Flat Iron Steak mit Macaire-Kartoffeln und Speckbohnen

Das letzte Flat Iron Steak von yourbeef.de hat so gut geschmeckt, dass wir uns unbedingt ein weiteres bestellt haben. Beim damaligen Steak lautete der Begleiter Pastinaken-Spaghetti, dieses Mal Macaire-Kartoffeln. Wie man diese macht, erfahrt ihr im folgenden Rezept.

Übrigens, man nennt das aus dem oberen Teil der Rinderschulter geschnittene Stück Fleisch aus dem Grund Flat Iron, weil es an ein alte flaches Bügeleisen (engl. Flat Iron) erinnert.

Zutaten
600 g Flat Iron Steak (yourbeef.de)
250 g vorgekochte grüne Bohnen
12 Baconscheiben

für die Macaire-Kartoffeln
300 g Kartoffeln
4 – 5 Baconscheiben
1 kl. Stückchen Speck
2 TL Hartweizengrieß
1 kl. Strauß Petersilie
1 Eigelb
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
1 kleine Zwiebel
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Meersalz

Während die Kartoffeln kochen, die klein gewürfelte Zwiebel und die 4 – 5 klein geschnittenen Baconscheiben mit einem kleinen Stückchen Speck in einer gusseisernen Pfanne anbraten.

Zum Schluss die klein geschnittene Petersilie hinzufügen.

Die fertig gegarten und gepellten Kartoffeln stampfen, ein Eigelb, 2 TL Hartweizengrieß und die Zwiebel-Bacon-Masse untermischen und anschließend mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, sowie Meersalz und Muskat würzen.

Aus der Kartoffelmasse jeweils 2 – 3 cm dicke Rollen formen und anschließend in 1,5 – 2 cm dicke „Taler“ schneiden. Damit die Rollen nicht so sehr kleben, die Arbeitsfläche vorher mit Mehl bestäuben.

Während das Flat Iron Steak scharf angegrillt wird, die in Baconscheiben eingewickelten vorgekochten grünen Bohnen und die Macaire-Kartoffeln auflegen.

Der Anblick des aufgeschnittenen Flat Irons und sein Geschmack löst eine wahre Freude aus!

Auf Sauce wurde gänzlich verzichtet, stattdessen wurde später ein wenig ausgelassener Speck über das Fleisch und die Macaire-Kartoffeln gegossen.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Albers Porterhouse Steak (Nebraska-Beef) – Gold Label

Mit dem 1,8 kg(!) schweren Greater Omaha Gold Label Porterhouse Steak von Albers stellen wir euch ein ganz besonderes Stück Fleisch vor.

Dieses qualitativ hochwertige Fleisch stammt von Angus-Rindern aus dem US-Bundesstaat Nebraska. Die Rinder dürfen in ihren ersten 8 Lebensmonaten freilaufend auf den unendlichen Steppen und Weiden Nebraskas und South Dakotas leben. Erst danach ziehen sie in Freigehege um, in denen sie 150 bis 200 Tage lang mit Maismischfutter gefüttert werden. Der Greater Omaha Packers Company (GOP) gehören Farmer an, die über jahrzehnte eine absolut verlässliche und kontinuierliche Top-Qualität garantieren! Detailliertere Infos hier…

Die mit dem Albers Gold Label ausgezeichneten Steaks garantieren nur allerbestes Fleisch:
– Prime Grade steht für größtmögliche Zartheit, Saftigkeit und bester Geschmack durch ausgeprägte Marmorierung.
– Choice Grade hingegen steht für hervorragende Qualität und Marmorierung, die etwas geringer ist als die der Prime-Stufe.

Albers hat uns (bigBBQ.de) und fünf weiteren Food-Bloggern die Möglichkeit gegeben, dieses besondere Fleisch zu verkosten und hat uns anschließend nach unserer Meinung gefragt (s. Fazit).

Des Weiteren ist dieser Beitrag Teil der „Albers Challenge 2018“, in der alle sechs Food-Blogger bis Ende des Jahres jeweils monatlich ihre Rezeptbeiträge posten werden. Jeden Monat gibt es etwas zu gewinnen: Dieses Mal ist es ein 1,8 kg Label Porterhouse Steak. Alles was ihr tun müsst um dieses riesige Steak zu gewinnen, ist bei der Abstimmung für das tollste Rezept mitzumachen. Der Link und alle weiteren Infos folgen bald an dieser Stelle.

Zutaten
1,8 kg Greater Omaha Gold Label Porterhouse Steak (Albers)
Murray River Salt Flakes
Fermentierter Pfeffer

für die Bacon-Parmesan-Potatoes
500 g Drillinge
Fleur De Sel
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
150 g Parmesan
375 g Bacon-Streifen

für das Chimichurri
2 Pflanzen Petersilie
1 Limette o. halbe Zitrone
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 frische Chili
Fleur De Sel
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
gutes Olivenöl
Thymian frisch
Oregano frisch o. getrocknet

Bevor das Greater Omaha Gold Label Porterhouse Steak von Albers zubereitet wird, gilt es erst einmal ein paar kleine Vorbereitungen zu treffen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt kann das Steak vorab aus dem Kühlschrank genommen werden, damit es nicht zu kalt auf dem Grill kommt und bereits ein wenig „Zimmertemperatur“ annehmen konnte.

Chimichurri

Ein Chimichurri ist sehr schnell zubereitet, passt 100-prozentig zu Beef und schmeckt himmlisch.

Die Knoblauchzehen und die Schalotte klein schneiden, sowie die Blätter des Thymians zupfen. Die drei Zutaten in einen Mörser gründlich zerreiben.

Die frische Petersilie klein schneiden, ebenfalls dem Mörser hinzufügen und weiter zerreiben, anschließend den Saft einer halben Zitrone oder einer Limette hinzufügen.

Nun wird so lange mit Olivenöl aufgefüllt, bis eine dickflüssige Masse entsteht.

Mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, Fleur De Sel und Oregano abschmecken, sowie eine in kleine Würfel geschnittene Chili hinzufügen, dann 2 Stunden lang im Kühlschrank ziehen lassen.

Krosser Bacon

Die Bacon-Streifen in kleine „Würfel“ schneiden.

Das Fett der Bacon-Streifen bei mittlerer Temperatur in einer gusseisernen Pfanne auslassen.

Damit der Bacon vom Fett getrennt werden kann, Selbigen auf einem Küchentuch ausbreiten.

Bacon-Parmesan-Potatoes

Die Drillinge kurz vor dem Grillen vorkochen, längs halbieren und anschließend auf den auf ca. 180°C vorgeheizten Grill in die indirekte Zone zu legen.

Nachdem die Drillinge mit Fleur De Sel und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer gewürzt wurden, großzügig mit frisch geriebenen Parmesan belegen.

Kurz vor dem Servieren mit krossem Bacon belegen.

Das Grillen vom Porterhouse Steak

Nach der Pflicht kommt die Kür, auf die wir uns schon sehr lange Zeit gefreut haben!

Das wunderschöne Porterhouse Steak wird beidseitig nacheinander großzügig mit Murray River Salt Flakes bestreut und direkt, unter sehr hoher Hitze auf dem gusseisernen Rost von jeder Seite für jeweils ca. zwei bis drei Minuten scharf angegrillt.

Solange die Keramik des Big Green Eggs noch nicht vollständig aufgeheizt ist, wird dieser durch Zuhilfenahme des Conveggtors und des Edelstahl-Rosts auf indirekte Hitze umgebaut, sodass das Steak bei einer Gartemperatur von ca. 140°C auf eine Kerntemperatur von ca. 52°C ziehen kann.

Nach einer Ruhephase von ca. 5 – 10 Minuten wird angeschnitten. Auf dem folgenden Bild ist sehr gut zu erkennen, wie fantastisch groß der Anteil des super-zarten Filets ist.

Nach der perfekten Vergrillung folgen die perfekten Begleiter: Köstliches Chimichurri und fermentierter Pfeffer, sowie als Beilage die Bacon-Parmesan-Potatoes.

Fazit

Das Greater Omaha Gold Label Porterhouse Steak von Albers hat uns tatsächlich umgehauen! Die Vergrillung eines 1,8 kg schweren Steaks ist selbst für erfahrene Griller immer noch ein echtes Erlebnis. Allein schon der Anblick des rohen Steaks mit dem sehr großen Filet-Anteil hat uns verzückt. Im Gegensatz zu vielen anderen Cuts ist Filet zwar sehr zart, jedoch in der Regel weniger geschmacksintensiv. – Anders beim Nebraska-Beef: Das Filet bringt durch seine relativ(!) starke Marmorierung per se die allerbesten Vorraussetzungen mit, einen intensiven Geschmack zu hinterlassen und super-zart zu sein.

Wir haben das Porterhouse Steak zu sechst gegessen und variierten während unserer Verköstigung immer wieder zwischen Beef mit Murray River Salt Flakes, Fermentiertem Pfeffer und Chimichurri. Manchmal ist weniger mehr! – Die Beilage überzeugte ebenfalls, obwohl sie nur auf das Wesentlichste reduziert war.

Ein Hammer-Steak, welches wir immer wieder bestellen und nach o. a. Methode grillen würden!

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Produktvorstellung: CASO DESIGN TC 2100 – Das Multitalent

Kochen, Braten, Warmhalten, Sous-Vide-Garen u.v.m. – Einigen von euch ist er bereits in unseren letzten Berichten aufgefallen, der CASO DESIGN TC 2100 Thermo Control. Häufig bekommen wir seitdem immer wieder Fragen von Grill-Fans gestellt, wie genau dieses Gerät heißt, was es alles kann und vor allem was es kostet.

Sehr vereinfacht gesagt handelt es sich beim TC 2100 um ein Induktionskochfeld mit einem schnurgebundenen Thermometer.

Eine kleine Anekdote vorab

Auf dem im September 2017 stattgefundenen Ruhrpott-BBQ traf ich Marco am Stand von CASO DESIGN. Dieser zeigte mir das flache, recht unscheinbare hell-grau-beige Induktionskochfeld. Die berührungsempfindlichen Tasten (Sensor-Touch) des Bedienelements und die Leuchtdioden verrieten mir Technik pur, was mein Interesse noch einmal steigen ließ. Marco erzählte mir ausführlich und begeistert, dass dieser kleine Kasten viel mehr sei als ein Induktionskochfeld und führte mir anschließend einige Beispiele vor.

Nach seiner Präsentation kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus und wollte nur noch den Preis wissen. – Ehrlich gesagt wollte ich den Preis gar nicht so genau wissen, denn meine Vermutung war, dass dieser sicherlich weit entfernt von Gut und Böse sei. Doch weit gefehlt: Der CASO DESIGN TC 2100 Thermo Control sollte für einen Preis von ca. 100 EUR auf den Markt kommen. – Sofort stand fest, den muss ich haben!

Was ist so besonders am TC 2100?

Ein Induktionskochfeld bietet im Gegensatz zu einer normalen Herdplatte per se u. a. folgende Vorteile:

– Der Kochtopf oder die Bratpfanne ist unwahrscheinlich schnell heiß
– Wasser kann in Windeseile zum Kochen gebracht werden und ersetzt ggf. den Wasserkocher
– Die Temperatur kann sehr schnell geändert und fein justiert werden
– Sicherheit und Sparsamkeit: Nur der Kochtopf wird heiß, dass Kochfeld bleibt (relativ) kalt

Zu den o. a. Vorteilen kommt beim CASO TC 2100 Thermo Control hinzu, dass ein schnurgebundener Temperaturfühler angeschlossen werden kann, der das Leistungsspektrum des Geräts noch einmal zusätzlich erweitert.

Das Thermometer überwacht nicht nur das Gargut und meldet ggf. das Erreichen der vorgegebenen Temperatur, sondern es bringt das Induktionskochfeld auf Wunsch dazu, den gesamten Koch- oder Bratvorgang zu beenden.

Damit nicht genug: Durch das externe Thermometer bekommt der TC 2100 permanent mitgeteilt, welche Temperaturen zurzeit vorherrschen und ob ggf. nachgeregelt werden muss. Dadurch ist es möglich eine vorgegebene Temperatur einer Flüssigkeit exakt zu halten.

Beispiel 1

Eine Suppe soll auf exakt 80°C gehalten werden. Dadurch kocht sie nicht über, brennt nicht an (Dichteabhängig) und ist umgehend bereit zum Verzehr.

Beispiel 2 (Sehr interessant für Steak-Fans)

Ein zuvor vakuumiertes Steak kann in ein Wasserbad mit einer vordefinierten Temperatur gelegt (Sous-Vide) und anschließend scharf angegrillt werden. Das Gleiche funktioniert selbstverständlich auch mit diversen anderen Speisen wie Schweinebauch, Fisch, Spargel, Brokkoli u.v.m.

Die Inbetriebnahme

Die mitgelieferte Bedienungsanleitung sollte man sich vor der Inbetriebnahme auf alle Fälle zu Gemüte führen. Sie enthält viele Anwendungsbeispiele und erklärt die Vorgänge Schritt für Schritt.

Das schnurgebundene Thermometer wird ganz einfach in die dafür vorgesehene Buchse an der rchten Seite des Induktionskochfeldes gesteckt.

Achtung: Das Kochgeschirr muss unbedingt aus Metall sein, magnetische Eigenschaften haben und eine plane Bodenplatte besitzen. Wenn man sich nicht hundertprozentig sicher ist, ob das vorhandene Kochgeschirr für Induktionskochflächen geeignet ist, kann ein Magnet-Test durchgeführt werden. Wird der Boden vom Magneten kräftig angezogen, steht dem Einsatz nichts mehr im Wege.

Bei Verwendung des externen Thermometers, wird dieses in die mitgelieferte Halterung gesteckt und anschließend von innen an dem Kochtopf befestigt.

Nachdem der 230 Volt Netzstecker in die Steckdose gesteckt und der Topf auf die Platte gestellt wurde, kann es auch schon losgehen.

Betrieb im Leistungsmodus

Zum „normalen“ Kochen oder Braten wird die Taste „Level“ gedrückt (Standard-Leistungsstufe: 8). Nun kann mit den Tasten + / – zwischen den Leistungsstufen 1 – 12 variiert werden.

Betrieb im Temperaturmodus (internes Thermometer)

Zum Kochen, Braten oder Warmhalten mit einer vordefinierten Temperatur wird die Taste „Temp“ gedrückt (Standard-Temperatur: 120°C). Nun kann mit den Tasten + / – zwischen den Temperaturstufen 60 – 240°C variiert werden.

Betrieb im Temperaturmodus (externes Thermometer)

Zum gradgenauen Kochen oder Braten mit dem externen Thermometer wird die Taste „Temp“ gedrückt. Das Thermometer zeigt die aktuell gemessene Temperatur des Fühlers an. Bei einem weiteren Druck auf die „Temp“-Taste kann mit den Tasten + / – zwischen den Temperaturstufen 40 – 160°C (in 1°C-Schritten) variiert werden.

Zusätzlich zu den o. a. Betriebsmodi stehen des Weiteren der Timer-Modus und diverse Direktfunktionen zur Verfügung.

Das Sous-Vide-Garen in der Praxis

Für ein medium-rare zubereitetes Steak, wird im Temperaturmodus eine Wassertemperatur von 52 – 54°C eingestellt. Das im Wasserbad hängende externe Thermometer misst permanent die Ist-Temperatur des Wassers und gibt diese Werte zurück an das Induktionskochfeld.

In der Praxis hat sich bewährt, dass ein Sous-Vide zubereitetes Steak, nachdem es die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat, zum Erzeugen der Kruste (Branding) anschließend einige Sekunden lang von beiden Seiten auf den heißen Grillrost, in die heiße Pfanne oder in den Beefer geführt wird.

Die extrem hohen Temperaturen lassen die Kerntemperatur meist noch einmal um ca. 2°C steigen, sodass die gewünschte Ziel-Kerntemperatur kontrolliert erreicht werden kann.

Vorausgesetzt die Fleischqualität stimmt, wird u. a. durch diese Kombination das perfekte Steak zubereitet.

Das Sous-Vide garen in der Praxis (Version 2.0)

Einen Schritt weiter kann gegangen werden, wenn auf den Vakuumbeutel verzichtet und anstelle dessen das Wasser durch eine andere Flüssigkeit ersetzt wird. – Denkbar wäre Bier, Wein, Apfelsaft oder wie in unserem Fall Gin Tonic.

Dazu werden 4 – 5 Gläser Gin Tonic benötigt und anschließend die Temperatur der Flüssigkeit auf 52°C eingestellt.

Nun wird das Steak direkt in dem Gin-Tonic gegart.

Anschließend wird, in unserem Fall durch den Beefer XL, das Steak vollendet.

Das ausführliche Rezept kann in diesem Beitrag nachgelesen werden.

Merkmale und technische Daten (laut Herstellerangaben)

• Gradgenaues Braten und Kochen dank innovativem Thermo Control – Thermometer
• FineTemp: bis auf 1°C genau
• Perfekt für SousVide, zum Warmhalten von Speisen oder dem punktgenauen Braten von Fleisch und Fisch
• Intuitive Sensor-Touch Bedienung
• Leistungsstarke 2100 Watt
• Präzisionskochen mit Smart Control auf 12 unterschiedlichen Leistungsstufen
• Timer-Funktion von 1 – 180 Minuten
• Temperaturvorwahl ca. 60 – 240 °C einstellbar
• Inkl. praktischem Halter für das Thermometer

Maße (BxHxT) 280 x 60 x 370 mm
Gewicht 2,23 kg
Leistung 2100 Watt
Spannung 230 V / 50 Hz

Fazit

Der Nutzen des vielseitig zu verwendenden CASO DESIGN TC 2100 Thermo Control ist für den unschlagbaren Preis von +/– 100 EUR so sehr hoch, dass das Induktionskochfeld unseres Erachtens ein Must-Have für viele Haushalt sein kann.
Die einzigen beiden Nachteile sind, dass das Gerät nicht lautlos betrieben werden kann (lautet Gebläse) und nur eine zulässige Last von 6 kg angegeben ist.
Neben den o. g. Einsatzgebieten verwenden wir das Induktionskochfeld auch sehr oft als weiteres Kochfeld in unserer Küche. Neben der Möglichkeit des Kochens, Bratens und Warmhaltens wertet die Fähigkeit des Sous-Vide-Garens den TC 2100 erneut auf. Durch die Verwendung von nur sehr wenig Flüssigkeit, können anstelle von Wasser auch andere Flüssigkeiten wie Bier, Wein, Apfelsaft oder wie in unserem Fall Gin-Tonic zum direkten Garen des Fleisches verwendet werden!
Beide Daumen hoch für das Multitalent CASO DESIGN TC 2100 Thermo Control!

American Porterhouse Steak mit Pilzen gefüllten Süßkartoffeln

Das Objekt der Begierde ist heute dieses tolle, ganz genau 1 Kilogramm schwere American Porterhouse Steak von Gourmetfleisch.de.
Kaum vorzustellen aber im Juni 2011, also vor 7 Jahren, aß ich bereits mein allererstes Porterhouse Steak. – Ebenfalls American Beef, ebenfalls von Gourmetfleisch.de, ebenfalls geschmacklich erste Klasse und super-zart (zu den „historischen“ Bildern…)!

Umso mehr freute ich mich auf die heutige Vergrillung und schwenkte gedanklich von der damaligen, auf die heutigen Vergrillung.

Zutaten
1.000g American Porterhouse Steak (Gourmetfleisch.de)
4 Süßkartoffeln
hochwertiger Pfeffer (z. B. Ankerkraut Steakpfeffer Hamburg)
Fleur De Sel (z. B. Ankerkraut Fleur De Sel)
gutes Olivenöl
500 g Champignons
2 EL Weißweinessig Creme
2 EL Ahornsirup
1 Frühlingszwiebel
1 Dose Kidneybohnen

Für das Topping:
200 g Sauerrahm
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL Saft einer Zitrone
Kräuter (optional)

Die Süßkartoffeln mit Öl und Salz einreiben und für ca. 60 Minuten bei 180°C indirekter Hitze im Grill oder im Backofen garen.

Die Champions mit einem Pinsel putzen, vierteln, und zusammen mit der klein geschnittenen Frühlingszwiebel und ein wenig Olivenöl in einer gusseisernen Pfanne unter mittlerer direkter Hitze garen.

Nun mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und Meersalz würzen, die abgetropften Kidneybohnen, die Weißweinessig Creme und den Ahornsirup hinzufügen und anschließend so lange einkochen lassen, dass die meiste Flüssigkeit verflogen ist.

Währenddessen das Porterhouse Steak beidseitig großzügig mit Murray River Saltflakes oder Fleur De Sel bestreuen und wie immer jeweils für ca. 60 – 90 Sekunden in der 10.00 Uhr-Stellung auf den auf maximaler Temperatur vorgeheizten gusseisernen Grillrost legen (hier im Video…).

Anschließend das Steak auf die 2.00 Uhr-Stellung drehen und weitere 60 – 90 Sekunden scharf angrillen. Mit der anderen Seite des Porterhouse Steaks gleichermaßen verfahren.

Das Steak zum Nachgaren bei einer Gartemperatur von ca. 150°C so lange indirekt nachgaren, bis eine Kerntemperatur von ca. 52°C erreicht wurde.

Zwischenzeitlich sind nicht nur die Süßkartoffeln und das Pfannengemüse fertig gegart…

…sondern auch das Porterhouse Steak hat seine vorgegebene Kerntemperatur von ca. 52°C erreicht und kann nun tranchiert werden.

Einfach wundervoll dieser Anblick: Eine tolle Kruste mit butterzartem gold-gelben Fett.

Ganz zum Schluss muss nur noch das Topping, bestehend aus dem Sauerrahm, dem Meersalz, dem frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, dem Zitronensaft und den optionalen Kräutern angerührt werden.

Kurz vor dem Servieren die Süßkartoffeln längs aufschneiden, mit dem Pfannengemüse füllen und anschließend mit dem Topping beträufeln.

Guten Appetit und viel Spaß beim Nachgrillen!

Dry Aged Steak Burger Deluxe mit Biru Wagyu Markknochen

Zu Knochenmark habe ich meine eigenen Kindheitserinnerungen: Ich sehe noch heute meinen Opa förmlich vor mir, wie er nach dem Verzehr der Rindfleischsuppe die dicken Rinderknochen aufsuchte und die beiden Enden x-mal sehr laut auf den Küchentisch klopfte und mit einem Messer versuchte auch das allerletzte bisschen Mark aus den Knochen zu fummeln. Dieses wertvoll erbeutete Knochenmark aß sehr gerne mit einer dicken Scheibe Brot. Wenn er an einem erfolgsversprechenden Tag einmal sehr viel Knochenmark fand, mischte er es hingegen in einen Natur-Quark mit dicken Nudeln und genoss es umso mehr.

Die von meinem Opa präferierte Kombination Mark/Quark nahm ich als Inspiration, ebenfalls ein Rezept mit Knochenmark zu kreieren. Dabei ersetzte ich Quark durch Joghurt und vermische ihn mit Gurken und Zwiebeln. Da ich das Knochenmark als Burger-Topping verwenden wollte und es sehr kräftig im Geschmack ist, fand ich mit dem Apfel einen süßen sehr geeigneten Gegenspieler.

Herausgekommen ist dieses geniale Rezept mit den folgenden beiden Hauptdarstellern:

– Entrecôte-Abschnitte von einer meiner Fleisch-Reifungen (ca. 7 kg Bone-In Entrecôte von eatventure.de)
Dry Aged Biru Wagyu Bone Marrow Markknochen – einen längst aufgeschnittenen Rinderknochen (eatventure.de)

Zutaten
Dry Aged Biru Wagyu Bone Marrow Markknochen (eatventure.de)
1 Entrecôte o. Steak-Abschnitte
Burger-Buns (z. B. Curry-Buns v. eatventure.de)
1 frische Gurke
1 rote Zwiebel
1 bunter Apfel
Joghurt Natur
Hochwertiger Pfeffer (z. B. Ankerkraut Steakpfeffer Hamburg)
Fleur De Sel (z. B. Ankerkraut Fleur De Sel)

Den Markknochen erst kurz vor dem Vergrillen aus dem Kühlschrank nehmen, da dass in ihm enthaltene Fett sehr schnell schmilzt.

Die Entrecôte-Abschnitte oder alternativ das Steak mit einem sehr scharfen Messer in kleine Würfel mit einer Kantenlänge von ca. 5 mm schneiden.

Aus dem kleingeschnittenen Fleisch einen oder ggf. mehrere Patties formen.

Die frische Gurke, die rote Zwiebel und den Apfel ebenfalls in kleine Würfel schneiden, sowie den Joghurt, das Salz und den Pfeffer bereitstellen.

Den Grill, in unserem Fall der Weber PULSE 2000 mit der Weber Grillplatte, vorheizen und bei mittlerer Temperatur das Patty grillen. Kurz vor dem Erreichen der Ziel-Kerntemperatur den Knochen mit der Mark-Seite nach unten auflegen.

Das Steak-Patty auf die Unterseite des Curry-Buns legen und mit Fleur De Sel und hochwertigen Pfeffer würzen.

Als quasi „Kleber“ ein bis zwei Esslöffel Joghurt auftragen und anschließend die Würfel der Gurken, Zwiebeln und Äpfel auflegen.

Als Burger-Topping das Knochenmark auflegen und mit dem Deckel des Burger-Buns verschließen.

Es ist wirklich unglaublich, wie sehr lecker dieser Burger ist, weshalb ich ihn ganz selbstbewusst den „Dry Aged Steak Burger Deluxe“ taufte.

Jedes einzelne kleine Fleischwürfelchen war überaus saftig und der Fleischgeschmack wurde durch das Knochenmark maximiert.

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit! – Garantiert!

Gewinnspiel: 3 x Gourmetpaket „BBQ“ von Gourmetfleisch.de

Durch die Unterstützung von Gourmetfleisch.de, könnt ihr jeweils eines von drei(!) Gourmetpaketen „BBQ“ im Wert von 300,– EUR gewinnen.

Die BBQ-Gourmetpakete enthalten folgende Spezialitäten (8 Steaks):
– American Beef Nackensteak, 2 x 450 g
– Black Angus Entrecôte, 2 x 250 g
– Simmentaler Steakhüfte, 2 x 250 g
– Black Angus Roastbeef, 2 x 250 g

Gourmetfleisch.de beschreibt die Gourmetpakete wie folgt:

Für versierte und angehende Grillmeister!
Hier ist alles drin: Provenienz, Aufzucht, Haltung, Zuschnitt! Die globale Mischung macht’s! 450 g-starke Männerportionen aus dem Nacken des American Beef, Black Angus Entrecote mit smartem Fettrand, irisches Entrecote mit charmantem Fettauge und rare, superschlanke Simmentaler Steakhüfte aus dem Bayernland. Jedes ein Fleischgedicht für sich. Gemeinsam eine kleine Offenbarung. Wann haben Sie schon einmal ein Mahl in andächtigem Schweigen verbracht? Ausprobieren und leise schmatzend schwelgen. Nicht länger abwarten…

Gewinnspielzeit abgelaufen, Siegerin/Sieger ermittelt!

Die Glücksfee durfte die/den Siegerin/Sieger aus weit über 1.200 Kommentaren über diesen Blog und der bigBBQ-Fanseite auswählen.
Gewonnen haben folgende Personen und wurden bereits über ihren Gewinn, jeweils „Ein Gourmetpaket „BBQ“ von Gourmetfleisch.de“ informiert. Herzlichen Glückwunsch!

– Jörg N.
– Verena H.
– Frank Pf.

Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Gewinne in nur 2 Schritten!

Mit Facebook:
Schritt 1:
 Klicke „Gefällt mir“ auf der Fanseite von bigBBQ.de
Schritt 2: Schreibe einen Kommentar in diesen Beitrag (link folgt beim Gewinnspiel-Start), mit wem du die tollen Steaks genießen möchtest.
Wenn du möchtest, kannst du diesen Beitrag teilen.

oder…

Ohne Facebook:
Schritt 1: Abonniere den Newsletter von bigBBQ.de (ganz unten).
Schritt 2: Schreibe ins Kommentar-Feld dieses Beitrags, mit wem du die tollen Steaks genießen möchtest.

Das war schon alles – und mit ein wenig Glück wird dir eines von drei(!) Gourmetpaketen „BBQ“ im Wert von 300,– EUR von Gourmetfleisch.de nach Hause geschickt! Viel Glück!

Teilnahmeschluss ist der 30.04.2018. Der/die Gewinner/in wird am 01.05.2017 unter allen Teilnehmern ermittelt und umgehend benachrichtigt.
Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren. Dieses Gewinnspiel steht in keiner Weise in Verbindung zu Facebook und wird nicht von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.

133,33 Tage Dry Aged Rumpsteak mit Tornado Potatoes

Mit voller Vorfreude treten wir der heutigen Vergrillung entgegen.

– Unser erstes 133,33 Tage Dry Aged Rumpsteak
– Unser erstes (in heimischen Gefilden) gegrilltes Steak vom Weber PULSE 2000
– Unsere ersten selbstgemachten Tornado Potatoes

Zutaten
1 x 133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteak (eatventure.de)
4 große festkochende Kartoffeln
5 EL geschmolzene Butter
10 EL fein geriebenen Parmesan
1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 TL Knoblauchpulver
1/2 TL Paprikapulver
1/2 TL Salz
1 kl. Strauch Petersilie

Tornado Potatoes

Jeweils einen dicken Schaschlik-Spieß längs durch die Kartoffeln schieben und mit einem sehr scharfen und dünnwandigen Messer spiralförmig bis auf den Spieß einschneiden.

Die einzelnen Scheiben auf den Spieß ganz vorsichtig auseinanderziehen.

Die gesamte Kartoffel gleichmäßig mit geschmolzener Butter übergießen.

Die Kartoffeln mit einer Mischung aus 10 EL fein geriebenen Parmesan, 1/2 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer, 1/2 TL Knoblauchpulver, 1/2 TL Paprikapulver und 1/2 TL Salz bestreuen. Dabei darauf achten, dass die Mischung auch alle Zwischenräume erreicht.

Die Tornado Potatoes bei ca. 180 – 200°C für ca. 45 Minuten im Grill garen.

133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteak

Damit auf dem Steak eine durchgehende Kruste erzeugt werden kann, wird das Rumpsteak zu unserer Abwechslung auf der neuen Grillplatte des Weber PULSE 2000 gegrillt.

Ohne Hinzugabe von Butter, Öl o. ä., wird als Erstes die Fettseite des Rumpsteaks auf die heiße Grillplatte gelegt.

Sobald ausreichend Fett geschmolzen ist, wird das Steak im eigenen Fett gegrillt.

Bei dickeren Steaks empfiehlt es sich, das Fleisch zum Nachgaren in den indirekten Bereich des Grills zu verlagern und die Gartemperatur auf ca. 140°C herunterzuregeln. Bei weniger dicken Steaks genügt es, wenn das Fleisch in regelmäßigen Abständen auf der Grillplatte gewendet wird.

Wie so oft in unseren Steak-Berichten empfehlen wir eine Kerntemperatur von ca. 52°C.

Beim Tranchieren des 133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteaks schwebt ein vielversprechender intensiver Fleischgeruch in der Luft, der einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Um den intensiven Fleischgeschmack des 133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteaks zu genießen, sollte das Steak ohne Pfeffer, allerhöchstens mit ein wenig Salzflocken genossen werden. Die Tornado Potatoes sollten auf dem Teller mit fein gehackter Petersilie bestreut und mit einem Dip nach Wahl serviert werden.

Fazit

Der Weber PULSE 2000 macht einfach riesig Spaß und besitzt mit seinen 2.200 Watt mehr als ausreichend Power! Die Weber Grillplatte ist ein sehr sinnvolles Zubehör. – In späteren Berichten werden wir noch viel intensiver auf die einzelnen PULSE-Komponenten und -Zubehör eingehen.

Die Tornado Potatoes waren sehr kross und geschmackvoll. Sie stellen eine sehr tolle Beilage dar, die wir in zukünftigen Grill-Sessions sicherlich noch öfter zubereiten werden. Auf alle Fälle sollten die Tornado Potatoes jedoch nachgesalzen werden!

Zum 133,33 Tage Dry Aged Red Heifer Rumpsteak muss nicht viel gesagt werden. Der Geschmack ist definitiv intensiver als bei einem in der Standard-Zeit gereiften Steak, weshalb wir als Fleisch-Fans das länger gereifte Steak auf alle Fälle vorziehen. Sehr positiv überrascht sind wir des Weiteren über die extreme Saftigkeit des Fleisches!

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

San Sebastián Food-Tour – Die Txogitxu Reise, Teil 3

…Fortsetzung von Teil 2.

Nach Imanols Führung bei Txogitxu waren wir natürlich erst einmal alle sehr geflashed und hätten am liebsten umgehend den Grill angeworfen. – Verrückterweise muss das auch Imanols Plan gewesen sein, denn nach dem Besuch lud er uns in den Social Club „El Sauce“ ein, dem er angehört, um mit uns zusammen zu kochen und zu speisen.

Social Club „El Sauce“

Ein Social Club ist vergleichbar mit einem Männer Kochclub. Es gibt eine relativ große Küche und viele Sitzgelegenheiten, ähnlich wie in einer Gastwirtschaft. Zu Stoßzeiten treffen sich mehrere Gruppen. Eine einzige Person kocht jeweils für seine Gruppenmitglieder und verwöhnt sie mit seinen Kochkünsten. Wenn alle gegessen und getrunken haben wird ein Körbchen rumgereicht. Anschließend legt jedes Mitglied so viel Geld in das Körbchen, wie er es für angemessen hält.

„Unser“ Social Club hat genau 150 (Vereins-)Mitglieder, die sich in einem großen Schaukasten verewigt haben.

Parallel zu uns war auch noch eine weitere Gruppe anwesend, von der ein Herr im gestandenen Alter für seine lustige Gruppe kochte.

Da der sehr große Gasherd viele Kochstationen besaß, die rundherum von allen Seiten bedient werden konnten, stand man sich in der Küche „normalerweise“ nicht im Gehege. – Bis wir Blogger kamen, denn jeder wollte aufregende Bilder und Videos von tollem Fleisch & Co. erhaschen.

Apropos Fleisch: Klar, dass sich Imanol nicht lumpen ließ und kiloweise leckeres Txogitxu zur Verfügung stellte.

Was wir dort alles so gegessen und getrunken haben bekomme ich gar nicht mehr so genau zusammen. – Viel zu schön war die Atmosphäre, in geselliger Runde bei feinstem Wein zusammensitzend und in einer regelmäßigen Taktung mit neuen Delikatessen verwöhnt zu werden. – Da hatte man zeitweise die Kamera und das Smartphone vergessen und genoss stattdessen z. B. frittierte Würstchen.

Unfassbar lecker war auch folgendes Tatar. Anstelle es zu Wolfen, wurde es mit einem scharfen Messer mühevoll klein geschnitten und mit den Händen geformt.

Anschließend wurde das Tatar von beiden Seiten scharf angebraten und großzügig gesalzen.

Schlussendlich wurde es mit frischen Zwiebeln, sowie mit Salat und Olivenöl serviert. Freunde – das(!!!) war der absolute Knaller und wird zu Hause auf alle Fälle einmal nachgegrillt.

Zwischenzeitlich wurden immer mal wieder Txogitxu Txuletons zubereitet.

Zuerst wurde das Steak auf den Knochen gestellt, damit das Fleisch auch dort Wärme annehmen konnte.

Anschließend wurde das Fleisch gebraten/gegrillt, bis eine Kerntemperatur von ca. 42 – 45°C erreicht wurde. – Genauso wie ich es bereits im 2. Teil (Cider House ZAPIAIN) beschrieben hatte.

Besonders positiv stimmte mich das Ergebnis von dem Fleisch der Oberschale.

Nie hätte ich gedacht, dass das Fleisch so sehr zart und schmackhaft wäre!

Wer mich fragt, wie ich den Geruch und den Geschmack von Txogitxu beschreiben würde, antworte ich folgendes: Der Geruch erinnert meines Erachtens stark an Weide, Gras, Heu, Milch und Thymian. Auf der Zunge verspüre ich eine leicht rahmige Note von Buttermilch. Das Fleisch ist per se gut im Biss, dabei jedoch alles andere als zäh! Es erfolgt die Offenbarung beim Kauen – eine sehr lange und intensive Geschmacksexplosion! Erst das Fett macht Txogitxu zu dem, was es ist. Also schneidet das Fett auf gar keinen Fall ab oder kommt auf die Idee es zu stutzen!

Traditionelle Pintxos

Nach dem Besuch im Social Club besuchten wir am späteren Abend noch die ein oder andere Pintxo Bar und vertrauten dabei den Empfehlungen unseres Guides Tim.

Nachfolgend eine Bildauswahl sehr leckerer Pintxos die wir alle probierten.

Der Christian von Küchenjunge.de ist in einem seiner Berichte detaillierter auf das Thema Pitxo-Bars eingegangen, weshalb ich euch seinen tollen Bericht auf alle Fälle ans Herz lege.

Chill out time

Nach den vielen Erlebnissen musste zwischenzeitlich auch einmal ausgespannt werden. Dazu nutzten wir die eine oder andere Gelegenheit und trafen uns z. B. auf der Dachterrasse unseres Hotels…

Am frühen Morgen bei bestem Wetter am Strand zum Frühstücken…

Nachts in den Kneipen…

Oder in der „freien Zeit“ wieder einmal auf dem Weg in die Stadt um ein leckeres Gläschen Wein zu trinken…

Oder um ganz einfach an den tollen Stränden der wunderschönen Buchten auszuruhen…

…aber dann folgte auch meist schon wieder das nächste Spektakel. ;-)

13 + 1 Gänge Menü im A Fuego Negro

Neben den traditionellen Pintxos lernten wir im A Fuego Negro auch die moderneren Pintxo-Varianten kennen, die in Richtung Molekularküche gingen.

Ich drücke es mal so aus: Hier war alles fetziger, cooler, moderner und anders. Die Telleruntersetzer waren im Schallplatten-Look, die Tisch-Deko bestand aus Musikkassetten.

Die Wände wurden größtenteils mit Musikplakaten tapeziert…

…und an den Wänden hingen diverse verrückte Puppen.

Uns erwartete an diesem Abend, neben sehr gutem Wein, ein 13-Gänge Menü welches interessanter nicht mehr sein konnte. Des Weiteren gesellte sich zu den 13 Pintxos noch ein Kobe-Mini-Burger.

Dieser (positiv) verrückte Abend rundete unsere San Sebastián Food-Tour noch einmal richtig ab und trug u. a. dazu bei, dass wir diese spannende Reise nie wieder vergessen und immer in allerbester Erinnerung behalten werden.

Neben meinen Blogger-Freunden gebührt unserem Gastgeber Bernhard Möllers GmbH aus Köln und Txogitxu meinem allergrößten Dank.

Allen Anderen sei empfohlen: Donostia San Sebastián ist eine Reise wert und Txogitxu muss ein jeder einmal genossen haben! Probiert es aus!

San Sebastián Food-Tour – Die Txogitxu Reise, Teil 2

…Fortsetzung von Teil 1.

Nach unserem Besuch im Don Serapio ging es zurück ins Hotel. Einige von uns legten sich kurz aufs Ohr, andere trafen sich an der Hotel-Bar auf ein leckeres Bierchen und wieder andere telefonierten mit ihren Familien in Deutschland.

Cider House ZAPIAIN

Am Abend wurden wir mit dem Bus zum Cider House ZAPIAIN gebracht.

Imanol Jaca erklärte uns, dass dieses Haus für ca. 4 Wochen im Jahr seine Pforten öffnet und in der Region die Nummer 1 im Bereich Apfelwein sei.

Während dieser Zeit treffen sich u. a. viele Kochclubs (Social Clubs), um den jungen Apfelwein zu verköstigen und schließlich ihren Jahresbedarf zu bestellen.

Der Apfelwein gärt je nach Sorte u. a. in alten Eichenfässern. Es ist wirklich sehr beeindruckend zu sehen, wie die riesigen Fässer in einer sehr langen Halle aneinandergereiht liegen.

Den ganzen langen Abend lang stand ein Mitarbeiter des ZAPIAIN in dem langen Gang und schenkte den Gästen den erfrischend fruchtigen und süffigen Apfelwein aus den unterschiedlichen Fässern aus. Dabei entfernte er jeweils für kurze Zeit einen kleinen langgezogenen Gummi-Korken, sodass die Gäste ihre Gläser in den Strahl halten konnten und sie damit füllten.

Währenddessen standen in einem großen Vorraum die vielen Gruppen gesellig an Ihren Stehtischen, tranken ihren Apfelwein und aßen von einem mehrgängigen Menü, welches jedoch an diesem Abend „angeblich“ Nebensache gewesen sei. – Nicht für uns! – Denn zum Essen und Genießen waren wir doch schließlich erschienen und freuten uns aus diesem Grund bereits auf das noch folgende Mahl.

Auch an diesem Abend ging es für uns u. a. wieder um Txogitxu, weshalb der Grillmeister bereits dabei war seinen riesigen Grill mit Holzkohle zu befeuern.

Ein neugieriger Blick in die Küche verriet uns, das es Fleisch-technisch um meterweise dieser schönen Stücke Txogitxu Txuleton gehen wird. Laut Imanol „nur“ Cider House Qualität aber ich kann schon jetzt verraten, es schmeckte wahnsinnig gut!

Bevor wir jedoch in den Genuss des leckeren Fleisches kamen, wurden uns Omeletts mit Zwiebelfüllung gereicht. Wie sollte es anders sein? – Es war das beste Omelett meines Lebens!

Sehr erwähnenswert war auch der Bacalao (Kabeljau). Festes Fleisch, welches sehr saftig war. Eine absolute Delikatesse!

Nun endlich wurden unsere langersehnten Txuletons (Koteletts) aufgelegt.

Die Vergrillung in Deutschland wäre ungefähr so: Von beiden Seiten jeweils in der 10.00 Uhr- und 2.00 Uhr-Position für ca. 90 Sekunden unter maximaler Temperatur angrillen und anschließend im indirekten Bereich bei niedrigerer Garraumtemperatur bis zu einer Kerntemperatur von ca. 54°C gar ziehen lassen.

Nicht mit Txogitxu in San Sebastián! Hier wird das Steak unter permanenter direkter Hitze auf den Mega-heißen Grill gelegt und wiederholt durch Zuhilfenahme einer Fleischgabel schonungslos in das Fleisch gestochen und dabei gewendet. Diese Prozedur wird so lange wiederholt, bis das Fleisch eine Kerntemperatur von ca. 42 – 45°C erreicht hat. Ihr habt richtig gelesen, im Baskenland wird das Fleisch der Oma Kuh rare gegessen, was dann ungefähr so aussieht.

Und die Basken haben Recht! So gegrillt ist das Fleisch sehr zart, saftig und von Natur aus geschmacklich äußerst intensiv! – Ein Gedicht!

Später am Abend wurde auch der Raum mit den jüngsten Apfelweinen geöffnet und Selbiger verköstigt. Dabei erzählte uns der Chef des ZAPIAIN alle Zahlen, Daten und Fakten seines Unternehmens.

Im Laufe des Abends wurden noch weitere Leckereien wie Käse und Walnüsse gereicht.

Zum Ende des Abends, als bereits einige Gäste die Lokalität verlassen hatten, lud uns der Chef auf eine ganz persönliche und heimliche Verkostung seiner hochprozentigen Spirituosen wie z. B. dem weißen und bernsteinfarbigen Sagardoz ein.

Neben dem Txogitxu Txuleton war diese geheime Degustation hinter verschlossenen Türen mein absolutes Highlight des Tages!

Man kann sich bestimmt vorstellen, wie sehr gut wir nach diesem perfekten Abend schlafen konnten!

Die Markthallen von San Sebastián

Am nächsten Morgen ging es in die Markthallen von San Sebastián. Dort erwartete uns eine Vielfalt diverser frischer Waren wie selbstverständlich Fleisch in Hülle und Fülle.

Noch beeindruckender fand ich jedoch die Auswahl von frischem Fisch. Für mich als Angler eine wahre Augenweide!

Aber auch der in Salz getrocknete Bacalao und somit haltbar gemachter Fisch beeindruckte mich sehr. Beim Anblick der Stücke konnte man sich kaum vorstellen, dass diese später in der Pfanne zubereitet noch schmecken könnten. Doch weit gefehlt, genau diesen Fisch aßen wir am Vorabend im Cider House ZAPIAIN und genossen es sehr.

Der getrocknete Fisch wird übrigens vor dem Braten in Wasser eingelegt, damit er sich wieder mit Flüssigkeit vollsaugen kann. Bei der Trocknung werden dem Fisch keinerlei Mineralstoffe entzogen und auch der Geschmack bleibt völlig enthalten!

Ich gebe zu, etwas erschreckt war ich beim Anblick der Glasaale. Nicht über den Preis von 620 EUR/kg, sondern eher darüber, dass die vom Aussterben bedrohte Baby-Aale überhaupt angeboten werden dürfen.

Wie konnte es in der Tapas-Hauptstadt anders sein, machten wir auf dem Markt wiederholt Bekanntschaft mit „Pintxos“, der baskischen Antwort auf die spanischen Tapas. Diese kleinen filigranen Häppchen werden sehr mühsam zubereitet und sind jedes Einzelne für sich ein kleines Kunstwerk.

Beim Anblick dieser Köstlichkeiten kann man sich kaum entscheiden, welches man als Erstes und welches als Nächstes essen möchte.

Ich entschied mich mit einigen anderen meiner Begleiter an diesem Morgen für ein Champagner-Frühstück. Dieses bestand aus einem Glas Champagner, einer Tasse Kaffee, einem Glas Orangensaft, einem Omelett und einem Brot mit Schinken für sage und schreibe nur 11 EUR!

Txogitxu Fabrik

Am späten Vormittag erreichten wir die Fabrik Txogitxu.

Dort führte uns Imanol Jaca durch seine heiligen Fleischhallen. Beim Betreten der Hallen roch alles sehr angenehm nach Metzgerei.

Viele Fleisch-Kenner schwören drauf und sind der Meinung, dass Txogitxu das Beste Fleisch der Welt sei.

Wie bereits in den vorherigen Teilen unserer Food-Tour-Serie angedeutet, steckt hinter dem Firmennamen Txogitxu (ausgesprochen: Tschotschitschu) eine Großmetzgerei aus San Sebastián mit dem Gründer Imanol Jaca.

Aus langer Tradition werden im Baskenland alte Milchkühe sehr lange am Leben gehalten. Sie werfen jährlich ein Kalb und standen ihr Leben lang auf der Weide. Erst ca. 17 Jahre alte Kühe und einige weitere ausschlaggebende Punkte sind für Imanol Jaca von Bedeutung, dass er einer Milchkuh die höchste Qualitätsstufe zuweist. Wider Erwarten reifen hier die Kühe höchstens 14 Tage.

Übrigens, kommen die Kühe nicht zwangsläufig alle aus dem Baskenland. Viele Kühe werden aus dem gesamten spanischen Raum, sowie aus Portugal, Deutschland und einigen weiteren Ländern importiert.

Erst als Imanol Jaca begann das Fleisch ins Ausland zu exportieren wurden Gourmets in aller Welt aufmerksam auf das wohlmöglich beste Fleisch der Welt. Seitdem ist der Hype nicht mehr zu stoppen, sodass Txogitxu stetig expandiert und zurzeit dabei ist eine neue Fabrik zu bauen.

Unterschiedliche Mitarbeiter verrichteten an diversen Stationen ihre Arbeiten.

Überall sah man die imposanten Rinderhälften hängen, die getrennt ihres Alters und ihrer Güte aufgehängt wurden.

Im Gegensatz zum in ZAPIAIN gegessenen Fleisch mit Cider House Qualität, sahen wir sehr viele Rücken mit der Güteklasse PREMIUM (rechts im obigen Bild).

Des Weiteren sahen wir Rücken anderer Güteklassen.

Es war sehr beeindruckend, die vielen alten Milchkühe mit ihrer charakterisierenden gelben Fettauflage zu sehen!

In folgenden Kartonagen werden die einzelnen Cuts der Kühe aber auch halbe Rücken verschickt.

Während dieser Führung ging Imanol Jaca auf unsere Fragen ein und erklärte alles sehr anschaulich.

Lest in Teil 3 unserer San Sebastián Food-Tour, was uns an diesem Tag noch alles so erwartete!

San Sebastián Food-Tour – Die Txogitxu Reise, Teil 1

Ich bin immer noch mehr als beeindruckt über die vor einigen Tagen stattgefundene kulinarische Reise nach Spanien und möchte euch, nachdem ich so langsam meine Gedanken wieder geordnet habe, unbedingt an meine Freude teilhaben.

Sicherlich haben schon einige unserer Facebook- und Instagram-Abonnenten oder unserer App-Leser unter dem Hashtag „sansebastianfoodtour“ die vielen Bilder und Videos gesehen. – Nachfolgend nehme ich euch noch einmal gesammelt mit auf unsere Tour und berichte etwas detaillierter über das Erlebte.

Ziel unserer Reise war die Stadt Donostia San Sebastián im spanischen Baskenland. Die Stadt mit ca. 186.000 Einwohnern liegt an einer wunderschönen Bucht im Norden Spaniens, unweit der französischen Grenze.

Neben uns waren folgende Blogger und Genuss-Nomaden mit an Bord:

Martin von Bacon Bakery
Camillo von Don Caruso BBQ
Walter von Die Fette Kuh
Thomas von Fleisch Botschafter
Christian von Küchenjunge
Stefan von Poggegrillt

Gastgeber war die Bernhard Möllers GmbH aus Köln, u. a. Fleisch-Importeur vom berühmten Txogitxu – sozusagen dem Hauptdarsteller unserer Food-Tour.

Die Anreise

Zum gemeinsamen Flug trafen wir uns am Tag des geplanten Abflugs früh morgens am Düsseldorfer Flughafen. Die immense Vorfreude stand jedem einzelnen Teilnehmer quasi ins Gesicht geschrieben. Schließlich ist eine solche Tour alles andere als alltäglich!

Nachdem wir unsere Koffer abgegeben, eingecheckt und unser Gate aufgesucht hatten, hätte es zeitlich umgehend losgehen müssen. Dabei liegt die Betonung auf „hätte müssen“, denn leider wurde unser Flug kurzfristig gestrichen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, mit welch ungläubigen, enttäuschten und teils empörten Gesichtern wir zurück zum Schalter gingen um weitere Details des Flugausfalls zu erfahren.

Unfassbar aber wahr! – Grund des Flugausfalls war ein erstmals nach 30 Jahren auftretender Schneefall in der Region rund um den Zielflughafen Bilbao, der verkehrstechnisch alles zum Erliegen brachte.

Nach einigem Hin und Her stand fest, dass die nächste Maschine erst am nächsten Tag fliegen würde und wir in dem sehr nahegelegenen Maritim Hotel (direkter Zugang zu Flughafen) untergebracht werden. – Sozusagen Glück im Unglück.

Check: Zimmer und Bett ok…

…Bad ok…

…Wellness- und Fitness-Bereich vorhanden…

…und obendrein kostenloses Mittagessen, Abendessen und Frühstück.

Nachdem wir uns auf unseren Zimmern kurz frisch gemacht haben, fuhren wir kurzerhand mit dem Taxi in die Düsseldorfer Altstadt.

In der Düsseldorfer Altstadt

Erste Station war die Brauerei und Wirtschaft „Im Füchschen“, eine uralte rustikale Kneipe. Spätestens nach dem ersten „Füchschen Alt“ stand uns das Grinsen wieder in den Gesichtern.

Später ging es dann in die Uerige Hausbrauerei, ebenfalls eine Wirtschaft mit exzellentem Bier, in der ein humorvoller Angestellter mit lockeren Sprüchen auf der Zunge, frisch gebratene Frikadellen und Mettbrötchen verkaufte.

Auf dem Weg zur x-ten Kneipe kamen wir bei Et Kabüffke Killepitschstube vorbei, an dem wir unbedingt einen Killepitsch tranken mussten. Einfach zu urig, wie der Kräuterlikör aus dem Fenster heraus auf der Straße verkauft wird.

Einige viele Kneipen später landeten wir in der HOLY CRAFT Beer Bar und tranken das ein oder andere leckere Craftbier.

Das nächste kulinarische Highlight folgte umgehend: Chicken Wings im japanischen Restaurant Chimac Plus. Chicken Wings klingen vielleicht einfach, schmecken aber einfach Mega! Best Wings ever!

Der Flug und die Unterkunft

Am nächsten Tag das gleiche Spiel: Koffer abgeben, einchecken, Gate aufsuchen und nun der ganz große Unterschied zum Vortag – Abflug und auf ins Land bzw. in die Stadt der weltbesten Steaks, was von uns überprüft werden sollte!

Nach einer nicht ganz 2-stündigen Flugzeit erreichten wir unseren Zielflughafen Bilbao und wurden anschließend mit dem Bus zu unserem Hotel gebracht. – Keine Spur mehr von Schnee!

Kurzer Check des 4 Sterne-Hotels Zenit: Zimmer, Bett und Bad ok…

…und das dort ausgeschenkte Bier schmeckte ebenfalls vorzüglich!

An der Hotelbar ließ sich bereits erahnen, was uns an den folgenden Tagen fast überall über den Weg laufen wird: „Tapas“ oder wie sie hier im Baskenland genannt werden: „Pintxos“, dazu aber später mehr.

Don Serapio von Imanol Jaca

Unser erster Anlaufpunkt war das Don Serapio von Imanol Jaca. Imanol Jaca ist der Gründer von der Großmetzgerei Txogitxu. Txogitxu ist Fleisch von bis zu 17 Jahre alten Milchkühen. Jetzt wird der ein oder andere Leser sicherlich denken: „Das Fleisch einer so alten Kuh muss doch zäh wie Leder sein!“ – Weit gefehlt: Dieses Fleisch schmeckt mehr als ausgezeichnet und ist unter der Berücksichtigung des empfohlenen Gargrades von ca. 42 – 45°C sehr zart und besonders saftig.

Das Don Serapio liegt an einer sehr befahrenen Straße in San Sebastián.

An der Außentheke können leckere Kleinigkeiten „to go“ gekauft werden. Ich erwarb als Erstes ein großzügig mit Olivenöl bestrichenes Baguette mit Serrano Schinken. – Einfach köstlich!

Betritt man das Geschäft, stößt man unweigerlich auf das Hinweisschild von Txogitxu und sieht einige vielversprechende Stücke, die einem das Wasser im Munde zerlaufen lassen.

Um sich ein Bild über die Preisstruktur des Fleisches zu machen: Txogitxu ist selbst hier in San Sebastián nicht besonders günstig.

Trotzdem ist das Don Serapio sehr gut besucht, weil die Spanier ganz einfach viel mehr Wert auf hochwertige Waren legen als wir Deutsche.

Im Don Serapio gibt es selbstverständlich noch viele andere Köstlichkeiten wie gute Weine…

…Schinken…

…Rindfleisch, Schweinefleisch, Käse usw.

Sehr interessant fand ich z. B., dass die bei uns erhältlichen Spareribs im Don Serapio u. a. lägst-geschnitten verkauft werden.

Dann auf einmal kam Imanol Jaca persönlich „um die Ecke“: Recht bescheiden gekleidet, einen Rucksack auf den Rücken geschnallt, so stand er vor uns. Um ehrlich zu sein, hatte ich mir den Geschäftsführer von Txogitxu ein wenig anders vorgestellt, weshalb ich den vorerst unscheinbaren Mann im ersten Augenblick völlig übersah. Doch so viel vorab – Imanol ist ein verdammt netter und cooler Typ, der wie ich finde, mehr als auf dem Teppich geblieben ist.

Nach der freundlichen Begrüßung brachte Imanol die eine oder andere Leckerei mit nach draußen an die Stehtische. Von Rotwein und verschiedenen Käsesorten über Schinken und süße Leckereien war so gut wie alles dabei, was uns Genießern das Herz höher schlagen ließ. Nebenbei: Es herrschten angenehme 18°C Außentemperatur!

Zwischenzeitlich beantwortete Imanol den interessierten Gästen geduldig alle ihre Fragen.

Lest in Teil 2 unserer San Sebastián Food-Tour, was uns an diesem Tag noch alles so erwartete!