Burnhard Fat Fred im Praxistest

Im letzten Jahr war in einschlägigen Grill-Zeitschriften und Websites immer wieder die Rede vom Burnhard Big Fred. Ein Grill, der durch sein attraktives Preis-/Leistungs-Verhältnis und seiner üppigen Ausstattung so manch anderen Grill der Konkurrenz in den Schatten stellte. Besondere Kennzeichen: Ein Infrarot-Keramikbrenner!

Dieses Jahr wartet Burnhard erneut mit einem neuen großen Grill auf: Der Burnhard Fat Fred mit insgesamt 6 Gasbrennern plus einem Seitenkochen und vielen weiteren Extras. Zwei, der insgesamt sechs Brenner sind mit einem Infrarot-Keramikbrenner ausgestattet, die Temperaturen von bis zu 900°C versprechen. – Ideal um u. a. Steaks scharf an zu grillen!

Wir haben uns den neu erschienenen Burnhard Fat Fred sehr genau angeschaut und einem Praxistest unterzogen.

Der Lieferumfang des Burnhard Fat Fred

So groß der Burnhard Fat Fred auch ist, wird er in nur einem einzigen Karton geliefert. Mit 66 kg hat dieser jedoch auch ein beträchtliches Gewicht. – Eingeplant werden sollte, dass dieser schwere Karton selbstverständlich nur zu zweit an seinen Bestimmungsort gebracht werden kann.

Zur perfekten Übersicht haben wir jedes seiner Einzelteile aus dem sehr gut verpackten Karton entnommen und säuberlich auf den Boden verteilt.

Da der Garraum, bestehend aus Korpus, Deckel, Gasbrennern, Gasschlauch, Bedienelementen usw. bereits ab Werk montiert ist, waren nur relativ wenige Einzelteile vonnöten.

Unmittelbar fällt positiv ins Auge, dass der Grillrost aus Gusseisen gefertigt ist und durch seine viergeteilte Ausführung, bei z. B. der Reinigung, sehr einfach durchzuführen ist.

Die sogenannten Aromaschienen, die die Gasbrenner vor herunterlaufenden Fett bewahren, sind aus Edelstahl gefertigt.

Zur Fortbewegung setzt der Hersteller auf Bürostuhl ähnliche Rollen. Durch die kleine Bauart verhindern diese leider das Rollen über Rasen und Hindernisse, wie z. B. Unebenheiten, sodass der Grill bei Bedarf ggf. angehoben werden muss.

Durch den Einsatz von sehr wenigen Schrauben und Unterlegscheiben, ist eine sehr schnelle Montage vorprogrammiert.

Verwechslungen der Schrauben können nahezu ausgeschlossen werden, da erfreulicherweise nur zwei unterschiedliche Größen zur Verfügung stehen.

Die beiden Seitenablagen sind ebenfalls vormontiert und bieten neben der Möglichkeit etwas abzulegen weitere Zusatzfunktionen, wie z. B. ein Seitenkochfeld und einen Food Container.

Der Burnhard Fat Fred bietet sehr viele Features. – Das unbestrittene Highlight schlechthin stellen die beiden Infrarot-Keramikbrenner dar, mit denen zum scharfen Angrillen von Steaks & Co. unglaublich hohe Temperaturen erreicht werden.

Was bei anderen Herstellern meist kostspielig dazu gekauft werden muss, ist bei allen Burnhard Grills Standard: Die UV-beständige Abdeckhaube.

Der Aufbau des Burnhard Fat Fred

Die sehr gute Anleitung leitet sicher durch jeden einzelnen Schritt des Aufbaus. Zunächst wird der Unterbau, mit seinem riesigen Loch in der Bodenplatte zusammengeschraubt. Dieses Loch dient der Aufnahme einer Gasflasche, die auf den darunter montierten zwei Bügeln steht.

Nachdem der Unterbau verschraubt wurde, muss der Garraum aufgesetzt und verschraubt werden. Dieser Schritt sollte zusammen mit einer weiteren Person durchgeführt werden.

Nun werden die Aufnahmen der Seitenablagen angeschraubt.

Die jeweiligen Seitenablagen werden werkzeuglos sehr einfach eingehakt.

Auf der linken Seite des Grills beinhaltet die Seitenablage einen Food Container aus Edelstahl, der einen GN Behälter 1/2 und ein Schneidebrett aufnimmt.

Auf der rechten Seite des Grills muss für das Seitenkochfeld zunächst der Gasregler mit der Manschette montiert werden.

Obwohl unterhalb des Kochfeldes Gasleitungen verlaufen, kann die Seitenablage problemlos abgeklappt werden.

Die vormontierten Türen werden werkzeuglos eingesetzt und verhindern den Blick in den Unterschrank.

Unterhalb der linken Seitenablage dienen vier Haken der Aufnahme von Grilltools, wie z. B. Grillzange, Grillbürste und Pfannenwender. Des Weiteren bietet der Burnhard Fat Fred durch einen Flaschenöffner am linken Rand des Korpus und einen Saucen- und Getränkekorb weitere Nettigkeiten.

Nachdem die Bedienknöpfe aufgesteckt und die Fettauffangwanne mit integrierter Fettauffangschale eingeschoben wurde, sind die Außenarbeiten auch schon erledigt.

Im Garraum müssen die vier aus Edelstahl gefertigten Gasbrenner durch die Aromaschienen abgedeckt werden, während die beiden Infrarot-Keramikbrenner frei bleiben.

Zu guter Letzt wird der viergeteilte gusseiserne Grillrost aufgelegt und der Warmhalterost eingesetzt.

Der gesamte Aufbau ist in etwa einer Stunde erledigt und kann dank der sehr guten Bedienungsanleitung auch von handwerklich unerfahrenen Personen problemlos bewerkstelligt werden.

Der Burnhard Fat Fred im Detail

Genauso wie die anderen Brüder der Burnhard Fred Serie „Fred“, „Fred Jr.“ und „Big Fred“, glänzt der Fat Fred äußerlich mit seinen sehr vielen Design-Elementen aus Edelstahl und dominierenden sieben Bedienknöpfen.

„You get what you pay for“: Die tolle, hochwertig anmutende Optik sollte den potentiellen Käufer nicht darüber hinwegtäuschen, dass die meisten Elemente aus schwarz lackierten, relativ dünnen Metall bestehen, wessen Haltbarkeit nicht vergleichbar mit teuren Markengrills ist. – Trotzdem macht der Burnhard Fat Fred mit seinen unglaublich vielen Features, Annehmlichkeiten und seinem überaus fairen Preis unendlich viel Spaß!

Der doppelwandige Grill-Deckel ist so hoch, dass auch ein Bierdosenhähnchen Platz findet. Die angezeigte Temperatur am Deckel-Thermometer wurde von uns gegengeprüft und zeigt stets die exakten Temperaturen an.

Neben den zwei Infrarot-Keramikbrennern und den vier Gasbrennern bietet der Fat Fred ein Kochfeld, auf dem u. a. kleinere Pfannen und Töpfe Platz finden. Dank dieses Kochfelds können z. B. Saucen zubereitet, Zwiebeln angebraten oder Kartoffeln gekocht werden. Unsere Praxistests haben ergeben, dass das Kochfeld relativ windanfällig ist, jedoch die nötige Power bietet. – Dank der vier lenkbaren Rollen ist der Fat Fred allerdings so mobil, dass er in Sekundenschnelle an einen windgeschützten Ort geschoben werden kann. Leider lässt sich die Gaszufuhr nicht weit genug nach unten regeln, sodass in manchen Situationen mehr Energie als nötig vorhanden ist.

Die in der linken Seitenablage integrierten Aufbewahrungshaken nehmen durch ihre flexiblen Form, Grill-Tools jeder Art auf.

Den an der linken Seite des Korpus angeschraubten Flaschenöffner sehen wir als witziges Gimmick an.

Praktisch ist das in der linken Seitenablage enthaltene, optisch sehr ansprechendes Schneidebrett mit der Maße von 31,5 x 26 cm und dem darunterliegenden GN Behälter 1/2. Dieser kann z. B. zum kurzfristigen Aufbewahren von Grillgut, zur Aufnahme von Gemüseabschnitten oder zur längerfristigen Aufbewahrung von Grill-Tools, wie z. B. Thermometer usw. genutzt werden.

Der Burnhard Fat Fred kann durch seine beiden herunterklappbaren Seitenablagen relativ platzsparend gelagert werden.

Der Unterschrank bietet neben einer Gasflasche der Größe 5, 8 oder 11 kg auch ausreichend Platz für weiteres Grill-Zubehör.

Die Gasflasche wird an dem mitgelieferten Druckminderer des Gasschlauches angeschlossen. Das Angurten der Gasflasche, mit dem mitgelieferten Riemen, garantiert einen sicheren Stand. Dadurch, dass die Gasflasche nur knapp über dem Boden „hängt“, wird das Überbrücken von Hindernissen leider erschwert.

Auf ebenen Untergrund rollen die vier lenkbaren Rollen des Burnhard Fat Fred ausgesprochen gut. Trotz der Größe, haben wir noch nie einen wendigeren Grill erlebt! Jede einzelne Rolle ist feststellbar.

Die Fettauffangwanne wird von hinten in den Grill geschoben, während die integrierte Fettauffangschale auch bequem von vorne entnommen und gereinigt werden kann. Die Rückseite ist nur im unteren Bereich geschlossen.

Das Öffnen und Schließen des Grilldeckels erfolgt geräuscharm, da der Deckel im vorderen und hinteren Bereich durch hitzebeständigen Gummi-Proppen gepuffert wird.

Durch den viergeteilten gusseisernen Grillrost, können einzelne Elemente durch optional erhältliche dicke Edelstahl-Roste oder durch gusseiserne Grillplatten u.v.m. ausgetauscht und flexibel angeordnet werden.

Die aus Edelstahl gefertigten Aromaschienen decken die vier ebenfalls aus Edelstahl gefertigten Gasbrenner ab, um sie vor heruntertropfenden Fetten und Bratensäften zu schützen und einen Fettbrand zu vermeiden.

Das Highlight schlechthin: Die beiden Infrarot-Keramikbrenner, welche auch flexibel austauschbar sind. Sie können in Sekundenschnelle durch die werkzeuglose Entnahme des jeweiligen Zapfens entnommen und an anderer Stelle eingesetzt werden.

Der relativ breite Warmhalterost bildet den Abschluss der Detail-Besprechnung.

Der Burnhard Fat Fred im Betrieb

Nach erfolgreichem Zusammenbau des Grills und Anschluß der Gasflasche, sollte vor dem Auflegen des ersten Grillguts der Grill ca. 15 – 20 Minuten lang mit voll aufgedrehten Gashähnen bei geschlossenem Deckel betrieben werden. Während dieser Zeit werden Produktionsrückstände wie z. B. Industriefette verbrannt.

Zum Zünden wird der Gashahn entgegengesetzt des Uhrzeigersinns langsam in die 90°-Stellung gedreht. Währenddessen entzündet der neben dem eigentlichen Brenner herausströmende Feuerstrahl diesen.

Die feuerrot glühenden Infrarot-Keramikbrenner versprechen laut Hersteller eine Temperatur von bis zu 900°C!

Der Burnhard Fat Fred im Einsatz

Eingeweiht wurde der Fat Fred mit einem ca. 1,2 kg schweren Jack’s Creek Black Angus T-Bone Steak von Albers. Die vier linken Gasbrenner (2 x Infrarot-Keramikbrenner u. 2 x konventioneller Gasbrenner) des Grills wurden maximal aufgedreht und der gusseiserne Grillrost ca. 10 Minuten lang aufgeheizt.

Das T-Bone Steak wurde von einer Seite mit Murray River Salt Flakes bestreut und über die Infrarot-Keramikbrenner zunächst 45 Sekunden lang auf der 10.00 Uhr-Stellung und anschließend ebenso lange auf der 2.00 Uhr gegrillt.

Nachdem das Steak von der anderen Seite ebenfalls mit Salz bestreut wurde, zeigten sich beim Wenden die sehr intensiven Brandings. Die zweite Seite des Steaks wurde konform zur anderen Seite gegrillt und landete anschließend bei einer auf ca. 150°C reduzierten Garraum-Temperatur in den indirekten Bereich, bis eine Kerntemperatur von ca. 52°C erreicht wurde.

Das Ergebnis sprach für sich! – Von innen medium gegrillt und sehr saftig, von außen herrlich kross mit schmackhaften Röstaromen. Der Burnhard entpuppte sich als echte Steak-Maschine!

Auch in weiteren Vergrillungen, wie z. B. bei diesen beiden tollen Jiménez 100% Ibérico Presas, punktete der Burnhard Fat Fred mit seinen Infrarot-Keramikbrennern. Selten haben wir solch tolle Brandings auf Schweinefleisch erhalten!

Aber nicht nur für Fleisch sind die Infrarot-Keramikbrenner nützlich: Nach dem Grillen von Zucchini-Streifen im indirekten Bereich, wurden die einzelnen Streifen ganz kurz über die Infrarot-Keramikbrenner gelegt und erhielten dadurch ebenfalls großartige Brandings.

Der Burnhard Fat Fred nachgemessen

Nachfolgend einige der von uns ermittelten Aufheiz-Werte bei einer relativ niedrigen Außentemperatur von nur 4°C, die lediglich als groben Anhaltspunkt dienen.

100°C in 89 sec.
150°C in 189 sec.
180°C in 283 sec.
200°C in 352 sec.
250°C in 563 sec.
300°C in 975 sec. (ca. 16 min.)

Sobald die Außentemperaturen höher sind, werden wir diese Tests wiederholen und die maximal erreichte Temperatur nachreichen.

Die maximale Grillrost-Temperatur lag im Bereich der beiden Infrarot-Keramikbrenner bei über 700°C und wurde durch ein Infrarot-Thermometer direkt auf dem gusseisernen Grillrost gemessen.

Die minimal zu erreichende Temperatur mit nur einem konventionellen Gasbrenner (minimale Gaszufuhr) lag bei ca. 60°C und wurde durch das Deckelthermometer ermittelt.

Zahlen, Daten und Fakten (laut Herstellerangaben)

Burnhard Fat Fred
Artikelnummer: 943529
Gewicht: 62 kg
Leistung: 24 KW
Maße geschlossen: 158,5 x 55 x 115 cm
Maße bei geöffnetem Deckel: 158,5 x 55 x 140 cm
Temperatur auf Grillfläche: 400°C
Temperatur der Keramikbrenner: 900°C
Maße Grillfläche: 90,5 x 42 cm
Maße Warmhalterost: 85,5 x 18 cm
Maße Seitenkocher: 32 x 27 cm
Platzangebot: ca. 12 Steaks
Personenanzahl: ca. 4 – 20
Highlights:
– 2 x Infrarot-Keramikbrenner
– 4 x Edelstahlbrenner inkl. Flammenverteiler in V-Form
– Flaschenöffner am Korpus
– Food Container aus Edelstahl GN 1/2
– Schneidebrett 31,5 x 26 cm
– UV-beständige Abdeckhaube
– Edelstahl-Räucherbox
– Schlauch mit 50 mbar und Druckminderer
– Saucen- und Getränkekorb
– 4 Aufbewahrungshaken

Preis durch den bigBBQ.de-Rabatt-Code „BIGFATBBQ“: 849,00 EUR

Fazit

Nach den Grill-Modellen „Fred Jr.“ (2-Brenner), „Fred“ (3-Brenner) und „Big Fred“ (4-Brenner) ist durch die Veröffentlichung des „Fat Fred“ (6-Brenner) das Burnhard Quartett 2019 komplett.

Der Fat Fred ist ein Grill, der durch seine Größe sowohl für große Familien, als auch für kleine Familien mit größeren Grill-Ambitionen geeignet ist.

Die Ausstattung des 6-Brenner-Grills ist dank bigBBQ.de-Rabatt-Code für seinen Preis von deutlich unter 900 EUR mehr als beeindruckend! Die 2 Infrarot-Keramikbrenner machen einfach nur Spaß. – Nein, sie machen sogar süchtig! Es fasziniert uns immer wieder sehr, wie heiß es direkt über den Infrarot-Keramikbrennern wird, wie die Flammen bei fettigem Grillgut hochschlagen und welch großartige Brandings in kürzester Zeit auf den Steaks entstehen. – Das ist Grill-Feeling pur!

Die Liste der weiteren Features ist sehr lang: Neben den viergeteilten gusseisernen Grillrosten, den abklappbaren Seitenablagen mit integriertem Seitenkocher und dem Food Container inkl. Schneidebrett, erfreuten wir uns genauso über die mitgelieferte UV-beständige Abdeckhaube und der Edelstahl-Räucherbox. Selbst Kleinigkeiten, wie die 4 Aufbewahrungshaken an der linken Seitenablage, sowie der Saucen- und Getränkekorb runden das Gesamtpaket ab.

Auch optisch macht der Burnhard mit seiner Front aus Edelstahl einiges her! Schaut man sich ihn jedoch etwas genauer an, entdeckt man im Innern schwarz lackiertes dünnes Metall. Mangels Erfahrungswerte ist damit nicht zwangsläufig gesagt, dass der Grill keine ausreichende Zeit halten würde. – Im Vergleich zu einigen namhaften Herstellern, die teilweise eine Garantie von 10 Jahren ausstellen, ist die Haltbarkeit der Burnhard Grills jedoch aller Vorrausicht nach etwas eingeschränkter.

Oft ist man dazu geneigt, Äpfel mit Birnen zu vergleichen: Der Burnhard Fat Fred ist unserer Meinung nach ein Grill mit einer extrem guten Ausstattung, einem sehr hohen Spaßfaktor und einem super Preis-/Leistungs-Verhältnis. Würde der komplette Grill aus Edelstahl gefertigt sein, wäre er mit Sicherheit ein Traumgrill für die Ewigkeit, jedoch dann auch ganz bestimmt um einige viele Hundert Euro teurer!

Durch seine attraktive Optik, hohe Leistung und ausgesprochen üppige Ausstattung, erhält der Burnhard Fat Fred unsere einhundertprozentige Kaufempfehlung.

Wichtig: Durch den bigBBQ.de-Rabatt-Code „BIGFATBBQ“ könnt ihr 50,00 EUR sparen und erhaltet den Burnhard Fat Fred für 849,00 EUR frei Haus geliefert!

Buchvorstellung: 800 Grad – Der Beefer – Perfektion für Steaks & Co.

Das Buch „800 Grad – Der Beefer – Perfektion für Steaks & Co.“ ist am 27.05.2016 im Tre Torri Verlag erschienen.

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Vorfreude ist die schönste Freude

Schon seit einiger Zeit berichtet die Beefer Grillgeräte GmbH über die bevorstehende Veröffentlichung ihres Beefer Buches. Via Facebook & Co. wurde in unregelmäßigen Abständen über das Making-Of Bilder gezeigt. Um so mehr stieg bei vielen Beefer-Fans die Spannung, die zukünftig vorhaben mehr als ein Steak mit ihrem Beefer zu garen. Lange Zeit habe ich dieses Buch herbeigesehnt und nun ist es endlich da.

Erster Eindruck

Das Buch besitzt ein Hardcover, welches mit einer Art soft-coated Lack bedruckt wurde und aus diesem Grund eine sehr tolle Haptik mit sich bringt. Was sofort auffällt und einen hohen Mehrwert mit sich bringt, ist das silberne Lesebändchen aus Stoff. Beim groben Durchblättern des 208 Seiten starken Buches kommt man erst einmal aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sieht man sich die abgebildeten Bilder der einzelnen Speisen an, hält man es kaum für möglich, zu was der Beefer alles imstande ist. Die Fotografien sind allesamt sehr gelungen. Die meisten der abgebildeten und gebeeften Speisen zeigen an einigen Stellen den typischen dunklen Rand (Röstaromen). Hier wird also nichts geschönt, ganz im Gegenteil, genau so kann ich mir die jeweiligen Speisen aus dem Beefer vorstellen. – Sehr authentisch!

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Die Botschaft

Im neuen Beefer-Buch wird von der Erfindung des Beefers und den drei Erfindern, über das bislang erhältliche Zubehör, den Sicherheitsvorkehrungen und der Inbetriebnahme, bis hin zu den Rezepten u.v.m. fundiertes Beefer-Wissen vermittelt. Spätestens jetzt, mit dem Erscheinen des Buches, sollte jedem Zweifler klar sein, der Beefer kann sehr viel mehr als Steaks eine perfekte Kruste zu verleihen.

Aufbau des Buches

Auf den ersten beiden Seiten des Buches stellen sich die drei Erfinder, Frank Hecker, Marc Kirwald und Frantz Konzen vor. Auf den darauf folgenden Seiten wird die komplette Geschichte, von der Idee des Beefers bis hin zur Vermarktung erzählt. Danach stehen die drei Quereinsteiger Rede und Antwort auf viele interessante Fragen wie dem Geheimnis ihres Erfolgs oder wie die zukünftigen Pläne aussehen.

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In den nächsten Kapiteln geht es um die eigentlich Hardware.

– Was ist der Beefer?
– Wie funktioniert der Beefer?
– Welches Zubehör ist erhältlich und wozu ist es gut?
– So wird gebeeft!
– Der Sicherheitscheck.

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Dann folgt das für mich interessanteste Kapitel: Die Beefer-Rezepte.
Die ersten fünf Rezepte werden von prominenten Persönlichkeiten aus der Food-Branche präsentiert, die da wären: Tim Mälzer, Björn Freitag, Stefan Marquard, Ludwig Maurer und Veronique Witzigmann.

Anschließend geht es mit den Beefer-Rezepten weiter. Da das Inhaltsverzeichnis keinerlei Informationen über die Rubriken/Kategorien hergibt, fasse ich zusammen:

– 13 Rind-Gerichte
– 3 Kalb-Gerichte
– 8 Schwein-Gerichte
– 2 Wildgerichte
– 2 Lammgerichte
– 2 Geflügelgerichte
– 6 Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichte
– 7 Gemüse-Gerichte
– 3 Pizza- und 3 Flammkuchen-Gerichte
– 6 Burger-Gerichte
– 7 Desserts
– 2 Doppelseiten Saucen, Butter & Co.

Im letzten Teil des Buches werden unwahrscheinlich viele interessante Fragen, vom Beefer und der Maillard-Reaktion, über die Vorteile des Vorwärts- und Rückwärtsgarens, bis hin zur Frage „Vorher oder nachher würzen?“ beantwortet.

Auf den vier letzten Seiten des Buches ist das Rezeptregister abgedruckt.

Inhalt des Buches

 

Das neue Beefer-Buch „800 Grad – Der Beefer – Perfektion für Steaks & Co.“ ist relativ logisch aufgebaut.
Nachdem die drei Erfinder sich und ihr Meisterwerk im Detail vorstellen, wird man von dem einen kleinen Kapitel, über andere kleine Kapitel zu dem Herzstück des Buches, den Rezepten geführt.

Die erhältlichen Artikel des Zubehör-Programms werden im Einzelnen vorgestellt. Da in einigen Rezepten optionales Beefer-Zubehör eingesetzt wird, ist es von Vorteil, diese zu kennen.

Die Dos and Don’ts des gasbetriebenen Geräts sind sehr wichtig und werden einfach und verständlich erklärt.

Nun geht es mit einem riesigen Schritt ins Kapitel Rezepte. Den Start überlässt man keinem Geringeren als den deutschen Koch, Fernsehkoch, Unternehmer und Kochbuchautor Tim Mälzer. Sein Rezept „Lachs Tataki-Style mit Avocado“ liest sich sehr vielversprechend und schaut einfach Klasse aus! Danach folgen vier weitere Promi-Rezepte von Björn Freitag, Stefan Marquard, Ludwig Maurer und Veronique Witzigmann.

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So gut wie alle Rezepte erstrecken sich über eine Doppelseite. Die eine Seite wurde mit dem Bild des fertigen Gerichts versehen, auf der jeweils anderen Seite ist in übersichtlicher Art das eigentliche Rezept vermerkt. Jedes Rezept enthält die Rubrik (z. B. Rind), die Personenanzahl und die genaue Anweisung beim Beefen. Bei Stefan Marquards Rezept klingt das in etwa so:

„Den Beefer auf volle Leistung vorheizen. Den Rost mit zwei Rinderfiletstücken auf höchstmöglicher Einschubhöhe in den Beefer schieben und von jeder Seite ca. 45 – 60 Sekunden, je nach gewünschtem Bräunungsgrad, beefen. Dann ca. 3 – 5 Minuten, je nach entsprechender Kerntemperatur, auf dem Boden des Beefers ruhen lassen…“

Bei einer solch detaillierten Empfehlung kann eigentlich nichts mehr schief laufen.
Beim Studieren der Rezepte kommt mir hier und dort der Aha-Effekt:

„Zum leichteren Wenden die Nürnberger Rostbratwürstchen auf Doppelspieße stecken…“

„Genial – Warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen?“

So gut wie jedes Rezept besteht aus mehreren Teilen. Meist sind es eine Hauptzutat, wie z. B. US-Flanksteak und eine Beilage, wie z. B. Gemüse, Kartoffeln, Sauce o. ä.

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Zu meiner persönlichen Freude wurde mit 6 Rezepten auch an Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichte gedacht.

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Die Burger-Rezepte wirken auf mich sehr vielversprechend. Einige beinhalten jeweils auch ein Bun-Rezept.

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Das Kapitel Dessert wird unter dem Motto: „800 Grad können so süss sein“, eingeläutet und da sieht ein Rezept besser aus als das andere. Wie klingt denn „Karamellisierte Ananas mit Frozen Joghurt“ oder „Wassermelone mit Kürbiskernöl und Vanilleeis“? Noch nicht überzeugt? – Dann schaut euch mal folgendes Bild an.

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Im letzten Teil des Buches werden u. a. viele Fragen beantwortet:

– Warum verbrennt das Fleisch bei 800 Grad nicht sofort?
– Warum ist der Beefer-Geschmack aus wissenschaftlicher Sicht so einzigartig? oder
– Was passiert beim Abschmelzen der Fettanteile im Fleisch?
u.v.m.

800 Grad – Der Beefer – Perfektion für Steaks & Co.

Gebundene Ausgabe (Hardcover): 208 Seiten
Verlag: Tre Torri Verlag
Sprache: Deutsch
Größe: 23 x 2,3 x 28,9 cm
Erscheinungsdatum: 27. Mai 2016
ISBN-10: 3944628926
ISBN-13: 978-3944628929
Preis: 39,90 €

Fazit

Das neue Beefer-Buch „800 Grad – Der Beefer – Perfektion für Steaks & Co.“ informiert und klärt in jeder Lage auf. Dem Leser werden in chronologischer Reihenfolge die Erfinder des Beefers, die Idee zum Beefer, die Technik des Beefers, vielfältige Rezepte u.v.m. leichtverständlich vermittelt. Da keinerlei Vorkenntnisse vonnöten sind, ist das Buch sowohl für absolute Einsteiger, als auch für Profis geeignet. Für mich ist das Buch quasi DIE(!) Beefer-Bibel, also ein Must-have und sollte bei der Anschaffung eines Beefers unbedingt gleich mit erworben werden.

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