Praxistest: Pelletgrill Weber SmokeFire EX6

Im Jahre 1952 mit dem weltberühmten Kugelgrill begonnen, weitete der US-amerikanische Grillhersteller Weber sein Produktportfolio von Holzkohlegrills über Gasgrills bis hin zu Elektrogrills stetig aus und bietet seit Frühjahr 2020 seine ersten beiden Pelletgrills auch in Deutschland an. – Der große Weber SmokeFire EX6 und sein kleinerer Bruder Weber SmokeFire EX4.

Bereits zu Beginn diesen Jahres konnten wir weit vor dem eigentlichen Produktlaunch mit einigen anderen Grillbloggern im Weber Grillakademie Original Headquarter Ingelheim exklusiv die beiden neuen Weber SmokeFire genauestens unter die Lupe nehmen und hatten daraufhin ausführlich über unsere Social-Media-Kanäle Instagram– und Facebook darüber berichtet.

Mittlerweile ist der große Weber SmokeFire EX6 auch bei uns eingezogen, welchen wir in den vergangenen Wochen ausführlich für euch getestet haben.

Lieferung des Weber SmokeFire EX6

Der Weber SmokeFire EX6 wird von einer Spedition auf einer großen Holz-Einwegpalette mit den Maßen 1,40 m x 0,80 m geliefert. Wie auf dem folgenden Bild zu erkennen ist, ist der große Karton im unteren Bereich durch 6 sich paarweise gegenüberliegende Kunststoffverschlüsse verschlossen. Nach dem Entnehmen der Kunststoffverschlüsse, kann der Deckel des Kartons ganz einfach empor gehoben werden.

Nach dem Abheben des Deckels erhält man freie Sicht auf den Inhalt der Palette, der aus dem eigentlichen Grillkessel und diversen Kartons besteht.

Jeder der einzelnen Kartons ist alphabetisch beschriftet. Ihre Buchstaben korrespondieren mit denen in der sehr gut beschriebenen und bebilderten Aufbauanleitung.

Montage des Weber SmokeFire EX6

Der Aufbau des Weber SmokeFire EX6 ist sehr einfach und in weniger als einer Stunde erledigt. Beim Abpacken der Palette sollte darauf geachtet werden, dass das aufgeklebte schützende Endpolster auf der linken Seite der Grillkammer erst nach der Montage der Beine entfernt werden darf. Grund dafür ist, dass der gesamte Korpus zunächst auf die Seite gekippt werden muss.

Das sehr stabile schützende Endpolster wurde extra für die hohe Belastung gefertigt.

In dieser Position werden dem Pelletgrill zunächst die vier Beine und anschließend die vier Rollen angeschraubt. Die Zuordnung der unterschiedlichen Beine ist sehr einfach gelöst: Zwei der Beine besitzen einen gelben Aufkleber mit einen Stern, die beiden anderen Beine einen roten Aufkleber mit einen Dreieck. Die jeweils dazugehörenden identischen Aufkleber finden sich entsprechend auf den Beinaufnahmen.

Beim Anschrauben der Rollen muss darauf geachtet werden, dass die beiden lenkbaren Rollen nach hinten und die beiden lenk- und feststellbaren Rollen nach vorne angeschraubt werden. Anschließend wird durch Hilfe einer weiteren Person der gesamte Korpus auf seine Beine gestellt.

Als nächstes muss die vordere Beinverstrebung sowie die Asche- und Fettauffangschublade montiert werden.

Auf der Rückseite des Weber SmokeFire EX6 befindet sich eine Serviceklappe, welche u. a. Zugang zur Glühkerze bietet. Die Glühkerze ist im Lieferumfang mit inbegriffen und muss vor der ersten Inbetriebnahme zunächst vom Käufer eingesetzt werden. Laut Weber ist die Glühkerze ein Verbrauchsteil und besitzt eine Lebensdauer von ca. 150 – 200 Starts. Genauso wie man immer ausreichend Pellets zu Hause haben sollte, empfiehlt es sich stets eine Ersatz-Glühkerze zurückzulegen.

Nachdem die Glühkerze vom hinteren Bereich aus in die Brennkammer geführt wurde, kann die Serviceklappe wieder verschraubt werden.

Aus dem Innenraum des Grills betrachtet, befindet sich die Glühkerzen-Spitze nun im unteren Bereich der Brennkammer.

Beim Einsetzen des Pelletrosts muss darauf geachtet werden, dass die Glühkerzen-Spitze durch die kreisrunde Öffnung ragt.

Nun wird das letzte Teil der eigentlichen Brennkammer aufgelegt und im nächsten Schritt zusammen mit der Pelletrutsche verschraubt.

Die Pellet-Rutsche garantiert, dass ausreichend Abstand zwischen den Pellets in der Förderschnecke und den entzündeten Pellets in der Brennkammer besteht. Dadurch ist ein Rückbrand in die Pelletkammer nahezu ausgeschlossen.

Über die Pellet-Rutsche und der Brennkammer wird ein Tiegel zur besseren Wärmeleitung positioniert.

Damit keine Fette und Fleischsäfte in die Förderschnecke und der Brennkammer gelangen, wird zwischen den sechs, bereits aus vielen Weber Gasgrills bekannten Aromaschienen (Flavorizer Bars) aus Edelstahl, eine entsprechend große emaillierte Abdeckung gesetzt.

Zu guter Letzt wird zunächst der 4-teilige GBS-Rost aus Edelstahl eingesetzt…

…und anschließend die obere Grillebene aufgelegt.

Die Features des Weber SmokeFire EX6

Bauart bedingt sieht der Weber SmokeFire EX6 ganz anders aus als ein konventioneller Weber Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill. – Trotzdem ist es den Weber-Designern durch den Einsatz bekannter Materialien, wie z. B. dem pechschwarzen emaillierten Deckel mit dem genieteten Metallband, dem allseits bekannten Weber-Logo und dem bereits aus der Weber Genesis-Reihe bekannten üppigen Griff gelungen, einen sehr hohen Wiedererkennungseffekt zu schaffen.

Die sehr stabilen Griffe sind super schick und sehr wertig verarbeitet. Um bei einem Transport z. B. Bordsteinkanten zu überwinden, kann der SmokeFire sogar kurzzeitig an dem seitlichen sehr robusten Griff angehoben werden.

Die beiden Deckelscharniere sind sehr stabil verarbeitet und ließen sich ab Werk nur relativ schwer öffnen. Durch ein leichtes Lösen der beiden selbstsichernden Muttern ist dieses kleine Problem nun Geschichte.

Die Asche- und Fettauffangschublade ist sehr bequem im unteren Bereich des Pelletgrills erreichbar. Es sollte unbedingt darauf geachtet werdet, dass sich die Asche- und Fettauffangschublade nach dem Rollen des Grills nicht selbstständig ausgefahren hat – diese sitzt nämlich relativ locker in der Vorrichtung.

Der Tisch des Weber SmokeFire EX6 ist optisch sehr ansprechend, ausgesprochen stabil und ausreichend groß. Er hält zwei Haken zum Aufhängen von Grill-Tools wie z. B. Grillbürste, Grillzange usw. vor.

Der Controller lässt sich über eine kostenlos erhältlichen Smartphone-App für iOS und Android via Bluetooth, WLAN und Cloud sowie manuell per Hand steuern – dazu später mehr.

Die Pelletkammer hält ausreichend Platz für ca. 9 kg Pellets vor.

Wie in damaligen Medienberichten zu lesen war, hatte der Weber SmokeFire in einem früheren Stadium Probleme, dass Pellets auf der nicht ausreichend steil gestalteten Schräge der Pelletkammer ungehindert nachrutschten konnten. Dieses Problem wurde zwar durch eine leichte Modifikation (steilere Schräge des Trichters durch zusätzlichen Metallboden) werkseitig behoben, verringert jedoch das Fassungsvermögen der Pelletkammer um ca. 1 kg Pellets von damals ca. 10 kg auf nun 9 kg.

Weber bietet zurzeit drei verschiede Sorten 100 % natürliche Holzpellets in 9 kg Gebinde: Hickory, Apfelholz und Grill Academy Blend.

Im Innern der Pelletkammer überwacht eine Einheit den Füllstand der Pellets und alarmiert per App und über das LCD-Display ausreichend früh darüber, wenn neue Pellets nachgelegt werden müssen.

Im hinteren Bereich des Pelletgrills befindet sich ein leicht schräg eingeschobenes Blech, welches das Ausleeren der Pelletkammer vorsieht.

Zieht man an dem Blech, fallen die gesamten Pellets ohne weitere Vorwarnung aus der Pelletkammer in den drunterliegenden Bereich, in dem man zuvor einen Auffangeimer hingestellt haben sollte. Der Wechsel der Pellets über die Pellet-Entleerklappe ist praktisch, da so ein schneller Wechsel von z. B. Apfel- auf Hickory-Pellets gewährleistet wird.

Bleiben wir noch kurz in dem hinteren Bereich des Pelletgrills. Drei Entlüftungsschlitze sind so gefertigt, dass bei Regen kein Wasser in den Garraum eindringen kann. Des Weiteren können über die Schlitze schnurgebundene Temperaturfühler in den Garraum geführt werden.

Im Innern des Weber SmokeFire EX6 überwacht ein integrierter Temperaturfühler die Garraumtemperatur und gibt diese Werte an den Controller weiter. Der Temperaturfühler befindet sich in der Mitte des hinteren Bereichs des Hauptgrillrostes.

Apropos Grillrost: Die Position des oberen Grillrosts kann in der Tiefe variiert werden. Das ist z. B. beim Mobben von im hinteren Bereich liegenden Spare Ribs sehr praktisch.

Der Weber SmokeFire EX6 ist durch seinen Style und seiner Größe ein echter Hingucker!

Zum Schutz vor Regen und Verunreinigungen wie z. B. Blütenstaub kann der Weber SmokeFire durch eine optional erhältliche Abdeckhaube geschützt werden.

Funktionsweise des Weber SmokeFire EX6

Die Funktionsweise des Weber SmokeFire EX6 ist im Grunde genommen recht einfach und logisch. Die Pellets werden durch eine Förderschnecke aus der Pelletkammer ins Innere des Pelletgrills befördert.

Die Pellets fallen aus der Förderschnecke über die Pelletrutsche in die Brennkammer, in der sie durch die Glühkerze entzündet und schlussendlich verbrannt werden. Die Fördermenge der Pellets ist dabei immer abhängig von der zu erzielenden Gartemperatur: Diese wird über den integrierten Temperaturfühler im Garraum an den Controller übergeben, welcher wiederum mehr oder weniger Pellets nachbefördert.

Die Funktionsweise des Controllers

Die Bedienung über das Display des Controllers ist sehr intuitiv und bedarf weder einer Bedienungsanleitung noch einer besonders langen Eingewöhnungsphase.

Auf der rechten Hälfte des Controllers befinden sich 3 Tasten:
– Menü-Taste / Home-Taste
– App-Taste (QR-Code zur App)
– Timer-Taste (Gerät zeitgesteuert ausschalten)

Des Weiteren lässt sich durch das Betätigen des großen „click and wheel“-Rades durch die einzelnen Menüs navigieren und bestätigen.

Über die Menü-Taste lassen sich folgende Funktionen auswählen:
– Home
– Temperatureinstellung
– SmokeBoost
– Sprache
– Die App laden
– Über Weber
– Regelnd
– Glühkerzen austauschen
– Auf Werkseinstellung zurücksetzen
– Ausschalten

Standardmäßig wird die Ist- und Soll-Gartemperatur in großen Zahlen angezeigt. Sind alle 4 Temperaturfühler eingesteckt, verkleinert sich die Anzeige entsprechend, sodass nahezu alle Temperaturen auf einem Blick am Display ablesbar sind.

Der Weber SmokeFire EX6 ist in Windeseile einsatzbereit: Pellet-Füllstand kontrollieren, per Hauptschalter einschalten, Soll-Temperatur zwischen 95°C und 315°C eingeben und bestätigen – und schon geht es los.

Eine weitere sehr sinnvolle Funktion ist der Modus „SmokeBoost“. Ist dieser Modus gewählt, entwickelt der SmokeFire ausgesprochen viel Rauch, welches kürzer gegarten Grillgut zugutekommt.

Die Funktionsweise der App „Weber Connect“

Das gesamte Leistungsspektrum des Weber SmokeFire EX6 kommt erst dann zum Vorschein, wenn die Hardware mit der App „Weber Connect“ gekoppelt wird. Die App steht sowohl unter iOS als auch unter Android kostenlos zur Verfügung.

Bei der Erstinbetriebnahme wird der EX6 mit der App „Weber Connect“ via Bluetooth gekoppelt. Anschließend folgt die optionale Einbindung in das heimische WLAN. Ist dieses geschehen, kann fortan sogar ganz automatisch über eine integrierte Cloud-Funktion auf das Gerät zugegriffen werden. Das ist praktisch um auch aus der Ferne prüfen zu können, in welchem Zustand sich der Grill und das Gargut befindet, um ggf. noch einmal die Gartemperatur nach oben oder nach unten anzupassen oder den Grill auszuschalten.

Die Gestaltung der App erweist sich generell als sehr übersichtlich. Alle wichtigen Informationen können auf einem Blick abgelesen werden.

Über die Push-Integration werden wichtige Status-Informationen, wie zum Beispiel das Erreichen der zuvor bestimmten Gartemperatur oder das Erreichen der manuell eingestellten Zieltemperatur des Grillguts auf das Smartphone ausgegeben.

Genauso wie am Controller selbst, kann der Modus SmokeBoost auch aus der Ferne über die „Weber Connect“-App ausgegeben werden.

Die Einstellung der gewünschten Zieltemperatur ist mit wenigen Klicks erledigt.

Durch einen in der App integrierten Grill-Wizard ist es möglich, sich spielend einfach durch vordefinierte Programme leiten zu lassen. Dadurch wird selbst unerfahrenen Smoker-Fans die Möglichkeit geboten, stets beste Ergebnisse zu erzielen. Selbstverständlich können die Zieltemperaturen jedes einzelnen Temperaturfühlers auch manuell eingegeben und dem jeweiligen Anschluss-Port zugewiesen werden.

Sobald die Zieltemperatur erreicht wurde, wird per Push-Nachricht informiert.

Schlussendlich kann der Weber SmokeFire EX6 auch aus der Ferne abgeschaltet werden.

Sobald der Abschaltvorgang abgeschlossen wurde, welcher bis zu 15 Minuten lang dauern kann, wird wieder per Push-Nachricht informiert.

Die ersten Grill-Sessions mit dem Weber SmokeFire EX6

Um aussagekräftige Praxiserfahrungen zu sammeln, stand unser EX6 in den letzten 3 Wochen nicht mehr still. Ob im oberen Temperaturbereich von ca. 315°C, zum direkten Grillen von Steaks und Grillwürstchen, über mittlere Temperaturen von ca. 200°C zum indirekten Grillen von Bacon Bombs & Co., bis hin zum Smoken im low´n´slow-Bereich von ca. 125°C zum Garen von Short Ribs, Pulled Pork, ganze Braten, Spare Ribs, Pork Belly Burnt Ends und vieles mehr. – Alles gelang wie geplant und schmeckte vorzüglich! Nachfolgend ein paar Impressionen.

Zwar sahen die 4 Grillwürstchen auf dem riesengroßen Grillrost des Weber SmokeFire EX6 recht verloren aus, dass Ergebnis sprach jedoch für sich!

Noch deutlicher ist das gute Ergebnis bei einem hochwertigen Australischen Ribeye Steak zu erkennen. Von außen ein tolles Branding und von innen super saftiges zartes Fleisch. Das Branding kann selbstverständlich noch intensiviert werden, wenn man den Sear Grate Einsatz des Weber GBS nutzt.

Genauso wie es sich bereits bei etlichen Pulled Pork-Sessions bewahrheitet hat, gestaltete sich auch die Zubereitung dieser monströs erscheinenden neun Stunden gesmokten Short Ribs als Kinderspiel.

Schwer voll zu bekommen: Spare Ribs hier, Schweinelachs dort. – Auf dem Weber SmokeFire EX6 ist Platz für mindestens 2 hungrige Fußballmannschaften.

Alle Ergebnisse überzeugten: Stets saftig von innen und mit delikaten leichten Rauchgeschmack.

Anders als bei reinen Pellet-Smokern sonst üblich, sollte bei sehr fettigen und saftigen Fleisch, wie bei diesen Pork Belly Burnt Ends, unbedingt eine Fettauffangwanne untergestellt werden.

Vielleicht sogar unsere besten Pork Belly Burnt Ends bzw. Pork Belly Burger mit Guacamole ever!

Die Hitzeverteilung des Weber SmokeFire EX6

Zur Überprüfung der Hitzeverteilung statteten wir alle vier Bereiche des Weber SmokeFire EX6 mit einem Temperaturfühler aus, welchen wir jeweils durch Zuhilfenahme einer kleinen Kartoffel exakt auf Rosthöhe positionierten.

Das Ergebnis bei einer Gartemperatur von 125°C verriet, dass im Bereich des oberen Grillrostes ca. 8°C – 14°C höhere Temperaturen herrschten als die beim unteren Grillrostes. Des Weiteren sagte uns dieser Test aus, dass die eingestellten 125°C sich am positivsten auf das Gargut im low´n´slow-Bereich auswirkten.

– oben links: 120°C
– oben rechts: 114°C
– unten links: 106°C
– unten rechts: 106°C

Wir sind tatsächlich sehr begeistert von den gleichmäßigen Temperaturen.

Der Verbrauch des Weber SmokeFire EX6

Nach unseren Praxiserfahrungen verbraucht der Weber SmokeFire EX6 bei einer Außentemperatur von ca. 20°C ca. 850 g Pellets pro Stunde. Somit reicht eine Pelletkammer-Füllung von 9 kg nicht ganz aus, um eine Ladung Pulled Pork über einen Zeitraum von 12 Stunden fertig zu garen. Dazu wären rein rechnerisch 10,2 kg notwendig. Ganz klar, der relativ hohe Pellet-Verbrauch ist dem sehr großen Garraum zuzuschreiben. Selbstverständlich lassen sich jedoch jederzeit Pellets während des Betriebs nachlegen.

Die Reinigung des Weber SmokeFire EX6

Die Reinigung des Weber SmokeFire EX6 gestaltete sich als einfach: 3 Teile des 4-teiligen Hauptgrillrosts auf die linke Seite legen, im Sichtfeld liegende Aromaschienen übereinander stapeln, Hitzeverteilungs-Tiegel entfernen und anschließend ausfegen. Nach einem Pellet-Verbrauch von ca. 20 kg sah der Innenraum wie folgt aus.

Die übrig gebliebene Asche kann ganz einfach mit einem Handfeger durch die beiden im Boden vorhandenen Öffnungen in die Asche- und Fettauffangschublade gefegt werden. Verkrustete Stellen können durch Zuhilfenahme des im Lieferumfang enthaltenen Kunststoff-Spachtels entfernt werden.

Wir haben gewogen: Aus ca. 20 kg Pellets entstandenem ca. 138 g Asche.

Zahlen, Daten und Fakten (Herstellerangaben)

Weber SmokeFire EX6

Größe (Deckel offen): 157 cm H x 140 cm B x 84 cm T
Größe (Deckel geschlossen): 119 cm H x 140 cm B x 84 cm T
Abmessungen oberer Grillrost: 25 cm x 91 cm
Abmessungen unterer Grillrost: 46 cm x 91 cm
Brennstoffart: Holzpellets
Seitentische: 1
Lenkrollen: 2
Lenkrollen mit Stoppfunktion: 2
Besteckhalter: 2
Fleisch-Temperaturfühler mitgeliefert: 1

Features
Edelstahlgrillrost mit Gourmet BBQ System (GBS)
Flavorizer Bars aus Edelstahl
Asche- und Fettauffangsystem für einfache Reinigung
Großer Edelstahl-Seitentisch
Robustes Stahl-Fahrgestell
Temperaturbereich von 95°C – 315°C
Kapazität für 4 Kerntemperaturfühler
Benachrichtigung und Schritt-für-Schritt-Anleitung über Weber Connect App
Trichter mit Fassungsvermögen von 10 KG (nachgemessen 9 kg)
Deckel und Grillkammer porzellanemailliert
LCD-Display
Intelligente Weber Connect Grilltechnologie
Porzellanemailliert Hitzeschirm

Preis: 1.499 EUR

Fazit

Der Weber SmokeFire EX6 kann nur so gut sein, wie seine Software die ihn regelt. – Und das gelingt mit der aktuellen Firmware und der neuesten App mittlerweile unglaublich gut! Wie wir über unsere Social-Media-Kanäle Instagram– und Facebook bereits berichteten, war das anfangs mit der ab Werk ausgelieferten und anschließend erstmals aktualisierten Firmware nicht der Fall, weshalb dieser Praxistest auch zeitlich verzögert erschien. Das war gestern – was unser derzeitiger Praxistest jedoch bewertet ist das hier und jetzt!

Der Aufbau des Weber SmokeFire EX6 gestaltete sich durch die sehr gut beschriebene und reich bebilderte Aufbauanleitung als sehr einfach und war in unter einer Stunde erledigt.

Durch den Einsatz bekannter Materialien, wie z. B. dem pechschwarzen emaillierten Deckel mit dem genieteten Metallband, dem allseits bekannten Weber-Logo und dem bereits aus der Weber Genesis-Reihe bekannten üppigen Griff ist es den Weber-Designern gelungen, einen sehr hohen Wiedererkennungseffekt zu schaffen.

Sowohl der geschlossene Pellet-Grill mit den Maßen 119 cm H x 140 cm B x 84 cm T, als auch die beiden Grillroste mit den Breiten von 91 cm beeindrucken sehr!

Das Koppeln der Hardware (SmokeFire) mit der Software (App) gelang auf Anhieb, die Integration ins heimische WLAN, durch die allerdings manuelle und somit benutzerunfreundliche Eingabe der SSID ebenso.

Das Fassungsvermögen der Pelletkammer von 9 kg ist angesichts des hohen Pelletverbrauchs von ca. 850 g pro Stunde relativ gering und garantiert nur eine Laufleistung von ca. 10,5 Stunden, was für ein Pulled Pork nicht immer ausreichend ist. Nur gut, dass im Innern der Pelletkammer eine Einheit den Füllstand der Pellets überwacht und per App und über das LCD-Display ausreichend früh darüber informiert, wenn neue Pellets nachgelegt werden müssen.

Der Weber SmokeFire EX6 ist in Windeseile einsatzbereit: Pellet-Füllstand kontrollieren, per Hauptschalter einschalten, Soll-Temperatur zwischen 95°C und 315°C eingeben und bestätigen – und schon geht es los.

Alle von uns gegrillten bzw. gesmokten Gerichte gelangen auf Anhieb und schmeckten wie erwartet. Das Rauch-Aroma war weder zu stark noch war es zu schwach– genau richtig!

Der Pitmaster hat die Wahl: Er kann die meisten Einstellungen manuell am Controller oder aber über die kostenlose Android- und iOS-App „Weber Connect“ eingeben. Sowohl die Steuerung per Controller, als auch die per App (Bluetooth, WLAN oder Cloud) ist sehr intuitiv und setzt keine Vorkenntnisse voraus.

Die Reinigung: Die Asche- und Fettauffangschublade ist relativ groß, nur gelangen nicht die gesamten Grillrückstände dort hin, wo sie hingehören. Die Reinigung ist zwar einfach und geht recht schnell, muss jedoch spätestens vor jedem ca. zweiten Grill-Vorgang durchgeführt werden. Andernfalls könnten Fette und Asche die beiden im Boden vorhandenen Öffnungen verstopfen.

Bei sachgemäßer Nutzung des Weber SmokeFire EX6 sehen wir allerdings keine Gefahr für Verstopfungen oder Fettbrände. Vorausgesetzt es werden bei sehr fettigen und saftigen Fleisch Fettauffangwannen unter das Grillgut gestellt. Beim unteren Grillrost kann man diese direkt auf den Aromaschienen (Flavorizer Bars) aus Edelstahl platzieren.

Weber propagiert, dass es sich beim Weber SmokeFire um keinen Pellet-Smoker, sondern um einen Pellet-Grill handelt, welcher beide Typen (Grill und Pellet-Smoker) vereint. Aus diesem Grund soll wie z. B. bei einem konventionellen Grill mit Fettauffangwannen gearbeitet werden. Anders als bei den meisten uns bekannten Pellet-Smokern, kann mit dem Weber SmokeFire jedoch auch mit Temperaturen von bis zu 315°C direkt gegrillt werden, weshalb auch der GBS-Edelstahlgrillrost, für z. B. dem optionalen Sear Grate Einsatz zum Steak grillen mitgeliefert wurde.

Aus unserer Sicht ist der Weber SmokeFire EX6 der perfekte Grill für größere Familien, die sehr häufig Short Ribs, Pulled Pork, ganze Braten, Spare Ribs, Pork Belly Burnt Ends und vieles mehr smoken möchten aber für herkömmliche Steaks und Würstchen nicht einen weiteren Grill vorhalten möchten.

Wir sind sehr gespannt, mit welchen softwarebasierten Funktionen Weber den SmokeFire EX6 noch erweitern wird, dürfen aber jetzt schon, trotz der kleinen o. g. Abstriche, unsere Begeisterung für den Boliden aussprechen und beide Daumen emporstrecken. Wir grillen bzw. smoken unglaublich gerne mit dem Weber SmokeFire EX6!

Albers Greater Omaha Gold Label Short Ribs mit Baked Beans

Zur mittlerweile fünften Runde der Albers Challenge 2018, rief Albers alle sechs Challenge-Teilnehmer auf, Short Ribs zuzubereiten. Wie ihr in den vergangenen vier Challenge-Beiträgen bereits sehen konntet, bietet Albers nur absolut hochwertiges Fleisch der Spitzenklasse an. – Auch bei den Short Ribs! Hierbei handelt es sich um die Greater Omaha Gold Label Short Ribs. Bereits im Artikel „Porterhouse Steak (Nebraska-Beef) – Gold Label“ berichteten wir über das phänomenale Fleisch, welches von Angus-Rindern aus dem US-Bundesstaat Nebraska stammt. Detailliertere Infos im Porterhouse-Artikel oder hier…

Als wenn es Albers gewusst hätte: Short Ribs sind unsere absoluten Lieblings-Teilstücke vom Rind. – Vorausgesetzt das Fleisch ist von hoher Qualität, was bei Albers wirklich immer(!) der Fall ist, wird zur Zubereitung der Short Ribs nur ein wenig Salz, Pfeffer, Temperatur im Low´N´Slow-Bereich, Rauch und Zeit benötigt. Dazu findet auf keinen Fall ein besonderer Smoker Verwendung. – Ganz im Gegenteil, denn ein Kugelgrill mit Deckel und ein paar gute Briketts reichen erst einmal völlig aus!

Wie immer der Hinweis: Auch dieser Beitrag ist Teil der „Albers Challenge 2018“, in der sechs Food-Blogger bis zum Ende des Jahres monatlich ihre Rezeptbeiträge posten werden. Jeden Monat gibt es etwas zu gewinnen: Dieses Mal sind es die Albers Greater Omaha Gold Label Short Ribs!!! Alles was ihr tun müsst um diesen hochwertigen Preis zu gewinnen, ist bei der Abstimmung für das tollste Rezept mitzumachen. Der Link und alle weiteren Infos folgen wie immer bald an dieser Stelle. Noch besser: Wenn ihr euch beim Albers Newsletter anmeldet, werdet ihr regelmäßig mit Infos, Angebote und Rezepte versorgt. Zur Anmeldung…

Da die Short Ribs während der Garphase sehr saftig werden, sodass beim späteren Verzehr keinerlei Saucen vonnöten sind, bereiteten wir mit den Baked Beans einen sehr einfachen aber überaus schmackhaften Begleiter zu. Die leicht rauchig-süße Beilage passt perfekt zu den überaus zarten Short Ribs mit dem relativ naturbelassenen Geschmack.

Zutaten
für die Short Ribs
Albers Greater Omaha Gold Label Short Ribs
Ankerkraut Sel Gris (oder Meersalz)
Ankerkraut Tonki-Kong (oder ein anderer guter Pfeffer)

für die Baked Beans
150 – 200 g gewürfelter Bacon
1 feingewürfelte große Zwiebel
3 EL Grafschafter Sirup
3 EL brauner Zucker
3 Gläser weiße Bohnen
3 EL Ahornsirup
3 EL Barbecue-Sauce
1,5 EL Senfmehl
2 EL Worcester-Sauce
2 EL Apfelessig
grobes Rauchsalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
10 – 15 Jalapeño-Ringe

Zubereitung der Albers Greater Omaha Gold Label Short Ribs

Die Short Ribs werden von Albers bereits pariert geliefert. Nachdem sie aus ihrer Kunststoff-Verpackung entnommen worden sind, werden sie unter fließendem Wasser gereinigt und anschließend mit einem Küchentuch trocken getupft.

Der Anblick der Short Ribs ist für uns immer wieder beeindruckend! – Im Gegensatz zu z. B. Spareribs, sind die Knochen sehr viel dicker und der Fleischanteil einfach riesig!

Damit sich das Fleisch beim Garen perfekt über dem Knochen nach oben zusammenziehen kann, wird auf der Unterseite der Short Ribs, längs entlang des Knochens, die Fett-/Silberhaut-Schicht eingeschnitten.

Nun werden die Short Ribs großzügig mit Meersalz und gutem Pfeffer eingerieben.

Der Grill bzw. der Smoker sollte auf eine Gartemperatur von ca. 110°C – 115°C eingestellt werden und die Short Ribs in den indirekten Bereich platziert werden. Wir nutzten dazu über Nacht unseren Traeger Pro Series 22 Pellet-Grill. Dort verweilen die Short Ribs ca. 9 Stunden lang, bis sie bei einer leichten Druckprobe mit den Fingern ganz leicht nachgeben, also sehr weich sind und die Fleischsäfte regelrecht herauslaufen.

Zubereitung der Baked Beans

Den gewürfelten Bacon im Feuertopf (Dutch Oven) auslassen und darin die feingewürfelte große Zwiebel anschwitzen.

Die Bohnen zusammen mit einem guten Schuss Wasser hinzugeben.

Nun folgt der braune Zucker und alle anderen o. a. Zutaten, bis auf die Jalapeño-Ringe.

Nachdem alle Zutaten hinzugefügt wurden, sorgfältig verrühren und anschließend bei geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten lang köcheln.

Das Anrichten der Short Ribs mit den Baked Beans

Während die Baked Beans garen, kann ggf. noch ein Baguette aufgeknuspert werden. Mittlerweile sollte auch der Garvorgang der Short Ribs soweit fortgeschritten sein, dass nun aufgetischt werden kann. Je nach Schärfe-Vorliebe der Gäste, den Baked Beans einige Jalapeño-Ringe hinzufügen.

Solltet ihr noch nie in eurem Leben gute Short Ribs gegessen haben, müsst ihr das schnellstens nachholen: Albers Greater Omaha Gold Label Short Ribs !

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Asia-Pork-Belly

Schweinebauch – zubereitet und gegart nach einer recht untypischen, einigen Grillern ungeläufigen Art und Weise.
Ihr kennt Schweinebauch (Bauchlappen) nur vom normalen Flachgrillen? Raus aus der Tüte und ab auf dem Grill? Gegart unter direkter hoher Hitze? Dann solltet ihr euch unbedingt das nachfolgende Rezept genauer anschauen. Die in süß-scharfer Marinade eingelegten Fleischstücke werden mit erhöhter Temperatur indirekt gegart und kurz vor dem Servieren mit Sesamsamen und Frühlingszwiebelringen bestreut. Ein umwerfender Genuss, wie man ihn nicht erwarten würde.

Zutaten
1 kg dünne Scheiben vom Schweinebauch (ohne Schwarte)
150 ml Sojasauce
5 EL Sesamöl
3 EL Reisweinessig
2 EL Olivenöl
2 – 3 TL Chiliflocken
8 EL Rohrzucker
5 klein geschnittene Knoblauchzehen
Ringe von einem Bund Frühlingszwiebeln
Sesamsamen

IMG_8827

Für die Marinade alle o. a. Zutaten, bis auf die Sesamsamen und die Frühlingszwiebelringe, miteinander verrühren.

IMG_8835

Die Schwarte des Schweinebauches, falls vorhanden, entfernen und anschließend das Fleisch in dünne Scheiben schneiden. Die einzelnen Scheiben jeweils in 3 gleichgroße Stücke schneiden und zusammen mit der Marinade in einen Gefrierbeutel geben, die Flüssigkeit sorgfältig verteilen und für ca. 12 Stunden zum Ziehen in den Kühlschrank legen. Den Inhalt des Gefrierbeutels zwischendurch noch 1 – 2 Mal gut verteilen.

IMG_8836

Den Grill, in meinem Fall der Pelletgrill Traeger Pro Series 22, indirekt auf ca. 180 – 200 °C vorheizen und anschließend das Fleisch auflegen.

IMG_8839

Während das Fleisch gart, die Frühlingszwiebelringe schneiden.

IMG_8846

Nach ca. 10 – 15 Minuten sollte das Fleisch Farbe angenommen haben. Nun das Fleisch wenden und den Grill auf maximale Temperatur erhöhen. Dadurch karamellisiert der hohe Zuckeranteil in der Marinade und hinterlässt später eine tolle Kruste.
Nun werden die Asia-Pork-Bellys vom Grillrost auf den Teller gelegt und zuerst mit Sesamsamen und dann mit Frühlingszwiebelringen bestreut.

IMG_8847

Das von außen krosse und von innen relativ zarte Fleisch kann als Vorspeise gereicht werden oder zusammen mit z. B. einem typischen asiatischen Nudelgericht.

IMG_8871

Weil es so lecker war und so schön aussieht, hier noch einmal in der Detailaufnahme.

IMG_8873

Fazit
Nie hätte ich gedacht, dass es eine solch tolle und einfache alternative Methode gibt, Bauchlappen so köstlich zuzubereiten. Ich werde sie meinen nächsten Gästen garantiert als Vorspeise servieren. Die Asia-Pork-Bellys gehören überraschenderweise zu meinen Grill-Highlights 2016.

Extra-Tipp: Obwohl die Marinade schon eine ordentliche Portion Chilliflocken beinhaltet, empfehle ich noch ein extra Schälchen frische Chiliringe dazuzustellen, umso besser kommt der süß-scharfe Geschmack zur Geltung.

Räuchern mit dem Weber Spirit E-330 Premium GBS

Schon vor einiger Zeit hatte ich euch präsentiert, wie man durch Zuhilfenahme des Axtschlag Smoker Cups einen Gasgrill zum Räuchern bringt. Leider hat der Weber Spirit E-330 Premium GBS keine geeignete Stelle, um auch diesen Smoker Cup plan in die Nähe des Brenners positionieren zu können. Aus diesem Grund habe ich mir etwas anderes einfallen lassen.

Alles was man dazu benötigt sind folgende Teile:

– 1 Stück Kabelkanal 200 mm x 200 mm x 60 mm aus feuerverzinktem Blech
– Räuchermehl (z. B. Axtschlag Räuchermehl Cherry)

Der Weber Spirit E-330 Premium GBS besitzt drei Hauptbrenner und eine Sear Station. Der mit Räuchermehl versehene Kabelkanal wird auf die beiden Flavorizer Bars (Aromaschienen) des ersten Hauptbrenners und der Sear Station gelegt.

01_IMG_9212

Nun wird der erste Hauptbrenner so lange auf volle Leistung gebracht, bis das Räuchermehl anfängt zu rauchen. Sobald der erste dezente Rauch aufsteigt, wird der Hauptbrenner auf die unterste Stufe zurückgedreht. Von nun an sollte der Deckel geschlossen werden, während der Spirit für ca. 45 min. gleichmäßig raucht und das aufgelegte Grillgut veredelt.

02_IMG_9255

Soweit die Theorie, es folgt der Praxistest mit einem Pulled Pork. Zuerst sollte sichergestellt werden, dass die Gasflasche für den Longjob ausreichend gefüllt ist. Nun wird der, von euch einen Abend zuvor mit eurem Lieblingsrub (z. B. bigBBQ-Spice) eingeriebenen Schweinenacken aufgelegt.

03_IMG_9221

Dann wird eine ausreichende Menge Räuchermehl auf den Kabelkanal gestreut.

04_IMG_9228

Damit der Kabelkanal so schnell wie möglich Hitze auf das Räuchermehl überträgt, habe ich beim zweiten Mal nicht nur den Hauptbrenner auf volle Leistung gebracht, sondern ebenfalls die Sear Station dazu geschaltet. Tatsächlich fing es nach deutlich weniger als zwei Minuten an zu rauchen, sodass die Sear Station wieder abgeschaltet werden konnte und der Hauptbrenner auf die unterste Heizstufe (ca. 120 °C) geregelt werden konnte. Auf dem nachfolgenden Bild ist das vollständige Setup zu sehen.

05_IMG_9233

Leichte Rauchfahnen zogen durch die Nachbarschaft…

06_IMG_9263

Der Rauch hielt je Füllung für ca. 35 – 45 min., sodass ich in den ersten drei Stunden insgesamt vier oder fünf Mal das Räuchermehl nachfüllen musste, danach nur noch in sehr unregelmäßigen Abständen beim Moppen. Anschließend überließ ich den Grill sich selbst und durfte nach 15 Stunden (über Nacht) einen Schweinenacken mit einer Kerntemperatur von 94 °C übernehmen.

Nach der 2-stündigen Ruhephase war ich nach dem Pullen sehr angetan von dem Ergebnis. Der Rauchring ist deutlich zu sehen und zu schmecken!

06_IMG_9376

Ich muss zugeben, dass diese Methode höchstens für diejenigen gedacht ist, die nur einen einzigen Grill (Gas) besitzen und unbedingt auch einmal ein wenig Raucharoma an ihr Grillgut genießen möchten. Mir wäre diese Methode auf Dauer leider viel zu aufwändig. Allen anderen sei eher die typische Zubereitung mit einem Kugelgrill, Watersmoker oder Keramikgrill empfohlen. – Nichtsdestotrotz habe ich hiermit bewiesen, dass es mit einem Gasgrill sehr wohl funktioniert! Viel Erfolg beim Nachgrillen!

Traeger Pro Series 22 Unboxing & Einbrennen

Das ganze letzte Jahr hatte ich schon mit ihm liebäugelt und nur Gutes von ihm gehört. Für 2016 hat Traeger den 2015er Lil‘ Tex Pro noch einmal überarbeitet, verbessert und spätestens dann stand fest – dieser Grill würde meinen Grillfuhrpark perfekt ergänzen! Die Rede ist vom Pellet-Grill Traeger Pro Series 22 (neuer Name 2016).

Heute ist der Tag des Einzugs meines neuen Babys. Wie nicht anders zu erwarten, wurden die Bestellung von BBQ-SCOUT GmbH bestens auf einer Palette verpackt und per Spedition zu bigBBQ gefahren.

IMG_8560

Für diejenigen, die nicht genau wissen wer Traeger ist und wie ein Pellet-Grill funktioniert, möchte ich die wichtigsten Infos kurz zusammenfassen.

Traeger Pellet Grills, LLC. ist eine amerikanische Firma mit Hauptsitz in Oregon und vertreibt seit über 30 Jahren Pellet-Grills und Hartholz-Pellets. Durch BBQ-SCOUT GmbH sind seit 2015 die beliebten Pellet-Grills auch auf dem deutschen Markt vertreten.

Ein Pellet-Grill ist unwahrscheinlich vielseitig. Folgende Gar-/Zubereitungsmethoden sind möglich:
– Grillen
– Backen
– Räuchern
– Braten
– Schmoren
– Barbecue

Ein Pellet-Grill vereint die Vorteile der urtypischen Zubereitung durch ein Holzfeuer, gepaart mit zeitgemäßer Technik. Das ganze System wird mit nur einem Knopfdruck gesteuert. Etwas genauer: Der Vorratsbehälter des Pellet-Grills wird mit Hartholz-Pellets gefüllt. Eine Metall-Schnecke transportiert die Pellets zum Brenner. Das Zündsystem entfacht die Pellets, während die Elektronik die Gartemperatur überwacht und nur so viele Pellets in den Brenner befördert, wie nötig sind. – Das über sehr viele Stunden, prädestiniert für Longjobs à la Brisket, Pulled Pork, Ribs & Co. u.v.m.

Folgende Pakete befanden sich auf der Palette.

IMG_8563

Die optionale Allwetter-Abdeckhaube.

IMG_8643

Die optionale Bodenplatte/untere Ablage.

IMG_8640

Die optionale klappbare Frontablage.

IMG_8639

Vier verschiedene Tüten Hartholz-Pattets (Apfel, Hickory, Mesquite und Kirsche), jeweils im 9 kg Beutel.

Des Weiteren sind noch vier weitere Sorten erhältlich: Erle, Ahorn, Eiche und Pecan.

IMG_8649

Nachdem das Umreifungsband des Hauptkartons durchtrennt wurde, konnte der Deckel des Kartons abgehoben werden.

IMG_8567

Alle Teile sind einzeln sehr gut verpackt und somit gegen Stöße u. ä. geschützt.

IMG_8569

In der Garkammer des Pellet-Grills befinden sich weitere Kleinteile.

IMG_8575

Die einzelnen Wände des Kartons lassen sich nach aussen klappen, sodass alle Kleinteile darauf Platz finden und vor Zerkratzung geschützt sind.

IMG_8577

Nicht lange suchen – selbstverständlich werden alle nötigen Schrauben und Werkzeuge mitgeliefert und befinden sich in der Pellet-Kammer.

IMG_8591

Damit der Pellet-Grill später zum Transport an einer Seite angehoben werden kann, wird als Erstes der seitliche Griff angeschraubt.

IMG_8594

Nun wird der gesamte Korpus auf die Seite gelegt. Damit nichts zerkratzt oder zerbeult, habe ich den Pro Series 22 auf ein paar Kissen gelegt.

IMG_8597

Beim Anschrauben der Beine kann man überhaupt nichts falsch machen. Bein „3“ gehört in die Vertiefung „3“, Bein „4“ in die Vertiefung „4“ usw.
Alle Teile hinterlassen einen unwahrscheinlich hochwertigen und stabilen Eindruck.

IMG_8599

Nachdem alle Beine verschraubt wurden, werden die Seitenverstrebungen installiert. Diejenigen, die die optionale Bodenplatte mitbestellt haben, sollten bei der Gelegenheit auch gleich die zur Befestigung der Bodenplatte notwendigen Halter mit anschrauben.

IMG_8605

Nun kann der Pro Series 22 aufgerichtet werden. Das erledigt man am Besten zu zweit. Anschließend sollte der kleine Schornstein und das kegelförmige Dach angeschraubt werden.

IMG_8617

Es folgt der vordere Griff…

IMG_8619

…und der kleine Blecheimer, der als Fettauffangbehälter fungiert.

IMG_8621

Nun muss nur noch die Bodenplatte und die klappbare Frontablage verschraubt werden.

IMG_8623

IMG_8626

Zu guter Letzt muss der Garraum mit den übrig gebliebenen Teilen bestückt werden.

IMG_8587

Über den Brenner wird das Edelstahl-Hitzeleitblech gestellt.

IMG_8630

Darüber wird das Edelstahl-Fettablaufblech positioniert. Dieses wird auf der linken Seite in einen dafür vorgesehenen schwarzen Metallwinkel eingehängt und verläuft leicht schräg ablaufend nach rechts in die Fettablaufrinne. Bevor der Pellet-Grill in Betrieb genommen wird, sollte das Fettablaufblech, zur besseren Reinigung, mit Alufolie eingeschlagen werden.

IMG_8631

Nun werden die beiden emaillierten Grillroste (Materialstärke: ca. 4,5 mm) in den Garraum positioniert. Der untere Hauptrost besitzt die Maße 55 cm x 49 cm und der kleine Rost die Maße 55 cm x 19 cm, was zusammen eine Grillfläche von nahezu 3.740 cm² ergibt. Zum Größenvergleich: Ein Kugelgrill mit einem Durchmesser von 57 cm besitzt eine Grillfläche von ca. 2.550 cm², bei dem lediglich ca. 2/3tel indirekt genutzt werden kann.

IMG_8633

Nun ist der Traeger Pro Series 22 aufgebaut und muss noch eingebrannt werden.

IMG_8654

Zuerst wird geprüft, ob sich die Pellet-Förderschnecke ordnungsgemäß bewegt. Dazu wird die Garkammer leer geräumt, der Deckel der Pelletkammer geöffnet, der Ein-/Ausschalter auf „On“ und der Drehregler des Controllers auf „Smoke“ gestellt.

IMG_8659

Zwischen-Info: Die beiden Klinkenbuchsen mit den Aufschriften „Probe 1“ und „Probe 2“ dienen der Aufnahme von zwei mitgelieferten Temperaturfühlern. Die Temperaturfühler werden über einen hitzebeständigen Silikon-Einlass von außen nach innen in den Garraum verlegt.

IMG_8656

IMG_8700

Nun sollte sich die Förderschnecke in der Pelletkammer und in der Brennerkammer drehen, der Lüfter zur Luftzirkulation anspringen und sich die Spitze des Brennstabes rot färben.

IMG_8658

Ist alles O.K., wird der Regler am Controller auf „Shut Down Cycle“ (ca. 10 min. Nachlaufzeit) gestellt und die Pelletkammer (Kapazität 8,2 kg) mit Pellets gefüllt.

IMG_8665

Nun wird der Regler des Controllers auf „High“ gestellt und abgewartet, bis die ersten Pellets in die Brennkammer fallen.

IMG_8668

Dann einfach den Regler des Controllers wieder auf „Shut Down Cycle“. Alle bis dato in der Brennkammer befindlichen Pellets verbrennen nahezu restlos.

IMG_8673

IMG_8675

Der Pro Series 22 ist „Einbrennbereit“!

Hitzeleitblech, Fettablaufblech und die Roste wieder in die Garkammer einbauen und den Regler des Controllers auf „Smoke“ stellen. Nach ca. 1 – 2 Minuten sollte es anfangen zu rauchen.

IMG_8680

Dann den Regler auf „High“ stellen und mit geschlossenem Deckel für 45 Minuten in dieser Stellung laufen lassen. Der Pellet-Grill erreichte bei mir bei leichtem Wind und einer Außentemperatur von ca. 14 Grad Celsius eine Gartemperatur von ca. 220 Grad Celsius.

IMG_8684

Nach 45 Minuten einbrennen den Regler des Controllers wieder auf „Shut Down Cycle“ stellen, sodass alle in der Brennerkammer befindlichen Pellets verbrennen und der Traeger Pro Series 22 einsatzbereit für seinen ersten Job ist.

Übrigens, auf der hinteren Seite der Pelletkammer befindet sich die Pelletkammer-Entleerung. Dadurch ist es möglich, schnellstmöglich von der einen auf die anderen Pellet-Sorte zu wechseln.

IMG_8800

Nachfolgend nochmals einige Zahlen, Daten und Fakten.

Mögliche Temperaturstufen:
– 82 Grad Celsius entspricht 180 Grad Fahrenheit
– 107 Grad Celsius entspricht 225 Grad Fahrenheit
– 121 Grad Celsius entspricht 250 Grad Fahrenheit
– 135 Grad Celsius entspricht 275 Grad Fahrenheit
– 148 Grad Celsius entspricht 300 Grad Fahrenheit
– 162 Grad Celsius entspricht 325 Grad Fahrenheit
– 176 Grad Celsius entspricht 350 Grad Fahrenheit
– 190 Grad Celsius entspricht 375 Grad Fahrenheit
– High (ca. 220 Grad Celsius) entspricht ca. 425 Grad Fahrenheit

Damit ihr euch die relativ krummen Grad Celsius Werte erklären könnt, habe ich die amerikanischen Grad Fahrenheit Werte in Klammer hinzugefügt.

Produktmerkmale:
– Digital-Controller „Pro“
– 2 Temperaturfühler
– Zusätzlicher Grillrost
– Pelletkammer-Entleerung
– „Sägebock“-Untergestell
– Robuste, leichtgängige Räder

Technische Daten:
– 20.000 BTU/21.000 kJ
– ca. 3.740 cm² Grillfläche
– Kapazität der Pelletkammer: 8,2 kg
– Höhe: 124,5 cm
– Breite: 101,6 cm
– Tiefe: 68,6 cm
– Gewicht: 46,7 kg
– Farbe: Anthrazit bzw. Dunkel-Blau (Deckel)
– Schwarz (Korpus)

IMG_8644

Habe ich euer Interesse an einen Traeger Pelett-Grill geweckt? Dann schaut euch doch einfach mal auf den Internet-Seiten der BBQ-SCOUT GmbH um. Dort gibt es übrigens auch den Traeger Pro Series 34, mit einer 30 cm breiteren Garkammer und feststellbaren Lenkrollen.

Freut euch auf die vielen nächsten Berichte mit meinem neuen Grillsportgerät!
Soviel weiß ich schon. – Der Pro Series 22 ist der helle Wahnsinn. Er sieht toll aus, ist ein Platzwunder, einfach zu bedienen und macht riesig Spaß!
Gut Glut!

Weber Summit Charcoal Grill (Neuheit Sommer 2016)

Die letzten Tage und Wochen teaserte Weber eine Neuerscheinung an, die uns im Sommer 2016 begeistern soll. Immer wieder postete Weber Teilausschnitte von Detailaufnahmen und -Videos, um die Grillgemeinde neugierig zu machen, jedoch noch nicht zuviel zu verraten. Die Gerüchteküche hatte so einiges parat. Vom Keramikgrill über einen Pelletgrill bis zu einem Gas-Kugelgrill war so gut wie alles vertreten.
Heute, am 06.04.2016 um 18.00 Uhr, hat Weber endlich die Katze aus dem Sack gelassen. Das neue „Grillsportgerät“ hört auf den Namen:

Weber Summit™ Charcoal Grill

Weber_SummitCharcoalGrill_Mood_2_kl

Der neue Weber Summit™ Charcoal Grill (im weiteren Text: WSC) sieht für den ein oder anderen Betrachter auf dem ersten Blick vielleicht so aus wie ein gewöhnlicher Kugelgrill, doch er kann sehr viel mehr! Beim WSC handelt es sich laut Weber um einen Hybrid-Holzkohlegrill. Mit Hybrid meint Weber nicht, dass der Grill mit Gas und/oder Holzkohle betrieben werden kann, sondern spielt auf die vielfältigen Zubereitungsvarianten wie Slow Cooking, räuchern sowie indirektes und direktes Grillen an.

Wie man auf dem obigen Bild sehen kann, besitzt der WSC auf der rechten Seite eine Box mit einem Regler. Diese Box beinhaltet die Einheit für die Gas-Zündung. Dadurch ist es möglich, ganz bequem auf Knopfdruck und ohne weitere Anzünder die Briketts vorzuglühen. Laut Weber sei der High End-Holzkohlegrill durch seinen neu entwickelten Rapid Fire Lüftungsschieber innerhalb von 20 Minuten einsatzbereit. Ein separater Anzündkamin ist somit nicht mehr vonnöten.

Die obere Entlüftung ist ebenfalls neu und sieht sehr hochwertig aus. Ich vermute, dass sie aus Edelstahl gefertigt wurde.

Weber_SummitCharcoalGrill_RapidFireLueftungsschieber_1_kl

Die Entlüftung lässt sich zum Entzünden der Briketts, ähnlich wie bei einem Keramikgrill, komplett öffnen. Dadurch entsteht ein sehr guter Kaminzugeffekt.

Weber_SummitCharcoalGrill_RapidFireLueftungsschieber_2_kl

Apropos edel und hochwertig, auch der Griff und die breite Einfassung des Thermometers sehen klasse aus.

Weber_SummitCharcoalGrill_Griff_kl

Weber_SummitCharcoalGrill_Deckelthermometer_kl

Die untere Belüftung und der Ascheauffangbehälter hingegen sind den meisten Grillern bereits vom Weber Standard Kugelgrill bekannt.

Weber_SummitCharcoalGrill_Detail_kl

Der Deckel ist durch ein sehr stabiles Deckelscharnier fest am Grillkessel verankert.

Weber_SummitCharcoalGrill_Deckelscharnier_kl

Auf dem obigen Bild ist zu erkennen, dass der Deckel eine spezielle doppelwandige Beschichtung besitzt und mit einem Luftinsolationsband ausgestattet ist. – Von außen emaillierter Stahl und von innen Edelstahl. Der Grillkessel hingegen besteht innen und außen aus emailliertem Stahl.

Die Grillfläche gibt Weber mit 60 cm an, der höhenverstellbare Gourmet BBQ Systemrost (GBS) ist aus Edelstahl.

Was beim Keramikgrill der Deflektorstein ist, ist beim WSC eine Defuserplatte. Sie wird zwischen Grill- und Kohlerost gelegt und verändert dadurch die Luftzirkulation. Quasi indirektes Grillen auf maximaler Fläche.

Weber_SummitCharcoalGrill_Food_01_kl

Weber_SummitCharcoalGrill_Food_2_kl

Der WSC kann mit einem exklusiven „Welcome Paket“ erworben werden. Es beinhaltet u. a. die Grillanlieferung, den Aufbau und eine Produktschulung vom Profi mit nützlichen Tipps aus erster Hand, sowie ein Rezeptbooklet und einen Gutschein für die Weber Grill Akademie Original. Was soll ich sagen? – Summit steht bei Weber halt für die Premium-Sparte.

Weber_SummitCharcoalGrill_Logo_kl

Die Highlights auf einem Blick:
– Geeignet für’s Holzkohle-Grillen, Smoken und Slow Cooking – kombiniert mit einer Gaszündung
– 60 cm GBS-Grillrost
– innovative Defuserplatte
– Rapid Fire Lüftungsschieber für schnelles Anzünden
– Doppelwandige Beschichtung
– Welcome-Paket beim Kauf mit Lieferung, Aufbau und Produktschulung zu Hause

Weber_SummitCharcoalGrill

Auch erhältlich als sogenanntes Weber Summit™ Charcoal Grilling Center

570413f9f27ec_Weber_SCG_18301001_resized

Der Weber Summit™ Charcoal Grill  ist ab Sommer 2016 in limitierter Stückzahl bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich.

Sobald wieder neue Zahlen, Daten, Fakten und Bilder auftauchen, werdet ihr auf bigBBQ.de informiert. Kommt also auf alle Fälle wieder vorbei!

Alle Angaben ohne Gewähr. Bilder/Videos: www.weber.com

Beef Brisket vom Watersmoker

Zutaten
– Meersalz (sehr grob)
– Pfeffer schwarz (grob gemahlen)
– 3,2 kg American Beef Rinderbrust von der Metro (8 EUR/kg)

Da wir Gäste eingeladen hatten, gab es als Backup 4 Stränge 3-2-1-Spareribs.

Das Essen war für Samstag-Abend 18.00 Uhr geplant.
Meine Rechnung lautete: 2 Std./Pfund = ca. 13 Stunden.
Da die Brust jedoch relativ flach war, plante ich nur 11 Stunden ein und wählte die Backpapier-Methode von Aaron Franklin.

Freitag-Abend
– Silberhaut der Ribs entfernt und 1 Stunde in Apfelsaft eingelegt
– Ribs gut abgetupft, dann gerubbt mit Magic Dust nach Meathead und über Nacht in Frischhaltefolie eingewickelt
– Rinderbrust pariert, 250 ml Rinderbrühe mit einer Marinadenspritze injiziert und ebenfalls über Nacht in Frischhaltefolie eingewickelt
– Hickory Woodchips über Nacht gewässert
– BBQ-Sauce nach Master Sir Buana gekocht

Samstag
05.00 Uhr
– Fleisch aus den Kühlschrank genommen und 1 Stunde Raumtemperatur annehmen lassen
– ca. 15 Briketts vorgeglüht und den Weber Smokey Mountain Cooker 57 (kurz WSM) vorbereitet

IMG_3190

05.30 Uhr
– eine Gießkanne heisses Wasser eingefüllt, WSM auf 115 Grad GT eingeregelt und auf Rosthöhe kontrolliert
06.00 Uhr
– Rinderbrust gewürzt mit Salz und Pfeffer und auf den obersten Rost gelegt

IMG_3199

06.00 Uhr – 11.00 Uhr
– für 5 Stunden mit Hickory Woodchips geräuchert und sparsam aber regelmäßig mit Apfelsaft besprüht

Nachfolgend die aufgezeichneten Kerntemperaturen bei einer durchgängigen Gartemperatur von 110 – 115 Grad:
06.00 Uhr – 13 Grad
06.45 Uhr – 40 Grad
07.15 Uhr – 51 Grad
07.50 Uhr – 60 Grad

IMG_3210

08.45 Uhr – 64/65 Grad
10.50 Uhr – 65 Grad
10.55 Uhr – 66 Grad (in Backpapier eingewickelt)
12.00 Uhr – 73 Grad
12.30 Uhr – 77 Grad
12.45 Uhr – 79 Grad
13.15 Uhr – 81 Grad
13.45 Uhr – 84 Grad
14.00 Uhr – 86 Grad
14.45 Uhr – 89 Grad
15.00 Uhr – 89 Grad
15.01 Uhr – 90 Grad
15.28 Uhr – 91 Grad
16.10 Uhr – 92 Grad (geschafft)

IMG_3217

16.29 Uhr – Zum Entspannen und Warmhalten im noch eingepackten Zustand bei ca. 50 Grad in den Backofen gelegt
17.30 Uhr – das Fleisch gegen die Faser aufgeschnitten

IMG_3219

IMG_3220-1
Volle Auflösung mit Lupe

Nachfolgend die Zeiten für die 3-2-1-Spareribs
08.00 Uhr – Spareribs aufgelegt u. 1,5 Std. geräuchert, 1,5 Std. weiter gegart, regelmäßig mit Apfelsaft besprüht, dann 4 Stunden abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen
15.00 Uhr – Spareribs mit Apfelsaft in die Edelstahlschale und für 2 Stunden bei 140 – 150 Grad in den Kugelgrill Dampf gegart
17.00 Uhr – Spareribs im WSM moppen, Temperatur hochfahren lassen

Die Arbeit (war ja eigentlich gar keine), besser die Wartezeit, hat sich absolut gelohnt. Meine Gäste und meine Familie genossen das super-zarte und -saftige Brisket mit dem deutlich zu erkennenden Rauchring zusammen mit Country-Potatoes, Salat, Dips usw. und selbstverständlich den Spareribs!
Das Gericht wird beim nächsten Mal unverändert wiederholt!

Mini WSM Bauprojekt

Gestern Abend eine Bohrschablone entworfen.

421

Das ist der Alu-Kochtopf von der Metro.

423

Die Bohrlöcher mit einem Edding übertragen und mit einem 5er Bohrer vorgebohrt.

425

Mit einem Stufenbohrer und Bohröl die Löcher auf ca. 25 – 30 mm aufgebohrt.

 

426

Grob abgefeilt sieht es schon ganz nett aus.

427

3 untere Schrauben zur Stabilisierung Grillkessel–Stacker (Topf).

3 weitere Schrauben für den mittleren Grillrost (EINSATZ DES WEBER SEAR GRATE GRILLROST von meinem 57er OTP).

Die 3 letzten Schrauben für den Standard-Grillrost des Smokey Joe.

 

428

..und drauf den Topf auf den Kessel.

Nahansicht der Stabilisierungs-Schrauben.

431

Der Diffuser (Keramik-Blumentopf-Untersetzer) steht auf den gelochten Boden. Diesen werde ich später mit Wasser oder Sand füllen und höhenverstellbar machen, indem ich 4 Schrauben von unten reinschraubte.

432

Die erste Ebene ist fertig.

433

Die zweite Ebene ebenso.

434

Da fehlt nur noch der Deckel mit Thermometer und Hitzeschutz für die obere Lüftung.

436

Kleine Modifikation für die untere Lüftung.

371

437

Bisherige Kosten:

Topf (Metro) 24,99 EUR, Keramik-Untersetzer (Bauhaus) 4,50 EUR, Thermometer (ebay) 10 EUR, Hitzeschutz von einem alten Grill. Alles Andere hatte ich im Schuppen rum liegen.

Mein Logo-Entwurf ist fertig, die bestellten Auspuff-Farben wurden geliefert.

442

Hier die rote Farbe über ebay gekauft für 3,90 EUR + 3,90 EUR Versand.

Ich habe 4 Lagen drauf gesprüht.

452 443

Hier das Zwischenergebnis.

444#

Nun den restlichen Bereich abgeklebt.

445

Das Skalpell hatte ich mir mit 2 dünnen Alu-Leisten und 2 Schrauben selber gebaut, die Klinge hatte ich noch rumliegen.

446

So sah es nach dem „cut“ aus.

447

Alles vorbereitet für den letzten „Anstrich“.

450

Die schwarze Farbe war etwas teurer und über Amazon bestellt worden. 7,50 EUR + 3,99 EUR Versand.

451

Nachdem ich die „Matrize“ vorsichtig abzog, kam das Ergebnis zum Vorschein.

453

Deckel drauf und fertig ist er!

454

Nun brannte ich die Farbe noch einmal unter hoher Temperatur ein. Ein voller AZK brachte fast 300 Grad und brannte mehrere Stunden mit voll geöffneten Fans.

Kosten gesamt inkl. Thermometer, Farbe, Innenleben usw.: 58,78 EUR

Und Spaß hat´s gemacht!!!