Pork Belly Burnt Ends Burger mit Guacamole

Pork Belly Burnt Ends sind geschmacklich der absolute Hammer und von einer richtig fetten BBQ-Party nicht mehr wegzudenken. Wir hatten uns gefragt, wie wir die kleinen, meist als Appetizer verwendeten Köstlichkeiten in eine ganze Mahlzeit integrieren könnten und sind auf die Idee gekommen, sie zusammen mit einem Salatblatt in einen selbstgemachten Burger-Bun zu legen und mit Guacamole-Dip zu verfeinern.

Das Ergebnis ist ein kulinarischer Glückstreffer und sollte von euch unbedingt einmal nachgegrillt werden!

Zutaten
1 – 2 kg Schweinebauch (von Kreutzers)
BBQ-Rub (z. B. Saus.Guru Raspberry Rub)
BBQ-Sauce (z. B. Saus-Guru Raspberry & Chipotle)
Honig
250 g Butter
Lollo Rosso Salat
Burger Buns (nach diesem Rezept…)

für den Guacamole-Dip
2 reife Avocados
Saft einer halben Zitrone
1 – 2 fein geschnittene Knoblauchzehen
2 fein gewürfelte Tomaten
1 – 2 EL Joghurt, natur
Meersalz
guter Pfeffer

Zubereitung Guacamole-Dip

Die Zubereitung des Guacamole-Dips ist super einfach und in wenigen Minuten erledigt.

Nachdem die Avocados halbiert worden sind, die Kerne entfernen, mit einem Esslöffel das Fruchtfleisch entnehmen und anschließend mit einer Gabel zu einer weichen Masse zerdrücken.

Der weichen Masse den Saft einer halben Zitrone, die fein geschnittenen Knoblauchzehen, die fein gewürfelten Tomaten und den Joghurt hinzufügen und anschließend mit gutem Pfeffer und Meersalz würzen.

Zum Durchziehen für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Zubereitung der Pork Belly Burnt Ends

Während der Schweinebauch vorbereitet wird, den Grill oder Smoker, in unserem Fall der Pelletgrill Weber SmokeFire EX6 auf ca. 125°C einregeln.

Die Schwarte vom Schweinebauch trennen und darauf achten, dass ein wenig Fett stehen bleibt. Ggf. die Rippenknochen und Knorpel aus dem Fleisch lösen.

Den Schweinebauch zunächst in ca. 3 – 4 cm breite Streifen, anschließend in 3 – 4 cm breite Würfel schneiden.

Die Schweinebauchwürfel großzügig mit BBQ-Rub bestreuen und anschließend gleichmäßig in das Fleisch einmassieren. Idealerweise über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Die einzelnen Würfel 2 Stunden lang indirekt bei ca. 125°C garen, ggf. Fettauffangschalen unterstellen.

Nach der 2-stündigen Rauchphase haben die Pork Bellys eine leicht gold-braune Farbe angenommen.

Die Würfel in eine feuerfeste Form geben und großzügig mit Honig sowie Butter bedecken. Wir nutzen dazu die zuvor verwendeten Fettauffangschalen.

Die Fettauffangschalen sorgfältig mit Alufolie verschließen und anschließend weitere 1,5 Stunden bei 140°C auf dem Grill garen.

Durch den karamellisierten Honig haben die kleinen Pork Bellys bereits Glanz angenommen, sind unglaublich saftig und ganz besonders zart. Wer es nicht mehr aushält, kann nun bereits zugreifen.

Wir ziehen es jedoch vor, die kleinen Würfelchen mit leckerer BBQ-Sauce zu veredeln. Dazu wird zunächst das gesamte Fett in die eine Fettauffangschale gegossen und anschließend das gesamte Fleisch in die andere Fettauffangschale gelegt sowie die BBQ-Sauce bereitgestellt.

Nun werden die Pork Belly Burnt Ends großzügig in BBQ-Sauce gewälzt bzw. vorsichtig untergehoben, damit sie vor lauter Zartheit nicht auseinanderfallen.

Zu guter Letzt kommen die Würfelchen noch 20 – 30 Minuten auf den Grill.

Bau des Pork Belly Burnt Ends Burger mit Guacamole

Weniger ist manchmal mehr, und genau aus diesem Grund benötigen wir für unsere köstlichen Burger lediglich Bun, Fleisch, Guacamole und ein Salatblatt.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Praxistest: Pelletgrill Weber SmokeFire EX6

Im Jahre 1952 mit dem weltberühmten Kugelgrill begonnen, weitete der US-amerikanische Grillhersteller Weber sein Produktportfolio von Holzkohlegrills über Gasgrills bis hin zu Elektrogrills stetig aus und bietet seit Frühjahr 2020 seine ersten beiden Pelletgrills auch in Deutschland an. – Der große Weber SmokeFire EX6 und sein kleinerer Bruder Weber SmokeFire EX4.

Bereits zu Beginn diesen Jahres konnten wir weit vor dem eigentlichen Produktlaunch mit einigen anderen Grillbloggern im Weber Grillakademie Original Headquarter Ingelheim exklusiv die beiden neuen Weber SmokeFire genauestens unter die Lupe nehmen und hatten daraufhin ausführlich über unsere Social-Media-Kanäle Instagram– und Facebook darüber berichtet.

Mittlerweile ist der große Weber SmokeFire EX6 auch bei uns eingezogen, welchen wir in den vergangenen Wochen ausführlich für euch getestet haben.

Lieferung des Weber SmokeFire EX6

Der Weber SmokeFire EX6 wird von einer Spedition auf einer großen Holz-Einwegpalette mit den Maßen 1,40 m x 0,80 m geliefert. Wie auf dem folgenden Bild zu erkennen ist, ist der große Karton im unteren Bereich durch 6 sich paarweise gegenüberliegende Kunststoffverschlüsse verschlossen. Nach dem Entnehmen der Kunststoffverschlüsse, kann der Deckel des Kartons ganz einfach empor gehoben werden.

Nach dem Abheben des Deckels erhält man freie Sicht auf den Inhalt der Palette, der aus dem eigentlichen Grillkessel und diversen Kartons besteht.

Jeder der einzelnen Kartons ist alphabetisch beschriftet. Ihre Buchstaben korrespondieren mit denen in der sehr gut beschriebenen und bebilderten Aufbauanleitung.

Montage des Weber SmokeFire EX6

Der Aufbau des Weber SmokeFire EX6 ist sehr einfach und in weniger als einer Stunde erledigt. Beim Abpacken der Palette sollte darauf geachtet werden, dass das aufgeklebte schützende Endpolster auf der linken Seite der Grillkammer erst nach der Montage der Beine entfernt werden darf. Grund dafür ist, dass der gesamte Korpus zunächst auf die Seite gekippt werden muss.

Das sehr stabile schützende Endpolster wurde extra für die hohe Belastung gefertigt.

In dieser Position werden dem Pelletgrill zunächst die vier Beine und anschließend die vier Rollen angeschraubt. Die Zuordnung der unterschiedlichen Beine ist sehr einfach gelöst: Zwei der Beine besitzen einen gelben Aufkleber mit einen Stern, die beiden anderen Beine einen roten Aufkleber mit einen Dreieck. Die jeweils dazugehörenden identischen Aufkleber finden sich entsprechend auf den Beinaufnahmen.

Beim Anschrauben der Rollen muss darauf geachtet werden, dass die beiden lenkbaren Rollen nach hinten und die beiden lenk- und feststellbaren Rollen nach vorne angeschraubt werden. Anschließend wird durch Hilfe einer weiteren Person der gesamte Korpus auf seine Beine gestellt.

Als nächstes muss die vordere Beinverstrebung sowie die Asche- und Fettauffangschublade montiert werden.

Auf der Rückseite des Weber SmokeFire EX6 befindet sich eine Serviceklappe, welche u. a. Zugang zur Glühkerze bietet. Die Glühkerze ist im Lieferumfang mit inbegriffen und muss vor der ersten Inbetriebnahme zunächst vom Käufer eingesetzt werden. Laut Weber ist die Glühkerze ein Verbrauchsteil und besitzt eine Lebensdauer von ca. 150 – 200 Starts. Genauso wie man immer ausreichend Pellets zu Hause haben sollte, empfiehlt es sich stets eine Ersatz-Glühkerze zurückzulegen.

Nachdem die Glühkerze vom hinteren Bereich aus in die Brennkammer geführt wurde, kann die Serviceklappe wieder verschraubt werden.

Aus dem Innenraum des Grills betrachtet, befindet sich die Glühkerzen-Spitze nun im unteren Bereich der Brennkammer.

Beim Einsetzen des Pelletrosts muss darauf geachtet werden, dass die Glühkerzen-Spitze durch die kreisrunde Öffnung ragt.

Nun wird das letzte Teil der eigentlichen Brennkammer aufgelegt und im nächsten Schritt zusammen mit der Pelletrutsche verschraubt.

Die Pellet-Rutsche garantiert, dass ausreichend Abstand zwischen den Pellets in der Förderschnecke und den entzündeten Pellets in der Brennkammer besteht. Dadurch ist ein Rückbrand in die Pelletkammer nahezu ausgeschlossen.

Über die Pellet-Rutsche und der Brennkammer wird ein Tiegel zur besseren Wärmeleitung positioniert.

Damit keine Fette und Fleischsäfte in die Förderschnecke und der Brennkammer gelangen, wird zwischen den sechs, bereits aus vielen Weber Gasgrills bekannten Aromaschienen (Flavorizer Bars) aus Edelstahl, eine entsprechend große emaillierte Abdeckung gesetzt.

Zu guter Letzt wird zunächst der 4-teilige GBS-Rost aus Edelstahl eingesetzt…

…und anschließend die obere Grillebene aufgelegt.

Die Features des Weber SmokeFire EX6

Bauart bedingt sieht der Weber SmokeFire EX6 ganz anders aus als ein konventioneller Weber Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill. – Trotzdem ist es den Weber-Designern durch den Einsatz bekannter Materialien, wie z. B. dem pechschwarzen emaillierten Deckel mit dem genieteten Metallband, dem allseits bekannten Weber-Logo und dem bereits aus der Weber Genesis-Reihe bekannten üppigen Griff gelungen, einen sehr hohen Wiedererkennungseffekt zu schaffen.

Die sehr stabilen Griffe sind super schick und sehr wertig verarbeitet. Um bei einem Transport z. B. Bordsteinkanten zu überwinden, kann der SmokeFire sogar kurzzeitig an dem seitlichen sehr robusten Griff angehoben werden.

Die beiden Deckelscharniere sind sehr stabil verarbeitet und ließen sich ab Werk nur relativ schwer öffnen. Durch ein leichtes Lösen der beiden selbstsichernden Muttern ist dieses kleine Problem nun Geschichte.

Die Asche- und Fettauffangschublade ist sehr bequem im unteren Bereich des Pelletgrills erreichbar. Es sollte unbedingt darauf geachtet werdet, dass sich die Asche- und Fettauffangschublade nach dem Rollen des Grills nicht selbstständig ausgefahren hat – diese sitzt nämlich relativ locker in der Vorrichtung.

Der Tisch des Weber SmokeFire EX6 ist optisch sehr ansprechend, ausgesprochen stabil und ausreichend groß. Er hält zwei Haken zum Aufhängen von Grill-Tools wie z. B. Grillbürste, Grillzange usw. vor.

Der Controller lässt sich über eine kostenlos erhältlichen Smartphone-App für iOS und Android via Bluetooth, WLAN und Cloud sowie manuell per Hand steuern – dazu später mehr.

Die Pelletkammer hält ausreichend Platz für ca. 9 kg Pellets vor.

Wie in damaligen Medienberichten zu lesen war, hatte der Weber SmokeFire in einem früheren Stadium Probleme, dass Pellets auf der nicht ausreichend steil gestalteten Schräge der Pelletkammer ungehindert nachrutschten konnten. Dieses Problem wurde zwar durch eine leichte Modifikation (steilere Schräge des Trichters durch zusätzlichen Metallboden) werkseitig behoben, verringert jedoch das Fassungsvermögen der Pelletkammer um ca. 1 kg Pellets von damals ca. 10 kg auf nun 9 kg.

Weber bietet zurzeit drei verschiede Sorten 100 % natürliche Holzpellets in 9 kg Gebinde: Hickory, Apfelholz und Grill Academy Blend.

Im Innern der Pelletkammer überwacht eine Einheit den Füllstand der Pellets und alarmiert per App und über das LCD-Display ausreichend früh darüber, wenn neue Pellets nachgelegt werden müssen.

Im hinteren Bereich des Pelletgrills befindet sich ein leicht schräg eingeschobenes Blech, welches das Ausleeren der Pelletkammer vorsieht.

Zieht man an dem Blech, fallen die gesamten Pellets ohne weitere Vorwarnung aus der Pelletkammer in den drunterliegenden Bereich, in dem man zuvor einen Auffangeimer hingestellt haben sollte. Der Wechsel der Pellets über die Pellet-Entleerklappe ist praktisch, da so ein schneller Wechsel von z. B. Apfel- auf Hickory-Pellets gewährleistet wird.

Bleiben wir noch kurz in dem hinteren Bereich des Pelletgrills. Drei Entlüftungsschlitze sind so gefertigt, dass bei Regen kein Wasser in den Garraum eindringen kann. Des Weiteren können über die Schlitze schnurgebundene Temperaturfühler in den Garraum geführt werden.

Im Innern des Weber SmokeFire EX6 überwacht ein integrierter Temperaturfühler die Garraumtemperatur und gibt diese Werte an den Controller weiter. Der Temperaturfühler befindet sich in der Mitte des hinteren Bereichs des Hauptgrillrostes.

Apropos Grillrost: Die Position des oberen Grillrosts kann in der Tiefe variiert werden. Das ist z. B. beim Mobben von im hinteren Bereich liegenden Spare Ribs sehr praktisch.

Der Weber SmokeFire EX6 ist durch seinen Style und seiner Größe ein echter Hingucker!

Zum Schutz vor Regen und Verunreinigungen wie z. B. Blütenstaub kann der Weber SmokeFire durch eine optional erhältliche Abdeckhaube geschützt werden.

Funktionsweise des Weber SmokeFire EX6

Die Funktionsweise des Weber SmokeFire EX6 ist im Grunde genommen recht einfach und logisch. Die Pellets werden durch eine Förderschnecke aus der Pelletkammer ins Innere des Pelletgrills befördert.

Die Pellets fallen aus der Förderschnecke über die Pelletrutsche in die Brennkammer, in der sie durch die Glühkerze entzündet und schlussendlich verbrannt werden. Die Fördermenge der Pellets ist dabei immer abhängig von der zu erzielenden Gartemperatur: Diese wird über den integrierten Temperaturfühler im Garraum an den Controller übergeben, welcher wiederum mehr oder weniger Pellets nachbefördert.

Die Funktionsweise des Controllers

Die Bedienung über das Display des Controllers ist sehr intuitiv und bedarf weder einer Bedienungsanleitung noch einer besonders langen Eingewöhnungsphase.

Auf der rechten Hälfte des Controllers befinden sich 3 Tasten:
– Menü-Taste / Home-Taste
– App-Taste (QR-Code zur App)
– Timer-Taste (Gerät zeitgesteuert ausschalten)

Des Weiteren lässt sich durch das Betätigen des großen „click and wheel“-Rades durch die einzelnen Menüs navigieren und bestätigen.

Über die Menü-Taste lassen sich folgende Funktionen auswählen:
– Home
– Temperatureinstellung
– SmokeBoost
– Sprache
– Die App laden
– Über Weber
– Regelnd
– Glühkerzen austauschen
– Auf Werkseinstellung zurücksetzen
– Ausschalten

Standardmäßig wird die Ist- und Soll-Gartemperatur in großen Zahlen angezeigt. Sind alle 4 Temperaturfühler eingesteckt, verkleinert sich die Anzeige entsprechend, sodass nahezu alle Temperaturen auf einem Blick am Display ablesbar sind.

Der Weber SmokeFire EX6 ist in Windeseile einsatzbereit: Pellet-Füllstand kontrollieren, per Hauptschalter einschalten, Soll-Temperatur zwischen 95°C und 315°C eingeben und bestätigen – und schon geht es los.

Eine weitere sehr sinnvolle Funktion ist der Modus „SmokeBoost“. Ist dieser Modus gewählt, entwickelt der SmokeFire ausgesprochen viel Rauch, welches kürzer gegarten Grillgut zugutekommt.

Die Funktionsweise der App „Weber Connect“

Das gesamte Leistungsspektrum des Weber SmokeFire EX6 kommt erst dann zum Vorschein, wenn die Hardware mit der App „Weber Connect“ gekoppelt wird. Die App steht sowohl unter iOS als auch unter Android kostenlos zur Verfügung.

Bei der Erstinbetriebnahme wird der EX6 mit der App „Weber Connect“ via Bluetooth gekoppelt. Anschließend folgt die optionale Einbindung in das heimische WLAN. Ist dieses geschehen, kann fortan sogar ganz automatisch über eine integrierte Cloud-Funktion auf das Gerät zugegriffen werden. Das ist praktisch um auch aus der Ferne prüfen zu können, in welchem Zustand sich der Grill und das Gargut befindet, um ggf. noch einmal die Gartemperatur nach oben oder nach unten anzupassen oder den Grill auszuschalten.

Die Gestaltung der App erweist sich generell als sehr übersichtlich. Alle wichtigen Informationen können auf einem Blick abgelesen werden.

Über die Push-Integration werden wichtige Status-Informationen, wie zum Beispiel das Erreichen der zuvor bestimmten Gartemperatur oder das Erreichen der manuell eingestellten Zieltemperatur des Grillguts auf das Smartphone ausgegeben.

Genauso wie am Controller selbst, kann der Modus SmokeBoost auch aus der Ferne über die „Weber Connect“-App ausgegeben werden.

Die Einstellung der gewünschten Zieltemperatur ist mit wenigen Klicks erledigt.

Durch einen in der App integrierten Grill-Wizard ist es möglich, sich spielend einfach durch vordefinierte Programme leiten zu lassen. Dadurch wird selbst unerfahrenen Smoker-Fans die Möglichkeit geboten, stets beste Ergebnisse zu erzielen. Selbstverständlich können die Zieltemperaturen jedes einzelnen Temperaturfühlers auch manuell eingegeben und dem jeweiligen Anschluss-Port zugewiesen werden.

Sobald die Zieltemperatur erreicht wurde, wird per Push-Nachricht informiert.

Schlussendlich kann der Weber SmokeFire EX6 auch aus der Ferne abgeschaltet werden.

Sobald der Abschaltvorgang abgeschlossen wurde, welcher bis zu 15 Minuten lang dauern kann, wird wieder per Push-Nachricht informiert.

Die ersten Grill-Sessions mit dem Weber SmokeFire EX6

Um aussagekräftige Praxiserfahrungen zu sammeln, stand unser EX6 in den letzten 3 Wochen nicht mehr still. Ob im oberen Temperaturbereich von ca. 315°C, zum direkten Grillen von Steaks und Grillwürstchen, über mittlere Temperaturen von ca. 200°C zum indirekten Grillen von Bacon Bombs & Co., bis hin zum Smoken im low´n´slow-Bereich von ca. 125°C zum Garen von Short Ribs, Pulled Pork, ganze Braten, Spare Ribs, Pork Belly Burnt Ends und vieles mehr. – Alles gelang wie geplant und schmeckte vorzüglich! Nachfolgend ein paar Impressionen.

Zwar sahen die 4 Grillwürstchen auf dem riesengroßen Grillrost des Weber SmokeFire EX6 recht verloren aus, dass Ergebnis sprach jedoch für sich!

Noch deutlicher ist das gute Ergebnis bei einem hochwertigen Australischen Ribeye Steak zu erkennen. Von außen ein tolles Branding und von innen super saftiges zartes Fleisch. Das Branding kann selbstverständlich noch intensiviert werden, wenn man den Sear Grate Einsatz des Weber GBS nutzt.

Genauso wie es sich bereits bei etlichen Pulled Pork-Sessions bewahrheitet hat, gestaltete sich auch die Zubereitung dieser monströs erscheinenden neun Stunden gesmokten Short Ribs als Kinderspiel.

Schwer voll zu bekommen: Spare Ribs hier, Schweinelachs dort. – Auf dem Weber SmokeFire EX6 ist Platz für mindestens 2 hungrige Fußballmannschaften.

Alle Ergebnisse überzeugten: Stets saftig von innen und mit delikaten leichten Rauchgeschmack.

Anders als bei reinen Pellet-Smokern sonst üblich, sollte bei sehr fettigen und saftigen Fleisch, wie bei diesen Pork Belly Burnt Ends, unbedingt eine Fettauffangwanne untergestellt werden.

Vielleicht sogar unsere besten Pork Belly Burnt Ends bzw. Pork Belly Burger mit Guacamole ever!

Die Hitzeverteilung des Weber SmokeFire EX6

Zur Überprüfung der Hitzeverteilung statteten wir alle vier Bereiche des Weber SmokeFire EX6 mit einem Temperaturfühler aus, welchen wir jeweils durch Zuhilfenahme einer kleinen Kartoffel exakt auf Rosthöhe positionierten.

Das Ergebnis bei einer Gartemperatur von 125°C verriet, dass im Bereich des oberen Grillrostes ca. 8°C – 14°C höhere Temperaturen herrschten als die beim unteren Grillrostes. Des Weiteren sagte uns dieser Test aus, dass die eingestellten 125°C sich am positivsten auf das Gargut im low´n´slow-Bereich auswirkten.

– oben links: 120°C
– oben rechts: 114°C
– unten links: 106°C
– unten rechts: 106°C

Wir sind tatsächlich sehr begeistert von den gleichmäßigen Temperaturen.

Der Verbrauch des Weber SmokeFire EX6

Nach unseren Praxiserfahrungen verbraucht der Weber SmokeFire EX6 bei einer Außentemperatur von ca. 20°C ca. 850 g Pellets pro Stunde. Somit reicht eine Pelletkammer-Füllung von 9 kg nicht ganz aus, um eine Ladung Pulled Pork über einen Zeitraum von 12 Stunden fertig zu garen. Dazu wären rein rechnerisch 10,2 kg notwendig. Ganz klar, der relativ hohe Pellet-Verbrauch ist dem sehr großen Garraum zuzuschreiben. Selbstverständlich lassen sich jedoch jederzeit Pellets während des Betriebs nachlegen.

Die Reinigung des Weber SmokeFire EX6

Die Reinigung des Weber SmokeFire EX6 gestaltete sich als einfach: 3 Teile des 4-teiligen Hauptgrillrosts auf die linke Seite legen, im Sichtfeld liegende Aromaschienen übereinander stapeln, Hitzeverteilungs-Tiegel entfernen und anschließend ausfegen. Nach einem Pellet-Verbrauch von ca. 20 kg sah der Innenraum wie folgt aus.

Die übrig gebliebene Asche kann ganz einfach mit einem Handfeger durch die beiden im Boden vorhandenen Öffnungen in die Asche- und Fettauffangschublade gefegt werden. Verkrustete Stellen können durch Zuhilfenahme des im Lieferumfang enthaltenen Kunststoff-Spachtels entfernt werden.

Wir haben gewogen: Aus ca. 20 kg Pellets entstandenem ca. 138 g Asche.

Zahlen, Daten und Fakten (Herstellerangaben)

Weber SmokeFire EX6

Größe (Deckel offen): 157 cm H x 140 cm B x 84 cm T
Größe (Deckel geschlossen): 119 cm H x 140 cm B x 84 cm T
Abmessungen oberer Grillrost: 25 cm x 91 cm
Abmessungen unterer Grillrost: 46 cm x 91 cm
Brennstoffart: Holzpellets
Seitentische: 1
Lenkrollen: 2
Lenkrollen mit Stoppfunktion: 2
Besteckhalter: 2
Fleisch-Temperaturfühler mitgeliefert: 1

Features
Edelstahlgrillrost mit Gourmet BBQ System (GBS)
Flavorizer Bars aus Edelstahl
Asche- und Fettauffangsystem für einfache Reinigung
Großer Edelstahl-Seitentisch
Robustes Stahl-Fahrgestell
Temperaturbereich von 95°C – 315°C
Kapazität für 4 Kerntemperaturfühler
Benachrichtigung und Schritt-für-Schritt-Anleitung über Weber Connect App
Trichter mit Fassungsvermögen von 10 KG (nachgemessen 9 kg)
Deckel und Grillkammer porzellanemailliert
LCD-Display
Intelligente Weber Connect Grilltechnologie
Porzellanemailliert Hitzeschirm

Preis: 1.499 EUR

Fazit

Der Weber SmokeFire EX6 kann nur so gut sein, wie seine Software die ihn regelt. – Und das gelingt mit der aktuellen Firmware und der neuesten App mittlerweile unglaublich gut! Wie wir über unsere Social-Media-Kanäle Instagram– und Facebook bereits berichteten, war das anfangs mit der ab Werk ausgelieferten und anschließend erstmals aktualisierten Firmware nicht der Fall, weshalb dieser Praxistest auch zeitlich verzögert erschien. Das war gestern – was unser derzeitiger Praxistest jedoch bewertet ist das hier und jetzt!

Der Aufbau des Weber SmokeFire EX6 gestaltete sich durch die sehr gut beschriebene und reich bebilderte Aufbauanleitung als sehr einfach und war in unter einer Stunde erledigt.

Durch den Einsatz bekannter Materialien, wie z. B. dem pechschwarzen emaillierten Deckel mit dem genieteten Metallband, dem allseits bekannten Weber-Logo und dem bereits aus der Weber Genesis-Reihe bekannten üppigen Griff ist es den Weber-Designern gelungen, einen sehr hohen Wiedererkennungseffekt zu schaffen.

Sowohl der geschlossene Pellet-Grill mit den Maßen 119 cm H x 140 cm B x 84 cm T, als auch die beiden Grillroste mit den Breiten von 91 cm beeindrucken sehr!

Das Koppeln der Hardware (SmokeFire) mit der Software (App) gelang auf Anhieb, die Integration ins heimische WLAN, durch die allerdings manuelle und somit benutzerunfreundliche Eingabe der SSID ebenso.

Das Fassungsvermögen der Pelletkammer von 9 kg ist angesichts des hohen Pelletverbrauchs von ca. 850 g pro Stunde relativ gering und garantiert nur eine Laufleistung von ca. 10,5 Stunden, was für ein Pulled Pork nicht immer ausreichend ist. Nur gut, dass im Innern der Pelletkammer eine Einheit den Füllstand der Pellets überwacht und per App und über das LCD-Display ausreichend früh darüber informiert, wenn neue Pellets nachgelegt werden müssen.

Der Weber SmokeFire EX6 ist in Windeseile einsatzbereit: Pellet-Füllstand kontrollieren, per Hauptschalter einschalten, Soll-Temperatur zwischen 95°C und 315°C eingeben und bestätigen – und schon geht es los.

Alle von uns gegrillten bzw. gesmokten Gerichte gelangen auf Anhieb und schmeckten wie erwartet. Das Rauch-Aroma war weder zu stark noch war es zu schwach– genau richtig!

Der Pitmaster hat die Wahl: Er kann die meisten Einstellungen manuell am Controller oder aber über die kostenlose Android- und iOS-App „Weber Connect“ eingeben. Sowohl die Steuerung per Controller, als auch die per App (Bluetooth, WLAN oder Cloud) ist sehr intuitiv und setzt keine Vorkenntnisse voraus.

Die Reinigung: Die Asche- und Fettauffangschublade ist relativ groß, nur gelangen nicht die gesamten Grillrückstände dort hin, wo sie hingehören. Die Reinigung ist zwar einfach und geht recht schnell, muss jedoch spätestens vor jedem ca. zweiten Grill-Vorgang durchgeführt werden. Andernfalls könnten Fette und Asche die beiden im Boden vorhandenen Öffnungen verstopfen.

Bei sachgemäßer Nutzung des Weber SmokeFire EX6 sehen wir allerdings keine Gefahr für Verstopfungen oder Fettbrände. Vorausgesetzt es werden bei sehr fettigen und saftigen Fleisch Fettauffangwannen unter das Grillgut gestellt. Beim unteren Grillrost kann man diese direkt auf den Aromaschienen (Flavorizer Bars) aus Edelstahl platzieren.

Weber propagiert, dass es sich beim Weber SmokeFire um keinen Pellet-Smoker, sondern um einen Pellet-Grill handelt, welcher beide Typen (Grill und Pellet-Smoker) vereint. Aus diesem Grund soll wie z. B. bei einem konventionellen Grill mit Fettauffangwannen gearbeitet werden. Anders als bei den meisten uns bekannten Pellet-Smokern, kann mit dem Weber SmokeFire jedoch auch mit Temperaturen von bis zu 315°C direkt gegrillt werden, weshalb auch der GBS-Edelstahlgrillrost, für z. B. dem optionalen Sear Grate Einsatz zum Steak grillen mitgeliefert wurde.

Aus unserer Sicht ist der Weber SmokeFire EX6 der perfekte Grill für größere Familien, die sehr häufig Short Ribs, Pulled Pork, ganze Braten, Spare Ribs, Pork Belly Burnt Ends und vieles mehr smoken möchten aber für herkömmliche Steaks und Würstchen nicht einen weiteren Grill vorhalten möchten.

Wir sind sehr gespannt, mit welchen softwarebasierten Funktionen Weber den SmokeFire EX6 noch erweitern wird, dürfen aber jetzt schon, trotz der kleinen o. g. Abstriche, unsere Begeisterung für den Boliden aussprechen und beide Daumen emporstrecken. Wir grillen bzw. smoken unglaublich gerne mit dem Weber SmokeFire EX6!

Gesmokter Schweinelachs im Laugenbrötchen mit Tequila Coleslaw

In letzter Zeit experimentierten wir immer mal wieder mit unterschiedlichsten Zubereitungsformen von Coleslaw (amerikanischer Krautsalat). Die treuen Instagram– und Facebook-Follower unter euch haben es schon in unseren diversen Stories mitbekommen, dass uns ein ganz besonderer Coleslaw richtig gut gefallen hat, welchen wir in den letzten Wochen immer mal wieder abgewandelt und verbessert haben. Die Rede ist vom Tequila Coleslaw (Achtung Alkohol: Nur für Erwachsene).

Ob Spare Ribs, Brisket, Pulled Pork & Co. – Der Tequila Coleslaw passt zu allen typischen BBQ-Speisen! Beim letzten Mal servierten wir ihn zusammen mit Short Ribs und waren geschmacklich wieder einmal schwer begeistert!

Dieses Mal haben wir uns etwas Neues einfallen lassen und werden einen Schweinelachs in unserem Pelletgrill Weber Smokefire EX6 smoken und anschließend Schweinelachs-Tranchen mit Tequila Coleslaw im Laugenbrötchen servieren.

Den Gran Parino Schweinelachs erwerben wir wie immer von Kreutzers. Das besondere am italienischen Gran Parino-Schwein ist, dass es bis zur Schlachtung mindestens 9 Monate alt und rund 170 kg schwer wird. Kreutzers beschreibt es so: „Durch die langsame Aufzucht ist das Fleisch fest, kompakt und sehr aromatisch mit einer rosigen, konsistenten Fettschicht“. – Und das schmeckt man!

Zutaten
2,4 kg Gran Parino Schweinelachs (von Kreutzers)
BBQ-Rub (z. B. Saus.Guru Orange Delight)
BBQ-Sauce (z. B. Saus-Guru Passion & Liquorice)
Laugen-Brötchen

für den Tequila Coleslaw
2 EL silberner Tequila
220 g Mayonnaise
4 EL frisch gepresster Limettensaft
4 EL Zucker
1/2 Kopf Weißkohl
2 geraspelte Möhren
1 Bund in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln
1 Bund gehackter frischer Koriander
1 EL Selleriesamen
feines Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung des Tequila Coleslaws

Tequila, Mayonnaise, frisch gepresster Limettensaft und Zucker in eine Schüssel geben und anschließend zu einer Marinade verrühren.

Die Möhren raspeln, die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, den frischen Koriander hacken und ebenfalls in die Schüssel geben.

Mit einem Sägemesser (Brotmesser) dünne Streifen vom Weißkohl schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben.

Alle Zutaten in der Schüssel gleichmäßig vermengen, mit Selleriesamen, feinem Meersalz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen und anschließend zum Durchziehen in den Kühlschrank stellen.

Zubereitung des Schweinelachs

Den Schweinelachs mit einem scharfen Messer von Fett und Sehnen befreien.

Das Fleisch großzügig mit BBQ-Rub, wie z. B. Saus.Guru Orange Delight einreiben.

Den Smoker oder Grill auf ca. 115 – 125°C indirekte Hitze einregeln. Wir verwenden dazu den Pelletgrill Weber SmokeFire EX6.

Den gerubbten Schweinelachs mit einem Thermometer versehen und anschließend bis zu einer Kerntemperatur von maximal 65°C smoken.

Bei einer Kerntemperatur von ca. 60°C den Schweinelachs mit BBQ-Sauce, wie z. B. Saus-Guru Passion & Liquorice, unter Zuhilfenahme eines Silikonpinsels bestreichen.

Den saftigen Schweinelachs nach dem Erreichen der Kerntemperatur von 65°C vom Pelletgrill nehmen, ca. 5 – 8 Minuten lang ruhen lassen und anschließend mit einem scharfen Messer in Tranchen schneiden.

Servieren des gesmokten Schweinelachs im Laugenbrötchen mit Tequila Coleslaw

Laugenbrötchen aufschneiden, jeweils eine dicke oder zwei dünnere Scheiben Schweinelachs hineinlegen und anschließend mit Tequila Coleslaw belegen. Je nach persönlichem Geschmack zusätzliche BBQ-Sauce hinzugeben.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!