BraaiTour Tag 9

Freitag, der 16.9.2016: Die gestrige Party-Nacht war der Mega-Knaller. Mein persönliches Highlight war u. a., als einer der National Braai Tour Teilnehmer, in der Zeit als die Rockband Pause machte, mit einer Gitarre auf die Bühne sprang und u. a. den Bob Marley Song „No woman no cry“ in einer scheinbar nicht endenden Maxi-Version zum Besten gab. Seine kraftvolle Stimme, sein Look (dunkle Hautfarbe mit dicken Dreadlocks bis zu den Kniekehlen) und seine Coolness verpassten den Party-Gästen ein langanhaltendes maximales Gänsehaut-Feeling pur.

Umso wichtiger war es natürlich für den bevorstehenden Tag mit dem einem oder anderen Frühstücksbrötchen und starken Kaffee, mit bester Sicht auf den indischen Ozean, wieder eine Grundlage zu schaffen.

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Wie jeden Morgen wurde pünktlich um 9.00 Uhr die Fanfare zur Tagesbesprechung trompetet. Auch am Gesichtsausdruck des Trompeters liess sich die Intensität des Vorabends gut erkennen. :-)

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Es wurde u. a. besprochen, dass wir uns zusammen in einer Kolonne fahrend zum Hafen von Port Elizabeth aufmachen, um unter der riesigen Südafrika-Fahne ein unvergessliches Tour-Foto zu schießen.

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Zu diesem Zweck wurde die Fahne von den Verantwortlichen extra für uns heruntergelassen.

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Vorne im Bild ist Jan Braai (bürgerlicher Name Jan Scannell) zu sehen.

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Auf zu unserem letzten Endziel der National Braai Tour 2016: Dem etwa 60 km von Port Elisabeth entfernten Addo Elephant National Park. Der National Park hat eine Größe von ca. 164.000 ha und bietet einen Rundkurs von ca. 70 km. Mit ein wenig Glück sind im Park u. a. folgende Tiere zu sehen.

– Elefanten
– Löwen
– Zebras
– Kudus
– Antilopen
– Büffel
– Warzenschweine
– Hyänen
– Leoparden
u.v.m.

Die ersten 20 Minuten der Tour hatten wir die Befürchtung, dass uns an diesem Tag das Glück im Stich gelassen hat und wir unter Umständen kein einziges Tier sehen würden.

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Weit gefehlt – denn plötzlich sahen wir aus der Ferne ein fremdes, verdächtig nah am Rand stehendes Auto.

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Da waren sie also, die ersten Elefanten in freier Wildbahn. Unvorstellbar, wie nah sie an den parkenden Autos herankamen und unbekümmert die Straße überquerten.

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Nach dem Weiterfahren, sahen wir unterwegs noch zwei Kudus. Wie wir später in Erfahrung gebracht hatten, konnten wir uns sehr glücklich schätzen sie gesichtet zu haben, da gerade die älteren Kudus unwahrscheinlich scheue Tiere sind.

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Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit liegt im Ado Elephant National Park übrigens bei 40 km/h. Ein Aussteigen aus dem Auto ist strickt verboten, sowie das Herausstrecken von Körperteilen oder Gegenständen.

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Einige Zeit später erblickten wir auf einer Anhöhe sehr viele unterschiedliche Tierarten aus einem einzigen Blickwinkel, wie z. B. Elefanten, Zebras, Springböcke, Warzenschweine und vieles mehr.

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Nach gut zwei Stunden suchten wir unser heutiges Camp auf. Uns vieren war allen danach zumute, den heutigen letzten Tag der Braai Tour in einem netten Chalet mit Ausblick auf den Addo Elephant National Park ausklingen zu lassen. Leider war nur noch ein einziges Chalet für 2 Personen frei, welches sich Klaus und Marco teilten. Markus und meine Wenigkeit hüteten die Zelte, an denen wir vier gemeinsam das letzte Mal den Braai entzündeten.

Zuerst gab es verschiedene Würstchen, die Klaus in einem Supermarkt kaufte.

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Gegen 18.00 Uhr ging langsam die Sonne unter. Nicht vergessen, in Südafrika ist zur Zeit Frühlingsanfang!

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Nun folgte unser Hauptgang: Rinderfilet mit Grillkartoffeln und Sour Cream. – Einfach aber sehr lecker!

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Den letzten Abend ließen wir bei guter Musik und guten Drinks im Schein des Mondes ausklingen.

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Rückreise

Am nächsten Morgen (Samstag) packten wir unsere Koffer, übergaben die Camping-Artikel den Verantwortlichen und frühstückten zusammen in einem Restaurant des Addo Elephant National Parks.

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Später wurden wir von einem Fahrer zum Flughafen nach Port Elizabeth gebracht und flogen anschließend über Johannesburg nach Frankfurt und schlussendlich mit der Bahn nach Hause (Sonntag).

Fazit

Wie man aus meinen vorherigen 8 Berichten schon herauslesen konnte, ist Braai für die Südafrikaner eine Lebensart. Hartes Kameldornholz wird in einfachsten Grillgeräten wie z. B. ausgedienten LKW-Felgen heruntergebrannt. Mit den daraus entstehenden Kohlen werden die Lebensmittel gegrillt. Zum Garen von flüssigen Lebensmitteln dient ein sogenannter Potjie aus Gusseisen, welcher über das Feuer gehängt oder in die Glut gestellt wird.

Im Gegensatz zum deutschen Grillen (effektives Entzünden der Briketts/Kohlen im Anzündkamin; direktes/indirektes Grillen; mehrere Speisen gleichzeitig usw.) zelebrieren die Südafrikaner gemeinsam mit der Familie und mit Freunden das „Feuer machen“, das Herunterbrennen des Holzes, die Zubereitung der einzelner Speisen (meist) nacheinander(!) usw. Nach dem „Braaien“ gesellen sich alle um den Braai herum, um in ihm (ähnlich wie in einer Feuerschale) das restliche Holz zu verbrennen.

Die Nation Braai Tour vereint diese ursprüngliche Art des Grillens und führt die Teilnehmer zu den schönsten Spots Südafrikas. Die Tour steht quasi (frei von mir übersetzt) unter dem Motto: People, Braai and Landscape

Inklusive An- und Abreise war ich mit meinen drei Freunden Marco, Markus und Klaus 11 Tage lang On Tour und konnte wahnsinnig tolle Landschaften erkunden, tolle und interessante Menschen und deren Kulturen kennenlernen und die ursprüngliche Art des Grillens (Braai) genießen. Wir hatten unendlich viel Spaß und haben Rund um die Uhr gelacht. Diese Reise wird für mich unvergesslich bleiben. Ich frage mich, wie man eine solche Reise in Zukunft noch toppen will!?

Habt ihr ebenfalls Interesse an einer solchen Tour bekommen? Dann informiert euch hier über die Nation Braai Tour 2017 und seid nächstes Jahr auch mit dabei!

Danke

Vielen vielen Dank an South African Tourism und South African Airways für die Einladung zur Nation Braai Tour Südafrika 2016. Vielen Dank an Jan Braai, seinem Orga-Team und allen Tour-Teilnehmern für die entgegengebrachte Gastfreundschaft.
Ein weiterer großer Dank gilt Belinda von KPRN network, Sara von fischerAppelt und Weber. Des Weiteren vielen Dank an Markus von 0815-BBQ, Marco von ehrliches essen und Klaus von Klaus.Grillt. Ihr seid wirklich Pfunds-Kerle!
Bitte besucht ab spätestens 26.09.2016 die YouTube-Kanäle der drei Jungs, denn dort erwartet euch jeden Tag dreimal ein neues atemberaubendes Video aus Südafrika.
Vielen Dank fürs Mitlesen! :-)

BraaiTour Tag 8

Donnerstag, der 15.9.2016: Das heutige Frühstück war wieder einmal ausgezeichnet. Es gab Bratwürstchen in einem weichen Brötchen mit fruchtiger Tomatensauce.

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In der vorherigen Nacht hatten wir das erste Mal Kontakt mit einer großen Spinne. In dem Moment als ich zu Bett gehen wollte und mein Zimmer im Chalet betrat, hing eine solche Spinne über meinem Bett an der Wand. Sofort posaunte ich mit lauter Stimme meine Entdeckung, sodass sich Klaus umgehend darum „kümmern“ wollte. Seine Worte waren beim Anblick der Spinne jedoch alles andere als vielversprechend: „Alter – da bin ich raus. Solche Exemplare kenne ich nur aus der Zoohandlung“. Nachdem wir allesamt einen Masterplan schmiedeten, in welcher Weise wir die Spinne aus dem Zimmer bekommen, folgten Taten, nach denen wir schlußendlich wieder ins Bett kriechen konnten. Gott sei Dank hatte Marco in seinem Zimmer ein Hochbett, welches ich anschließend aufsuchte, um nicht mehr in meinem Zimmer schlafen zu müssen. :-)

Nun ging es mit dem Auto über die Autobahn von „Plettenberg Bay a Forever Resort“ am „Keurboomsrivier“ ca. 230 km weiter zum Campingplatz „The Willows“ am „Marine Drive Port Elizabeth“.

Heutige erste Zwischenstation war „Monkeyland“ in Plettenberg. Monkeyland ist quasi eine Auffangstation für ausgesetzte Affen. Die Affen können sich hier richtig wohlfühlen, denn auf der 12 Hektar großen Anlage gibt es ausreichend Platz für ca. 600 Affen (11 Arten). Unsere Guides Majo und Steve sind deutsche Volontäre und zeigten uns die Anlage mit viel Geduld.

Hier ein kleines Totenkopfäffchen wie aus den Pippi Langstrumpf-Filmen.

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Und hier Bilder von King Julien (Lemuren) aus dem Film Madagascar.

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Laut den Guides gibt es hier die längste Hängebrücke Südafrikas mit einer Länge von 128 m.

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Der Rundgang hatte uns sehr viel Spaß bereitet. Beim Rausgehen hörten wir die Chefin des Parks zu Gästen sagen: „Einer der wichtigsten Regeln ist es, immer schön auf seine Brille aufzupassen.“ Kaum hatte sie diesen Satz ausgesprochen, saß auch schon ein Affe mit genau ihrer Brille hoch oben auf einem Haus. :-)

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Weiter ging es zur nächsten Zwischenstation. Dabei handelte es sich um eine riesige Brücke, von der Waghalsige aus über 200 m Höhe mit einem Bungee-Seil sprangen. Total verrückt! Wir vier verzichteten gerne auf diese „Mutprobe“.

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Nun endlich erreichten wir unser heutiges Endziel „The Willows“ am „Marine Drive Port Elizabeth“.

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Die Location, direkt am Indischen Ozean, war wieder einmal perfekt ausgewählt worden.

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Unser heutiges Chalet bestand aus einer Hausscheibe. Nicht unweit davon entfernt, gab es jedoch noch viel ansehnlichere Unterkünfte direkt am Wasser, die allerdings alle ausgebucht waren.

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Das heutige Braai-Motto war, dass sich jeweils zwei Team zusammentun sollten, um ein gemeinsames Essen zu grillen. Auf dem Weg zum anderen Team sahen wir auf dem Rasen, direkt am Meer, viele neugierige Marder.

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Angekommen beim anderen Team, bereiteten wir „Ribeye-Steaks mit Putu Pap und Tomaten Relish“ am Braai zu. Als Vorspeise gab es gegrillte Garnelen mit Knoblauch und Olivenöl.

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Später am Abend trafen sich wieder alle Teams zusammen zum geselligen Abend. Auch an diesem Abend spielte wieder die tolle 2-köpfige Band vom letzten Sonntag. Einfach Spitze!

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Um 3.00 Uhr in der Früh stellte ich mit Erstaunen fest, dass dies auch meine aller längste Party-Nacht in Südafrika war. Ein Mega-Abend!

Bis Morgen in aller Frische! ;-)

PS:
Leider konnte dieser und folgender Bericht nicht zeitnah erscheinen, da an diesem Abend (während des Grillens) das Handy-Glas und -Display brachen.

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BraaiTour Tag 7

Mittwoch, der 14.9.2016: Als wenn die Frühstücksküchenchefs meine Kritik vom gestrigen Morgen gelesen hätten, gab es heute italienische Tagliatelle mit einer übersichtlichen aber delikaten Wursteinlage und Parmesan. Unwahrscheinlich lecker, da gibst es nichts mehr zu verbessern.

Selbstverständlich durfte auch heute „unsere“ Band nicht fehlen.

Zwischendurch wollte ich euch einmal zeigen, welch ein großer Sattelschlepper täglich das Holz anlieferte. Einfach verrückt, wieviel da Tag für Tag durch geht!

Unsere heutige Zwischenstation „Robberg Nature Reserve“ war nur ca. 80 km von „Wilderness Ebb & Flow“ entfernt. Auch heute muss ich wieder sagen, dass dieser Tag alle vorherigen Tage toppte. Nachfolgend ein paar coole Bilder vom Indischen Ozean.

Die Zeit nutzte ich kurz, mich eben auf einer der Aussichtsplattformen fotografisch zu verewigen.

Selbstverständlich schauten wir uns auch eine der „Caveman Caves“ an, in denen die Menschen (laut Jan Braai) erstmals Fleisch auf ihr Feuer legten.

Der Weg dorthin war einfach grandios, dass eigentliche Ziel zu den Höhlen gehörte eher zum Pflichtprogramm, denn es erwartete einen nur eine sehr kleine Höhe.

Nach dem Küstenbesuch ging es weiter zu unserem heutigen Endziel „Plettenberg Bay a Forever Resort“ am „Keurboomsrivier“. Wie man sieht, ist es hier mit kleinen Pools, Minigolfanlage und weiten grünen Wiesen direkt am breiten Fluß sehr schön.

Trotzdem hatten wir uns wiedermal dazu entschlossen für eine Nacht ein Chalet zu mieten.

Ein solches Häuschen kostet umgerechnet 14 Euro pro Person und bietet so gut wie alles was man benötigt.

Später fuhren wir in ein Einkaufscenter in Plettenberg Bay und versorgten uns mit ein wenig Snacks und Drinks. In dem Einkaufscenter dieser etwas größeren Stadt gibt es all das zu kaufen, was es in einem deutschen Supermarkt ebenfalls gibt.

Interessant finde ich, dass es quasi in jedem Supermarkt Biltong und getrocknete Würstchen zu kaufen gibt. Gesagt, getan, kaufte ich mir erst einmal drei verschiedene Würstchen-Arten. Die Chilli-Variante war der absolute Hammer.

Später deckten sich die anderen drei noch in einer Biltong-Manufaktur mit Spezialitäten ein.

Zurück im Camp: Witzig fand ich, dass sich Affen auf den Chalets tummelten.

Heute war der zweite Tag direkt am Wasser und somit Mückengefahr. Ein Fall für das unerlässliche Nobite.

Nach der Zutatenausgabe machten wir uns ran ans Essen und bereiteten Rumpsteak-Tranchen mit Veggie-Stripes in Wraps zu und später noch eine tolle Wurstschnecke. Die Videos dazu könnt ihr übrigens auf den Blogs von 0815-BBQ, ehrliches essen und Klaus.Grillt sehen.

Den schönen sonnigen Tag ließen wir übrigens bei dem ein oder anderen eiskalten Drink ausklingen.

Bis Morgen! :-)

BraaiTour Tag 6

Dienstag, der 13.9.2016: Was soll ich sagen? So entspannt hatte ich zuvor noch nie in Südafrika geschlafen. So ein Mountain Chalets ist schon etwas sehr feines. – Man könnte sich schon fast daran gewöhnen nicht mehr im Zelt zu übernachten.

Leider war das Frühstück heute nicht nach unserem Geschmack. Es gab lediglich Äpfel, Bananen und dünne kleine Pfannkuchen, die in Zeitlupe zubereitet wurden, weshalb ich zwangsläufig nur die kleinen Bananen zu mir nahm.

Unsere heutige Kilometerleistung lag bei ca. 180 km.

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Zuerst ging es zu den Cango Caves. Bevor wir die Besichtigungstour starteten, bestellten wir uns zuvor noch einen leckeren Burger.

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Die Cango Caves gehört zu der größten Höhle Afrikas und zu den schönsten der Welt.

Die Höhlen haben eine Länge von insgesamt 6 km, von denen allerdings nur 1,2 km begehbar sind. Die ersten 600 m für jedermann und die restlichen 600 m nur im Zuge einer Adventure Tour. An letzterer Tour konnten wie leider nicht teilnehmen, weil man dort u. a. durch Gänge mit einem Durchmesser von nur 27 cm und einer Länge von einem Meter muss, die sogenannte Letterbox.

Die Höhle enthält Fließstein und Tropfstein und ist sehr trocken mit einer permanenten Temperatur von 19 Grad. In ihr wohnen Kakerlaken, Spinnen und u. a. Fledermäuse, jedoch keine Schlangen oder Skorpione.

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In der Höhle gibt es einen „Raum“, der 97 Meter lang, 45 Meter breit und an einigen Stellen 20 m hoch ist. In ihm wurden bis zum Jahre 1994 Musikkonzerte gegeben, da der Raum bis zu 2.000 Sitzplätze und eine ganz tolle Akustik bietet.

Später ging es dann mit dem Auto durch atemberaubende Landschaften…

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…zu unserem heutigen Endziel „Wilderness Ebb & Flow“, einem unwahrscheinlich tollen Ferienziel. Verwöhnt von gestern, schauten wir uns erst einmal um und konnten es nicht sein lassen, eine kleine Lodge zu mieten.

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Am Abend belegten wir unsere Sandwiches mit Tranchen von Rindernackensteaks, zum Dessert Pfirsiche mit Vanillesauce und genossen anschließend den schönen Sonnenuntergang, welcher sich auf dem Wasser des Touwsriver spiegelte.

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Bis Morgen, hoffentlich wieder mit vielen tollen Bildern! :-)

BraaiTour Tag 5

Montag, der 12.9.2016: Dieser Morgen fing ähnlich an wie der Vorherige. 6.45 Uhr eine wohltuende heiße Dusche und anschließend das Zelt abbauen. Danach ging es zum Frühstück, bei dem ich mir dieses Mal ein gut gemachtes Rührei auf das Brot legte. Dazu gab es wieder einen „Jan Braai Regmaker 2016“.

Danach wurde wie jeden Morgen das jeweilige Tagesprogramm verleutet.

Danach erinnerten wir das VW-Team ein drittes Mal daran, dass unser linker Vorderreifen einen Plattfuß hat und gewechselt werden muss. Nachdem wir ihnen den Schlüssel geben sollten, schlossen sie das Fahrzeug auf, um uns schlussendlich nur zu zeigen wo der Wagenheber, Radmutterschlüssel und der Ersatzreifen liegt. Danach stiegen sie in ihren Golf VII R (300 PS) und fuhren weg. Also – Selbst ist der Mann! ;-)

Nachdem der Reifen gewechselt war, sollte es nun endlich losgehen.

Wahrscheinlich wundert ihr euch jetzt, weshalb unser Auto auf dem o. g. Bild ganz alleine auf dem großen Camping-Platz steht? – Unser Schlüssel war nicht mehr aufzufinden! Weder unter dem Auto noch auf dem Auto, weder im Auto, noch in irgendeiner Jacken- oder Hosentasche, er war ganz einfach verschwunden. Irgendwann kamen wir darauf, dass der Schlüssel doch vielleicht vom VW-Team entführt wurde!? So war es dann auch. Wir kontaktierten das Team über unsere WhatsApp-Gruppe und konnten uns erst einmal eine ganze zeitlang entspannt zurücklehnen, da der schnelle Golf natürlich schon über alle Berge war und nun extra für uns wieder zurückkommen musste.

Nachdem wir den Schlüssel wieder empfangen hatten, konnte es endlich losgehen. Unser heutiges Ziel war etwas über 200 km entfernt. Die atemberaubende Landschaft entschädigte uns jedoch für die lange Fahrt. Es ist in Südafrika sehr beeindruckend, wie sich saftige grüne Bergwälder, riesige Berge aus gelb-rotem Stein und trockene Landschaften abwechseln. Nachfolgend ein paar Bilder.

Apropos Bilder, wir haben die tolle Landschaft einfach mal zum Anlass genommen, ein Gruppenfoto von uns zu schießen (Garcia’s Pass in ca. 500 m Höhe). Wie ihr seht, geht es uns prächtig und sind allesamt hochmotiviert!

Zwischenziel dieser Tagestour war die Pizzeria Delish in Heidelberg. Ihr habt richtig gelesen, auch in Südafrika gibt es ein Heidelberg. Der Inhaber der Pizzeria war zugleich auch Braai-Tour-Teilnehmer und hatte alle anderen dazu eingeladen, ihn mittags besuchen zu kommen. Sein Angebot lautete: Die beste Pizza zum halben Preis für National Braai Tour-Teilnehmer. Gesagt, getan – lecker war es! Meine Pizza war belegt mit Salami, Pilzen und echten schwarzen Oliven. Eine sehr leckere Pizza mit hoher Nachmachgefahr für ungerechnet 2,45 Euro.

Während wir auf einer Landstraße fuhren die durch ein Naturreservat führte, sahen wir Springböcke, ein Zebra und sehr viele Affen. Des Weiteren sahen wir unterwegs unwahrscheinlich viele Sträuße. Diese werden auf sehr großen Farmen mit schier unendlicher Weite gehalten.

Hatte ich euch zuvor eigentlich schon einmal unsere komplette Route gezeigt?


Bildcredit: www.google.de

Gegen 16.00 Uhr war es dann soweit, dass wir unser heutiges Endziel „Calitzdorp Spa“ erreichten. Das Gelände bot u. a. mehrere Pools, eine Therme, einen sehr großzügig angelegten Campingplatz, Mountain Chalets (Ferienhäuser) u.v.m.

Dies ist die Sicht von unserem Campingplatz mit einem Braai aus Stein, auf die Mountain Chalets.

Ich muss zugeben, dass wir schon ein wenig die Feriengäste in diesen hübschen Häuschen beneideten. – Aber wie so oft im Leben kann sich das Blatt schneller wenden als man es zuvor für möglich hielt. Auf einmal hatten wir die Sicht aus einem der Chalets.

Gründe dafür waren, dass starke Winde aufkamen, es relativ kalt war und es regnete. Marco und Klaus informierten sich kurzhand über die Übernachtungspreise und überraschten Markus und mich mit dem Haustürschlüssel. Perfekt, zwischendurch mal wieder in einem echten Bett schlafen zu können und nicht die Zelte auf- und abbauen zu müssen. Der Blick aus dem Fenster zielte übrigens auf den Olifantsrivier.

Neben dem Haus hatten wir unseren eigenen Braai. Das was einen Braai übrigens ausmacht ist, dass im Gegensatz zu uns Deutschen, die Südafrikaner niemals Holzkohle oder Briketts verwenden, sondern in der Regel Holz des Kameldornbaumes verbrennen und anschließend dessen Kohle verwenden.

Heute bereiten wir Sandwiches mit Tranchen vom Sirloin Steak, Salat, Tomaten, Ananas und einer leckeren Cheddakäse-Sauce zu.

Solltest ihr auch einmal Lust auf eine solche Reise haben, könnt ihr euch hier informieren.

Viele Grüße aus Südafrika und bis Morgen! :-)

BraaiTour Tag 4

Sonntag, der 11.9.2016: Die Nacht im Zelt am Cape Agulus war sehr sehr windig. Wir hatten Angst, dass unsere Zelte wegfliegen, sodass wir sicherheitshalber noch einmal alle Heringe und Seile nachspannten. Aus Marcos Zelt hatte sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Zeltstange durch die Zeltwand geschoben und hinterließ ein Loch. Des Weiteren ging auch noch der Reisverschluss seines Zeltes kaputt, sodass die ganze Nacht lang die Eingangstür mehr als hörbar flatterte und ihn vom Schlaf abhielt. Diesmal konnte ich persönlich jedoch schlafen wie ein Stein, was wahrscheinlich auch ein wenig mit dem leicht erhöhten Durst des Vorabends zutun hatte. ;-) Am Morgen weckte uns gegen kurz vor 7.00 Uhr die mitgereiste südafrikanische Band mit ihrer coolen Musik.

Zum Frühstück gab es aus einem Stockbrot-ähnlichen Teig gebackene leckere Brötchen vom Braai mit Käse und/oder Aprikosen-Marmelade. – Sehr lecker!

Dazu genoss ich einen sogenannten „Jan Braai Regmaker 2016“, bestehend aus einem mega-starken Kaffee mit einem ordentlichen Schuss Kondensmilch und normaler Milch. Ich muss wirklich zugeben, dass er mich tatsächlich mehr als wach machte und dazu noch sehr gut schmeckte.

Aus den Duschen des Hygienebereichs kam angenehm heißes Wasser und spätestens nach einer frischen Nassrasur fühlte ich mich wieder so fit wie ein Turnschuh. Das war auch nötig, denn nach Markus, der das Auto am Vortag fuhr, war ich heute dran. Das eigentliche Führen des Autos (Lenkrad auf der rechten Seite) bereitete mir keine großen Probleme. An der Fahrt auf der linken Spur muss ich mich hingegen immer noch gewöhnen. Gerade beim Abbiegen auf großen Kreuzungen sollte man jedoch gehörig aufpassen, versehentlich nicht auf die Spur des entgegenkommenden Verkehrs zu gelangen.

Eine gefühlte halbe Stunde nach Abfahrt trafen sich alle Teams gemeinsam auf einem Rastplatz. Dort baute jedes Team seinen eigenen Braai auf und grillte eine Wurstschnecke und toastete seine Brötchen. Sozusagen ein zweites Frühstück – (natürlich) wieder einmal vom Braai.

Später ging es weiter zu unserem zweiten Zwischenstopp. Es war ein Museum für alte südafrikanische Handwerkskunst wie z. B. Brotbacken u.v.m. vor einer sehr beeindruckenden Berg-Kulisse.

Eine Frauengruppe war so freundlich und bereitete für Jan Braai und allen anderen Teilnehmern ein paar leckere leichte Pfannkuchen zu. Sie schmeckten mit Zimt und Zucker bestreut wie ein Zwischending aus Pancakes und Crêpes.

Insgesamt waren wir heute nur schlanke 130 km unterwegs, bis wir zu unserem heutigen Endziel, dem „Kam’Bati River Resort“ gelangten. Dieser Zeltplatz liegt direkt am Fluss und ist durch seine gehobene Ausstattung sehr attraktiv. Ich zeige euch einfach mal ein paar Bilder dazu wie schön es hier ist.

Nachdem wir wie am Vortag unsere Zelte aufgebaut hatten, bereiteten wir das Abendessen zu. Unsere Aufgabe war es mit einem Potjie Pot (ähnlich eines Dutch Ovens) und unserem eigenen Braai ein „Chilli Con Carne served with Eureka Roosterkoek“ zuzubereiten.

Später bereiteten wir aus den Resten noch eine mit Chilli Con Carne belegte Pizza und Chilli-Bällchen zu. Interessant fanden wir, dass die Südafrikaner ihr Chilli Con Carne anstelle mit Kidneybohnen mit Kichererbsen zubereiten. Mir hat die südafrikanische Art definitiv besser geschmeckt!

Mittlerweile haben wir uns schon richtig daran gewöhnt, dass überall wo wir sind auch die südafrikanische Marimba-Gruppe auftritt. Etwas später am Abend trat sogar noch eine richtig gute Rockband auf, die für ordentlich Stimmung sorgte.

Dieser Abend endete für uns ausnahmsweise einmal etwas früher, da wir noch müde vom Vorabend waren.

Ach, eines noch wonach mich viele Leser gefragt hatten ist das Thema gefährliche Tiere, stechende Insekten und die Kriminalität. Obwohl ich immer sehr anfällig dafür bin, hat mich bis dato weder ein Insekt gestochen, noch habe ich gefährliche Tiere wie Skorpione, Großspinnen, Schlangen u.v.m. gesehen. In Sachen Kriminalität versuchen wir der Gefahrt schon im Vorfeld aus dem Weg zu gehen, indem wir in verdächtigen Ecken unser Auto von innen verschließen, nicht aussteigen und zügig weiterfahren. Wir hoffen, dass alles so bleibt! :-)
Bis Morgen! :-)

BraaiTour Tag 3

Samstag, der 10.9.2016: In dem Doppelbett des Hotels konnte ich genial schlafen und war nach der vorherigen schlaflosen Nacht wieder topfit! Hier zeige ich euch einfach mal mein National Braai Tour Outfit, bestehend aus T-Shirt, Cappy und Kapuzenjacke.

Eines wollte ich euch noch erzählen, weshalb ich nun auch außerhalb von Wlan-Empfang online bin. Peter, einer der Organisatoren, war so freundlich und ließ mich in ein sehr tolles Einkaufscenter, ca. 5 km von unserem Hotel entfernt fahren. Dort kaufte ich mir im Vodacom-Shop eine Prepaid-Karte für mein iPhone für 49 südafrikanische Rand und 2 GB extra Datenvolumen für 249 Rand. Umgerechnet entspricht das 18,44 Euro. Ich finde das ist nicht teuer!

Zurück zu diesen Morgen. Wir trafen uns um 7.00 Uhr zum Frühstück und wurden alles andere als enttäuscht. Einen Pianisten zum Frühstück hatte ich zuvor auch noch nicht!

Um 8.45 Uhr trafen sich alle Teams auf der gegenüberliegenden Wiese des Hotels. Der Start der National Braai Tour 2016 war um 9.00 Uhr. Alle Teams fuhren zusammen in einer Kolonne los und waren fortan auf sich selbst eingestellt.

Unterwegs hielten wir zweimal an, um die Vegetation zu erleben und zugleich eine Zigarette zu rauchen. ;-)

In einem Shop indem wir kurz einkehrten war ein Geldautomat, bei dem man bequem mit seiner EC-Karte Geld abholen konnte. Da wir bis dato keinen einzigen Rand in der Tasche hatten, hob sich jeder von uns erst einmal 1.000 Rand (61,90 Euro) ab. Von den Abhebungsgebühren lasse ich mich einfach mal überraschen. :-)

Übrigens gab es in dem Shop auch eine riesengroße Auswahl an Beef Jerky, welches hier u. a. Biltong genannt wird. Sehr sehr schmackhaft.

Dann erreichten wir unser Zwischenziel „Struisbaai Sea Shark“, eine sehr coole Strandhütte direkt am Indischen Ozean. Dort aßen wir verschiedene Meeresfrüchte und sonnten uns am Strand.

Was ich sehr interessant fand war folgendes Behältnis.

In diesem Stahlkoloss werden dicke Stämme von Sträuchern verbrannt. Im unteren Teil des Trichters wird anschließend nach und nach die Kohle für den Braai entnommen und vergrillt.

Nun waren es nur noch ein paar Autominuten bis zu unserem nächsten Ziel, welches zugleich auch das Endziel unserer heutigen Etappe war – „Cape Agulus, Southern Most Tip in Afrika“. Dies ist der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents. Hier treffen der Atlantische Ozean und der Indische Ozean aufeinander. Ideale Location für die National Braai Tour. An diesem besonderen Punkt der Erde bauten wir unsere Zelte auf. Wundert euch nicht, warum wir zu viert nur drei Zelte aufgebaut haben. – Markus und Klaus teilten sich aus Bequemlichkeit einfach ein Zelt. Nachfolgend ein paar Bilder vom Camp, dem Aufbau der Zelte, einen Blick in meine Behausung und einen auf das Meer. Seht ihr, wie nah wir in der Nähe des Leuchtturms (hinten rechts auf dem Bild) lagerten? – Quasi das Zeichen des südlichsten Punktes!

Nachdem unser Lager aufgebaut war, gab es erst einmal das ein oder andere Erfrischungsgetränk. Dieses bekam man aus den extra für die National Braai Tour aufgebauten Ständen.

Dann war die tägliche Essenausgabe. Wir bekamen einige T-Bone-Steaks, das war uns am wichtigsten, und weitere Zutaten für Beilagen & Co.

Hier zeige ich euch einfach mal einen der vielen aufgebauten Braais im Camp.

Das Prinzip ist sehr einfach aber genial. In der rechten Feuerbox wird Holz verbrannt und anschließend unterhalb die Kohle mit einem Schürhaken entnommen. Diese schiebt man anschließend unter den Rost. Hier einige Ergebnisse des Spektakels.

Ab 18.00 Uhr fing es in Südafrika an dunkel zu werden. Die Erklärung ist, dass dort zurzeit erst der Frühling anfängt. Entsprechend kalt war es dann auch, sodass ich mich dick eingepackt habe.

Falls ihr euch wundert, weshalb ich dann meine kurze Hose anbehielt?! – Das sei lediglich dem intensiveren Urlaubs-Feeling geschuldet. Apropos „denglisch“, wir sprechen mit den anderen Teilnehmern nur Englisch, hingegen die sich untereinander auch gerne in der Sprache „Afrikaans“, ähnlich wie niederländisch, unterhalten.
Zeit für das ein oder andere Spaßgetränk und nette Gespräche.

Bis Morgen! :-)

BraaiTour Tag 2

Freitag, der 9.9.2016: Ob ich tatsächlich während des Flugs noch ein Auge schließen konnte? Nein, leider nicht. Ich hatte diese Nacht komplett durchgemacht, was allerdings an mir selber liegen muss, denn die anderen drei Jungs haben geschlafen wie ein Baby.

Um 6.15 Uhr öffnete ich das erste Mal die Schotten unseres Fensters…

…und sah aus der Ferne die ersten Sonnenstrahlen. Nach einer weiteren halben Stunde sah das Wetter noch besser aus.

Weitere 30 Minuten später ging es langsam aber sicher nach unten und wir konnten die ersten Ausläufer von Johannesburg sehen.

Keine 2 Stunden später, um 10.05 Uhr, stiegen wir schon wieder in die nächste Maschine nach Kapstadt.

Endlich, wie wir alle fanden, etwas mehr Beinfreiheit in der Maschine und alle waren mehr als glücklich.

Nun hatten wir noch weitere 1.300 km vor uns, von Johannesburg nach Kapstadt. Eigentlich eine Lapalie und nicht der Rede wert, wenn da nicht die Landung gewesen wäre. Die Maschine war durch starken Wind so sehr am wackeln, dass sie im letzten Moment noch einmal durchstarten musste und einen neuen Anlauf startete. Puhhh! #IchLebeNoch

Am Flughafen wurden wir vier von der netten jungen Dame Elena (National Braai Tor) abgeholt, die uns ins Hotel „Southern Sun The Cullinan“ brachte. Unterwegs sahen wir u. a. den berühmten Tafelberg von der Seite.

Wenig später erreichten wir das Hotel.

Dort gegenüber ist später (Morgen früh) der Start der National Braai Tour.

Aus dem Hotelzimmer: Im vorderen Bereich der Start der National Braai Tor Southafrika 2016 und im hinteren Bereich das Hotel.

Übrigens, so sieht das Hotel aus…

…sau-gut wie ich finde!!!

Die Temperaturen von Kapstadt lagen übrigens 10 Grad unter denen von Johannesburg.

Nun ging es zur Registrierung der Nation Braai Tour.

Aufkleber für die Autos.

Unsere Teamkleidung.

Jedes Team bekommt ein riesengroßes Paket bestehend aus Lebensmitteln wie Brot, Gewürze, Saucen u.v.m., sowie Mini-Braai, Kühlbox, Fahnen usw.

Dann wurde uns unser Auto für die nächsten Tage zugewiesen, welches wir mit den vielen Sponsorenaufklebern beklebten. Es ist ein VW Caddy mit ausreichend Platz für uns und das Gepäck. Das Lenkrad allerdings auf der rechten Seite, weil in Südafrika auf der linken Seite gefahren wird.

Ab dem späten Nachmittag nahmen wir erst einmal das ein oder andere Erfrischungsgetränk und Snack zu uns…

…und lernten natürlich Jan Braai höchstpersönlich kennen, der für die Südafrikaner in etwa den südafrikanischen Tim Mälzer darstellt.

Bis Morgen, denn dann geht es richtig los!

BraaiTour Tag 1

Donnerstag, der 8.9.2016: Auf diesen Tag hatte ich schon seit mehreren Wochen gewartet. Nun ist es endlich soweit! Wie bereits angekündigt, besuche ich mit Markus von 0815-BBQ, Marco von ehrlich essen und Klaus von Klaus.Grillt das wunderschöne Land Südafrika und werde dort bis zum 17.9.2016 mit ihnen grillen. Am 18.9.2016 werden wir wieder Deutschland erreichen.

Jetzt werden wahrscheinlich viele von euch denken: „Ihr fliegt tausende Kilometer über den Erdball, nur um gemeinsam zu grillen?“ Fast, denn wir haben selbstverständlich auch einen triftigen Grund. South African Tourism und South African Airways laden uns vier zur „Nation Braai Tour Südafrika 2016“ ein, bei der wir das Land entdecken dürfen und die typische südafrikanische Art des Grillens erlernen, dem sogenannten Braai.

Zusammen mit Jan Braai, dem Initiator der Tour, und weiteren vierzig(!) 4er Teams fahren wir insgesamt ca. 1.200 km mit dem Auto zu den tollsten Sehenswürdigkeiten Südafrikas und werden mit Sicherheit das ein oder andere dicke Stück Fleisch auf den Grillrost legen.

Tag 1: Um genau 7.00 Uhr sind meine beiden Kinder zur Schule und meine Frau zur Arbeit unterwegs. Mein Zug fährt von Schüttorf, meinem Wohnort, um genau 12.01 Uhr ab. Zwischenziel: Frankfurter Flughafen. Bis dahin habe ich ca. 5 Stunden Zeit meinen Koffer zu packen, zu duschen und mich von meiner Schwägerin Ivonne zum Bahnhof bringen zulassen.

Die Packliste führte ich schon Tage zuvor – und immer wieder kamen neue Sachen hinzu oder sie wurden teilweise auch wieder gestrichen. Hier ein Auszug dessen, was ich als wichtig ansah.

Südafrika-Liste
SD-Cards √
Lightning auf SD-Card √
SanDisk iXpand √
Ersatzakku 450 D √
Powerbar max. v. Maik ausleihen √
Sandalen √
Rucksack √
Medikamente √
– Kopfschmerzen √
– Nasenspray √
– Pflaster √
Reisestecker √
Ohrenstöpsel √
Taschenlampe √
Friseur √
Nobite √
Auslandsreiseversicherung mit Tel.-Nr. usw. √
Zugtickets Hinfahrt √
Ausdruck E-Ticket √
Sonnenbrille √
Feuerzeug √
Büroklammer für iPhone Sim-Karten-Schlitten √
u.v.m.

Die Koffer waren sehr schnell gepackt, doch immer wieder sind mir neue Dinge eingefallen, die zu beachten wären. Koffermaße und Gewicht nicht überschreiten, Flüssigkeiten nicht ins Handgepäck, Ersatz-Akkus nicht ins Aufgabegepäck usw.

Schlussendlich passte dann zeitlich gesehen alles perfekt, sodass es mit dem Rail & Trail Ticket pünktlich von Schüttorf nach Rheine (Umstieg), dann nach Münster (Umstieg), dann nach Köln (Umstieg) und dann zum Frankfurter Flughafen ging.

Übrigens, das Rail & Trail Ticket ist wirklich eine tolle Sache. Es ist nicht nötig, dass man sich im Vorfeld eine ganz bestimmte Bahnverbindung aussucht und dann auch fahren muss, sondern es heißt: „Jegliche Zugverbindung aus Deutschland zum Zielflughafen“. Ein flexibles Umdisponieren ist daher zu jeder Zeit möglich.

In Münster stieg ich in den Zug, in dem Marco bereits saß, der aus der Richtung Oldenbug kam. Im Gegensatz zu Markus und Klaus, die ich bereits von vielen Grill-Veranstaltungen kannte, hatte ich Marco zum allerersten Mal im „wirklichen Leben“ gesehen.

Im Frankfurter Flughafen angekommen, erwartete uns bereits der Dritte im Bunde, Klaus. Zusammen liefen wir zur Goldenen Möwe und vertilgten die ein oder andere Speise.

Ein wenig später kam auch Markus mit dazu, nun waren wir komplett!

Das Einchecken ging mit unseren Digital-Tickets absolut problemlos, sodass uns noch einige Zeit bis zum Abflug blieb. Diese nutzten wir in geselliger Runde bei Fachgesprächen rund um YouTube, Bloggen, Grillen, Braai & Co.

Dann ging es endlich los, sodass wir gegen kurz nach 20.00 Uhr das Flugzeug betraten.

Noch einen kurzen Blick nach Draußen…

…und schon waren die vier Spaßvögel in der Luft und reisten zum nächsten Zwischenziel Johannesburg.

Die Beinfreiheit ließ leider für einen 11 Stunden-Flug zu wünschen übrig…

…aber wir versüßten uns die Zeit so gut es geht bei Wein, „Kino“, Wein usw. :-)

Zwischendurch gab es noch ein Abendessen, welches wirklich recht gut schmeckte.

Nach netten Gesprächen mit Markus, meinem Sitz-Nachbarn, wurde ab 00.00 Uhr das Licht vom Flugpersonal ausgeschaltet, sodass anschließend viele Sessel in die Horizontale gestellt wurden.

Ich konnte leider überhaupt nicht schlafen, weshalb ich diesen Text hier gerade um 4.00 Uhr schreibe. Vielleicht bekomme ich ja noch die letzten 3 Stunden ein Auge zu?! ;-)

Morgen erzähle ich euch, wie der weitere Flug nach Kapstadt war, ob ich eine südafrikanische Sim-Karte bekommen habe, wie unser Hotel ist, was genau Braai bedeutet und was wir sonst so gemacht haben.

Bis Morgen! :-)

Extra-Tipp: Extra-Infos erhaltet ihr im Laufe des jeweiligen Tages unter den folgenden Hashtags:

#DeinSuedafrika
#wowSuedafrika
#braaitour
#nationalbraaitour