Der Burnhard Earl 3-Brenner im Praxistest

Welchen Burnhard Gasgrill hätten Sie denn gerne? Darf es vielleicht ein grundsolider 2-, 3-, 4- oder 6-Brenner mit vielen Extras aus der Fred Serie sein oder lieber ein 3- oder 4-Brenner der nigelnagelneuen extrem robusten Royal Series mit sehr vielen Edelstahl-Komponenten und noch mehr vielen interessanten Extras?

Da wir uns beim letzten Burnhard-Testbericht, mit dem Fat Fred, das Flagschiff der Fred Serie angeschaut hatten, diesen auf Herz und Nieren untersuchten und darüber einen detaillierten Testbericht schrieben (zum Testbericht…), beschäftigen wir uns bereits seit Anfang Juli 2021 mit dem Earl S (3-Brenner), aus der neu erschienenen Royal Series.

Der Earl ist seit letzter Woche (29.07.2021) offiziell im Burnhard-Onlineshop bestellbar und wird in zwei unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Die beiden Earls mit 3- und 4-Brenner unterscheiden sich lediglich in ihrer Anzahl der verbauten Gasbrenner und in der sich dadurch ergebenen Breite.

Die Unterschiede zwischen dem 3- und 4-Brenner Burnhard Earl

Die Grillfläche des 4-Brenner Burnhard Earl ist 19,5 cm breiter als die des 3-Brenners.
Dementsprechend besitzt der 4-Brenner Earl, neben seinem zusätzlichen Gasbrenner, ein weiteres Grillrost-Element, eine weitere Aromaschiene, ein weiteres Hitzeleitblech sowie einen breiteren Warmhalterost, breitere Schubladen und einen breiteren Raum für die Gasflasche.

Das Gehäuse des 4-Brenner Burnhard Earl ist mit ausgebreiteten Seitentischen 16 cm und abgeklappten Seitentischen 20 cm breiter als beim 3-Brenner.
Der Preisunterschied zwischen den beiden Ausführungen beträgt exakt 200 EUR (17%). Somit ergeben sich 17 Prozent Aufpreis für 25 Prozent mehr Grillfläche und einen leicht erhöhten Platzbedarf.

Genug des Vergleichens und der vielen Zahlen. Wir haben uns dazu entschlossen, mit euch zusammen den Burnhard Earl 3-Brenner aufzubauen, auf ihn diverse Dinge zu grillen und dabei ganz genau unter die Lupe zu nehmen.

Der Lieferumfang des Burnhard Earl 3-Brenner

Wider Erwarten wird der Burnhard Earl 3-Brenner (kurz Earl S) in zwei unabhängigen Kartons geliefert. In einem Karton befindet sich der Unterschrank inklusive der Tür und aller Schubladen, der andere Karton hält hingegen den eigentlichen Grill mit Zubehör vor.

Die Verpackungen des neuen Burnhard Earl S schützen den neuen Grill aus der Royal Series verlässlich. Jedes Einzelteil ist in Folie verpackt sowie durch weitere kleinere Kartons und sehr viel Styropor garantiert vor Kratzer und Stößen geschützt. Alles andere als Umweltbewusst, jedoch für einen Grill in der Preisregion absolut nötig und angemessen, um ihn vor teuren Transportschäden zu schützen.

Die geeignetste Art und Weise unbeschadet an die fest im Karton verpackten Inhalte heranzukommen ist das Aufschneiden einer oder mehrerer Karton-Seiten.

Der besseren Übersicht halber haben wir alle Einzelteile aus ihren Kartons und Folien befreit und sie schön säuberlich auf dem Boden aufgereiht.

Unmittelbar fällt positiv auf, dass es sich im Vergleich zu vielen anderen Grills dieser Preis- und Leistungsklasse um sehr viel weniger Einzelteile handelt. Das liegt daran, dass viele der Komponenten, wie z. B. der Grillkessel (aus Aluminiumdruckguss und Edelstahl) inkl. Deckel, Gasbrenner und Regler sowie der Unterschrank, ab Werk bereits fertig montiert wurden.

Nachfolgend ein letzter Blick von oben in den nahezu vollständig vormontierten Unterschrank, auf dem später der Grillkessel montiert wird.

Die Montage des Burnhard Earl 3-Brenner

Zunächst wird der Unterschrank auf dem Kopf gestellt, um anschließend die 4 freilaufenden Rollen zu montieren. Alle dazu nötigen Schrauben und Muttern werden schön säuberlich in einer Blisterverpackung mitgeliefert – sogar die Werkzeuge und ein Set von Ersatzschrauben und -Muttern.

Nachdem der Unterschrank auf seinen eigenen Füßen steht, wird das Kreuz aus breiten Edelstahl-Laschen, auf dem später die Gasflasche stehen wird, eingesetzt.

Im oberen Bereich erhält der Unterschrank 2 Verstrebungen, welche nicht nur der besseren Versteifung dienen, sondern die Fettablaufwanne und Fettauffangschale aufnehmen.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem der Grillkessel samt vormontierten Gasbrennern, Drehregler, Deckel, Verkabelungen u.v.m. auf den Unterschrank gesetzt und verschraubt wird.

Zuvor müssen jedoch die Gasleitungen sowie die Verkabelungen der Zündung nach unten freigelegt werden. Um besser an die teilweise sehr versteckten Leitungen heranzukommen ist es ratsam, das gesamte Oberteil auf den Rücken zu legen. Zum Schutz vor Kratzern sollte unbedingt eine dicke Decke oder Styropor untergelegt werden. Die Leitungen befinden sich hinter dem Bedienpanel.

Eine Gasleitung muss in Richtung des Infrarot-Seitenbrenners und eine andere Gasleitung in Richtung der Gasflasche verlegt werden. Die Verkabelungen für die Zündung werden an einem Batterie-Modul angeschlossen, welcher im darauffolgenden Schritt an die Innenseite des Grills verschraubt wird.

Nun geht es Schlag auf Schlag: An den beiden Seiten des Gehäuses werden jeweils die Haltungen für die Seitentische angeschraubt.

Die beiden abklappbaren Seitentische müssen nur noch eingehängt und anschließend mit Schrauben fixiert werden.

Selbstverständlich darf der obligatorische Flaschenöffner nicht fehlen. Wie es sich für eine Royal Series jedoch gehört, in der sehr viel hochwertigeren gegossenen Form.

Nachdem die Hitzeleitbleche, die Aromaschienen, die Grillroste und der Warmhalterost eingesetzt wurden, ist der Burnhard Earl vollständig montiert und umgehend einsatzbereit.

Der Burnhard Earl 3-Brenner im Detail

Der Burnhard Earl 3-Brenner verfügt neben den 3 Hauptgasbrennern über 2 weitere Gasbrenner, in Form eines Infrarotkeramikbrenners im linken Seitentisch und einem Heckbrenner, welcher sich über die ganze Breite der inneren Rückwand erstreckt. Zum unabhängigen Zünden und stufenlosen Regeln der 5 Gasbrenner sind im Bedienpanel 5 Drehregler integriert.

Der mittlere sowie die beiden äußeren Regler zeichnen sich für die 3 Hauptgasbrenner verantwortlich, hingegen der kleine linke Regler den Infrarotkeramikbrenner im Seitentisch und der kleine rechte Regler den Heckbrenner steuern.

An den Fronten der beiden Seitentische befindet sich jeweils eine Ablage, welche ausreichend Platz für z. B. Gewürz-Gläser, Thermometer u.v.m. bereithält. Des Weiteren können an den 4 mitgelieferten Edelstahlhaken Grilltools wie z. B. Grillbürste, Grillzange oder Pfannenwender sowie Handtücher u.v.m. gehängt werden. Die Edelstahlhaken sind frei beweglich und können gleichermaßen am linken oder rechten Seitentisch befestigt werden.

Der linke Seitentisch dient sowohl als Ablage (bei geschlossenem Deckel) für BBQ-Saucen, Grillgut, Teller usw., als auch zur Zubereitung von typischen Seitenbrenner-Gerichten wie z. B. Kartoffeln, Zwiebeln, Saucen, Glühwein oder Bratkartoffeln, durch Zuhilfenahme eines Topfes oder einer Pfanne.

Das eigentliche Highlight des 4,5 kW Infrarotkeramikbrenners ist jedoch seine hohe Temperatur von über 800°C und bietet dadurch die Möglichkeit, Steaks scharf anzugrillen und ihnen eine durchgehende Kruste zu verleihen.

Der Grillrost des Infrarotbrenners ist aus Edelstahl gefertigt und lässt sich in zwei unterschiedlichen Höhen betreiben. Das folgende Bild zeigt den Grillrost in der obersten Stufe.

Auf der untersten Stufe wird der Grillrost in vier dafür vorgesehenen „Schnapper“ festgehalten, damit er beim Abklappen des Seitentisches nicht herausfällt.

Herunterlaufende Fette und Fleischsäfte werden in einer eigens dafür vorgesehenen Fettauffangschale gesammelt. Achtung: Bevor der linke Seitentisch abgeklappt wird, muss die Fettauffangschale gesäubert werden.

Vom linken Seitentisch kommen wir zum rechten Seitentisch, welcher ein Schneidebrett aus Akazienholz bereithält. Das Schneidebrett ist mit einer lebensmittelechten Lasur behandelt, sodass Feuchtigkeit nicht unmittelbar ins Holz einziehen kann. Trotzdem empfehlen wir ganz klar, das Schneidebrett nach dem Grillen zu säubern und anschließend in trockener Umgebung zu lagern, um die Bildung von Schimmelpilz vorzubeugen.

Ein weiteres Highlight der neuen Royal Series ist der im rechten Seitentisch eingebaute genormte GN-Behälter. Genormt bedeutet, dass der ab Werk mitgelieferte „GN Behälter 1/2“ aus Edelstahl problemlos gegen z. B. 2 x „GN Behälter 1/4“ ausgetauscht werden kann. – Das ist bei den Grills der Fred-Serie, aufgrund fehlender Normung, leider nicht möglich.

Die beiden Seitentische lassen sich ganz einfach werkzeuglos abklappen, wodurch die Breite des Grills von 136,5 cm, um 37 cm, auf 99,5 cm schwindet und dadurch sehr platzsparend wird.

Bleiben wir in Höhe der Seitentische und schauen uns nun den eigentlichen Garraum an.

Der Warmhalterost des Earls bietet einen ausziehbaren Warmhalterost aus Edelstahl auf der vollen Breite der Grillfläche (59,5 cm).

Im ausgezogenen Zustand bietet der Warmhalterost eine Tiefe von 24,5 cm und eignet sich zum perfekten bestreichen von z. B. Spare Ribs mit BBQ-Sauce, Aufbacken von Baguettes oder ähnlichem.

Leider lässt sich der Warmhalterost, wie bei einigen anderen Grillherstellern, nicht abklappen. Auch das Verstauen hinter der Tür oder in einer Schublade des Unterschranks ist mangels Platz nicht möglich. Wünschenswert wäre z. B. eine Warmhalterost-Halterung an der Rückseite des Grills.

Erwähnenswert ist, dass sich der Auszug des Warmhalterosts bei Nichtverwendung problemlos entfernen lässt.

Der Heckbrenner des Earls ist im Gegensatz zu vielen Konkurrenzmodellen kein Infrarotkeramikbrenner, sondern ein Heckbrenner aus Edelstahl mit 3,5 kW Leistung.

Der 3-teilige emaillierte gusseiserne Grillrost lässt sich von beiden Seiten nutzen. Die äußerst breiten Streben verleihen z. B. Steaks unverkennbare Brandings (Grillstreifen).

Die andere Seite des Grillrosts verfügt über spitz zulaufende Streben, welche perfekt für die Zubereitung von z. B. Fisch geeignet sind, weil dieser der Haut sehr viel weniger Fläche zum Kleben bietet.

Schon aufgefallen? Egal wie rum der Grillrost liegt, der Burnhard Schriftzug ist stets sichtbar und lesbar.

Unter dem Grillrost befinden sich 3 Aromaschienen aus Edelstahl, welche die 3 darunterliegenden Hauptgasbrenner und Flammbrücken aus Edelstahl, vor heruntertropfenden Fetten und Fleischsäften schützen.

Erfreulicherweise liefert Burnhard ab Werk eine sehr massive Smokebox mit, welche passgenau auf die Aromaschienen platziert werden kann.

Unter den 3 Hauptgasbrennern mit jeweils 3,75 kW befinden sich 3 Hitzeleitbleche aus emailliertem Stahl.

Unmittelbar unter dem Grillkessel befindet sich die herausziehbare Fettablaufschale auf der rechten Seite des Unterschranks. Leider verfügt diese über keine Griffmulde o. ä., welches das Herausziehen enorm erleichtern würde. Unter der Fettablaufschale befindet sich die relativ kleine Fettauffangschale, welche durch ihre knapp bemessene Kapazität öfter geleert werden muss.

Eines unserer persönlichen Highlights sind die 3 ausziehbaren Schubladen, welche mit einem einfachen Handgriff sogar vollständig aus dem Unterschrank entnommen werden können, um diese gründlich zu reinigen oder sogar in die Spülmaschine zu legen.

Die Schubladen verfügen über mehr als ausreichend Platz, um Grillzubehör wie z. B. Grillzangen, Thermometer, Grillhandschuhe oder die Smokebox vorzuhalten. Selbst der Original Burnhard Drehspieß inklusive Motor passt in eine der beiden tieferen Schubladen.

Neben den 3 Schubladen befindet sich der Raum zur Aufnahme einer 5, 8 oder 11 kg Gasflasche.

Über der Gasflasche befindet sich der Zugang zur AA-Batterie (Mignon), welche sich zum elektrischen Zünden der Gasbrenner verantwortlich zeichnet.

Alle 4 gummierten Rollen des Burnhard Earls sind lenkbar, die beiden Frontrollen des Weiteren feststellbar.

Die hochwertige Verarbeitung macht auch auf der Rückwand des Earls nicht halt: Die gesamte Rückseite ist vollständig durch Edelstahlplatten verschlossen.

Wie bei allen Burnhard Grills, gehört eine hochwertige UV-beständige Abdeckhaube zum Lieferumfang.

Der Burnhard Earl im Praxiseinsatz

Bevor der Grillspaß erst so richtig losgehen kann, muss der Earl zunächst freigebrannt werden. Bei diesem Prozess werden die 3 Hauptgasbrenner ca. 30 Minuten lang unter Volllast betrieben, damit Produktionsrückstände wie z. B. Fette verbrennen können. Keine 12 Minuten später stand die Thermometernadel bereits bei ca. 380°C!

Achtung: Niemals zusätzlich zu den 3 unter Volllast laufenden Hauptgasbrennern den Heckbrenner mit einschalten. Dieser alleine lässt die Thermometernadel schon auf über 300°C steigen.

Eingeweiht wurde der Earl aus der neuen Royal Series mit einem wunderschönen 1,3 kg schweren German Heifer Dry Aged T-Bone Steak von Kreutzers.

Zunächst wurde das Steak von allen Seiten über dem Infrarotkeramikbrenner scharf angegrillt.

Anschließend wurde das Steak mit dem Meater+ Stick versehen und bei einer Gartemperatur von ca. 150°C, bis zu einer Kerntemperatur von ca. 54°C nachgegart.

Ein Steak, genauso wie wir es mögen: Von innen schön saftig und von außen tolle Röstaromen.

Bei einer weiteren Grill-Session nutzten wir den Infrarotkeramikbrenner als Seitenkocher und bereiteten ein wenig Bacon für ein späteres Topping zu.

Währenddessen garten wir auf dem Hauptgrillrost BBQ-Pralinen und nutzten sowohl die direkte und die indirekte Zone des Grills, als auch den Warmhalterost.

Das vollständige Rezept mit dem finalen Endergebnis könnt ihr euch in diesem Rezept anschauen.

An einem anderen Tag bereiteten wir ein sehr langes Steak zu. Ein sogenanntes Simmentaler Skirt Steak von Kreutzers, welches trotz seiner beträchtlichen Länge vollständig auf dem Grillrost des 3-Brenners passte.

Ganz besonders gespannt waren wir auf den ersten Einsatz des Heckbrenners. Dazu setzten wir den optional erhältlichen Original Burnhard Drehspieß in den Grill.

Übrigens: Beim Kauf eines EARL im Zeitraum vom 11.8. – 11.9.2021, erhaltet ihr 50% Rabatt auf den Original Burnhard Drehspieß. Nutze dazu ganz einfach den Code: „ROTIBIG“ und spare ganze 44,95 EUR (Original-Preis: 89,90 EUR).

Wir bestückten den Drehspieß mit einem 1,5 kg Maishähnchen von Kreutzers, stachen die Meater+ Nadel in die Hähnchenbrust und stellten eine Fettauffangschale darunter. Sowohl die beiden äußeren Hauptgasbrenner, als auch den Heckbrenner stellten wir in der ersten Stunde auf die Minimal-Stellung.

Für die letzte halbe Stunde schalteten wir die beiden Hauptgasbrenner ab und erhöhten die Leistung des Heckbrenners auf Maximum.

Interessanterweise kann man durch einen schmalen Schlitz in der Rückwand des Earls, den Garfortschritt verfolgen.

Nachdem die Meater+ App die gewünschte Kerntemperatur von 85°C anzeigte, war das Maishähnchen fertig gegart. Das Ergebnis überzeugte uns auf der ganzen Linie: Von außen wahnsinnig braun und knusprig, von innen mehr als saftig.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es an der sehr guten Qualität des Maishähnchens lag oder an der direkteren Strahlungswärme des Heckbrenners – aber dieses Hähnchen war das Beste meines Lebens! Wahrscheinlich war es die Kombination aus beiden und die gradgenaue Messung des Meater+.

Neben dem Drehspieß, bietet Burnhard für seinen Earl optional auch eine gusseiserne Wendeplatte zum Kauf an. Diese ist mit ihrer 19,8 cm Breite relativ knapp bemessen, für gebratene Zwiebeln, den ein oder anderen Burger-Patty oder Seafood, wie z. B. Garnelen jedoch völlig ausreichend. Wir habe uns für den Fall der Fälle gewappnet und gleich 2 der Wendeplatten erworben.

Zahlen, Daten und Fakten (Herstellerangaben)

Burnhard Earl S
Royal Series 3-Brenner Gasgrill mit Heckbrenner

Maße: 136,5 x 62 x 120 cm
Material: Aluminium Druckguss / Edelstahl
Grillfläche: 59,5 x 43 cm
Leistung: 19,25 kW
Gewicht: 75,9 kg
Artikelnummer: 944725

Gesamtmaße bei geöffnetem Deckel: 136,5 x 62 x 151 cm (B/T/H)
Gesamtmaße bei geschlossenem Deckel: 136,5 x 62 x 120 cm (B/T/H)
Breite bei abgeklappten Seitentischen: 99,5 cm
Maße Schubladen: 2 x 17 x 42,5 x 14 cm
und 1x 17 x 42,5 x 5 cm (B/T/H)
Seitentische: 36 x 56,5 x 15,5 cm (B/T/H) davon 7,5 cm Ablagefläche

Lieferumfang

– Gasgrill EARL S Royal Series
– 3 Gusseisen Grillroste
– 1 Edelstahl Grillrost Seitenbrenner
– 1 Edelstahl Warmhalterost
– 3 massive Edelstahl Flavour Bars
– Food Container nach Gastronorm
– Akazienholz Schneidebrett
– hochwertiger Flaschenöffner
– UV-beständige Abdeckhaube
– Smokebox

Highlights

– 3 Edelstahlstabbrenner mit einer Gesamtleistung von 11,25 kW
– Heckbrenner mit 3,5 kW und Infrarot-Keramik-Seitenbrenner mit 4,5 kW auf 30,5 x 24,5 cm Grillfläche
– Große Grillfläche 59,5 x 43 cm mit ausziehbarem Edelstahl Warmhalterost 59,5 x 24,5 cm
– Großzügige Arbeitsfläche auf dem Food Container Seitentisch mit Akazienholz Schneidebrett
– 3 massive Gusseisen Grillroste mit einer Größe von je 19,8 x 43 cm
– Seitenwände von Brennkammer und Deckel aus massivem Aluminium-Druckguss.
– Schubladensystem mit je 2 tiefen und 1 flachen Schublade.
– Platz für eine 5 kg, 8 kg oder 11 kg Gasflasche im linken Bereich des Unterschranks

Preis: 1.199 EUR

Fazit

Wir haben den Burnhard Earl S (3-Brenner) seit Anfang Juli im Einsatz und bereits mehr als ein dutzend Mal mit ihm gegrillt. Sowohl Rinder- und Schweine-Steaks auf dem konventionellen gusseisernen Grillrost, als auch die Steaks vom erstmals von Burnhard verbauten außenliegenden Infrarotkeramikbrenner gelangen exakt auf dem Punkt. Neben der stufenlosen Gaszufuhr-Regelung des Infrarotkeramikbrenners, lässt sich der darüberliegende Grillrost aus Edelstahl in 2 unterschiedlichen Höhen betreiben und dadurch ebenfalls mitregeln.

Die Vorteile des außenliegenden Infrarotkeramikbrenners liegen auf der Hand: Im Gegensatz zum Fat Fred, welcher über 2 integrierte Infrarotkeramikbrenner unter dem gusseisernen Hauptgrillrost verfügt, muss der außenliegende Infrarotkeramikbrenner des Earls nur dann eingeschaltet werden, wenn er auch tatsächlich benutzt wird. Des Weiteren werden die Grillroste aus Edelstahl bei Temperaturen über 800°C nicht so sehr beansprucht wie die gusseiserne Variante und setzen kein Flugrost an. Besser geht es kaum – während die Steaks auf dem außenliegenden Infrarotkeramikbrenner mit extrem hohen Temperaturen paarweise scharf angegrillt werden, können sie anschließend in dem auf ca. 150°C vorgeheizten Garraum nachgegart werden.

Auch das Grillen mit dem Heckbrenner erwies sich als sehr erfolgreich und bereitete uns viel Spaß und Freude. Die sehr viel direktere Strahlungswärme verhalf unserem Maishähnchen quasi perfekt zu werden.

Die Grillfläche des Burnhard Earl 3-Brenners ist mit 59,5 x 43 cm zwar nicht sonderlich klein, jedoch würden wir ambitionierten Grill-Fans eher den Burnhard Earl 4-Brenner empfehlen, welcher mit einer 19,5 cm breiteren Grillfläche aufwartet und dementsprechend einen zusätzlichen Gasbrenner, sowie einen breiteren Warmhalterost, breitere Schubladen und einen breiteren Raum für die Gasflasche bietet. Der Aufpreis liegt bei 200 EUR, der erhöhte Platzbedarf mit ausgebreiteten Seitentischen liegt bei nur 16 cm.

Der Grillkessel ist sehr wertig und verfügt über eine Material-Kombination aus Aluminiumdruckguss und Edelstahl, der Grilldeckel ist doppelwandig.

Nach wie vor bereitet uns der Unterschrank mit seinen 3 Schubladen sehr viel Freude, welcher ausreichend Platz für z. B. Grillzangen, Thermometer, Grillhandschuhe, Smokebox und optionalen Drehspieß inklusive Motor bereithält.

Etwas weniger begeistert waren wir von der schlecht bebilderten und unzureichend beschriebenen Aufbauanleitung. Nach Rücksprache mit dem Hersteller, arbeitet dieser jedoch bereits an einer Überarbeitung. Weitere Wünsche unsererseits wären eine Griffmulde an der Fettablaufschale, eine größere Fettauffangschale, eine Halterung für den Warmhalterost und ein schwarzes schweres Kunststoffschneidbrett (anstelle Akazienholz).

Völlig klar ist, dass Qualität auch seinen Preis haben muss: Der Burnhard Earl S (3-Brenner) schlägt mit 1.199 EUR zu Buche, verfügt dafür aber auch über 75,9 kg hochwertige Materialien und viele spannende Features und Extras, wie z. B. die mitgelieferte massive Smokebox und die hochwertige UV-beständige Abdeckhaube. Apropos Extras: Neben dem optionalen Drehspieß ist auch eine optionale gusseiserne Wendeplatte erhältlich. Das bestehende Zubehör der Fred-Serie passt nicht in die neue Earl Royal Series.

Beide Daumen hoch für den Burnhard Earl S (3-Brenner) und Earl (4-Brenner) aus der neuen Royal Series.

Weitere detaillierte Infos auf der Original Earl Landingpage

Sicherheitshalber noch einmal der Hinweis: Beim Kauf eines EARL im Zeitraum vom 11.8. – 11.9.2021, erhaltet ihr 50% Rabatt auf den Original Burnhard Drehspieß. Nutze dazu ganz einfach den Code: „ROTIBIG“ und spare ganze 44,95 EUR (Original-Preis: 89,90 EUR).

BBQ Pralinen vom Grill

Das heutige Rezept entstand in Zusammenarbeit mit Kees Smit aus den Niederlanden, Europas größtem Gartenmöbelaussteller, bei dem wir sowohl unsere Lounge im Gartenzimmer als auch diverse andere sehr schöne Gartenmöbel (z. B. im bigBBQ Garten) erwarben.

Kees Smit, mit riesigen XXL Ausstellungsräumen in Almelo und Amersfoort besuchte unseren Grill-, BBQ- und Outdoorliving-Bereich, um ihren Kunden in der YouTube-Serie „Mein Herzensgarten“ unseren Garten mit vielen Fassetten zu präsentieren. Sobald der Beitrag auf YouTube ausgestrahlt wird, informieren wir euch selbstverständlich darüber.

Bis dahin vertrösten wir euch mit einem überaus leckeren und spanenden Rezept. Wie bei echten Schoko-Pralinen, weiß man im Vorfeld nicht ganz genau, wie diese schmecken. Genauso ist es bei unseren BBQ Pralinen vom Grill, die sowohl mild oder würzig, als auch scharf oder gar süß schmecken können.

Zutaten
750 g Gehacktes (halb/halb)
12 Streifen Bacon
Lieblings-BBQ-Sauce (z. B. bigBBQ Plum & Cherry)
BBQ-Rub (z. B. Ankerkraut Porkalypse)
feines Meersalz
6 – 8 Toffifee
eingelegte Jalapeno
eingelegte Oliven mit Paprika-Füllung
frische Chili
Parmesan
Cornflakes
geröstete Zwiebeln
Sesam
Pinienkerne

Zubereitung der BBQ Pralinen

Das Gehackte je nach persönlichem Geschmack mit BBQ-Rub würzen und anschließend mit feinem Meersalz abschmecken.

Das gewürzte Gehackte teilen und daraus zwei „Würste“ mit einem Durchmesser von ca. 4 cm formen.

Die beiden Gehackte-Rollen mit einem scharfen Messer in ca. 2,5 cm breite Röllchen (entspricht Bacon-Höhe) schneiden.

Die Bacon-Röllchen aufrecht stellen und jeweils die Füllungen in Form von z. B. Toffifee, Jalapeno, Oliven, Chili usw. hineindrücken und anschließend wieder verschließen.

Bei dieser etwas fummeligen Arbeit unterstützte mich freundlicherweise Melanie, Content-Creator von Kees Smit.

Die Hälfte der Pralinen wurden mit jeweils einem Streifen Bacon umwickelt (bitte 2 – 4 Streifen Bacon übrig lassen). Währenddessen wurde der Grill, in unserem Fall der Burnhard Earl S auf ca. 200°C vorgeheizt.

Die Pralinen in den indirekten Bereich des Grills legen und bei geschlossenem Deckel bis zu einer Kerntemperatur von ca. 75°C garen. Dazu wurden die äußeren beiden Gasbrenner eingeschaltet und der innenliegende Gasbrenner ausgeschaltet.

Die übrig gebliebenen Streifen Bacon in einer geschmiedeten Pfanne auf dem Infrarotbrenner des Grills kross braten.

Den krossen Bacon auf einem Küchentuch abtropfen lassen und anschließend mit einem scharfen Messer zerkleinern.

Kurz bevor die gewünschte Kerntemperatur erreicht wurde, die mit Bacon umwickelten Pralinen noch einmal über die direkte Hitze legen, damit dieser schön kross wird.

Nun werden die Pralinen seitlich in unterschiedliche Zutaten gewälzt, wie z. B. krosser Bacon, Röstzwiebeln, Cornflakes, Sesam, gehobelten Parmesan usw.

Schlussendlich werden die BBQ-Pralinen mit Chili-Röllchen, Pinienkernen, Thymian, Rosmarin u.v.m. versehen.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!