3-2-1 Sweet Apple Ribs vom Pellet-Grill

Zutaten
1,5 – 3,0 kg Spareribs
Rub
Ankerkraut Sweet Apple Ribs
für die Apple BBQ-Sauce
400 ml Ketchup
250 ml Apfelsaft
2 EL Worcestersauce
1 EL Grafschafter Goldsaft
1 EL Apfelessig
1 EL Sojasauce
1,5 EL brauner Zucker
1 EL Zucker
1 TL Cayennepfeffer
0,5 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
0,5 TL Selleriesamen
0,5 TL Zimt

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Spareribs können auf unterschiedliche Arten und Weisen zubereitet werden. Mir persönlich gefällt die 3-2-1 Methode immer noch am allerbesten, die ich in einem vorherigen Bericht schon einmal detailliert beschrieb. Meine Vorliebe hat sich in den vielen Jahren in denen ich grille auch nicht sonderlich geändert. – Eines hat sich jedoch geändert, es ist die schnelle, sichere, fast sorgenfreie Zubereitung von Spareribs mit einem Pellet-Grill, welcher sich in der Vergangenheit schon dutzende Male bei mir bewährt hat. – Die allerbesten Erfahrungen sammelte ich mit dem Traeger Pro Series 22.
Diese unbekümmerte Art Spareribs zu garen möchte ich euch am Beispiel des für mich neuen Rubs „Ankerkraut Sweet Apple Ribs“ und einer dazu genial passenden Apple BBQ-Sauce zeigen.

Exkurs: Was bedeuten eigentlich die Zahlen „3-2-1“?
Die Zahlen stehen für die 3 unterschiedlichen Garphasen/-Zeiten.
Die „3“ steht für 3 Stunden räuchern bei ca. 105 – 120 Grad.
Die „2“ steht für 2 Stunden dampfgaren bei ca. 120 – 140 Grad.
Die „1“ steht für 1 Stunde glasieren bei ca. 150 Grad.

Zuerst muss die auf der Innenseite vorhandene, sogenannte Silberhaut von den Spareribs entfernt werden. Diese kann relativ einfach mit einem Schälmesser angehoben und anschließend unter Zuhilfenahme eines Küchentuchs in einem Rutsch abgezogen werden.
Die Spareribs gründlich unter fließendem Wasser reinigen und anschließend trocken tupfen.

Nun werden die Spareribs mit eurem bevorzugten Rub eingerieben. Wie bereits erwähnt, verwende ich in diesem Fall „Ankerkraut Sweet Apple Ribs“; alternativ schmeckt aber auch sehr gut mein eigener Rub „bigBBQ Spice“ oder der selbst gemischte und sehr beliebte Magic-Dust-BBQ-Rub (Rezept).

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Die Spareribs werden nun in Alu- oder Frischhaltefolie eingepackt und über Nacht zum Einwirken in den Kühlschrank gelegt. Da die Spareribs pünktlich zum Mittag um 12.30 Uhr auf den Tisch stehen sollen, bereitete ich schon am frühen Abend den Pellet-Grill dafür vor. Dazu wird die Pellet-Kammer mit der gewünschten Pellet-Sorte (ich verwendete Apfel-Pellets) aufgefüllt, die Spareribs-Halter auf den Grillrost positioniert und der Stecker in die Stromsteckdose gesteckt. – Das war´s erst einmal!

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Morgens um 6.00 Uhr: Phase „3“
Den Pellet-Grill auf die Stellung „Smoke“ stellen und währenddessen die Spareribs in den Halter stellen. Sobald der erste Rauch aufsteigt (nach ca. 2 min.), den Pellet-Grill auf 107 Grad Celsius stellen. Ich verwende als Spareribs-Halter sehr gerne den IKEA Variera Deckelhalter (Kostenpunkt: unter 5 EUR).
Die Spareribs verweilen insgesamt 3 Stunden in der Phase 3 – Zeit wieder ins Bett zu gehen. ;-) Wer möchte, kann während dieser Zeit das Fleisch in regelmäßigen Abständen mit etwas Apfelsaft/Cidre oder Wasser besprühen oder bestreichen. Nach 3 Stunden sehen die Spareribs in etwa so aus…

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Morgens um 9.00 Uhr: Phase „2“
Nun wird in die „IKEA KONICS Ofenform mit Rost“ oder einem anderen geeigneten Behälter etwa 0,5 – 1 Liter Wasser gefüllt. Auf dem Ofenform-Rost positioniert man nun den Spareribs-Halter samt Spareribs und verschließt anschließend alles „luftdicht“ mit Alu-Folie. Diese Form wandert nun für weitere 2 Stunden, bei 148 Grad, in den Grill.

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Während dieser Wartezeit, kann die Apple BBQ-Sauce zubereitet werden. Dazu werden alle o. a. Zutaten für die Apple BBQ-Sauce in einen Topf verrührt und kurz aufgekocht. Je nachdem wie flüssig die Sauce ist, muss sie ca. eine halbe Stunde lang köcheln. Nur so bleibt die Sauce später auf den Spareribs gut „kleben“.

Nach 2 Stunden müssen die Spareribs ganz vorsichtig ausgepackt und auf den Grillrost gelegt werden. Vorsichtig deshalb, weil das Fleisch schon fast von selbst vom Knochen fällt – „Fall off the Bone“ (FOTB).

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Phase „1“
Jetzt muss das Fleisch das erste Mal mit Apple BBQ-Sauce bestrichen werden. Damit die „Glaze“ ordentlich trocknen kann, sollte der Grill nun auf eine Temperatur von 135 Grad Celsius eingestellt werden. Das Bestreichen der Spareribs sollte noch weitere 2 – 3 Mal, jeweils nach ca. 15 min., wiederholt werden.

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Damit nichts anbrennt, solltet ihr zwischendurch die Färbung kontrollieren.
Nach spätestens 1 Stunde sind die Spareribs fertig. Ich verkürze diese Zeit meist auf eine halbe Stunde. Damit ich auch den eigentlichen Geschmack des Rubs beurteilen kann, habe ich den hinteren Spareribs-Strang nicht mit BBQ-Sauce bestrichen.

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Die 3-2-1-Spareribs können nun im Ganzen, in 2er-Streifen oder in 1er-Streifen serviert werden. Guten Appetit!

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Die Spareribs waren wie immer sehr zart und saftig und schmeckten in der von mir gewählten Rub-/Glaze-Variante einfach Mega-lecker! Probiert das auch unbedingt einmal aus!

Als Ergänzung solltet ihr euch auch den Bericht der Zubereitung auf dem Kugelgrill und auf dem Keramikgrill anschauen (hier entlang).
Als Alternativ-Methode empfehle ich den Bericht: Spareribs 5-0-0,5 (hier klicken) in Verbindung mit dem Smokenator 1000 – eine sehr große Hilfe, um die Gartemperatur im Kugelgrill stabil zu halten.
Im Bericht 3-2-1 Dicke Rippe geht es um die fleischreichere Variante der Spareribs (zum Nachlesen).

Chicken Lollipops

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Zutaten
Rub
4 EL Paprika edelsüß
1 EL brauner Zucker
1 TL Knoblauchpulver
1 TL Zwiebelpulver
3 EL Hähnchengold
1 TL Chiliwürzer
1/3 TL Chilipulver, scharf
1 TL frisch gemahlenen Pfeffer
1 TL Selleriesalz
2 TL Kochsalz

Marinade / Dippsauce (Honig-Barbecue-Sauce)
1 1/4 Tassen Ketchup
2/3 Tasse Olivenöl
3/4 Tasse Essig
5 Esslöffel Worcestershire Soße
2 EL Honig
2 Teelöffel Ingwerpaste
1 TL Rote Currypaste
1 kräftiger Schuss Zitronensaft
Tabasco oder ähnliches nach Geschmack

(Rezept von „Peperoni„,vom „GSV„.)

Anleitung


Die fertig gerubbten Chicken Lollipops kommen nach dem 12-stündigen Kühlschrank-Aufenthalt auf den für indirekte Hitze vorbereiteten Grill. Die Gartemperatur liegt unter dem Deckel bei ca. 180 – 200 Grad.

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Nach ca. 15 Minuten werden sie das erste Mal gemobbt, danach noch 2 weitere Mal nach jeweils 15 Minuten.

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Nach ca. 1 Stunde sind die Chicken Lollipops fertig. Geprüft wurde mit einem Einstichthermometer bis zu einer Kerntemperatur von 85 Grad.

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Die Chicken Lollipops schmeckten unwahrscheinlich saftig und waren sehr toll gewürzt.
Des Weiteren sind sie auch kalt als Fingerfood sehr geeignet.

Fazit
UNBEDINGT NACHGRILLEN!
Dieses Rezept muss unverändert noch viele Male wiederholt werden.
Viele sprechen über eine lange Vorbereitungszeit – für meine Methode benötigte ich allerhöchstens ca. 90 Sekunden pro Schenkel – zeitlich also absolut vertretbar wie ich finde.

3-2-1 Spareribs

Zutaten
1,5 – 3,0 kg Spareribs
1 L Apfelsaft oder Cidre (Apfelschaumwein)
Lieblings BBQ-Rub (z. B. bigBBQ-Spice)
Lieblings BBQ-Mob
Hickory Wood Chips o. ä. (ca. 2 Std. wässern)

Was bedeuten eigentlich die Zahlen „3-2-1“?
Die Zahlen stehen für die 3 unterschiedlichen Garphasen/-Zeiten.
Die „3“ steht für 3 Stunden räuchern bei ca. 120 Grad.
Die „2“ steht für 2 Stunden dampfgaren bei ca. 120 – 140 Grad.
Die „1“ steht für 1 Stunde glasieren bei ca. 150 Grad.

Zuerst muss die auf der Innenseite vorhandene, sogenannte Silberhaut von den Spareribs entfernt werden. Diese kann relativ einfach mit einem Schälmesser angehoben und anschließend unter Zuhilfenahme eines Küchentuchs in einem Rutsch abgezogen werden.
Die Spareribs gründlich unter fließendem Wasser reinigen und anschließend trocken tupfen.

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Nun werden die Spareribs mit eurem Lieblings-Rub eingerieben. Ich verwende dazu gerne den Steven Raichlen’s Basic Barbecue Rub, alternativ schmeckt auch sehr gut der Magic-Dust-BBQ-Rub (Rezept).

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Ich entschied mich diesmal jedoch für den genialen BBQ-Rub Ankerkraut Tennessee Teardown.

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Die Spareribs werden nun in Alu- oder Frischhaltefolie eingepackt und über Nacht zum Einwirken in den Kühlschrank gestellt. Ein guter Zeitpunkt, um ggf. die kleineren Hickory Wood Chips o. ä. Holz-Chips in Wasser einzulegen. Bei größeren Chunks verzichte ich auf das Wässern.

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Phase „3“
Den Grill auf 120 Grad einregeln und die Spareribs in den indirekten Bereich legen oder in einem Spareribs-Halter stellen. Ich verwende als Spareribs-Halter sehr gerne den IKEA Variera Deckelhalter (Kostenpunkt: unter 5 EUR).
Bei Verwendung eines Kugelgrills werden einige in Wasser getränkte Hickory Wood Chips auf die glühenden Kohlen gelegt – sofort beginnt es zu rauchen. Dieser Vorgang wird je nach Vorliebe des rauchigen Geschmacks noch einige Male wiederholt.

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Bei Verwendung eines Keramik-Grills werden die trockenen Chunks direkt zwischen den Holzkohlestücken gelegt. Ideal sind die großen Hickory Wood – Chunks von Axtschlag.

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Nun wird der ConvEGGtor zum indirekten grillen eingesetzt, auf ihm eine Schale mit heißem Wasser.

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Auch der Keramik-Grill wird auf eine Temperatur von 120 Grad eingeregelt und die Spareribs in einen Spareribs-Halter gestellt.

Es sollte auf keinen Fall dichter Qual aufsteigen, sondern lediglich zarter Rauch.

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Die Spareribs verweilen insgesamt 3 Stunden in der Phase 3. Während dieser Zeit wird das Fleisch in regelmäßigen Abständen mit etwas Apfelsaft/Cidre besprüht oder bestrichen. Nach 3 Stunden sehen die Spareribs in etwa so aus…

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Phase „2“
Nun wird in die „IKEA KONCIS Ofenform mit Rost“ oder einem anderen geeigneten Behälter 0,75 Liter Apfelsaft oder Cidre gefüllt – selbstverständlich kann auch Bier oder Wein verwendet werden. Auf dem Ofenform-Rost positioniert man nun den Spareribs-Halter und verschließt anschließend alles „luftdicht“ mit Alu-Folie. Diese Form wandert nun für weitere 2 Stunden, bei ca. 120 – 140 Grad, in den Grill.

Auf dem Kugelgrill

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Auf dem Keramik-Grill

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Nach 2 Stunden müssen die Spareribs ganz vorsichtig ausgepackt und auf den Rost gelegt werden. Vorsichtig deshalb, weil das Fleisch schon fast von selbst vom Knochen fällt – „Fall off the Bone“ (FOTB).

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Phase „1“
Jetzt muss das Fleisch das erste Mal mit BBQ-Sauce bestrichen werden. Ich verwende dazu gerne die Steven Raichlen’s Basic Barbecue Mob oder die MSB-BBQ-Sauce. Damit die „Glaze“ ordentlich trocknen kann, sollte der Grill nun auf eine Temperatur von ca. 150 Grad eingeregelt werden. Das Bestreichen der Spareribs sollte noch weitere 2 – 3 Mal, jeweils nach ca. 15 min., wiederholt werden.

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Damit nichts anbrennt, solltet ihr zwischendurch die Färbung kontrollieren.
Nach spätestens 1 Stunde sind die Spareribs fertig. Ich verkürze diese Zeit meist auf eine halbe Stunde.

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Die 3-2-1-Spareribs können nun im Ganzen, in 2er-Streifen oder in 1er-Streifen serviert werden. Guten Appetit!

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Als Ergänzung solltet ihr euch auch den Bericht Spareribs 5-0-0,5 anschauen. Dort verwende ich den Smokenator 1000 – eine sehr große Hilfe, um die Gartemperatur stabil zu halten. Des Weiteren verzichte ich auf die „Phase 2“.
Im Bericht 3-2-1 Dicke Rippe geht es um die fleischreichere Variante der Spareribs.
Im Bericht Geflügel- u. Spareribs-Halter – Produkttest (Santosgrills) testete ich einen weiteren günstigen aber sehr guten Spareribs-Halter.

Bacon Bomb Mac ’n’ Cheese

Zutaten
1,5 kg Gehacktes, „halb u. halb“
600 g Bacon
50 g Lieblings BBQ-Rub
2 Eier
150 g Makkaroni o. ä. dicke Nudeln
200 g mitteljunger Gouda
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Lieblings BBQ-Sauce

Die Bacon Bomb oder auch Bacon Explosion genannt, ist ein beliebtes Rezept bei Grillern. Vor einem Grill-Event kann sie bereits mehrere Stunden zuvor vorbereitet und im Kühlschrank gelagert werden – um so mehr Zeit bleibt für die Gäste! Ob Mais, Bohnen, Paprika, Pilze oder Fetakäse, die Bacon Bomb kann mit mehr oder weniger Phantasie gefüllt werden und schmeckt immer!
Heute möchte ich euch eine etwas speziellere Version der Bacon Bomb vorstellen, nämlich die Bacon Bomb Mac ’n’ Cheese. Das Original-Rezept stammt von meinem Bloggerkollegen Thorsten von bbqpit.de.

In einem großen Kochtopf die Spaghetti in Salzwasser bissfest kochen, abseihen und im Topf warm halten. Damit die Nudeln nicht austrocknen, ein paar Esslöffel vom Nudelwasser übergießen.
Das Gehackte zusammen mit einem passenden Rub und zwei Eiern kräftig mit den Händen durchgeknetet. Ich bin der Meinung, dass Ankerkraut Pit Powder, welches ich auch gerne zur Zubereitung von Frikadellen verwende, sehr gut dazu passt. Selbstverständlich könnt ihr aber auch euren Lieblings BBQ-Rub, wie z. B. Magic Dust o. ä., dazu verwenden.

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Die Bacon-Scheiben auf Backpapier zu einem Netz auslegen. Am Besten macht ihr das nach meiner altbekannten Anleitung am Beispiel von 28 Bacon-Streifen. Schaut einmal…

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Das Gehackte ca. 1 cm hoch ebenfalls auf Backpapier ausbreiten.

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Nun benötigt ihr die Nudeln und den Käse.

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Zuerst werden die Nudeln nebeneinanderliegend ausgelegt…

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…und anschließend mit den in Streifen geschnittenen Käse belegt und mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer bestreut.

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Das Gehackte aufrollen und anschließend auf das Bacon-Netz legen. Die „Hackfleisch-Kanone“ mit Zuhilfenahme des Backpapiers in das Bacon-Netz einrollen.

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Damit kein Käse herausfließt, die Enden gut verschließen.

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Den Grill auf indirekte Hitze vorbereiten, auf eine Gartemperatur von ca. 170 – 180 Grad einregeln und anschließend die Bacon Bomb auf den Grillrost legen.

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10 Minuten vor erzielen der Kerntemperatur von 70 Grad, die Bacon Bomb mit deiner Lieblings BBQ-Sauce einpinseln und anschließend weitergaren.

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Nun ist die Bacon Bomb Mac ’n’ Cheese fertig und kann angeschnitten werden.

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Von außen kross und von innen saftig.

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Die Bacon Bomb Mac ’n’ Cheese ist von sich aus schon ein fertiges Gericht. Es bedarf keiner großartigen Beilage, ein Salat ist schon das höchste der Gefühle.

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Wer die Bacon Bomb Mac ’n’ Cheese noch nicht kennt, muss sie unbedingt schnellstens kennenlernen. Ein super Familienessen!

3-2-1 Dicke Rippe

Mir ist vor Kurzem aufgefallen, dass ich euch bis heute noch nicht die fleischreichere Variante der berühmten 3-2-1 Spareribs vorgestellt habe. Die Rede ist von der Dicken Rippe, auch Brustspitze, Brust oder Brüstel genannt. Meist werden die in ca. 1.000 g erhältlichen Stücke in der gutbürgerlichen Küche mit dem Knochen geschmort oder dienen in geräucherter oder gepökelter Form als Fleischeinlage in Eintöpfen.

Der große Vorteil der Dicken Rippe, im Gegensatz zu den normalen Schälrippchen, ist der hohe Fleischanteil. Der Nachteil hingegen ist der hohe Fettgehalt von ca. 20 Prozent. Da es sich um langfasrige Fleischstücke handelt, müssen sie bei geringer Hitze, lange Zeit gegart werden (low & slow). Daher bietet es sich gerade zu an, die fleischreiche Dicke Rippe nach der 3-2-1 Methode zu garen. Wie das ganz genau vonstattengeht, hatte ich euch bereits hier beschrieben: 3-2-1 Spareribs

Nachdem die einzelnen Stücke mit euerm Lieblings-Rub eingerieben wurden und der Rub über Nacht im Kühlschrank einwirken konnte, landet das Fleisch auf dem Rost und verweilt dort für 3 Stunden (Phase „3“) bei ca. 110 – 120 Grad. Einige in Wasser getränkte Hickory Wood Chips werden zu Beginn auf die glühenden Kohlen gelegt, sodass es sofort beginnt zu qualmen.

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In der Phase „2“ verweilen die Fleischstücke für weitere 2 Stunden, bei ca. 120 – 140 Grad, in dem Grill. Am Besten nutzt ihr dafür die “IKEA KONCIS Ofenform mit Rost” oder einen anderen geeigneten Behälter und füllt ihn mit 0,75 Liter Apfelsaft oder Cidre (selbstverständlich kann auch Bier oder Wein verwendet werden). Die Ofenform verschließt ihr “luftdicht” mit Alu-Folie.

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Ihr seht, nachdem die Phase „2“ abgeschlossen ist, dass sich das Fleisch etwas zurückgezogen hat und die Knochen zum Vorschein kommen.

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In der Phase „1“ (eine Stunde) muss das Fleisch das erste Mal mit BBQ-Sauce bestrichen werden. Damit die “Glaze” ordentlich trocknen kann, sollte der Grill dazu auf eine Temperatur von ca. 150 Grad eingeregelt werden. Das Bestreichen der Dicken Rippe sollte noch weitere 2 – 3 Mal, jeweils nach ca. 15 min., wiederholt werden.

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Fertig ist die Dicke Rippe nach der 3-2-1 Methode. Da es mir in diesem Bericht lediglich darum geht, auf die meist unterschätzte Dicke Rippe hinzuweisen, findet ihr eine detailliertere Anleitung hier, am Beispiel von Spareribs.

Satéspieße

Zutaten
für die Marinade
500 g Kikok Hähnchenbrustfilet
1 EL Honig
60 ml Teriyakisauce
2 TL Sesamöl
1 TL Kurkuma
1 TL gemahlener Koriander
0,5 TL Chilipulver
für die Sauce (optional)
1 kleine Zwiebel
1 EL Öl
150 g körnige Erdnussbutter
2 EL Teriyakisauce
125 ml Kokoscreme
2 EL süße Chilisauce

Die Kikok Hähnchenbrustfilets in lange dünne Streifen schneiden und diese ziehharmonikaförmig auf in Wasser eingeweichte Holzstäbchen fädeln.
Mit einem Schneebesen die Zutaten für die Marinade verschlagen und anschließend die Spieße darin mind. 2 Stunden marinieren.

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Den Grill auf mittlere Hitze einregeln und dann die Satéspieße auf 2 zuvor in Alufolie eingepackten Ziegelsteine legen. Diese Methode hat den Vorteil, dass das Fleisch nicht am Rost kleben bleibt und des Weiteren der nötige Abstand zur Glut gewährleistet ist.

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Die Satéspieße immer wieder mit der restlichen Marinade bestreichen bis ausreichend Röstaromen entstanden sind…

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…sodass die Kohlekörbe unter den Spießen in den indirekten Bereich gezogen werden können.
Ich bewerkstellige das immer gerne durch Zuhilfenahme eines Metallstabs.

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Nun noch einmal mit der restlichen Marinade bestreichen und ggf. indirekt weitergaren, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht wurde.

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Die Satéspieße schmecken ausgezeichnet zu Reis oder können mit einer Erdnussbutter-Sauce verzehrt werden. Ob im kalten oder warmen Zustand ein Gedicht!
Für die Sauce eine kleingeschnittene Zwiebel in einem EL Öl glasig dünsten und mit den restlichen Zutaten (150 g körnige Erdnussbutter, 2 EL Teriyakisauce, 125 ml Kokoscreme, 2 EL süße Chilisauce) zu einer sämigen Sauce einköcheln.

Ich bevorzugte an diesem Tag Reis an Bambussprossen und Erbsenschoten. Probiert das einmal aus!

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Bacon Potatoes

Zutaten
junge kleine Kartoffeln
Bacon Streifen
BBQ-Sauce

Heute eine ganz einfache und schnell zuzubereitende Beilage – Bacon Potatoes.

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Jeweils eine vorgekochte Kartoffel mit einem Bacon-Streifen umwickeln, mit einem Zahnstocher fixieren und anschließend mit BBQ-Sauce bestreichen.

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Die Kartoffeln nun auf den für indirekte Hitze vorbereiteten Grill auflegen und eine Gartemperatur von ca. 180 – 200 Grad einhalten.
Sobald der Bacon schön knusprig geworden ist, können die Bacon Potatoes verspeist werden.

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Wenn ihr keine Lust habt die Kartoffeln vorzukochen, könnt ihr sie alternativ dazu auch auf dem Grill vorgaren und anschließend wie oben beschrieben weiter verfahren.
Probiert die Bacon Potatoes ruhig einmal aus, sie bereiten kaum Arbeit und sind sehr lecker!

Moink Balls

Zutaten
700 g Rinderhack
2 Päckchen Bacon (ca. 16 Scheiben)
Lieblings-BBQ-Rub
Salz
Zahnstocher
Lieblings-BBQ-Sauce (z. B. BBQ-King® BBQ Sauce)

Das Wort Moink setzt sich aus den Wörtern Moooh (Rind) und Oink (Schwein) zusammen. Es handelt sich um Bacon-Scheiben, die um Rinder-Hack-Bällchen gelegt und mit einem Zahnstocher fixiert werden.

Da ich eine schonende Gartemperatur von lediglich 110 Grad wünschte, heizte ich den COBB Grill Premier, unter der Berücksichtigung einer Außentemperatur von 22 Grad, mit einem halben Cobble Stone auf.

In der Zwischenzeit wurde das Rinderhack mit ca. 4 Esslöffeln eines Lieblings-BBQ-Rub vermengt und ggf. mit etwas Salz gewürzt. Ich entschied mich für das Hamburg Gunpowder von Ankerkraut. Anschließend wurden ca. 16 gleich große Bällchen geformt.

Um jedes Bällchen wird eine Baconscheibe gewickelt und mit einem Zahnstocher fixiert.

Bis die Moink Balls die angestrebte Kerntemperatur von 70 Grad erreichten, vergingen ca. 40 Minuten,

Zum Ende der Garzeit wurden die Bällchen in meine Lieblings-BBQ-Sauce getaucht und verweilten anschließend weitere 5 – 10 Minuten auf dem Grill.

So entspannt kann grillen sein. Die leckeren Moink Balls bereitete ich schon viele Male auf diversen Kugelgrills zu, um so gespannter war ich, wie es auf dem COBB Grill Premier klappen sollte. – Der Kleine Edelstahl-Grill hat die Aufgabe mit Bravour gemeistert!
Auf Wunsch können die Moink Balls während des Garens mit z. B. Hickory-Holz gesmoked werden. Die Moink Balls sind richtig tolle Appetizer, die ich am Liebsten mit einer krossen Scheibe Baguette esse.

Übrigens: So richtig lecker schmecken die Moink Balls mit der dickflüssigen BBQ-King® BBQ Sauce auf Pflaumenbasis! – Probiert sie mal!

Möchtet ihr mehr über den COBB Grill Premier erfahren? Dann besucht bigBBQ´s COBB Grill Premier Fan-Page!

Schweinebäckchen BBQ-Style

Zutaten
500 g Schweinebäckchen
0,5 l Apfelsaft
0,5 l Rotwein
Rub, z. B. Ankerkraut „Pull That Piggy!“
für die Glaze
8 EL Rotwein
100 ml Ketchup
1 TL Lieblings-Rub
1 TL brauner Zucker
1,5 EL Worcester Sauce

Zum Wochenende bekam ich von yourbeef.de eine neue Lieferung mit tollem Fleisch. Unter Anderem waren auch zwei 500 g-Pakete Schweinebäckchen mit dabei. Bei Rezept-Recherchen, wie man Schweinebäckchen zubereitet, stieß ich immer wieder auf Schmorgerichte, die zum Grillen jedoch nicht besonders geeignet sind. Somit musste ich mir etwas eigenes einfallen lassen und bin nun stolz darauf, euch folgendes Rezept vorstellen zu dürfen – denn es ist so richtig gut geworden!

Zuerst werden die Schweinebäckchen von restlichen Sehnen und Silberhaut befreit.

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Das Fleisch für ca. 2 Stunden in unverdünnten Apfelsaft einlegen.

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Die Schweinebäckchen trocken tupfen und anschließend mit einem Rub einreiben. Ich entschied mich für Pull That Piggy! von Ankerkraut.

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Nun wird das Fleisch in Folie eingewickelt und verweilt über Nacht im Kühlschrank. Während dessen sollten einige Wood Chips (ich nahm in diesem Fall Eiche) in Wasser eingelegt werden, die am nächsten Tag zum Räuchern benötigt werden.

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Am nächsten Tag wird der Grill für das indirekte Grillen vorbereitet und auf 100 Grad Gartemperatur eingeregelt. Das funktioniert am einfachsten mit dem Smokenator 1000. Anschließend wird das Grillgut aufgelegt.

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Um den Grill zum Rauchen zu bringen, werden nun einige in Wasser getränkte Wood Chips auf die glühenden Kohlen gelegt. Diesen Vorgang wiederholte ich noch weitere 2 Mal im Abstand von 20 Minuten.

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Nach einer Stunde ist die Smoke-Phase zu Ende und die Schweinebäckchen müssen eine weitere Stunde bei exakt 100 Grad auf dem Rost verweilen. Während dieser Zeit wird das Fleisch in regelmäßigen Abständen mit etwas Apfelsaft bestrichen. Anschließend wird das Fleisch auf einem Rost gelegt, dieser wiederum „schwebt“ über eine Edelstahlschale, gefüllt mit Rotwein.

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Die Schale muss nun „luftdicht“ mit Alu-Folie verschlossen werden und wandert nun für 2 Stunden, bei ca. 120 – 140 Grad, in den Grill.

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Ein guter Zeitpunkt, um die Glaze anzurühren. Dazu erhitzte ich die o. a. Zutaten und ließ die Sauce ca. 10 Minuten ganz leicht köcheln. Sobald die 2 Stunden der Dampf-Phase vorüber sind, werden die Schweinebäckchen wieder ausgepackt und auf den Grillrost gelegt.
Jetzt muss das Fleisch das erste Mal mit der Glaze bestrichen werden. Das Bestreichen kann je nach Belieben weitere 2 – 3 Mal, jeweils nach ca. 10 – 15 min., wiederholt werden.

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Nun ist der Zeitpunkt des Anschnitts gekommen. Der Rauchring lässt sich 1A erkennen!

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Damit ihr euch vorstellen könnt, wie saftig und zart die Schweinebäckchen sind, habe ich einen Teilbereich des Bildes noch einmal vergrößert. Seht ihr die Flüssigkeit zwischen den Fleischfasern? – Einfach unglaublich, oder? Das Bild erinnert mich ein wenig an ein saftiges Brisket.

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Als Beilage gab es Kartoffelgratin und Kohlrabi. Der Rotwein in der Glaze konnte dezent herausgeschmeckt werden.

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Das war wieder einmal ein richtiges tolles Essen, welches noch öfter und in größeren Mengen wiederholt wird.

Bacon Bomb (Bacon Explosion)

Zutaten
1 – 1,2 kg Mett (halb Rind, halb Schwein)
28 Streifen Bacon
1 Paprika
1 Zwiebel
1/2 Dose Mais
1/3 Dose Kidneybohnen
1/2 Päckchen Fetakäse
Lieblings-Rub (z. B. Magic Dust)
Lieblings-Mop
Emmentaler Käse geraspelt

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Als erstes wird das Netz aus den einzelnen Bacon-Streifen „gewebt“.


Das Mett wird mit dem Lieblings-Rub gewürzt – bei mir war es Magic Dust (meathead) – und vorsichtig auf dem Netz ausgebreitet. Danach folgen die anderen Zutaten wie Paprika, Zwiebel, Mais, Kidneybohnen, Fetakäse und ein wenig Lieblings-Mopping Sauce – in meines Fall BBQ-Sauce nach Master Sir Buana.

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Zu guter letzt folgt eine halbe Tüte geraspelter Emmentaler Käse.

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Nun wird vorsichtig alles zusammen gerollt.

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Vor dem Auflegen wird die Bacon Bomb noch einmal gerubbt und anschließend bei einer Gartemperatur von ca. 140 Grad bis zu einer Kerntemperatur von 75 Grad gegart. Wenn Zeit vorhanden ist, sollte man eine Gartemperatur von 110 Grad präferieren – um so saftiger wird es!

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Nach ca. 2 – 2,5 Stunden erhält man eine knusprige Bacon Bomb.

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Bevor angeschnitten wird, muss noch einmal mit der Lieblings-BBQ-Sauce gemoppt werden.

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Gegessen wurde die Bacon Bomb mit Pommes, sowie Baguette mit diversen Dipps.

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Fazit
Meines Erachtens ist die Bacon Bomb ein sehr einfaches Rezept, welches auch schon mehrere Stunden vor einem Grill-Event vorbereitet werden kann – um so mehr Zeit bleibt für die Gäste!
Alternativ gibt es diverse Möglichkeiten die „Bombe“ zu füllen. Von Rotkohl über Spargel bis zu scharfen Jalapenos ist alles möglich. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.