Buchvorstellung: Smokey Goodness – Das ultimative BBQ-Buch

Das Buch „Smokey Goodness – Das ultimative BBQ-Buch“ von Jord Althuizen ist am 31.08.2017 im Heel Verlag erschienen. Ich habe mir das Buch für euch schon einmal angesehen.

Erster Eindruck

Das gebundene Buch mit 224 Seiten kommt mit viel Schwarz daher: Ein dunkel gehaltener Einband, ganzseitige Fotos mit meist dunklem Hintergrund und sehr großen Lettern. Die Fotos sind sehr detailreich und zeigen meist Fleisch, Fleisch und vor allem Fleisch… aber auch viele Fotos von dem amerikanischen Way of BBQ. Unglaublich, aber ich habe beim Durchblättern quasi schon fast den Rauch gerochen! Ein unwahrscheinlich cooler Style!

Die Botschaft

Hier geht es um BBQ – amerikanisches BBQ! Jord Althuizen ist BBQ-Weltmeister und nimmt uns mit auf seine Reise, wie er amerikanisches BBQ kennen- und vor allem liebenlernte. BBQ ist viel mehr als nur eine Sammlung von Rezepten wie z. B. Pulled Pork, Brisket & Co. – BBQ ist ein eigener Lifestyle!

Aufbau des Buches

Das Buch gliedert sich in zwei Bereiche. Im ersten Teil wird BBQ-Grundwissen vermittelt. Es gibt in Amerika nicht das eine ultimative BBQ, sondern je nach Region unterschiedliche Geschmacksausrichtungen. BBQ-Begriffe wie Brisket, wichtige Ausrüstungsgegenstände und Techniken werden gezeigt und erklärt. Im zweiten Teil gibt es um gefühlt unzählige BBQ-Rezepte. Die Gliederung beschränkt sich hier nicht nur auf die klassischen Rubriken wie Rind, Schwein und Hähnchen. Es werden immer wieder Kapitel eingeschoben, in denen dem Leser der gesamte BBQ-Kosmos gezeigt wird: z.B. erklärt das Kapitel Pitmaster, dass dieser weit mehr als nur ein Chefkoch ist.

Inhalt des Buches

Das Buch startet mit einem Vorwort vom Niederländer Jord Althuizen: Eher zufällig lernte er bei einem Besuch in Amerika echtes amerikanisches Barbecue kennen und ist seitdem fasziniert vom Essen und dem Lifestyle.

Auf den ersten 53 Seiten werden die wichtigsten Grundlagen zum BBQ erklärt. BBQ-Begriffe auf Seite 13-14 werden sehr verständlich erklärt. Ausrüstung, Technik und Brennmaterial werden anschaulich beschrieben. Viele schöne Grundrezepte für Rubs, Saucen und Salsas folgen, damit die Gerichte den typischen BBQ-Geschmack bekommen.

Mit diesen Rezepten hat man schon mal eine tolle Grundausstattung für die ersten Gehversuche. Anfangs war bei bigBBQ.de Apfelessig, Worcestershiresauce und Melasse auch nicht Standard in der Küche. Aber genau mit solchen Zutaten gibt es schließlich den typischen Geschmack!

Ab Seite 36 geht es dann um die passenden Getränke zum BBQ: Bier, Wein und Whiskey. Sehr schön finde ich es, dass Jord Althuizen die originalen Getränke genommen hat und nicht europäische „Ersatzgetränke“.

Weiter geht es ab Seite 46 mit dem Vorstellen der unterschiedlichen BBQ-Regionen, die geschmacklich weit auseinander liegen können.

Ab Seite 54 beginnt der zweite Teil mit vielen Rezepten. Den Anfang machen BBQ-Sandwiches, Bites und Snacks. Als Einführung in das Thema wird erst einmal erklärt, dass BBQ nicht ein Synonym für Abendessen ist, sondern auch Frühstück und Mittagessen auf dem Grill zubereitet werden können. Ein Wahnsinns-Bild von einem Pork-Pork-Pork-Burger: Schweinenacken, Pulled Pork und Bauchspeck werden hier gestapelt und mit Chilli-Marmelade und Coleslaw verfeinert!

Aber auch Fisch und Hähnchen landen hier in einem Bun.

Wer z. B. Moink-Balls liebt, der findet auf Seite 74 noch weitere tolle Begleiter fürs BBQ: Hähnchen-Honig-Pops und Atomic-Buffalo-Turds sind sehr coole Fingerfoods.

Weiter geht es ab Seite 80 mit dem Kapitel Competition Q: Hier wird der Wettkampf im BBQ erklärt und die Disziplinen Chicken, Ribs, Pork und Brisket jeweils mit einem Grundrezept vorgestellt. Jedes Team hat natürlich sein eigenes „Geheimrezept“, aber hier sind 4 gute Grundlagen, welche man nach seinem eigenen Geschmack weiterentwickeln kann.

Ab Seite 96 widmet sich Jord Althuizen ganz dem Rindfleisch: Ob puristisch mit Salz, Pfeffer und Rauch, wie bei den Texas Beef Ribs auf Seite 100 oder als Picanha mit Chimichurri auf Seite 115 – im Kapitel Beef finden sich unwahrscheinlich viele unterschiedliche Rezepte!

Ab der Seite 120 wird der Pitmaster vorgestellt, der wie eingehend erwähnt, weit mehr ist als nur ein Küchenchef.

Schwein ist das nächste Kapitel ab den Seiten 128. Hier finden sich die Klassiker Pulled Pork und Spareribs, aber auch Haxen und Nacken. Interessant sind hier vor allem die Tipps für die Zubereitung und die unterschiedlichen Marinaden.

In Chicken & Co. werden Hähnchen, Truthahn und Ente vergrillt. Vor allem der Turducken auf Seite 156 ist ein super Rezept, welches wir schon sehr lange auf unserer nicht enden wollenden todo-Liste stehen haben.

Fisch steht bei vielen Grillern nicht unbedingt auf der Menükarte. Jedoch ist Fisch weder schwierig in der Zubereitung, noch langweilig im Geschmack. Mit z. B. gegrillten Sardinen oder Lachs auf Planke gibt es Abwechslung bei den Fisch-Speisen. Auf jeden Fall werden wir die Riesengarnelen auf Seite 183 demnächst testen. – Garnelen mit Bacon umwickelt!

Das nächste Kapitel wendet sich an „echte Kerle“: Ein ganzes Schwein oder Lamm werden hier gegrillt! Eindrucksvoll, wie das Schwein auf dem Grill liegt – zu sehen auf Seite 196!

Den Abschluss bildet ab Seite 208 das süße Ende. Hier geht es um gegrillte Annanas, Donuts, aber auch um einen süß-salzige Schokotraum auf Seite 212. – Hört sich mega spannend an!

Auf den Seiten 222-223 gibt es abschließend ein Rezeptregister.

Smokey Goodness – Das ultimative BBQ-Buch

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: HEEL Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 31. August 2017
ISBN-10: 3958435769
ISBN-13: 978-3958435766
Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 3,2 x 28,7 cm
Preis 29,95 €

Fazit

Ein wunderschönes Buch nicht nur zum einfachen Nachgrillen, sondern auch zum Blättern, Abschalten, Träumen und Genießen: Viele große Fotos vermitteln das amerikanische Gefühl vom BBQ. Die Rezepte sind unglaublich authentisch und machen extreme Laune auf den Nachbau. Im Buch Smokey Goodness geht es um Fleisch in allen Variationen! Gemüse und Salate sind nur einfache Statisten, welche in diesem Buch jedoch keinerweise in großem Umfang vermisst werden. Nach dem Studieren des Buches würden wir am liebsten umgehend das nächste BBQ-Event planen! Das ultimative BBQ-Buch bekommt unsere absolute Empfehlung nicht nur für all diejenigen, die authentisches BBQ kennenlernen möchten, sondern auch für alle erfahrenen Pitmaster, die stets ambitioniert sind, ihr Wissen auszubauen.

Hier könnt ihr das Buch versandkostenfrei bei Amazon bestellen.

Der Kugelsmoker – Kugelgrill Erweiterung zum Watersmoker

Für viele alte Hasen im Grill- und BBQ-Bereich ist er seit vielen Jahren bekannt unter dem Namen Smokenator oder unter dem Namen Räuchereinsatz. Die Firma Grillrost.com bietet diese nützliche Grillerweiterung unter dem Namen Kugelsmoker an.

Was genau ist der Kugelsmoker und was macht man damit?

Vereinfacht gesagt, kann man mit dem Kugelsmoker einen normalen 57er Weber Kugelgrill zu einem Watersmoker erweitern und über einen Zeitraum von mindestens 6 Stunden fast sorgenfrei im Low- and Slow-Bereich garen. Dieser Zeitraum ist ausreichend für diverse Speisen wie Spareribs, große Fleischstücke (z. B. Roastbeef am Stück), Bacon Bombs u.v.m.
Selbstverständlich können diese Garzeiten, und sehr viel länger, auch anders, z. B. durch die Mignon-Methode erreicht werden, jedoch ist der Einsatz des Kugelsmokers meines Erachtens sehr viel entspannter. – Kein mühevolles Aufreihen der Briketts wie bei der Mignon-Methode, keine Befürchtung haben, das jemand versehentlich gegen den Grill stößt und die Mignon-Reihe einstürzt, keine Angst haben, dass die Glut von einem zum anderen Brikett nicht übertragen wird usw.

Der Lieferumfang

Der Kugelsmoker besteht aus 2,0 mm starkem Edelstahl und ist L-förmig abgekantet. Der im Mittleren der 3 Ausstanzungen einzusetzende GN-Behälter ist bereits im Lieferumfang enthalten.

Über die beiden äußeren Ausstanzungen wird der Kugelsmoker mit Briketts bestückt, hingegen die mittlere Ausstanzung der Aufnahme des GN-Behälters dient.

Das Besondere am Kugelsmoker ist u. a. seine präzise gefertigte „Nase“ zum Einhängen in einem der vier Grillrosthalter des Grill-Kessels. Übrigens: Wie bei Grillrost.com üblich, werden scharfe Kanten u. ä. vergeblich gesucht.

Der Aufbau

Der Grillrosthalter flutscht quasi in die „Nase“, vereint sich und hält den Kugelsmoker sehr sicher.

Die untere Seite hingegen wird durch eine in den Kohlerost geklemmte herausstehende Lasche gehalten.

Wie man sieht, nimmt die Erweiterung relativ wenig Platz ein und lässt noch genügend Fläche für das Grillgut.

Nachdem der Grillrost aufgelegt wurde ist spätestens erkennbar, dass der Kugelsmoker so sicher und stabil steht, dass er unmöglich aushaken und umkippen kann.

Die Inbetriebnahme

Zum 6-stündigen Garen im Bereich von ca. 120° C werden lediglich 1 kg hochwertige Briketts benötigt. Nachdem der GN-Behälter in die mittlere Öffnung eingelassen wurde, werden die Briketts (bis auf 6) in die beiden dafür vorgesehenen äußeren Öffnungen gelegt.

Anschließend wird der GN-Behälter mit Wasser gefüllt. Das Fassungsvermögen beträgt ca. 600 ml. Selbstverständlich können zur Geschmacksveredelung des Grillguts auch andere Flüssigkeiten wie z. B. Bier oder Wein verwendet werden.

Während das Grillgut vorbereitet wird, werden in einem kleinen Anzündkamin die 6 übergebliebenen Briketts zum Glühen gebracht.

Apropos Grillgut: Für diesen Produkttest bereitete ich 4 Spareribs vor. Zuerst wurde die sogenannte Silberhaut entfernt.

Dann beidseitig großzügig mit bigBBQ-Spice eingerieben. Für die Kindervariante rieb ich zwei Leitern sehr sparsam mit gutem Olivenöl ein und streute anschließend Kräuterbutter Gewürz darüber.

Sobald die Briketts durchgeglüht sind, mit einer Zange jeweils 3 Briketts in die beiden dafür vorgesehenen Öffnungen geben.

Da ich ausschließlich mit rauchfreien Briketts arbeite, kann auch umgehend das Grillgut aufgelegt werden. Sollte das bei euch nicht der Fall sein, müsst ihr noch ca. 10 Minuten warten, bis eure Briketts ausgegast sind.

Bevor nun der Deckel geschlossen wird, werden noch Räucherchips auf die Briketts gelegt. Mittlerweile verwende ich nur noch trockene Räucherchips, da sie einen feineren Rauch abgeben. In Flüssigkeit getränkte Chips hingegen fangen zu intensiv an zu qualmen, was in erster Linie am sich bildenden Wasserdampf liegt.

Nun kann erst einmal der Deckel geschlossen werden. Je nachdem wieviel Rauch ihr an euer Grillgut haben wollt, müsst ihr in gewissen Zeitabständen entsprechend Räucherchips nachlegen.

Zuerst wird die Be- und Entlüftung des Grills vollständig geöffnet. Sobald das Deckelthermometer ca. 115° C anzeigt, die Entlüftung im Deckel bis auf ca. 3 mm schließen und die Belüftung unter dem Grill-Kessel um ca. 2/3-tel schließen bzw. 1/3-tel geöffnet lassen. Nun sollte sich der Grill in Windeseile auf ca. 120° C einpendeln.

Ob ihr die Spareribs nach der 3-2-1-Methode, nach der 5-0-1-Methode oder wie auch immer zubereitet, müsst ihr selbst wissen. – Ein Kilogramm Briketts reichen definitiv für mindestens 6 Stunden Garzeit aus.

Ich entschied mich an diesem Tag die Spareribs eine Stunde lang zu räuchern und insgesamt 4 Stunden lang zu garen, bis ich anfing die Leiterchen mit BBQ-Sauce zu moppen.

Die Kindervariante wurde nur mit reinem Ketchup und etwas Apfelessig gemoppt.

Dieser Vorgang wurde nach ca. 20 Minuten wiederholt.

Anschließend erwarteten uns von innen weiche sowie saftige und von außen knusprige Spareribs. Obwohl in der ersten Stunde nur 3 Mal Räucherchips nachgelegt wurden, kam der Rauchgeschmack sehr deutlich hervor.

Während die Spareribs gegessen und anschließend der Tisch abgeräumt und aufgeräumt wurde, lief der Kugelsmoker weiterhin sehr stabil bei ca. 120° C. Nach genau 6 Stunden schaute ich nach, wieviel Briketts noch übrig geblieben waren.

Sicherlich hätte der Kugelsmoker keine weitere volle Stunde die vorgegebene Temperatur halten können. Jedoch muss man bedenken, dass nur 1 kg Briketts verwendet wurden und durchaus noch ausreichend Platz für weitere Briketts vorhanden war, um den Kugelsmoker eine 7. Stunde laufen zu lassen.

Zusammenfassung

Lieferumfang: Kugelsmoker, GN-Schale
Maße (B x H x T): ca. 490 mm x 120 mm x 153 mm
Gewicht: 1,347 kg
Material: Edelstahl
Material-Stärke: 2,0 mm
Fassungsvermögen GN-Schale: 600 ml
Geeignet für: Weber 57er Kugelgrill, weitere Modelle folgen demnächst
Preis: 57,00 EUR Einführungspreis: 49,00 EUR (!)

Vorzüge:
– leichte Inbetriebnahme
– relativ lange Laufzeit
– stabile Garraum-Temperatur von 120° C
– sparsam im Verbrauch (1 kg/6 Std.)
– keine Reinigung nötig

Nachteile:
– nicht für Longjobs (12 Std. +) wie Pulled Pork geeignet
– nachfüllen von Wasser nach ca. 2,5 Stunden

Fazit

Die seit Jahren bewährte Erweiterung, die jeden 57er Weber Kugelgrill zu einem Watersmoker ausbaut, wurde durch Grillrost.com leicht überarbeitet und bietet nun eine noch sichere Standfestigkeit. Wie bei Grillrost.com üblich, sind alle Teile sehr sauber geschnitten und alle Grade entfernt. Die leichte Inbetriebnahme, ohne die Briketts zuvor mühelos legen und stapeln zu müssen, ist sehr angenehm und verwöhnt den Grill- und BBQ-Fan. Die Temperatur ist schnell eingeregelt und hält sich über 6 Stunden und mehr sehr stabil. Der sparsame Verbrauch von nur einem Kilogramm für 6 Stunden bei 120° C ist vorbildlich. Reinigungsaufwand fällt nicht an, da der Kugelsmoker auf seiner glatten Edelstahl-Oberfläche so gut wie keinen Schmutz aufnimmt. Nach wie vor eine rundum sehr gelungene Erweiterung, die bei der Zubereitung von z. B. Spareribs auf einem Kugelgrill eine sehr große Hilfe darstellt und aus diesem Grund meine uneingeschränkte Kaufempfehlung erfährt.

Buchvorstellung: Let it smoke! – Die Welt der Raucharomen für jeden Grill

Das Buch „Let it smoke!: Die Welt der Raucharomen für jeden Grill“ von Ted Aschenbrandt ist am 12. Mai 2017 im Heel Verlag erschienen.

Schall und Rauch oder Buchempfehlung? Wir haben uns das Buch für euch angesehen!

Erster Eindruck

Das Buch hat einen festen matten Einband, der beim ersten Durchblättern sofort angenehm in der Hand liegt. Beim Blick ins Buch fallen sofort die großen Rezeptfotos auf. Jedes Rezept hat ein Foto! Klar strukturierte Rezepte und tolle Farben sorgen dafür, dass man sich auf Anhieb zurechtfindet! Es finden sich nicht nur Schwein- und Rind-, sondern auch Fisch- und Gemüserezepte in diesem Buch. – Rauch überall!

Die Botschaft

Beim Smoken wird gezielt Rauch eingesetzt, um dem Lebensmittel eine ganz besondere Geschmacksnote zu geben. Cool, wenn man dafür einen echten Smoker besitzt! Aber nicht jeder hat dafür den Platz oder die Mittel. In diesem Buch zeigt euch Ted Aschenbrandt, wie man mit Hilfe von diversen Holzarten und Methoden auf seinem eigenen „normalen“ Grill, ein Raucharoma zaubern kann.

Aufbau des Buches

Das Buch gliedert sich in zwei große Teile: Auf den ersten 53 Seiten startet als erstes die Theorie. Hier werden Holzarten und deren Anwendung ausführlich beschrieben. Für Gas-, Kohle- und Elektrogrill werden Anleitungen gegeben, wie man smokt.

Auf den weiteren gut 200 Seiten gibt es Rezepte aus allen Kategorien. Den Anfang macht ab Seite 54 die Rubrik „Schwein“, gefolgt von „Rind und Lamm“, „Geflügel“ und „Fisch“. Aber auch Gemüse und Früchte können mit einem angenehmen Raucharoma versehen werden. In den Kapiteln „Snacks und Sides“, „Suppen, Gemüse, Salate“ und „Dessert“ gibt es zahlreiche Ideen dafür.

Inhalt des Buches

Wichtig beim Smoken ist selbstverständlich, dass man weiß, wie man den Rauch gezielt einsetzt. So werden erst einmal die Holzarten und deren Raucheigenschaften vorgestellt. Für die unterschiedlichen Grills gibt es verschiedene Ausführungen wie z.B. Pellets, Chips, Woodwraps, Räucherbretter und vieles mehr. Hört sich erst einmal nach ganz schön viel Theorie an. Aber viele Fotos von den unterschiedlichen Produkten/Ausführungen, machen auch einen Einsteiger fit! Auf Seite 29 geht es um die Grundsatzfrage „Wässern oder nicht“, gefolgt von vielen Produkten, die Raucharoma an das Gargut weitergeben können, in Form von Gewürzen, Saucen oder „Liquid Smoke“.

Ab Seite 36 geht es in die Anwendung: Die verschiedenen Vorgehensweisen bei Gas-/Elektrogrill oder Kohlegrill werden ausführlich beschrieben und wieder mit reichlich Fotos versehen. Den Abschluss bildet das Zubehör wie z. B. Smokeboxen oder Pipes.

Mit soviel Hintergrundwissen ausgestattet, geht es ab Seite 54 mit den Rezepten weiter. Den Anfang macht das Kapitel „Schwein“. Alle Varianten vom beliebten Schweinefleisch werden hier erklärt: Pulled Pork, Spareribs, Schweinebauch und auch das Filet. Jedes Rezept hat ein Foto, eine Zutatenliste mit Personenangabe und eine kurze knackige Beschreibung. Die Holzart ist des Weiteren immer mit angegeben, damit man auch den richtigen Rauchgeschmack trifft.

Ab Seite 84 folgen das Kapitel „Rind und Lamm“: Brisket und Picanha mit Whiskeybutter machen Lust, den Grill sofort in Betrieb zu nehmen! Bei der gefüllten Lammkeule wird sogar als Erstes nur der Knoblauch mit Rauch gegart. Später wird er als Füllung für das Lamm genutzt!


Weiter geht es im Buch ab Seite 102 mit Geflügel. Ganze Hähnchen werden hier genauso geräuchert wie die coolen Chicken Bombs – Fingerfood welches verspricht vorzüglich zu schmecken!

Der geräucherte Fisch folgt ab Seite 114. Der Klassiker Räucherlachs wird ebenso vorgestellt wie ganze geräucherte Fische. Sehr schön finde ich, dass das eher selten angewandte Räuchern mit Woodwraps auf Seite 126 ff. so detailliert in einer ausführlichen Bildstrecke gezeigt wird. – Damit gelingt auch einem Einsteiger der Fisch!

Natürlich lassen sich auch die Beilagen und Snacks räuchern. Wie das funktioniert wird ab Seite 132 gezeigt. Geräucherte Nüsse und Käse eignen sich hervorragend auf dem Grillbuffet als Knabberei. Geräucherter Kartoffelstampf hört sich nach einem völlig neuen Geschmackserlebnis an!

Dass sogar Suppen, Gemüse und Salate geräuchert werden können, erfährt man ab Seite 180. Bevor z. B. die Zutaten für die Salate auf klassische Art miteinander vermengt werden, wird der Spargel geräuchert. So entsteht ein Brotsalat mit geräuchertem Spargel. Nach diesem Prinzip wird auch der Kürbis vorab geräuchert, bevor er zur Kürbissuppe werden darf!

Den Abschluss bildet das Kapitel „Dessert“ ab Seite 196. Geräuchertes Pfefferminzeis und geräuchertes Popcorn sind auch für mich Neuland! Hier kommt so einiges mit auf meine To-Grill-Liste!

Zu guter Letzt folgt auf den Seiten 206 und 207 die Danksagungen an verschiedene Firmen für ihre Unterstützung.

Let it smoke! – Die Welt der Raucharomen für jeden Grill

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: HEEL Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 12. Mai 2017
ISBN-10: 3958434207
ISBN-13: 978-3958434202
Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 2,2 x 26,1 cm
Preis 29,95 €

Fazit

Smoken ist ein relativ komplexes Thema! Abhängig vom eigenen Grill und dem Grillgut ergeben sich die unterschiedlichsten Arten zu smoken. Mit Chunks, mit Pellets oder doch im Woodwraps? – Und welches Holz nehme ich denn bitte wofür? Ich finde „Let it smoke!“ ist sowohl für den Einsteiger als auch für den fortgeschrittenen Smoke-Begeisterten ein tolles Buch, um sich im Rauch-Dschungel zurecht zu finden oder neue Inspirationen zu finden. Sehr schön werden im Theorieteil die unterschiedlichen Smoke-Methoden mit vielen Bildern vorgestellt. Der Rezeptteil deckt neben den Klassikern wie geräuchertes Schwein, Rind und Fisch auch noch eher ungewöhnliche Rauchrezepte ab: Pfirsiche wären mir spontan beim Thema Räuchern nicht eingefallen!
Beim Buch Let it smoke! zeigen meine beiden Daumen ganz eindeutig nach oben! Die tollen und leckeren Resultate aus diesem Buch sind es auf jeden Fall wert, dass man sich mit dem Thema Smoken zukünftig noch intensiver beschäftigen sollte!

Hier könnt ihr das Buch versandkostenfrei bei Amazon bestellen.

EM Pulled Pork Wraps für die Halbzeitpause

Getreu nach dem Motto der letzten Woche: „bigBBQs EM Grillgericht für die Halbzeitpause“, geht es auch in dieser Woche gewohnt lecker voran. Dazu habe ich euch wieder ein Rezept zusammengestellt, welches sich im Vorfeld sehr gut vorbereiten lässt und am Abend des Spieltags euren Gästen garantiert munden wird.

Zutaten
3,5 kg Schweinenacken (für ca. 12 Personen)
dein Lieblingsrub

für die Wraps
1 TL Trockenhefe
0,5 TL Zucker
150 ml lauwarmes Wasser
350 g Mehl
0,5 TL Salz

für den Coleslaw
1 mittel-großer Weißkohl
2 kleine Karotten
1 sehr klein gewürfelte halbe Zwiebel
220 ml Mayonnaise
2 EL Weinessig
3 EL Zucker
1/2 – 1 TL Selleriesamen (z. B. aus der Apotheke)
70 ml süße Sahne
Saft einer halben Zitrone
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Meersalz

für die BBQ-Sauce
250 ml Ketchup
30 ml Apfelessig
30 ml Worcester Sauce
24 g brauner Zucker
1 EL Melasse
1 EL Senf
0,5 EL Tabasco
0,5 EL BBQ-Rub nach Wahl
0,25 TL schwarzer Pfeffer
(optional) flüssiges Raucharoma

Pulled Pork

Bevor der Schweinenacken gegart wird, sollte er mit euren Lieblings-Rub (z. B. BBQ-Spice) eingerieben werden und über Nacht einwirken.

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Am darauffolgenden Tag wird der Schweinenacken auf den Grillrost gelegt und bei einer Gartemperatur von ca. 120 °C bis zu einer Kerntemperatur von 94 °C gegart. Das kann gut und gerne einmal 12 – 15 Stunden oder länger dauern, es lässt sich im Vorfeld leider nicht immer so genau vorhersagen.
Wie ihr einen Gasgrill, wie z. B. den Weber Spirit E-330 Premium GBS zum Rauchen bringt, könnt ihr detailliert in diesem Bericht nachlesen. Alternativ findet ihr in meinem Blog viele weitere Pulled Pork Zubereitungsmethoden mit den unterschiedlichsten Grillgeräten, angefangen vom Kugelgrill über den Watersmoker bis hin zu Keramikgrills.

Sobald das Pulled Pork fertig gegart ist, wird es in Alufolie eingeschlagen.

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Damit das Pulled Pork eine sehr lange Zeit warm bleibt, könnt ihr es am Besten in eine, mit heissen Wasserflaschen bestückten Kühl- oder Warmhaltetasche aufbewahren. Mit diesem Trick überbrückte ich sogar schon Zeiten von bis zu 10 Stunden! Ihr müsst lediglich alle paar Stunden mal die Wasserflaschen mit neuem heissen Wasser auffüllen.

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Coleslaw

Damit der Coleslaw (Amerikanischer Krautsalat) ordentlich durchgezogen ist, sollte er ebenfalls schon am Vortag zubereitet werden. Eine ausführliche Anleitung dazu findet ihr in diesem Beitrag.

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BBQ-Sauce

Die richtige BBQ-Sauce zu einem leckeren Pulled Pork ausgewählt zu haben, ist die halbe Miete. Zur Zubereitung müssen einfach die o. a. Zutaten unter ständigen Rühren in einem Topf erhitzt werden. Erst ganz zum Schluß sollte mit scharfer Hotsauce die Endschärfe bestimmt werden. Einzelne Zutaten die euch ggf. in eurer Küche gerade fehlen, können recht einfach durch andere ersetzt werden. Die unverzichtbaren Hauptzutaten sind der Ketchup, Apfelessig, Senf, Worcester Sauce und die Hotsauce.

Wraps zubereiten

Die Hefe mit dem Zucker und etwas lauwarmen Wasser sorgfältig verrühren. Die Flüssigkeit zum Mehl und dem Salz in eine Schüssel füllen und so lange kneten, bis ein geschmeidiger und elastischer Teig entsteht. Den Teig in eine Schüssel geben, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort aufstellen. Nach einiger Zeit sollte sich der Teig verdoppelt haben. Nun können einzelne Teiglinge abgestochen werden.

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Mit einem Nudelholz den Teig sehr dünn ausrollen und anschließend auf dem Pizzastein eures auf maximale Hitze vorgeheizten Grills legen und den Deckel schließen.

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Nach gerade einmal einer Minute beginnt der Teig Blasen zu schlagen, dann sofort den Teig wenden und eine weitere Minute weiter backen.

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Damit der Wrap weich bleibt und sich später schön rollen lässt, sollte er umgehend unter ein Küchentuch gelegt werden.

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So geht es nun Schlag auf Schlag, einer nach dem anderen. Am Besten erledigt man diese Aufgabe zu Zweit – einer rollt den Teig aus, der andere überwacht den Grill.

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Die fertigen Wraps können problemlos über einen sehr langen Zeitraum gelagert und ggf. kurz auf dem Grillrost wieder aufgewärmt werden.

Wraps füllen

Kurz bevor die Wraps gefüllt werden sollen, muss das Pulled Pork aus der Warmhaltebox genommen und gepulled werden.

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Auf dem folgenden Bild ist recht gut zu erkennen, wie sehr saftig dieses Pulled Pork geworden ist. Es garte 15 Stunden auf dem Grill und wurde 6 Stunden lang mit heißen Wasserflaschen warm gehalten.

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Nun geht es ran an den Speck. Zuerst wird der Wrap mit Pulled Pork belegt.

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Dann folgt eine Schicht Coleslaw.

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Schlussendlich kommt die (am Besten) selbstgemachte BBQ-Sauce zum Einsatz. Selbstverständlich kann der Wrap zusätzlich noch mit z. B. Jalapenos oder Käse belegt werden.

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Weil es so schön anzusehen ist, hier noch einmal etwas näher betrachtet.

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Nun muss der Wrap nur noch zusammengerollt werden und schon ist er fertig – Der EM Pulled Pork Wrap für die Halbzeitpause.

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Ihr wollt anstelle von Wraps lieber super weiche Burger Buns zum Pulled Pork? Kein Problem – dann lest euch doch einfach mal dieses Rezept durch.

Guten Appetit und bis zur nächsten Woche zum Halbzeitpausen-Grilltipp von bigBBQ.de!

Räuchern mit dem Weber Spirit E-330 Premium GBS

Schon vor einiger Zeit hatte ich euch präsentiert, wie man durch Zuhilfenahme des Axtschlag Smoker Cups einen Gasgrill zum Räuchern bringt. Leider hat der Weber Spirit E-330 Premium GBS keine geeignete Stelle, um auch diesen Smoker Cup plan in die Nähe des Brenners positionieren zu können. Aus diesem Grund habe ich mir etwas anderes einfallen lassen.

Alles was man dazu benötigt sind folgende Teile:

– 1 Stück Kabelkanal 200 mm x 200 mm x 60 mm aus feuerverzinktem Blech
– Räuchermehl (z. B. Axtschlag Räuchermehl Cherry)

Der Weber Spirit E-330 Premium GBS besitzt drei Hauptbrenner und eine Sear Station. Der mit Räuchermehl versehene Kabelkanal wird auf die beiden Flavorizer Bars (Aromaschienen) des ersten Hauptbrenners und der Sear Station gelegt.

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Nun wird der erste Hauptbrenner so lange auf volle Leistung gebracht, bis das Räuchermehl anfängt zu rauchen. Sobald der erste dezente Rauch aufsteigt, wird der Hauptbrenner auf die unterste Stufe zurückgedreht. Von nun an sollte der Deckel geschlossen werden, während der Spirit für ca. 45 min. gleichmäßig raucht und das aufgelegte Grillgut veredelt.

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Soweit die Theorie, es folgt der Praxistest mit einem Pulled Pork. Zuerst sollte sichergestellt werden, dass die Gasflasche für den Longjob ausreichend gefüllt ist. Nun wird der, von euch einen Abend zuvor mit eurem Lieblingsrub (z. B. bigBBQ-Spice) eingeriebenen Schweinenacken aufgelegt.

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Dann wird eine ausreichende Menge Räuchermehl auf den Kabelkanal gestreut.

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Damit der Kabelkanal so schnell wie möglich Hitze auf das Räuchermehl überträgt, habe ich beim zweiten Mal nicht nur den Hauptbrenner auf volle Leistung gebracht, sondern ebenfalls die Sear Station dazu geschaltet. Tatsächlich fing es nach deutlich weniger als zwei Minuten an zu rauchen, sodass die Sear Station wieder abgeschaltet werden konnte und der Hauptbrenner auf die unterste Heizstufe (ca. 120 °C) geregelt werden konnte. Auf dem nachfolgenden Bild ist das vollständige Setup zu sehen.

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Leichte Rauchfahnen zogen durch die Nachbarschaft…

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Der Rauch hielt je Füllung für ca. 35 – 45 min., sodass ich in den ersten drei Stunden insgesamt vier oder fünf Mal das Räuchermehl nachfüllen musste, danach nur noch in sehr unregelmäßigen Abständen beim Moppen. Anschließend überließ ich den Grill sich selbst und durfte nach 15 Stunden (über Nacht) einen Schweinenacken mit einer Kerntemperatur von 94 °C übernehmen.

Nach der 2-stündigen Ruhephase war ich nach dem Pullen sehr angetan von dem Ergebnis. Der Rauchring ist deutlich zu sehen und zu schmecken!

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Ich muss zugeben, dass diese Methode höchstens für diejenigen gedacht ist, die nur einen einzigen Grill (Gas) besitzen und unbedingt auch einmal ein wenig Raucharoma an ihr Grillgut genießen möchten. Mir wäre diese Methode auf Dauer leider viel zu aufwändig. Allen anderen sei eher die typische Zubereitung mit einem Kugelgrill, Watersmoker oder Keramikgrill empfohlen. – Nichtsdestotrotz habe ich hiermit bewiesen, dass es mit einem Gasgrill sehr wohl funktioniert! Viel Erfolg beim Nachgrillen!

Räuchern mit dem Outdoorchef Ascona 570 Gasgrill

Wie ihr bereits wisst, besitze ich seit ca. 6 Wochen einen neuen Gasgrill, den Outdoorchef Ascona 570 G. Hier könnt ihr euch noch einmal mein Unboxing anschauen. Der Ascona erledigte ohne wenn und aber während meiner vielen letzten Grill-Sessions tadellos seine Arbeit. Hätte ich einen Wunsch offen, so fiebere ich danach, dass ich mit dem Ascona auch räuchern kann, sprich: Den typischen BBQ-Rauch an Spareribs, Beef Brisket, Pulled Pork u. v. m. bekäme.

Ich stellte mir in den letzten Wochen also immer wieder die Aufgabe, einen Weg zu finden, dem Ascona das Rauchen beizubringen. Dazu testete* ich diverse Möglichkeiten wie Alufolie-Päckchen in allen erdenklichen Größen und Formen, Teesieb/-Filter/-Kugel aus Edelstahl, einen Sparbrand, eine Smokerbox, sowie eine Smoker Pipe. Mit den jeweiligen Ergebnissen war ich nie hundertprozentig zufrieden, denn die Rauchentwicklung trat mal eher oder später ein. Mal rauchte es unkontrolliert stark, mal sehr schwach bis gar nicht, es ging beim Sparbrand die Kerze aus und diverse Konstruktionen waren einfach zu sperrig.

Dann entdeckte ich den Axtschlag Smoker Cup!

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Der Axtschlag Smoker Cup besteht aus extra starkem Edelstahl (1,2 mm Materialstärke), besitzt eine Maße von ca. ø 88 x 79 mm und ist für die Verwendung im Holzkohle- und Gasgrill bestimmt. An den Seiten zieren den Cup drei Ausstanzungen in Form von Äxten. Der Deckel lässt sich spielend leicht mit einer kleinen Drehung öffnen und schließen.

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Ich befüllte den Cup mit Axtschlag Sawdust Cherry Wood (Räuchermehl Kirsche).

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Als Platz für den Cup sah ich das Zentrum des inneren kleinen Ringbrenners vor.

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Der Cup passt genau auf der inneren Bördelung des Ringbrenners.

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Leider kann nun der kleinere Trichter, der den kleinen Ringbrenner abdeckt, nicht mehr eingeklemmt werden. Der größere Trichter, für den großen Ringbrenner, lässt sich hingegen ohne Probleme einsetzen.

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Zum Schutz des kleinen Ringbrenners, wird nun eine Edelstahl-Schale in den Trichter gestellt. Je nach Aufgabenstellung bzw. Grill-Job, kann die Schale später mit Wasser, Bier, Wein o. ä. gefüllt werden.

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Nun wird ganz normal der Grillrost in den Grill eingesetzt und der innere Ringbrenner gezündet.

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Während das Grillgut aufgelegt wird, fängt es schon nach ca. 3 – 4 Minuten an zu rauchen.

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Nun heisst es den Deckel zu schließen und den Rauchaustritt zu kontrollieren.

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Die Rauchmenge im Grillkessel lässt sich übrigens durch einen Alufolie-Streifen „steuern“. Er wird auf einer Seite der Entlüftung eingefädelt. Nun entweicht der Rauch, je nachdem wie weit man den Streifen mit dem Finger in den Kessel reindrückt.

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Nach langen ca. 40 Minuten ist der komplett gefüllter Smoker Cup aufgebraucht. Dieser lässt sich sehr leicht wieder mit neuem Räuchermehl befüllen. Der sehr heiße Deckel sollte am Besten nur mit einer Grillzange abgenommen werden.

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Nach ca. 3 Stunden ist die erste Phase der 3-2-1 Spareribs vorüber. Durch die rötliche Färbung des Fleisches lässt sich schon mit bloßem Auge erkennen, dass der Rauch sein Ziel auf keinen Fall verfehlt hat. Eine Schritt- für Schritt-Anleitung für 3-2-1 Spareribs erhaltet ihr übrigens hier.

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Nun folgt die zweite Phase…

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…und schlussendlich die letzte Phase.

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Es erwarten euch leckere Spareribs mit einem tollen Rauchring.

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Nun ist es geschafft! Der Outdoorchef Ascona 570 G lässt sich durch Zuhilfenahme des Axtschlag Smoker Cups zu einem echten BBQ-Grill erweitern. Der Rauch des Cups entsteht kontrolliert nach ca. 3 – 4 Minuten und endet erst nach ca. 40 Minuten. Durch die Edelstahl-Schale wird der kleinere Ringbrenner vor herunterlaufenden Fett geschützt, der Grill bleibt nach der Verwendung so sauber wie vorher.

Ich gebe dem Axtschlag Smoker Cup eine ausdrückliche Kaufempfehlung und werde ihn die nächsten Male auch in anderen Gas- und Holzkohle-Grills testen. Bis bald!

*Sicherheitshinweis
Mit Gas „spielt“ man nicht! Seit vorsichtig! Ergänzt euren Gasgrill nur dann mit diesem Zubehör, wenn ihr keinerlei Sicherheits- oder Gesundheitsbedenken habt. Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Autor, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden sind grundsätzlich ausgeschlossen.

3-2-1 Spareribs

Zutaten
1,5 – 3,0 kg Spareribs
1 L Apfelsaft oder Cidre (Apfelschaumwein)
Lieblings BBQ-Rub (z. B. bigBBQ-Spice)
Lieblings BBQ-Mob
Hickory Wood Chips o. ä. (ca. 2 Std. wässern)

Was bedeuten eigentlich die Zahlen „3-2-1“?
Die Zahlen stehen für die 3 unterschiedlichen Garphasen/-Zeiten.
Die „3“ steht für 3 Stunden räuchern bei ca. 120 Grad.
Die „2“ steht für 2 Stunden dampfgaren bei ca. 120 – 140 Grad.
Die „1“ steht für 1 Stunde glasieren bei ca. 150 Grad.

Zuerst muss die auf der Innenseite vorhandene, sogenannte Silberhaut von den Spareribs entfernt werden. Diese kann relativ einfach mit einem Schälmesser angehoben und anschließend unter Zuhilfenahme eines Küchentuchs in einem Rutsch abgezogen werden.
Die Spareribs gründlich unter fließendem Wasser reinigen und anschließend trocken tupfen.

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Nun werden die Spareribs mit eurem Lieblings-Rub eingerieben. Ich verwende dazu gerne den Steven Raichlen’s Basic Barbecue Rub, alternativ schmeckt auch sehr gut der Magic-Dust-BBQ-Rub (Rezept).

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Ich entschied mich diesmal jedoch für den genialen BBQ-Rub Ankerkraut Tennessee Teardown.

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Die Spareribs werden nun in Alu- oder Frischhaltefolie eingepackt und über Nacht zum Einwirken in den Kühlschrank gestellt. Ein guter Zeitpunkt, um ggf. die kleineren Hickory Wood Chips o. ä. Holz-Chips in Wasser einzulegen. Bei größeren Chunks verzichte ich auf das Wässern.

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Phase „3“
Den Grill auf 120 Grad einregeln und die Spareribs in den indirekten Bereich legen oder in einem Spareribs-Halter stellen. Ich verwende als Spareribs-Halter sehr gerne den IKEA Variera Deckelhalter (Kostenpunkt: unter 5 EUR).
Bei Verwendung eines Kugelgrills werden einige in Wasser getränkte Hickory Wood Chips auf die glühenden Kohlen gelegt – sofort beginnt es zu rauchen. Dieser Vorgang wird je nach Vorliebe des rauchigen Geschmacks noch einige Male wiederholt.

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Bei Verwendung eines Keramik-Grills werden die trockenen Chunks direkt zwischen den Holzkohlestücken gelegt. Ideal sind die großen Hickory Wood – Chunks von Axtschlag.

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Nun wird der ConvEGGtor zum indirekten grillen eingesetzt, auf ihm eine Schale mit heißem Wasser.

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Auch der Keramik-Grill wird auf eine Temperatur von 120 Grad eingeregelt und die Spareribs in einen Spareribs-Halter gestellt.

Es sollte auf keinen Fall dichter Qual aufsteigen, sondern lediglich zarter Rauch.

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Die Spareribs verweilen insgesamt 3 Stunden in der Phase 3. Während dieser Zeit wird das Fleisch in regelmäßigen Abständen mit etwas Apfelsaft/Cidre besprüht oder bestrichen. Nach 3 Stunden sehen die Spareribs in etwa so aus…

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Phase „2“
Nun wird in die „IKEA KONCIS Ofenform mit Rost“ oder einem anderen geeigneten Behälter 0,75 Liter Apfelsaft oder Cidre gefüllt – selbstverständlich kann auch Bier oder Wein verwendet werden. Auf dem Ofenform-Rost positioniert man nun den Spareribs-Halter und verschließt anschließend alles „luftdicht“ mit Alu-Folie. Diese Form wandert nun für weitere 2 Stunden, bei ca. 120 – 140 Grad, in den Grill.

Auf dem Kugelgrill

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Auf dem Keramik-Grill

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Nach 2 Stunden müssen die Spareribs ganz vorsichtig ausgepackt und auf den Rost gelegt werden. Vorsichtig deshalb, weil das Fleisch schon fast von selbst vom Knochen fällt – „Fall off the Bone“ (FOTB).

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Phase „1“
Jetzt muss das Fleisch das erste Mal mit BBQ-Sauce bestrichen werden. Ich verwende dazu gerne die Steven Raichlen’s Basic Barbecue Mob oder die MSB-BBQ-Sauce. Damit die „Glaze“ ordentlich trocknen kann, sollte der Grill nun auf eine Temperatur von ca. 150 Grad eingeregelt werden. Das Bestreichen der Spareribs sollte noch weitere 2 – 3 Mal, jeweils nach ca. 15 min., wiederholt werden.

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Damit nichts anbrennt, solltet ihr zwischendurch die Färbung kontrollieren.
Nach spätestens 1 Stunde sind die Spareribs fertig. Ich verkürze diese Zeit meist auf eine halbe Stunde.

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Die 3-2-1-Spareribs können nun im Ganzen, in 2er-Streifen oder in 1er-Streifen serviert werden. Guten Appetit!

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Als Ergänzung solltet ihr euch auch den Bericht Spareribs 5-0-0,5 anschauen. Dort verwende ich den Smokenator 1000 – eine sehr große Hilfe, um die Gartemperatur stabil zu halten. Des Weiteren verzichte ich auf die „Phase 2“.
Im Bericht 3-2-1 Dicke Rippe geht es um die fleischreichere Variante der Spareribs.
Im Bericht Geflügel- u. Spareribs-Halter – Produkttest (Santosgrills) testete ich einen weiteren günstigen aber sehr guten Spareribs-Halter.

3-2-1 Dicke Rippe

Mir ist vor Kurzem aufgefallen, dass ich euch bis heute noch nicht die fleischreichere Variante der berühmten 3-2-1 Spareribs vorgestellt habe. Die Rede ist von der Dicken Rippe, auch Brustspitze, Brust oder Brüstel genannt. Meist werden die in ca. 1.000 g erhältlichen Stücke in der gutbürgerlichen Küche mit dem Knochen geschmort oder dienen in geräucherter oder gepökelter Form als Fleischeinlage in Eintöpfen.

Der große Vorteil der Dicken Rippe, im Gegensatz zu den normalen Schälrippchen, ist der hohe Fleischanteil. Der Nachteil hingegen ist der hohe Fettgehalt von ca. 20 Prozent. Da es sich um langfasrige Fleischstücke handelt, müssen sie bei geringer Hitze, lange Zeit gegart werden (low & slow). Daher bietet es sich gerade zu an, die fleischreiche Dicke Rippe nach der 3-2-1 Methode zu garen. Wie das ganz genau vonstattengeht, hatte ich euch bereits hier beschrieben: 3-2-1 Spareribs

Nachdem die einzelnen Stücke mit euerm Lieblings-Rub eingerieben wurden und der Rub über Nacht im Kühlschrank einwirken konnte, landet das Fleisch auf dem Rost und verweilt dort für 3 Stunden (Phase „3“) bei ca. 110 – 120 Grad. Einige in Wasser getränkte Hickory Wood Chips werden zu Beginn auf die glühenden Kohlen gelegt, sodass es sofort beginnt zu qualmen.

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In der Phase „2“ verweilen die Fleischstücke für weitere 2 Stunden, bei ca. 120 – 140 Grad, in dem Grill. Am Besten nutzt ihr dafür die “IKEA KONCIS Ofenform mit Rost” oder einen anderen geeigneten Behälter und füllt ihn mit 0,75 Liter Apfelsaft oder Cidre (selbstverständlich kann auch Bier oder Wein verwendet werden). Die Ofenform verschließt ihr “luftdicht” mit Alu-Folie.

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Ihr seht, nachdem die Phase „2“ abgeschlossen ist, dass sich das Fleisch etwas zurückgezogen hat und die Knochen zum Vorschein kommen.

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In der Phase „1“ (eine Stunde) muss das Fleisch das erste Mal mit BBQ-Sauce bestrichen werden. Damit die “Glaze” ordentlich trocknen kann, sollte der Grill dazu auf eine Temperatur von ca. 150 Grad eingeregelt werden. Das Bestreichen der Dicken Rippe sollte noch weitere 2 – 3 Mal, jeweils nach ca. 15 min., wiederholt werden.

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Fertig ist die Dicke Rippe nach der 3-2-1 Methode. Da es mir in diesem Bericht lediglich darum geht, auf die meist unterschätzte Dicke Rippe hinzuweisen, findet ihr eine detailliertere Anleitung hier, am Beispiel von Spareribs.

Schweinebäckchen BBQ-Style

Zutaten
500 g Schweinebäckchen
0,5 l Apfelsaft
0,5 l Rotwein
Rub, z. B. Ankerkraut „Pull That Piggy!“
für die Glaze
8 EL Rotwein
100 ml Ketchup
1 TL Lieblings-Rub
1 TL brauner Zucker
1,5 EL Worcester Sauce

Zum Wochenende bekam ich von yourbeef.de eine neue Lieferung mit tollem Fleisch. Unter Anderem waren auch zwei 500 g-Pakete Schweinebäckchen mit dabei. Bei Rezept-Recherchen, wie man Schweinebäckchen zubereitet, stieß ich immer wieder auf Schmorgerichte, die zum Grillen jedoch nicht besonders geeignet sind. Somit musste ich mir etwas eigenes einfallen lassen und bin nun stolz darauf, euch folgendes Rezept vorstellen zu dürfen – denn es ist so richtig gut geworden!

Zuerst werden die Schweinebäckchen von restlichen Sehnen und Silberhaut befreit.

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Das Fleisch für ca. 2 Stunden in unverdünnten Apfelsaft einlegen.

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Die Schweinebäckchen trocken tupfen und anschließend mit einem Rub einreiben. Ich entschied mich für Pull That Piggy! von Ankerkraut.

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Nun wird das Fleisch in Folie eingewickelt und verweilt über Nacht im Kühlschrank. Während dessen sollten einige Wood Chips (ich nahm in diesem Fall Eiche) in Wasser eingelegt werden, die am nächsten Tag zum Räuchern benötigt werden.

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Am nächsten Tag wird der Grill für das indirekte Grillen vorbereitet und auf 100 Grad Gartemperatur eingeregelt. Das funktioniert am einfachsten mit dem Smokenator 1000. Anschließend wird das Grillgut aufgelegt.

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Um den Grill zum Rauchen zu bringen, werden nun einige in Wasser getränkte Wood Chips auf die glühenden Kohlen gelegt. Diesen Vorgang wiederholte ich noch weitere 2 Mal im Abstand von 20 Minuten.

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Nach einer Stunde ist die Smoke-Phase zu Ende und die Schweinebäckchen müssen eine weitere Stunde bei exakt 100 Grad auf dem Rost verweilen. Während dieser Zeit wird das Fleisch in regelmäßigen Abständen mit etwas Apfelsaft bestrichen. Anschließend wird das Fleisch auf einem Rost gelegt, dieser wiederum „schwebt“ über eine Edelstahlschale, gefüllt mit Rotwein.

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Die Schale muss nun „luftdicht“ mit Alu-Folie verschlossen werden und wandert nun für 2 Stunden, bei ca. 120 – 140 Grad, in den Grill.

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Ein guter Zeitpunkt, um die Glaze anzurühren. Dazu erhitzte ich die o. a. Zutaten und ließ die Sauce ca. 10 Minuten ganz leicht köcheln. Sobald die 2 Stunden der Dampf-Phase vorüber sind, werden die Schweinebäckchen wieder ausgepackt und auf den Grillrost gelegt.
Jetzt muss das Fleisch das erste Mal mit der Glaze bestrichen werden. Das Bestreichen kann je nach Belieben weitere 2 – 3 Mal, jeweils nach ca. 10 – 15 min., wiederholt werden.

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Nun ist der Zeitpunkt des Anschnitts gekommen. Der Rauchring lässt sich 1A erkennen!

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Damit ihr euch vorstellen könnt, wie saftig und zart die Schweinebäckchen sind, habe ich einen Teilbereich des Bildes noch einmal vergrößert. Seht ihr die Flüssigkeit zwischen den Fleischfasern? – Einfach unglaublich, oder? Das Bild erinnert mich ein wenig an ein saftiges Brisket.

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Als Beilage gab es Kartoffelgratin und Kohlrabi. Der Rotwein in der Glaze konnte dezent herausgeschmeckt werden.

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Das war wieder einmal ein richtiges tolles Essen, welches noch öfter und in größeren Mengen wiederholt wird.

Pastrami

Zutaten
800 g Tafelspitz
für die Lake:
150 ml Wasser
1 TL Pökelsalz
1 EL brauner Zucker
1 EL Knoblauchgranulat
für die Gewürzmischung:
1 EL brauner Zucker
1 TL Paprika edelsüß
1 EL Knoblauchgranulat
1 TL Zwiebelpulver
1 EL schwarzer Pfeffer grob gemahlen
1 TL Koriander
1 TL Thymian

Für meine erste Pastrami verwendete ich zum Test ein 800 g Teilstück von einem Kalbfleisch-Tafelspitz.
Zuerst wurde das Fleisch von der Fettschicht befreit.

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Die o. a. Zutaten für die Lake in ein Gefäß geben und so lange rühren, bis das Salz sich vollständig aufgelöst hat (ggf. erhitzen). Die Lake in eine Marinadenspritze füllen und gleichmäßig in das Fleisch injizieren.

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Nun werden die o. a. Zutaten für die Gewürzmischung vermengt und in das Fleisch einmassiert.

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Zu guter Letzt wird das Fleisch unter Vakuum eingeschweißt und landet vorerst für 5 Tage in den Kühlschrank.

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Nach 5 Tagen wird das Fleisch zum Räuchen ca. 2 Stunden zuvor aus dem Kühlschrank geholt und bei Zimmertemperatur gelagert. Zum Räuchern wird der Smokenator 1000 auf eine Gartemperatur von 105 Grad eingeregelt und das Fleisch für ca. 2 Stunden bis zu einer Kerntemperatur von 65 Grad gegart. Im Abstand von ca. 30 Minuten werden 3 – 4 Mal feuchte Mesquite Chips nachgelegt.

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Nachdem die Pastrami abkühlte, wurde sie ein weiteres Mal unter Vakuum eingeschweißt und landete für weitere 2 Tage in den Kühlschrank.

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Endich war der Zeitpunkt erreicht, auf den ich eine Woche lang warten musste. – Der Anschnitt der Pastrami.

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Es erwartete mich eine, durch den Nitrit-Gehalt des Pökelsalz entstandene, leuchtend rote Färbung des Fleisches und ein deutlich zu erkennender Rauchring. Das Fleisch war relativ saftig, ausgewogen gewürzt, jedoch etwas zu salzig, weil die Menge des Pökelsalzes von mir zu hoch gewählt war. Die korrigierte Pökelsalzmenge wurde in der o. a. Zutatenliste bereits korrigiert.
Die Zubereitung der Pastrami über mehrere Tage hat mir sehr viel Spaß bereitet und wird mit den korrigierten Mengenangaben garantiert wiederholt.