Der Feuerplattengrill von Grillrost.com im Praxistest

Kaum wurden die ersten heiß begehrten Exemplare zum Kauf angeboten, steht er auch schon in unserem heimischen Garten und wurde bereits auf Herz und Nieren geprüft. Die Rede ist vom aller neusten Streich der beiden Brüder Matthias und Johannes von Grillrost.com: Der Feuerplattengrill.

Der Feuerplattengrill ist in Zusammenarbeit mit Klaus Grillt entstanden und vereint die optischen Highlights eines Designer-Feuerplattengrills mit den Vorzügen technisch führender Modelle.

Bis auf die Halbkugel (Made in Italy), wurden alle Teile des neuen Feuerplattengrills in Deutschland gefertigt.

Wir haben uns für euch den neuen Feuerplattengrill von Grillrost.com im Detail angeschaut und einem ersten Praxistest unterzogen. Freut euch auf unsere ersten Eindrücke und viele weitere Grill-Sessions auf der heißen Platte.

Lieferumfang des Feuerplattengrill

Der Feuerplattengrill wird per Spedition auf einer Inka-Palette (Einwegpalette) mit einem Gesamtgewicht von ca. 95 kg geliefert und verfügt standardmäßig über folgenden Lieferumfang:

– Sockel mit Befestigungsschraube und Ascheschublade
– Halbkugel
– Kohlerost
– Feuerplatte

Achtung: Einige Besteller lassen die vermeintlich leere Palette von der Spedition wieder mitnehmen. Wir möchten unbedingt darauf hinweisen, dass sich die relativ flache Feuerplatte zwischen der unteren Pappe befindet und nicht versehentlich mit zurückgegeben werden sollte.

Des Weiteren führt Grillrost.com für den Feuerplattengrill noch zwei optionale Zubehörteile: Der Grillkamm und der Flammengrillrost (unterer Bereich im Folgebild).

Voraussetzungen für den Aufstellort

Bevor der Feuerplattengrill aufgestellt wird, sollte man sich Gedanken über den Aufstellort machen. Der Feuerplattengrill darf nur im Freien in Betrieb genommen werden und kann aus diesem Grund nicht unter einem Abdach, einer Markise, einem Pavillon o. ä. stehen.

Rund um den Feuerplattengrill sollte ausreichend freie Fläche vorhanden sein, sodass keine Gefahr besteht, Pflanzen oder Gebäude in Brand zu setzen.

Bei aller Sorgfalt ist es kaum zu vermeiden, dass Fettspritzer den Untergrund verschmutzen. Für die Auswahl des Untergrunds stehen viele Möglichkeiten offen: Pflastersteine, Terrassenplatten, Kies, Splitt, Schotter, Rindenmulch, Pinienrinde und vieles mehr.

Wir haben uns für Pinienrinde entschieden und bereiteten dafür eine ca. 9 qm große Fläche vor, welche unseren neuen Outdoorküchen-Bereich erweitert.

Nachdem der Rasen abgestochen wurde, sollte zum Schutz vor Unkraut Flies ausgelegt werden. Anschießend wurde die Pinienrinde gleichmäßig verteilt.

In der Mitte des neuen Feuerplattengrill-Bereich platzierten wir eine 5 cm dicke Betonplatte mit dem Maßen 50 x 50 cm und richteten diese durch Zuhilfenahme einer Wasserwaage aus.

Die Vorteile der Betonplatte liegen auf der Hand: Die 50 cm Betonplatte bietet ein stabiles Fundament, auf dem der 48 cm Sockel des Feuerplattengrill sicher und eben stehen kann. Nur so ist gewährleistet, dass die vier nivellierbaren Stellfüße nicht in die weiche Pinienrinde einsacken.

Des Weiteren verliert der Feuerplattengrill keinen einzigen Zentimeter seiner Arbeitshöhe und seine Ascheschublade lässt sich barrierefrei über der Pinienrinde herausziehen.

Aufbau des Feuerplattengrill

Zunächst wird der Sockel auf einer ebenen Fläche, in unserem Fall die Betonplatte gestellt. Der Sockel besitzt eine Höhe von 60 cm sowie eine Breite und Tiefe von jeweils 48 cm.

Unebenheiten können dank der vier nivellierbaren Stellfüße sehr einfach ausgeglichen werden.

Nun kann die Ascheschublade über die dafür vorgesehenen Führungsschienen in den unteren Bereich des Sockels geschoben werden.

Damit die Halbkugel auf dem Sockel gesetzt werden kann, sollte zunächst die dafür vorgesehene Schraube aus dem Sockel gedreht werden.

Die drei leicht abgerundeten Schlitze des Sockels dienen der Aufnahme der Führungsschrauben aus der Halbkugel. Die weiteren 6 Schlitze dienen sowohl der Belüftung, als auch der Ascheentleerung.

Die Halbkugel (Durchmesser: 83 cm / Höhe: 40 cm) auf den Sockel setzen und mit der mitgelieferten Schraube fixieren. Damit sich die Halbkugel zur Belüftungssteuerung einfacher drehen lässt, sollte die Schraube nicht zu fest angezogen werden.

Im folgenden Bild ist die Belüftung zu 100 Prozent geöffnet. Dazu dreht man den gesamten Korpus der Halbkugel nach rechts.

Sobald die Halbkugel wenige Zentimeter nach links gedreht wurde, schließen sich entsprechend die Belüftungsschlitze.

Der massive Kohlerost wird lose in die Halbkugel gelegt.

Während des Betriebs brennen die Holzscheite auf dem Kohlerost, welche stetig durch Frischluft aus den unteren Belüftungsschlitzen versorgt werden.

Zu guter Letzt folgt die 10 mm starke Stahlplatte mit einem Außendurchmesser von 90 cm und einem Lochdurchmesser von 35 cm.

Damit die Feuerplatte zentriert auf der Halbkugel liegt und während des Betriebs nicht verrutscht, sorgen drei Fixierungen für die nötige Ausrichtung.

Wie zuvor erwähnt, ist weder Werkzeug noch eine Aufbauanleitung zum Aufbau des Feuerplattengrills notwendig.

Ein echter Blickfang: Der Feuerplattengrill fügt sich nahtlos in den Garten ein.

Optional bietet Grillrost.com zurzeit zwei Zubehörteile für den Feuerplattengrill an. Zum einem verhindert der Grillkamm, das Grillgut wie z. B. Zwiebeln oder Champignons ins Feuer rollen können. Der Grillkamm ist aus massivem Edelstahl hergestellt und lässt Fett und Fleischsaft abfließen. Des Weiteren glänzt der Grillkamm als Designstück, durch welchen man die Flammen lodern sieht.

Wie bei Grillrost.com gewohnt, sind alle Teile vorbildlich verarbeitet und entgratet.

Zum anderen bietet der Flammengrillrost die Möglichkeit, maximale Röstaromen ans Fleisch zu bringen. Der Flammengrillrost passt sowohl direkt in das Loch der Feuerplatte als auch auf dem Grillkamm. Er ist ebenfalls aus massivem Edelstahl hergestellt und verfügt über ein stylisches Flammendekor. Durch die rechteckige Aussparung passt eine handelsübliche Grillzange, wodurch der Flammengrillrost im heißen Zustand sorglos transportiert werden kann.

Richtig königlich kommt der neue Feuerplattengrill mit seiner „Krone“ (Grillkamm) daher.

Der Feuerplattengrill im Praxistest

Im Gegensatz zu den einzeln erhältlichen Grillrost.com-Feuerplatten, werden die Feuerplatten des Feuerplattengrills bereits werkseitig eingebrannt. Dadurch erkennt der Hersteller, in welche Richtung sich die Feuerplatte wölbt und kann daraufhin die unteren drei Fixierungen auf der korrekten Seite anschweißen.

Zum Anzünden der Holzscheite werden diese paarweise 3-schichtig gestapelt und durch Zuhilfenahme von 3 Anzündwürfel in Brand gesetzt.

Um die 10 mm starke Feuerplatte des Feuerplattengrills zu erhitzen, vergehen ca. 30 – 45 Minuten.

Sobald die Feuerplatte heiß genug ist, sollte ein Film aus Speiseöl (z. B. Rapsöl) aufgetragen werden, welcher bedingt durch die hohen Temperaturen sehr schnell einbrennt und die Platte zukünftig vor Rost schützt sowie Dank der sich gebildeten Patina verhindert, dass das Grillgut anhaftet.

Es empfiehlt sich sehr, die glühenden Holzscheite nur unter eine Seite der Feuerplatte zu legen. Dadurch entsteht auf eine Hälfte eine sehr heiße und auf der anderen Hälfte eine weniger heiße Grillfläche, die z. B. zum Warmhalten von Grillgut dient.

Wir starteten die Einweihung des Feuerplattengrills mit einem sehr hochwertigen Blauflossen-Thunfisch-Steak von Kreutzers, welches wir zuvor beidseitig mit schwarzem Sesam bestreuten.

Das Steak wurde beidseitig für jeweils ca. 15 Sekunden scharf angegrillt und anschließend in mundgerechte Stückchen geschnitten. Als i-Tüpfelchen beträufelten wir das Steak mit Foodfinisher vom Typ Caribbean. Das geschmackliche Ergebnis überzeugte auf ganzer Linie!

Als nächste Köstlichkeit folgte ein 350 g Australian Wagyu Entrecôte von Kreutzers. Um ein schönes Bild mit lodernden Flammen zu schießen, legten wir zuvor noch 3 weitere Holzscheite auf. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Hitze der Feuerplatte dadurch schon fast zu hoch gewesen war.

Wiederholt erwartete uns ein geschmacklich fantastisches Steak, welches beidseitig über eine durchgehende krosse Kruste verfügte und auf der Zunge zerging.

Mittlerweile hatte sich die Feuerplatte immer mehr aufgeheizt, sodass wir die Luftzufuhr der unteren Belüftung vollständig geschlossen hatten und nach einer Weile dünngeschnittenes US Picanha von Kreutzers auflegten.

Kaum berührten die letzten Steaks die Feuerplatte, konnten auch schon wieder die ersten Steaks gewendet werden. Der Ergebnis: Perfekt!

Reinigung des Feuerplattengrill

Die Reinigung des Feuerplattengrills gestaltete sich als sehr bequem und einfach. Grobe Rückstände sollten im heißen Zustand der Feuerplatte mit einem Spachtel von außen nach innen befördert werden.

Nachdem die Glut erkaltet war, konnten die Aschereste mit einem einfachen Handfeger durch den Kohlerost gefegt werden. Größere Holz- bzw. Kohle-Stücke konnten händisch entfernt werden.

Um Rost zu vermeiden, sollte die Feuerplatte nach der Verwendung leicht mit Speiseöl bestrichen werden. Alternativ kann sie auch mit Trennspray besprüht werden.

In der unteren Ascheschublade des Sockels befand sich relativ wenig Asche. Ein Indiz dafür, dass der Grill das Holz sehr sauber verbrannte.

Übrigens, nach Informationen des Herstellers ist eine Abdeckhaube bereits in der Entwicklung.

Zahlen, Daten und Fakten laut Herstellerangaben

Durchmesser Feuerplatte: 90 cm
Durchmesser Feuerplatten-Loch: 35 cm
Stärke Feuerplatte: 10 mm
Maße Sockel: 60 cm H x 48 cm B x 48 cm T
Durchmesser Halbkugel: 83 cm
Höhe Halbkugel: 40 cm
Gesamthöhe Feuerplattengrill: 101 cm
Hauptmaterial: Cortenstahl
Diverses Material: Edelstahl

Standard Lieferumfang: Sockel, Ascheschublade, Halbkugel, Kohlerost, Feuerplatte
Zubehör (nicht im Lieferumfang enthalten): Grillkamm, Flammengrillrost
Dauer Speditionsversand: 5 – 10 Tage

Preise
Feuerplattengrill: 1.500 EUR
Grillkamm: 170 EUR
Flammengrillrost: 130 EUR

Lieferkosten
Deutschland: kostenlos
Österreich: 150 EUR
Schweiz: 200 EUR, andere Länder bitte anfragen

Fazit

Der Aufbau des neuen Feuerplattengrill von Grillrost.com ist außergewöhnlich einfach und zugleich genial. Darin liegt wahrscheinlich auch die Begründung, weshalb dem neuen Grillsportgerät keine Aufbauanleitung beiliegt und dieser werkzeuglos aufgebaut werden kann.

Optisch ist Grillrost.com ein riesengroßer Wurf gelungen. Kaum war der Grill auf dem Markt, wurde er von vielen auch schon als der schönste Feuerplattengrill der Welt gekürt.

Selbstverständlich verfügt der Feuerplattengrill von Grillrost.com nicht nur über optische Werte, denn auch die technische Finesse der z. B. einzigartigen Belüftung sucht seinesgleichen. Wir müssen zugegen, dass wir mit einer stufenlosen Belüftung an einem Feuerplattengrill zuvor noch nie gearbeitet hatten und uns erst daran gewöhnen müssen. Zu spät haben wir bei unserer ersten Grill-Session daran gedacht, die Belüftung auch aktiv zu nutzen, weshalb wir in kürzester Zeit eine nahezu durchgehend ultra-heiße Feuerplatte vorfanden.

Mit einem Feuerplattendurchmesser von 90 cm gesellt sich der Feuerplattengrill von Grillrost.com im mittleren Größenbereich der meisten Anbieter. Da der Lochdurchmesser jedoch nur 35 cm beträgt, bietet er mehr Grillfläche als viele andere Anbieter.

Die Arbeitshöhe von 101 cm empfanden wir als sehr angenehm, der von uns gewählte Untergrund aus Pinienrinde ebenfalls als ideal.

Uns persönlich gefällt der Feuerplattengrill aus Cortenstahl ganz besonders gut! Nach unseren Informationen arbeitet Grillrost.com, neben einer Abdeckhaube bzw. einem Deckel, auch schon an einer schwarzen Version seines Feuerplattengrills.

Der neue Feuerplattengrill von Grillrost.com überzeugt uns sowohl optisch als auch funktionell auf ganzer Linie und setzt preislich neue Maßstäbe. Beide Daumen hoch für den neuen Feuerplattengrill von Grillrost.com.