Ribeye mit Kräuterhaube

Weihnachten steht vor der Tür und wie jedes Jahr möchten wir gemeinsam mit unseren Liebsten vor der Bescherung etwas ganz Besonderes vom Grill speisen. Damit für den Gastgeber das Fest nicht zu einer Tortur wird, gibt es in vielen Familien relativ einfache Gerichte wie z. B. Würstchen mit Kartoffelsalat.

Wir möchten euch ebenfalls ein relativ einfaches Gericht zum Weihnachtsfest präsentieren, welches euren Gäste trotzdem begeistern, wahrscheinlich sogar zum Staunen bringen wird.

Wir empfehlen euch dieses Jahr ein Ribeye vom Kanadischen Black Angus. Das hochqualitative Fleisch von Don Carne hat uns bereits auf unserer Mallorca-Reise im Oktober diesen Jahres überzeugt.

Das Ribeye am Stück vereint viele Vorteile: Anstelle einzelne Steaks zu grillen, macht ein mächtiger Fleischbraten durch seine Größe viel mehr her! Wurde das Fleisch bei Temperaturen von unter 150°C schonend gegart, ist nahezu jedes der späteren Fleischtranchen gleichmäßig gegart. Des Weiteren veredelt die in unserem Rezept umgesetzte Kräuterhaube das sehr saftige und äußerst aromatische Fleisch. Je nach Anzahl der Gäste, kann das Fleischstück entsprechend groß gewählt und bequem bestellt werden.

Zutaten
ca. 1,5 kg Kanadisches Black Angus Ribeye (Don Carne)

für die Fleisch-Marinade
2 EL Worcestersauce
3 EL hochwertiges Olivenöl
5 EL Sherry
1 TL frisch gestoßener Pfeffer

für die Kräuterhaube
5 EL hochwertiges Olivenöl
2 – 3 fein gehackte Knoblauchzehen
2 EL frischer Salbei
2 EL frischer Thymian
3 EL frische Petersilie
1 EL frische Rosmarin

für die Bratkartoffeln
500 g fest kochende Kartoffeln
100 g fein gehackte Zwiebeln
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

für das Paprikagemüse
200 g Paprika
200 g Spitzpaprika
5 – 10 geviertelte Oliven
100 g fein gehackte Zwiebeln
1 fein gehackte Knoblauchzehe
2 EL Petersilie
80 ml Gemüsefond
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Vorbereitung des Ribeyes

Das ca. 1,5 kg schwere Ribeye von Sehnen und überschüssigen Fett befreien.

Für die Fleisch-Marinade 1 TL Pfeffer-Körner in einem Mörser zerkleinern. Anschließend mit Worcestersauce, Olivenöl und Sherry anrühren.

Mit einem Silikonpinsel die Marinade auf das Ribeye übertragen und anschließend zum Einziehen für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Zubereitung der Bratkartoffeln

Während die Marinade in das Ribeye einzieht, die Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Später in einer geschmiedeten Pfanne kross braten, zum Schluss die fein gehackten Zwiebeln hinzufügen und anschließend mit Meersalz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen.

Zubereitung des Paprikagemüses

Die Paprika und Spitzpaprika waschen, entkernen und in Streifen schneiden. Die fein gehackten Zwiebeln und die Knoblauchzehe in Olivenöl andünsten, mit Gemüsefond ablöschen, die Paprikastreifen hinzufügen und weich garen. Zum Schluss die geviertelten Oliven hinzufügen und mit Petersilie, Meersalz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen.

Zubereitung des Ribeyes mit Kräuterhaube

Das zuvor marinierte ganze Ribeye unter sehr hoher direkter Hitze von allen Seiten für jeweils ca. 60 Sekunden angrillen, sodass ausreichend Röstaromen entstehen.

Den Grill, in unserem Fall der Monolith Classic, auf ca. 150°C indirekte Hitze umbauen und das Ribeye bis zu einer Kerntemperatur von ca. 44°C vorerst darin garen.

Sobald die Kerntemperatur erreicht wurde, das Ribeye mit einer Kräuterhaube, bestehend aus Olivenöl, Knoblauch, Salbei, Thymian, Petersilie und Rosmarin bedecken. Anschließend bis zu einer Kerntemperatur von ca. 52 – 54°C weitergaren.

Nachdem die Kerntemperatur erreicht wurde, dass Fleisch vom Grill nehmen und ca. 5 – 8 Minuten lang ruhen lassen, dann aufschneiden.

Servieren des Ribeyes mit Kräuterhaube

Das saftige Ribeye als solches ist allein schon durch seine Kräuterhaube der absolute Star auf dem gedeckten Weihnachtstisch. Neben unserer Beilagen-Empfehlung von Bratkartoffeln und Paprikagemüse, können wir auch Kartoffelsalat oder Kartoffelgratin empfehlen.

Viel Spaß beim Nachgrillen, einen guten Appetit und ein tolles Weihnachtsfest!

Übrigens: Letzter Bestelltag vor dem Weihnachtsfest ist der 19.12.2018! Zur Don Carne Produktauswahl…

Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8)

Im Zuge der „Albers Challenge 2018“ stellten wir euch im letzten Monat das wunderschöne 1,8 kg(!) schwere Greater Omaha Gold Label Porterhouse Steak von Albers vor. – Ein absolutes Traumsteak! Kaum vorzustellen, dass keine 4 Wochen später, in der zweiten Challenge-Runde, bereits das nächste unvorhersehbare Highlight folgt:

Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8)

Dieses brillant marmorierte Rib Eye Steak (Entrecôte) wurde mit dem Marmorierungsgrad (Marbling Score) MS 7–8 eingestuft. Vereinfacht gesagt, bedeutet die Einstufung MS 7–8 (von max. 12) Güteklasse „sehr gut“.

Herkunft

Dieses ganz besondere Wagyu Rib Eye Steak stammt von der Jack’s Creek Farm, einem australischen Familienunternehmen aus Willow Tree (New South Wales), etwa 300 km nördlich von Sydney. Die Gegend ist u. a. für ihr gemäßigtes Klima und ihre zuverlässigen Niederschläge bekannt. – Die ideale Grundlage für beste Rinderzucht! Im Jahr 1991 begannen die Züchter David und Phillip Warmoll die japanischen Black-Wagyu-Bullen der Tajima-Rasse aus Kobe mit den australischen Black-Angus-Rinder zu kreuzen. Daraus wurde der Verkaufsschlager: Jack’s Creek Wagyu.

Die Spitzenqualität ist seit langer Zeit international anerkannt: In den Jahren 2015 und 2016 erhielt die Jack’s Creek Farm jeweils die Auszeichnung „Bestes Steak der Welt“. – Daher auch die Bezeichnung „Weltmeistersteak“.

Übrigens: Wem Fleisch des Marbling Scores 7–8 zu kostspielig ist, erhält bei Albers neben dem noch hochwertigerem Fleisch des MS 9+ auch das kostenbewusste MS 5–6.

Zur Erinnerung: Auch dieser Beitrag ist Teil der „Albers Challenge 2018“, in der sechs Food-Blogger bis zum Ende des Jahres monatlich ihre Rezeptbeiträge posten werden. Jeden Monat gibt es etwas zu gewinnen: Dieses Mal ist es das 600 g schwere Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8) im Wert von 138,– EUR!!! Alles was ihr tun müsst um dieses hochwertige Steak zu gewinnen, ist bei der Abstimmung für das tollste Rezept mitzumachen (2. Runde bereits abgelaufen).

Zutaten

600 g Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8)
Gold Flakes (Blattgold)
3 Artischocken

für den Dipp
90 g Crème fraîche
135 g Joghurt
3 EL Zitronensaft
15 g Senf
150 g Mayonnaise
1 EL frisch geschnittene Petersilie
1 EL Apfelessig
1 TL brauner Zucker
1 klein geschnittene Knoblauchzehe
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Meersalz

Zubereitung Artischocken und Dip

Die Artischocken mit einem sehr scharfen Messer längs teilen. Aus Gründen der Ästhetik den Stil dran lassen (nicht essbar).

Mit einem Teelöffel die innere Blüte und das Heu ausstechen.

Damit die Schnittflächen sich nicht zu stark verfärben, sehr schnell mit einigen Tropfen des Saftes einer Zitrone beträufeln.

Nun werden die Artischocken-Hälften für ca. eine halbe Stunde gedünstet. In der Zwischenzeit die o. a. Zutaten für den Dip vermischen und anschließend mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Meersalz abschmecken.

Zubereitung Steak

Das Steak sollte mindestens eine Stunde vor der Vergrillung aus dem Kühlschrank entnommen werden.

In einer gusseisernen oder geschmiedeten Pfanne (je nach Vorlieben) etwas Rapsöl (relativ geschmacksneutral) stark erhitzen und anschließend das Steak von jeder Seite für ca. 60 Sekunden anbraten. Alternativ kann auf das Öl gänzlich verzichtet und/oder selbstverständlich auch der Grill, Beefer o. ä. verwendet werden.

Nachdem sich ausreichend Röstaromen entwickelt haben, dass Steak in die indirekte Zone des Grills verlagern und bei einer Gartemperatur von max. 150°C bis zu einer Kerntemperatur von max. 52°C garen. In der Zwischenzeit die Schnittflächen der gedünsteten Artischocken über direkter Hitze für ca. 5 – 7 Minuten auf den heißen Grillrost legen.

Servieren des Steaks

Für uns stand von Anfang an fest, dass wir das Steak weder vor dem Grillen, noch nach dem Grillen würzen werden. – Noch nicht einmal mit gutem Pfeffer oder mit „einfachem“ Salz. Wir wollten unbedingt den unverfälschten puren Geschmack des sagenumwobenen Fleisches genießen.

Trotzdem erschien es uns vom Gefühl her als nicht angemessen genug, mit dem tollen Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak nichts weiteres mehr anzustellen. Aus diesem Grund unterstrichen wir unsere Freude und Spannung damit, die Steak-Enden mit Gold Flakes (Blattgold) zu verzieren. Das von uns verwendete Blattgold (23,75 Karat) gehört zu der Klasse der Lebensmittelfarbstoffe mit der Bezeichnung E 175, ist geschmacksneutral und darf in geringen Mengen bedenkenlos verzerrt werden.

Fazit

Es ist einfach unvorstellbar, wie sehr dieses Steak quasi auf der Zunge schmilzt. Der extrem hohe intramuskuläre Fettanteil lässt das Steak buttrig zart werden, sodass das Fleisch so gut wie gar nicht gekaut werden muss. Geschmacklich ebenso spannend ist das Fett, welches sich rund um den Muskel ansammelt. – Befindet sich dieses zwischen Zunge und Gaumen und wird leicht komprimiert, zerplatzt es quasi wie eine ganz weiche Praline und setzt eine Geschmacksexplosion in Gang.

Das Albers Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak (MS 7–8) hat uns und unsere beiden Gäste mehr als überzeugt. Einziger Wermutstropfen ist der relativ hohe Preis, der unseres Erachtens jedoch absolut gerechtfertigt ist!

Pimp my Steak – Kaltgeräuchertes Entrecôte

Zutaten
1 Steak, (z. B. Entrecôte, Roastbeef o. ä.)
Salz (z. B. Ankerkraut Murray River Salz)
Lieblingspfeffer (z. B. Ankerkraut Pfeffer Symphonie)

Ich erlebe es immer wieder. So gerne ich auch Rindersteaks esse, manchmal ist mir nach einer Abwechslung zumute. Entweder fülle ich Steaks mit Meeresfrüchten, hülle Stecks in einen großen Rösti oder ich bereite als quasi Begleitung eine tolle Champignon-, Whiskey-, oder Calvados-Sauce zu. So lecker es dann auch war, komme ich nach dem Verzehr immer wieder zu dem Entschluss, dass es das nächste Steak wieder puristisch, mit Salz und Pfeffer geben wird. Warum? – Weil es mir immer noch am allerliebsten schmeckt!

Anders war es vor kurzem, als ich mein erstes Presmoked Steak aß (ich berichtete…). Dieses Steak bestach durch ein relativ dezentes Raucharoma, welches keineswegs aufdringlich oder übertrieben daherkam. – Ganz im Gegenteil, das feine Raucharoma und der eigentliche Steakgeschmack waren mehr als ausgewogen. Schnell stand fest den Test zu wagen, mein eigenes Presmoked Steak zu schaffen.
Doch wie geht man da am besten vor?

Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass sich relativ große Fleischstücke sehr gut rückwärts garen lassen. Für diejenigen unter euch, die von diesem Verfahren noch nichts gehört haben: Das Fleisch wird bei niedriger Temperatur zwischen ca. 100 °C und 140 °C so lange im indirekten Bereich des Grills gegart, bis die angestrebte Kerntemperatur (z. B. 54 °C für medium-rare) erreicht wurde. Danach erst gelangt das Fleisch unter direkter, hoher Hitze auf den heißen Rost. Während das Fleisch bei niedrigen Temperaturen auf die gewünschte Kerntemperatur gebracht wird, kann kontinuierlich eine Hand voll Wood Smoking Chips auf die Kohlen/Briketts gelegt werden. Der Rauch zieht folglich in das Fleisch und verleiht diesem ein angenehmes Raucharoma. Leider ist die Phase bis zum Erreichen der Kerntemperatur meist nur sehr kurz, weshalb nur sehr wenig Rauch an und ins Fleisch gelangen kann. Meist schmeckt man den Rauch aus diesem Grund auch meist nicht deutlich genug heraus.
Ein weiterer Ansatz ist der, eine sogenannte Kalträucherspirale (Sparbrand) zu verwenden.

DSC00515

Die Kalträucherspirale hat, wie der Name es schon erahnen lässt, den Vorteil, dass ohne merkliche Erzeugung von Hitze (also kalt) eine relativ hohe Menge Rauch an das Lebensmittel gerät.
Die Vorgehensweise ist ganz einfach. Zunächst wird die Spirale mit Räuchermehl gefüllt. Es ist sehr wichtig darauf zu achten, dass das Räuchermehl relativ fest in die Spirale gedrückt wird. Nur so kann ein kontinuierlicher Sparbrand von bis zu 10 Stunden garantiert gewährleistet werden.

DSC00528

Nun wird die Räucherspirale auf den Kohlerost eures Grills gestellt.

DSC00530

Am Anfang der Spirale befindet sich eine Öffnung, durch die mit Zuhilfenahme eines Feuerzeuges oder eines kleinen Gasbrenners der Sparbrand entzündet werden kann.

DSC00532

Darüber wird der Grillrost mit dem Steak gelegt und anschließend der Deckel verschlossen. Damit sich ausreichend Sauerstoff im Grill befindet, wird die Belüftung im Kessel (unten) und die Entlüftung im Deckel (oben) auf die offenste Position gestellt.
Nach ca. 2 Stunden kann man sehr schön sehen, wie sich die Glut langsam durch die Spirale gearbeitet hat und dabei kontinuierlich Rauch aufgestiegen ist.

DSC00544

Auch dem Steak sieht man durch seine leicht gelbliche Färbung die Rauchaufnahme an.

DSC00541

Nach dem Räuchern wird das Steak wie gewohnt gegrillt.

DSC00583

Das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen. Das zuvor kaltgeräucherte Entrecôte hatte ausreichend Rauch aufgenommen, sodass man den Rauch beim Verzehr deutlich schmecken konnte. Beim nächsten Mal werde ich die Rauchphase jedoch von 2 Stunden auf 3 Stunden erhöhen, denn etwas mehr Rauch hätte das Steak noch vertragen können.

Viel Spaß beim Nachräuchern!
Wie sind eure Erfahrungen mit dem Kalträuchern?