Flat Iron Steak vom Spieß

Heute zeige ich euch eine tolle Art der Steak-Zubereitung. Das Flat Iron Steak wird normalerweise in einem Stück gegrillt. Klar, dass das Fleisch bei dieser Zubereitungsmethode nur begrenzt Röstaromen erhält. Deshalb habe ich es einfach in mehrere Streifen geschnitten, auf zwei Spieße gesteckt und einen einfachen aber tollen Salat dazu gereicht.

Die Gemüsestücke, bestehend aus einer Paprika-Ampel und Zwiebeln, werden auf einen Spieß gesteckt und anschließend in das Moesta BBQ Churrasco’BBQ-Set eingehängt.

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Die Holzkohlekörbe werden an die äußeren Seiten des Grillkessels gestellt und stehen sich somit gegenüber. Der Spieß gart indirekt bei geschlossenem Deckel.

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In der Zwischenzeit kann das Flat Iron Steak von yourbeef.de in breite Streifen geschnitten…

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…und anschließend auf zwei Spieße gesteckt werden.

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Sobald das Grillgemüse etwas weicher geworden ist…

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…wird der Gemüsespieß an den äußeren Rand gelegt. Nun werden die Holzkohlekörbe zusammengeschoben und die beiden Fleischspieße aufgelegt. Damit höchste Hitze ans Fleisch kommt, entfernte ich den Pizzaring und stellte das Moesta BBQ Churrasco’BBQ-Set direkt auf den Grillkessel.

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Nachdem ich die Fleischspieße einige Male regelmäßig drehte, bildeten sich in kürzester Zeit deutlich die Röstaromen.

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Ich konnte es nicht sein lassen und musste unbedingt einmal vom guten Fleisch kosten. Dazu schnitt ich den ersten Streifen an und erfreute mich über die äußere krosse Kruste und das weiche, saftige Innere. Der absolute Hammer!

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Mehr als ein wenig Murray River Salt Flakes und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer brauchte es nicht dafür.

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Das Grillgemüse einfach von den Spießen ziehen und mit etwas Olivenöl, Essig und ggf. frischen Kräutern würzen.

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Auch so läßt sich ein größeres Steak in gebührender Weise grillen. Selbstverständlich könnt ihr auch ein leckeres Chimichurri dazu reichen – das würde auch sehr gut dazu passen. Probiert es doch auch einmal aus! Guten Appetit.

LotusGrill Testbericht (Sponsored Post)

Kennt ihr den LotusGrill und wisst zu was er alles fähig ist?
Vor einigen Tagen bot sich mir die Gelegenheit, den populären Tischgrill über Rauchfreier-Grill.de etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Der in vielen Farben erhältliche 3,7 kg leichte Grill wird in einer farblich abgestimmten Nylon-Tragetasche geliefert.

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Nachdem ich den Karton auspackte, erwartete mich eine zur zuvor gewählten Grillfarbe passende Nylon-Tragetasche. Wie man an dem Ring über dem Reißverschluss erkennen kann, wählte ich die Grillfarbe Anthrazitgrau.

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Alle Farben im Überblick:
– Anthrazitgrau
– Maisgelb
– Limettengrün
– Pflaumenlila
– Mandarinenorange
– Feuerrot
– Weiß
– Edelstahl

In dem Deckel der Tasche befindet sich gut verstaut und griffbereit die 60-seitige, in 11 Sprachen (u. a. DEU, ENG, FRA, NED usw.) geschriebene Bedienungsanleitung.

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Folgende Teile gehören bei jedem LotusGrill mit zum Lieferumfang:
– Betriebsbereiter Grill
– Transporttasche
– Gebrauchsanweisung
– 4 x Mignon Batterien

Damit ich sofort loslegen konnte, wurden dem von mir getesteten Grill noch folgende Teile optional beigelegt (Spezialset „Grillhaube“):
– Brennpaste
– Grillzange (farblich passend)
– Buchenholzkohle
– Grillhaube

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Zuerst muss der Grill auf dem Kopf gestellt werden, um auf der Unterseite werkzeuglos das Batteriefach zu öffnen. Das Fach kann anschließend mit den vier Mignon Batterien bestückt werden.

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Die Funktion des Ventilators wird durch Drehen des Knopfes und anschließendem blauen Lichtkranz quittiert.

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Bevor ich den nun einsatzbereiten anthrazitgrau-farbenden LotusGrill einweihe, werde ich zuvor die einzelnen Teile beschreiben. Der aus Edelstahl bestehende Grillrost hat einen Durchmesser von 32 cm und wird durch eine ca. 3 cm hohe „Reling“ begrenzt. Diese soll u. a. verhindern, das Würstchen vom Rost runterrollen und die Haube tragen.

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Der Grillrost wird durch zwei gegenüberliegende Verriegelungsschnallen aus Edelstahl mit der Grill-Außenhülle fixiert.

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Nun ist der, ebenfalls aus Edelstahl gefertigte, Holzkohlebehälter (bestehend aus Anzündschale, Holzkohlebehälter u. Deckel) frei zugänglich.

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Schlussendlich kann die Edelstahl-Innenschale ggf. zur Reinigung entnommen werden.

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Die Aufgabe

Nachdem alles wieder zusammengebaut war, sollte nun der Praxistest beginnen. Die Außentemperaturen lagen bei ca. 3 Grad Celsius – fast schon ein echtes Wintergrillen. ;-)
Da ich schon im Vorfeld felsenfest davon überzeugt war, dass der LotusGrill kurzgegrilltes Fleisch und Gemüse wie Auberginen, Zucchini, Würstchen, Nackensteak & Co. mit Bravour meistert, endschied ich mich für ein 1,8 kg schweres Kikok-Hähnchen. Für derlei große Grillteile ist selbstverständlich ein Deckel bzw. Haube notwendig, welches (wie bereits erwähnt) dem Spezialset „Grillhaube“ beiliegt. Die Haube ist für einen Preis von 49,99 EUR auch separat zu beziehen und nur in der neutralen Farbe Grau erhältlich. Die Haube passt haargenau auf die „Reling“ des Grillrostes.

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Die Vergrillung

Als Erstes wurde der Holzkohlebehälter mit der mitgelieferten Buchenholzkohle befüllt. Selbstverständlich kann auch jede andere Kohle oder Briketts verwendet werden.

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Nun wurde etwas Brennpaste auf die Anzündschale aufgetragen und anschließend mit einem Stabfeuerzeug angezündet.

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Nachdem der Holzkohlebehälter auf die Anzündschale gesetzt und der Regler für die Belüftung auf Maximum eingestellt wurde, war die Kohle nach noch nicht einmal vier Minuten vollständig durchgeglüht.

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Nun setzte ich das mit Hähnchen-Spezial-Gewürzsalz bestreute Kikok-Hähnchen auf den Hähnchenhalter und stelle den Lüftungsregler auf ca. 60 Prozent Leistung.

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Zur Entlüftung wurde der Deckel der Haube leicht geöffnet.

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Das Deckelthermometer zeigte eine Temperatur von ca. 125 Grad Celsius an. Da ich jedoch eine Gartemperatur von ca. 160 – 180 Grad Celsius anstrebte, stellte ich den Lüftungsregler wieder auf Maximum ein. Leider blieb die Temperatur bei ca. 130 Grad Celsius, die Buchenholzkohle jedoch verbrannte nach ca. 35 Minuten vollständig.

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Mir blieb nichts anderes übrig als mit feuerfesten Handschuhen die Verriegelungsschnallen zu lösen und den Grillrost mit samt des Hähnchens und der Haube von der Grillschale zu heben. Auf der noch glühenden Restkohle stellte ich stehend vier größere Holzkohlebriketts (Greek Fire) und setzte anschließend wieder die ganze Apparatur auf.

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Die Temperatur stieg sehr schnell wieder auf ca. 125 Grad Celsius. Da das Hähnchen schon ein wenig Farbe angenommen hatte, stellte ich die Exaktheit des Deckel-Thermometers in Frage und kontrollierte die Gartemperatur mit einem elektronischen Thermometer. Das elektronische Thermometer zeigte eine ca. 35 Grad Celsius höhere Temperatur an, weshalb auch zu erklären war, dass das Hähnchen schon Farbe angenommen hatte.

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Die Temperatur konnte über den verbleibenden Zeitraum von ca. 80 Minuten mit 75-prozentiger Lüfterleistung exakt gehalten werden.

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Das Ergebnis

Nach insgesamt ca. 120 Minuten sprang der roter „Nippel“ des in der Hähnchenbrust befindlichen Einwegthermometers raus und signalisierte das fertig gegarte Kikok-Hähnchen.

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Insgesamt vier Erwachsene konnten sich an dem von außen kross-gebräunten und innen saftigen Premium-Hähnchen mit Country Potatoes und Sour Cream satt essen.

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Selbstverständlich hätte auch noch ein sehr viel größeres Exemplar unter der Haube Platz gefunden, was das weiter oben abgebildete Haubenbild beweist.

Die Reinigung des Grills ging anschließend unwahrscheinlich schnell vonstatten. Die Innenschale wurde lediglich mit Spülmittel und Wasser ausgewischt, der Grillrost mit einem Edelstahl-Schwamm gereinigt. Danach sah alles wieder picobello aus.

Obwohl der Grill nun wieder so schön sauber war, reizte es mich unbedingt noch abends ein leckeres Entrecote zu grillen.
Nach der gleichen Prozedur wie oben beschrieben, konnte ich nach ca. 4 Minuten das dünne 180 g Rindersteak auflegen und es von beiden Seiten, jeweils 90 Sekunden lang auf der 10 Uhr- und 2 Uhr-Stellung grillen.

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Die Temperatur lag im Zentrum des Grillrostes (ca. 3 Grad Celsius Außentemperatur) bei ca. 290 Grad Celsius (der Emissionsgrad wurde zuvor manuell korrekt bestimmt).

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Nach dem scharfen Angrillen legte ich das Steak für ca. sieben Minuten an den Rand des Grills und lies es nachgaren bis zu einer Kerntemperatur von ca. 54 Grad Celsius. Das Ergebnis war wie erwartet perfekt – außen kross mit vielen Röstaromen und innen herrlich saftig – medium bis medium-rare.

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Das Fazit

Der LotusGrill überzeugt in Farbe, Leistung und Größe. Es ist garantiert für jeden Grill-Fan die passende Farbe mit dabei. Er kann problemlos auf einen Glas- oder Kunststofftisch im Garten gestellt werden, da die Außen- von der Innenhülle getrennt ist und somit relativ kühl bleibt. Das Transport- und Lagermaß ist sehr gering. Der LotusGrill bereitet genauso Steak-Freunden große Freude, wie Experimentierfreudigen- und Gelegenheits-Grillern. Erst die Grill-Haube ermöglicht dem ambitionierten Griller mehr zu grillen als ein einfaches Nackensteak oder ein Würstchen.
Wie mein Erfahrungsbericht zeigt, muss niemand mehr Angst vor großen Grill-Teilen auf kleinen Tischgrills haben, denn sie gelingen mit dem LotusGrill garantiert. Selbst die sehr nah über dem Grillrost hängenden Beine des Hähnchens waren weder verbrannt noch trocken.
Einzig und allein das Deckel-Thermometer der Haube verrichtete seinen Dienst nicht so, wie man es von einem guten Thermometer erwartet.
Für etwas größere Familien gibt es übrigens auch eine große Variante des Grills mit einem Grillrost-Durchmesser von 40,5 cm – der sogenannte LotusGrill XL. Auch das Zubehör-Programm – von der Teppanyakiplatte bis zum Pizzastein – kann sich sehen lassen.
Schaut euch die tollen Angebote von Rauchfreier-Grill.de unbedingt einmal genauer an!

Dry Aged Angus Chuck Roll Bone-in mit Schalotten-Balsamico-Sauce

Zutaten
Dry Aged Angus Chuck Roll Bone-in (ca. 1 kg)
250 g Schalotten
1 EL Zucker
1 TL Butter
300 ml Portwein
80 ml Rinderfond (braune Sauce)
60 ml Aceto Balsamico di Modena
Murray River Saltflakes
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 – 2 EL Olivenöl
3 – 4 Zweige Thymian
1 kleine Knoblauchzehe

Das Chuck Roll Bone-in beschreibt ein Steak, welches aus dem Rindernacken inklusive dem Rückenknochen geschnitten wurde. Man könnte auch auf gut Deutsch Nackensteak sagen. Bei ADLA-Gourmet wird es ganze 6 Wochen gereift (Dry Aged). Es besitzt eine relativ gute Marmorierung, ist jedoch keineswegs so zart wie z. B. ein Ribeye (Entrecôte) oder Roastbeef, jedoch sehr intensiv im Geschmack.

Zu dem Steak plane ich eine tolle Schalotten-Balsamico-Sauce, welche schon im Vorfeld der Vergrillung sehr gut vorbereitet werden kann.

Die wichtigsten Zutaten im Überblick.

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Die tolle Marmorierung des Steaks.

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Schalotten-Balsamico-Sauce

Die Schalotten schälen und je nach Größe in jeweils 4 – 6 Spalten schneiden.

Einen Topf erhitzen und darin den Zucker hellbraun karamellisieren.

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Anschließend die Schalottenspalten mit der Butter hinzufügen und dabei 2 – 3 Minuten lang ständig umrühren.

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Nun den Portwein, guten Aceto Balsamico und den Rinderfond angießen und ca. 40 – 50 Minuten lang köcheln lassen. Zum Schluss mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und Meersalz würzen.

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Währenddessen den gusseisernen Rost auflegen und den Grill auf maximale Temperatur aufheizen.

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Das Steak großzügig mit Murray River Saltflakes bestreuen.

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Das Fleisch jeweils von beiden Seiten 90 Sekunden lang auf der 10 Uhr- und 2 Uhr-Stellung grillen.

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Übrigens, der Rost lässt sich wunderbar von beiden Seiten verwenden. In diesem Fall verwendete ich die Seite mit den breiteren Streben, um ein maximales Branding auf dem Steak zu erreichen.

Nun den normalen, emaillierten Rost auf den vorhandenen gusseisernen Rost legen und das Steak zum Garziehen auf den normalen Grillrost setzen. – Dadurch wird der gusseiserne Rost keine hohe Hitze mehr an das Steak abgeben und schonend bei einer Gartemperatur von ca. 150 Grad nachgaren. Des Weiteren wurde das Fleisch mit einigen Zweigen Thymian und einer klein geschnittenen Knoblauchzehe belegt, sowie mit 1 – 2 EL Olivenöl beträufelt.

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Beim Erreichen der gewünschten Kerntemperatur von exakt 55 Grad Celsius wurde angeschnitten…

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…und zusammen mit der Schalotten-Balsamico-Sauce und Knödeln serviert.

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Wer auf etwas durchwachseneres Fleisch steht, sollte das unwahrscheinlich aromatische Dry Aged Angus Chuck Roll Bone-in ruhig einmal probieren. Die Schalotten-Balsamico-Sauce ist unwahrscheinlich ausgewogen und passt ausgezeichnet zum Fleisch und der Beilage. Gegessen wurde das Gericht zudem noch mit Rotkohl. Alles zusammen ein absoluter Traum!

ADLA-Gourmet – Fleischversender aus meiner Region

Auf der Suche nach einem regionalen Fleischhändler, führte mich meine Internet-Recherche nach Breddenberg. Die Gemeinde Breddenberg liegt im Landkreis Emsland, geografisch gesehen also direkt über dem Landkreis Grafschaft Bentheim in dem ich lebe. In dem 770 Einwohner-Dörfchen Breddenberg hat sich ein Unternehmen zum Ziel gesetzt, regionales Fleisch mit höchsten betriebseigenen Standards zu veredeln. Die Rede ist vom Unternehmen ADLA-Gourmet, welches sich für die Züchtung, Fütterung, Haltung, Schlachtung und Reifeprozess ihres Fleisches höchst persönlich verantwortlich zeigt.

Nachdem ich mich letzten Montag ausführlich über die Produkte auf den Internetseiten des Fleischversenders informierte war für mich klar, vor lauter Neugierde und auch großer Erwartung umgehend eine Bestellung einzuleiten. Die Ware wurde nach vorheriger Absprache des Liefertermins, von mir am Mittwoch pünktlich vom UPS-Fahrer entgegengenommen. ADLA-Gourmet verspricht die Lieferung in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Nach dem Öffnen des Umkartons hielt ich als Erstes einen hochwertigen Katalog „Meat in Germany“ und die Rechnung in den Händen.

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In dem Umkarton befand sich eine Styroporbox mit einer Wandung von sage und schreibe 5 cm! Der Deckel greift in die Vertiefungen der Box, verhindert dadurch jegliche Luftdurchlässigkeit und hält die durch Kühlakkus und Trockeneis vorhandene Kühlung bis zu 2,5 Tage.

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Unter den Kühlakkus liegt das einzeln in Folie vakuumierte, schockgefrostete Fleisch.

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Meine Bestellung bestand aus folgenden Produkten:

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– Dry Aged Lipstye Strohschwein Ribeye Bone-in (Schweinenackenkotelett)

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– Dry Aged Angus Chuck Roll Bone-in

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– Dry Aged Tajima Wagyu Burger Patties

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– Dry Aged Red Heifer Auslese Ribeye

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– Dry Aged Red Heifer New York Cut Rib

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Als ich diese außergewöhnlich gute Fleischqualität sah, juckte es mir sofort in den Fingern und ich hätte am Liebsten sofort meinen Grill angeworfen und von dem Fleisch gekostet. Nur leider war das Fleisch gefroren und ich war mitten in der Gartenarbeit. Also blieb mir nichts anderes übrig, als die Vergrillung auf den nächsten Tag zu verschieben. – Mein Plan: Mit viel Zeit und Hingabe ein schönes Steak grillen und anschließend in Ruhe genießen!

Um das „Dry Aged Red Heifer Auslese Ribeye“ schonend über Nacht aufzutauen, legte ich es am Abend zuvor in den Kühlschrank. Während der Grill am nächsten Tag den gusseisernen Rost mit maximaler Temperatur aufheizte, bestaunte ich das 60 Tage trocken gereifte Ribeye-Steak und dessen Marmorierung. Der Anblick des für mind. 6 Wochen trocken gereiften Steaks, der ca. 24 Monate alten Färse, machte Spaß und verschaffte Neugierde auf den Geschmack.

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Auf gings! – Das 484 g schwere Steak wurde zuvor großzügig mit Murray River Saltflakes eingerieben.

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Dann wurde das Steak von beiden Seiten für jeweils ca. 80 Sekunden auf der 10 Uhr und 2 Uhr-Stellung gegrillt.

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Auch die äußeren Seiten vom Steak sollten für einige Sekunden in Kontakt mit dem extrem heißen gusseisernen Rost kommen.

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Nun musste die Temperatur des Grills auf ca. 150 Grad Celsius heruntergeregelt und der Grillrost ggf. durch einen erkalteten Rost ersetzt werden. Das Steak garte nun bei geschlossenem Deckel bis zu einer Kerntemperatur von exakt 53 Grad Celsius nach.

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Nachdem die angestrebte Kerntemperatur erreicht wurde, ruhte das Steak noch weitere 3 – 5 Minuten auf dem Schneidbrett. Danach erfolgte schlussendlich der Anschnitt.

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Umgehend stibitzte ich mir eine Tranche und genoss diese ohne weiteres Salz, Pfeffer oder eines anderen Gewürzes.
Der Geschmack war wirklich umwerfend! Unfassbar, wie lecker ein deutsches Rind schmecken kann! Nicht verwunderlich, dass ADLA-Gourmet diesem Fleischstück das Qualitäts-Prädikat „RED HEIFER AUSLESE“ gegeben hat. Dieses Qualitäts-Prädikat beschreibt u. a. die sehr gute Marmorierung von BMS #5 – #12.

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Auch die Kombination der zuckersüßen Möhrchen von der gusseisernen Platte und der lila Kartoffeln mit selbstgemachter Bärlauchbutter schmeckte ausgezeichnet und war eine wahre Augenweide.

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Fazit
Auch wenn man schon öfter gedacht hat, dass leckerste Steak in seinem Leben entdeckt zu haben, wird man aller Voraussicht nach früher oder später erneut eines Besseren belehrt. Dieses Steak war ein absolutes Geschmackserlebnis welches seines Gleichen sucht. Einziger Wermutstropfen ist der hohe aber meines Erachtens absolut gerechtfertigte Preis. Lieber seltener, dann aber besser genießen!
Freut euch auf die Vergrillung der nächsten Fleischstücke in den nächsten Wochen und probiert ADLA-Gourmet unbedingt auch einmal aus!

Royal Flush Flank Steak

Zutaten
1 Flank Steak (1,2 kg)
1 EL Royal Flush Rub (Udenheim BBQ)
2 EL Parmesan
Murray River Salt Flakes

Zur Zubereitung des Royal Flush Flank Steaks werden nur wenige Zutaten benötigt. Die Hauptzutat kommt von keinem geringeren, als den YouTube BBQ Blogger Jörn Rochow von Udenheim BBQ – BBQ aus Rheinhessen. Er hat vor Kurzem seine ersten beiden, eigen kreierten Rubs auf dem Markt gebracht.
Bacon Goodness u.
Royal Flush Rub
Letzterer kommt heute zum Einsatz und wird unter Zugabe von Parmesan seinen Geschmack auf einem tollen Flank Steak entfalten.

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Der Rub enthält laut Herstellerangaben folgende Zutaten:
Zwiebeln, Paprika, Tomaten, Rohrzucker, Salz, Gewürze (Senf u. Sellerie) und mediterrane Kräuter.

Da ich beschlossen habe das Flank Steak auf dem Beefer zu garen, bereitete ich als erstes die Royal Flush Parmesan Mischung zu. Dazu werden ca. 2 EL geriebenen Parmesan mit 1 EL Royal Flush vermischt und anschließend erst einmal zur Seite gestellt.

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Das Flank Steak wurde zuvor ca. 2 Stunden lang Sous Vide gegart und besaß eine Kerntemperatur von 50 Grad Celsius. Es ist immer wieder erstaunlich, wie exzellent der Severin SV 2447, Sous-Vide Garer die vorgegebene Temperatur hält. Proben mit dem Einstichthermometer in dem Fleisch belegen dieses immer wieder bei meinen Einsätzen mit dem Einstieg-Sous-Vide Garer!

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Damit das langfaserige Flank Steak sich beim starken Erhitzen nicht aufrollt, wurde es zuvor mit einem scharfen Messer von beiden Seiten rautenförmig eingeschnitten und anschließend von einer Seite großzügig mit Murray River Salt Flakes bestreut.

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Das Steak mit der Salz bestreuten Fläche nach oben zeigend in den Beefer schieben und für ca. 50 – 60 Sekunden beefen.

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Zwischenergebnis ist eine leckere Salzkruste.

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Das Steak einmal wenden und mit der ohne Salz bestreuten Fläche nach oben zeigend ebenfalls für ca. 50 – 60 Sekunden beefen.
Nun die Royal Flush Parmesan Mischung gleichmäßig über das Steak streuen, den Beefer auf „Sparflamme“ stellen und anschließend das Steak in den unteren Bereich des Beefer legen.

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Nach ca. 30 – 45 Sekunden ist der Parmesan geschmolzen und das Steak mit einer Kerntemperatur von ca. 54 – 55 Grad Celsius fertig gegart.

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Es lässt sich in der Nachaufnahme sehr gut erkennen, wie schön sich der Parmesan mit dem Royal Flush Rub und dem Fleisch verbunden hat.

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Beim Anschnitt zeigt sich der perfekte Gargrad.

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Eine krosse Salzkruste von unten, eine schmackhafte Royal Flush Kruste von oben und in der Mitte zartes saftiges Fleisch.

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Als Beilage gab es selbstgemachte Country Potatoes.

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Das Royal Flush Flank Steak ist das Geschmackserlebnis pur! Der Rub schmeckt im Zusammenspiel mit dem Parmesan immer noch sehr ausgewogen. Beim Reinbeissen in eine Tranche knistern die beiden leckeren Krusten angenehm im Mund.

Probiert doch selbst einmal diesen tollen Rub aus. Ich gebe eine absolute Kaufempfehlung für Jörn´s Royal Flush Rub und werde ihn zukünftig noch häufig einsetzen!

KAI Shun BBQ-Set – Steakmesser u. Schneidbrett

Zu einem guten Steak gehört ein gutes Steakmesser!

Nun ist es endlich da – das neue KAI Shun BBQ-Set in der Limited Edition, bestehend aus einem Shun Steakmesser mit einem Eichenholzschneidbrett.

Die Produktverpackung ist sehr stylisch. Eine chamoisfarbene Banderole ziert die rabenschwarze Schachtel.

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Gut verpackt, beinhaltet die Schachtel folgenden Inhalt.

– 1 Shun Steakmesser, 12,0 cm Klinge, 12,0 cm Griff
– 1 Eichenholzschneidbrett
– Pflegehinweis für das Schneidbrett

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Die Klinge des Shun Steakmessers besteht aus Dreilagenstahl, misst 12 cm in der Länge und wird durch eine hübsche dekorative Musterung geziert.

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Der genietete Griff des Messers misst ebenfalls 12 cm in der Länge und wurde bündig überschliffen.

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Auf einer der Längsseiten des hochwertigen Eichenholzschneidbretts prangt das KAI-Logo. Das Schneidbrett verfügt über eine umlaufende Saftrille, die herauslaufenden Fleischsaft auffängt. Die zwei Griffmulden an den beiden kurzen Seiten erweisen sich beim Anfassen und Tragen als sehr hilfreich. Die Maße des Bretts lautet: 30,0 x 22,0 x 2,0 cm.

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Auf der Unterseite des Schneidbretts befinden sich 4 rutschfeste Füße. Das Schneidbrett „klebt“ regelrecht auf dem Tisch und garantiert sicheren Halt beim Schneiden.

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Genug der Theorie, nun möchte ich endlich wissen, wie sich das Set in der Praxis schlägt. Ich testete es mit einem argentinischen Entrecôte, welches vor dem Grillen gesalzt und nach dem Grillen mit Pfeffer gewürzt wurde.

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Jetzt bin ich gespannt und kann es kaum abwarten…

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…das Messer gleitet mit einem leichten Druck butterweich durch das Steak. Dieses Gefühl kenne ich nur von großen Santoku- u. Küchenmessern.

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Auf dem folgenden Bild könnt ihr vielleicht noch deutlicher sehen, wie gerade dieser Schnitt ausfiel.

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Auch durch die Mitte des Steaks, an der Stelle des Fettauges, gleitete das Messer ohne Widerstand durchs Fleisch. Wirklich toll!

Fazit
Der genietete Griff des Shun Steakmessers fühlt sich wertig an, die Klinge sieht durch die dekorative Musterung sehr ansprechend aus. Das Messer ist unwahrscheinlich scharf. Eine Schärfe, die ich von meinen bisherigen Steakmessern nicht kannte.
Die umlaufende Saftrille des hochwertigen Eichenholzschneidbretts ist so breit, dass sie sich sehr gut reinigen lässt. Durch die auf der Unterseite angebrachten rutschfesten Füße, besitzt das Brett sicheren Halt beim Schneiden.

Nach nun mittlerweile vier Einsätzen des KAI Shun BBQ-Sets verbleibt mir nur Gutes zu berichten. Das Steakmesser ist scharf wie am ersten Tag und das Schneidbrett sieht optisch, nach ungefähr 100 Schnitten auf der selben Stelle, tadellos aus.

Selbstverständlich soll Qualität seinen Preis besitzen. Die unverbindliche Preisempfehlung des Sets liegt bei 99 EUR.
Wem der Preis nicht abschreckt und nach einem besonderen Steakmesser zu einem guten Steak sucht, ist mit diesem BBQ Set sehr gut bedient.

Steak Revolution – Filmrezension

Bereits vor dem Verkaufsstart (02.04.2015) des kulinarischen Food-Doku-Highlights „STEAK REVOLUTION – Zurück zum natürlichen Genuss“ nutzte ich die Gelegenheit, mir den Film einmal genauer anzuschauen. Meine persönlichen Eindrücke über diesen Film möchte ich euch nachfolgend schildern.

Der französische Produzent und Regisseur Franck Ribière hat sich eine schwierige Aufgabe gestellt. Er sucht nach dem perfekten Steak. Bei seiner langen Suche bereist er die unterschiedlichsten Länder. Ich habe mal versucht mitzuschreiben, in welchen Ländern er überall filmte und habe mit Sicherheit das ein oder andere Land vergessen.

  • Argentinien
  • Brasilien
  • Brooklyn (USA)
  • Montreal u. Toronto (Kanada)
  • Schottland
  • Kamakura u. Tokio (Japan)
  • Schweden
  • Toskana (Italien)
  • Spanien
  • Frankreich
  • Großbritannien
  • Belgien

In diesen vielen Ländern erklären Züchter, Bauern, Metzger, Köche und Restaurantmanager worauf es bei einem perfekten Steak ankommt.

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Dabei stößt der Regisseur immer wieder auf Genießer unterschiedlichster Regionen, die es gewohnt sind, ihr Fleisch fettfrei zu kaufen. Ohne zu viel spoilern zu wollen möchte ich hier anmerken, dass jeder mir bekannte ambitionierte Griller bereits weiß, wie wichtig der Geschmacksträger „Fett“ ist. In manchen Ländern wird Fleisch mit Fett (schon) zur Show gestellt, in anderen Länder wird es (noch) versteckt.

Der Film geht noch weiter und informiert über die unterschiedlichsten Rinder-Rassen. Es werden sowohl Rassen kleiner und großer Statur vorgestellt, Rassen die besonders viel intramuskuläres Fett einlagern können, Rassen die sehr krankheitsresistent sind, sowie Rassen die nur zu einem bestimmten Klima passen u.v.m. Nachfolgend einige im Film gezeigte Rassen:

  • Highland-Rinder
  • Black Angus
  • Charolais
  • Longhorn-Rinder
  • Kobe
  • Aubrac-Rinder
  • u. v. m.

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Auch auf die unterschiedlichsten Zuschnitte (Cuts) und Zubereitungsmethoden und Zutaten (z. B. das korrekte Salz, das perfekte Brennholz usw.) wird in diesem Film eingegangen.

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Es werden Spezialisten gezeigt die in der Lage sind, aus der Fleisch-Struktur Nährstoffe und Aromen herauszulesen. Obwohl Brasilien, Argentinien und USA die Giganten der Rindfleisch-Produktion sind, darf ein Besuch im Land des Kobe-Rinds nicht fehlen. Dort geht man u. a. dem Wahrheitsgehalt der Aussage nach, ob Kobe-Rinder wirklich mit Bier gefüttert und mit Sake massiert werden und ob sie tagsüber Musik hören.

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Der Film von Tiberius Film ist klassisch als DVD und Blu-ray erhältlich. Des Weiteren kann er per Video on Demand erworben werden. Er kostet als DVD ca. 13,99 EUR und als Blu-ray ca. 15,99 EUR.

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Fazit
Sicherlich erweitert dieser Film euren Horizont im Bereich „Steak“, jedoch kann er trotz der relativ großzügig bemessenen 126 Minuten nicht jede Frage beantworten und macht daher Lust auf mehr. Wenn ihr ein Steak-Freak seid, ist dieser Film ein Must-Have!

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Durch die Unterstützung von Tiberius Film könnt ihr jeweils eine von 3 DVDs oder Blu-rays STEAK REVOLUTION gewinnen.
Alle Infos zum Gewinnspiel hier. Viel Glück!
Das Gewinnspiel ist leider schon abgelaufen.

Hier könnt ihr euch den Trailer anschauen:
https://youtu.be/yDF1eC8qzho

Technische Daten
Originaltitel: Steak (R)evolution; Produktionsland+jahr: Italien / Frankreich / USA / Großbritannien / Kanada / Japan / Brasilien / Spanien / Schweden / Belgien 2014; Genre: Dokumentation; Ton: DVD: Deutsch: Dolby Digital 2.0; Deutsch: Dolby Digital 5.1; Französisch: Dolby Digital 5.1; Deutsch: DTS; BD: Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1; Französisch: DTS-HD Master Audio 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 16:9 1,78:1; BD: 1080i/50 HD 1,78:1; Laufzeit: DVD: ca. 126 Min., BD: ca. 126 Min.; Extras: Trailer; FSK: INFO Programm freigegeben; Bestellnummer: DVD: 22999; EAN-Code: DVD: 4041658229999; Bestellnummer BD: 29999; EAN-Code: BD: 4041658299992.