Germancut Messer – Meatlover und Breadlover

Neben dem eigentlichen Grill und frischem Grillgut, ist ein scharfes Messer das A und O beim Outdoor-Cooking.

Wir haben in den vielen letzten Jahren dutzendweise hochwertige Messer verwenden dürfen und haben immer einen ganz besonderen Wert auf Design, Qualität und Alltagstauglichkeit gelegt. Nur sehr selten bis gar nicht hatten wir bei diesen hochwertigen Messern preislich erschwingliche Modelle kennengelernt.

Zu oft erhielten wir von unseren Lesern und Zuschauern Fragen wie z. B.: „Cooles stylisches Messer, wo kann man das kaufen und wie teuer ist es?“. Spätestens nach Nennung der meist exorbitanten Preise kam leider die Ernüchterung, sodass das Interesse am Objekt der Begierde schwand.

Nicht so bei den Messern des jungen Unternehmens Germancut. – Mit dem Kochmesser „Meatlover“ und dem Brotmesser „Breadlover“ haben wir in den vergangenen Wochen sehr hochwertige und stylische Messer kennengelernt, die zudem super scharf sind, sich im ganz normalen Alltag behaupten und mit einem Einstiegspreis von 99 EUR recht erschwinglich sind.

Übrigens: Der Name Germancut verpflichtet. – Die hochwertigen Messer werden zu 100 Prozent in der Messerstadt Solingen produziert und tragen daher das Qualitätssiegel „Made in Germany“.

Brotmesser Germancut Breadlover

Starten wir mit dem Germancut Breadlover, welches wir euch neben dem Meatlover im Detail vorstellen möchten.

Das Brotmesser Breadlover besitzt eine Gesamtlänge von sage und schreibe 40 cm! Dabei nimmt allein die Klinge eine stattliche Länge von 26 cm ein.

Zwei unterschiedliche Griffe

Der Interessent des Breadlovers hat die Wahl zwischen zwei ergonomisch geformten Griffe aus Naturholz: Edle dunkle Mooreiche oder ausdrucksvolle helle Olive. Sowohl die Griffe aus Mooreiche als auch die aus Olive besitzen eine einzigartige Maserung, welche jedes Messer zu einem Unikat werden lässt.

Zwei unterschiedliche Klingen

Auch bei den Klingen hat der Messer-Fan die Wahl und muss sich entweder für eine unbeschichtete oder eine DLC-beschichtete Klinge entscheiden.

Die DLC-beschichtete Klinge ist nicht nur optisch ein absolutes Highlight. Durch die schwarze Diamond-Like-Carbon Beschichtung ist die Messerklinge bestens vor Säuren von Tomaten, Zitronen usw. geschützt, besitzt eine höhere Kratzfestigkeit und optimiert durch die hauchdünne Kohlenstoff-Schicht die Schneidleistung durch einen niedrigeren Reibwert.

Der beidseitige Wellenschliff

Anders als bei vielen anderen Brotmessern bei denen die Klinge einseitig geschliffen wurde, besitzt die Klinge des Breadlovers einen beidseitigen Wellenschliff.

Es beeindruckte uns sehr, wie mühelos das Breadlover während des mehrwöchigen Alltageinsatzes durch diverse Brote glitt und sowohl durch sehr harte Krusten sägte als auch mit sehr weichem Brot perfekt zurechtkam.

Erwähnenswert ist beim Breadlover auch der integrierte Fingerschutz am Anfang der Klinge, unmittelbar beim Übergang zum ergonomischen Griff.

Perfekte Verarbeitung

Die hochwertigen Messer von Germancut sind sehr sauber und exakt verarbeitet, was sich auch am Griff sehr gut erkennen lässt.

Die Preise des Breadlovers in vier individuellen Varianten

Durch zwei unterschiedliche Griffe und Klingen ergeben sich vier individuelle Varianten des Breadlovers.

– Brotmesser Breadlover unbeschichtet, Griff Olive: 159 EUR; Einführungspreis: 129 EUR
– Brotmesser Breadlover unbeschichtet, Griff Mooreiche: 159 EUR; Einführungspreis: 129 EUR
– Brotmesser Breadlover DLC-Beschichtung, Griff Olive: 229 EUR
– Brotmesser Breadlover DLC-Beschichtung, Griff Mooreiche: 229 EUR

Kochmesser Germancut Meatlover

Genauso wie das Brotmesser Breadlover, beeindruckte uns das ergonomisch geformte Kochmesser Meatlover, welches zu einem Preis von sehr fairen 99 EUR beginnt.

Das Meatlover wird ebenfalls in den Griff-Varianten Olive und Mooreiche sowie DLC-beschichtet und unbeschichtet angeboten und besticht durch seine unglaubliche Schärfe (z. B. hier und hier in unseren Instagram-Videos…).

Sowohl die schwarze DLC-beschichtete, als auch die glänzende unbeschichtete Klinge wird aus dem schwedischen Sandvikstahl 12C27 hergestellt und besitzt eine auf 59 Rockwell gehärtete Klinge.

Die Form des Meatlovers

Die Form des Meatlovers erinnert uns an ein Kochmesser aber gleichermaßen auch an ein Santoku und vereint dadurch dessen jeweilige Vorzüge, wie z. B. das Schneiden von großen Fleischstücke und das Wiegen von Kräutern und Gewürzen.

Die Preise des Meatlovers in vier individuellen Varianten

Durch zwei unterschiedliche Griffe und Klingen ergeben sich vier individuelle Varianten des Meatlovers.

– Kochmesser Meatlover unbeschichtet, Griff Olive: 129 EUR; Einführungspreis: 99 EUR
– Kochmesser Meatlover unbeschichtet, Griff Mooreiche: 129 EUR; Einführungspreis: 99 EUR
– Kochmesser Meatlover DLC-Beschichtung, Griff Mooreiche: 199 EUR
– Kochmesser Meatlover DLC-Beschichtung, Griff Olive: 199 EUR

Fazit

Dem jungen Unternehmen Germancut ist es gelungen eine Messerserie zu entwerfen, die sowohl Design und Qualität, als auch Alltagstauglichkeit berücksichtigt, zu 100 Prozent in der deutschen Messerstadt Solingen fertigt und ganz besonderen Wert auf einen fairen Preis legt.

Gleich beim ersten Anblick der beiden Messer Meatlover und Breadlover waren wir hin und weg. Wir konnten uns bis heute jedoch noch nicht so recht entscheiden, ob wir eher den Griff aus der edlen dunklen Mooreiche oder der ausdrucksvollen hellen Olive präferieren. Sicherlich kommt es auch immer darauf an, welchen Griff man mit der glänzenden unbeschichteten und welche mit der schwarzen DLC-beschichteten Klinge kombiniert.

Umso größer war die Vorfreude vor unserem ersten Schneid-Test. Ergebnis: Das Germancut Meatlover glitt durch das australische Roastbeef von Kreutzers wie durch warme Butter. Selbst nach wochenlanger regelmäßiger Benutzung verlor das Messer kaum von seiner Schärfe. Zur langen Aufrechterhaltung der Schärfe ziehen wir unser Meatlover in regelmäßigen Abständen über einen Keramik-Schleifstab.

Auch das Breadlover enttäuschte uns während des mehrwöchigen Praxiseinsatzes keineswegs und durchsägte sowohl harte Brot-Krusten, als auch weiche Burger-Buns ohne grobe Krümel zu hinterlassen.

Die Reinigung der hochwertigen Germancut Messer erfolgt unter fließendem Wasser durch Zuhilfenahme eines Tropfen Spülmittels. Damit das liebgewonnene Messer keine dauerhaften Flecken bekommt, sollte das unbeschichtete Messer, welches ggf. in Kontakt mit Säuren von Tomaten oder Zitronen gekommen ist, nicht all zu lange ungewaschen liegen bleiben. Anders bei der schwarzen DLC-beschichteten Klinge, dessen hauchdünne Kohlenstoff-Schicht vor Flecken, Kratzer und weitere äußere Einflüsse schützt.

Die sehr auffälligen Germancut Messer hinterlassen einen bleibenden perfekten ersten Eindruck und zugleich einen gewissen „haben wollen Effekt“.

Wir sind vom neuen Germancut Breadlover und Meatlover so sehr überzeugt, dass wir beide Messer uneingeschränkt weiterempfehlen. Dank des sehr fairen Preises auch ideal als Geschenk!

Nachfolgend weitere Impressionen des Germancut Breadlovers und Meatlovers.

Cevapomaker – Die Cevapcici Presse im Praxistest

Habt ihr euch auch schon öfter Gedanken darüber gemacht, wie ihr eure eigenen Cevapcicis perfekt geformt hinbekommt?

Oftmals standen wir vor der Frage: Selbst würzen, selbst auswiegen, selbst ausrollen, selbst schneiden und hoffen, dass die kleinen Leckerbissen nicht auseinander fallen und hoffentlich alle gleich groß werden? – Meist klappte das eher schlecht als recht.

Zu oft haben wir in der Vergangenheit aus diesem Grund zu den fertig geformten Cevapcicis vom Fleischer gegriffen und darauf vertraut, dass dieser sie nach unserem Geschmack gewürzt hat. – Meist alles andere als ein kulinarisches Highlight.

Damit soll ab sofort Schluss sein: Mit einer Weiterempfehlungsquote von 96% unter seinen Käufern, verspricht der sogenannte Cevapomaker die schnellste Cevapcici Presse überhaupt zu sein. Wir von bigBBQ.de haben uns den vielversprechenden Küchenhelfer einmal genauer angeschaut und einem Praxistest unterzogen.

Der Lieferumfang des Cevapomakers

Der Cevapomaker besteht aus BPA-freien und lebensmittelechten orangefarbenen Kunststoff und wird zusammen mit einer detaillierten Bedienungsanleitung und 3 Rezeptvorschlägen vollständig zusammengesetzt in einem festen Karton geliefert.

Für den späteren Einsatz und zur Reinigung wird der spülmaschinengeeignete Cevapomaker ganz einfach und ohne Kraftaufwand zunächst auseinandergezogen.

Nun kann der untere Teil des Cevapomakers (links im folgenden Bild) mit einer Hackfleischmischung gefüllt werden. Anschließend wird der Pressteil wieder eingesetzt und durchgedrückt.

Zur einfachen Reinigung kann der Pressteil weiter auseinander genommen werden, sodass schlussendlich alle 3 Einzelteile des Cevapomakers offen gelegt wurden.

Der Cevapomaker ist mit einer Maße von nur 12 x 9 x 8 cm sehr handlich und platzsparend und findet dadurch in jeder Küche seinen Platz.

Er wiegt nur 164 g und fertigt in nur einem Arbeitsschritt 7 Cevapcicis gleichzeitig mit einem Durchmesser von 2 cm, einer Länge von ca. 7,5 cm und einem Gewicht von ca. 38 g (je nach Menge der Gewürze).

Soviel die Theorie: Wir möchten wissen, wie gut sich der Cevapomaker tatsächlich in der Praxis schlägt und präsentieren euch zugleich unser liebstes Cevapcici-Rezept.

Der Cevapomaker im Praxistest

Zur Zubereitung leckerer Cevapcicis sind nur einige wenige Zutaten vonnöten, welche in Windeseile vorbereitet sind.

Zutaten
1 kg Gehacktes (halb Rind/halb Schwein o. halb Lamm)
1 mittelgroße fein gewürfelte Zwiebel
2 kleingehackte Knoblauchzehen
1 EL Paprikapulver rosenscharf
3 EL Paprikapulver edelsüß
3 EL Paniermehl
1 Bund frisch gehackte Petersilie
1 kl. Schuss Olivenöl
3 TL feines Meersalz
1 TL guter Pfeffer

Alle o. a. Zutaten für die Hackfleischmischung gleichmäßig verkneten.

Den Cevapomaker von innen mit einige wenige Tropfen Olivenöl bestreichen und anschließend die Hackfleischfüllung bis knapp unter dem Rand füllen und festdrücken.

Den Pressteil auflegen und anschließend mit beiden Händen gleichmäßig durchdrücken.

Dieser Vorgang kann am besten in unserem Instagram-Highlight verfolgt werden.

Das war auch schon der gesamte Vorgang, sodass aus einem Kilogramm Gehacktem, in deutlich weniger als 4 Minuten ganze 28 Cevapcicis entstanden.

Wie ein Ei dem anderen gleicht: Jeder einzelne Cevapcici besitzt einen Durchmesser von ca. 2 cm, eine Länge von ca. 7,5 cm und ein Gewicht von ca. 38 g.

Das Grillen der Cevapcicis

Den Grill, in unserem Fall ein Gasgrill auf maximale Temperatur aufheizen und anschließend die Cevapcicis auf den heißen Grillrost legen.

Bei geschlossenem Deckel so lange garen, bis sich auf der Unterseite ausreichend Röstaromen gebildet haben und die Cevapcicis sich leicht vom Grillrost lösen lassen, dann wenden.

Mit der anderen Seite gleichermaßen verfahren. Sobald sich auch dort ausreichend Röstaromen gebildet haben, sind die Cevapcicis fertig gegrillt und bieten von innen eine unglaublich saftige Füllung.

Zu den Cevapcicis empfehlen wir Kartoffelcreme oder Tsatsiki.

Zahlen, Daten und Fakten

Cevapomaker – Die schnellste Cevapcici Presse überhaupt

Maße: 12 x 9 x 8 cm
Gewicht: 164 g
BPA-frei und lebensmitteltauglich
Spülmaschinengeeignet
Weiterempfehlungsquote von 96%
Fertigung von 7 Cevapcicis gleichzeitig
Benötigte Hackfleischmenge: ca. 250 g/Fertigung
Cevapcici-Durchmesser: ca. 2 cm
Cevapcicis-Länge: ca. 7,5 cm
Cevapcicis-Gewicht: ca. 38 g (je nach Menge der Gewürze)
Preis: 19,90 EUR (Amazon)

Fazit

Wow! Damit hätten wir tatsächlich nicht gerechnet. – Der Cevapomaker hält wirklich was er verspricht!

Der Cevapomaker ist intuitiv zu bedienen und verarbeitet ca. 250 g Gehacktes in nur einem Arbeitsgang zu genau 7 exakt gleich aussehende Cevapcicis mit einem Durchmesser von ca. 2 cm und einer Länge von ca. 7,5 cm.

Uns ist es gleich bei der ersten Verwendung gelungen, in nur 4 Arbeitsgängen zu jeweils einer Minute insgesamt 28 Cevapcicis zu formen. Die einzelnen Cevapcicis hatten genau die richtige Konsistenz beim Grillen nicht zu zerfallen, waren aber immer noch sehr fluffig und vor allem saftig von innen.

Der Cevapomaker wird unter Zuhilfenahme eines Spritzers Spülmittel unter fließendem Wasser gereinigt und steht anschließend wieder stets zur Verfügung.

Wir sind vom Cevapomaker mehr als begeistert, können ihn 100-prozentig weiterempfehlen und werden ihn in Zukunft noch oftmals im Einsatz haben. Alle weiteren Infos zum Cevapomaker findet ihr hier, wo ihr ihn auch für nur 19,90 EUR (Amazon) erwerben könnt.

BBQ Guru UltraQ und DynaQ im Praxistest

Kennt ihr den BBQ Guru? – Wir haben den guten alten Helfer bereits im Jahre 2011 auf der zwölften World Barbecue Championship im 25 km entfernten Gronau kennengelernt und arbeiten seit vielen Jahren, im Zusammenspiel mit den unterschiedlichsten Grills und Smoker mit ihm.

Die Funktionsweise eines BBQ Gurus ist schnell erklärt: Der Controller (BBQ Guru) misst mit einer Temperatursonde die Temperatur im Grill bzw. im Smoker und bläst bei Unterschreitung der individuellen Solltemperatur Luft (Sauerstoff) zur glühenden Grillkohle, damit diese anschließend mehr Hitze abgibt.

Diese Methodik ist spätestens dann unglaublich komfortabel und beruhigend, wenn Fleisch (Pulled Pork, Brisket, Short Ribs & Co.) über einen langen Zeitraum und ggf. nachts mit gleichbleibender Temperatur gegart werden soll. Selbst wenn die Umgebungstemperatur nachts um 10°C fällt oder tagsüber bei direkter Sonneneinstrahlung um 20 – 30°C steigt, garantiert der BBQ Guru eine stets gleichbleibende Gartemperatur.

Bevor wir vor etlichen Jahren mit dem ambitionierten Grillen begannen, gab es zuvor auch schon den BBQ Guru in gefühlt unzähligen verschiedenen Versionen, welche seine Fans auf der ganzen Welt fanden. Wir konnten in den vergangenen Jahren mit den beiden letzten Versionen „BBQ Guru CyberQ WiFi“ und „BBQ Guru CyberQ Cloud“ unsere allerbesten Erfahrungen machen, hatten uns jedoch immer schon gewünscht, dass eine eigens für den BBQ Guru programmierte App erscheint, um ihn auch aus der Ferne komfortabel zu kontrollieren und zu regeln.

Nun ist es endlich soweit – die beiden ab Anfang Juli 2020 erscheinenden BBQ Gurus „UltraQ“ und „DynaQ“ wurden sowohl technisch als auch optisch rundum neu gestaltet. Uns von bigBBQ.de wurde die Möglichkeit geboten, bereits Wochen vor der Markteinführung einen detaillierten Blick auf die beiden BBQ Guru Neulinge zu werfen und sie auf Herz und Nieren zu testen.

Der Lieferumfang des BBQ Guru UltraQ

Der Lieferumfang schwangt je nach gewähltem Kit, sprich je nachdem welchen Grill man ansteuern möchte.

Das uns vorliegende Rundum-Sorglos-Paket nennt sich „UltraQ BBQ Temperatur Control Universal Kit“ und beinhaltet folgende Einzelteile:

UltraQ BBQ Temperatur Control
– 1 x BBQ Guru UltraQ
– 1 x 5-in-1 Magnethalterung
– 1 x Netzstecker

Guru Universal Adapter
– 1 x Universal Adapter zum Anschluss an die meisten mittelgroßen bis XL Keramik-Grills, Weber Smokey Mountain Cooker usw.

Gargut- und Garraum-Fühler
1 x Temperaturfühler für Gargut (Food-Temp)
1 x Temperaturfühler für Garraum (Pit-Temp)

Lüfter
1 x BBQ Guru Pit Viper Fan (Medium Fan)

Anschlusskabel BBQ Guru Edition
1 x Spiralkabel zum Anschluss an den integrierten Lüfter des Monolith Classic oder LeChef in der BBQ Guru Edition

Dieses große Kit erlaubt es uns, den UltraQ an so gut wie jeden beliebigen Holzkohlegrill oder Smoker anzuschließen.

Sichtung der Einzelteile

BBQ Guru UltraQ

Der BBQ Guru UltraQ besteht aus einem Kunststoffgehäuse und ist die Schaltzentrale des gesamten Systems.

Der UltraQ besitzt insgesamt 6 Anschlüsse:

– PWR: Zum Anschluss des mitgelieferten 230 Volt Netzteils
– FAN: Zum Anschluss des optionalen Lüfters wie z. B. BBQ Guru Pit Viper Fan, BBQ Guru Pit Bull (Large) Fan oder mit dem Spiralkabel zum Anschluss an den integrierten Lüfter des Monolith Classic oder LeChef in der BBQ Guru Edition
– PIT: Zum Anschluss des Temperaturfühlers zur Überwachung der Garraumtemperatur
– FOOD 1 – FOOD 3: Zum Anschluss von 3 unabhängig voneinander zu überwachenden Kerntemperaturfühlern für das Grillgut

Der große weiße Rahmen mit dem schräg gestellten kurzen Strich im unteren rechten Bereich des UltraQ symbolisiert den Grossbuchstaben „Q“ und kann in unterschiedliche Farben leuchten, um diverse Status-Meldungen anzeigen zu können.

Die unterschiedlichen, durch Farben dargestellten Status-Meldungen

Blauer Rahmen

Sobald der Grill sich noch in der Aufheizphase befindet, also die voreingestellte Garraumtemperatur noch nicht erreicht wurde, leuchtet der blaue Rahmen. Sollte der UltraQ im laufenden Betrieb plötzlich und unerwartet den blauen Rahmen zeigen, deutet das darauf hin, dass möglicherweise nicht mehr ausreichend Holzkohle im Grill vorhanden ist, weshalb die Garraumtemperatur sinkt.

Roter Rahmen

Sobald die voreingestellte Garraumtemperatur erreicht wurde, leuchtet der rote Rahmen.

Roter Rahmen mit Impulsanzeige

Ein pulsieren der beiden linken und rechten Stege des Q-Rahmens deutet darauf hin, dass der Lüfter arbeitet. Das passiert im späteren Betrieb in der Regel kontinuierlich, damit in dem vom Controller bestimmten Rhythmus Sauerstoff über den Lüfter in den Garraum hineingeblasen wird, um die voreingestellte Gartemperatur aufrechtzuhalten.

Sollte hingegen der gesamte Ring des Q-Rahmens pulsieren deutet das darauf hin, dass ein visueller Alarm ausgelöst wurde.

Farbiger Strich im Q-Rahmen

Roter Strich: Anzeige der aktuellen Gartemperatur (PIT-Fühler)
Oranger Strich: Anzeige der Kerntemperatur des Kerntemperaturfühlers FOOD 1
Grüner Strich: Anzeige der Kerntemperatur des Kerntemperaturfühlers FOOD 2
Blauer Strich: Anzeige der Kerntemperatur des Kerntemperaturfühlers FOOD 3

LED-Anzeige

Die große LED-Anzeige ermöglicht die deutliche Anzeigen der Temperaturen auch bei hellen Lichtverhältnissen.

Taster an der linken Seite des UltraQ

An der linken Seite des UltraQs befinden sich 3 Taster. Durch das kurze Drücken des mittleren Tasters kann zwischen den einzelnen Temperaturen (PIT, FOOD 1 – FOOD 2) gewählt werden.

Durch längeres Drücken des mittleren Tasters gelangt man in den Modus zur Anpassung der Soll-Temperatur, welche durch die mit „+“ und „–“ symbolisierten Tasten jeweils nach oben und nach unten korrigiert werden können.

Durch längeres Drücken der „–“-Taste, wird das „Display Scanning“ aktiviert. Nun werden im LED-Display fortlaufend die einzelnen Temperaturen von PIT sowie FOOD 1 – 3 angezeigt, sodass nicht mehr manuell umgeschaltet werden muss.

Die 5-in-1 Magnethalterung

Im Lieferumfang des UltraQ ist die 5-in-1 Magnethalterung enthalten. Die 2-teilige Halterung wird durch eine Schraube und eine Mutter werkzeuglos zusammengeschraubt. Genauso wie die 4 Standfüße aus Gummi den sicheren Stand garantieren, bietet der integrierte Neodym-Magnet (kräftiger Dauermagnet) die Möglichkeit, die Halterung an magnetischen Flächen haften zu lassen.

Die 4 Gummifüße werden ebenfalls werkzeuglos in den Standfuß gedrückt. Alternativ kann die Halterung, an den Stellen für die Gummifüße, durch Zuhilfenahme von 4 Schrauben auch an eine Wand befestigt werden.

Der UltraQ muss nurmehr ganz einfach in die Halterung hinein geklickt werden. Anschließend kann die Neigung der 5-in-1 Magnethalterung stufenlos bestimmt werden.

Anschluss des Lüfters

Der uns vorliegende Lüfter mit der Bezeichnung „BBQ Guru Pit Viper Fan“ ist für den Betrieb der allermeisten kleinen und mittleren Keramikgrills, Smoker und Grills gedacht. Sollte ein sehr großer Smoker angesteuert werden müssen, greift man eher zum kräftigeren Lüfter mit der Bezeichnung „BBQ Guru Pit Bull Fan“.

Der Anschluss des „BBQ Guru Pit Viper Fan“ erfolgt durch das fest installierte Kabel an den UltraQ-Anschluss „PIT“.

Die auszuströmende Luftmenge kann durch die fest eingebaute und stufenlos einstellbare Blende bestimmt werden. Zum Betrieb unserer Grills wie z. B. Monolith Classic, Monolith Icon, Weber Summit Charcoal, Weber Kugelgrill usw. öffnen wir die Blende auf ca. 50 Prozent.

Zum Anschluss des Lüfters wird für die allermeisten Grills bzw. Smoker der „Guru Universal Adapter“ benötigt.

Dieser kann werkzeuglos in die Belüftungsöffnungen der meisten Keramikgrills, egal ob Monolith, Big Green Egg, Kamado Joe u.v.m. geklemmt werden.

Anschließend erfolgt die Luftzufuhr ausschließlich über den vom UltraQ geregelten Lüfter.

Einige Grills bzw. Smoker besitzen bereits ab Werk einen eingebauten Anschluss für den Lüfter eines BBQ-Gurus, wie z. B. unser Monolith Icon. Zu Demonstrationszwecken installierten wir am Monolith Icon anstelle des UltraQs einen DynaQ (zum Vergleich später mehr).

Vorbildlich: Auch der Weber Summit Charcoal besitzt einen fest verbauten Anschluss zur Aufnahme eines Lüfters für einen BBQ Guru.

Noch praktischer haben es die Besitzer eines Monolith Classic oder LeChef in der BBQ Guru Edition. Diese Modelle besitzen bereits einen fest verbauten Lüfter, welcher durch Zuhilfenahme eines speziellen Spiralkabels angeschlossen wird.

Der UltraQ im Praxiseinsatz

Sobald der UltraQ über das mitgelieferte Netzteil angeschlossen wurde, kann auch schon losgelegt werden.

Grundvoraussetzung für die automatische Temperatursteuerung ist der Anschluss des PIT-Fühlers. Dieser kann dank der Krokodilklemme an dem Grillrost befestigt werden.

Zunächst wird die Holzkohle, in unserem Fall Marabu von McBrikett mit z. B. dem Mono Lighter entzündet.

Die Entlüftung des geschlossenen Deckels wird nun so lange vollständig geöffnet, bis die voreingestellte Gartemperatur bis auf ca. 25 – 30°C erreicht wurde. Anschließend wird die Entlüftung bis auf einen 3 – 5 mm schmalen Spalt geschlossen.

Die restliche Arbeit überlässt man nun den BBQ Guru UltraQ: Dieser kontrolliert nun durch den PIT-Temperaturfühler die vorherrschende Gartemperatur und bläst wohldosiert die benötigte Sauerstoffmenge in den Garraum. Den Aufheizvorgang symbolisiert der UltraQ durch einen blau leuchtenden Rahmen.

Auch ohne die Nutzung einer Smartphone-App über Bluetooth, WLAN oder Cloud ist der BBQ Guru UltraQ Out-of-the-box einsatzbereit.

Sobald die gewünschte Gartemperatur erreicht wurde, kann auch schon das Gargut (z. B. Pulled Pork) aufgelegt und auf Wunsch mit einem FOOD-Temperaturfühler verkabelt werden.

Fortan leuchtet der Rahmen nur noch rot und pulsiert hin und wieder an den beiden linken und rechten Stegen des Q-Rahmens, was auf die Aktivität des Lüfters hindeutet.

Das spätere Gesamtergebnis überzeugt: Nach ca. 12,5 Stunden ist das Pulled Pork mit einer Gartemperatur von 94°C fertig gegart, ohne das ein einziges Mal in den Garprozess eingegriffen werden musste oder eine menschliche Kontrolle nötig war.

Die Nutzung des UltraQs durch die Smartphone-App

Das gesamte Leistungsspektrum mit allen Features ist erst durch die Nutzung der App „BBQ Guru“ gegeben. Diese kann für iOS-Nutzer im AppStore und für Android-Nutzer im Play Store kostenlos geladen werden.

Nachdem die App „BBQ Guru“ das erste Mal geöffnet wurde, wird nach Erlaubnis zur Verwendung von Bluetooth gefragt.

Nachdem die Erlaubnis zur Nutzung von Bluetooth erteilt wurde, werden alle in der Umgebung verfügbaren BBQ Gurus aufgelistet.

Das ausgewählte Gerät kann nun individuell umbenannt werden. Wir nennen unseren UltraQ fortan „bigBBQ UltraQ“.

Als nächstes wird im Internet automatisch nach der neuesten Firmware gesucht, ggf. geladen und auf den UltraQ gespielt.

Das war schon alles – sodass nun via Bluetooth auf den UltraQ zugegriffen werden kann und auf einem Blick alle Temperatur-Stände sowie Lüfter-Aktivität u.v.m. abgelesen werden können.

Links oben in der App können die Controller-Settings aufgerufen werden, über dessen Menü-Einträge individuelle Einstellungen wie z. B. WLAN- und Cloud-Verbindungen, Alarm usw. getätigt werden können.

Um die Reichweite zwischen dem BBQ Guru UltraQ und der App zu erhöhen, empfehlen wir die Verbindung ins heimische WLAN und zum Internet-Dienst „ShareMyCook“ vorzunehmen. Dazu sollte man sich einmalig beim kostenlosen Dienst „ShareMyCook“ anmelden und das eigene WLAN-Netz aus einer Liste aller im Umkreis erreichbaren WLAN-Netzwerke auswählen.

Auch das war schon alles, sodass fortan neben Bluetooth auch die WLAN- und Cloud-Verbindung zur Verfügung steht. Dadurch ist es möglich, von quasi jedem Punkt der Erde auf seinen BBQ Guru UltraQ zuzugreifen.

In den Settings kann des Weiteren eingestellt werden, ob der farbige Rahmen des UltraQs leuchten soll oder dunkel bleibt. Außerdem können verschiedene „Smart Cook Settings“ ausgewählt werden, hinter denen sich für die unterschiedlichen Smoker optimierte Lüfter-Einstellungen verbergen. Wir verwenden für unseren Monolith Classic das Smart Cook Setting 2 und haben damit sehr gute Erfahrungen.

Bei aktiven „Open Lid Detect“ wird erkannt, wenn der Deckel während des Garprozesses geöffnet wurde und dadurch ein erheblicher Temperaturabfall zustand kam.

Wurde die Funktion „Display Scanning“ aktiviert, werden im LED-Display fortlaufend die einzelnen Temperaturen von PIT sowie FOOD 1 – 3 angezeigt, sodass nicht mehr manuell umgeschaltet werden muss.

Die entsprechenden Zieltemperaturen von Gartemperatur und Kerntemperaturen können nach dem auswählen der entsprechenden Kacheln in der App ganz einfach vorgegeben werden. In unserem Fall liegt die PIT-Zieltemperatur bei 120°C und die Zielkerntemperatur des Temperaturfühlers 1 bei 94°C.

Unten links kann sehr übersichtlich abgelesen werden, dass die Aktivität des Lüfters während der Aufheizphase noch bei 100 Prozent liegt.

Die Funktion „Cook Ramp“ garantiert, dass die angegebene Kerntemperatur nicht überschritten und dadurch ein „Überkochen“ vermieden wird.

Durch die entsprechenden Symbole im oberen Bereich (roter Kreis) wird die jeweilige Verbindungsart zum UltraQ angezeigt.

Sollte aus unerfindlichen Gründen keine Verbindung möglich sein, wird dieser Zustand durch ein rotes Quadrat mit einem Kreuz symbolisiert.

Der gesamte Temperaturverlauf des Garprozesses kann durch einen Klick auf den entsprechenden Button ganz einfach aufgezeichnet und in der App angezeigt werden.

Da der UltraQ auch mit dem Internet-Dienst „ShareMyCook“ verbunden ist, können sowohl der Temperaturverlauf des Garprozesses als auch alle anderen Einstellungen bis ins kleinste Detail via Webbrowser vorgenommen werden.

Die Unterschiede zwischen dem UltraQ und dem DynaQ

Die größten Unterschiede zwischen dem UltraQ und dem DynaQ liegen darin, dass der DynaQ auf folgende Features verzichten muss, jedoch weniger kostet:

– nur Bluetooth (kein WLAN und Cloud)
– nur 1 Anschluss für einen FOOD-Temperaturfühler (keine drei)
– kein LED-Display
– 59 EUR (ca. 22 %) günstiger

Preise

Unverbindliche Preisempfehlungen ohne Gewähr. Verfügbar ab Anfang Juli 2020.

UltraQ – Guru Version 379,90 EUR
UltraQ – Universal Set 469,90 EUR
UltraQ – nur Controller 258,90 EUR

DynaQ – Guru Version 319,90 EUR
DynaQ – Universal Set 399,90 EUR
DynaQ – Controller 199,90 EUR

Die Guru Versionen enthalten neben dem eigentlichen BBQ Guru (UltraQ bzw. DynaQ) folgenden Lieferumfang:
1 x 5-in-1 Magnethalterung
1 x Netzstecker
1 x BBQ Guru Edition Spiralkabel
1 x Temperaturfühler für Gargut (Food-Temp)
1 x Temperaturfühler für Garraum (Pit-Temp)

Die Universal Set Versionen enthalten zusätzlich zum Lieferumfang der Guru Version folgenden Lieferumfang, jedoch kein Spiralkabel:
1 x BBQ Guru Pit Viper Fan (Medium Fan)
1 x Universal Adapter zum Anschluss an die meisten mittelgroßen bis XL Keramik-Grills, Weber Smokey Mountain Cooker usw.

Für alle anderen in diesem Artikel nicht aufgeführten Grills bzw. Smoker stehen unzählige verschiedene Adapter zur Verfügung. Dazu einfach euren Fachhändler befragen.

Fazit

Es ist unseres Erachtens schon immer so gewesen. – Wer einen BBQ Guru besitzt, kann garantiert deutlich besser schlafen! Selbstverständlich läuft ein Keramikgrill per se schon äußerst stabil, jedoch kann er immense von äußeren Einflüssen resultierende Temperaturunterschiede nicht immer selbstständig ausreichend ausgleichen, weshalb der BBQ Guru eine nützliche Hilfe darstellt.

Die Wahl des jeweils benötigten Sets wird vom eigenen Grill bzw. Smoker vorgegeben und kann jederzeit durch unzählige Adapter erweitert werden.

Die Wahl zwischen dem UltraQ und DynaQ sollte in der Regel sehr schnell entschieden sein. Grob gesagt, besitzt der DynaQ im Gegensatz zum UltraQ nur einen Temperaturfühler-Anschluss und verfügt über kein LED-Display, kein WLAN, keine Cloud-Funktion und muss via Bluetooth mit der kostenlosen BBQ Guru App gesteuert werden. Da wir uns wünschten, auch aus der Ferne auf unseren BBQ Guru zuzugreifen, konzentrierten wir uns bei dem Praxistest mehr auf den UltraQ und all seinen Funktionsumfang.

Sogar ohne App ist der UltraQ Out-of-the-box umgehend einsatzbereit und bereitete an diverse Grills wie z. B. dem Monolith Classic (mit und ohne BBQ Guru Edition), dem Monolith Icon und dem Weber Summit Charcoal stets beste Ergebnisse mit ausgesprochen gleichbleibenden Gartemperaturen.

Die Soll-Temperaturen können direkt am Gerät mit nur 3 Tastern eingestellt werden und über das gut ablesbare LED-Display abgelesen werden. Sobald „Display Scanning“ aktiviert ist werden fortlaufend die einzelnen Temperaturen von PIT sowie FOOD 1 – 3 angezeigt, sodass nicht mehr manuell umgeschaltet werden muss.

Der große weiße Rahmen mit dem schräg gestellten kurzen Strich im unteren rechten Bereich des UltraQ ist gerade im dunkeln aus viele Meter Entfernung sehr gut ablesbar und zeigt diverse Status-Meldungen an.

Noch komfortabler gelingt die Einstellung via schnell eingerichteter kostenloser BBQ Guru Smartphone App, in der auch diverse andere Funktionen wie z. B. „FAN RUN“, „COOK RAMP“, Alarme und gesamte Temperaturverläufe einzelner Garprozesse aufgezeichnet werden können.

Leider stand der Amazon Skill „Alexa Voice Control“ in Deutschland nicht zum Download zur Verfügung, weshalb wir die Smart Home Funktionen wie z. B. „Alexa, wie ist die Temperatur von FOOD 1?“ nicht testen konnten.

Wie so oft bei neuen Apps, kann bei der Software jedoch noch ein wenig optimiert werden. Manchmal ist nämlich nicht ganz klar, weshalb man unterwegs keinen Cloud-Empfang mehr hat. Deaktiviert man jedoch ganz kurz Bluetooth, funktioniert wieder alles wie gewünscht. Des Weiteren muss man in der der App hin und wieder das „ShareMyCook“-Passwort neu eingeben, was etwas nervig ist. Nicht sehr schlimm aber uns ist außerdem aufgefallen, dass es App-intern Rundungsprobleme bei der Eingabe der Zieltemperaturen gibt.

Die BBQ Guru App wird ständig weiterentwickelt, weshalb wir sicher sind, dass mit der Zeit noch einige Funktionen mit hinzukommen werden und die kleinen Kinderkrankheiten bald der Vergangenheit angehören. Zusammengefasst funktionierte hardwaretechnisch alles rundum tadellos und mit der App lässt sich gut arbeiten. Wir sind oberglücklich mit unseren kleinen fleißigen Helferchen.

Beide Daumen hoch für die neuen BBQ Gurus UltraQ und DynaQ!

Praxistest: Pelletgrill Weber SmokeFire EX6

Im Jahre 1952 mit dem weltberühmten Kugelgrill begonnen, weitete der US-amerikanische Grillhersteller Weber sein Produktportfolio von Holzkohlegrills über Gasgrills bis hin zu Elektrogrills stetig aus und bietet seit Frühjahr 2020 seine ersten beiden Pelletgrills auch in Deutschland an. – Der große Weber SmokeFire EX6 und sein kleinerer Bruder Weber SmokeFire EX4.

Bereits zu Beginn diesen Jahres konnten wir weit vor dem eigentlichen Produktlaunch mit einigen anderen Grillbloggern im Weber Grillakademie Original Headquarter Ingelheim exklusiv die beiden neuen Weber SmokeFire genauestens unter die Lupe nehmen und hatten daraufhin ausführlich über unsere Social-Media-Kanäle Instagram– und Facebook darüber berichtet.

Mittlerweile ist der große Weber SmokeFire EX6 auch bei uns eingezogen, welchen wir in den vergangenen Wochen ausführlich für euch getestet haben.

Lieferung des Weber SmokeFire EX6

Der Weber SmokeFire EX6 wird von einer Spedition auf einer großen Holz-Einwegpalette mit den Maßen 1,40 m x 0,80 m geliefert. Wie auf dem folgenden Bild zu erkennen ist, ist der große Karton im unteren Bereich durch 6 sich paarweise gegenüberliegende Kunststoffverschlüsse verschlossen. Nach dem Entnehmen der Kunststoffverschlüsse, kann der Deckel des Kartons ganz einfach empor gehoben werden.

Nach dem Abheben des Deckels erhält man freie Sicht auf den Inhalt der Palette, der aus dem eigentlichen Grillkessel und diversen Kartons besteht.

Jeder der einzelnen Kartons ist alphabetisch beschriftet. Ihre Buchstaben korrespondieren mit denen in der sehr gut beschriebenen und bebilderten Aufbauanleitung.

Montage des Weber SmokeFire EX6

Der Aufbau des Weber SmokeFire EX6 ist sehr einfach und in weniger als einer Stunde erledigt. Beim Abpacken der Palette sollte darauf geachtet werden, dass das aufgeklebte schützende Endpolster auf der linken Seite der Grillkammer erst nach der Montage der Beine entfernt werden darf. Grund dafür ist, dass der gesamte Korpus zunächst auf die Seite gekippt werden muss.

Das sehr stabile schützende Endpolster wurde extra für die hohe Belastung gefertigt.

In dieser Position werden dem Pelletgrill zunächst die vier Beine und anschließend die vier Rollen angeschraubt. Die Zuordnung der unterschiedlichen Beine ist sehr einfach gelöst: Zwei der Beine besitzen einen gelben Aufkleber mit einen Stern, die beiden anderen Beine einen roten Aufkleber mit einen Dreieck. Die jeweils dazugehörenden identischen Aufkleber finden sich entsprechend auf den Beinaufnahmen.

Beim Anschrauben der Rollen muss darauf geachtet werden, dass die beiden lenkbaren Rollen nach hinten und die beiden lenk- und feststellbaren Rollen nach vorne angeschraubt werden. Anschließend wird durch Hilfe einer weiteren Person der gesamte Korpus auf seine Beine gestellt.

Als nächstes muss die vordere Beinverstrebung sowie die Asche- und Fettauffangschublade montiert werden.

Auf der Rückseite des Weber SmokeFire EX6 befindet sich eine Serviceklappe, welche u. a. Zugang zur Glühkerze bietet. Die Glühkerze ist im Lieferumfang mit inbegriffen und muss vor der ersten Inbetriebnahme zunächst vom Käufer eingesetzt werden. Laut Weber ist die Glühkerze ein Verbrauchsteil und besitzt eine Lebensdauer von ca. 150 – 200 Starts. Genauso wie man immer ausreichend Pellets zu Hause haben sollte, empfiehlt es sich stets eine Ersatz-Glühkerze zurückzulegen.

Nachdem die Glühkerze vom hinteren Bereich aus in die Brennkammer geführt wurde, kann die Serviceklappe wieder verschraubt werden.

Aus dem Innenraum des Grills betrachtet, befindet sich die Glühkerzen-Spitze nun im unteren Bereich der Brennkammer.

Beim Einsetzen des Pelletrosts muss darauf geachtet werden, dass die Glühkerzen-Spitze durch die kreisrunde Öffnung ragt.

Nun wird das letzte Teil der eigentlichen Brennkammer aufgelegt und im nächsten Schritt zusammen mit der Pelletrutsche verschraubt.

Die Pellet-Rutsche garantiert, dass ausreichend Abstand zwischen den Pellets in der Förderschnecke und den entzündeten Pellets in der Brennkammer besteht. Dadurch ist ein Rückbrand in die Pelletkammer nahezu ausgeschlossen.

Über die Pellet-Rutsche und der Brennkammer wird ein Tiegel zur besseren Wärmeleitung positioniert.

Damit keine Fette und Fleischsäfte in die Förderschnecke und der Brennkammer gelangen, wird zwischen den sechs, bereits aus vielen Weber Gasgrills bekannten Aromaschienen (Flavorizer Bars) aus Edelstahl, eine entsprechend große emaillierte Abdeckung gesetzt.

Zu guter Letzt wird zunächst der 4-teilige GBS-Rost aus Edelstahl eingesetzt…

…und anschließend die obere Grillebene aufgelegt.

Die Features des Weber SmokeFire EX6

Bauart bedingt sieht der Weber SmokeFire EX6 ganz anders aus als ein konventioneller Weber Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill. – Trotzdem ist es den Weber-Designern durch den Einsatz bekannter Materialien, wie z. B. dem pechschwarzen emaillierten Deckel mit dem genieteten Metallband, dem allseits bekannten Weber-Logo und dem bereits aus der Weber Genesis-Reihe bekannten üppigen Griff gelungen, einen sehr hohen Wiedererkennungseffekt zu schaffen.

Die sehr stabilen Griffe sind super schick und sehr wertig verarbeitet. Um bei einem Transport z. B. Bordsteinkanten zu überwinden, kann der SmokeFire sogar kurzzeitig an dem seitlichen sehr robusten Griff angehoben werden.

Die beiden Deckelscharniere sind sehr stabil verarbeitet und ließen sich ab Werk nur relativ schwer öffnen. Durch ein leichtes Lösen der beiden selbstsichernden Muttern ist dieses kleine Problem nun Geschichte.

Die Asche- und Fettauffangschublade ist sehr bequem im unteren Bereich des Pelletgrills erreichbar. Es sollte unbedingt darauf geachtet werdet, dass sich die Asche- und Fettauffangschublade nach dem Rollen des Grills nicht selbstständig ausgefahren hat – diese sitzt nämlich relativ locker in der Vorrichtung.

Der Tisch des Weber SmokeFire EX6 ist optisch sehr ansprechend, ausgesprochen stabil und ausreichend groß. Er hält zwei Haken zum Aufhängen von Grill-Tools wie z. B. Grillbürste, Grillzange usw. vor.

Der Controller lässt sich über eine kostenlos erhältlichen Smartphone-App für iOS und Android via Bluetooth, WLAN und Cloud sowie manuell per Hand steuern – dazu später mehr.

Die Pelletkammer hält ausreichend Platz für ca. 9 kg Pellets vor.

Wie in damaligen Medienberichten zu lesen war, hatte der Weber SmokeFire in einem früheren Stadium Probleme, dass Pellets auf der nicht ausreichend steil gestalteten Schräge der Pelletkammer ungehindert nachrutschten konnten. Dieses Problem wurde zwar durch eine leichte Modifikation (steilere Schräge des Trichters durch zusätzlichen Metallboden) werkseitig behoben, verringert jedoch das Fassungsvermögen der Pelletkammer um ca. 1 kg Pellets von damals ca. 10 kg auf nun 9 kg.

Weber bietet zurzeit drei verschiede Sorten 100 % natürliche Holzpellets in 9 kg Gebinde: Hickory, Apfelholz und Grill Academy Blend.

Im Innern der Pelletkammer überwacht eine Einheit den Füllstand der Pellets und alarmiert per App und über das LCD-Display ausreichend früh darüber, wenn neue Pellets nachgelegt werden müssen.

Im hinteren Bereich des Pelletgrills befindet sich ein leicht schräg eingeschobenes Blech, welches das Ausleeren der Pelletkammer vorsieht.

Zieht man an dem Blech, fallen die gesamten Pellets ohne weitere Vorwarnung aus der Pelletkammer in den drunterliegenden Bereich, in dem man zuvor einen Auffangeimer hingestellt haben sollte. Der Wechsel der Pellets über die Pellet-Entleerklappe ist praktisch, da so ein schneller Wechsel von z. B. Apfel- auf Hickory-Pellets gewährleistet wird.

Bleiben wir noch kurz in dem hinteren Bereich des Pelletgrills. Drei Entlüftungsschlitze sind so gefertigt, dass bei Regen kein Wasser in den Garraum eindringen kann. Des Weiteren können über die Schlitze schnurgebundene Temperaturfühler in den Garraum geführt werden.

Im Innern des Weber SmokeFire EX6 überwacht ein integrierter Temperaturfühler die Garraumtemperatur und gibt diese Werte an den Controller weiter. Der Temperaturfühler befindet sich in der Mitte des hinteren Bereichs des Hauptgrillrostes.

Apropos Grillrost: Die Position des oberen Grillrosts kann in der Tiefe variiert werden. Das ist z. B. beim Mobben von im hinteren Bereich liegenden Spare Ribs sehr praktisch.

Der Weber SmokeFire EX6 ist durch seinen Style und seiner Größe ein echter Hingucker!

Zum Schutz vor Regen und Verunreinigungen wie z. B. Blütenstaub kann der Weber SmokeFire durch eine optional erhältliche Abdeckhaube geschützt werden.

Funktionsweise des Weber SmokeFire EX6

Die Funktionsweise des Weber SmokeFire EX6 ist im Grunde genommen recht einfach und logisch. Die Pellets werden durch eine Förderschnecke aus der Pelletkammer ins Innere des Pelletgrills befördert.

Die Pellets fallen aus der Förderschnecke über die Pelletrutsche in die Brennkammer, in der sie durch die Glühkerze entzündet und schlussendlich verbrannt werden. Die Fördermenge der Pellets ist dabei immer abhängig von der zu erzielenden Gartemperatur: Diese wird über den integrierten Temperaturfühler im Garraum an den Controller übergeben, welcher wiederum mehr oder weniger Pellets nachbefördert.

Die Funktionsweise des Controllers

Die Bedienung über das Display des Controllers ist sehr intuitiv und bedarf weder einer Bedienungsanleitung noch einer besonders langen Eingewöhnungsphase.

Auf der rechten Hälfte des Controllers befinden sich 3 Tasten:
– Menü-Taste / Home-Taste
– App-Taste (QR-Code zur App)
– Timer-Taste (Gerät zeitgesteuert ausschalten)

Des Weiteren lässt sich durch das Betätigen des großen „click and wheel“-Rades durch die einzelnen Menüs navigieren und bestätigen.

Über die Menü-Taste lassen sich folgende Funktionen auswählen:
– Home
– Temperatureinstellung
– SmokeBoost
– Sprache
– Die App laden
– Über Weber
– Regelnd
– Glühkerzen austauschen
– Auf Werkseinstellung zurücksetzen
– Ausschalten

Standardmäßig wird die Ist- und Soll-Gartemperatur in großen Zahlen angezeigt. Sind alle 4 Temperaturfühler eingesteckt, verkleinert sich die Anzeige entsprechend, sodass nahezu alle Temperaturen auf einem Blick am Display ablesbar sind.

Der Weber SmokeFire EX6 ist in Windeseile einsatzbereit: Pellet-Füllstand kontrollieren, per Hauptschalter einschalten, Soll-Temperatur zwischen 95°C und 315°C eingeben und bestätigen – und schon geht es los.

Eine weitere sehr sinnvolle Funktion ist der Modus „SmokeBoost“. Ist dieser Modus gewählt, entwickelt der SmokeFire ausgesprochen viel Rauch, welches kürzer gegarten Grillgut zugutekommt.

Die Funktionsweise der App „Weber Connect“

Das gesamte Leistungsspektrum des Weber SmokeFire EX6 kommt erst dann zum Vorschein, wenn die Hardware mit der App „Weber Connect“ gekoppelt wird. Die App steht sowohl unter iOS als auch unter Android kostenlos zur Verfügung.

Bei der Erstinbetriebnahme wird der EX6 mit der App „Weber Connect“ via Bluetooth gekoppelt. Anschließend folgt die optionale Einbindung in das heimische WLAN. Ist dieses geschehen, kann fortan sogar ganz automatisch über eine integrierte Cloud-Funktion auf das Gerät zugegriffen werden. Das ist praktisch um auch aus der Ferne prüfen zu können, in welchem Zustand sich der Grill und das Gargut befindet, um ggf. noch einmal die Gartemperatur nach oben oder nach unten anzupassen oder den Grill auszuschalten.

Die Gestaltung der App erweist sich generell als sehr übersichtlich. Alle wichtigen Informationen können auf einem Blick abgelesen werden.

Über die Push-Integration werden wichtige Status-Informationen, wie zum Beispiel das Erreichen der zuvor bestimmten Gartemperatur oder das Erreichen der manuell eingestellten Zieltemperatur des Grillguts auf das Smartphone ausgegeben.

Genauso wie am Controller selbst, kann der Modus SmokeBoost auch aus der Ferne über die „Weber Connect“-App ausgegeben werden.

Die Einstellung der gewünschten Zieltemperatur ist mit wenigen Klicks erledigt.

Durch einen in der App integrierten Grill-Wizard ist es möglich, sich spielend einfach durch vordefinierte Programme leiten zu lassen. Dadurch wird selbst unerfahrenen Smoker-Fans die Möglichkeit geboten, stets beste Ergebnisse zu erzielen. Selbstverständlich können die Zieltemperaturen jedes einzelnen Temperaturfühlers auch manuell eingegeben und dem jeweiligen Anschluss-Port zugewiesen werden.

Sobald die Zieltemperatur erreicht wurde, wird per Push-Nachricht informiert.

Schlussendlich kann der Weber SmokeFire EX6 auch aus der Ferne abgeschaltet werden.

Sobald der Abschaltvorgang abgeschlossen wurde, welcher bis zu 15 Minuten lang dauern kann, wird wieder per Push-Nachricht informiert.

Die ersten Grill-Sessions mit dem Weber SmokeFire EX6

Um aussagekräftige Praxiserfahrungen zu sammeln, stand unser EX6 in den letzten 3 Wochen nicht mehr still. Ob im oberen Temperaturbereich von ca. 315°C, zum direkten Grillen von Steaks und Grillwürstchen, über mittlere Temperaturen von ca. 200°C zum indirekten Grillen von Bacon Bombs & Co., bis hin zum Smoken im low´n´slow-Bereich von ca. 125°C zum Garen von Short Ribs, Pulled Pork, ganze Braten, Spare Ribs, Pork Belly Burnt Ends und vieles mehr. – Alles gelang wie geplant und schmeckte vorzüglich! Nachfolgend ein paar Impressionen.

Zwar sahen die 4 Grillwürstchen auf dem riesengroßen Grillrost des Weber SmokeFire EX6 recht verloren aus, dass Ergebnis sprach jedoch für sich!

Noch deutlicher ist das gute Ergebnis bei einem hochwertigen Australischen Ribeye Steak zu erkennen. Von außen ein tolles Branding und von innen super saftiges zartes Fleisch. Das Branding kann selbstverständlich noch intensiviert werden, wenn man den Sear Grate Einsatz des Weber GBS nutzt.

Genauso wie es sich bereits bei etlichen Pulled Pork-Sessions bewahrheitet hat, gestaltete sich auch die Zubereitung dieser monströs erscheinenden neun Stunden gesmokten Short Ribs als Kinderspiel.

Schwer voll zu bekommen: Spare Ribs hier, Schweinelachs dort. – Auf dem Weber SmokeFire EX6 ist Platz für mindestens 2 hungrige Fußballmannschaften.

Alle Ergebnisse überzeugten: Stets saftig von innen und mit delikaten leichten Rauchgeschmack.

Anders als bei reinen Pellet-Smokern sonst üblich, sollte bei sehr fettigen und saftigen Fleisch, wie bei diesen Pork Belly Burnt Ends, unbedingt eine Fettauffangwanne untergestellt werden.

Vielleicht sogar unsere besten Pork Belly Burnt Ends bzw. Pork Belly Burger mit Guacamole ever!

Die Hitzeverteilung des Weber SmokeFire EX6

Zur Überprüfung der Hitzeverteilung statteten wir alle vier Bereiche des Weber SmokeFire EX6 mit einem Temperaturfühler aus, welchen wir jeweils durch Zuhilfenahme einer kleinen Kartoffel exakt auf Rosthöhe positionierten.

Das Ergebnis bei einer Gartemperatur von 125°C verriet, dass im Bereich des oberen Grillrostes ca. 8°C – 14°C höhere Temperaturen herrschten als die beim unteren Grillrostes. Des Weiteren sagte uns dieser Test aus, dass die eingestellten 125°C sich am positivsten auf das Gargut im low´n´slow-Bereich auswirkten.

– oben links: 120°C
– oben rechts: 114°C
– unten links: 106°C
– unten rechts: 106°C

Wir sind tatsächlich sehr begeistert von den gleichmäßigen Temperaturen.

Der Verbrauch des Weber SmokeFire EX6

Nach unseren Praxiserfahrungen verbraucht der Weber SmokeFire EX6 bei einer Außentemperatur von ca. 20°C ca. 850 g Pellets pro Stunde. Somit reicht eine Pelletkammer-Füllung von 9 kg nicht ganz aus, um eine Ladung Pulled Pork über einen Zeitraum von 12 Stunden fertig zu garen. Dazu wären rein rechnerisch 10,2 kg notwendig. Ganz klar, der relativ hohe Pellet-Verbrauch ist dem sehr großen Garraum zuzuschreiben. Selbstverständlich lassen sich jedoch jederzeit Pellets während des Betriebs nachlegen.

Die Reinigung des Weber SmokeFire EX6

Die Reinigung des Weber SmokeFire EX6 gestaltete sich als einfach: 3 Teile des 4-teiligen Hauptgrillrosts auf die linke Seite legen, im Sichtfeld liegende Aromaschienen übereinander stapeln, Hitzeverteilungs-Tiegel entfernen und anschließend ausfegen. Nach einem Pellet-Verbrauch von ca. 20 kg sah der Innenraum wie folgt aus.

Die übrig gebliebene Asche kann ganz einfach mit einem Handfeger durch die beiden im Boden vorhandenen Öffnungen in die Asche- und Fettauffangschublade gefegt werden. Verkrustete Stellen können durch Zuhilfenahme des im Lieferumfang enthaltenen Kunststoff-Spachtels entfernt werden.

Wir haben gewogen: Aus ca. 20 kg Pellets entstandenem ca. 138 g Asche.

Zahlen, Daten und Fakten (Herstellerangaben)

Weber SmokeFire EX6

Größe (Deckel offen): 157 cm H x 140 cm B x 84 cm T
Größe (Deckel geschlossen): 119 cm H x 140 cm B x 84 cm T
Abmessungen oberer Grillrost: 25 cm x 91 cm
Abmessungen unterer Grillrost: 46 cm x 91 cm
Brennstoffart: Holzpellets
Seitentische: 1
Lenkrollen: 2
Lenkrollen mit Stoppfunktion: 2
Besteckhalter: 2
Fleisch-Temperaturfühler mitgeliefert: 1

Features
Edelstahlgrillrost mit Gourmet BBQ System (GBS)
Flavorizer Bars aus Edelstahl
Asche- und Fettauffangsystem für einfache Reinigung
Großer Edelstahl-Seitentisch
Robustes Stahl-Fahrgestell
Temperaturbereich von 95°C – 315°C
Kapazität für 4 Kerntemperaturfühler
Benachrichtigung und Schritt-für-Schritt-Anleitung über Weber Connect App
Trichter mit Fassungsvermögen von 10 KG (nachgemessen 9 kg)
Deckel und Grillkammer porzellanemailliert
LCD-Display
Intelligente Weber Connect Grilltechnologie
Porzellanemailliert Hitzeschirm

Preis: 1.499 EUR

Fazit

Der Weber SmokeFire EX6 kann nur so gut sein, wie seine Software die ihn regelt. – Und das gelingt mit der aktuellen Firmware und der neuesten App mittlerweile unglaublich gut! Wie wir über unsere Social-Media-Kanäle Instagram– und Facebook bereits berichteten, war das anfangs mit der ab Werk ausgelieferten und anschließend erstmals aktualisierten Firmware nicht der Fall, weshalb dieser Praxistest auch zeitlich verzögert erschien. Das war gestern – was unser derzeitiger Praxistest jedoch bewertet ist das hier und jetzt!

Der Aufbau des Weber SmokeFire EX6 gestaltete sich durch die sehr gut beschriebene und reich bebilderte Aufbauanleitung als sehr einfach und war in unter einer Stunde erledigt.

Durch den Einsatz bekannter Materialien, wie z. B. dem pechschwarzen emaillierten Deckel mit dem genieteten Metallband, dem allseits bekannten Weber-Logo und dem bereits aus der Weber Genesis-Reihe bekannten üppigen Griff ist es den Weber-Designern gelungen, einen sehr hohen Wiedererkennungseffekt zu schaffen.

Sowohl der geschlossene Pellet-Grill mit den Maßen 119 cm H x 140 cm B x 84 cm T, als auch die beiden Grillroste mit den Breiten von 91 cm beeindrucken sehr!

Das Koppeln der Hardware (SmokeFire) mit der Software (App) gelang auf Anhieb, die Integration ins heimische WLAN, durch die allerdings manuelle und somit benutzerunfreundliche Eingabe der SSID ebenso.

Das Fassungsvermögen der Pelletkammer von 9 kg ist angesichts des hohen Pelletverbrauchs von ca. 850 g pro Stunde relativ gering und garantiert nur eine Laufleistung von ca. 10,5 Stunden, was für ein Pulled Pork nicht immer ausreichend ist. Nur gut, dass im Innern der Pelletkammer eine Einheit den Füllstand der Pellets überwacht und per App und über das LCD-Display ausreichend früh darüber informiert, wenn neue Pellets nachgelegt werden müssen.

Der Weber SmokeFire EX6 ist in Windeseile einsatzbereit: Pellet-Füllstand kontrollieren, per Hauptschalter einschalten, Soll-Temperatur zwischen 95°C und 315°C eingeben und bestätigen – und schon geht es los.

Alle von uns gegrillten bzw. gesmokten Gerichte gelangen auf Anhieb und schmeckten wie erwartet. Das Rauch-Aroma war weder zu stark noch war es zu schwach– genau richtig!

Der Pitmaster hat die Wahl: Er kann die meisten Einstellungen manuell am Controller oder aber über die kostenlose Android- und iOS-App „Weber Connect“ eingeben. Sowohl die Steuerung per Controller, als auch die per App (Bluetooth, WLAN oder Cloud) ist sehr intuitiv und setzt keine Vorkenntnisse voraus.

Die Reinigung: Die Asche- und Fettauffangschublade ist relativ groß, nur gelangen nicht die gesamten Grillrückstände dort hin, wo sie hingehören. Die Reinigung ist zwar einfach und geht recht schnell, muss jedoch spätestens vor jedem ca. zweiten Grill-Vorgang durchgeführt werden. Andernfalls könnten Fette und Asche die beiden im Boden vorhandenen Öffnungen verstopfen.

Bei sachgemäßer Nutzung des Weber SmokeFire EX6 sehen wir allerdings keine Gefahr für Verstopfungen oder Fettbrände. Vorausgesetzt es werden bei sehr fettigen und saftigen Fleisch Fettauffangwannen unter das Grillgut gestellt. Beim unteren Grillrost kann man diese direkt auf den Aromaschienen (Flavorizer Bars) aus Edelstahl platzieren.

Weber propagiert, dass es sich beim Weber SmokeFire um keinen Pellet-Smoker, sondern um einen Pellet-Grill handelt, welcher beide Typen (Grill und Pellet-Smoker) vereint. Aus diesem Grund soll wie z. B. bei einem konventionellen Grill mit Fettauffangwannen gearbeitet werden. Anders als bei den meisten uns bekannten Pellet-Smokern, kann mit dem Weber SmokeFire jedoch auch mit Temperaturen von bis zu 315°C direkt gegrillt werden, weshalb auch der GBS-Edelstahlgrillrost, für z. B. dem optionalen Sear Grate Einsatz zum Steak grillen mitgeliefert wurde.

Aus unserer Sicht ist der Weber SmokeFire EX6 der perfekte Grill für größere Familien, die sehr häufig Short Ribs, Pulled Pork, ganze Braten, Spare Ribs, Pork Belly Burnt Ends und vieles mehr smoken möchten aber für herkömmliche Steaks und Würstchen nicht einen weiteren Grill vorhalten möchten.

Wir sind sehr gespannt, mit welchen softwarebasierten Funktionen Weber den SmokeFire EX6 noch erweitern wird, dürfen aber jetzt schon, trotz der kleinen o. g. Abstriche, unsere Begeisterung für den Boliden aussprechen und beide Daumen emporstrecken. Wir grillen bzw. smoken unglaublich gerne mit dem Weber SmokeFire EX6!

Komplettset Feuerplatte 100 cm und Feuertonne von grillrost.com

Feuerplatten sind und bleiben im Trend! – Das hat sich dieses Jahr nicht geändert und wird sich aller Voraussicht nach nächstes Jahr auch nicht ändern. Der Erfolgsgrund der Feuerplatte ist zum einen ihrer Vielseitigkeit und zum anderen ihrer Geselligkeit durch das warme und knisternde Feuer zuzuschreiben.

Gemeinsam Essen zubereiten macht riesig Spaß: Jede der vielen um die Feuerplatte stehenden Personen kann auf Wunsch ihr eigenes Essen zubereiten. Während eine Person sicherstellt, dass immer ausreichend Holzscheite nachgelegt werden, kümmert sich eine andere Person um den großen Berg frisch gebratener Zwiebeln und dem Anbraten der Bacon-Scheiben. Eine weitere Person wendet die Burger Patties und legt den Cheddar Käse auf. – Daraus entstehen mit sehr viel Spaß die leckersten Team-Burger!

Mit zunehmender Personenzahl wächst der Wunsch nach einer größeren Feuerplatte. Die Firma grillrost.com, welche als Grillzubehör-Hersteller bereits seit vielen Jahren in der Grillszene nicht mehr wegzudenken ist, ist nicht nur Experte für Grillroste, sondern hat sich zusätzlich auf die Fertigung von Feuerplatten spezialisiert und bietet neben unterschiedlichsten Feuerplatten-Durchmessern diverses nützliches Feuerplatten-Zubehör.

Grillrost.com unterscheidet grob gesehen zwischen zwei Verwendungsarten. Während die etwas kleineren Feuerplatten-Modelle den Grillrost des Kugelgrills mit den Durchmessern von 47 cm, 50 cm, 57 cm, 60 cm und 67 cm ersetzen und aus diesem Grund innerhalb des Grillkessels liegen, werden die größeren Modelle mit einem Durchmesser von 80 cm und 100 cm mit Abstandshaltern oder Auflageleisten auf den Grillkessel des Kugelgrills, der Feuerschale oder der Feuertonne gelegt.

Ein sehr ausführlicher Bericht der innenliegenden Feuerplatte ist hier nachzulesen und ein ebenfalls sehr ausführlicher Bericht zum Bau einer Feuertonne aus einem Ölfass für eine aufliegende Feuerplatte ist hier nachzulesen.

Für diejenigen, die weder im Besitz eines Kugelgrills, noch einer Feuerschale sind und den Aufwand scheuen, ihre eigene Feuertonne aus einem Ölfass zu bauen, bietet grillrost.com auch Feuertonnen an. – Getreu nach dem Motto: „Bestellen, liefern lassen und sofort losgrillen!“. Diese flexible Möglichkeit, ohne Bastelarbeiten fanden wir so sehr interessant, dass wir uns ein solches individuelles Komplettset haben liefern lassen.

Komplettset Feuerplatte 100 cm und Feuertonne

Das von uns zusammengestellte Komplettset besteht aus insgesamt vier Artikeln:

1. Feuerplatte 100 cm
2. Feuertonne personalisiert mit eigenem Logo (alternativ: Feuertonne Basis-Version)
3. Auflageleisten für 100 cm Feuerplatte
4. Holzbretthalter mit Schneidebrett (optional)

Die Feuertonne kann sowohl als Basis-Version ohne Personalisierung, als auch mit eigenem Logo bestellt werden. Wir ließen uns die personalisierte Version liefern, die auf der einen Seite unser bigBBQ.de-Logo und auf der gegenüberliegende Seite nach unserem Wunsch das grillrost.com-Logo zeigt. Das individuelle Wunschlogo kann sowohl als PDF-, als auch als JPG-Datei angeliefert werden und wird anschließend per Laser aus dem Blech geschnitten.

Die Feuertonne ist aus Stahl mit einer Materialstärke von 1,2 mm, 89 cm hoch und besitzt einen Durchmesser von 59,5 cm. Um ein Rosten entgegenzuwirken, kann sie mit handelsüblichen Ofen- oder Auspufflack lackiert werden.

Im Gegensatz zu Ölfässern, deren Deckel durch den Einsatz von groben Werkzeugen entfernt wurde und aus diesem Grund oftmals scharfe Kanten aufweist, besitzt die grillrost.com-Feuertonne eine sehr glatte geschmeidige Bördelung.

Da die Feuertonne mit Deckel und Spannreifen geliefert wird, kann dieser auch zum Schutz vor eindringenden Regen oder als Stehtisch verwendet werden.

Die Feuerplatte von grillrost.com, erkennbar an dem typischen Flammensymbol, besitzt einen Außendurchmesser von 100 cm, einen Innenringdurchmesser von 20 cm und eine Stärke von 6 mm. Die beiden sich gegenüberliegenden Aussparungen dienen zum sicheren Transport der  ca. 36 kg schweren Feuerplatte.

Der für Feuerplatten, mit einer Stärke von 4 – 12 mm geeignete Holzbretthalter besteht aus 5 mm starkem Edelstahl und verfügt über zwei Haken zum Aufhängen von Grill-Tools wie z. B. Spachtel, Grillzange oder Pinzette.

Das geschliffene und 3-fach geölte Holzbrett aus 25 mm dicker Buche wird auf den Holzbretthalter gelegt und besitzt eine Abmessung von 35 x 25 cm. – Ausreichend Platz für genügend Grillgut!

Die dreiteilige Auflageleiste für die 100 cm Feuerplatte muss zuvor mit Schrauben und Muttern verschraubt werden.

Unserem Komplettset lagen des Weiteren 3 kurze Ketten mit jeweils 5 Gliedern und 3 S-Haken bei. – Sie dienen der werkzeuglosen Aufhängung der Feuerbox (Waschmaschinentrommel).

Zusammenbau der Komponenten

Als Feuerbox dient eine alte Waschmaschinentrommel, welche durch Zuhilfenahme der drei Ketten und der 3 S-Haken in die Feuertonne gehängt wird.

Zur Befestigung ist weder Werkzeug, noch die Bohrung eines Lochs notwendig.

Neuheit: Alternativ zum Waschmaschinentrommel-Eigenbau bietet grillrost.com auch einen Feuerbox-Einsatz für die Feuertonne, welcher durch Zuhilfenahme der drei mitgelieferten Karabinerhaken und Ketten ganz einfach in die Feuertonne gehängt werden kann.

Ohne Bastelarbeiten: Der Feuerbox-Einsatz für die Feuertonne.

Als Nächstes folgt das Zusammenschrauben der Auflageleiste durch die mitgelieferten 6 Schrauben und Muttern.

Wie bei grillrost.com nicht anders zu erwarten, ist die Verarbeitung der Materialen wieder einmal sehr vorbildlich, sodass alle Teile sehr passgenau aufeinander liegen und scharfe Kanten vergeblich gesucht werden müssen.

Die grobe Verzahnung und das Eigengewicht garantiert das sichere Aufliegen der Auflageleiste.

Die 36 kg schwere Feuerplatte sollte von zwei kräftigen Personen auf die Auflageleiste gelegt werden.

Schlussendlich müssen nur noch die beiden Schrauben des Holzbretthalters an die Feuerplatte geschraubt und das Schneidebrett in die dafür vorgesehenen Nuten gelegt werden.

Damit ist unser 4-teiliges Komplettset, bestehend aus der Feuertonne, Auflageleiste, Feuerplatte und Holzbretthalter aufgebaut und einsatzbereit.

Lackierung der Feuertonne (optional)

Vor der ersten Benutzung der Feuertonne sollte man sich entscheiden, ob man sie lackieren möchte oder naturbelassen lässt.

Da die Feuertonne aus Stahl besteht, wird sie unbehandelt innerhalb kürzester Zeit anfangen zu rosten. Wem der Rost optisch entgegen kommt, belässt die Feuertonne wie sie ist und kann stattdessen ungehindert anfangen zu grillen.

Andernfalls sollte die Feuertonne von Öl und Schmutz befreit werden und mit handelsüblichen Ofen- oder Auspufflack lackiert werden.

Wir benötigten lediglich zwei der drei abgebildeten Dosen Auspufflack und konnten damit unsere Feuertonne in zwei Schichten lackieren.

Zum vollständigen Aushärten des Lackes, wurde die innere Fläche der Feuertonne mit einem gasbetriebenen Abflammgerät erhitzt (auf eigene Gefahr).

Das Einbrennen der Feuerplatte

Nachdem die ersten Holzscheite brennen, überträgt sich die Hitze sehr schnell auf die Feuerplatte, welche anfängt sich leicht zu wölben. Damit während des Grillens überschüssiges Fett und Fleischsaft nach innen, Richtung Feuer läuft, sollte die Wölbung auf alle Fälle nach unten zeigen. – Ist das von Anfang an nicht der Fall, muss die Feuerplatte gewendet werden.

Entgegen unseren früheren Empfehlungen, brennen wir Feuerplatten mit unserer heutigen Erfahrung nicht mehr mit Öl, Salz und Kartoffelschalen ein, sondern reinigen sie zunächst einmal mit Rapsöl und Einwegküchentücher.

Nun wird die Feuerplatte mit einer gleichmäßigen Schicht Rapsöl überzogen, welche unter Zugabe weiterer Holzscheite mit hohen Temperatur eingebrannt wird.

Inbetriebnahme der Feuerplatte

Zur ersten Vergrillung haben wir mehrere gute Freunde eingeladen und sehr viel Fleisch bereitgelegt.

Der Holzbretthalter mit Schneidebrett erwies sich von Anfang an als sehr nützlich und unglaublich stabil aus.

Zunächst einmal sollten die jüngsten unserer Gäste bedient werden, weshalb wir Nürnberger Rostbratwürste und ein Kräuterbaguette auflegten und des Weiteren Zwiebeln und Bacon für Burger grillten.

Die Dry Aged Burger-Patties wurden sehr schön braun und verloren nichts von ihrer Saftigkeit. Auch der Bacon sah verführerisch aus und selbst das Gemüse, wie z. B. die längs halbierten Möhrchen waren relativ schnell gar, weich und sehr aromatisch.

Das Prinzip ist klar: Die Feuerplatte besitzt unterschiedliche Temperaturbereiche. Während das Grillgut im äußeren Bereich bei ca. 70 – 100°C warm gehalten werden kann, gart es im mittleren Bereich bei ca. 180 – 200°C, während es unmittelbar um den Innenkreises bei bis zu 400°C scharf angegrillt werden kann. Die angegebenen Temperaturen sind abhängig von der Stärke der Hitzequelle.

Nachfolgend einige weitere Impressionen des sehr gelungenen Grillabends in Bildern.

In kleine Würfel geschnittenes, aufgespießtes Black Angus Tri Tip (Bürgermeisterstück).

Es folgten Short Ribs.

Ein weiteres Highlight: Tafelspitz

Ganz zum Schluss: Outside Skirt Steak (links) und Black Angus Tri Tip (rechts).

Viele Videos vom Einbrennen und der kompletten Vergrillung können über unseren Instagram-Kanal angeschaut werden.

Zahlen, Daten, Fakten, Preise

Feuerplatte ø 100 cm

Geeignet für normale 216 l Stahlfässer oder sehr stabile Kugelgrills o. Feuerplatten
Material: normaler Stahl
Gewicht: ca. 36 kg
Materialstärke: 6 mm Stahl
Durchmesser: 100 cm (1.000 mm)
Lochdurchmesser: 20 cm (200 mm)
Feature: 2 Griffe zum sicheren Transport
Preis: 179 EUR

Weitere Feuerplatten Größen:

– Feuerplatte 80 cm: 99 EUR
– Feuerplatte für Kugelgrills mit ø 47 cm: 59 EUR
– Feuerplatte für Kugelgrills mit ø 50 cm: 59 EUR
– Feuerplatte für Kugelgrills mit ø 57 cm: 64 EUR
– Feuerplatte für Kugelgrills mit ø 60 cm: 69 EUR
– Feuerplatte für Kugelgrills mit ø 67 cm: 74 EUR

Feuertonne

Material: Stahl
Materialstärke: 1,2 mm
Höhe: 89 cm
Durchmesser: 59,5 cm
Personalisierung: z. B. eigenes Logo
Preis mit Logo: 259 EUR
Preis ohne Logo (Basis Version): 119 EUR

– Auflageleiste für ø 100 cm: 49 EUR
– Auflageleiste für ø 80 cm: 44 EUR

Optional:
– Edelstahl Grill-Einsatz: 39 EUR
– Wokaufsatz für Feuerplatte für 20 cm: 59 EUR
– Holzbretthalter mit Schneidebrett: 89 EUR
– Abstandshalter (3er Set): 19,99 EUR
– Feuerbox-Einsatz für die Feuertonne: 69 EUR

Fazit

Bequemer geht es nicht: Ohne Bastelarbeiten (wie hier) kann mit dem Erwerb eines individuellen Komplettsets von grillrost.com, bestehend aus der Feuerplatte (ø 100 cm) und einer Feuertonne sofort losgegrillt werden.

Ein echter „Mitmachgrill“: Wohltuende Wärme, knisterndes Feuer, eine angenehme Arbeitshöhe und vielversprechendes Essen. – Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine Feuerplatte ein magischer Anziehungspunkt ist und keinen Gast auf dem Stuhl hält. Alle Grillversuche gelingen auf Anhieb und beeindrucken sehr. Alle Gäste sind dazu angehalten mit anzupacken. Entweder grillt jeder Gast sein eigenes Essen oder es wird gemeinsam ein üppiges Menü gezaubert.

Durch ihren Durchmesser von 100 cm, bietet die riesige Feuerplatte viele Temperaturzonen, die einen sehr großen Temperaturbereich von ca. 70 – 400°C abdecken.

Der Holzbretthalter mit Schneidebrett ist nicht nur ein echter Hingucker, sondern bietet durch seine relativ große Maße von 35 x 25 cm genügend Platz für ausreichend Grillgut.

Wie bei unserem Testbericht der Feuerplatte mit 80 cm Durchmesser (hier nachzulesen), stellen wir auch der größeren Feuerplatte mit 100 cm Durchmesser unsere klare Kaufempfehlung aus.

Otto Wilde Grillers Gasgrill: Ottos G32″ Connected Testbericht

Spannender geht es kaum! – Seit einigen Tagen zeigen die Hersteller des weltberühmten Oberhitzegrills Ottos O.F.B. (Over-fired Broiler) mit großer Dramatik im Wochentakt neue Bildausschnitte ihres mit großer Spannung erwarteten ersten Gasgrills. Die Otto Wilde Grillers mit Stammsitz in Düsseldorf sind es selbst, die die Maßstäbe ihres jüngsten Produkts sehr hoch gesteckt haben – schließlich sprechen sie von einer „Revolution im Grillmarkt“.

Wir von bigBBQ.de dürfen uns überaus glücklich schätzen, lange vor der ersten öffentlichen Vorstellung einen ausführlichen Blick auf Ottos G32″ zu werfen und einem durchaus ausführlichen Praxistest zu unterziehen.

Wie bereits beim Ottos O.F.B., soll auch der G32″ über eine Kickstarter-Kampagne Fahrt aufnehmen. Der Startschuss wurde heute, am 14.05.2020 um 15.00 Uhr gegeben und mit einem Zahlungsziel von 30.000 EUR angegeben, welches sehr wahrscheinlich in kürzester Zeit erreicht werden sollte. Die Auslieferung der ersten Modelle ist bereits für August 2020 geplant.

Bevor wir auf die Details des G32″ eingehen, möchten wir unbedingt erwähnen, welch einmalige Chance ihr als Frühbesteller ab heute habt, den G32″ für einen satten Rabatt von bis zu 47,4% zu erwerben.

Bei Kickstarter-Kampagnen üblich: Je früher ihr Ottos G32″ bestellt, umso günstiger werdet ihr ihn erhalten. Nur die ersten 30 Besteller erhalten im Flash-Sale den maximalen Rabatt, anschließend steigt der Vorzugspreis schrittweise.

Ottos G32″ Connected ab 999 EUR (regulärer Verkaufspreis: 1.899 EUR): 47,4% Rabatt
Ottos G32″ Smart ab 1.499 EUR (regulärer Verkaufspreis: 2.499 EUR): 40% Rabatt

Seit heute, dem 14.05.2020 um 15.00 Uhr können die neuen Gasgrills über Kickstarter gekauft werden. Die Kampagne ist hier abrufbar.

Unser Goodie für euch – Gutscheincode: BigBBQG32 für einen kostenlosen großen hochwertigen Pizzastein (Maße der halben Grillfläche) (Code am 20.05.2020 abgelaufen)

Zwei unterschiedliche Ausführungen

Otto Wilde Grillers neuer Gasgrill wird später in zwei Ausführungen vertrieben. Beide Modelle sind per Cloud direkt mit dem Smartphone/Tablett verbunden.

– Ottos G32″ Connected
– Ottos G32″ Smart

Die Zahl „32“ im Namen steht für die Breite der Grillfläche in Zoll (Inch) und beträgt somit ca. 80 cm (32″ x 2,54 cm).

Der Namenszusatz „Connected“ weist darauf hin, dass diese Modelle die vorherrschenden Temperaturen jedes einzelnen Gasbrenners im Innenraum des Grills via Bluetooth oder WLAN ausgeben und über ein Smartphone oder Tablet ausgeben.

Die Modelle mit dem Namenszusatz „Smart“ gehen einen entscheidenden Schritt weiter: Sie können die vom Benutzer vorgegebenen Temperaturen jedes einzelnen Gasbrenners über vollautomatische digital gesteuerte Gasregler selbstständig einstellen und aus der Ferne gegebenenfalls sogar verändern.

Wichtig: Egal ob Smart oder Connected Version, die Bedienpaneele beider Varianten lassen sich mit ein paar Handgriffen austauschen und garantieren dadurch selbst im Nachhinein sowohl ein Up- als auch ein Downgrade.

Lieferung und Aufbau des Ottos G32″ Connected

Da es sich bei unserem Testmodell um einen Prototypen im zweiten Stadium handelt, können wir noch nicht auf das Thema Verpackung und Aufbau eingehen. Laut Angaben von Ottos Wilde Grillers, werden die neuen Gasgrills später getrennt in einem oberen und einem unteren Teil von einer Spedition auf Palette geliefert und müssen nur noch über ein Kabelstecksystem und einigen wenigen Schrauben vereint werden.

Der uns einen Tag lang zur Verfügung gestellte Prototype Ottos G32″ Connected wurde von den beiden Ottos Wilde Grillers-Mitarbeitern Simon und Marius zuvor komplett aufgebaut bei uns aufgestellt.

Erster Eindruck des Ottos G32″ Connected

Schick, modern, stylisch, schwer, stabil und funktional sind unsere ersten Assoziationen. Aufgrund der Deckelform fällt auf, dass die neuen Gasgrills an das Design des O.F.B. angelehnt sind und aus diesem Grund ein Wiedererkennungswert besteht.

Auf dem zweiten Blick fällt hinsichtlich der etwas fleckigen Lackierung, der provisorischen Beschriftung und der noch nicht millimetergenauen Fertigung des Grills natürlich auf und muss berücksichtigt werden, dass es sich bei unserem Testmodell um einen Prototypen handelt.

Die Materialien des Ottos G32″ Connected

Edelstahl wo das Auge hinreicht: Der komplette G32″ wurde aus lebensmittelechten V2A Stahl gefertigt. Seine sichtbaren Flächen wurden mit einer bis zu 800°C hitzebeständigen feuerfesten Farbe schwarz pulverbeschichtet.

Durch die vier Schubladen und der zum größten Teil doppelwandigen Fertigung wurde sehr viel Material verwendet, was den G32″ sehr schwer aber auch unglaublich stabil werden lässt.

Schauen wir uns den Ottos G32″ Connected einmal von oben nach unten und von außen nach innen an…

Der Deckel

Der Deckel des Ottos G32″ Connected ist zwar relativ schwer, lässt sich jedoch durch geschickte Verlagerung des Schwerpunktes und des Easy-Access-Scharniers ohne übermäßigen Kraftaufwand sehr einfach öffnen.

Um den Deckel hindernisfrei öffnen zu können, muss der Gasgrill mindestens 12 cm von der Wand abstehen.

Charakteristisch für Ottos neuen Gasgrill wird sein, dass der Deckel kein Deckelthermometer besitzt, stattdessen die Temperaturen jedes einzelnen Brenners aber auf dem Smartphone oder Tablet abzulesen sind.

Durch den sogenannten Open Lid Sensor bemerkt die Elektronik des G32″, ob sich der Deckel im geöffneten oder geschlossenen Zustand befindet.

Im Gegensatz zu vielen anderen Hersteller, fertigt Ottos Wilde Grillers den Deckel rundherum durchgehend doppelwandig. Zum Einem dient die ca. 17 – 20 mm starke Doppelwandigkeit der Stabilität, zum Anderen aber auch der sehr viel besseren Speicherung der Hitze, was sich gerade bei niedrigeren Außentemperaturen positiv im Gasverbrauch niederschlägt.

Der Deckel des G32″ beinhaltet noch eine weitere Überraschung: Zwei integrierte Leuchten (Fulldome Light) garantieren bei Dunkelheit, dass die Grillfläche exakt ausgeleuchtet wird und sich erst dann einschaltet, nachdem Sensoren die Notwendigkeit bestimmten.

Die Bedienfront

Die Bedienfront des Ottos G32″ Connected gefällt uns auf dem ersten Blick sehr gut! Sie ist sehr sauber aufgeteilt: Während sich auf der linken Seite die Gasregler befinden, sind auf der rechten Seite Kontrollleuchten/-Knöpfe für Bluetooth und WLAN sowie zwei Buchsen zum Anschluss von zwei Temperaturfühlern.

Zwei weitere Buchsen für Temperaturfühler und der Ein-/Ausschalter befindet sich auf der linken Seite. Die Aufteilung der vier Temperaturfühler auf beiden Seiten hat den Vorteil, dass zwei der schnurgebunden Fühler für das Grillgut auf der linken Seite der Grillfläche und zwei für das Grillgut auf der rechten Seite der Grillfläche genutzt werden können. Dadurch wird ein Kabelwirrwarr wirkungsvoll vermieden.

Vielleicht ist euch bereits aufgefallen, dass der fünfte Gasgregler ganz rechts einen etwas weiteren Abstand zu den anderen vier Gasreglern besitzt. Dadurch möchte Ottos Wilde Grillers den Benutzer verdeutlichen, dass dieser für den Backburner bestimmt ist.

Die meisten anderen Grillhersteller ordnen ihre Gasregler direkt unter den jeweiligen Gasbrennern an. Ottos Wilde Grillers ordnet diese aus rein designtechnischen Gründen auf der linken Seite an. Während Gasregler Nummer 1 und 4 die beiden jeweils außenliegenden Gasbrenner steuert, übernimmt Gasregler 2 und 3 die beiden jeweils innenliegenden Gasbrenner. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase gelingt uns die Zuordnung sehr gut.

Die Knöpfe der Gasregler hinterlassen einen unglaublich hochwertigen Eindruck. Sie sind jeweils aus einem Aluminiumblock gefräst, besitzen eine tolle Haptik liegen gut in der Hand und lassen sich sehr gut drehen.

Das Fett-Managementsystem

Unter der Bedienfront befindet sich das sogenannte Fett-Managementsystem. Den sehr bequemen Zugang erhält man durch das Aufziehen einer Schublade, welche zwei GN-Schalen vorhält.

Beide GN-Schalen fangen die von oben heruntertropfenden Fette und Fleischsäfte auf und halten diese fern der Gasbrenner, um Fettbrände wirkungsvoll auszuschließen. Besonders hervorzuheben ist, dass die beiden GN-Schalen äußerst einfach zu erreichen sind und sich sehr gut reinigen lassen.

Nebenbei möchten wir schon jetzt erwähnen, dass sich alle losen Teile des Ottos G32″ Connected, wie z. B. Grillroste, Aromaschienen usw. (mit Ausnahme des Gasbrenners) bequem in der Spülmaschine reinigen lassen.

Die Staumöglichkeiten

Schubladen über Schubladen. – So etwas kennen wir nur aus einer echten Outdoorküche. Wie auf dem folgenden Bild zu erkennen ist, bietet Ottos G32″ sehr viele Staumöglichkeiten, u. a. in Form von drei sehr großen Schubladen (Standard sind 2 Türen). Die Schubladen lassen sich sehr weit herausziehen und garantieren dadurch das Herankommen an Gegenstände selbst im hintersten Bereich. Genauso wie die Tür hinter der sich die Gasflasche befindet und die Schublade des Fett-Managementsystem, besitzen auch die drei weiteren Schubladen ein Soft-Close-System, welches Türen und Schubladen langsam schließen und nicht zufallen lässt.

Apropos Outdoorküche – Die Otto Wilde Grillers haben weitergedacht und bieten Zusatzmodule an, welche die neuen Gasgrills zu individuell zusammengestellten Outdoorküchen wachsen lassen. Eines dieser Module wurde uns ebenfalls vorgestellt. Die einzelnen Komponenten können durch speziell dafür vorgesehene Verbindungsstücke verschraubt werden und bilden dadurch anschließend eine gesamte Einheit. In den einzelnen Modulen sind Gas-Verbindungsschläuche angebracht, die nur noch individuell zusammengesteckt werden müssen und somit eine einzige zentrale Gasflasche voraussetzt.

Übrigens kann die Anzahl und die Anordnung von Schubladen und Türen sowohl bei den Gasgrills wie auch bei den Zusatzmodulen individuell gestaltet und bestellt werden.

Wie bereits kurz erwähnt, befindet sich hinter der Tür die Gasflasche. Der Platz ist so großzügig dimensioniert, dass sowohl 5 kg, 8 kg als auch 11 kg Flaschen untergebracht werden können. Im folgenden Bild erkennt ihr eine 11 kg Gasflasche.

Ein weiteres Feature gefällt uns ganz besonders gut: Im neuen G32″ ist eine Gasflaschenwaage verbaut (GasBuddy-Funktion), welche den exakten Füllstand der Gasflasche stets über die Smartphone-/Tablett-App mitteilt.

Was uns auf dem ersten Blick nicht so gut gefällt ist, dass die Gasflasche aus dem Boden des Grills heraussteht. Zum Glück haben die Otto Wilde Grillers auch darauf eine passende Antwort: Der gesamte untere Bereich lässt sich durch die mitgelieferte erhältliche Blende verstecken. Eine solche Blende wurde zu Darstellungszwecken bereits auf den zuvor gezeigten Bild des Zusatzmoduls montiert.

Die Räder/Standfüße

Die Otto Wilde Grillers setzen bei ihrem ersten Gasgrill auf relativ kleine schwarze Räder. Diese lassen den Gasgrill auf festen ebenen Untergrund sehr gut bewegen, verhindern jedoch durch ihren geringen Umfang das Befahren von Rasenflächen. Das finden wir persönlich jedoch nicht nachteilig, denn ein solch hochwertiger Grill, ggf. mit optionalen Zusatzmodulen, sollte seinen festen Platz auf der heimischen Terrasse oder auf dem Balkon besitzen.

Alle vier Räder sind sowohl lenkbar als auch feststellbar und garantieren dadurch ein einfaches manövrieren und einen sicheren Stand.

Sollte der Grill einen festen Standort besitzen, können die Räder auch gegen die mitgelieferten Standfüße ausgetauscht werden, welche einen noch stabileren und sicheren Stand bieten.

Die Rückseite des G32″

Wie bei hochwertigen Gasgrills üblich, ist der hintere Teil des Grills durch eine durchgehende Rückwand verschlossen.

Rechts-unten auf der Rückseite befindet sich der 230 Volt Anschluss, welcher für die Funktionen wie z. B. Bluetooth, WLAN, Licht, Thermometer (Temperaturfühler), Gaszündung u.v.m. zuständig ist.

Neben dem eigentlichen Stromanschluss befindet sich eine weitere SCHUKO-Steckdose, in der z. B. der Motor der Rotisserie (Drehspieß) mit Strom versorgt werden kann.

Der Innenraum des G32″

Der G32″ wird mit einem 3,5 kW starken, sich über fast die ganze Grillfläche erstreckten Backburner (Infrarot-Brenner) ausgeliefert (ca. 62 cm breit). Seine Intensität wird stufenlos über den fünften Gasregler bestimmt und mit 600°C angegeben.

Ein Backburner ist praktisch, wenn man seinem auf dem Drehspieß drehenden Grillhähnchen eine tolle knusprige Haut verleihen möchte oder um z. B. nach dem Scheiden der ersten Gyros-Tranchen, in Windeseile weiteres Fleisch bräunen möchte. Des Weiteren bieten sich z. B. Rollbraten und diverse große Fleischstücke an, die ohne Aufsicht rotierend vor sich hingaren und durch ihr eigene herunterlaufende Fleischsäfte und Fette saftig gehalten werden.

Mitgedacht: Der Motor der optional erhältlichen Rotisserie kann beidseitig montiert werden.

Vor dem Backburner befindet sich eine weitere Grillebene, im Volksmund auch Warmhalterost genannt. Der Warmhalterost bietet eine Fläche von ca. 80 x 14 cm und lässt sich werkzeuglos aus dem Grill entnehmen. Wir finden es schade, dass sich der Warmhalterost bei unserem Prototype weder abklappen, noch an einer geeigneter Stelle am oder im Grill aufbewahren lässt. Wir sind uns jedoch sicher, dass sich der Hersteller auch dafür auch eine Lösung einfallen lässt.

Kommen wir zur eigentlichen Grillfläche: Diese erstreckt sich über eine Breite von ca. 80 cm (77 cm effektiv) und einer Tiefe von ca. 45 cm.

Der vier-geteilte Edelstahl-Grillrost besteht aus lebensmittelechten V2A Stahl in einer Stärke von sage und schreibe 7 mm!

Laut dem Hersteller werden die ersten Modelle mit Grillrosten aus Edelstahl ausgeliefert. Später ausgelieferte Modelle erhalten die gusseiserne Version, können jedoch optional auf die Edelstahl-Version umgerüstet werden.

Eine positive Überraschung folgt der Nächsten: Durch zwei sogenannte Zone Separators, welche senkrecht zwischen den einzelnen Brennern geschoben werden, können in Ottos G32″ unterschiedlich Temperaturzonen gebildet werden. Durch einen in der Mitte eingesteckten Zone Separator können zum Beispiel auf der linken Seite Steaks mit hohen Temperaturen scharf angegrillt und auf der rechten Seite bei mittleren Temperaturen nachgegart werden.

Unter dem Grillrost befinden sich die vier über den Gasbrenner befindlichen Flametamer (Aromaschienen). Diese schützen die vier Gasbrenner vor herunterlaufenden Fetten und Fleischsäften und verteilen die Hitze gleichmäßig.

Über den vier Flametamern befinden sich im hinteren Bereich des Grills jeweils die Temperaturfühler, die die vorherrschenden Temperaturen, von jedem Gasbrenner ausgehend, gradgenau in Höhe des Grillrosthöhe messen und kontinuierlich an die Software weiterleiten. Dadurch können bei der Version „Connected“ die exakten Temperaturen der einzelnen Gasbrenner abgelesen und bei der Version „Smart“ sogar gesteuert werden.

Unter den Flametamern befinden sich die Gasbrenner.

Jeder einzelne der vier Gasbrenner bietet 4,1 kW, zusammen also geballte 16,4 kW.

Die in Ottos G32″ verbauten Gasbrenner sind alles andere als gewöhnlich. Sie bestehen wie bei vielen anderen Herstellern nicht aus einfachen Edelstahlrohren, sondern wurden sehr aufwendig aus Edelstahl gegossen!

BTW: Unglaublich aber wahr. – Otto Wilde Grillers wird eine Lifetime-Garanty auf alle Edelstahlteile anbieten.

Schlussendlich komplettieren unter den Gasbrenner vorhandene Wärmeleitbleche aus Edelstahl den Innenraum des G32″.

Ottos G32″ im Praxiseinsatz

Natürlich reizte es uns ungemein, ein erstes schweres Rindersteak auf den Grill zu legen und ihm mit sehr hohen Temperaturen ein wunderschönes Branding zu verleihen. – Schließlich ist der G32″ wie gemacht dafür! Zugunsten eines praxisgerechten Tests verzichteten wir jedoch darauf und konzentrierten uns lieber auf alltagstaugliche Speisen und Rezepte, die wir in jeder Familie wiederfinden.

Zunächst einmal legten wir fünf Wurstschnecken und fünf Bauchspeckscheiben auf den Grill und grillten diese bei niedrigster Temperatur. Wir wollten peu à peu erfahren, wie sich der Grill bei der jeweiligen Gasregler-Stellung verhält.

Nachdem das Grillgut aufgeheizt war, bräunten wir die Wurstschnecken im linken Bereich bei mittlerer Temperatur und die Bauchspeckscheiben bei maximaler Temperatur im rechten Bereich. Damit sich das herunterlaufende Fett der Bauchspeckscheiben nicht entzündet und das Fleisch anschließend verbrennen lässt, positionierten wir es auf die obere Grillebene (Warmhalterost).

Das Ergebnis überzeugte: Saftige wohlgebräunte Wurstschnecken und super knusprige Bauchspeckscheiben.

Als Nächstes widmeten wir uns einiger Flammkuchen-Variationen, welche wir auf einem runden Pizzastein backten.

Das Setup gestaltete sich folgendermaßen: Linker und rechter Gasbrenner auf Maximum, die beiden mittleren Brenner ausgeschaltet.

Der G32″ bot bei nur zwei von vier in Betrieb genommenen Gasbrennern soviel Hitze, dass die Flammkuchen in ca. 2 – 3 Minuten fertig gebacken waren, einen knusprigen Boden und einen durchgegarten Belag boten.

In der nächsten Disziplin galt der Grillspieß, bestückt mit Kachelfleisch-Gyros und der Backburner unserer größten Aufmerksamkeit.

Anfangs stellte wir den linken und rechten Gasbrenner auf maximale Hitze, reduzierten diese jedoch nach wenigen Minuten auf ca. halbe Kraft.

Nachdem die Kerntemperatur auf ca. 65°C angestiegen war, nutzten wir für einige Sekunden lang den Backburner, der das Fleisch wundervoll bräunte.

Nachdem die ersten Tranchen vom Drehspieß heruntergeschnitten wurden, sorgte der Backburner erneut für eine schnelle Bräunung des Fleisches. Wir müssen mit einem gewissen Stolz zugeben, dass es unser bestes Gyros war (zum Rezept…).

Ganz zum Schluss musste es doch nochmal eben sein. – Unser erstes Steak von Ottos G32″ Connected. Dazu stellten wir die beiden rechten Gasregler auf maximale Hitze und wunderten uns nicht schlecht, wieviel Power dieser Grill doch bietet. Im Null­kom­ma­nichts erhielt unser Roastbeef von Kreutzers ein wunderschönes Branding. Anschließend legten wir das Steak im linken Bereich auf den Warmhalterost und garten es bis zu einer Kerntemperatur von ca. 52°C nach. – Wie zu erwarten überzeugte auch dieses Ergebnis!

Die minimale und maximale Temperatur

Leider war die Gaszufuhr unseres Prototyps noch nicht exakt auf die niedrigste und höchste zu erreichende Temperatur kalibriert, weshalb wir auf diesen Test leider verzichten mussten. Laut Herstellerangaben bietet Ottos G32″ eine Temperature Range von 100 – 450°C.

Bluetooth, WLAN und App

Leider war zur Testzeit unseres Prototypes die Smartphone- und Tablett-App noch nicht fertiggestellt, sodass wir weder die Bluetooth-, noch die WLAN-Funktionen via App testen und somit auch keine Temperaturfühler auslesen konnten.

Zahlen, Daten und Fakten

Ottos G32″ Connected

– Hersteller: Otto Wilde Grillers
– Material: 100% Edelstahl V2A (auch pulverbeschichtete Teile)
– Entnehmbare Edelstahl-Teile (bis auf Gasbrenner) spülmaschinentauglich
– Hauptbrenner: kW 16,4 (4 x 4,1)
– Backburner: KW 3,5 kW (600°C), 62 cm Breite
– Größe (Deckel offen): 158 cm H x 80 cm B x 60 cm T
– Größe (Deckel geschlossen): 123 cm H x 80 cm B x 60 cm T
– Grillrost: 7 mm starker Edelstahl V2A
– Primär genutzter Grillbereich: ca. 80 x 45 cm
– Warmhalterost: ca. 80 x 14 cm
– Stufenlos regelbare gegossene Edelstahlbrenner: 4
– Jeder Edelstahlbrenner verfügt über einen eigenen Temperaturfühler
– Brennstoffart: Flüssiggas
– Lenkrollen mit Stoppfunktion: 4
– Mitgelieferte Standfüße
– Mitgelieferte Blende für Lenkrollen/Standfüße
– Stromversorgung: 230 Volt
– Fulldome Light: 2
– Easy-Access-Scharnier
– Zone Separator: 2
– Deckel rundum doppelwandig: 17 – 20 mm
– Integriertes Fett-Managementsystem mit 2 GN-Schalen
– Bluetooth-Integration
– WLAN-Integration
– Kostenlose Smartphone-/Tablett-App
– Unterschrank mit 3 Schubladen (Standard: 2 Türen)
– Gasflasche hinter Unterschrank-Tür verstaubar
– Gasflaschen-Waage (GasBuddy-Funktion)
– optionales Umrüst-Kit für Erdgas-Betrieb
– Lifetime-Garanty auf alle Edelstahlteile
– Smart Upgrade: Optionales Up- u. Downgrade auf Smart o. Connected
– Modulare Bauweise (jederzeit erweiterbar)

Preise

Ottos G32″ Connected ab 999 EUR (regulärer Verkaufspreis: 1.899 EUR): 47,4% Rabatt
Ottos G32″ Smart ab 1.499 EUR (regulärer Verkaufspreis: 2.499 EUR): 40% Rabatt

Seit heute, dem 14.05.2020 um 15.00 Uhr können die neuen Gasgrills über Kickstarter gekauft werden. Die Kampagne ist hier abrufbar.

Fazit

Mit dem Entwurf und der Fertigung ihres ersten Gasgrills Ottos G32″ haben sich die Otto Wilde Grillers aus Düsseldorf sehr hohe Ziele gesetzt und betonen dies mit den Worten, eine „Revolution im Grillmarkt“ zu starten. Wir hätten im Vorfeld selbst nicht damit gerechnet, einen solch relativ langen Artikel über einen Gasgrill zu schreiben, dessen Features wie z. B. Cloud-Integration oder Smartphone-/Tablett-App zum Zeitpunkt unseres Test noch nicht zur Verfügung standen und somit auch nicht getestet werden konnten.

Ja nach Modellvariante startet der reguläre Verkaufspreis der zum Start erhältlichen Ottos G32″ bei jeweils 1.899 EUR (Modell: Connected) und bei 2.499 EUR (Modell: Smart), im Flash-Sale sogar schon ab 999 EUR. Selbst im Nachhinein garantiert durch den Wechsel der jeweiligen Bedienpaneele sowohl die Smart als auch die Connected Version ein Up- und auch ein Downgrade zur jeweils anderen Modellvariante.

Ottos G32″ besteht zu 100% aus Edelstahl, auf welche die Otto Wilde Grillers eine Lifetime-Garanty aussprechen. Selbst die vier Gasbrenner bestehen aus gegossenem Edelstahl und fallen aus diesem Grund mit in das lebenslange Garantieversprechen.

Das klassische Design von Ottos G32″ ist an Ottos O.F.B angelehnt. Vergleicht man den Deckel des G32″ mit dem Gehäuse des O.F.B, ist die Ähnlichkeit nicht mehr abzustreiten. Im Gegensatz zu Grills der meisten anderen Hersteller, bietet der 17 – 20 mm starke doppelwandige Deckel mit integrierter Beleuchtung (Fulldome Light) kein Thermometer, weil stattdessen die Temperaturen via kostenloser App ausgelesen und (beim Modell Smart) sogar gesteuert werden können.

Das Bedienpaneel ist sehr aufgeräumt und beherbergt Buchsen zum Anschluß von vier via Smartphone auslesbaren Temperaturfühlern. Die Gasregler aus gefrästen Aluminium wirken sehr hochwertig und liegen unglaublich gut in der Hand.

Die Grillfläche erstreckt sich über eine Breite von ca. 80 cm (77 cm effektiv) und einer Tiefe von ca. 45 cm und wird durch den ca. 14 cm tiefen Warmhalterost ergänzt. Die pflegeleichten Grillroste bestehen aus kräftigen 7 mm dicken Streben und garantieren ein tolles Branding auf dem Grillgut.

Durch zwei Zone Separators, welche senkrecht zwischen den einzelnen Brennern geschoben werden, können in Ottos G32″ unterschiedlich Temperaturzonen gebildet werden.

Der Backburner erstreckt sich über die nahezu gesamten Breite und ist eine tolle Ergänzung zur optional erhältlichen Rotisserie (Drehspieß) mit beidseitig montierbaren Motor.

Die GN-Schalen des Fett-Managementsystems können sehr bequem durch das Aufziehen einer Schublade erreicht werden. Der Unterschrank bietet genügend Staumöglichkeiten für diverses Grillzubehör und einer großen 11 kg Gasflasche mit einer via Smartphone auslesbaren Gasflaschenwaage. Das Soft-Close-System garantiert das langsame schließen von Türen und Schubladen.

Durch den Erwerb weiterer Module, lässt sich Ottos G32″ zu einer vollwertigen Outdoorküche ausbauen.

Beide Modelle verfügen über Bluetooth, WLAN und Cloud Funktionalität und werden via Smartphone- oder Tablett-App verbunden. Beim Modell „Connected“ können alle Sensoren wie z. B. Gasbrenner, Temperaturfühler, Gasflaschenwaage u.v.m. ausgelesen werden, beim Modell „Smart“ hingegen, wie z. B. die Hauptbrenner sogar gesteuert und mit der FlexZone-Funktion indirekte Zonen erschaffen werden.

Das Grillen auf Ottos G32″ gestaltete sich als sehr erfolgreich. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase gelang uns die Zuordnung der etwas eigenwillig angeordneten aber designtechnisch sehr gelungenen Gasregler immer besser. Durch unsere Rezeptvielfalt von Würstchen, Bauspeckscheiben, Flammkuchen, Gyros und Steak haben wir ein sehr gutes Gespür für die Temperaturregelung des Grills erlangt.

Uns hat Ottos G32″ unglaublich gut gefallen und wir sind sehr gespannt auf das erste Serienmodell sowie auf viele weitere mit der Zeit erhältlichen Module.

Schon jetzt können wir angesichts der teils bahnbrechenden Features, der Optik und Qualität Ottos G32″ eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

Ganz zum Schluss möchten wir euch auf keinen Fall unsere kleine Diashow der neuesten Pressebilder vorenthalten. Viel Spaß beim Sichten!

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Edelstahl Aromaschienen (Flavorizer Bars) von Grillrost.com im Praxistest

Damit heruntertropfende Fleischsäfte und Fette die Gasbrenner von Gasgrills nicht verunreinigen und die feinen Gasaustrittslöcher verstopfen oder im schlimmsten Fall zu einem Fettbrand führen, verwenden viele Gasgrill-Hersteller sogenannte Aromaschienen.

Diese Schienen sind über den jeweiligen Gasbrennern positioniert und werden während des Betriebs permanent den Gasflammen ausgesetzt. Heruntertropfende Fleischsäfte und Fette treffen auf die Schienen, verbrennen bzw. verdampfen diese teilweise und geben somit das „Aroma (Flavor)“ an das Grillgut ab. – Daher auch der Name „Aromaschienen (Flavorizer Bars)“.

Auch bei unserem Weber Spirit E330 Premium GBS (Baujahr 2016) sind fünf solcher Aromaschienen verbaut.

Nach einer gewissen Zeit fängt die Emaille der Original Weber Flavorizer Bars an abzuplatzen, sodass der darunterliegende Stahl mehr oder weniger stark Rost ansetzt, in manchen Fällen sogar durchrostet.

Neben der stetig wachsenden Produkt-Palette von Grillrosten in allen Formen und sonstigem Grillgeräte-Zubehör, fertigt Grillrost.com auch Ersatz für ausgediente Aromaschienen (Flavorizer Bars).

Wir haben uns einen solchen Satz zukommen lassen, welcher kompatibel zu den Weber Modellen Spirit 310 & 320 ab Modelljahr 2013 ist.

Des Weiteren führt Grillrost.com Aromaschienen für diverse weitere gängige Grill-Modelle.

ModellKompatibilitätPreis (grillrost.com)Preis (Amazon)Bilder
Weber Spirit 210 ab 2013 Weber Spirit 200 - E210 / S210 ab Modelljahr 2013 (Regler vorn)49,00 EUR44,99 EUR
Spirit 310/320 ab 2013Weber Spirit 300 - E310 / E320 / E330 | S310 S320 S330 ab Modelljahr 2013| Weber Spirit 2 - E310 / E32054,00 EUR54,00 EUR
Weber Spirit 210 bis 2012Weber Spirit 200 - E210 / S210 bis Modelljahr 2012 (Regler an der Seite) | Weber Spirit 500 | Weber Genesis Silver A54,00 EUR54,00 EUR
Weber Spirit 310/320 bis 2012Weber Spirit 300 - E310 / E320 / E330 | S310 / S320 / S330 bis Modelljahr 2012 | Weber Spirit 700 | Weber Genesis Silver B + C54,00 EUR54,00 EUR
Weber Genesis 310/320 bis 2010Weber Genesis 300 - E310 / E320 / E330 | S310 / S320 / S330 bis Modelljahr 201054,00 EUR54,00 EUR
Weber Genesis 310/320/330 ab 2011Weber Genesis 300 - E310 / E320 / E330 | S310 / S320 / S330 ab Modelljahr 201154,00 EUR54,00 EUR
Weber Summitalle Weber Summit Gasgrills54,00 EUR54,00 EUR
Genesis 2 - Breite VersionGenesis 2 E-210/ E-240/ S-240/ S-310/ E-310/ E-315/ EP-335/ SP-335/ E-340/ S-34011,99 EUR13,99 EUR
Genesis 2 - Schmale VersionGenesis 2 S-410/ E-410/E-415/ EP-435/SP-435/ S-440/ E-440/ E-610/ S-640/ E-64011,99 EUR13,99 EUR
Napoleon RogueNapoleon Rogue 365 425 525 | Prestige 500 665 und Prestige Pro Modelle12,99 EUR13,99 EUR
LE1 LE-3 LEX 485 LEX 605 und LEX 730LE1 LE-3 LEX 485 LEX 605 und LEX 73019,99 EUR19,99 EUR
Triumph T325. T410 und T495Triumph T325 T410 und T495
für Rösle Videro
19,99 EUR19,99 EUR
Rösle VideroRösle Videro G3 G4 G613,99 EUR13,99 EUR
Burnhardalle Burnhard Fred Grills: FAT FRED, BIG FRED, FRED, FRED JR13,99 EUR14,99 EUR
SmokerschienePassend für alle Aromaschienen24,99 EUR29,99 EUR

Die Grillrost.com-Aromaschienen bestehen aus massivem 1,5 mm starken hochwertigen Edelstahl V2A (1.4301, nicht magnetisch) und besitzen als Erkennungszeichen eine ausgestanzte Flamme.

Im Gegensatz zu den nichtrostenden und sehr viel robusteren Aromaschienen von Grillrost.com, bestehen die Original-Schienen nur aus ca. 1,0 mm starkem Stahl mit Emaille-Beschichtung.

Wir wollten wissen, ob sich das stärkere Material der Ersatz-Schienen während des Betriebs negativ bemerkbar macht. Dazu stoppten wir bei einer Außentemperatur von 4°C die Aufheizphase der Ersatz-Schienen.

Anschließend ließen wir den Grill vollständig abkühlen und stoppten bei einer Außentemperatur von ebenfalls 4°C die Aufheizphase der Original-Schienen.

Das Ergebnis überraschte kaum. – Die Aufheizphase des ca. 50 Prozent stärkerem Edelstahls (Grillrost.com) lag immer nur ca. 15 – 20 Sekunden hinterher. Die Spitzentemperatur von ca. 370°C (Außentemperatur 4°C) wurde von beiden Konfigurationen innerhalb von ca. 8 Minuten erreicht. Die Zeit-Differenzen werden im normalen Betrieb also nicht negativ zum Tragen kommen.

TemperaturGrillrost.comOriginal WeberDifferenz
150°C100 sec.85 sec.15 sec.
200°C143 sec.122 sec.21 sec.
250°C204 sec.185 sec.19 sec.
300°C315 sec.300 sec.15 sec.

Außentemperatur: 4°C
Max.-Temperatur nach 480 sec. (8 min.): 370 °C

Übrigens, schön anzusehen. – Durch die jeweiligen Ausstanzungen (Flammenform) lässt sich die Gasflamme sehr schön kontrollieren.

Des Weiteren haben die neuen Aromaschienen von Grillrost.com den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen Nachbauten keine Kantabdrücke vom Biegen aus der Herstellung besitzen und dadurch das Fett noch besser ablaufen kann.

Fazit

Steht demnächst ein Austausch der Original Aromaschienen (Flavorizer Bars) an, sind die Ersatz-Schienen von Grillrost.com den Original-Schienen von Weber ganz klar vorzuziehen. Sie sind aus einem 50 Prozent stärkerem Material und somit sehr viel widerstandsfähiger.

Edelstahl Aromaschienen für Genesis 310 & 330 ab 2011

Das stärkere Material macht sich in der Aufheizphase und in der Endtemperatur kaum negativ bemerkbar. Die aus massivem 1,5 mm starkem Edelstahl V2A Material gefertigten Aromaschienen rosten nicht und halten dadurch wahrscheinlich eine Ewigkeit.

Preislich liegen die von uns verwendeten Ersatz-Schienen mit 49 EUR gleichauf mit den Original-Schienen. Aromaschienen für diverse weitere gängige Grill-Modelle sind der obigen Tabelle oder der Website zu entnehmen. Beide Daumen hoch und somit eine ganz klare Kaufempfehlung!

Burnhard FLINT Pelletsmoker im Praxistest

Die Firma Burnhard ist im Grill-Business mittlerweile alles andere als ein Unbekannter und kaum noch wegzudenken. Zu sehr Spaß machen einfach die durch die vielen Features wie z. B. Infrarot-Keramikbrenner bekannt gewordenen Gasgrills von Burnhard. Auch wir haben letztes Jahr den riesengroßen Burnhard Fat Fred (zum Praxistest…) mit insgesamt 6 Gasbrennern plus einem Seitenkochen und vielen weiteren Extras ganz genau unter die Lupe genommen und waren von seinem Preis-/Leistungsverhältnis mehr als angetan.

Nach Gasgrills, Pizzaöfen und diversen Grillzubehör wagt sich das emsige Team von Burnhard dieses Jahr zu einer für sie neuen Produkt-Kategorie, dem Pelletsmoker.

Ein Pelletsmoker ist vielseitiger als man denkt. – Durch seine 100-prozentige indirekte Grillfläche sind Gar- und Zubereitungsmethoden wie z. B. Grillen, Backen, Räuchern, Braten, Schmoren und Barbecue möglich.

Wir haben uns den neu erschienenen Burnhard FLINT Pelletsmoker sehr genau angeschaut und einem ausführlichen Praxistest unterzogen.

Sichtung der Einzelteile

Der Burnhard FLINT Pelletsmoker wird von einer Spedition in zwei relativ kompakten Kartons auf einer Einwegpalette geliefert. Für uns war es zuvor kaum vorstellbar, wie ein solch recht großer Pelletsmoker mit Unterschrank u.v.m., in diesen beiden Kartons stecken sollte.

Nachdem die beiden Kartons geöffnet wurden, zeigten sich viele kleine weitere Kartons, in denen alle Einzelteile sicher verpackt und vor Kratzern und Stößen geschützt waren. Selbst die einzelnen Ecken der Kartons wurden noch einmal mit zusätzlichen Verstrebungen verstärkt. Im großen Karton war bereits die Garkammer des FLINTs sichtbar, welcher ebenfalls mit großen maßgeschneiderten Schutzmaterialien ausgestattet war.

Der besseren Übersicht halber haben wir alle Einzelteile ausgepackt und schön säuberlich nebeneinander aufgereiht. Positiv fällt auf, dass der FLINT aus einer recht übersichtlichen Anzahl von Einzelteile besteht, die innerhalb von ca. 1 Stunde aufgebaut sind.

Die zum Aufbau des FLINTs notwendigen Schrauben waren schön säuberlich in einer Blisterverpackung eingeschweißt. Jede Schraubengruppe wurde mit einer eindeutigen Buchstaben-Kombination versehen, welche dem jeweiligen Arbeitsschritt aus der sehr gut beschriebenen, reich bebilderten Aufbau- und Bedienungsanleitung zugeordnet werden kann. Selbst das Werkzeug, bestehend aus einem Kreuzschraubendreher und zwei Schraubenschlüssel lag dem Lieferumfang bei.

Viele Einzelteile wie z. B. das Rauchrohr, die Grillroste, die Temperaturfühler, die Rollen u.v.m. konnten selbst ohne Aufbauanleitung unmittelbar zugeordnet werden. – Genauso die Kombination aus Controller, Transportschnecke, Pellet- und Brennkammer, welche als eine gesamte Einheit vormontiert geliefert wurde.

Auch die Rollen fielen uns unmittelbar ins Auge. – Diese sind, im Gegensatz zu den in vielen anderen Grills von namhaften Herstellern verbauten Rollen, aus Vollgummi. Jede einzelne Rolle ist lenk- und feststellbar.

Aufbau des Burnhard FLINT Pelletsmokers

Der Aufbau des FLINTs sollte selbst unerfahrenen Handwerkern in kürzester Zeit gelingen. Die sehr gute Aufbauanleitung garantiert, dass der Pelletsmoker in ca. 60 – 90 Minuten aufgebaut und voll einsatzfähig ist.

Gestartet wird der Aufbau mit der sehr stabilen Bodenplatte, an die zunächst die vier Rollen angeschraubt werden.

Auf der Bodenplatte wird der Unterschrank, bestehend aus zwei Seitenwänden, einer Rückwand, einer Regalplatte und einer Längsverstrebung geschraubt.

Im nächsten Arbeitsschritt wird die Garkammer auf das Untergestell gesetzt und ebenfalls miteinander verschraubt.

Bevor die Kombination aus Controller, Transportschnecke, Pellet- und Brennkammer in die Garkammer geschoben wird, muss der Trichter der Pelletkammer aufgesetzt und auf allen vier Seiten verschraubt werden.

Damit der Controller während des Betriebs stets über die vorherrschenden Temperaturen in der Garkammer informiert, muss der festverbaute Temperaturfühler aus der Garkammer durch Zuhilfenahme einer Steckverbindung mit dem Controller verbunden werden.

Endspurt: Das Rauchrohr wird an die Garkammer geschraubt. Damit kein Rauch entweicht, dichtet ein Filzring die beiden Bauteile zueinander ab.

Die Türen des Unterschranks werden jeweils mit Griffen versehen und werkzeuglos eingesetzt. Zum genauen Ausrichten der Türen sollte darauf geachtet werden, dass der FLINT auf einem sehr ebenen Untergrund steht.

Die Optik der aus Edelstahl gefertigten Griffen mit Aluminium-Aufnahmen finden sich auch im Griff der großen anthrazit lackierten Tür der Garkammer wieder.

Schlussendlich muss nun nur noch die abklappbare Frontablage, die ebenfalls anthrazit lackierte Abdeckung der Pelletkammer und der legendäre Flaschenöffner angeschraubt sowie die Grillroste und die darunterliegende Fettablaufplatte und der Tiegel eingesetzt werden, dazu aber später mehr.

Wie bei allen Burnhard-Grills üblich, liegt auch dem FLINT Pelletsmoker eine wasserdichte und UV-beständige Premium Abdeckhaube bei.

Die Features des FLINT Pelletsmokers

Der Burnhard FLINT Pelletsmoker ist auf seinen schön anzusehenden vier lenk- und feststellbaren Vollgummireifen sehr wendig und lässt sich dadurch sehr bequem rangieren.

Erwähnenswert ist, dass im Gegensatz zu vielen anderen Grills von Markenherstellern, der gesamte Unterschrank rundherum geschlossen ist.

Was beinahe schon als Markenzeichen vieler Burnhard Gasgrills gilt, ist der am Korpus angeschraubte Flaschenöffner, welcher auch am Burnhard Pelletsmoker vorhanden ist.

Mitgedacht: Damit das Stromkabel des Controllers bei Nichtverwendung nicht herunterhängt, kann dieses ganz einfach an zwei dafür vorgesehenen Haken aufgewickelt werden.

Der große untere Grillrost bietet auf auf einer Fläche von 66 x 49 cm reichlich Platz zum Smoken von einer beträchtlichen Menge Gargut und wird durch die beiden oberen Grillroste mit einer Fläche von insgesamt 66 x 36 cm erweitert. Alle drei Grillroste wurden aus rostfreiem Edelstahl gefertigt und lassen sich durch Zuhilfenahme einer handelsüblichen Grillbürste sehr schnell und einfach reinigen.

Wie sich bei späteren Grill-Sessions herausstellte, ist die Frontablage ausreichend groß, um Grillgut und Grilltools abzulegen.

Die Frontablage enthält ein herausnehmbares Brett aus geleimten Akazienholz, welches beidseitig verwendet werden kann.

Die Kombination aus Anthrazit-Lackierung, Edelstahl-Griffen (Aluminium-Aufnahmen) und Holzablage gefällt uns optisch sehr gut.

Ähnlich wie bei der Verbindung zwischen Rauchrohr und Grillkammer, wurde auch der äußere Rand der Garkammer-Tür von innen mit Filzdichtband versehen.

Die Pelletkammer ist so groß dimensioniert, dass der gesamte Inhalt eines 9 kg schweren Pellet-Sacks hineinpasst.

Funktion des Burnhard FLINT Pelletsmokers

Im unteren Bereich der Pelletkammer befördert eine Förderschnecke die Pellets in die Brennkammer. Die notwendige Fördermenge wird durch die voreingestellte Temperatur am Controller bestimmt und über den festverbauten Temperaturfühler in der Garkammer kontrolliert.

Die Pellets in der Brennkammer werden durch einen runden Glühstift (ganz unten) entzündet und durch das Hinzufügen von Sauerstoff zum Brennen gebracht. Der Sauerstoff ist in der Frischluft enthalten, welcher über einen hörbaren Lüfter in die Brennkammer strömt. Dieser Lüfter ist genauso laut, wie man es von anderen Pelletsmokern kennt.

Während in der Aufheizphase höhere Mengen von Pellets verbrannt werden müssen, sind während des Betriebs nur noch ca. 500 g/Std. notwendig. Daraus resultierend ist es möglich, den Burnhard FLINT Pelletsmoker ca. 20 Stunden lang mit nur einer einzigen Pellet-Füllung von 9 kg zu betreiben.

Zum Schutz und zur besseren Hitzeverteilung wird die Brennkammer durch einen Tiegel abgedeckt.

Über dem Tiegel liegt die Fettablaufplatte, die durch ihre schräg abfallende Bauweise heruntertropfende Fette und Fleischsäfte in den Fettauffangtopf außerhalb der Garkammer leitet.

Durch diese, bereits bei diversen Herstellern anderer Pelletsmoker, seit vielen Jahren erprobte Konstruktion und Funktionsweise ist nahezu ausgeschlossen, dass Fette in die Brennkammer geraten, sich unkontrolliert entzünden und im schlimmsten Fall einen Fettbrand hervorrufen.

Zur schnellen und bequemen Reinigung der Fettablaufplatte ist es ratsam, diese vor der Inbetriebnahme mit einer Lage Alufolie abzudecken, welche nach der Verschmutzung entsorgt werden kann.

Die Bedienung und Funktion des Controllers ist simpel, welche wir anhand des Ein- bzw. Ausbrennvorgangs und der späteren ersten Grill-Session erklären.

Der Ein- bzw. Ausbrennvorgang

Nachdem die Pelletkammer mit Pellets gefüllt und der Ein-/Ausschalter betätigt wurde, muss der Drehregler des Controllers auf „Smoke“ gestellt werden. Nun werden die Pellets schubweise in die Brennkammer befördert und durch den Glühstift entzündet. Sobald der erste Rauch aufsteigt (nach ca. 3 Minuten), wird der Regler des Controllers auf „Max“ gestellt.

Nach einiger Zeit sollte die Temperatur auf ca. 230°C steigen. Um Produktionsreste, wie z. B. Fette zu verbrennen, sollte der Burnhard FLINT Pelletsmoker ca. 45 Minuten lang bei dieser Temperatur betrieben werden. Anschließend wird der Regler des Controllers auf „Cool down“ gestellt. Nun werden alle bis dato in der Brennkammer befindlichen Pellets in dieser Zeit (ca. 10 Minuten) restlos verbrannt und keine neuen Pellets nachbefördert.

Nun ist der Burnhard FLINT Pelletsmoker einsatzbereit für seinen ersten Job.

Überwachung der Kerntemperatur des Garguts

Die beiden Klinkenbuchsen mit den Aufschriften „Probe 1“ und „Probe 2“ dienen der Aufnahme der zwei mitgelieferten Temperaturfühler. Die jeweilige Temperatur der Fühler wird über das Display durch die Betätigung der Taste „Select Probe“ angezeigt. Die Temperaturfühler werden über einen hitzebeständigen Silikon-Einlass von außen nach innen in den Garraum verlegt.

Im Gegensatz zu den beiden Temperaturfühlern für das Gargut, befindet sich in der Garkammer ein festverbauter Temperaturfühler, welcher dem Controller laufend die Temperatur der Garkammer mitteilt.

Zubereitung eines Pulled Porks

Der am Abend zuvor mit Magic Dust gerubbte ca. 2,5 kg schwere Schweinenacken wurde auf den unteren Grillrost platziert und mit einem Temperaturfühler versehen.

Da das Kabel des Temperaturfühlers von außen durch die Silikonöffnung in die Garkammer geführt wird, sind Beschädigungen oder Quetschungen des Kabels ausgeschlossen.

Da wir die erste Grill-Session u. a. dazu nutzen möchten den tatsächlichen Pellet-Verbrauch zu ermitteln, füllten wir die Pelletkammer bis zum oberen Rand auf und betrieben unseren FLINT bei 121°C.

Nach exakt 13 Stunden zeigte das Display eine Kerntemperatur von 92°C an.

Wir packten das Pulled Pork in Alufolie ein und lagerten es weitere ca. 5 Stunden in der mit heißen Wasserflaschen bestückten Kühlbox KX50 von Petromax.

Später erfreuten wir uns an dem super saftigen Pulled Pork mit einer traumhaft knusprigen und rauchigen Kruste.