Hirschgulasch aus dem Feuertopf (Dutch Oven)

Zutaten
ca. 1 kg Hirsch-Gulasch
Butterschmalz
1 klein geschnittene Möhre
1 klein gewürfelte Knollensellerie
2 klein gewürfelte Zwiebeln
ca. 30 g getrocknete Steinpilze (1 Std. lang in 100 ml Wasser eingeweicht)
1 EL Tomatenmark
frischer Thymian
5 Wacholderbeeren-Blätter
4 Nelken
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Meersalz
Zucker
4 EL Preiselbeerkompott
250 ml Wildfond
200 ml trockener Rotwein
1 EL Balsamico

Zur kalten Jahreszeit beginnt zugleich auch wieder der erhöhte Appetit auf Eintöpfe, deftige Speisen und Wildgerichte. Für Grill- und Outdoor-Fans empfiehlt sich der Einsatz eines Feuertopfes, auch Dutch Oven genannt.

Bei diesem nun folgenden Gericht handelt es sich um ein ganz besonderes Gulasch, wie wir es zuvor noch nie gegessen hatten. Es besticht durch das super-zarte Fleisch, in dem die tollen Aromen der Sauce 3 Stunden lang einziehen konnten. Wie so oft bei Gulasch, schmeckt es am folgenden Tag sogar noch einmal besser!

Zunächst müssen die getrockneten Steinpilze eine Stunde lang in kaltem Wasser aufgeweicht und anschließend in kleine Stücke geschnitten werden. Das Einweichwasser wird später noch einmal benötigt.
Zum Kochen im Feuertopf Petromax ft9 wird ein kleiner Anzündkamin mit Briketts zum Glühen gebracht.

Entgegen den letzten Jahren, in denen wir den Feuertopf in einen Kugelgrill stellten, „dopfen“ wir ab diesem Jahr auf einem speziell dafür vorgesehenen Tisch, dem Petromax fe90. – In einem späteren Erfahrungsbericht näheres dazu. Da es an diesem Tag immer wieder einmal regnete, stellten wir den fe90 unter dem Dachvorstand der Grill-Remise auf.

Nachdem 2/3-tel der Briketts unter dem Feuertopf gelegt wurden, den Butterschmalz erhitzen, das Fleisch in 2 – 3 Etappen scharf anbraten und anschließend wieder aus dem Feuertopf nehmen.

Nun die klein geschnittene Möhre und die Steinpilze, sowie die klein gewürfelte Knollensellerie und die Zwiebeln in den Feuertopf geben und zusammen mit dem etwas später hinzugegebenen Tomatenmark anschwitzen.

Das Gemüse mit dem Einweichwasser und jeweils der Hälfte des Rotweins und des Wildfonds ablöschen, anschließend das Fleisch hinzugeben und mit Meersalz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen.

Den restlichen Rotwein und den Wildfond hinzugießen, sowie den frischen Thymian, die Wacholderbeeren-Blätter, die Nelken, eine Priese Zucker und die Hälfte des Preiselbeerkompotts hinzugeben und bei geschlossenem Deckel (1/3-tel der Briketts auf dem Deckel) ca. 3 Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch schön zart ist. Die letzte Stunde immer wieder einmal kontrollieren, ob sich noch genügend Flüssigkeit im Feuertopf befindet und ggf. etwas Wasser nachgießen.

Ganz zum Schluss das restliche Preiselbeerkompott unterheben, mit Meersalz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer nachwürzen und die gröbsten Stücke der Wacholderbeeren-Blätter entfernen.

Das Hirschgulasch passt perfekt zu Reis, Nudeln, Spätzle, Kartoffeln, Kroketten o. ä., serviert an Gemüse wie z. B. Rosenkohl, Rotkohl, Blumenkohl oder Kohlrabi.

Viel Spaß beim „Nachdopfen“ und einen guten Appetit!

Wildburger Deluxe mit Blauschimmelkäse, Preiselbeeren u. Zwiebelrelish

Die Zeiten, in denen man Wildfleisch nur zur jeweiligen Wildzeit erwarb und meist auch nur dann verspeiste, sind schon längst vorbei. Gerade Wildschwein-Patties sind ganzjährig weiterhin voll im Trend. Dieses Rezept verwandelt die einzelnen Zutaten zu einem absoluten Premium Burger. – Deshalb nenne ich diesen Burger auch ganz zurecht „Wildburger Deluxe“, denn er schmeckt einfach fantastisch.

Zutaten
Wildschwein Burger Patties á 180 g (z. B. von eatventure)
ca. 50 – 70 g Blauschimmelkäse/Burger
Lollo Rosso
Rucola
Preiselbeeren aus dem Glas
Chillischoten, mittelscharf

Burger-Buns (Curry-Buns vorgebacken von z. B. eatventure)
…oder nach diesem Rezept.

für das Zwiebelrelish
5 mittelgroße Zwiebeln
Olivenöl
3 EL Zucker
2 EL Balsamico
1 EL Grafschafter Sirup
Zimt
Ingwer

für die Sauce
1 Tasse Mayonnaise
1 kleine sehr fein geschnittene Zwiebel
1,5 TL Zwiebelpulver
0,25 TL Knoblauchpulver
Etwas Saft von einer Zitrone oder Limette

Die Zwiebeln in Ringe schneiden, die restlichen Zutaten für das Zwiebelrelish bereitstellen, den Grill starten und aufheizen.

Die geölten Zwiebeln in einem Gemüsekorb aus Edelstahl unter direkter Hitze glasig grillen, mit Zucker karamellisieren lassen…

…mit Balsamico ablöschen, Grafschafter Sirup hinzufügen und mit jeweils einer Prise Zimt und Ingwer abschmecken.

Das Zwiebelrelish zur Seite stellen und den Grill auf hohe Temperatur aufheizen.

Die Patties auf den sehr heißen gusseisernen Rost legen und nach ca. 2 – 3 Minuten ein einziges Mal wenden.

Nachdem die zweite Seite des Patties ebenfalls Röstaromen angenommen hat, mit Blauschimmelkäse belegen und in die indirekte Zone legen.

Ganz zum Schluss die Burger-Buns aufschneiden und die jeweiligen Hälften mit der Schnittseite in Richtung Rost aufknuspern.

Der Wildburger Deluxe wird in folgender Reihenfolge belegt (von unten nach oben).

– Untere Bun-Hälfte großzügig mit Sauce bestreichen
– 1 großes Blatt Lollo Rosso
– 5 Blätter Rucola
– Wildschwein-Pattie mit zerlaufenden Blauschimmelkäse
– Streifen von Chillischoten (Anzahl je nach gewünschter Schärfe)
– 1 – 2 EL Preiselbeeren
– Zwiebelrelish

Ich denke, dass Ergebnis kann sich doch mehr als sehen lassen, oder?

Es ist einfach unglaublich, wie stimmig die ausgewählten Zutaten sind und miteinander harmonieren. Neben dem saftigen Fleisch des Wildschweins, überraschte des Weiteren der vorgebackene Curry-Bun, ebenfalls von eatventure, mehr als positiv.

Eine wirklich sagenhafte Kombination die es wert ist, einmal nachgegrillt zu werden!

Viel Spaß und garantiert guten Appetit.

Wildschweinkeule aus dem Dutch Oven [Sponsored Post]

Zutaten
1 – 1,5 kg Wildschweinkeule
1,5 TL getrockneter Rosmarin
1,5 TL getrockneter Thymian
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 klein gewürfelte Knoblauchzehen
5 EL Rama Braten wie die Profis Öl Mix Original
2 klein gewürfelte Zwiebeln
2 klein geschnittene Karotten
350 ml trockener Rotwein
400 ml Wildfond
3 geachtelte Tomaten
3 EL Honig
200 g Preiselbeeren
200 ml Sahne

Es ist Ende September und so langsam fallen die Blätter von den Bäumen und die Jäger begeben sich im Wald auf die Pirsch nach Wildschweinen. Ich hatte Glück und bekam vor Kurzem eine Widschweinkeule von einem befreundeten Jäger, welche ich heute im Dutch Oven zubereiten möchte. Rein zufällig bot mir die Firma Rama zur gleichen Zeit die Möglichkeit, ihre beiden neuen Öle „Rama Braten wie die Profis“ auszuprobieren. – Los geht´s!

Die Zutatenliste erscheint auf dem ersten Blick recht lang, jedoch werden gut sortierte Küchen die meisten Zutaten bestimmt bevorratet haben.

IMG_5086

Zunächst wird die Wildschweinkeule, in meinem Fall inkl. Knochen, mit etwas Rama Öl Mix, Rosmarin, Thymian, Salz, Pfeffer und den Knoblauchwürfeln eingerieben und vorzugsweise zum Einwirken über Nacht in den Kühlschrank gestellt.

IMG_5101

Zum scharfen Anbraten werden ca. 10 glühende Briketts verwendet.

IMG_5108

Über die glühenden Briketts wird der Dutch Oven gestellt und für einige wenige Minuten vorgeheizt.

IMG_5133

Nun wird der Boden des Dutch Ovens mit einem ordentlichen Schuss Rama Braten wie die Profis Öl Mix Original benetzt…

IMG_5113

…und anschließend die Wildschweinkeule scharf angebraten.

IMG_5126

Wie im oberen Bild zu sehen ist, bilden sich in dem Öl Mix, bestehend aus Raps-, Leinsamen- und Sonnenblumenöl, große Blasen, wie ich sie nur vom Braten mit Butter kenne. Der angenehme Effekt beim Braten mit dem Rama Öl Mix und einem Dutch Oven ist, dass man sich nicht um die Temperatur kümmern muss und somit keine Angst verspüren sollte, dass das Öl zu heiss wird und anfängt stark zu spritzen. Rama hat ihren Öl Mix nämlich dahingehen optimiert, dass es kaum spritz, dem Fleisch eine goldbraune Kruste verpasst und nicht an dem Dutch Oven oder an einer Eisenpfanne haftet.

Sobald sich einige Röstaromen gebildet haben, werden die gewürfelten Zwiebeln und die klein geschnittenen Karotten hinzugefügt und ebenfalls angebraten. Dabei sollte die Wildschweinkeule regelmäßig gewendet werden.

IMG_5146

Sobald die Zwiebeln glasig geworden sind, mit dem Rotwein und dem Wildfond ablöschen und anschießend die geachtelten Tomaten hinzufügen.

IMG_5164

Nun wird die Keule von oben großzügig mit dem Honig eingepinselt und fortan nicht mehr gewendet.

IMG_5169

Unter dem Dutch Oven werden nun 5 Briketts und auf dem Deckel ca. 13 – 15 Briketts gelegt. Der Dutch Oven Deckel sollte nach ca. 15 Minuten noch einmal angehoben werden, um zu kontrollieren, ob der Sut schön vor sich hin köchelt, danach für weitere 105 Minuten geschlossen halten.

IMG_5178

Gute Briketts (ich benutze ausschließlich Greek Fire) halten die kompletten 2 Stunden Garzeit und mehr aus. Übrigens – „Rama Braten wie die Profis Öl Mix“ gibt es in 2 verschiedenen Sorten: „Original“ und „Olive“.

IMG_5089

Nachdem die Zeit abgelaufen ist, erwartet uns eine saftige und delikate Wildschweinkeule.

IMG_5179

Das warm zu haltende Fleisch ist so zart und saftig, dass sich aus der Keule spielend einfach der Knochen herausdrehen lässt.

IMG_5192

Zum Anrühren der Sauce mit dem Stabmixer das Schmorgemüse, den Bratensaft und die Preiselbeeren pürieren, mit der Sahne verfeinern und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zu der Wildschweinkeule passen hervorragend Rotkohl und Klöße.

IMG_5210

Zur eigentlichen Speise muss ich bestimmt nicht viel sagen. Falls sich für euch jemals die Möglichkeit ergibt eine Wildschweinkeule zu bekommen, zögert nicht lange und greift sofort zu. Das Gericht schmeckt einfach grandios!

Des Weiteren muss ich wirklich zugeben, dass mich der Öl Mix von Rama unwahrscheinlich positiv überrascht hat. Durch die oben erwähnten Vorteile ist es für mich das geeignetste Öl zur Verwendung in einem Dutch Oven. Kein spritzen, eine gold-braune Kruste wie beim Braten mit Butter und kein Anhaften. – Perfekt!

Rehrücken in Wood Wraps

Zutaten
1/2 ausgelöster Rehrücken
2 EL Aceto Balsamico
5 EL Olivenöl
1 EL frischer, klein zerhackter Rosmarin
1 EL frischer, klein zerhackter Thymian
1 TL Meersalz
1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 klein geschnittene Knoblauchzehen

Wenn euch einmal das Glück begegnet und ihr einen Rehrücken angeboten bekommt, dann zögert bitte keine Sekunde und nehmt das kostbare Geschenk an. Genauso ist es letztes Wochenende meiner Frau ergangen, die mit einem halben Rehrücken beglückt wurde und ihn mir treu für den Grill anvertraute. Das Tier wurde erst 4 Tage zuvor vom passionierten Jäger Rüdiger K. aus Suddendorf geschossen und verweilte solange bei einer konstanten Temperatur von 2 Grad in der Kühlkammer.

Zur Zubereitung des halben Rehrückens in Wood Wraps bedarf es nur weniger Zutaten.

IMG_2298

Alle o. a. Zutaten in einem kleinen Schälchen vermengen. Den Rehrücken von Sehnen befreien und die Wood Wraps ca. 30 min. vor der Verwendung wässern.

IMG_2306

Den parierten Rehrücken zusammen mit der Marinade in einen Gefrierbeutel füllen und für mind. 2 Stunden im Kühlschrank einwirken lassen.

IMG_2309

Den Grill auf auf ca. 250 – 300 Grad einregeln, anschließend den Rehrücken beidseitig jeweils eine Minute auf den gusseisernen Rost scharf angrillen. Länger sollte das kostbare Fleisch auf keinen Fall der direkten Hitze ausgesetzt werden, da sich der äußere Rand ansonsten zu stark erhitzt und trocken wird. Die Zeit, in der sich ausreichend Röstaromen bilden können, muss man dem Fleisch jedoch unbedingt geben.

IMG_2314

Nun wird der halbe Rehrücken in 2 Wood Wraps eingewickelt und mit den mitgelieferten Bändchen fixiert.

IMG_2319

Die Gartemperatur des auf indirekte Hitze umgebauten Grills sollte 150 Grad nicht überschreiten. Das Grillgut wird mit einem Kerntemperaturfühler verkabelt und überwacht.

IMG_2323

IMG_2328

Sobald die angestrebte Kerntemperatur von exakt 55 Grad erreicht ist, wird der Wood Wrap vom Grill genommen. Bevor das Fleisch angeschnitten wird, darf es ca. 5 Minuten entspannen, damit sich die Wärme und der Fleischsaft gleichmäßig im Fleisch verteilen kann.

IMG_2331

Man kann auf den Bildern deutlich erkennen, dass das Fleisch so gut wie keine Feuchtigkeit verloren hat.

IMG_2341

Als Beilage wurden Bohnen und Nudeln mit einer selbstgemachten Pilzsauce gereicht. Das Fleisch war auf dem Punkt genau gegart.

IMG_2363

In dieser Nahaufnahme kann man sehr gut erkennen, wie perfekt durchgängig Rosa das Fleisch gegart wurde.

IMG_2366

Am äußeren Rand sieht man die Röstaromen und die Kräuter haften.

Das Fleisch wurde weder gesalzen noch sonst irgendwie nachgewürzt. Die gewässerten Wood Wraps schützten das Fleisch vor dem Austrocknen, die zarten Tranchen zergingen förmlich auf der Zunge – ein wahres Gedicht! Die Marinade passte exzellent zum typische Wildgeschmack. Es war alles perfekt!

Ein 1A-Gericht, welches in die Kategorie Top Beiträge aufgenommen wird. Ich habe es schon oft gesagt aber DAS! müsst ihr unbedingt nachgrillen!