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Greek Fire – Dauertest

Habt ihr schon einmal etwas von Greek Fire gehört? In letzter Zeit stieß ich auf diversen Grillveranstaltungen des öfteren auf diesen Namen, wie zuletzt beim Ruhrpott BBQ in Gelsenkirchen. Grund genug sich die Kohle etwas genauer anzuschauen, von der viele so begeistert sind.

Die Grill-Holzkohlebriketts aus Griechenland werden in Deutschland seit 2013 unter dem Namen Greek Fire exklusiv von Michael Gudduschat vertrieben.
Laut Herstellerangaben besteht die Kohle aus gemahlenen Eiche/Buchen/Hartholz, welche ohne chemischen oder natürlichen Bindemittel gepresst wird. Anschließend werden die ca. 1 m langen Stangen 2 x gebrannt, in 10 – 20 cm lange Stücke gebrochen und in 10 kg Kartons verpackt.

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Dadurch, dass die Kartons rechteckig und stapelbar sind, fällt die sehr gute Lagerfähigkeit auf, denn sie sind sehr platzsparend. Apropos Lagerfähigkeit – damit von aussen keine Feuchtigkeit an die Briketts kommt und kein Staub nach aussen gelangen kann, sind die Kartons mit einer zusätzlichen schwarzen Folie ausgelegt.

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Zum Zünden, werden die Briketts am Besten hochkant in einen Anzündkamin gestellt. Auf Wunsch lassen sich die Briketts mit relativ geringem Kraftaufwand mit den Händen brechen – Sehr praktisch! Zur allgemeinen Freude fiel so gut wie kein Kohlestaub durch den AZK.

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Um völlig durchgeglühte Briketts zu erhalten, benötigt ein voller großer Weber Anzündkamin (oben) ca. 30 Minuten und ein voller kleiner Anzündkamin (unten) etwas unter 20 Minuten Zeit.

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Sehr positiv fiel auf, dass die Briketts beim Start-Vorgangs und während des Durchglüh-Vorgangs überhaupt nicht qualmten und keine Geräusche in Form von z. B. „spritzen“ von sich gaben. Und mit „nicht qualmen“ meine ich ÜBERHAUPT NICHT qualmen!

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Nachdem die Briketts durchgeglüht sind, können sie aus dem Anzündkamin auf das Kohlerost oder in Kohlekörbe geschüttet werden. Spätestens hier zeigt sich, wie formstabil die Greek Fire Briketts sind – keine einzige Stange, bzw. wie in dem Fall vom kleinen AZK, kein einziges Stück zerbrach.

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Das Deckelthermometer zeigte eine Temperatur von 280 Grad an. Wie ich finde, eine recht hohe Hitze, wenn man bedenkt, lediglich einen Kohlekorb gefüllt zu haben. Nun heisst es, Grillrost drauf, Grill Grates vorgeheizt und den ersten Appetizer aufgelegt! Danach grillte ich noch ca. 45 Minuten weiter und erstickte die Briketts anschließend durch schließen der Be- und Endlüftung. Alternativ lassen sich die Briketts auch mit Wasser löschen und können anschließend wiederverwendet werden.

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Zwei Tage später holte ich meinen Grill wieder hervor und staunte über die geringe Aschebildung. Nun füllte ich den kleinen Weber AZK mit ca. einem halben Kilogramm neuer Briketts und oben drauf ca. einem halben Kilogramm der zuvor erstickten Briketts. Wiederum kippte ich die Briketts in den Kohlekorb und konnte erneut keinen Bruch feststellen.

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Diese Vorgehensweise hatte ich in der Vergangenheit auch schon mit anderen Briketts versucht, kam jedoch oft zu schlechteren Ergebnissen. Entweder die Briketts zerbröselten oder waren nur noch so klein, dass sich ein wieder anzünden nicht gelohnt hätte.

Ein weiteres Mal wollte ich es genau wissen und wog jeweils vorher und nachher die unverbrauchten und gebrauchten Briketts.

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Ergebnis: unverbraucht 980 g / gebraucht 450 g
Wenn man also zu jeder neuen 500 g Ladung, jeweils 500 g alte Briketts hinzufügt, kann man nach Adam Riese mit einem 10 kg-Karton mindestens 19 Mal grillen. Bei einem Preis von durchschnittlich 19,90 EUR/10 kg grillt man fortan für lediglich ca. 1 EUR/Grill-Session. Berücksichtigen muss man jedoch, dass bei meinem Test nur ein Kohlekorb Verwendung fand, die Temperatur von über 250 Grad über einen Zeitraum von über 3 Stunden jedoch für sich sprach! Für die meisten Einsätze wie Lachs auf Planke, Geflügel/Gyros von der Rotisserie oder Spareribs reicht die Menge absolut aus.

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Übrigens, die Brenndauer wird laut Herstellerangaben mit 4 – 5 Stunden angegeben. Vervierfachen lässt sich die Zeit durch Einsatz eines Minion-Rings.

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Die folgenden Vorteile bestätigten sich auch nach meinem Dauereinsatz über mehrere Wochen.

– sehr gute Lagerfähigkeit
– „natürlich“ ohne chemische Zusatzstoffe (keine Bindemittel o. Brandbeschleuniger)
– mit geringem Kraftaufwand zu portionieren
– kein spritzen
– kein qualmen
– formstabil
– hohe Hitze
– lange Brenndauer
– Minion-Ring-erprobt
– optimal zum Nachfeuern
– wenig Asche
– in Wasser lösch- u. anschließend wiederverwendbar

Zusammengefasst muss ich die Greek Fire Briketts ausdrücklich loben. Die größten Vorteile sind für mich die sehr gute Lagerfähigkeit, kein qualmen, ausgasen, stinken und somit optimal zum Nachlegen, sowie die Formstabilität beim Wiederverwenden.

Probiert die Briketts auf alle Fälle einmal aus, ihr werdet begeistert sein!

Greek Fire – Dauertest
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One Comment

  1. Hallo
    Ich möchte dieses Jahr auch die Greek Fire kaufen und wollte mal fragen
    wie ich mit denen einen Minionring legen müsste wenn ich Pulled Pork machen möchte.Weiter oben wird ja ein Minionring gezeigt ,aber ist das nicht zu wenig?
    Vielleicht könnte mir ja einer einen Tipp geben.

    Gruß Gerd

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