Burnhard FLINT Pelletsmoker im Praxistest

Die Firma Burnhard ist im Grill-Business mittlerweile alles andere als ein Unbekannter und kaum noch wegzudenken. Zu sehr Spaß machen einfach die durch die vielen Features wie z. B. Infrarot-Keramikbrenner bekannt gewordenen Gasgrills von Burnhard. Auch wir haben letztes Jahr den riesengroßen Burnhard Fat Fred (zum Praxistest…) mit insgesamt 6 Gasbrennern plus einem Seitenkochen und vielen weiteren Extras ganz genau unter die Lupe genommen und waren von seinem Preis-/Leistungsverhältnis mehr als angetan.

Nach Gasgrills, Pizzaöfen und diversen Grillzubehör wagt sich das emsige Team von Burnhard dieses Jahr zu einer für sie neuen Produkt-Kategorie, dem Pelletsmoker.

Ein Pelletsmoker ist vielseitiger als man denkt. – Durch seine 100-prozentige indirekte Grillfläche sind Gar- und Zubereitungsmethoden wie z. B. Grillen, Backen, Räuchern, Braten, Schmoren und Barbecue möglich.

Wir haben uns den neu erschienenen Burnhard FLINT Pelletsmoker sehr genau angeschaut und einem ausführlichen Praxistest unterzogen.

Sichtung der Einzelteile

Der Burnhard FLINT Pelletsmoker wird von einer Spedition in zwei relativ kompakten Kartons auf einer Einwegpalette geliefert. Für uns war es zuvor kaum vorstellbar, wie ein solch recht großer Pelletsmoker mit Unterschrank u.v.m., in diesen beiden Kartons stecken sollte.

Nachdem die beiden Kartons geöffnet wurden, zeigten sich viele kleine weitere Kartons, in denen alle Einzelteile sicher verpackt und vor Kratzern und Stößen geschützt waren. Selbst die einzelnen Ecken der Kartons wurden noch einmal mit zusätzlichen Verstrebungen verstärkt. Im großen Karton war bereits die Garkammer des FLINTs sichtbar, welcher ebenfalls mit großen maßgeschneiderten Schutzmaterialien ausgestattet war.

Der besseren Übersicht halber haben wir alle Einzelteile ausgepackt und schön säuberlich nebeneinander aufgereiht. Positiv fällt auf, dass der FLINT aus einer recht übersichtlichen Anzahl von Einzelteile besteht, die innerhalb von ca. 1 Stunde aufgebaut sind.

Die zum Aufbau des FLINTs notwendigen Schrauben waren schön säuberlich in einer Blisterverpackung eingeschweißt. Jede Schraubengruppe wurde mit einer eindeutigen Buchstaben-Kombination versehen, welche dem jeweiligen Arbeitsschritt aus der sehr gut beschriebenen, reich bebilderten Aufbau- und Bedienungsanleitung zugeordnet werden kann. Selbst das Werkzeug, bestehend aus einem Kreuzschraubendreher und zwei Schraubenschlüssel lag dem Lieferumfang bei.

Viele Einzelteile wie z. B. das Rauchrohr, die Grillroste, die Temperaturfühler, die Rollen u.v.m. konnten selbst ohne Aufbauanleitung unmittelbar zugeordnet werden. – Genauso die Kombination aus Controller, Transportschnecke, Pellet- und Brennkammer, welche als eine gesamte Einheit vormontiert geliefert wurde.

Auch die Rollen fielen uns unmittelbar ins Auge. – Diese sind, im Gegensatz zu den in vielen anderen Grills von namhaften Herstellern verbauten Rollen, aus Vollgummi. Jede einzelne Rolle ist lenk- und feststellbar.

Aufbau des Burnhard FLINT Pelletsmokers

Der Aufbau des FLINTs sollte selbst unerfahrenen Handwerkern in kürzester Zeit gelingen. Die sehr gute Aufbauanleitung garantiert, dass der Pelletsmoker in ca. 60 – 90 Minuten aufgebaut und voll einsatzfähig ist.

Gestartet wird der Aufbau mit der sehr stabilen Bodenplatte, an die zunächst die vier Rollen angeschraubt werden.

Auf der Bodenplatte wird der Unterschrank, bestehend aus zwei Seitenwänden, einer Rückwand, einer Regalplatte und einer Längsverstrebung geschraubt.

Im nächsten Arbeitsschritt wird die Garkammer auf das Untergestell gesetzt und ebenfalls miteinander verschraubt.

Bevor die Kombination aus Controller, Transportschnecke, Pellet- und Brennkammer in die Garkammer geschoben wird, muss der Trichter der Pelletkammer aufgesetzt und auf allen vier Seiten verschraubt werden.

Damit der Controller während des Betriebs stets über die vorherrschenden Temperaturen in der Garkammer informiert, muss der festverbaute Temperaturfühler aus der Garkammer durch Zuhilfenahme einer Steckverbindung mit dem Controller verbunden werden.

Endspurt: Das Rauchrohr wird an die Garkammer geschraubt. Damit kein Rauch entweicht, dichtet ein Filzring die beiden Bauteile zueinander ab.

Die Türen des Unterschranks werden jeweils mit Griffen versehen und werkzeuglos eingesetzt. Zum genauen Ausrichten der Türen sollte darauf geachtet werden, dass der FLINT auf einem sehr ebenen Untergrund steht.

Die Optik der aus Edelstahl gefertigten Griffen mit Aluminium-Aufnahmen finden sich auch im Griff der großen anthrazit lackierten Tür der Garkammer wieder.

Schlussendlich muss nun nur noch die abklappbare Frontablage, die ebenfalls anthrazit lackierte Abdeckung der Pelletkammer und der legendäre Flaschenöffner angeschraubt sowie die Grillroste und die darunterliegende Fettablaufplatte und der Tiegel eingesetzt werden, dazu aber später mehr.

Wie bei allen Burnhard-Grills üblich, liegt auch dem FLINT Pelletsmoker eine wasserdichte und UV-beständige Premium Abdeckhaube bei.

Die Features des FLINT Pelletsmokers

Der Burnhard FLINT Pelletsmoker ist auf seinen schön anzusehenden vier lenk- und feststellbaren Vollgummireifen sehr wendig und lässt sich dadurch sehr bequem rangieren.

Erwähnenswert ist, dass im Gegensatz zu vielen anderen Grills von Markenherstellern, der gesamte Unterschrank rundherum geschlossen ist.

Was beinahe schon als Markenzeichen vieler Burnhard Gasgrills gilt, ist der am Korpus angeschraubte Flaschenöffner, welcher auch am Burnhard Pelletsmoker vorhanden ist.

Mitgedacht: Damit das Stromkabel des Controllers bei Nichtverwendung nicht herunterhängt, kann dieses ganz einfach an zwei dafür vorgesehenen Haken aufgewickelt werden.

Der große untere Grillrost bietet auf auf einer Fläche von 66 x 49 cm reichlich Platz zum Smoken von einer beträchtlichen Menge Gargut und wird durch die beiden oberen Grillroste mit einer Fläche von insgesamt 66 x 36 cm erweitert. Alle drei Grillroste wurden aus rostfreiem Edelstahl gefertigt und lassen sich durch Zuhilfenahme einer handelsüblichen Grillbürste sehr schnell und einfach reinigen.

Wie sich bei späteren Grill-Sessions herausstellte, ist die Frontablage ausreichend groß, um Grillgut und Grilltools abzulegen.

Die Frontablage enthält ein herausnehmbares Brett aus geleimten Akazienholz, welches beidseitig verwendet werden kann.

Die Kombination aus Anthrazit-Lackierung, Edelstahl-Griffen (Aluminium-Aufnahmen) und Holzablage gefällt uns optisch sehr gut.

Ähnlich wie bei der Verbindung zwischen Rauchrohr und Grillkammer, wurde auch der äußere Rand der Garkammer-Tür von innen mit Filzdichtband versehen.

Die Pelletkammer ist so groß dimensioniert, dass der gesamte Inhalt eines 9 kg schweren Pellet-Sacks hineinpasst.

Funktion des Burnhard FLINT Pelletsmokers

Im unteren Bereich der Pelletkammer befördert eine Förderschnecke die Pellets in die Brennkammer. Die notwendige Fördermenge wird durch die voreingestellte Temperatur am Controller bestimmt und über den festverbauten Temperaturfühler in der Garkammer kontrolliert.

Die Pellets in der Brennkammer werden durch einen runden Glühstift (ganz unten) entzündet und durch das Hinzufügen von Sauerstoff zum Brennen gebracht. Der Sauerstoff ist in der Frischluft enthalten, welcher über einen hörbaren Lüfter in die Brennkammer strömt. Dieser Lüfter ist genauso laut, wie man es von anderen Pelletsmokern kennt.

Während in der Aufheizphase höhere Mengen von Pellets verbrannt werden müssen, sind während des Betriebs nur noch ca. 500 g/Std. notwendig. Daraus resultierend ist es möglich, den Burnhard FLINT Pelletsmoker ca. 20 Stunden lang mit nur einer einzigen Pellet-Füllung von 9 kg zu betreiben.

Zum Schutz und zur besseren Hitzeverteilung wird die Brennkammer durch einen Tiegel abgedeckt.

Über dem Tiegel liegt die Fettablaufplatte, die durch ihre schräg abfallende Bauweise heruntertropfende Fette und Fleischsäfte in den Fettauffangtopf außerhalb der Garkammer leitet.

Durch diese, bereits bei diversen Herstellern anderer Pelletsmoker, seit vielen Jahren erprobte Konstruktion und Funktionsweise ist nahezu ausgeschlossen, dass Fette in die Brennkammer geraten, sich unkontrolliert entzünden und im schlimmsten Fall einen Fettbrand hervorrufen.

Zur schnellen und bequemen Reinigung der Fettablaufplatte ist es ratsam, diese vor der Inbetriebnahme mit einer Lage Alufolie abzudecken, welche nach der Verschmutzung entsorgt werden kann.

Die Bedienung und Funktion des Controllers ist simpel, welche wir anhand des Ein- bzw. Ausbrennvorgangs und der späteren ersten Grill-Session erklären.

Der Ein- bzw. Ausbrennvorgang

Nachdem die Pelletkammer mit Pellets gefüllt und der Ein-/Ausschalter betätigt wurde, muss der Drehregler des Controllers auf „Smoke“ gestellt werden. Nun werden die Pellets schubweise in die Brennkammer befördert und durch den Glühstift entzündet. Sobald der erste Rauch aufsteigt (nach ca. 3 Minuten), wird der Regler des Controllers auf „Max“ gestellt.

Nach einiger Zeit sollte die Temperatur auf ca. 230°C steigen. Um Produktionsreste, wie z. B. Fette zu verbrennen, sollte der Burnhard FLINT Pelletsmoker ca. 45 Minuten lang bei dieser Temperatur betrieben werden. Anschließend wird der Regler des Controllers auf „Cool down“ gestellt. Nun werden alle bis dato in der Brennkammer befindlichen Pellets in dieser Zeit (ca. 10 Minuten) restlos verbrannt und keine neuen Pellets nachbefördert.

Nun ist der Burnhard FLINT Pelletsmoker einsatzbereit für seinen ersten Job.

Überwachung der Kerntemperatur des Garguts

Die beiden Klinkenbuchsen mit den Aufschriften „Probe 1“ und „Probe 2“ dienen der Aufnahme der zwei mitgelieferten Temperaturfühler. Die jeweilige Temperatur der Fühler wird über das Display durch die Betätigung der Taste „Select Probe“ angezeigt. Die Temperaturfühler werden über einen hitzebeständigen Silikon-Einlass von außen nach innen in den Garraum verlegt.

Im Gegensatz zu den beiden Temperaturfühlern für das Gargut, befindet sich in der Garkammer ein festverbauter Temperaturfühler, welcher dem Controller laufend die Temperatur der Garkammer mitteilt.

Zubereitung eines Pulled Porks

Der am Abend zuvor mit Magic Dust gerubbte ca. 2,5 kg schwere Schweinenacken wurde auf den unteren Grillrost platziert und mit einem Temperaturfühler versehen.

Da das Kabel des Temperaturfühlers von außen durch die Silikonöffnung in die Garkammer geführt wird, sind Beschädigungen oder Quetschungen des Kabels ausgeschlossen.

Da wir die erste Grill-Session u. a. dazu nutzen möchten den tatsächlichen Pellet-Verbrauch zu ermitteln, füllten wir die Pelletkammer bis zum oberen Rand auf und betrieben unseren FLINT bei 121°C.

Nach exakt 13 Stunden zeigte das Display eine Kerntemperatur von 92°C an.

Wir packten das Pulled Pork in Alufolie ein und lagerten es weitere ca. 5 Stunden in der mit heißen Wasserflaschen bestückten Kühlbox KX50 von Petromax.

Später erfreuten wir uns an dem super saftigen Pulled Pork mit einer traumhaft knusprigen und rauchigen Kruste.

Ermittlung des Pellet-Verbrauchs

Während der 13-stündigen Garzeit lief der Burnhard FLINT Pelletsmoker so stabil wie ein Schweizer Uhrwerk. Die Pellets in der Pelletkammer waren anstandslos nachgerutscht.

Zur Ermittlung des exakten Pellet-Verbrauchs füllten wir die Pelletkammer wieder auf und wogen die hinzugefügte Pelletmenge auf das Gramm genau.

Das Ergebnis: Der Burnhard FLINT Pelletsmoker verbrauchte bei einer Außentemperatur von ca. 2°C und einer konstanten Gartemperatur von 121°C ganz genau 6,5 kg Pellets, was einen Verbrauch von exakt 500 g/Std. beschreibt.

Wir gehen sogar ganz stark davon aus, dass sich der Verbrauch bei höheren Außentemperaturen noch positiver im Pellet-Verbrauch bemerkbar macht und dadurch sehr wahrscheinlich eine Laufleistung von über 20 Stunden mit einer Pellet-Füllung möglich ist.

Die Reinigung des Burnhard FLINT Pelletsmokers

Nach der 13-stündigen Zubereitung des Pulled Porks ist der untere Grillrost nur sehr wenig verschmutz. Dieser kann durch Zuhilfenahme einer Grillbürste gereinigt werden. Rauch-Ablagerungen können ggf. mit einem feuchten Tuch vom Grillrost gewischt werden. Auch die darunterliegende, mit Alufolie bespannte Fettablaufplatte ist nur marginal verunreinigt.

Während der FLINT die Pellets unglaublich sauber verbrannte und kaum Asche unter der Fettablaufplatte hinließ, befanden sich auch im Fettauffangtopf kaum erwähnenswerte Rückstände.

Diverse weitere Grill-Sessions mit dem Burnhard FLINT Pelletsmoker

Auch in diversen anderen Grill-Sessions entpuppte sich der Burnhard FLINT Pelletsmoker als 1A zuverlässig: Pellets rein, einschalten, Füße hochlegen, Essen genießen.

…wie z. B. dieses traumhafte US Brisket, welches 9 Stunden lang bei 121°C gesmoked wurde.

Das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen und schmeckte unglaublich gut!

Bei dem Brisket sammelte sich im Gegensatz zum Pulled Pork deutlich mehr Fett im Fettauffangtopf.

Zahlen, Daten und Fakten (Herstellerangaben)

Highlights
Elektronische Temperatursteuerung mit verschiedenen wählbaren Temperaturstufen
Garraumfühler und 2 Temperaturfühler
Temperaturbereich: 60°C – 230°C
Stromverbrauch Aufheizphase: 300 Watt – innerhalb der ersten 10 Min.
Stromverbrauch nach Aufheizphase: ca. 40–50 Watt
Praktische Frontablage mit entnehmbarem Akazienholz-Servierbrett
Kapazität Pelletkammer: 9 kg
Großer Unterschrank mit Ablagefach
Robuste Vollgummirollen mit Bremse

Lieferumfang
Pelletsmoker
klappbare Frontablage mit Akazienholz-Schneidebrett
3 massive Edelstahlroste (1x 66 x 49 cm 2x 66 x 18 cm)
Fettauffangeimer
UV-beständige Premium Abdeckhaube

Details
Farbe: anthrazit/schwarz
Modell: 2020
Maße (cm): 117 x 55 x 110
Serie: FLINT
Produkttyp: Pelletsmoker
Material: emaillierter Stahl
Befeuerung: Pellet
Artikelnummer: 943889

Preis
899 EUR

Fazit

Der Burnhard FLINT Pelletsmoker wird sicher und sehr gut verpackt versandkostenfrei per Spedition auf einer Einwegpalette nach Hause geliefert. Der Aufbau gestaltete sich dank der reich bebilderten und gut beschriebenen Aufbau- und Bedienungsanleitung als sehr einfach. Das notwendige Werkzeug zum ca. 60 – 90 minütigen Aufbau des Pelletsmokers ist im Lieferumfang enthalten.

Die Kombination aus der schwarz-anthrazit-farbenen Lackierung, den Edelstahl-Griffen (Aluminium-Aufnahmen) und der Holzablage gefällt uns optisch sehr gut. Die schön anzusehenden 4 lenk- und feststellbaren Vollgummirollen machen einen sehr wertigen Eindruck. – Sie sorgen dafür, dass der Burnhard FLINT Pelletsmoker sehr wendig ist und sich dadurch sehr bequem rangieren lässt. Durch den kleinen Umfang der Rollen gelingt das auf ebenen Grund sehr gut, auf Rasen hingegen nicht.

Eher unüblich bei Pelletsmokern ist der geschlossene Unterschrank, der sich in der Praxis jedoch als sehr nützlich zeigte und diverse Grilltools sauber und ordentlich verstauen ließ.

Durch die abklappbare Frontablage lässt sich der Pelletsmoker platzsparend lagern. Die im Lieferumfang enthaltene Premium Abdeckhaube schützt den Burnhard FLINT Pelletsmoker vor Schmutz wie z. B. Pollenflug, Nässe und Kratzer.

Die 3 Grillroste sind auf 2 Ebenen angeordnet und wurden aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Durch den unteren Hauptrost mit der Maße von 66 cm x 49 cm und den beiden oberen Grillrosten mit dem Gesamtmaß von 66 cm x 36 cm, ergibt sich eine Grillfläche von nahezu 5.610 cm². Zum Größenvergleich: Ein Kugelgrill mit einem Durchmesser von 57 cm besitzt eine Grillfläche von ca. 2.550 cm², auf der lediglich ca. 2/3-tel indirekt genutzt werden kann. Somit bietet der Burnhard FLINT Pelletsmoker mehr als 3 Mal soviel indirekte Grillfläche wie ein Kugelgrill mit 57 cm Durchmesser.

Wie die Burnhard Gasgrills, besitzt auch der FLINT Pelletsmoker das ein oder andere besondere Extra, wie z. B. einen Flaschenöffner, Haken zum Aufwickeln des Stromkabels oder ein aus der Frontablage herausnehmbares Brett aus geleimten Akazienholz.

Die Pelletkammer ist mit einem Fassungsvermögen von mindestens 9 kg Pellets für sehr lange Grill-Sessions von bis zu 20 Stunden bei 121°C gewappnet.

Der Pelletverbrauch von ca. 500 g/Std. bei einer Grilltemperatur von 121°C ist vollkommen angemessen und zeitgemäß. Weniger zeitgemäß ist der verbaute Controller, der weder eine automatische Absenkung der Grilltemperatur beim Erreichen einer vordefinierten Kerntemperatur beinhaltet, noch eine Einbindung via Cloud, WLAN oder Bluetooth. Seine eigentliche Aufgabe verrichtet der Controller jedoch meisterlich und hält die vom Benutzer vorgegebenen Temperatur unabhängig von äußeren Temperaturschwankungen mit Bravour. Technik-Freaks, die immer das Neueste vom Neuesten haben möchten, kommen mit dem im Burnhard FLINT Pelletsmoker eingesetzten Controller leider nicht auf ihre Kosten. Doch sind wir mal ehrlich. – Durch technische Spielereien wird das Grillergebnis definitiv kein besseres werden!

Apropos Grillergebnis: Die von uns zubereiteten Grillgerichte wurden auf dem Burnhard FLINT Pelletgrill allesamt zu einem Erfolg. Super saftiges Pulled Pork, Brisket, Spare Ribs, Short Ribs u.v.m. Selbst einen Kuchen hatten wir in unserem FLINT zubereitet. Pelletsmoker haben nämlich die Eigenschaft, dass ab einer Temperatur von ca. 145°C die Pellets nicht mehr rauchen, sondern durch ihre saubere Verbrennung nur noch Hitze abgeben. – Ideal zum Kuchen backen bei 190°C, ohne das der Kuchen anschließend rauchig schmeckt!

Burnhard hat mit seinem ersten Pelletsmoker auf ein sehr sicheres Pferd mit langjährig erprobter Technik gesetzt, die in den letzten Jahren bereits bei vielen anderen führenden Pelletsmoker-Herstellern erfolgreich Anwendung fanden und den FLINT mit sehr sinnvollen Extras aufgewertet. Wir finden das einen sehr klugen Schachzug!

Zusammengefasst gegeistert der grundsolide Burnhard FLINT Pelletsmoker durch seine sehr zuverlässige Technik ohne viel Schnickschnack, sein sehr gelungenes optisches Erscheinungsbild, seinen vielen Extras inklusive der Premium Abdeckhaube und seinem guten Preis-/Leistungsverhältnis. – Beide Daumen hoch für den Burnhard FLINT Pelletsmoker!

Live-Videos des Aufbaus und der ersten beiden Grill-Sessions können in diesem Instagram-Highlight angeschaut werden…

Black Angus Brisket Burger

Wenn es um das Grillen von großen Fleischstücken geht, ist das Brisket unser absoluter Favorit. Das Fleisch bedarf keiner großartigen Würzung oder Vorbereitungszeit. – Lediglich die Garzeit zieht sich meist über einen Zeitraum von 9 – 11 Stunden hin. Diese relativ lange Wartezeit zelebrieren wir entweder damit, in dem wir während der Garzeit Gartenarbeiten verrichten und den herumschwirrenden Duft des Briskets genießen oder die Garzeit auf die Nachtzeit legen.

Im Gegensatz zu vielen vorherigen Brisket-Rezepten auf unserem Blog, bereiten wir dieses Mal einen tollen Premium-Burger zu. Zum Einsatz kommt das Jack’s Creek Black Angus Brisket Point End von Albers. Alternativ zu diesem einfachen Rezept, können wir euch auch diesen relativ ausführlichen Artikel ans Herz legen, in dem wir die Zubereitung eines Briskets sehr ausführlich beschreiben.

Zutaten
Jack’s Creek Black Angus Brisket Point End (von Albers)
Ankerkraut Dalmatiner Rub
Buns (zum Rezept…)
Coleslaw (zum Rezept…)
Lollo Rosso Salat
in Scheiben geschnittene große Fleischtomaten
Lieblings-BBQ-Sauce (optional)

Während der Grill, in unserem Fall der Keramikgrill Monolith Classic auf ca. 115°C indirekte Hitze einregelt, wird das unparierte Brisket großzügig mit Ankerkraut Dalmatiner Rub eingerieben.

Das Einregeln der Temperatur ist mit dem Keramikgrill Monolith Classic jedes Mal spielend einfach. – Grillkohle in den Kohlekorb füllen, mit dem Monolighter entzünden und die untere Belüftung und obere Entlüftung vollständig öffnen. Sobald die Soll-Temperatur erreicht wird, die Be- und Entlüftung bis auf einen kleinen Spalt schließen.

Damit das Brisket nicht allzu nahe am heißen Deflektorstein liegt, sollte es am besten auf die Rosterhöhung gelegt werden.

Bei einem Brisket stellen wir uns immer auf eine Garzeit von ca. 9 – 11 Stunden ein. Wir messen auch nicht unbedingt die Kerntemperatur, sondern drücken das Brisket mit unseren Fingern leicht ein. – Gibt das Fleisch deutlich nach (bei ca. 90 – 92°C Kerntemperatur), ist das Brisket fertig.

Während der ersten 3 – 4 Stunden der Garphase, werden der Holzkohle über die Räucherschiene immer wieder Smoke Pellets hinzugefügt.

Nach ca. 10 Stunden hat sich das Brisket gold-braun gefärbt.

Zur Zubereitung des Black Angus Brisket Burgers sollten die benötigten Zutaten, wie z. B. Buns, Tomatenscheiben, Coleslaw und Lollo Rosso Salat zurecht gelegt werden.

Nach einer Ruhephase von ca. 15 Minuten steht dem Anschnitt nichts mehr entgegen.

Das Black Angus Brisket in ca. 5 mm breite Streifen schneiden.

Der Black Angus Brisket Burger wird wie folgt belegt (von unten nach oben):

– Boden vom Bun
– Blatt Lollo Rosso Salat
– Scheibe einer Tomate
– Scheibe vom Black Angus Brisket
– Lieblings-BBQ-Sauce (optional)
– Coleslaw
– Deckel vom Bun

Viel Spaß beim Nachgrillen und einen guten Appetit!

Albers Jack’s Creek F1 Wagyu Brisket mit Coleslaw, Baguette u. Saucenauswahl

Auf geht´s in die 3. Runde der Albers Challenge 2018. Nach den beiden sagenhaften Porterhouse- und Rib Eye Steaks bietet uns Albers dieses Mal ein 5,5 kg schweres Jack’s Creek F1 Wagyu Brisket.

Unser Rezept ist 5-geteilt. – Die Basis bildet selbstverständlich das Wagyu Brisket. Ohne dem geht es nicht! Empfehlen können wir dazu den Louisiana-Coleslaw, welcher sich durch die Kombination von Weiß- und Rotkohl hervorhebt und nicht so säurehaltig ist wie andere Coleslaws. Wem dazu noch eine Sauce fehlt, wählt zwischen unserer fruchtigen Knoblauch-Sauce und unserer Gourmet BBQ Sauce. Am Besten macht ihr es wie wir, ihr genießt beide Saucen! Der 5. Teil unseres „Menüs“ besteht aus der Beilage. Anstelle einer typischen Brisket-Beilage wie z. B. Baked beans, Cornbread oder Salat, entscheiden wir uns für die schnelle Zubereitungsmethode eines sehr weichen Baguettes.

Detaillierte Informationen zur Herkunft des Fleisches können hier nachgelesen werden

Wie immer der Hinweis: Auch dieser Beitrag ist Teil der „Albers Challenge 2018“, in der sechs Food-Blogger bis zum Ende des Jahres monatlich ihre Rezeptbeiträge posten werden. Jeden Monat gibt es etwas zu gewinnen: Dieses Mal ist es das 5,5 kg schwere Albers Jack’s Creek F1 Wagyu Brisket im Wert von über 217,– EUR!!! Alles was ihr tun müsst um dieses hochwertige Brisket zu gewinnen, ist bei der Abstimmung für das tollste Rezept mitzumachen. Der Link und alle weiteren Infos folgen wie immer bald an dieser Stelle. Noch besser: Wenn ihr euch beim Albers Newsletter anmeldet, werdet ihr regelmäßig mit Infos, Angebote und Rezepte versorgt. Zur Anmeldung…

Zubereitung des Jack’s Creek F1 Wagyu Point End Brisket

Zutaten für das Brisket

5,5 kg Jack’s Creek F1 Wagyu Point End Brisket
6 EL Bunter Pfeffer (frisch gemahlen o. gemörsert)
6 EL Meersalz

Das aus dem Flat und dem Point bestehende sogenannte Full Packer Brisket ist durch eine Fettschicht voneinander getrennt und umhüllt. Das Flat (rechts im oberen Bild) ist das magere und flachere Stück vom Brisket. Aus diesem werden nach dem Garen dünne Scheiben geschnitten und serviert. Im Gegensatz dazu sitzt das sehr viel dickere Point mit seinem schrägen Faserverlauf auf dem Flat. Aus ihm werden bei BBQ-Competitions meist größere Würfel geschnitten, ggf. mehrmals mit BBQ-Sauce bestrichen und der Competition-Box beigelegt, den sogenannten Burnt Ends.

In der Regel wird das gesamte Brisket größtenteils von seiner Fettschicht befreit. Wir schneiden nur das gröbste Fett herunter und nutzen die Fettschicht zum natürlichen Schutz gegen die direkte Hitzeabstrahlung. Das Fett wird im Verlauf der Garzeit größtenteils schmelzen, sodass nahezu das reine Fleisch mit seiner köstlichen Kruste über bleibt.

Da wir nichts als den reinen Geschmack des Jack’s Creek F1 Wagyus genießen möchten, würzen wir das Brisket auch nur mit frisch gemahlenem bzw. gestoßenem bunten Pfeffer und Meersalz.

Die aus 50 Prozent Pfeffer und 50 Prozent Meersalz bestehende Mischung wird klassischerweise auch Texas Rub genannt. Der Rub haftet selbstständig sehr gut auf dem frischen Fleisch. Es bleibt idealerweise immer nur soviel Rub auf dem Fleisch haften, wie auch tatsächlich benötigt wird.

Das Brisket wird nun bei ca. 110°C indirekter Hitze in den Keramikgrill, (Pellet-)Smoker oder Grill gelegt. In unserem Fall stellen wir eine Temperatur von 107°C an dem Pellet-Smoker Traeger Pro Series 22 ein und legen das Brisket auf.

Nach kurzer Zeit fangen die Pellets an zu rauchen und geben ihr Raucharoma an das Brisket ab. Wir stellen uns bei einem Brisket dieser Größe immer auf eine Garzeit von ca. 11 Stunden ein.

Nach ca. 9 Stunden riskieren wir den ersten Blick und prüfen das Voranschreiten des Garvorgangs durch gefühlvollen Druck auf das Fleisch. Das Fleisch sollte bereits bei leichtem Druck deutlich nachgeben. – Wie erwartet, war dieser Zustand bei unserem Brisket erst exakt nach 11 Stunden, um 8.00 Uhr morgens erreicht. Das Fleisch besaß zu diesem Zeitpunkt eine Kerntemperatur von 95°C im Point und Flat.

Da unsere Gäste zum Mittagessen erst um 12.30 Uhr geladen waren, wickelten wir das Brisket in Alufolie ein und legten es anschließend in die mit dem Brisket gelieferte Kühlbox, welche wir mit warmen PET-Flaschen auslegten. So verpackt, kann ein Brisket locker bis zu 8 Stunden und mehr warm gehalten werden und wird von Stunde zu Stunde immer zarter.

Kurz vor dem Servieren wird das Brisket mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben geschnitten und serviert. Hier ein Video vom Anschnitt…

Bevor wir das Jack’s Creek F1 Wagyu Brisket genießen können, müssen zunächst die anderen Komponenten zubereitet werden.

Zubereitung des Louisiana-Coleslaw

Zutaten für den Louisiana-Coleslaw

1 kg in dünne Streifen geschnittenen Rotkohl
1 kg in dünne Streifen geschnittenen Weißkohl
1 rote fein gewürfelte Zwiebel
1 kleine fein geraspelter Karotte
2 EL frisch gehackte Petersilie
10 EL Mayonnaise
10 EL Apfel-Essig
3 EL grober Senf
2 TL Senfpulver
3 EL Honig
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Jeweils 1 kg in dünne Streifen geschnittenen Rotkohl und Weißkohl mit der roten fein gewürfelten Zwiebel und der fein geraspelten Karotte vermengen.

In einer weiteren Schüssel die Mayonnaise, den Apfel-Essig, den groben Senf, das Senfpulver und den Honig verrühren und anschließend mit den festen Zutaten gleichmäßig vermengen. Anschließend mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer und frisch gehackter Petersilie würzen und für mindestens 4 Stunden (besser über Nacht) im Kühlschrank ziehen lassen.

Zubereitung der fruchtigen Knoblauch-Sauce

Zutaten für die fruchtigen Knoblauch-Sauce

90 ml Olivenöl
5 fein geschnittene Knoblauchzehen
0,5 fein gewürfelte Zwiebel
1 EL Worcestersauce
1 fein geschnittene Chili
0,5 TL Chiliflocken
1 TL Limettenpfeffer
1 TL Salzflocken
1 TL Kreuzkümmel (gemörsert)
Saft von einer Orange
Saft von einer halben Zitrone
Saft von zwei Limetten
1 EL Honig

Alle o. a. Zutaten in einem Shaker schütteln und anschließend bis zum Servieren im Kühlschrank ziehen lassen. Kalt servieren!

Zubereitung der Gourmet BBQ Sauce

Zutaten für die Gourmet BBQ Sauce

100 ml Apfel-Essig
100 ml Cola
4 EL brauner Zucker
2 EL Melasse
1 TL Tabasco
50 ml Apfelsaft
3 EL Sojasauce
50 ml Worcestersauce
500 ml Ketchup
100 ml Honig
3 EL Balsamico-Creme
1 TL Fenchelsamen
1 TL Knoblauchgranulat
1 TL Zwiebelgranulat
1 TL Senfpulver
1 Prise Zimt
1 TL Chiliflocken
2 TL Paprika edelsüß
1 TL Basilikum
1 TL Thymian

Alle o. a. Zutaten in einem Kochtopf füllen, stark erhitzen und so lange auf Temperatur halten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Heiß servieren!

Zubereitung des super-schnellen weichen Baguettes

Zutaten für das super-schnelle weiche Baguette

500 g Mehl
2 Würfel Hefe
300 g Wasser
30 g Olivenöl
1 TL Salz
1 Prise Zucker

Für diejenigen, die anstelle der typischen Brisket-Beilagen wie z. B. Baked beans, Cornbread oder Salat ein super-schnell zuzubereitendes Baguette backen möchten, haben wir folgendes Rezept:

Alle o. a. Zutaten für das Baguette gleichmäßig verkneten, in 3 gleich große Stücke teilen, zu Baguettes formen, auf einen kalten Pizzastein legen und bei ca. 200°C für ca. 40 – 45 Minuten unter indirekter Hitze im Grill garen. Nicht wundern: Der Teig muss im Vorfeld nicht gehen. Durch den hohen Anteil der Hefe geschieht das während des Backvorgangs.

Servieren des Albers Jack’s Creek F1 Wagyu Briskets mit Coleslaw, Baguette u. Saucenauswahl

Unsere Interpretation eines perfekten Brisket-Menüs:

– Zartes super-saftiges Brisket vom Albers Jack’s Creek F1 Wagyu
– Louisiana-Coleslaw
– fruchtige Knoblauch-Sauce
– Gourmet BBQ Sauce
– Weiches Baguette

Wir haben bereits viele Briskets zubereitet und gekostet aber das Albers Jack’s Creek F1 Wagyu Brisket gehört definitiv zu dem allerbesten! Einfach sagenhaft, wie sehr saftig, zart und geschmackvoll es geworden ist!

Viel Spaß beim Nachsmoken und einen guten Appetit!

Buchvorstellung: Smokey Goodness – Das ultimative BBQ-Buch

Das Buch „Smokey Goodness – Das ultimative BBQ-Buch“ von Jord Althuizen ist am 31.08.2017 im Heel Verlag erschienen. Ich habe mir das Buch für euch schon einmal angesehen.

Erster Eindruck

Das gebundene Buch mit 224 Seiten kommt mit viel Schwarz daher: Ein dunkel gehaltener Einband, ganzseitige Fotos mit meist dunklem Hintergrund und sehr großen Lettern. Die Fotos sind sehr detailreich und zeigen meist Fleisch, Fleisch und vor allem Fleisch… aber auch viele Fotos von dem amerikanischen Way of BBQ. Unglaublich, aber ich habe beim Durchblättern quasi schon fast den Rauch gerochen! Ein unwahrscheinlich cooler Style!

Die Botschaft

Hier geht es um BBQ – amerikanisches BBQ! Jord Althuizen ist BBQ-Weltmeister und nimmt uns mit auf seine Reise, wie er amerikanisches BBQ kennen- und vor allem liebenlernte. BBQ ist viel mehr als nur eine Sammlung von Rezepten wie z. B. Pulled Pork, Brisket & Co. – BBQ ist ein eigener Lifestyle!

Aufbau des Buches

Das Buch gliedert sich in zwei Bereiche. Im ersten Teil wird BBQ-Grundwissen vermittelt. Es gibt in Amerika nicht das eine ultimative BBQ, sondern je nach Region unterschiedliche Geschmacksausrichtungen. BBQ-Begriffe wie Brisket, wichtige Ausrüstungsgegenstände und Techniken werden gezeigt und erklärt. Im zweiten Teil gibt es um gefühlt unzählige BBQ-Rezepte. Die Gliederung beschränkt sich hier nicht nur auf die klassischen Rubriken wie Rind, Schwein und Hähnchen. Es werden immer wieder Kapitel eingeschoben, in denen dem Leser der gesamte BBQ-Kosmos gezeigt wird: z.B. erklärt das Kapitel Pitmaster, dass dieser weit mehr als nur ein Chefkoch ist.

Inhalt des Buches

Das Buch startet mit einem Vorwort vom Niederländer Jord Althuizen: Eher zufällig lernte er bei einem Besuch in Amerika echtes amerikanisches Barbecue kennen und ist seitdem fasziniert vom Essen und dem Lifestyle.

Auf den ersten 53 Seiten werden die wichtigsten Grundlagen zum BBQ erklärt. BBQ-Begriffe auf Seite 13-14 werden sehr verständlich erklärt. Ausrüstung, Technik und Brennmaterial werden anschaulich beschrieben. Viele schöne Grundrezepte für Rubs, Saucen und Salsas folgen, damit die Gerichte den typischen BBQ-Geschmack bekommen.

Mit diesen Rezepten hat man schon mal eine tolle Grundausstattung für die ersten Gehversuche. Anfangs war bei bigBBQ.de Apfelessig, Worcestershiresauce und Melasse auch nicht Standard in der Küche. Aber genau mit solchen Zutaten gibt es schließlich den typischen Geschmack!

Ab Seite 36 geht es dann um die passenden Getränke zum BBQ: Bier, Wein und Whiskey. Sehr schön finde ich es, dass Jord Althuizen die originalen Getränke genommen hat und nicht europäische „Ersatzgetränke“.

Weiter geht es ab Seite 46 mit dem Vorstellen der unterschiedlichen BBQ-Regionen, die geschmacklich weit auseinander liegen können.

Ab Seite 54 beginnt der zweite Teil mit vielen Rezepten. Den Anfang machen BBQ-Sandwiches, Bites und Snacks. Als Einführung in das Thema wird erst einmal erklärt, dass BBQ nicht ein Synonym für Abendessen ist, sondern auch Frühstück und Mittagessen auf dem Grill zubereitet werden können. Ein Wahnsinns-Bild von einem Pork-Pork-Pork-Burger: Schweinenacken, Pulled Pork und Bauchspeck werden hier gestapelt und mit Chilli-Marmelade und Coleslaw verfeinert!

Aber auch Fisch und Hähnchen landen hier in einem Bun.

Wer z. B. Moink-Balls liebt, der findet auf Seite 74 noch weitere tolle Begleiter fürs BBQ: Hähnchen-Honig-Pops und Atomic-Buffalo-Turds sind sehr coole Fingerfoods.

Weiter geht es ab Seite 80 mit dem Kapitel Competition Q: Hier wird der Wettkampf im BBQ erklärt und die Disziplinen Chicken, Ribs, Pork und Brisket jeweils mit einem Grundrezept vorgestellt. Jedes Team hat natürlich sein eigenes „Geheimrezept“, aber hier sind 4 gute Grundlagen, welche man nach seinem eigenen Geschmack weiterentwickeln kann.

Ab Seite 96 widmet sich Jord Althuizen ganz dem Rindfleisch: Ob puristisch mit Salz, Pfeffer und Rauch, wie bei den Texas Beef Ribs auf Seite 100 oder als Picanha mit Chimichurri auf Seite 115 – im Kapitel Beef finden sich unwahrscheinlich viele unterschiedliche Rezepte!

Ab der Seite 120 wird der Pitmaster vorgestellt, der wie eingehend erwähnt, weit mehr ist als nur ein Küchenchef.

Schwein ist das nächste Kapitel ab den Seiten 128. Hier finden sich die Klassiker Pulled Pork und Spareribs, aber auch Haxen und Nacken. Interessant sind hier vor allem die Tipps für die Zubereitung und die unterschiedlichen Marinaden.

In Chicken & Co. werden Hähnchen, Truthahn und Ente vergrillt. Vor allem der Turducken auf Seite 156 ist ein super Rezept, welches wir schon sehr lange auf unserer nicht enden wollenden todo-Liste stehen haben.

Fisch steht bei vielen Grillern nicht unbedingt auf der Menükarte. Jedoch ist Fisch weder schwierig in der Zubereitung, noch langweilig im Geschmack. Mit z. B. gegrillten Sardinen oder Lachs auf Planke gibt es Abwechslung bei den Fisch-Speisen. Auf jeden Fall werden wir die Riesengarnelen auf Seite 183 demnächst testen. – Garnelen mit Bacon umwickelt!

Das nächste Kapitel wendet sich an „echte Kerle“: Ein ganzes Schwein oder Lamm werden hier gegrillt! Eindrucksvoll, wie das Schwein auf dem Grill liegt – zu sehen auf Seite 196!

Den Abschluss bildet ab Seite 208 das süße Ende. Hier geht es um gegrillte Annanas, Donuts, aber auch um einen süß-salzige Schokotraum auf Seite 212. – Hört sich mega spannend an!

Auf den Seiten 222-223 gibt es abschließend ein Rezeptregister.

Smokey Goodness – Das ultimative BBQ-Buch

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: HEEL Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 31. August 2017
ISBN-10: 3958435769
ISBN-13: 978-3958435766
Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 3,2 x 28,7 cm
Preis 29,95 €

Fazit

Ein wunderschönes Buch nicht nur zum einfachen Nachgrillen, sondern auch zum Blättern, Abschalten, Träumen und Genießen: Viele große Fotos vermitteln das amerikanische Gefühl vom BBQ. Die Rezepte sind unglaublich authentisch und machen extreme Laune auf den Nachbau. Im Buch Smokey Goodness geht es um Fleisch in allen Variationen! Gemüse und Salate sind nur einfache Statisten, welche in diesem Buch jedoch keinerweise in großem Umfang vermisst werden. Nach dem Studieren des Buches würden wir am liebsten umgehend das nächste BBQ-Event planen! Das ultimative BBQ-Buch bekommt unsere absolute Empfehlung nicht nur für all diejenigen, die authentisches BBQ kennenlernen möchten, sondern auch für alle erfahrenen Pitmaster, die stets ambitioniert sind, ihr Wissen auszubauen.

Hier könnt ihr das Buch versandkostenfrei bei Amazon bestellen.