Pizza-Fladenbrot-Variationen vom Grill

Unsere beliebtesten Rezepte sind solche, für die man relativ wenige und günstige Zutaten benötigt. Noch erfolgreicher kommen diese einfachen aber pfiffigen Rezepte an, wenn man bestimmte Zutaten durch andere ersetzen kann.

Der hohe knusprige Boden des Pizza-Fladenbrotes erinnert uns immer sehr stark an eine American Pizza, ist jedoch sehr viel geschmacksintensiver. Bei der Zubereitung unserer Pizza-Fladenbrot-Variationen sind eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Thunfisch, Pilze, Paprika, Zwiebeln, Ananas, Salami, Schinken, Tomaten, Mozzarella u.v.m. – All das was auf eine konventionelle Pizza gelangt, kann selbstverständlich auch auf unser Pizza-Fladenbrot gelegt werden.

Wir haben es schon öfter gesagt aber dieses Rezept müsst ihr unbedingt nachgrillen!

Zutaten
1. Variante: Tomaten und Mozzarella
1 Fladenbrot
guten Olivenöl
Tomaten
Mozzarella
Feldsalat
frischer Oregano
frisches Basilikum
Balsamico
guter Pfeffer
feines Meersalz
Parmesan o. ä. Hartkäse

2. + 3. Variante: Pilze und Käse
Champignons
Schmand
Frühlingszwiebeln
geriebenen Käse
frisches Basilikum
Kräuter der Provence

Zubereitung des Pizza-Fladenbrotes mit Pilzen und Käse

Die Frühlingszwiebeln in Ringe und die Champignons in Scheiben schneiden und anschließend in einem mit Olivenöl benetzten Topf kurz anschwitzen.

Das Fladenbrot in zwei Hälften schneiden.

Eine Fladenbrot-Hälfte großzügig mit Schmand bestreichen und anschließend mit geriebenen Käse bestreuen.

Eine Hälfte der Fladenbrot-Hälfte mit der Champignons-Frühlingszwiebel-Mischung belegen.

Den Grill, in unserem Fall der Schickling-Grill PremioGas XL II auf ca. 200°C vorheizen.

Die Pizzafladenbrot-Hälfte in den indirekten Bereich des Grills legen. Dazu die beiden äußeren Gasbrenner in Betrieb nehmen und die beiden inneren Gasbrenner ausgeschaltet lassen.

Nach ca. 8 – 10 Minuten ist das Pizza-Fladenbrot fertig gebacken.

Das Pizza-Fladenbrot vierteln und anschließend mit einigen Blättern Basilikum belegen.

Zubereitung des Pizza-Fladenbrotes mit Tomaten und Mozzarella

Die Fladenbrot-Hälfte gleichmäßig mit gutem Olivenöl beträufeln.

Die Tomaten sowie den Mozzarella in Scheiben schneiden.

Die Tomaten- und Mozzarella-Scheiben auf die Fladenbrot-Hälfte verteilen und anschließend mit frisch geriebenen Parmesan bestreuen.

Die Pizzafladen-Hälfte in den indirekten Bereich des Grills legen. Dazu wie gehabt die beiden äußeren Gasbrenner in Betrieb nehmen und die beiden inneren Gasbrenner ausgeschaltet lassen.

Nach ca. 8 – 10 Minuten ist das Pizza-Fladenbrot ebenfalls fertig gebacken. Zu guter Letzt mit Salz und Pfeffer würzen, mit gezupften Basilikumblättern und Feldsalat belegen sowie mit Balsamico beträufeln.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Spicy Chicken Wings mit Bacon vom Moesta-BBQ Turnado

Die unseres Erachtens bequemste und zugleich coolste Art Chicken Wings zu grillen ist die auf dem Turnado von Moesta-BBQ (zu unserem Praxis-Test…).

Die Vorteile der selbstdrehenden kleinen Spieße liegen auf der Hand: Zum Einen wird das Grillgut auf dem Spieß von allen Seiten gleichmäßig gegart, zum Anderen läuft das austretende Fett und der Fleischsaft immer wieder um das Grillgut herum, aromatisiert es und schützt es vor dem Austrocknen.

Der Anblick der selbstdrehenden Spieße fasziniert und bereitet unglaublich viel Freude, weil jede der neun einzelnen Grillspieß-Aufnahmen sich immer entgegengesetzt der vorherigen drehen und der Turnado dadurch zum Blickfang für eure Gäste wird.

Damit die Zubereitung, alternativ zu unseren sonst bekanntlich recht umfangreichen Rezepten, schneller vonstatten geht, bedienen wir uns eines fertigen Rubs und einer BBQ-Sauce, die unglaublich gut zu unseren Spicy Chicken Wings passt.

Für alle Drehspieß-Fans möchten wir unbedingt noch einmal auf den neuen batteriebetriebenen Moesta-BBQ Rotisserie Motors aufmerksam machen, der im Gegensatz zum bisherigen Modell flüsterleise läuft.

Der Motor ist sowohl für den Betrieb an dem Moesta-BBQ Smokin‘ Pizzaring mit Rotisserie-Erweiterung als auch für den Moesta-BBQ Turnado gedacht. Der neue flüsterleise Motor wird mit 2 Batterien vom Typ Mono D betrieben, die den Drehspieß für ca. 30 Stunden antreiben.

Zutaten
1 kg Chicken Wings (von Kreutzers)
Euer Lieblings-Rub (z. B. Saus-Guru Raspberry Rub Pitmaster Collection)
Eure Lieblings-BBQ-Sauce (z. B. Saus-Guru Raspberry & Chipotle Pitmaster Collection)
8 Scheiben Bacon
Frühlingszwiebeln
1 – 2 rote Chilis

Zubereitung der Spicy Chicken Wings

Die Chicken Wings unter fließendem Wasser gründlich waschen, mit einem Küchentuch trocken tupfen, großzügig mit euren Lieblings-Rub bestreuen und anschließend auf die einzelnen Spieße stecken.

Die durchgeglühten Briketts (Greek Fire Briketts) eines vollen großen Anzündkamins auf den Kohlerost des Kugelgrills verteilen. Den Moesta-BBQ Turnado auf den Rand des Kugelgrills setzen, die Spieße einsetzen und anschließend gold-braun grillen.

Zwischenzeitlich den Bacon kross grillen, mit einem scharfen Messer zerkleinern und anschließend die Frühlingszwiebeln zu Ringen sowie die rote(n) Chili(s) klein schneiden.

Hier könnt ihr euch die drehenden Chicken Wings auf dem Moesta-BBQ Turnado anschauen…

Nachdem die Spicy Chicken Wings gold-braun gegrillt wurden, partiell mit BBQ-Sauce beträufeln sowie mit Bacon, Frühlingszwiebeln und Chili bestreuen.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Link zu Moesta

Gegrilltes Eis mit Erdbeeren

Unsere Gäste schauen immer wieder ganz ungläubig wenn wir ihnen sagen, dass es zum Dessert gegrilltes Eis gibt. OK, seien wir mal ehrlich – das Eis wird dabei natürlich nicht direkt auf dem Grill gegrillt, sondern zuvor in einer aus Eischnee bestehenden Masse verhüllt. Wie das Ganze genau funktioniert und wie toll das schmeckt, zeigen wir euch in diesem schnellen Rezept.

Alternativ zu Erdbeeren können natürlich auch andere Früchte wie z. B. Blaubeeren, Äpfel, Pfirsiche, Ananas u.v.m. verwendet werden.

Zutaten
4 Torteletts (aus Mürbeteig)
5 – 6 Eiweiß
30 g Puderzucker
1 Prise Salz
Erdbeeren
Minzblätter
Vanilleeis

Da die Umsetzung des Rezepts weniger als 10 Minuten beansprucht, sollte der Grill, in unserem Fall der Schickling-Grill PremioGas XL II bereits zum Start der Zubereitung auf maximale Temperatur vorgeheizt werden.

Für die Zubereitung der Erdbeersauce ca. 4 – 5 Erdbeeren durch Zuhilfenahme eines Stabmixers pürieren.

Für die spätere Dekoration 2 Erdbeeren längs teilen und einige Minzblätter bereitlegen.

Das Eiklar der Eier unter Zugabe einer Prise Salz in der Küchenmaschine steif schlagen, dabei den Puderzucker nach und nach dazugeben.

8 Erdbeeren längs teilen und anschließend auf die Torteletts verteilen.

Die Torteletts sollten auf einer Grillschale oder auf einem kalten Pizzastein positioniert werden, um sie später zügig auf den Grillrost stellen zu können. Des Weiteren werden sie von unten durch direkter Hitze geschützt.

Nun muss es ganz schnell gehen: Jeweils eine Kugel Eis auf jedem der mit 4 halben Erdbeeren belegten Torteletts legen.

Das steif und schnittfeste Eiweiß in einen Spritzbeutel füllen und umgehend die Eiskugel damit dicht verhüllen.

Bei maximaler Temperatur mit geschlossenem Deckel so lange backen, bis der Eischnee beginnt eine Bräunung zu bekommen.

Die gegrillten Torteletts umgehend auf Servierteller verteilen und anschließend mit den halben Erdbeeren, der Erdbeersauce und den Minzblättern dekorieren.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

BBQ Guru UltraQ und DynaQ im Praxistest

Kennt ihr den BBQ Guru? – Wir haben den guten alten Helfer bereits im Jahre 2011 auf der zwölften World Barbecue Championship im 25 km entfernten Gronau kennengelernt und arbeiten seit vielen Jahren, im Zusammenspiel mit den unterschiedlichsten Grills und Smoker mit ihm.

Die Funktionsweise eines BBQ Gurus ist schnell erklärt: Der Controller (BBQ Guru) misst mit einer Temperatursonde die Temperatur im Grill bzw. im Smoker und bläst bei Unterschreitung der individuellen Solltemperatur Luft (Sauerstoff) zur glühenden Grillkohle, damit diese anschließend mehr Hitze abgibt.

Diese Methodik ist spätestens dann unglaublich komfortabel und beruhigend, wenn Fleisch (Pulled Pork, Brisket, Short Ribs & Co.) über einen langen Zeitraum und ggf. nachts mit gleichbleibender Temperatur gegart werden soll. Selbst wenn die Umgebungstemperatur nachts um 10°C fällt oder tagsüber bei direkter Sonneneinstrahlung um 20 – 30°C steigt, garantiert der BBQ Guru eine stets gleichbleibende Gartemperatur.

Bevor wir vor etlichen Jahren mit dem ambitionierten Grillen begannen, gab es zuvor auch schon den BBQ Guru in gefühlt unzähligen verschiedenen Versionen, welche seine Fans auf der ganzen Welt fanden. Wir konnten in den vergangenen Jahren mit den beiden letzten Versionen „BBQ Guru CyberQ WiFi“ und „BBQ Guru CyberQ Cloud“ unsere allerbesten Erfahrungen machen, hatten uns jedoch immer schon gewünscht, dass eine eigens für den BBQ Guru programmierte App erscheint, um ihn auch aus der Ferne komfortabel zu kontrollieren und zu regeln.

Nun ist es endlich soweit – die beiden ab Anfang Juli 2020 erscheinenden BBQ Gurus „UltraQ“ und „DynaQ“ wurden sowohl technisch als auch optisch rundum neu gestaltet. Uns von bigBBQ.de wurde die Möglichkeit geboten, bereits Wochen vor der Markteinführung einen detaillierten Blick auf die beiden BBQ Guru Neulinge zu werfen und sie auf Herz und Nieren zu testen.

Der Lieferumfang des BBQ Guru UltraQ

Der Lieferumfang schwangt je nach gewähltem Kit, sprich je nachdem welchen Grill man ansteuern möchte.

Das uns vorliegende Rundum-Sorglos-Paket nennt sich „UltraQ BBQ Temperatur Control Universal Kit“ und beinhaltet folgende Einzelteile:

UltraQ BBQ Temperatur Control
– 1 x BBQ Guru UltraQ
– 1 x 5-in-1 Magnethalterung
– 1 x Netzstecker

Guru Universal Adapter
– 1 x Universal Adapter zum Anschluss an die meisten mittelgroßen bis XL Keramik-Grills, Weber Smokey Mountain Cooker usw.

Gargut- und Garraum-Fühler
1 x Temperaturfühler für Gargut (Food-Temp)
1 x Temperaturfühler für Garraum (Pit-Temp)

Lüfter
1 x BBQ Guru Pit Viper Fan (Medium Fan)

Anschlusskabel BBQ Guru Edition
1 x Spiralkabel zum Anschluss an den integrierten Lüfter des Monolith Classic oder LeChef in der BBQ Guru Edition

Dieses große Kit erlaubt es uns, den UltraQ an so gut wie jeden beliebigen Holzkohlegrill oder Smoker anzuschließen.

Sichtung der Einzelteile

BBQ Guru UltraQ

Der BBQ Guru UltraQ besteht aus einem Kunststoffgehäuse und ist die Schaltzentrale des gesamten Systems.

Der UltraQ besitzt insgesamt 6 Anschlüsse:

– PWR: Zum Anschluss des mitgelieferten 230 Volt Netzteils
– FAN: Zum Anschluss des optionalen Lüfters wie z. B. BBQ Guru Pit Viper Fan, BBQ Guru Pit Bull (Large) Fan oder mit dem Spiralkabel zum Anschluss an den integrierten Lüfter des Monolith Classic oder LeChef in der BBQ Guru Edition
– PIT: Zum Anschluss des Temperaturfühlers zur Überwachung der Garraumtemperatur
– FOOD 1 – FOOD 3: Zum Anschluss von 3 unabhängig voneinander zu überwachenden Kerntemperaturfühlern für das Grillgut

Der große weiße Rahmen mit dem schräg gestellten kurzen Strich im unteren rechten Bereich des UltraQ symbolisiert den Grossbuchstaben „Q“ und kann in unterschiedliche Farben leuchten, um diverse Status-Meldungen anzeigen zu können.

Die unterschiedlichen, durch Farben dargestellten Status-Meldungen

Blauer Rahmen

Sobald der Grill sich noch in der Aufheizphase befindet, also die voreingestellte Garraumtemperatur noch nicht erreicht wurde, leuchtet der blaue Rahmen. Sollte der UltraQ im laufenden Betrieb plötzlich und unerwartet den blauen Rahmen zeigen, deutet das darauf hin, dass möglicherweise nicht mehr ausreichend Holzkohle im Grill vorhanden ist, weshalb die Garraumtemperatur sinkt.

Roter Rahmen

Sobald die voreingestellte Garraumtemperatur erreicht wurde, leuchtet der rote Rahmen.

Roter Rahmen mit Impulsanzeige

Ein pulsieren der beiden linken und rechten Stege des Q-Rahmens deutet darauf hin, dass der Lüfter arbeitet. Das passiert im späteren Betrieb in der Regel kontinuierlich, damit in dem vom Controller bestimmten Rhythmus Sauerstoff über den Lüfter in den Garraum hineingeblasen wird, um die voreingestellte Gartemperatur aufrechtzuhalten.

Sollte hingegen der gesamte Ring des Q-Rahmens pulsieren deutet das darauf hin, dass ein visueller Alarm ausgelöst wurde.

Farbiger Strich im Q-Rahmen

Roter Strich: Anzeige der aktuellen Gartemperatur (PIT-Fühler)
Oranger Strich: Anzeige der Kerntemperatur des Kerntemperaturfühlers FOOD 1
Grüner Strich: Anzeige der Kerntemperatur des Kerntemperaturfühlers FOOD 2
Blauer Strich: Anzeige der Kerntemperatur des Kerntemperaturfühlers FOOD 3

LED-Anzeige

Die große LED-Anzeige ermöglicht die deutliche Anzeigen der Temperaturen auch bei hellen Lichtverhältnissen.

Taster an der linken Seite des UltraQ

An der linken Seite des UltraQs befinden sich 3 Taster. Durch das kurze Drücken des mittleren Tasters kann zwischen den einzelnen Temperaturen (PIT, FOOD 1 – FOOD 2) gewählt werden.

Durch längeres Drücken des mittleren Tasters gelangt man in den Modus zur Anpassung der Soll-Temperatur, welche durch die mit „+“ und „–“ symbolisierten Tasten jeweils nach oben und nach unten korrigiert werden können.

Durch längeres Drücken der „–“-Taste, wird das „Display Scanning“ aktiviert. Nun werden im LED-Display fortlaufend die einzelnen Temperaturen von PIT sowie FOOD 1 – 3 angezeigt, sodass nicht mehr manuell umgeschaltet werden muss.

Die 5-in-1 Magnethalterung

Im Lieferumfang des UltraQ ist die 5-in-1 Magnethalterung enthalten. Die 2-teilige Halterung wird durch eine Schraube und eine Mutter werkzeuglos zusammengeschraubt. Genauso wie die 4 Standfüße aus Gummi den sicheren Stand garantieren, bietet der integrierte Neodym-Magnet (kräftiger Dauermagnet) die Möglichkeit, die Halterung an magnetischen Flächen haften zu lassen.

Die 4 Gummifüße werden ebenfalls werkzeuglos in den Standfuß gedrückt. Alternativ kann die Halterung, an den Stellen für die Gummifüße, durch Zuhilfenahme von 4 Schrauben auch an eine Wand befestigt werden.

Der UltraQ muss nurmehr ganz einfach in die Halterung hinein geklickt werden. Anschließend kann die Neigung der 5-in-1 Magnethalterung stufenlos bestimmt werden.

Anschluss des Lüfters

Der uns vorliegende Lüfter mit der Bezeichnung „BBQ Guru Pit Viper Fan“ ist für den Betrieb der allermeisten kleinen und mittleren Keramikgrills, Smoker und Grills gedacht. Sollte ein sehr großer Smoker angesteuert werden müssen, greift man eher zum kräftigeren Lüfter mit der Bezeichnung „BBQ Guru Pit Bull Fan“.

Der Anschluss des „BBQ Guru Pit Viper Fan“ erfolgt durch das fest installierte Kabel an den UltraQ-Anschluss „PIT“.

Die auszuströmende Luftmenge kann durch die fest eingebaute und stufenlos einstellbare Blende bestimmt werden. Zum Betrieb unserer Grills wie z. B. Monolith Classic, Monolith Icon, Weber Summit Charcoal, Weber Kugelgrill usw. öffnen wir die Blende auf ca. 50 Prozent.

Zum Anschluss des Lüfters wird für die allermeisten Grills bzw. Smoker der „Guru Universal Adapter“ benötigt.

Dieser kann werkzeuglos in die Belüftungsöffnungen der meisten Keramikgrills, egal ob Monolith, Big Green Egg, Kamado Joe u.v.m. geklemmt werden.

Anschließend erfolgt die Luftzufuhr ausschließlich über den vom UltraQ geregelten Lüfter.

Einige Grills bzw. Smoker besitzen bereits ab Werk einen eingebauten Anschluss für den Lüfter eines BBQ-Gurus, wie z. B. unser Monolith Icon. Zu Demonstrationszwecken installierten wir am Monolith Icon anstelle des UltraQs einen DynaQ (zum Vergleich später mehr).

Vorbildlich: Auch der Weber Summit Charcoal besitzt einen fest verbauten Anschluss zur Aufnahme eines Lüfters für einen BBQ Guru.

Noch praktischer haben es die Besitzer eines Monolith Classic oder LeChef in der BBQ Guru Edition. Diese Modelle besitzen bereits einen fest verbauten Lüfter, welcher durch Zuhilfenahme eines speziellen Spiralkabels angeschlossen wird.

Der UltraQ im Praxiseinsatz

Sobald der UltraQ über das mitgelieferte Netzteil angeschlossen wurde, kann auch schon losgelegt werden.

Grundvoraussetzung für die automatische Temperatursteuerung ist der Anschluss des PIT-Fühlers. Dieser kann dank der Krokodilklemme an dem Grillrost befestigt werden.

Zunächst wird die Holzkohle, in unserem Fall Marabu von McBrikett mit z. B. dem Mono Lighter entzündet.

Die Entlüftung des geschlossenen Deckels wird nun so lange vollständig geöffnet, bis die voreingestellte Gartemperatur bis auf ca. 25 – 30°C erreicht wurde. Anschließend wird die Entlüftung bis auf einen 3 – 5 mm schmalen Spalt geschlossen.

Die restliche Arbeit überlässt man nun den BBQ Guru UltraQ: Dieser kontrolliert nun durch den PIT-Temperaturfühler die vorherrschende Gartemperatur und bläst wohldosiert die benötigte Sauerstoffmenge in den Garraum. Den Aufheizvorgang symbolisiert der UltraQ durch einen blau leuchtenden Rahmen.

Auch ohne die Nutzung einer Smartphone-App über Bluetooth, WLAN oder Cloud ist der BBQ Guru UltraQ Out-of-the-box einsatzbereit.

Sobald die gewünschte Gartemperatur erreicht wurde, kann auch schon das Gargut (z. B. Pulled Pork) aufgelegt und auf Wunsch mit einem FOOD-Temperaturfühler verkabelt werden.

Fortan leuchtet der Rahmen nur noch rot und pulsiert hin und wieder an den beiden linken und rechten Stegen des Q-Rahmens, was auf die Aktivität des Lüfters hindeutet.

Das spätere Gesamtergebnis überzeugt: Nach ca. 12,5 Stunden ist das Pulled Pork mit einer Gartemperatur von 94°C fertig gegart, ohne das ein einziges Mal in den Garprozess eingegriffen werden musste oder eine menschliche Kontrolle nötig war.

Die Nutzung des UltraQs durch die Smartphone-App

Das gesamte Leistungsspektrum mit allen Features ist erst durch die Nutzung der App „BBQ Guru“ gegeben. Diese kann für iOS-Nutzer im AppStore und für Android-Nutzer im Play Store kostenlos geladen werden.

Nachdem die App „BBQ Guru“ das erste Mal geöffnet wurde, wird nach Erlaubnis zur Verwendung von Bluetooth gefragt.

Nachdem die Erlaubnis zur Nutzung von Bluetooth erteilt wurde, werden alle in der Umgebung verfügbaren BBQ Gurus aufgelistet.

Das ausgewählte Gerät kann nun individuell umbenannt werden. Wir nennen unseren UltraQ fortan „bigBBQ UltraQ“.

Als nächstes wird im Internet automatisch nach der neuesten Firmware gesucht, ggf. geladen und auf den UltraQ gespielt.

Das war schon alles – sodass nun via Bluetooth auf den UltraQ zugegriffen werden kann und auf einem Blick alle Temperatur-Stände sowie Lüfter-Aktivität u.v.m. abgelesen werden können.

Links oben in der App können die Controller-Settings aufgerufen werden, über dessen Menü-Einträge individuelle Einstellungen wie z. B. WLAN- und Cloud-Verbindungen, Alarm usw. getätigt werden können.

Um die Reichweite zwischen dem BBQ Guru UltraQ und der App zu erhöhen, empfehlen wir die Verbindung ins heimische WLAN und zum Internet-Dienst „ShareMyCook“ vorzunehmen. Dazu sollte man sich einmalig beim kostenlosen Dienst „ShareMyCook“ anmelden und das eigene WLAN-Netz aus einer Liste aller im Umkreis erreichbaren WLAN-Netzwerke auswählen.

Auch das war schon alles, sodass fortan neben Bluetooth auch die WLAN- und Cloud-Verbindung zur Verfügung steht. Dadurch ist es möglich, von quasi jedem Punkt der Erde auf seinen BBQ Guru UltraQ zuzugreifen.

In den Settings kann des Weiteren eingestellt werden, ob der farbige Rahmen des UltraQs leuchten soll oder dunkel bleibt. Außerdem können verschiedene „Smart Cook Settings“ ausgewählt werden, hinter denen sich für die unterschiedlichen Smoker optimierte Lüfter-Einstellungen verbergen. Wir verwenden für unseren Monolith Classic das Smart Cook Setting 2 und haben damit sehr gute Erfahrungen.

Bei aktiven „Open Lid Detect“ wird erkannt, wenn der Deckel während des Garprozesses geöffnet wurde und dadurch ein erheblicher Temperaturabfall zustand kam.

Wurde die Funktion „Display Scanning“ aktiviert, werden im LED-Display fortlaufend die einzelnen Temperaturen von PIT sowie FOOD 1 – 3 angezeigt, sodass nicht mehr manuell umgeschaltet werden muss.

Die entsprechenden Zieltemperaturen von Gartemperatur und Kerntemperaturen können nach dem auswählen der entsprechenden Kacheln in der App ganz einfach vorgegeben werden. In unserem Fall liegt die PIT-Zieltemperatur bei 120°C und die Zielkerntemperatur des Temperaturfühlers 1 bei 94°C.

Unten links kann sehr übersichtlich abgelesen werden, dass die Aktivität des Lüfters während der Aufheizphase noch bei 100 Prozent liegt.

Die Funktion „Cook Ramp“ garantiert, dass die angegebene Kerntemperatur nicht überschritten und dadurch ein „Überkochen“ vermieden wird.

Durch die entsprechenden Symbole im oberen Bereich (roter Kreis) wird die jeweilige Verbindungsart zum UltraQ angezeigt.

Sollte aus unerfindlichen Gründen keine Verbindung möglich sein, wird dieser Zustand durch ein rotes Quadrat mit einem Kreuz symbolisiert.

Der gesamte Temperaturverlauf des Garprozesses kann durch einen Klick auf den entsprechenden Button ganz einfach aufgezeichnet und in der App angezeigt werden.

Da der UltraQ auch mit dem Internet-Dienst „ShareMyCook“ verbunden ist, können sowohl der Temperaturverlauf des Garprozesses als auch alle anderen Einstellungen bis ins kleinste Detail via Webbrowser vorgenommen werden.

Die Unterschiede zwischen dem UltraQ und dem DynaQ

Die größten Unterschiede zwischen dem UltraQ und dem DynaQ liegen darin, dass der DynaQ auf folgende Features verzichten muss, jedoch weniger kostet:

– nur Bluetooth (kein WLAN und Cloud)
– nur 1 Anschluss für einen FOOD-Temperaturfühler (keine drei)
– kein LED-Display
– 59 EUR (ca. 22 %) günstiger

Preise

Unverbindliche Preisempfehlungen ohne Gewähr. Verfügbar ab Anfang Juli 2020.

UltraQ – Guru Version 379,90 EUR
UltraQ – Universal Set 469,90 EUR
UltraQ – nur Controller 258,90 EUR

DynaQ – Guru Version 319,90 EUR
DynaQ – Universal Set 399,90 EUR
DynaQ – Controller 199,90 EUR

Die Guru Versionen enthalten neben dem eigentlichen BBQ Guru (UltraQ bzw. DynaQ) folgenden Lieferumfang:
1 x 5-in-1 Magnethalterung
1 x Netzstecker
1 x BBQ Guru Edition Spiralkabel
1 x Temperaturfühler für Gargut (Food-Temp)
1 x Temperaturfühler für Garraum (Pit-Temp)

Die Universal Set Versionen enthalten zusätzlich zum Lieferumfang der Guru Version folgenden Lieferumfang, jedoch kein Spiralkabel:
1 x BBQ Guru Pit Viper Fan (Medium Fan)
1 x Universal Adapter zum Anschluss an die meisten mittelgroßen bis XL Keramik-Grills, Weber Smokey Mountain Cooker usw.

Für alle anderen in diesem Artikel nicht aufgeführten Grills bzw. Smoker stehen unzählige verschiedene Adapter zur Verfügung. Dazu einfach euren Fachhändler befragen.

Fazit

Es ist unseres Erachtens schon immer so gewesen. – Wer einen BBQ Guru besitzt, kann garantiert deutlich besser schlafen! Selbstverständlich läuft ein Keramikgrill per se schon äußerst stabil, jedoch kann er immense von äußeren Einflüssen resultierende Temperaturunterschiede nicht immer selbstständig ausreichend ausgleichen, weshalb der BBQ Guru eine nützliche Hilfe darstellt.

Die Wahl des jeweils benötigten Sets wird vom eigenen Grill bzw. Smoker vorgegeben und kann jederzeit durch unzählige Adapter erweitert werden.

Die Wahl zwischen dem UltraQ und DynaQ sollte in der Regel sehr schnell entschieden sein. Grob gesagt, besitzt der DynaQ im Gegensatz zum UltraQ nur einen Temperaturfühler-Anschluss und verfügt über kein LED-Display, kein WLAN, keine Cloud-Funktion und muss via Bluetooth mit der kostenlosen BBQ Guru App gesteuert werden. Da wir uns wünschten, auch aus der Ferne auf unseren BBQ Guru zuzugreifen, konzentrierten wir uns bei dem Praxistest mehr auf den UltraQ und all seinen Funktionsumfang.

Sogar ohne App ist der UltraQ Out-of-the-box umgehend einsatzbereit und bereitete an diverse Grills wie z. B. dem Monolith Classic (mit und ohne BBQ Guru Edition), dem Monolith Icon und dem Weber Summit Charcoal stets beste Ergebnisse mit ausgesprochen gleichbleibenden Gartemperaturen.

Die Soll-Temperaturen können direkt am Gerät mit nur 3 Tastern eingestellt werden und über das gut ablesbare LED-Display abgelesen werden. Sobald „Display Scanning“ aktiviert ist werden fortlaufend die einzelnen Temperaturen von PIT sowie FOOD 1 – 3 angezeigt, sodass nicht mehr manuell umgeschaltet werden muss.

Der große weiße Rahmen mit dem schräg gestellten kurzen Strich im unteren rechten Bereich des UltraQ ist gerade im dunkeln aus viele Meter Entfernung sehr gut ablesbar und zeigt diverse Status-Meldungen an.

Noch komfortabler gelingt die Einstellung via schnell eingerichteter kostenloser BBQ Guru Smartphone App, in der auch diverse andere Funktionen wie z. B. „FAN RUN“, „COOK RAMP“, Alarme und gesamte Temperaturverläufe einzelner Garprozesse aufgezeichnet werden können.

Leider stand der Amazon Skill „Alexa Voice Control“ in Deutschland nicht zum Download zur Verfügung, weshalb wir die Smart Home Funktionen wie z. B. „Alexa, wie ist die Temperatur von FOOD 1?“ nicht testen konnten.

Wie so oft bei neuen Apps, kann bei der Software jedoch noch ein wenig optimiert werden. Manchmal ist nämlich nicht ganz klar, weshalb man unterwegs keinen Cloud-Empfang mehr hat. Deaktiviert man jedoch ganz kurz Bluetooth, funktioniert wieder alles wie gewünscht. Des Weiteren muss man in der der App hin und wieder das „ShareMyCook“-Passwort neu eingeben, was etwas nervig ist. Nicht sehr schlimm aber uns ist außerdem aufgefallen, dass es App-intern Rundungsprobleme bei der Eingabe der Zieltemperaturen gibt.

Die BBQ Guru App wird ständig weiterentwickelt, weshalb wir sicher sind, dass mit der Zeit noch einige Funktionen mit hinzukommen werden und die kleinen Kinderkrankheiten bald der Vergangenheit angehören. Zusammengefasst funktionierte hardwaretechnisch alles rundum tadellos und mit der App lässt sich gut arbeiten. Wir sind oberglücklich mit unseren kleinen fleißigen Helferchen.

Beide Daumen hoch für die neuen BBQ Gurus UltraQ und DynaQ!

Schnellreinigung eines stark verschmutzten Gasgrills

Wir geben es ja zu: Wir grillen viel – sehr viel sogar aber reinigen unseren Gasgrill nur sehr selten. Woran liegt das eigentlich? Wenn es darum geht, an einem schönen Sommertag das Essen zuzubereiten, zieht es uns fast ausnahmslos in den heimischen Garten. Die Vorteile eines Gasgrills überwiegen: Gasbrenner einschalten, Grillrost aufheizen, mit einer Edelstahlbürste die Grillrückstände vom letzten Grillen herunterbürsten, das Grillgut auflegen, garen, das Essen genießen und den Deckel wieder schließen. Und der schöne Nebeneffekt: Die Küche muss nicht gereinigt werden und riecht nicht unangenehm nach Essen.

Nur zu oft wird allerdings vergessen, dass sich die meisten Grillrückstände auf der unter den Gasbrennern angeordneten Fettauffangwanne und in der Fettauffangschale befinden. Quillt diese über, läuft man Gefahr eines Fettbrandes.

Wir möchten euch anhand unseres am meisten verwendeten Gasgrills Schickling-Grill PremioGas XL II zeigen, wie sehr einfach es doch ist, in kürzester Zeit einen Gasgrill alltagstauglich(!) zu reinigen.

Unsere erste Empfehlung ist stets eine Abdeckhaube zu verwenden. Diese verhindert wirkungsvoll Verunreinigungen durch Staub, Blütenstaub, Vogeldreck, Eindringen von Regenwasser, Entstehung von Wasserflecken u.v.m.

Zur Reinigung benötigtes Werkzeug

Wir benötigen selbst zur Reinigung eines relativ stark verschmutzten Grills nur sehr wenige Werkzeuge, welche in jeden Haushalt vorhanden sein sollten.

Eine Edelstahlbürste zur Reinigung der Grillroste, einen Handfeger zur Beseitigung von festen trockenen Grillrückständen und einen Holzlöffel, welchen wir zum wirkungsvollen Schaben am vorderen Ende gekürzt haben.

Des Weiteren verwenden wir Einweghandschuhe und zur Unterlage eine alte Tageszeitung.

Reinigung der Grillroste

Sowohl der primäre Grillrost als auch der Warmhalterost werden mit einer handelsüblichen Edelstahlbürste grob gereinigt und im Anschluss daran durch Zuhilfenahme eines Küchentuchs mit Rapsöl dünn benetzt.

Reinigung der Aromaschienen

Um ungehindert Zugang zu den Aromaschienen zu bekommen, werden die zuvor gereinigten Grillroste kurzzeitig aus dem Grill entnommen. Die Aromaschienen sind bei hochwertigen Gasgrills wie dem Schickling-Grill PremioGas XL II aus rostfreiem Edelstahl und müssen lediglich mit einem Handfeger abgebürstet werden.

Wie bereits bei der Reinigung der Grillroste, fallen auch die Grillrückstände der Aromaschienen in der unten liegende Fettauffangwanne.

Reinigung der restlichen Ablagen

Nach erfolgter Reinigung der Aromaschienen, werden diese ebenfalls kurzzeitig aus dem Grill entnommen. Nun werden die trockenen Grillrückstände der zuvor schlecht zu erreichenden Bereiche mit dem Handfeger abgebürstet. Fettige Grillrückstände sollten ggf. mit einem Küchentuch abgewischt werden. Hartnäckige Grillrückstände sollten durch Zuhilfenahme des Holzkochlöffels abgeschabt werden.

Reinigung der Fettauffangwanne und Fettauffangschale

Alle zuvor entfernten Grillrückstände sowie Borsten der Edelstahlbürste und des Handfegers landeten auf der Fettauffangwanne. Nachdem die Fettauffangschale vorsichtig aus der dafür vorgesehen Halterung entnommen wurde, wird auch die Fettauffangwanne vollständig aus den Grill gezogen und auf eine zuvor ausgebreitete alte Tageszeitung gelegt.

Zur Reinigung der groben Verschmutzungen der Fettauffangwanne dient wieder einmal der Holzkochlöffel. Wie auf dem folgenden Bild zu erkennen ist, gelingt die Reinigung sehr einfach und ist in Windeseile erledigt. Nachdem die groben Verschmutzungen entfernt wurden, kann mit einem Küchentuch nachgewischt werden.

Reinigung der Außenteile des Grills

Zur Reinigung der Außenteile sprühen wir den gesamten Grill mit einem Fett- und Schmutzlöser wie z. B. Fusl von McBrikett ein und lassen diesen ca. 5 Minuten lang einwirken.

Anschließend entfernen wir mit einem Küchentuch den Schmutz und wischen noch einmal mit einem mit Wasser befeuchteten Tuch hinterher.

Zu guter Letzt nutzen wir einen handelsüblichen Edelstahlreiniger, welchen wir nur sehr dünn auftragen. Dieser lässt unseren Schickling-Grill PremioGas XL II wieder im Glanze erstrahlen. Der komplette Reinigungsvorgang dauert in der Regel zwischen 15 und 20 Minuten.

Viel Erfolg bei eurer nächsten Reinigungsaktion und viel Spaß beim nächsten Grillen!

Scallops an Couscous mit frischem Gemüse

Unsere Scallops an Couscous mit frischem Gemüse eigenen sich sowohl für den kleinen Hunger zwischendurch, als auch als Appetizer für den erfolgreichen Start eines langen Grillabend.

Zu den Vorbereitungsschritten zählt lediglich das Würfeln von Gemüse. – Die eigentliche Zubereitung des unglaublich schmackhaften Gerichts geht sehr schnell vonstatten.

Zutaten
10 Scallops, Jakobsmuscheln o. ä.
gutes Olivenöl
1/2 – 1 Knoblauchzehe
1 TL Thymian
50 g Couscous
125 ml Fisch-Fond
1/2 Paprika
1/2 Zucchini
1 Tomate
Ankerkraut Cayenne
Ankerkraut Koriander Blatt
Ankerkraut Curry
feines Meersalz
guter Pfeffer (z. B. Ankerkraut Hamburger Kapitänspfeffer)

Die Zubereitung der Scallops an Couscous mit frischem Gemüse geht relativ schnell, weshalb wir für unseren Holzkohlegrill, dem Premio XL II von Schickling-Grill, für nur kurze Zeit relativ wenig Hitze benötigen.

Wie immer zählen wir auf die Briketts von Greek Fire und lassen dazu einen circa halb gefüllten Anzündkamin Briketts durchglühen.

Zum Garen verwenden wir einen handelsüblichen Stieltopf sowie die kleine und große Schickling-Grill Grillschale.

Zunächst wird das Gemüse der o. a. Zutaten in kleine Würfel geschnitten, die (halbe) Knoblauchzehe gehackt und der Thymian gezupft.

Zubereitung des Couscous

Während über der direkten Hitze der Fisch-Fond im Stieltopf erhitzt wird, werden in der mit Olivenöl benetzten Grillschale der gehackte Knoblauch und der Thymian angeschwitzt.

Den Couscous in die Grillschale geben und ganz kurz anrösten. Anschließend mit dem kochenden Fisch-Fond übergießen, vom Grill nehmen und warm halten.

Zubereitung des frischen Gemüses

In einer weiteren mit Olivenöl benetzten Grillschale das Gemüse anbraten. Erst später die Tomatenwürfel hinzugeben.

Das Gemüse mit Cayenne, Koriander Blatt, Curry, feinem Meersalz und gutem Pfeffer würzen.

Das Couscous und das frische Gemüse aus den Grillschalen entnehmen und anschließend auf Tellern anrichten.

Zubereitung der Scallops

Während die Teller angerichtet werden, eine mit Olivenöl benetzte Grillschale über der direkten Glut erhitzen und die Scallops bereitstellen.

Die Scallops von jeder Seite für ca. 2 Minuten in der sehr heißen Grillschale braten.

Nach der Zubereitung die warmen Scallops direkt auf den zuvor angerichteten Teller drapieren und anschließend mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Campingaz Attitude Challenge – Lammkrone m. Miso-Auberginen u. Kichererbsen-Tahin-Püree

10 Länder, 10 landestypische Gerichte, 10 Tischgrills und 10 Foodblogger. Herzlich Willkommen zur Campingaz Attitude Challenge 2020 und vielen Dank an Camillo von Doncaruso-BBQ (zum Rezept…) für die Nominierung zur virtuellen Reise nach Griechenland und dem Campingaz Attitude 2100 LX im Gepäck.

Unsere Aufgabe war, ein landestypisches Rezept auf dem neuen Campingaz Attitude 2100 LX Tischgrill zuzubereiten. Anders als sicherlich zunächst erwartet, verbinden wir mit Griechenland nicht nur Gyros, Souvlaki, Tsatsiki & Co. – Erst letzten Sommer verschlug es unsere Familie nach Kreta, der größten griechischen Insel, auf der wir viele landestypische Rezepte kennen und lieben lernten.

Unser Rezept „Lammkrone mit Miso-Auberginen und Kichererbsen-Tahin-Püree“ soll neben der griechischen Küche auch die Vielfalt des Tischgrills Campingaz Attitude 2100 LX widerspiegeln. – Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zum Attitude 2100 LX lest ihr im Anschluss des nun folgenden detaillierten Rezepts.

Die Vorstellung des Campingaz Attitude 2100 LX und die Zubereitung des Rezepts könnt ihr euch auch in bewegten Bildern anschauen. Hier entlang…

Damit die Campingaz Attitude Challenge 2020 weitergeht, nominieren wir als nächstes Olly von Living-BBQ und schicken ihn nach Indonesien. Wir sind gespannt auf seine kulinarische Antwort…!

Zutaten
2 x Lammkarree
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 kleine Zwiebeln
3 Karotten
6 Stangen Staudensellerie
2 – 3 feingehackte Knoblauchzehen
frischer Rosmarin
5 Auberginen

für die Misosauce
200 ml trockener Weißwein
200 g Zucker
100 ml Mirin
300 g Misopaste

für das Kichererbsen-Tahin-Püree
450 g vorgegarte Kichererbsen
Saft einer Zitrone
1 EL Tahin
1 Knoblauchzehe
2 EL guten Olivenöl
Paprika edelsüß
schwarzer Sesam

Zubereitung der Miso-Sauce

Für die Miso-Sauce werden nur relativ wenige Zutaten benötigt, welche perfekt in der gusseisernen Campingaz Pfanne mit Grillrost, einem optionalen Culinary Modular Zubehör zubereitet werden kann.

Zunächst die Campingaz Pfanne mit Grillrost mit Wasser füllen, leicht köcheln lassen und anschließend einen weiteren Topf über das köchelnde Wasser setzen. In dem nicht mit dem Wasser in Berührung kommenden Topf den Weißwein und das Mirin gießen. Den Zucker unter ständigen Rühren mit dem Schneebesen auflösen.

Sobald der Zucker aufgelöst ist, die Misopaste einrühren und anschließend ca. eine Stunde lang reduzieren lassen, bis eine dickflüssige Miso-Sauce entstanden ist.

Zubereitung der Miso-Auberginen

Die Auberginen schälen und in dicke Stücke schneiden.

Die Auberginenstücke auf Backpapier ausbreiten, rundherum mit Salz bestreuen und ca. eine Stunde lang ruhen lassen.

Die Auberginenstücke ggf. abtrocknen und anschließend auf den vorgeheizten gusseisernen Grillrost des Attitude 2100 LX grillen.

Sobald die Auberginenstücke Farbe angenommen haben und beginnen weich zu werden, vom Grill nehmen, in eine Schüssel geben und anschließend in der Miso-Sauce marinieren. Kurz vor dem Servieren des Menüs noch einmal kurz grillen.

Zubereitung des Tahin-Pürees

Alle o. a. Zutaten für das Tahin-Püree unter Zugabe von ca. 100 ml Wasser mit einem Stabmixer pürieren und anschließend bis zum Servieren zur Seite stellen.

Zubereitung der Lammkrone

Den Fettdeckel der beiden Lammkarrees entfernen und das Fleisch grob parieren.

Das Gemüse klein schneiden.

Die Zwiebeln, Karotten, Staudensellerie und die feingehackten Knoblauchzehen in der gusseisernen Campingaz Pfanne braten und anschließend mit frisch gemahlenem Pfeffer und Meersalz würzen sowie den frischen Rosmarin hinzugeben.

Auf der anderen Grillrost-Hälfte des Attitude 2100 LX die beiden Lammkarrees auflegen und beidseitig scharf angrillen.

Sobald sich ausreichend Röstaromen in Form von Brandings gebildet haben, die Lammkarrees vom Grillrost nehmen.

Die beiden Lammkarres durch Zuhilfenahme eines Küchengarns zu einer Krone binden.

Die Lammkrone in die gusseiserne Campingaz Pfanne setzen, mit dem Gemüse füllen und anschließend bei indirekter Hitze von ca. 150°C, bis zu einer Kerntemperatur von ca. 58°C garen.

Zwischenzeitlich die marinierten Auberginen über der direkten Hitze grillen.

Unser Beitrag zur Campingaz Attitude Challenge: Lammkrone mit Miso-Auberginen und Kichererbsen-Tahin-Püree. Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Wichtige Zahlen, Daten und Fakten zum Attitude 2100 LX

Der stylische Campingaz Attitude 2100 LX verbindet professionelles Grillen mit einer kompakten und transportablen Maße. Durch seinen Deckel und den beiden getrennt regelbaren Gasbrenner mit einer Leistung von insgesamt 5 kW beherrscht der Attitude 2100 LX sowohl das direkte als auch das indirekte Grillen.

Bis auf den gusseisernen Grillrost mit Culinary Modular Basiseinsatz, welcher sich perfekt mit einer Edelstahlbürste reinigen lässt, können alle anderen entnehmbaren Teile in der Spülmaschine gereinigt werden.

Möglich macht die mühelose Reinigung das sogenannte InstaClean System, welches aus insgesamt 4 Aluminium-Wänden besteht und sich in Windeseile werkzeuglos entnehmen lässt.

Wie in unserem obigen umfangreichen Rezept zu sehen ist, gelingen mit dem Attitude 2100 LX die umfangreichsten Menüs. Des Weiteren schätzen wir den stylischen Tischgrill für seine schnelle Einsatzbereitschaft und seiner Power. Die gusseisernen Grillroste übersteigen in kürzester Zeit die 350°C Marke.

Ideal zur Zubereitung von z. B. Rindersteaks & Co.

Von außen köstliche Röstaromen und von innen saftiges rosa-farbenes Fleisch. – Das Ergebnis des Campingaz Attitude 2100 LX.

Technische Daten (laut Herstellerangaben)

Campingaz Attitude 2100 LX

Größe Grillfläche: 2100 cm2
Maße Grillfläche: 58 x 36 cm
Brenner: Blue Flame Brenner (Aluminierter Stahl) Anzahl Brenner: 2
Leistung: 5 kW
Campingaz InstaClean® System: Ja
Material der Grillfläche: Emailliertes Gusseisen Zusammensetzung Grillfläche: 100% Grillrost mit Culinary Modular Basiseinsatz
Zündung: Elektronische Zündung Temperaturanzeige: Analog
Deckelmaterial: Aluminiumspritzguss, matt schwarz Gewicht: 24.2 kg
Maße (B x T x H) offen: 65 x 69 x 73 cm
Maße (B x T x H) geschlossen: 65 x 52 x 36 cm
Preis: 329 EUR

Weitere Hersteller-Infos zum Attitude 2100 LX…

Das Rezept in bewegten Bildern: Hier entlang…

Pork Belly Burnt Ends Burger mit Guacamole

Pork Belly Burnt Ends sind geschmacklich der absolute Hammer und von einer richtig fetten BBQ-Party nicht mehr wegzudenken. Wir hatten uns gefragt, wie wir die kleinen, meist als Appetizer verwendeten Köstlichkeiten in eine ganze Mahlzeit integrieren könnten und sind auf die Idee gekommen, sie zusammen mit einem Salatblatt in einen selbstgemachten Burger-Bun zu legen und mit Guacamole-Dip zu verfeinern.

Das Ergebnis ist ein kulinarischer Glückstreffer und sollte von euch unbedingt einmal nachgegrillt werden!

Zutaten
1 – 2 kg Schweinebauch (von Kreutzers)
BBQ-Rub (z. B. Saus.Guru Raspberry Rub)
BBQ-Sauce (z. B. Saus-Guru Raspberry & Chipotle)
Honig
250 g Butter
Lollo Rosso Salat
Burger Buns (nach diesem Rezept…)

für den Guacamole-Dip
2 reife Avocados
Saft einer halben Zitrone
1 – 2 fein geschnittene Knoblauchzehen
2 fein gewürfelte Tomaten
1 – 2 EL Joghurt, natur
Meersalz
guter Pfeffer

Zubereitung Guacamole-Dip

Die Zubereitung des Guacamole-Dips ist super einfach und in wenigen Minuten erledigt.

Nachdem die Avocados halbiert worden sind, die Kerne entfernen, mit einem Esslöffel das Fruchtfleisch entnehmen und anschließend mit einer Gabel zu einer weichen Masse zerdrücken.

Der weichen Masse den Saft einer halben Zitrone, die fein geschnittenen Knoblauchzehen, die fein gewürfelten Tomaten und den Joghurt hinzufügen und anschließend mit gutem Pfeffer und Meersalz würzen.

Zum Durchziehen für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Zubereitung der Pork Belly Burnt Ends

Während der Schweinebauch vorbereitet wird, den Grill oder Smoker, in unserem Fall der Pelletgrill Weber SmokeFire EX6 auf ca. 125°C einregeln.

Die Schwarte vom Schweinebauch trennen und darauf achten, dass ein wenig Fett stehen bleibt. Ggf. die Rippenknochen und Knorpel aus dem Fleisch lösen.

Den Schweinebauch zunächst in ca. 3 – 4 cm breite Streifen, anschließend in 3 – 4 cm breite Würfel schneiden.

Die Schweinebauchwürfel großzügig mit BBQ-Rub bestreuen und anschließend gleichmäßig in das Fleisch einmassieren. Idealerweise über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Die einzelnen Würfel 2 Stunden lang indirekt bei ca. 125°C garen, ggf. Fettauffangschalen unterstellen.

Nach der 2-stündigen Rauchphase haben die Pork Bellys eine leicht gold-braune Farbe angenommen.

Die Würfel in eine feuerfeste Form geben und großzügig mit Honig sowie Butter bedecken. Wir nutzen dazu die zuvor verwendeten Fettauffangschalen.

Die Fettauffangschalen sorgfältig mit Alufolie verschließen und anschließend weitere 1,5 Stunden bei 140°C auf dem Grill garen.

Durch den karamellisierten Honig haben die kleinen Pork Bellys bereits Glanz angenommen, sind unglaublich saftig und ganz besonders zart. Wer es nicht mehr aushält, kann nun bereits zugreifen.

Wir ziehen es jedoch vor, die kleinen Würfelchen mit leckerer BBQ-Sauce zu veredeln. Dazu wird zunächst das gesamte Fett in die eine Fettauffangschale gegossen und anschließend das gesamte Fleisch in die andere Fettauffangschale gelegt sowie die BBQ-Sauce bereitgestellt.

Nun werden die Pork Belly Burnt Ends großzügig in BBQ-Sauce gewälzt bzw. vorsichtig untergehoben, damit sie vor lauter Zartheit nicht auseinanderfallen.

Zu guter Letzt kommen die Würfelchen noch 20 – 30 Minuten auf den Grill.

Bau des Pork Belly Burnt Ends Burger mit Guacamole

Weniger ist manchmal mehr, und genau aus diesem Grund benötigen wir für unsere köstlichen Burger lediglich Bun, Fleisch, Guacamole und ein Salatblatt.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Lachs v. d. Zedernholzplanke mit Rosmarinkartoffeln u. Kräuterdip

Selbst für die meisten nicht so sehr überzeugten Fisch-Fans ist Lachs eine willkommene Alternative zu Fleisch. Mit der Zubereitung eines Lachsfilets hat man am wenigsten zutun, wenn man ihn auf der Holzplanke gart. Der tolle Nebeneffekt beim Garen auf der Holzplanke ist, dass die Aromen des feinen Rauchs in den Fisch übergehen und einen genialen Geschmack hinterlassen.

Damit es unkompliziert und schnell geht, reichen wir fix zubereitete Rosmarinkartoffeln mit einem selbstgemachten Kräuterdip.

Zutaten
1 – 1,5 kg frisches Lachsfilet
1 kg kleine Kartoffeln
1 – 2 frisch gehackte Knoblauchzehen
2 – 3 EL frischen Rosmarin
gutes Olivenöl
grobes Meersalz
Pfeffer

für den Kräuter-Dip
200 g Schmand
200 g Miracel Whip
1 frisch gehackte Knoblauchzehen
0,5 Päckchen tiefgefrorene 8-Kräuter-Mischung

für die Glasur
2 EL Butter
2 EL brauner Zucker
1 TL Honig
1 EL Sojasauce
2 EL Senf
1/2 TL frisch geriebenen Ingwer

Zubereitung der Rosmarin-Kartoffeln

2 – 3 EL frischen Rosmarin grob hacken, die kleinen Kartoffeln ggf. waschen und abtrocknen sowie die weiteren Zutaten bereitstellen.

Die kleinen Kartoffeln in einer Grillschale (Schickling-Grill Grillschale groß) großzügig mit Olivenöl beträufeln und anschließend mit Rosmarin, 1 – 2 klein gehackten Knoblauchzehen, groben Meersalz und Pfeffer bestreuen.

Die Grillschale mit den Rosmarinkartoffeln in den indirekten Bereich des zuvor auf ca. 190 – 200°C vorgeheizten Grills stellen und so lange garen, bis sie beginnen weich zu werden und Farbe anzunehmen.

Zubereitung des Lachsfilets

Auf dem Seitenbrenner des Grill, in unserem Fall der Burner des Schickling-Grill PremioGas XL II, in einem kleinen Topf die Butter mit dem braunen Zucker und später auch den Honig zum Schmelzen bringen.

Den Senf und die Sojasauce einrühren und anschließend den geriebenen Ingwer hinzugeben.

Während die Lasur zubereitet wird, die Zedernholzplanke über die direkte Hitze legen und bei geschlossenem Deckel so lange erhitzen, bis das Holz knackt und sich leichter Rauch entwickelt.

Den Lachs auf die Holzplanke legen und anschließend durch Zuhilfenahme eines Silikonpinsels mit der Lasur bestreichen.

Die Holzplanke bei einer Gartemperatur von ca. 160°C in den indirekten Bereich des Grills legen.

Zur Überwachung der Kerntemperatur sollte ein Temperaturfühler verwendet werden. Damit der Lachs schön saftig bleibt ist unsere Empfehlung, die Kerntemperatur von 54°C nicht zu überschreiten.

Zubereitung des Kräuterdips

Eine Knoblauchzehe hacken sowie den Schmand, Miracel Whip und die Hälfte der tiefgefrorenen 8-Kräuter-Mischung bereitstellen.

Alle Zutaten vermischen und anschließend zum Durchziehen in den Kühlschrank stellen.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Praxistest: Pelletgrill Weber SmokeFire EX6

Im Jahre 1952 mit dem weltberühmten Kugelgrill begonnen, weitete der US-amerikanische Grillhersteller Weber sein Produktportfolio von Holzkohlegrills über Gasgrills bis hin zu Elektrogrills stetig aus und bietet seit Frühjahr 2020 seine ersten beiden Pelletgrills auch in Deutschland an. – Der große Weber SmokeFire EX6 und sein kleinerer Bruder Weber SmokeFire EX4.

Bereits zu Beginn diesen Jahres konnten wir weit vor dem eigentlichen Produktlaunch mit einigen anderen Grillbloggern im Weber Grillakademie Original Headquarter Ingelheim exklusiv die beiden neuen Weber SmokeFire genauestens unter die Lupe nehmen und hatten daraufhin ausführlich über unsere Social-Media-Kanäle Instagram– und Facebook darüber berichtet.

Mittlerweile ist der große Weber SmokeFire EX6 auch bei uns eingezogen, welchen wir in den vergangenen Wochen ausführlich für euch getestet haben.

Lieferung des Weber SmokeFire EX6

Der Weber SmokeFire EX6 wird von einer Spedition auf einer großen Holz-Einwegpalette mit den Maßen 1,40 m x 0,80 m geliefert. Wie auf dem folgenden Bild zu erkennen ist, ist der große Karton im unteren Bereich durch 6 sich paarweise gegenüberliegende Kunststoffverschlüsse verschlossen. Nach dem Entnehmen der Kunststoffverschlüsse, kann der Deckel des Kartons ganz einfach empor gehoben werden.

Nach dem Abheben des Deckels erhält man freie Sicht auf den Inhalt der Palette, der aus dem eigentlichen Grillkessel und diversen Kartons besteht.

Jeder der einzelnen Kartons ist alphabetisch beschriftet. Ihre Buchstaben korrespondieren mit denen in der sehr gut beschriebenen und bebilderten Aufbauanleitung.

Montage des Weber SmokeFire EX6

Der Aufbau des Weber SmokeFire EX6 ist sehr einfach und in weniger als einer Stunde erledigt. Beim Abpacken der Palette sollte darauf geachtet werden, dass das aufgeklebte schützende Endpolster auf der linken Seite der Grillkammer erst nach der Montage der Beine entfernt werden darf. Grund dafür ist, dass der gesamte Korpus zunächst auf die Seite gekippt werden muss.

Das sehr stabile schützende Endpolster wurde extra für die hohe Belastung gefertigt.

In dieser Position werden dem Pelletgrill zunächst die vier Beine und anschließend die vier Rollen angeschraubt. Die Zuordnung der unterschiedlichen Beine ist sehr einfach gelöst: Zwei der Beine besitzen einen gelben Aufkleber mit einen Stern, die beiden anderen Beine einen roten Aufkleber mit einen Dreieck. Die jeweils dazugehörenden identischen Aufkleber finden sich entsprechend auf den Beinaufnahmen.

Beim Anschrauben der Rollen muss darauf geachtet werden, dass die beiden lenkbaren Rollen nach hinten und die beiden lenk- und feststellbaren Rollen nach vorne angeschraubt werden. Anschließend wird durch Hilfe einer weiteren Person der gesamte Korpus auf seine Beine gestellt.

Als nächstes muss die vordere Beinverstrebung sowie die Asche- und Fettauffangschublade montiert werden.

Auf der Rückseite des Weber SmokeFire EX6 befindet sich eine Serviceklappe, welche u. a. Zugang zur Glühkerze bietet. Die Glühkerze ist im Lieferumfang mit inbegriffen und muss vor der ersten Inbetriebnahme zunächst vom Käufer eingesetzt werden. Laut Weber ist die Glühkerze ein Verbrauchsteil und besitzt eine Lebensdauer von ca. 150 – 200 Starts. Genauso wie man immer ausreichend Pellets zu Hause haben sollte, empfiehlt es sich stets eine Ersatz-Glühkerze zurückzulegen.

Nachdem die Glühkerze vom hinteren Bereich aus in die Brennkammer geführt wurde, kann die Serviceklappe wieder verschraubt werden.

Aus dem Innenraum des Grills betrachtet, befindet sich die Glühkerzen-Spitze nun im unteren Bereich der Brennkammer.

Beim Einsetzen des Pelletrosts muss darauf geachtet werden, dass die Glühkerzen-Spitze durch die kreisrunde Öffnung ragt.

Nun wird das letzte Teil der eigentlichen Brennkammer aufgelegt und im nächsten Schritt zusammen mit der Pelletrutsche verschraubt.

Die Pellet-Rutsche garantiert, dass ausreichend Abstand zwischen den Pellets in der Förderschnecke und den entzündeten Pellets in der Brennkammer besteht. Dadurch ist ein Rückbrand in die Pelletkammer nahezu ausgeschlossen.

Über die Pellet-Rutsche und der Brennkammer wird ein Tiegel zur besseren Wärmeleitung positioniert.

Damit keine Fette und Fleischsäfte in die Förderschnecke und der Brennkammer gelangen, wird zwischen den sechs, bereits aus vielen Weber Gasgrills bekannten Aromaschienen (Flavorizer Bars) aus Edelstahl, eine entsprechend große emaillierte Abdeckung gesetzt.

Zu guter Letzt wird zunächst der 4-teilige GBS-Rost aus Edelstahl eingesetzt…

…und anschließend die obere Grillebene aufgelegt.

Die Features des Weber SmokeFire EX6

Bauart bedingt sieht der Weber SmokeFire EX6 ganz anders aus als ein konventioneller Weber Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill. – Trotzdem ist es den Weber-Designern durch den Einsatz bekannter Materialien, wie z. B. dem pechschwarzen emaillierten Deckel mit dem genieteten Metallband, dem allseits bekannten Weber-Logo und dem bereits aus der Weber Genesis-Reihe bekannten üppigen Griff gelungen, einen sehr hohen Wiedererkennungseffekt zu schaffen.

Die sehr stabilen Griffe sind super schick und sehr wertig verarbeitet. Um bei einem Transport z. B. Bordsteinkanten zu überwinden, kann der SmokeFire sogar kurzzeitig an dem seitlichen sehr robusten Griff angehoben werden.

Die beiden Deckelscharniere sind sehr stabil verarbeitet und ließen sich ab Werk nur relativ schwer öffnen. Durch ein leichtes Lösen der beiden selbstsichernden Muttern ist dieses kleine Problem nun Geschichte.

Die Asche- und Fettauffangschublade ist sehr bequem im unteren Bereich des Pelletgrills erreichbar. Es sollte unbedingt darauf geachtet werdet, dass sich die Asche- und Fettauffangschublade nach dem Rollen des Grills nicht selbstständig ausgefahren hat – diese sitzt nämlich relativ locker in der Vorrichtung.

Der Tisch des Weber SmokeFire EX6 ist optisch sehr ansprechend, ausgesprochen stabil und ausreichend groß. Er hält zwei Haken zum Aufhängen von Grill-Tools wie z. B. Grillbürste, Grillzange usw. vor.

Der Controller lässt sich über eine kostenlos erhältlichen Smartphone-App für iOS und Android via Bluetooth, WLAN und Cloud sowie manuell per Hand steuern – dazu später mehr.

Die Pelletkammer hält ausreichend Platz für ca. 9 kg Pellets vor.

Wie in damaligen Medienberichten zu lesen war, hatte der Weber SmokeFire in einem früheren Stadium Probleme, dass Pellets auf der nicht ausreichend steil gestalteten Schräge der Pelletkammer ungehindert nachrutschten konnten. Dieses Problem wurde zwar durch eine leichte Modifikation (steilere Schräge des Trichters durch zusätzlichen Metallboden) werkseitig behoben, verringert jedoch das Fassungsvermögen der Pelletkammer um ca. 1 kg Pellets von damals ca. 10 kg auf nun 9 kg.

Weber bietet zurzeit drei verschiede Sorten 100 % natürliche Holzpellets in 9 kg Gebinde: Hickory, Apfelholz und Grill Academy Blend.

Im Innern der Pelletkammer überwacht eine Einheit den Füllstand der Pellets und alarmiert per App und über das LCD-Display ausreichend früh darüber, wenn neue Pellets nachgelegt werden müssen.

Im hinteren Bereich des Pelletgrills befindet sich ein leicht schräg eingeschobenes Blech, welches das Ausleeren der Pelletkammer vorsieht.

Zieht man an dem Blech, fallen die gesamten Pellets ohne weitere Vorwarnung aus der Pelletkammer in den drunterliegenden Bereich, in dem man zuvor einen Auffangeimer hingestellt haben sollte. Der Wechsel der Pellets über die Pellet-Entleerklappe ist praktisch, da so ein schneller Wechsel von z. B. Apfel- auf Hickory-Pellets gewährleistet wird.

Bleiben wir noch kurz in dem hinteren Bereich des Pelletgrills. Drei Entlüftungsschlitze sind so gefertigt, dass bei Regen kein Wasser in den Garraum eindringen kann. Des Weiteren können über die Schlitze schnurgebundene Temperaturfühler in den Garraum geführt werden.

Im Innern des Weber SmokeFire EX6 überwacht ein integrierter Temperaturfühler die Garraumtemperatur und gibt diese Werte an den Controller weiter. Der Temperaturfühler befindet sich in der Mitte des hinteren Bereichs des Hauptgrillrostes.

Apropos Grillrost: Die Position des oberen Grillrosts kann in der Tiefe variiert werden. Das ist z. B. beim Mobben von im hinteren Bereich liegenden Spare Ribs sehr praktisch.

Der Weber SmokeFire EX6 ist durch seinen Style und seiner Größe ein echter Hingucker!

Zum Schutz vor Regen und Verunreinigungen wie z. B. Blütenstaub kann der Weber SmokeFire durch eine optional erhältliche Abdeckhaube geschützt werden.

Funktionsweise des Weber SmokeFire EX6

Die Funktionsweise des Weber SmokeFire EX6 ist im Grunde genommen recht einfach und logisch. Die Pellets werden durch eine Förderschnecke aus der Pelletkammer ins Innere des Pelletgrills befördert.

Die Pellets fallen aus der Förderschnecke über die Pelletrutsche in die Brennkammer, in der sie durch die Glühkerze entzündet und schlussendlich verbrannt werden. Die Fördermenge der Pellets ist dabei immer abhängig von der zu erzielenden Gartemperatur: Diese wird über den integrierten Temperaturfühler im Garraum an den Controller übergeben, welcher wiederum mehr oder weniger Pellets nachbefördert.

Die Funktionsweise des Controllers

Die Bedienung über das Display des Controllers ist sehr intuitiv und bedarf weder einer Bedienungsanleitung noch einer besonders langen Eingewöhnungsphase.

Auf der rechten Hälfte des Controllers befinden sich 3 Tasten:
– Menü-Taste / Home-Taste
– App-Taste (QR-Code zur App)
– Timer-Taste (Gerät zeitgesteuert ausschalten)

Des Weiteren lässt sich durch das Betätigen des großen „click and wheel“-Rades durch die einzelnen Menüs navigieren und bestätigen.

Über die Menü-Taste lassen sich folgende Funktionen auswählen:
– Home
– Temperatureinstellung
– SmokeBoost
– Sprache
– Die App laden
– Über Weber
– Regelnd
– Glühkerzen austauschen
– Auf Werkseinstellung zurücksetzen
– Ausschalten

Standardmäßig wird die Ist- und Soll-Gartemperatur in großen Zahlen angezeigt. Sind alle 4 Temperaturfühler eingesteckt, verkleinert sich die Anzeige entsprechend, sodass nahezu alle Temperaturen auf einem Blick am Display ablesbar sind.

Der Weber SmokeFire EX6 ist in Windeseile einsatzbereit: Pellet-Füllstand kontrollieren, per Hauptschalter einschalten, Soll-Temperatur zwischen 95°C und 315°C eingeben und bestätigen – und schon geht es los.

Eine weitere sehr sinnvolle Funktion ist der Modus „SmokeBoost“. Ist dieser Modus gewählt, entwickelt der SmokeFire ausgesprochen viel Rauch, welches kürzer gegarten Grillgut zugutekommt.

Die Funktionsweise der App „Weber Connect“

Das gesamte Leistungsspektrum des Weber SmokeFire EX6 kommt erst dann zum Vorschein, wenn die Hardware mit der App „Weber Connect“ gekoppelt wird. Die App steht sowohl unter iOS als auch unter Android kostenlos zur Verfügung.

Bei der Erstinbetriebnahme wird der EX6 mit der App „Weber Connect“ via Bluetooth gekoppelt. Anschließend folgt die optionale Einbindung in das heimische WLAN. Ist dieses geschehen, kann fortan sogar ganz automatisch über eine integrierte Cloud-Funktion auf das Gerät zugegriffen werden. Das ist praktisch um auch aus der Ferne prüfen zu können, in welchem Zustand sich der Grill und das Gargut befindet, um ggf. noch einmal die Gartemperatur nach oben oder nach unten anzupassen oder den Grill auszuschalten.

Die Gestaltung der App erweist sich generell als sehr übersichtlich. Alle wichtigen Informationen können auf einem Blick abgelesen werden.

Über die Push-Integration werden wichtige Status-Informationen, wie zum Beispiel das Erreichen der zuvor bestimmten Gartemperatur oder das Erreichen der manuell eingestellten Zieltemperatur des Grillguts auf das Smartphone ausgegeben.

Genauso wie am Controller selbst, kann der Modus SmokeBoost auch aus der Ferne über die „Weber Connect“-App ausgegeben werden.

Die Einstellung der gewünschten Zieltemperatur ist mit wenigen Klicks erledigt.

Durch einen in der App integrierten Grill-Wizard ist es möglich, sich spielend einfach durch vordefinierte Programme leiten zu lassen. Dadurch wird selbst unerfahrenen Smoker-Fans die Möglichkeit geboten, stets beste Ergebnisse zu erzielen. Selbstverständlich können die Zieltemperaturen jedes einzelnen Temperaturfühlers auch manuell eingegeben und dem jeweiligen Anschluss-Port zugewiesen werden.

Sobald die Zieltemperatur erreicht wurde, wird per Push-Nachricht informiert.

Schlussendlich kann der Weber SmokeFire EX6 auch aus der Ferne abgeschaltet werden.

Sobald der Abschaltvorgang abgeschlossen wurde, welcher bis zu 15 Minuten lang dauern kann, wird wieder per Push-Nachricht informiert.

Die ersten Grill-Sessions mit dem Weber SmokeFire EX6

Um aussagekräftige Praxiserfahrungen zu sammeln, stand unser EX6 in den letzten 3 Wochen nicht mehr still. Ob im oberen Temperaturbereich von ca. 315°C, zum direkten Grillen von Steaks und Grillwürstchen, über mittlere Temperaturen von ca. 200°C zum indirekten Grillen von Bacon Bombs & Co., bis hin zum Smoken im low´n´slow-Bereich von ca. 125°C zum Garen von Short Ribs, Pulled Pork, ganze Braten, Spare Ribs, Pork Belly Burnt Ends und vieles mehr. – Alles gelang wie geplant und schmeckte vorzüglich! Nachfolgend ein paar Impressionen.

Zwar sahen die 4 Grillwürstchen auf dem riesengroßen Grillrost des Weber SmokeFire EX6 recht verloren aus, dass Ergebnis sprach jedoch für sich!

Noch deutlicher ist das gute Ergebnis bei einem hochwertigen Australischen Ribeye Steak zu erkennen. Von außen ein tolles Branding und von innen super saftiges zartes Fleisch. Das Branding kann selbstverständlich noch intensiviert werden, wenn man den Sear Grate Einsatz des Weber GBS nutzt.

Genauso wie es sich bereits bei etlichen Pulled Pork-Sessions bewahrheitet hat, gestaltete sich auch die Zubereitung dieser monströs erscheinenden neun Stunden gesmokten Short Ribs als Kinderspiel.

Schwer voll zu bekommen: Spare Ribs hier, Schweinelachs dort. – Auf dem Weber SmokeFire EX6 ist Platz für mindestens 2 hungrige Fußballmannschaften.

Alle Ergebnisse überzeugten: Stets saftig von innen und mit delikaten leichten Rauchgeschmack.

Anders als bei reinen Pellet-Smokern sonst üblich, sollte bei sehr fettigen und saftigen Fleisch, wie bei diesen Pork Belly Burnt Ends, unbedingt eine Fettauffangwanne untergestellt werden.

Vielleicht sogar unsere besten Pork Belly Burnt Ends bzw. Pork Belly Burger mit Guacamole ever!

Die Hitzeverteilung des Weber SmokeFire EX6

Zur Überprüfung der Hitzeverteilung statteten wir alle vier Bereiche des Weber SmokeFire EX6 mit einem Temperaturfühler aus, welchen wir jeweils durch Zuhilfenahme einer kleinen Kartoffel exakt auf Rosthöhe positionierten.

Das Ergebnis bei einer Gartemperatur von 125°C verriet, dass im Bereich des oberen Grillrostes ca. 8°C – 14°C höhere Temperaturen herrschten als die beim unteren Grillrostes. Des Weiteren sagte uns dieser Test aus, dass die eingestellten 125°C sich am positivsten auf das Gargut im low´n´slow-Bereich auswirkten.

– oben links: 120°C
– oben rechts: 114°C
– unten links: 106°C
– unten rechts: 106°C

Wir sind tatsächlich sehr begeistert von den gleichmäßigen Temperaturen.

Der Verbrauch des Weber SmokeFire EX6

Nach unseren Praxiserfahrungen verbraucht der Weber SmokeFire EX6 bei einer Außentemperatur von ca. 20°C ca. 850 g Pellets pro Stunde. Somit reicht eine Pelletkammer-Füllung von 9 kg nicht ganz aus, um eine Ladung Pulled Pork über einen Zeitraum von 12 Stunden fertig zu garen. Dazu wären rein rechnerisch 10,2 kg notwendig. Ganz klar, der relativ hohe Pellet-Verbrauch ist dem sehr großen Garraum zuzuschreiben. Selbstverständlich lassen sich jedoch jederzeit Pellets während des Betriebs nachlegen.

Die Reinigung des Weber SmokeFire EX6

Die Reinigung des Weber SmokeFire EX6 gestaltete sich als einfach: 3 Teile des 4-teiligen Hauptgrillrosts auf die linke Seite legen, im Sichtfeld liegende Aromaschienen übereinander stapeln, Hitzeverteilungs-Tiegel entfernen und anschließend ausfegen. Nach einem Pellet-Verbrauch von ca. 20 kg sah der Innenraum wie folgt aus.

Die übrig gebliebene Asche kann ganz einfach mit einem Handfeger durch die beiden im Boden vorhandenen Öffnungen in die Asche- und Fettauffangschublade gefegt werden. Verkrustete Stellen können durch Zuhilfenahme des im Lieferumfang enthaltenen Kunststoff-Spachtels entfernt werden.

Wir haben gewogen: Aus ca. 20 kg Pellets entstandenem ca. 138 g Asche.

Zahlen, Daten und Fakten (Herstellerangaben)

Weber SmokeFire EX6

Größe (Deckel offen): 157 cm H x 140 cm B x 84 cm T
Größe (Deckel geschlossen): 119 cm H x 140 cm B x 84 cm T
Abmessungen oberer Grillrost: 25 cm x 91 cm
Abmessungen unterer Grillrost: 46 cm x 91 cm
Brennstoffart: Holzpellets
Seitentische: 1
Lenkrollen: 2
Lenkrollen mit Stoppfunktion: 2
Besteckhalter: 2
Fleisch-Temperaturfühler mitgeliefert: 1

Features
Edelstahlgrillrost mit Gourmet BBQ System (GBS)
Flavorizer Bars aus Edelstahl
Asche- und Fettauffangsystem für einfache Reinigung
Großer Edelstahl-Seitentisch
Robustes Stahl-Fahrgestell
Temperaturbereich von 95°C – 315°C
Kapazität für 4 Kerntemperaturfühler
Benachrichtigung und Schritt-für-Schritt-Anleitung über Weber Connect App
Trichter mit Fassungsvermögen von 10 KG (nachgemessen 9 kg)
Deckel und Grillkammer porzellanemailliert
LCD-Display
Intelligente Weber Connect Grilltechnologie
Porzellanemailliert Hitzeschirm

Preis: 1.499 EUR

Fazit

Der Weber SmokeFire EX6 kann nur so gut sein, wie seine Software die ihn regelt. – Und das gelingt mit der aktuellen Firmware und der neuesten App mittlerweile unglaublich gut! Wie wir über unsere Social-Media-Kanäle Instagram– und Facebook bereits berichteten, war das anfangs mit der ab Werk ausgelieferten und anschließend erstmals aktualisierten Firmware nicht der Fall, weshalb dieser Praxistest auch zeitlich verzögert erschien. Das war gestern – was unser derzeitiger Praxistest jedoch bewertet ist das hier und jetzt!

Der Aufbau des Weber SmokeFire EX6 gestaltete sich durch die sehr gut beschriebene und reich bebilderte Aufbauanleitung als sehr einfach und war in unter einer Stunde erledigt.

Durch den Einsatz bekannter Materialien, wie z. B. dem pechschwarzen emaillierten Deckel mit dem genieteten Metallband, dem allseits bekannten Weber-Logo und dem bereits aus der Weber Genesis-Reihe bekannten üppigen Griff ist es den Weber-Designern gelungen, einen sehr hohen Wiedererkennungseffekt zu schaffen.

Sowohl der geschlossene Pellet-Grill mit den Maßen 119 cm H x 140 cm B x 84 cm T, als auch die beiden Grillroste mit den Breiten von 91 cm beeindrucken sehr!

Das Koppeln der Hardware (SmokeFire) mit der Software (App) gelang auf Anhieb, die Integration ins heimische WLAN, durch die allerdings manuelle und somit benutzerunfreundliche Eingabe der SSID ebenso.

Das Fassungsvermögen der Pelletkammer von 9 kg ist angesichts des hohen Pelletverbrauchs von ca. 850 g pro Stunde relativ gering und garantiert nur eine Laufleistung von ca. 10,5 Stunden, was für ein Pulled Pork nicht immer ausreichend ist. Nur gut, dass im Innern der Pelletkammer eine Einheit den Füllstand der Pellets überwacht und per App und über das LCD-Display ausreichend früh darüber informiert, wenn neue Pellets nachgelegt werden müssen.

Der Weber SmokeFire EX6 ist in Windeseile einsatzbereit: Pellet-Füllstand kontrollieren, per Hauptschalter einschalten, Soll-Temperatur zwischen 95°C und 315°C eingeben und bestätigen – und schon geht es los.

Alle von uns gegrillten bzw. gesmokten Gerichte gelangen auf Anhieb und schmeckten wie erwartet. Das Rauch-Aroma war weder zu stark noch war es zu schwach– genau richtig!

Der Pitmaster hat die Wahl: Er kann die meisten Einstellungen manuell am Controller oder aber über die kostenlose Android- und iOS-App „Weber Connect“ eingeben. Sowohl die Steuerung per Controller, als auch die per App (Bluetooth, WLAN oder Cloud) ist sehr intuitiv und setzt keine Vorkenntnisse voraus.

Die Reinigung: Die Asche- und Fettauffangschublade ist relativ groß, nur gelangen nicht die gesamten Grillrückstände dort hin, wo sie hingehören. Die Reinigung ist zwar einfach und geht recht schnell, muss jedoch spätestens vor jedem ca. zweiten Grill-Vorgang durchgeführt werden. Andernfalls könnten Fette und Asche die beiden im Boden vorhandenen Öffnungen verstopfen.

Bei sachgemäßer Nutzung des Weber SmokeFire EX6 sehen wir allerdings keine Gefahr für Verstopfungen oder Fettbrände. Vorausgesetzt es werden bei sehr fettigen und saftigen Fleisch Fettauffangwannen unter das Grillgut gestellt. Beim unteren Grillrost kann man diese direkt auf den Aromaschienen (Flavorizer Bars) aus Edelstahl platzieren.

Weber propagiert, dass es sich beim Weber SmokeFire um keinen Pellet-Smoker, sondern um einen Pellet-Grill handelt, welcher beide Typen (Grill und Pellet-Smoker) vereint. Aus diesem Grund soll wie z. B. bei einem konventionellen Grill mit Fettauffangwannen gearbeitet werden. Anders als bei den meisten uns bekannten Pellet-Smokern, kann mit dem Weber SmokeFire jedoch auch mit Temperaturen von bis zu 315°C direkt gegrillt werden, weshalb auch der GBS-Edelstahlgrillrost, für z. B. dem optionalen Sear Grate Einsatz zum Steak grillen mitgeliefert wurde.

Aus unserer Sicht ist der Weber SmokeFire EX6 der perfekte Grill für größere Familien, die sehr häufig Short Ribs, Pulled Pork, ganze Braten, Spare Ribs, Pork Belly Burnt Ends und vieles mehr smoken möchten aber für herkömmliche Steaks und Würstchen nicht einen weiteren Grill vorhalten möchten.

Wir sind sehr gespannt, mit welchen softwarebasierten Funktionen Weber den SmokeFire EX6 noch erweitern wird, dürfen aber jetzt schon, trotz der kleinen o. g. Abstriche, unsere Begeisterung für den Boliden aussprechen und beide Daumen emporstrecken. Wir grillen bzw. smoken unglaublich gerne mit dem Weber SmokeFire EX6!