Original Kobe Ribeye Steak mit japanischem Spinatsalat

Während in den letzten Jahren viele Grill-Fans mit Begeisterung meinen Blog durchstöberten, wurde ich immer wieder gefragt: „Hast du eigentlich auch schon mal Kobe gegrillt?“ Meine Antwort lautete bisher immer „jein“. – Ja, weil ich in der Vergangenheit tatsächlich schon Millimeter dünne aber immerhin Original Kobe-Abschnitte vergrillt habe und nein, weil ich diese dünnen Läppchen nicht nach meiner präferierten Garmethode zubereiten konnte. – Zu schnell war das dünn geschnittene Fleisch gar, ohne das sich dabei irgendwelche Röstaromen bilden konnten.

Bis heute! – Denn in der sechsten Runde der von Albers Food ausgerufenen Albers Challenge ist unsere Aufgabe, ein 500 g Original Kobe Ribeye Steak zu grillen.

Wie immer der Hinweis: Auch dieser Beitrag ist Teil der „Albers Challenge 2018“, in der sechs Food-Blogger bis zum Ende des Jahres monatlich ihre Rezeptbeiträge posten werden. Jeden Monat gibt es etwas zu gewinnen: Dieses Mal ist es ein 500 g schweres Original Kobe Ribeye!!! Alles was ihr tun müsst um diesen hochwertigen Preis zu gewinnen, ist bei der Abstimmung für das tollste Rezept mitzumachen. Der Link und alle weiteren Infos folgen wie immer bald an dieser Stelle. Noch besser: Wenn ihr euch beim Albers Newsletter anmeldet, werdet ihr regelmäßig mit Infos, Angebote und Rezepte versorgt. Zur Anmeldung…

Neben diversen Zubereitungsmethoden wie z. B. Shabu-Shabu, bei dem Millimeter dünne Fleischstreifen in kochende Gemüsebrühe bzw. Wasser geschwenkt werden oder Yakiniku, bei dem die Fleischstreifen auf einer Art dünnem Maschenrost ganz kurz über glühend-heiße Kohlen gelegt werden, liebe ich die Teppanyaki-artige Methode: Entweder auf einer sehr heißen Plancha aus Edelstahl oder auf einer gusseisernen Platte bzw. Pfanne.

Damit meine volle Konzentration dem Fleisch gilt, bereitete ich eine sehr leichte aber unglaublich schmackhafte Beilage zu: Japanischer Spinatsalat mit Sesam-Sauce.

Zutaten
500 g Kobe Ribeye Steak (Albers-Food)
500 g frischer Spinat
1 Blatt Nori
2 EL gerösteter Sesam
1 TL Wasabi Sesam (optional)
1,5 EL Reisessig
1,5 EL Reiswein
2 EL Sesampaste
5 EL Sojasauce
1,5 EL Zucker

Zubereitung des japanischen Spinatsalats mit Sesamsauce

In einem Topf mit großem Durchmesser ca. 1 cm hoch Wasser zum Kochen bringen. Die Spinatblätter hinzugeben, zusammenfallen lassen und überflüssiges Wasser abgießen.

In einer kleineren Schüssel den Reisessig, Reiswein, Sesampaste, Sojasauce und Zucker sorgfältig zu einem Dressing verrühren.

Das Dressing in den Spinat rühren und je nach Vorliebe den gerösteten Sesam vollständig unterheben oder erst kurz vor dem Servieren über den japanischen Spinatsalat streuen.

Schlussendlich das Nori-Blatt in kleine Streifen schneiden und ebenfalls unter den japanischen Spinatsalat heben oder auflegen.

Zubereitung des Original Kobe Ribeyes

Das ca. 2 cm starke Ribeye in ebenfalls ca. 2 cm breite Streifen schneiden.

Der Anblick der Marmorierung lässt garantiert das Herz jedes Fleisch-Fans höher schlagen.

Eine gusseiserne Pfanne oder eine Grillplatte (Plancha) auf eine Temperatur von ca. 250°C erwärmen. Sobald die Temperatur erreicht wurde, die Fleischstreifen ohne Zugabe von Fett in die von uns verwendeten Petromax fp30h auf dem Monolith Classic legen.

Nach sehr kurzer Zeit (ca. 20 Sekunden) hat sich auf der ersten Fleisch-Seite eine tolle Kruste gebildet, sodass nun nacheinander die anderen 3 Seiten gegrillt werden müssen. Wie zuvor bereits angedeutet, hat diese Zubereitungsmethode den Vorteil, dass nahezu die maximale Fläche der Fleischstreifen mit Röstaromen versehen wurde und der Kern des Fleisches medium-rare serviert werden kann.

Volle Aufmerksamkeit für das wahrscheinlich interessanteste, besonderste und leckerste Fleisch der Welt: Original Kobe Ribeye Steak mit einem kleinen japanischen Spinatsalat mit Sesam-Sauce.

Die andere Hälfte des Steaks wurde im Ganzen gegrillt, anschließend in Tranchen geschnitten und teils mit ein wenig Fleur de Sel und teils mit Wasabi-Sesam genossen.

Unter folgendem Link könnt ihr euch die gesamte Vergrillung als Instagram-Story zu Gemüte führen: Hier entlang…

Fazit

Nun kann auch ich bestätigen, dass Original Kobe Fleisch wirklich etwas ganz Besonderes ist: Das unglaublich zarte und geschmackvolle Fleisch sucht wirklich seines Gleichen! Die von mir gewählte Zubereitungsmethode war für meinen Geschmack einfach mehr als perfekt!

Probiert es unbedingt (mindestens) einmal in eurem Leben selbst aus! – Ihr werdet garantiert, wie ich(!), sehr begeistert sein.

Es muss bei eurer nächsten Grill-Session ja auch nicht gleich ein 500 g Kobe Steak für über 200 EUR sein! – Bei Albers Food bekommt ihr auch schon tolle 300 g Stücke für etwas über 100 EUR.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Dry Aged Ribeye Steak mit Jalapeno Poppers (light)

Wenn bei uns wieder einmal ein tolles Stück Fleisch auf dem Grill gelegt werden soll, stellt sich oft die Frage, welche Beilage es dazu geben soll. Neben den fast schon Standard-Beilagen wie Country Potatoes, KrautsalatChampignonpfanne & Co., haben sich bei uns seit vielen Jahren die Jalapeno Poppers in der Light-Variante etabliert.

Im Gegensatz zu den aufwendig in Teig gewälzten und anschließend frittierten Jalapeno Poppers, bedienen wir uns der Faulenzer-Variante mit nur sehr wenigen Zutaten und Arbeitsschritten.

Zutaten
800 g Dry Aged Ribeye Steak (yourbeef.de)
15 Jalapenos
150 g Frischkäse
250 g Bacon

Trotz der sehr schmackhaften Jalapeno Poppers, ist unser heutiger Hauptdarsteller selbstverständlich das 800 g Dry Aged Ribeye Steak von (yourbeef.de).

Zubereitung der Jalapeno Poppers

Die Jalapenos längs mit einem scharfen Messer teilen. Dabei aus optischen Gründen versuchen, den Stil während des Schnitts mit zu halbieren.

Mit einem kleinen Teelöffel das Kerngehäuse sorgfältig entfernen.

Die halbierten Jalapenos mit Frischkäse füllen und anschließend mit einer Bacon-Scheibe umwickeln. Der uns vorliegende Bacon war sehr dick, weshalb wir die jeweiligen Scheiben halbierten.

Das Dry Aged Ribeye Steak unter direkter hoher Hitze von beiden Seiten grillen und anschließend zum Erreichen der Kerntemperatur von ca. 54°C in den indirekten Bereich legen. Bei der Gelegenheit auch die Jalapeno Poppers auflegen und für ca. 20 – 30 Minuten bei ca. 150°C garen.

Nachdem das Steak tranchiert wurde, die weichen Jalapeno Poppers mit dem krossen Bacon einfach dazulegen und zusammen servieren.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Biru Wagyu Ribeye Steak – ShioMizu Aged mit Johannisbeer-Chutney

Zutaten
450 g Biru Wagyu Ribeye Steak (8 Wochen ShioMizu Aged) von Eatventure
500 g frische Johannisbeeren
150 ml Mangosaft
250 g Gelierzucker (2:1)
1 Apfel
4 Schalotten
1 EL Olivenöl
100 ml weißer Balsamico-Essig
3 EL brauner Zucker
1 EL Rosa Pfeffer
1 TL Chili Flocken
1 TL Ingwer (frisch o. gemahlen)
1 TL Senfkörner
3 EL getrocknete Cranberries

Bevor das Johannisbeer-Chutney zubereitet wird, das Steak eine Stunde vorher herauslegen, damit es Zimmertemperatur annehmen kann und die angestrebte Kerntemperatur später schneller erreicht wird.

Die Marmorierung des Biru Wagyu Ribeye Steak (8 Wochen ShioMizu Aged) von Eatventure ist einfach der absolute Knaller!

Zunächst die Johannisbeeren von den Stielen zupfen, die Cranberries klein schneiden, sowie die Schalotten pellen und den Apfel schälen und würfeln.

Die Zwiebeln in einen Topf mit Olivenöl andünsten, anschließend die gewürfelten Äpfel hinzufügen und anschwitzen. Nun mit dem braunen Zucker karamellisieren und anschließend mit dem weißen Balsamico-Essig ablöschen.

Die restlichen Zutaten, bis auf den Mangosaft und den Gelierzucker hinzufügen und für ca. 15 – 20 Minuten köcheln lassen.

Dabei immer wieder gut umrühren und die Früchte an der Topfwand mit einem Esslöffel so gut es geht zerquetschen.

Den Mangosaft und den Gelierzucker hinzufügen und noch einmal für ca. 4 Minuten unter ständigen Umrühren kochen lassen.

Das Johannisbeer-Chutney in ausgekochte Gläser füllen und anschließend auf den Kopf stellen.

Damit eine durchgehende gleichmäßige Kruste entsteht, das Steak in einer geschmiedeten oder gusseisernen Pfanne mit sehr wenig oder keinem Öl braten oder ganz typisch auf dem Grillrost zubereiten.

Sobald das Steak eine Kerntemperatur von ca. 52°C erreicht hat, zwei bis drei Minuten lang ruhen lassen, mit einem scharfen Messer tranchieren und anschließend mit dem Johannisbeer-Chutney servieren.

Sagenhaft, wie gut das sehr geschmacksintensive, super-zarte Biru Wagyu Ribeye Steak mit dem fruchtig-scharfen Johannisbeer-Chutney harmoniert.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachgrillen!

Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8)

Im Zuge der „Albers Challenge 2018“ stellten wir euch im letzten Monat das wunderschöne 1,8 kg(!) schwere Greater Omaha Gold Label Porterhouse Steak von Albers vor. – Ein absolutes Traumsteak! Kaum vorzustellen, dass keine 4 Wochen später, in der zweiten Challenge-Runde, bereits das nächste unvorhersehbare Highlight folgt:

Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8)

Dieses brillant marmorierte Rib Eye Steak (Entrecôte) wurde mit dem Marmorierungsgrad (Marbling Score) MS 7–8 eingestuft. Vereinfacht gesagt, bedeutet die Einstufung MS 7–8 (von max. 12) Güteklasse „sehr gut“.

Herkunft

Dieses ganz besondere Wagyu Rib Eye Steak stammt von der Jack’s Creek Farm, einem australischen Familienunternehmen aus Willow Tree (New South Wales), etwa 300 km nördlich von Sydney. Die Gegend ist u. a. für ihr gemäßigtes Klima und ihre zuverlässigen Niederschläge bekannt. – Die ideale Grundlage für beste Rinderzucht! Im Jahr 1991 begannen die Züchter David und Phillip Warmoll die japanischen Black-Wagyu-Bullen der Tajima-Rasse aus Kobe mit den australischen Black-Angus-Rinder zu kreuzen. Daraus wurde der Verkaufsschlager: Jack’s Creek Wagyu.

Die Spitzenqualität ist seit langer Zeit international anerkannt: In den Jahren 2015 und 2016 erhielt die Jack’s Creek Farm jeweils die Auszeichnung „Bestes Steak der Welt“. – Daher auch die Bezeichnung „Weltmeistersteak“.

Übrigens: Wem Fleisch des Marbling Scores 7–8 zu kostspielig ist, erhält bei Albers neben dem noch hochwertigerem Fleisch des MS 9+ auch das kostenbewusste MS 5–6.

Zur Erinnerung: Auch dieser Beitrag ist Teil der „Albers Challenge 2018“, in der sechs Food-Blogger bis zum Ende des Jahres monatlich ihre Rezeptbeiträge posten werden. Jeden Monat gibt es etwas zu gewinnen: Dieses Mal ist es das 600 g schwere Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8) im Wert von 138,– EUR!!! Alles was ihr tun müsst um dieses hochwertige Steak zu gewinnen, ist bei der Abstimmung für das tollste Rezept mitzumachen (2. Runde bereits abgelaufen).

Zutaten

600 g Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8)
Gold Flakes (Blattgold)
3 Artischocken

für den Dipp
90 g Crème fraîche
135 g Joghurt
3 EL Zitronensaft
15 g Senf
150 g Mayonnaise
1 EL frisch geschnittene Petersilie
1 EL Apfelessig
1 TL brauner Zucker
1 klein geschnittene Knoblauchzehe
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Meersalz

Zubereitung Artischocken und Dip

Die Artischocken mit einem sehr scharfen Messer längs teilen. Aus Gründen der Ästhetik den Stil dran lassen (nicht essbar).

Mit einem Teelöffel die innere Blüte und das Heu ausstechen.

Damit die Schnittflächen sich nicht zu stark verfärben, sehr schnell mit einigen Tropfen des Saftes einer Zitrone beträufeln.

Nun werden die Artischocken-Hälften für ca. eine halbe Stunde gedünstet. In der Zwischenzeit die o. a. Zutaten für den Dip vermischen und anschließend mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Meersalz abschmecken.

Zubereitung Steak

Das Steak sollte mindestens eine Stunde vor der Vergrillung aus dem Kühlschrank entnommen werden.

In einer gusseisernen oder geschmiedeten Pfanne (je nach Vorlieben) etwas Rapsöl (relativ geschmacksneutral) stark erhitzen und anschließend das Steak von jeder Seite für ca. 60 Sekunden anbraten. Alternativ kann auf das Öl gänzlich verzichtet und/oder selbstverständlich auch der Grill, Beefer o. ä. verwendet werden.

Nachdem sich ausreichend Röstaromen entwickelt haben, dass Steak in die indirekte Zone des Grills verlagern und bei einer Gartemperatur von max. 150°C bis zu einer Kerntemperatur von max. 52°C garen. In der Zwischenzeit die Schnittflächen der gedünsteten Artischocken über direkter Hitze für ca. 5 – 7 Minuten auf den heißen Grillrost legen.

Servieren des Steaks

Für uns stand von Anfang an fest, dass wir das Steak weder vor dem Grillen, noch nach dem Grillen würzen werden. – Noch nicht einmal mit gutem Pfeffer oder mit „einfachem“ Salz. Wir wollten unbedingt den unverfälschten puren Geschmack des sagenumwobenen Fleisches genießen.

Trotzdem erschien es uns vom Gefühl her als nicht angemessen genug, mit dem tollen Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak nichts weiteres mehr anzustellen. Aus diesem Grund unterstrichen wir unsere Freude und Spannung damit, die Steak-Enden mit Gold Flakes (Blattgold) zu verzieren. Das von uns verwendete Blattgold (23,75 Karat) gehört zu der Klasse der Lebensmittelfarbstoffe mit der Bezeichnung E 175, ist geschmacksneutral und darf in geringen Mengen bedenkenlos verzerrt werden.

Fazit

Es ist einfach unvorstellbar, wie sehr dieses Steak quasi auf der Zunge schmilzt. Der extrem hohe intramuskuläre Fettanteil lässt das Steak buttrig zart werden, sodass das Fleisch so gut wie gar nicht gekaut werden muss. Geschmacklich ebenso spannend ist das Fett, welches sich rund um den Muskel ansammelt. – Befindet sich dieses zwischen Zunge und Gaumen und wird leicht komprimiert, zerplatzt es quasi wie eine ganz weiche Praline und setzt eine Geschmacksexplosion in Gang.

Das Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8) hat uns und unsere beiden Gäste mehr als überzeugt. Einziger Wermutstropfen ist der relativ hohe Preis, der unseres Erachtens jedoch absolut gerechtfertigt ist!

Dry Aged Steak Burger Deluxe mit Biru Wagyu Markknochen

Zu Knochenmark habe ich meine eigenen Kindheitserinnerungen: Ich sehe noch heute meinen Opa förmlich vor mir, wie er nach dem Verzehr der Rindfleischsuppe die dicken Rinderknochen aufsuchte und die beiden Enden x-mal sehr laut auf den Küchentisch klopfte und mit einem Messer versuchte auch das allerletzte bisschen Mark aus den Knochen zu fummeln. Dieses wertvoll erbeutete Knochenmark aß sehr gerne mit einer dicken Scheibe Brot. Wenn er an einem erfolgsversprechenden Tag einmal sehr viel Knochenmark fand, mischte er es hingegen in einen Natur-Quark mit dicken Nudeln und genoss es umso mehr.

Die von meinem Opa präferierte Kombination Mark/Quark nahm ich als Inspiration, ebenfalls ein Rezept mit Knochenmark zu kreieren. Dabei ersetzte ich Quark durch Joghurt und vermische ihn mit Gurken und Zwiebeln. Da ich das Knochenmark als Burger-Topping verwenden wollte und es sehr kräftig im Geschmack ist, fand ich mit dem Apfel einen süßen sehr geeigneten Gegenspieler.

Herausgekommen ist dieses geniale Rezept mit den folgenden beiden Hauptdarstellern:

– Entrecôte-Abschnitte von einer meiner Fleisch-Reifungen (ca. 7 kg Bone-In Entrecôte von eatventure.de)
Dry Aged Biru Wagyu Bone Marrow Markknochen – einen längst aufgeschnittenen Rinderknochen (eatventure.de)

Zutaten
Dry Aged Biru Wagyu Bone Marrow Markknochen (eatventure.de)
1 Entrecôte o. Steak-Abschnitte
Burger-Buns (z. B. Curry-Buns v. eatventure.de)
1 frische Gurke
1 rote Zwiebel
1 bunter Apfel
Joghurt Natur
Hochwertiger Pfeffer (z. B. Ankerkraut Steakpfeffer Hamburg)
Fleur De Sel (z. B. Ankerkraut Fleur De Sel)

Den Markknochen erst kurz vor dem Vergrillen aus dem Kühlschrank nehmen, da dass in ihm enthaltene Fett sehr schnell schmilzt.

Die Entrecôte-Abschnitte oder alternativ das Steak mit einem sehr scharfen Messer in kleine Würfel mit einer Kantenlänge von ca. 5 mm schneiden.

Aus dem kleingeschnittenen Fleisch einen oder ggf. mehrere Patties formen.

Die frische Gurke, die rote Zwiebel und den Apfel ebenfalls in kleine Würfel schneiden, sowie den Joghurt, das Salz und den Pfeffer bereitstellen.

Den Grill, in unserem Fall der Weber PULSE 2000 mit der Weber Grillplatte, vorheizen und bei mittlerer Temperatur das Patty grillen. Kurz vor dem Erreichen der Ziel-Kerntemperatur den Knochen mit der Mark-Seite nach unten auflegen.

Das Steak-Patty auf die Unterseite des Curry-Buns legen und mit Fleur De Sel und hochwertigen Pfeffer würzen.

Als quasi „Kleber“ ein bis zwei Esslöffel Joghurt auftragen und anschließend die Würfel der Gurken, Zwiebeln und Äpfel auflegen.

Als Burger-Topping das Knochenmark auflegen und mit dem Deckel des Burger-Buns verschließen.

Es ist wirklich unglaublich, wie sehr lecker dieser Burger ist, weshalb ich ihn ganz selbstbewusst den „Dry Aged Steak Burger Deluxe“ taufte.

Jedes einzelne kleine Fleischwürfelchen war überaus saftig und der Fleischgeschmack wurde durch das Knochenmark maximiert.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit! – Garantiert!

Shio Aged Ribeye Steak im Geschmackstest

In meiner mittlerweile doch schon recht langen Zeit als passionierter Griller habe ich bereits so manch besonderes Stück Fleisch essen dürfen. Dabei ging es sehr oft nicht nur um die Fleisch-Qualität als solches, welche aus der Rasse des Tiers, seines Geschlechts, seiner Aufzucht, seines Alters u. v. m. resultierte sondern auch sehr oft um die jeweils verwendete Reifemethode. Ich darf auf keinen Fall behaupten, dass ich alle Reifemethoden kenne und auch schon probiert habe aber neben dem Wet Aged sind mir heutzutage u. a. das klassische Dry Aged, Smoked Aged, Asche Aged, Aqua Aged, Luma Aged, Reifung im Rindertalk u. v. m. bekannt. Schon oft habe ich mir die Frage gestellt: „Was soll jetzt noch folgen?“

Diese Frage stellte sich seit langer Zeit auch schon David Schrand, Inhaber des Online Genusshandels eatventure und entwickelte während seiner 12-monatigen Erprobungszeit mit dem Shio Aging ein eigenes Reifeverfahren. Fleisch, welches durch dieses neue Reifeverfahren veredelt wurde, verkauft eatventure bereits seit ca. Ende 2017. Leider bot sich mir bisher nie die Möglichkeit ein Shio Aged Beef zu kosten, was sich ab dem heutigen Tag endlich ändern wird.

Was steckt hinter Shio Aged?

Das japanische Wort Shio bedeutet in die deutsche Sprache übersetzt „Salz“.

Bei der neuen Reifemethode Shio Aged durchläuft das Fleisch in besonderen Reifeschränken innerhalb von 8 Wochen wechselnde Stufen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit und wird dabei regelmäßig mit einer Salzsole besprüht. Das dabei verwendete Bad Essener Urmeersalz wird aus einer flüssigen, mineralstoffreichen und übersättigten Urmeer-Salzsole aus ca. 800 m tiefe gewonnen, welches seit Millionen von Jahren von Umwelteinflüssen, zwischen den dichten Gesteinsschichten, unberührt blieb. Laut dem Salzproduzenten würde die pur verkostete Salzsole wie eine Gemüsebrühe schmecken.

Beim Besprühen der Salzsole muss peinlichst genau darauf geachtet werden, dass das Fleisch weder zu trocken noch zu naß wird.

Durch das Shio Aging würden sich laut David Schrand die Fehlgeschmäcker, wie z. B. herbe oder erdige Noten verringern und das Fleisch seinen urtypischen Geschmack behalten.

Genauso wie beim Dry Aging Verfahren, werden nach dem Reifen die trockenen Ränder abgeschnitten.

Das Shio Aged Red Heifer Auslese Ribeye Steak

Zum Test stellte uns eatventure ein Shio Aged Red Heifer Auslese Ribeye Steak zur Verfügung. Red Heifer Steaks der eatventure Auslese sind deutlich stärker marmoriert als die normalen Red Heifer Steaks. Unter der u. a. besonders gebührenden Beachtung der Marmorierung tragen nur etwa 10 % der Red Heifer Rinder das Qualitätssiegel „Auslese“.

Fleisch von eatventure wird generell schockgefrostet ausgeliefert. Das gefrorene Fleisch wurde von mir über Nacht schonend im Kühlschrank aufgetaut.

Das 432 g schwere, 8 Wochen Shio Aged Ribeye Steak macht optisch schon einmal einen sehr guten Eindruck! Dieses durfte mit einem Küchentuch abgedeckt für ca. 2 Stunden Raumtemperatur annehmen.

Die Vergrillung

Damit es jeder Grill-Fan zu Hause nachmachen kann, verwendete ich bei der Zubereitung des Steaks absichtlich keinen Beefer, keine gusseiserne oder geschmiedete Pfanne, nicht das Sous-Vide Verfahren o. ä., sondern garte das Fleisch unverfälscht auf dem gusseisernen Rost eines Gasgrills.

Nachdem der gusseiserne Rost des Weber Genesis II LX S-44o GBS mit maximaler Temperatur aufgeheizt wurde, legte ich das Steak für ca. 90 sec. auf die 10.00 Uhr-Stellung und anschließend für ca. 90 sec. auf die 2.00 Uhr-Stellung. Durch dieses etablierte und von vielen Grillern praktizierte Vorgehen kann ein schönes Branding-Muster in Rauten-Form entstehen. Um das Steak später geschmacklich unverfälscht beurteilen zu können, verzichtete ich beim Grillen auf jegliche Zusätze wie Öl oder Salz, geschweige denn Pfeffer.

Nachdem ich mit der anderen Seite des Steaks ebenso verfuhr, stellte ich die Fettseiten noch einmal für kurze Zeit auf den heißen Rost und knusperte sie damit an.

Nach dem scharfen Angrillen verringerte ich die Gartemperatur auf ca. 150°C und legte das Steak auf den Ablagerost. Dort weilte es so lange, bis eine Kerntemperatur von 52°C erreicht war.

Beim Aufschneiden viel auf, dass im Gegensatz zum „normalem“ 4 Wochen gereiften Dry Aged Steak, beim Shio Aged Steak weniger Fleischsaft austrat.

Die Verkostung

Nun ging es an die Verkostung, auf die ich mich schon den ganzen Tag lang gefreut habe. Wie beim „normalen“ Dry Aged Steak, bestach auch das Shio Aged Steak durch ein leicht buttriges und nussiges Aroma.

Beim der Verkostung viel auf, dass das Mundgefühl durch die, nennen wir es Spritzigkeit, ein leicht angenehmeres war. Am auffälligsten war jedoch, dass das Fleisch keine zusätzliche Würzung in Form von Salz oder Pfeffer benötigte und somit geschmacklich „von Natur aus“ stimmig war.

Fazit

Das Shio Aged Ribeye ist meines Erachtens noch ein wenig saftiger als ein vergleichbares Dry Aged Ribeye und verliert bereits beim Aufschneiden weniger Fleischsaft. Das leicht buttrige und nussige Aroma erinnert sofort an ein Dry Aged Steak, jedoch ist das Gesamtaroma so sehr stimmig, dass nach meiner Meinung weder zusätzliches Salz noch Pfeffer notwendig wären. Das laut Herstellerangaben jedoch die Krustenbildung besser sei, konnte ich bei der Zubereitung auf einem gusseisernen Rost nicht feststellen.

Selbstverständlich hat ein länger und aufwändiger gereiftes Stück Fleisch auch einen höheren Preis.

SHIO AGED RED HEIFER® AUSLESE RIBEYE STEAK , 8 WOCHEN SHIO AGED: 82,12 € / kg
RED HEIFER® RIBEYE STEAK, 6 WOCHEN DRY AGED: 53,60€ / kg

Direkt verglichen mit einem Dry Aged Steak gleicher Qualität, würde ich mit Stand heute dem Shio Aged Steak den Vortritt lassen.

Übrigens, mittlerweile bietet eatventure das Shio Aged Verfahren auch für Schweinefleisch an!

ADLA-Gourmet – Fleischversender aus meiner Region

Auf der Suche nach einem regionalen Fleischhändler, führte mich meine Internet-Recherche nach Breddenberg. Die Gemeinde Breddenberg liegt im Landkreis Emsland, geografisch gesehen also direkt über dem Landkreis Grafschaft Bentheim in dem ich lebe. In dem 770 Einwohner-Dörfchen Breddenberg hat sich ein Unternehmen zum Ziel gesetzt, regionales Fleisch mit höchsten betriebseigenen Standards zu veredeln. Die Rede ist vom Unternehmen ADLA-Gourmet, welches sich für die Züchtung, Fütterung, Haltung, Schlachtung und Reifeprozess ihres Fleisches höchst persönlich verantwortlich zeigt.

Nachdem ich mich letzten Montag ausführlich über die Produkte auf den Internetseiten des Fleischversenders informierte war für mich klar, vor lauter Neugierde und auch großer Erwartung umgehend eine Bestellung einzuleiten. Die Ware wurde nach vorheriger Absprache des Liefertermins, von mir am Mittwoch pünktlich vom UPS-Fahrer entgegengenommen. ADLA-Gourmet verspricht die Lieferung in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Nach dem Öffnen des Umkartons hielt ich als Erstes einen hochwertigen Katalog „Meat in Germany“ und die Rechnung in den Händen.

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In dem Umkarton befand sich eine Styroporbox mit einer Wandung von sage und schreibe 5 cm! Der Deckel greift in die Vertiefungen der Box, verhindert dadurch jegliche Luftdurchlässigkeit und hält die durch Kühlakkus und Trockeneis vorhandene Kühlung bis zu 2,5 Tage.

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Unter den Kühlakkus liegt das einzeln in Folie vakuumierte, schockgefrostete Fleisch.

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Meine Bestellung bestand aus folgenden Produkten:

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– Dry Aged Lipstye Strohschwein Ribeye Bone-in (Schweinenackenkotelett)

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– Dry Aged Angus Chuck Roll Bone-in

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– Dry Aged Tajima Wagyu Burger Patties

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– Dry Aged Red Heifer Auslese Ribeye

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– Dry Aged Red Heifer New York Cut Rib

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Als ich diese außergewöhnlich gute Fleischqualität sah, juckte es mir sofort in den Fingern und ich hätte am Liebsten sofort meinen Grill angeworfen und von dem Fleisch gekostet. Nur leider war das Fleisch gefroren und ich war mitten in der Gartenarbeit. Also blieb mir nichts anderes übrig, als die Vergrillung auf den nächsten Tag zu verschieben. – Mein Plan: Mit viel Zeit und Hingabe ein schönes Steak grillen und anschließend in Ruhe genießen!

Um das „Dry Aged Red Heifer Auslese Ribeye“ schonend über Nacht aufzutauen, legte ich es am Abend zuvor in den Kühlschrank. Während der Grill am nächsten Tag den gusseisernen Rost mit maximaler Temperatur aufheizte, bestaunte ich das 60 Tage trocken gereifte Ribeye-Steak und dessen Marmorierung. Der Anblick des für mind. 6 Wochen trocken gereiften Steaks, der ca. 24 Monate alten Färse, machte Spaß und verschaffte Neugierde auf den Geschmack.

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Auf gings! – Das 484 g schwere Steak wurde zuvor großzügig mit Murray River Saltflakes eingerieben.

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Dann wurde das Steak von beiden Seiten für jeweils ca. 80 Sekunden auf der 10 Uhr und 2 Uhr-Stellung gegrillt.

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Auch die äußeren Seiten vom Steak sollten für einige Sekunden in Kontakt mit dem extrem heißen gusseisernen Rost kommen.

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Nun musste die Temperatur des Grills auf ca. 150 Grad Celsius heruntergeregelt und der Grillrost ggf. durch einen erkalteten Rost ersetzt werden. Das Steak garte nun bei geschlossenem Deckel bis zu einer Kerntemperatur von exakt 53 Grad Celsius nach.

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Nachdem die angestrebte Kerntemperatur erreicht wurde, ruhte das Steak noch weitere 3 – 5 Minuten auf dem Schneidbrett. Danach erfolgte schlussendlich der Anschnitt.

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Umgehend stibitzte ich mir eine Tranche und genoss diese ohne weiteres Salz, Pfeffer oder eines anderen Gewürzes.
Der Geschmack war wirklich umwerfend! Unfassbar, wie lecker ein deutsches Rind schmecken kann! Nicht verwunderlich, dass ADLA-Gourmet diesem Fleischstück das Qualitäts-Prädikat „RED HEIFER AUSLESE“ gegeben hat. Dieses Qualitäts-Prädikat beschreibt u. a. die sehr gute Marmorierung von BMS #5 – #12.

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Auch die Kombination der zuckersüßen Möhrchen von der gusseisernen Platte und der lila Kartoffeln mit selbstgemachter Bärlauchbutter schmeckte ausgezeichnet und war eine wahre Augenweide.

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Fazit
Auch wenn man schon öfter gedacht hat, dass leckerste Steak in seinem Leben entdeckt zu haben, wird man aller Voraussicht nach früher oder später erneut eines Besseren belehrt. Dieses Steak war ein absolutes Geschmackserlebnis welches seines Gleichen sucht. Einziger Wermutstropfen ist der hohe aber meines Erachtens absolut gerechtfertigte Preis. Lieber seltener, dann aber besser genießen!
Freut euch auf die Vergrillung der nächsten Fleischstücke in den nächsten Wochen und probiert ADLA-Gourmet unbedingt auch einmal aus!