Schweinemedaillons in Calvadossauce

Zutaten
500 g Schweinefilet
2 Äpfel
Saft einer halben Zitrone
40 g Butter
6 cl Calvados
200 ml Sahne
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
ggf. grob gemahlene Pfeffer-Mischung
(z. B. Steak Champ Gewürzmischung No. 1 New York)

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Das Schweinefilet in ca. 3 – 4 cm hohe Medaillons schneiden und seitlich durch eine Pfeffer-Mischung rollen. Ich verwendete die „Gewürzmischung No. 1 New York“ von Steak Champ, welche ich schon einmal in diesem Bericht ausführlich testete.
Für diejenigen (z. B. meine Kinder), die nicht so gerne würzig essen, genügt es die Filets zu salzen und nach dem Grillen leicht mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer zu würzen.

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Den Grill für direkte mittlere Hitze vorbereiten und die Medaillons beidseitig für ca. 90 sec. grillen.

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Nun das Fleisch in den indirekten Bereich des Grills verlagern und den Topf mit Butter erhitzen.

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Während das Fleisch grillt und gart, die beiden geschälten und entkernten Äpfel in Spalten schneiden oder mit einem speziellen Küchenhelfer wie dem Lurch Spirali in Apfel-Spaghetti drehen. Bei Verwendung von Apfelspalten, diese in den heissen Topf geben und wenige Minuten lang goldbraun braten. Bei Verwendung von Apfel-Spaghetti, lediglich kurz anbraten.

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Den Saft einer halben Zitrone zu den Apfel-Spaghetti geben und noch einmal kurz durchziehen lassen.

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Die Apfel-Spaghetti aus dem Topf nehmen und warm stellen. Den Bratensatz mit Calvados ablöschen und die Sahne unter ständigem Rühren hinzufügen. Kurz einreduzieren und zum Schluss mit Salz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer würzen.

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Die Medaillons auf einem vorgewärmten Teller legen und auf jedem Medaillon ein paar warmgehaltene Apfel-Spaghetti positionieren, anschließend mit der Calvadossauce übergießen.

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Als Beilage passen Kartoffelnester oder Bandnudeln mit Gemüse nach Wahl.
Ein sehr leckeres, relativ einfach zubereitetes Festessen, welches nichts mehr mit einem typischen Grill-Gericht zu tun hat. Beide Daumen hoch!

Steak-Gewürze-Test (SteakChamp)

SteakChamp – das Spezial-Thermometer zur Bestimmung der Kerntemperatur von Steaks, kennen inzwischen viele. Es ist tausendfach erprobt und bekommt durchweg gute Kritiken.
Nun startet das erfolgreiche Unternehmen mit einer weiteren Produktreihe durch – die Steak-Gewürze! Sie beinhalten laut Hersteller-Angaben keine Zusätze und wurden nur mit den hochwertigsten Zutaten zusammengestellt, verpackt in einer tollen Metalldose.

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Voller Vorfreude empfing ich die Postsendung mit den Produkt-Mustern und studierte die Zutatenliste, um mir einen Überblick über den möglichen Einsatzzweck zu verschaffen.

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No. 1 – New York – Pfeffer & Meersalz, Füllgewicht: 90g
Zutaten: Sal Tradicional aus Portugal (feuchtes Meersalz), Schwarzer Pfeffer, Pyramidensalz aus dem Atlantik, Rosa Beeren (Schinusbeere), Grüner Malabar Pfeffer, Piment, Szechuanpfeffer, Kubebenpfeffer, Chili

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No. 2 – Kansas City – Chili & Pfeffer, Füllgewicht: 90g
Zutaten: Pfeffer schwarz und weiß, Chilis (Cayenne, Ancho, Birdseye), Oregano, Thymian, Zwiebel, Knoblauch

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No. 3 – Chicago – Kräuter & Pfeffer, Füllgewicht: 80g
Zutaten: Pfeffer schwarz, Paprika, Zwiebeln, Meersalz, Petersilie, Koriander, Thymian, Basilikum, Senfkörner, Bohnenkraut, Oregano, Tomate, Chili, Knoblauch, Kubebenpfeffer, Assam Pfeffer, Szechuanpfeffer

Nach der ersten puren Geschmacksprobe stellte ich fest, dass die No. 1 – New York sehr aromatischen Pfeffer beinhaltet und sparsam mit Salz umgegangen wurde. No. 2 – Kansas City hingegen schmeckt relativ scharf, auf Salz wurde gänzlich verzichtet. No. 3 – Chicago scheint meines Erachtens der Allrounder zu sein, kaum Schärfe, jedoch sehr frisch schmeckende und aromatische Kräuter.

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Zuerst wurden die Gewürze an einem argentinischen Four-Finger-Entrecôte getestet. Das Steak wurde lediglich mit Salzflocken bestreut, scharf angegrillt und anschließend bis zu einer Kerntemperatur von 54 Grad indirekt erhitzt.

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Nun wurden dünne Scheiben geschnitten, auf vorgewärmten Teller gelegt und jeweils mit den 3 verschiedenen Gewürzen bestreut. Das Ergebnis spiegelte die Erkenntnisse der puren Geschmacksprobe wieder. No. 1 – New York und No. 3 – Chicago sind in sich völlig stimmige Steak-Gewürze, die den eigentlichen Fleischgeschmack unterstreichen. No. 2 – Kansas City dominiert hingegen durch seine Schärfe.

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Als nächstes wollte ich die Steak-Gewürze unbedingt mit Schweinefleisch testen. Dazu formte ich das zu jeweils gleichen Teilen bestehende Schweine- und Rindermett mit Zwiebeln, einem Ei und wenig Semmelbrösel zu Frikadellen. Die Ränder rollte ich jeweils durch die 3 verschiedenen Gewürze.

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Das Ergebnis war für meine gesamte Familie mehr als überzeugend! Alle 3 Steak-Gewürze passen zu 100 Prozent zu den Frikadellen und sind sehr zu empfehlen!

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Des Weiteren bereiteten wir mit der No. 3 – Chicago Kräuterbutter zu – eine tolle Alternative wenn man mal keine frischen Kräuter zur Hand hat. Die No. 2 – Kansas City gefiehl uns sehr gut zu Hühnchen.
Meine beiden Lieblings-Steak-Gewürze für Schwein sind No. 1 – New York und No. 3 – Chicago. Für Rind ist es die No. 1 – New York und der Allrounder No. 3 – Chicago.

Vielen Dank an SteakChamp für die Produktmuster!

Entrecote, Dry Aged (yourbeef.de) 2

In Anlehnung an meinem Bericht „Entrecote, Dry Aged (yourbeef.de) 1„, bei dem ich ein 700 g Steak aufwendig bis zur Perfektion garte, widme ich mich ein weiteres Mal diesem genialen Fleisch von www.yourbeef.de.
Dieses Mal möchte ich anhand eines noch größeren Steaks (1.000 g) zeigen, dass es auch mit einem kleinen Grill (Weber Smokey Joe) möglich ist auf hohem Niveau zu grillen.

Ausgangssituation war dieses 1.000 g Entrecote (Rib Eye) von der Simmentaler Färse. Dieser Cut gehört zu den beliebtesten Steaks in den USA. Es wurde mindestens 4 Wochen am Knochen gereift und eine halbe Stunde vor dem Auflegen mit Murray River Salt Flakes eingerieben.

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4 min. Höllenhitze (Steakhouse-Kohle) mit dem Weber Sear Grate (gusseiserner Grillrost) von jeder Seite…

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Danach für ca. 65 min.!! in den auf ca. 110 Grad vorgeheizten 2. Weber Smokey Joe.

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Während die Teller im Tellerwärmer vorheizten und das Steak die Kerntemperatur von 54 Grad erreichte, streute ich ein wenig frischen schwarzen Pfeffer über das Prachtfleisch und legte es noch einmal für 4 min. zum Entspannen in Alufolie, bis ich es anschließend anschnitt.

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Gegessen wurde das Steak mit Oliven-Baguette und Kräuterbutter.
Wie immer ein Gedicht – probiert es aus!

Irish Beef alla Fiorentina (Beef-Tester)

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Heute kam mein Beef-Tester-Gourmet-Paket, ausgerufen von Irishbeef.de und geliefert von Otto-Gourmet, auf den heißen Grill.

Hier die Protagonisten im gefrorenen Zustand.

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2 x 280 g Irish Hereford Strip Loin „dry aged“
2 x 280 g Irish Hereford Ribeye „dry aged“
2 x 800 g Irish Hereford T-Bone
Macht zusammen ca. 2,7 kg Fleisch.

Leider saßen am Tisch lediglich 3 wirklich echte Fleischesser, sodass ich 1 T-Bone (für schlechte Zeiten) im Gefrierschrank ließ.

Da meine T-Bones bzw. Porterhouse-Steaks (sie hatten wirklich einen sehr großen Filet-Anteil) nicht vom „Cianina Rind“ stammen, konnte ich das Gericht natürlich nicht „Bistecca Fiorentina“ nennen, sondern bezeichnete es als „Irish Beef alla Fiorentina“.

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Zutaten
2 T-Bone- / Porterhouse-Steaks
6 EL Olivenöl
4 Zweige Rosmarin
4 Knoblauchzehen
2 TL schwarzer Pfeffer, gemahlen
2 TL Fleur de Sel
1 TL frischer Oregano

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Knoblauch und Oregano klein hacken und mit dem Salz und Pfeffer vermischen. Anschließend die mit Olivenöl bestrichenen Steaks damit einreiben und zusammen mit den Rosmarin-Zweigen in einen Gefrierbeutel für ca. 12 Stunden marinieren.

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Während die Teller schon einige Zeit vorher vorgewärmt wurden, bereitete ich den Grill für extrem hohe Hitze (über 300 Grad) mit spezieller Steak-House-Kohle vor und legte den gusseisernen Rost auf.

Das „T-Bone alla Fiorentina“ bekam direkte Hitze von jeweils 2,5 min. pro Seite und landete anschließend bei einer Gartemperatur von ca. 110 Grad in einem weiteren Grill und garte bis zu der Ziel-Kerntemperatur von 54 Grad ca. 15 – 20 min. lang.
Nachdem das Steak mit Murray River Salt Flakes und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer bestreut wurde, konnte es weitere 4 Minuten in Alufolie entspannen und wurde anschließend filetiert.

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Nun folgten die 4 dry aged Cuts „Strip Loin“ und „Ribeye“ – einfach mit Fleur de Sel und schwarzem Pfeffer gewürzt.

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Fazit
Das Irish Beef alla Fiorentina ist das beste Steak, welches ich jemals gegessen habe. Es war unwahrscheinlich zart, saftig und hatte einen herzhaften Geschmack, welches durch das Marinieren noch intensiviert wurde.
Die anderen beiden naturbelassenen Cuts waren relativ dünn, sodass die 90/90 sec. genau richtig gewählt waren. Das Strip Loin hatte einen herzhaften Geschmack und war zart, dass Ribeye zudem noch unwahrscheinlich saftig.
Danke Irishbeef.de für den schönen Abend!

P.S. In der Regel gehe ich nicht näher auf Beilagen ein, jedoch gebührt neben den Salaten und der Pilzpfanne speziell den Rosmarin-Honig-Kartoffeln ein eigener Bericht. Sie waren sensationell und werden zukünftig garantiert öfter serviert. Unbedingt nachgrillen!

Entrecote, Dry Aged (yourbeef.de) 1

Heute gab es das erste Mal Dry Aged Beef – ein 700g Rib-Eye von www.yourbeef.de!

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Die Hardware steht.

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3 min. Höllenhitze von jeder Seite…

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…und noch ein wenig die Seiten angegrillt.

Danach für ca. 25 min. in den auf 100 Grad vorgeheizten Go Anywhere.

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…als nur noch die letzten 2 Grad fehlten, begann ich den Teller vorzuheizen…

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Es ist soweit – die KT von 52 Grad ist erreicht.

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Zum Aufheizen noch einmal für jeweils 15 sec./Seite auf den gusseisernen Rost und zum Transport in die Küche / zum Entspannen des Fleisches in die Jehova-Tüte / warmer Teller.

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Jetzt noch ein paar Murray River Salt Flakes und frisch gemahlenen Pfeffer drüber gestreut.

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Anschließend wurde angeschnitten und diniert.

Fazit:
Bis zum heutigen Tag war mein Number-One-Steak das American Beef Flank Steak der Metro.
Das heutige Dry Aged Rib-Eye von der Simmentaler Färse hat das Flank Steak definitiv getoppt und wird noch einige Male wiederholt!
Der nussige, sehr intensive Fleischgeschmack hat mich überzeugt!