5 µm
– Fein: Diamant 1 µm
– Sehr fein: Endabzug (ohne Diamantpaste)

Die einzelnen Lederriemen müssen selbst nach häufiger Anwendung über mehrere Jahre hinweg nicht aufgefrischt werden, da der feine Diamantstaub fest im Leder sitzt.

Mein Messer ist mittlerweile schon fast 8 Wochen regelmäßig in Gebrauch und besitzt immer noch die Anfangsschärfe. Übrigens, eine Art die Schärfe der Klinge zu prüfen ist folgende. Wenn man die Klinge des Messers am Hinterkopf auf die Haare stellt und sie vom Eigengewicht an den Haaren zieht, ist es scharf.

Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist der 30-jährige, kostenlosen Nachschärfservice für alle registrierten Besitzer eines Nesmuk Messers!

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Nachfolgend noch einige Impressionen der letzten Vergrillungen. Das Nesmuk JANUS war stets mit dabei und durchtrennte sauber und mühelos jegliches Grillgut.

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Wie sagt man immer so schön, es ist einfacher sich mit einem stumpfen Messer zu verletzen als mit einem scharfen Messer. Dieses Kochmesser bereitet Laien als auch Profis gleichermaßen Spaß und Freude beim Schneiden des Scheideguts. Es ist auffallend leicht, liegt ergonomisch korrekt in der Hand und ist super-scharf. Auch Liebhaber des Besonderen kommen auf ihre Kosten, denn durch die große Auswahl der unterschiedlichen Griffe, ist jedes Nesmuk-Messer quasi ein Unikat.

Wem das von mir präsentierte JANUS noch nicht exklusiv genug erscheint, empfehle ich einen Besuch der Homepage von Nesmuk, denn nach oben hin sind wie so oft im Leben keine Grenzen gesetzt.

Ich für meine Person habe mein neues Kochmesser von Anfang an ins Herz geschlossen. Ich verspreche euch, dass ihr es noch auf vielen meiner zukünftigen Fotos zu sehen bekommt.

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Für diejenigen, die auf der Suche nach etwas Besonderen sind und nicht jeden Euro mehrmals umdrehen müssen, gebe ich bedingungslos meine absolute Kaufempfehlung!

Nesmuk Messermanufaktur Werksbesichtigung

Sobald man Ambitionen besitzt sein Hobby zu perfektionieren, ist man als Griller stets auf der Suche nach dem funktionellsten Grill, dem innovativsten Zubehör und dem perfekten Steak. Treibt man dieses „Spielchen“ noch ein wenig weiter, kommt man schnell zu einem weiteren Bedürfnis.

Das perfekte Steak, sowie die frischesten Gemüsesorten, sollen mit dem besten Küchenmesser verarbeitet werden.

Zur Abholung meines Traummessers aus der Messerstadt Solingen empfingen mich die beiden Geschäftsführer Hans Walter Grave und Alexander Tonn (mittlerweile aus dem Unternehmen ausgeschieden) der Nesmuk Messermanufaktur höchstpersönlich. Bei einer leckeren Tasse Kaffee wurde mir in einem sehr intensiven und interessanten Gespräch die Firmen-Historie und -Philosophie näher gebracht.

Das erklärte Ziel von Nesmuk ist Folgendes. Mit Enthusiasmus und perfekten handwerklichen Können, das perfekte Messer zu erschaffen.

Als wenn mich dieses Ziel nicht schon genug beeindruckt hätte, wurde mir eine Werksbesichtigung angeboten, die ich selbstverständlich nicht ablehnen konnte.

Die Werksbesichtigung

In der best ausgestatteten Show-Küche durfte ich nacheinander so gut wie alle von Nesmuk angebotenen Messer in der Hand nehmen und mit Tomaten Schneid-Tests durchführen. Ich muss schon zugeben, dass ich vor lauter Ehrfurcht ein recht flaues Gefühl in der Magengegend verspürte, als ich Messer im Wert von ca. 5.000 EUR in der Hand hielt und dazu animiert wurde, damit Tomaten auf einem Holztisch zu schneiden. Auch muss ich zugeben, dass sich die Hemmungen nicht legten, als man mir das günstigste Nesmuk Messer zum Schneid-Test in die Hand drückte. Denn selbst dieses Messer ist für mich, bei einem Preis von ca. 350 EUR, alles andere als ein Alltagsmesser.
Am Besten wäre, wenn ihr euch selbst einmal die Messer auf der Nesmuk Website anschaut. – Dann wisst ihr was ich meine und wovon ich spreche.

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Im Showroom können die edlen Messer besichtigt werden. Die einzelnen Serien bestehen jeweils aus einem Kochmesser, einem Slicer und einem Officemesser und sind dadurch sehr übersichtlich.
Zu den Messern passend, kann diverses Zubehör wie Messerhalter und -Leisten, Schneidbretter, Aufbewahrungs-, Transport und Pflege-Zubehör, sowie Schärf-Tools erworben werden. Apropos Schärfen – Nesmuk bietet allen registrierten Besitzern eines Nesmuk Messers einen 30-jährigen, kostenlosen Nachschärfservice!

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Selbstverständlich ist im Showroom auch die tolle Folder-Serie, mit diversen Griffen zu besichtigen. Durch die besondere Klingenform der Folder verspricht das Messer selbst auf Porzellan stets scharf zu bleiben.

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Genug der „Theorie“. – Nun war ich sehr gespannt, wie die in der ganzen Welt so begehrten Messer hergestellt werden.

Angekommen in der Produktion war mir alles andere als kalt. Der 1.200 Grad Celsius heisse Schmiedeofen flößte Respekt ein.

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Beim Schmieden eines handgefalteten Damastmessers werden Anfangs 12 Lagen Stahl mit unterschiedlichen Legierungen übereinander gelegt und zu einem kompakten Block verschweißt. Danach wird der Stahlblock in dem Schmiedeofen zum Glühen gebracht und anschließend mit einem mechanischen Schmiedehammer platt gehämmert. Dann wird der Stahl gefaltet und wiederholt geplättet. Je nachdem, wie oft dieser Vorgang wiederholt wird, entstehen Damastklingen mit bis zu 480 Lagen Stahl und mehr.

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Das diese Arbeit schweißtreibend ist, erklärt sich fast von selbst. Sie verlangt vom Schmied Körperkraft, Ausdauer, Gefühl und sehr viel Erfahrung.

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Es ist sehr beeindruckend und faszinierend, mit welcher Akribie der Schmied seine Arbeit verrichtet.

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Immer wieder wechselt der Schmied zwischen den einzelnen Arbeitsstationen.

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Ein paar Schritte weiter in der Produktion. – Anhand von Mustern wurden mir die einzelnen Fertigungsstufen der Klingen, vom Fräsen, über dem Ätzen, dem Lasern, bis hin zum Schleifen und Polieren gezeigt.

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Damastmesser-Klingen vor dem nächsten Produktionsschritt.

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Diese Maschine bringt die Klingen auf ihre gewünschte Dicke.

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Immer wieder ist echte Handarbeit angesagt. Eine Klinge beim Schleifen und Polieren. Die filigranen Arbeiten erledigen im Unternehmen gelernte Goldschmiede.

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Den Messerschaft kann man bei Nesmuk in allen erdenklichen Materialien auswählen. Von Ebenholz über Silber, bis zu 5.000 Jahre alte Mooreiche. – Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, dem Geldbeutel allerdings auch nicht.

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Faszinierend anzuschauen. – Damit die edlen Hölzer stets gleichmäßig trocknen, stehen sie in Reih und Glied nebeneinander.

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Die einzelnen Blöcke für die Schafte werden in das Magazin der Fräsmaschine geladen. Der Fräsvorgang für ein Schaft beträgt ca. 15 min., die Maschine läuft rund um die Uhr.

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In einem weiteren Produktionsschritt wird die Griffzwinge auf den Schaft gesetzt…

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…und anschließend die Klinge verklebt.

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Nun sind wiederum einige Schleif- und Polierarbeiten an Schaft und Klinge notwendig.

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Eigenst dafür angefertigte Maschinen und Schleifbänder sind von Nöten.

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Ausnahmslos wird jedes Nesmuk-Messer in Handarbeit gefertigt.

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Auch die Anzahl der verschiedenen Griffvarianten der Folder sind mehr als beeindruckend. Selbst ganze Edelsteine werden verarbeitet.

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Die Nesmuk Folder vor dem letzten Arbeitsschritt. Beim sogenannten Finish findet noch einmal eine präzise Qualitäts-Endkontrolle statt.

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Sie beinhaltet u. a. auch noch einmal das nachpolieren.

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In lockerer Atmosphäre ging es von der Produktion wieder zurück in den Showroom. Dort war es dann soweit – ich empfing mein Messer mit Zertifikat, welches mich die nächsten Jahre oder vielleicht Jahrzehnte begleiten sollte.
Das Nesmuk JANUS.

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Fazit
Von der Papierfabrik, Fleischindustrie und der Auto-Fertigung, über diverse mittelständische Handwerksbetriebe, bis hin zum Schiffsbau habe ich schon viele Werksbesichtigungen besucht. Bei keiner der genannten Werksbesichtigungen hatte ich jedoch soviel pure Leidenschaft für handwerkliche Vollendung gespürt.
Mich macht es stolz nun ein Messer zu besitzen, welches in einem Unternehmen gefertigt wurde, bei dem die Mitarbeiter mit einer spürbaren Hingabe ihre Arbeit verrichten.

Meine Begeisterung für das Grillen und Nesmuks Hingabe für die Schmiedekunst hat uns schlussendlich dazu veranlasst, zukünftig eine Partnerschaft einzugehen.
bigBBQ.de wird mit stolzer Brust fortan mit Messern von Nesmuk arbeiten.

Habt ihr auch Lust auf eine Werksbesichtigung bei der Nesmuk Messermanufaktur? Dann meldet euch bei der vierteljährlich stattfindenden Besichtigung an. Es lohnt sich auf alle Fälle!

Alle Details über mein neues Traummesser und viele weitere Innovationen der Messermanufaktur Nesmuk, könnt ihr bald wieder in einem meiner weiteren Berichte lesen.

KAI Shun BBQ-Set – Steakmesser u. Schneidbrett

Zu einem guten Steak gehört ein gutes Steakmesser!

Nun ist es endlich da – das neue KAI Shun BBQ-Set in der Limited Edition, bestehend aus einem Shun Steakmesser mit einem Eichenholzschneidbrett.

Die Produktverpackung ist sehr stylisch. Eine chamoisfarbene Banderole ziert die rabenschwarze Schachtel.

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Gut verpackt, beinhaltet die Schachtel folgenden Inhalt.

– 1 Shun Steakmesser, 12,0 cm Klinge, 12,0 cm Griff
– 1 Eichenholzschneidbrett
– Pflegehinweis für das Schneidbrett

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Die Klinge des Shun Steakmessers besteht aus Dreilagenstahl, misst 12 cm in der Länge und wird durch eine hübsche dekorative Musterung geziert.

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Der genietete Griff des Messers misst ebenfalls 12 cm in der Länge und wurde bündig überschliffen.

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Auf einer der Längsseiten des hochwertigen Eichenholzschneidbretts prangt das KAI-Logo. Das Schneidbrett verfügt über eine umlaufende Saftrille, die herauslaufenden Fleischsaft auffängt. Die zwei Griffmulden an den beiden kurzen Seiten erweisen sich beim Anfassen und Tragen als sehr hilfreich. Die Maße des Bretts lautet: 30,0 x 22,0 x 2,0 cm.

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Auf der Unterseite des Schneidbretts befinden sich 4 rutschfeste Füße. Das Schneidbrett „klebt“ regelrecht auf dem Tisch und garantiert sicheren Halt beim Schneiden.

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Genug der Theorie, nun möchte ich endlich wissen, wie sich das Set in der Praxis schlägt. Ich testete es mit einem argentinischen Entrecôte, welches vor dem Grillen gesalzt und nach dem Grillen mit Pfeffer gewürzt wurde.

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Jetzt bin ich gespannt und kann es kaum abwarten…

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…das Messer gleitet mit einem leichten Druck butterweich durch das Steak. Dieses Gefühl kenne ich nur von großen Santoku- u. Küchenmessern.

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Auf dem folgenden Bild könnt ihr vielleicht noch deutlicher sehen, wie gerade dieser Schnitt ausfiel.

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Auch durch die Mitte des Steaks, an der Stelle des Fettauges, gleitete das Messer ohne Widerstand durchs Fleisch. Wirklich toll!

Fazit
Der genietete Griff des Shun Steakmessers fühlt sich wertig an, die Klinge sieht durch die dekorative Musterung sehr ansprechend aus. Das Messer ist unwahrscheinlich scharf. Eine Schärfe, die ich von meinen bisherigen Steakmessern nicht kannte.
Die umlaufende Saftrille des hochwertigen Eichenholzschneidbretts ist so breit, dass sie sich sehr gut reinigen lässt. Durch die auf der Unterseite angebrachten rutschfesten Füße, besitzt das Brett sicheren Halt beim Schneiden.

Nach nun mittlerweile vier Einsätzen des KAI Shun BBQ-Sets verbleibt mir nur Gutes zu berichten. Das Steakmesser ist scharf wie am ersten Tag und das Schneidbrett sieht optisch, nach ungefähr 100 Schnitten auf der selben Stelle, tadellos aus.

Selbstverständlich soll Qualität seinen Preis besitzen. Die unverbindliche Preisempfehlung des Sets liegt bei 99 EUR.
Wem der Preis nicht abschreckt und nach einem besonderen Steakmesser zu einem guten Steak sucht, ist mit diesem BBQ Set sehr gut bedient.