Gefüllte Nackensteaks mit Gorgonzola

Zutaten
400 g Cocktail- o. Kirschtomaten
frischer Thymian
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 EL Balsamicoessig
5 EL Olivenöl
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zucker
4 Schweinenackensteaks
120 g Frischkäse
40 g Gorgonzola
Dein Lieblingsrub

Heute ein Rezept, mit dem man ein langweiliges Schweinenackensteak aufpeppen kann.

Der Salat:
Die abgewaschenen Cocktail- oder Kirschtomaten in Scheiben schneiden und etwas feingehackten Thymian und Zwiebeln, sowie Balsamicoessig, Öl, Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und Zucker hinzufügen. Zum Durchziehen für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Die Nackensteaks werden mit deinem Lieblingsrub bestreut. Ich entschied mich bei 3 Nackensteaks für Magic Dust und beim vierten Nackensteak für Salz und Pfeffer. Die Steaks auf den für direkte hohe Hitze vorbereiteten Grillrost legen. Ich verwendete dazu die Grill Grates vom Haupert-Shop.de (ein ausführlicher Test folgt in den nächsten Tagen).

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Nach ca. 45 – 60 Sekunden haben die Steaks genügend Röstaromen gebildet, sodass sie noch einmal für die gleiche Zeit, jedoch um ca. 45 Grad gedreht, auf dem Grillrost verweilen sollten. Anschließend einmal wenden und weitere 45 Sekunden garen lassen.

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Nun werden die Nackensteaks vom Grill genommen und von der Seite, die das schöne Grillmuster ziert, leicht angeschnitten bzw. eingeritzt.

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Anschließend die Steaks wenden und großzügig mit der Füllung bestehend aus Frischkäse, Gorgonzola und etwas Salz, bestreichen.

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Die Steaks zuklappen und noch einmal für ca. 1 Minute in den indirekten Bereich des Grills platzieren, sodass die Füllungen erwärmt werden und anfangen zu schmilzen.

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Nun werden die gefüllten Steaks mit dem zuvor zubereiteten Salat überschüttet und mit Thymianzweigen garniert.

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Dazu passt Puszta-Reis, Country Potatoes, Pommes oder Baguette.

Spareribs vom Spieß

Zutaten
2 Stränge Spareribs
Olivenöl
Kräuter, frisch, gefroren oder getrocknet

Weniger ist manchmal mehr! Kürzer manchmal ähnlich gut!
Nicht selten investieren Grill-Begeisterte 5 – 6 Stunden Zeit für Ihre BBQ-Spareribs. Doch manchmal kann es angenehmer sein, wenn man schneller zu einem ansehnlichen Ergebnis kommt.
Durch nachfolgender Zubereitung erwarten euch Spareribs mit folgenden Eigenschaften.
– nur 1 Stunde Garzeit (bei 220 – 240 Grad GT)
– weich und saftig (relativ kurze Garzeit; Olivenöl vermeidet das Austrocknen)
– knusprig (durch hohe Gartemperatur)
– würzig (sehr neutrales Gewürz; ideal für Kinder und Potenzial zum Pimpen mit BBQ-Saucen)

Zur Zubereitung
Nachdem die Spareribs von der Silberhaut befreit wurden, wird zwischen jeder 2. Rippe ein kleines Loch gestochen.

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Die Spareribs auf den Spieß „fädeln“. Es passen mindestens 2 Stränge auf einem Spieß.

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Das Fleisch mit Olivenöl einpinseln…

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…und anschließend großzügig mit Kräutern bestreuen. Ich verwendete dazu den „Kräuterbutter-Mix“ von Ankerkraut.

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Nachdem der Grill für indirekte Hitze vorbereitet wurde, kann der Spieß installiert werden. Ein großer Anzündkamin Briketts erzeugte eine Gartemperatur von ca. 240 Grad.

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Während der Garzeit sollten die Spareribs ca. alle 10 – 15 min. mit Olivenöl bestrichen werden.

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Sobald sich das Fleisch zurück zieht und die einzelnen Knochenenden freiliegen, sind die Spareribs gar und verzehrfertig.

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Ich hätte im Vorfeld nie gedacht, dass es während dieser relativ kurzen Zeit zu einem so positiven Ergebnis kommt. Das Fleisch nimmt während des Rotierens den Bratensaft und das Olivenöl immer wieder auf und vermeidet das Austrocknen.
Wer möchte, kann die Spareribs zum Schluss noch einmal auf dem Spieß mit BBQ-Sauce moppen, mit Ahornsirup bestreichen oder beim Essen in BBQ-Sauce dippen.
Überzeugt euch von dieser Zubereitungsmethode und grillt es nach – es lohnt sich auf alle Fälle!

Kebab-Spieße aus Lammgehacktem

Zutaten
1.500 g Gehacktes vom Lamm
6 EL Petersilie, gehackt
1 große Zwiebel
3 Jalapeño, gehackt
4 EL Ingwer, gehackt
3 Knoblauchzehen, fein geschnitten
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Koriander
2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
0,5 TL Muskatnuss, gemahlen o. gerieben
grobes Meersalz

Heute wieder einmal ein ganz einfaches Rezept, welches jedoch umso leckerer schmeckt!
Alle o. a. Zutaten in einer Schüssel vermengen und ggf. mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen.

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Als Ablagefläche für die Flach-Spieße verwendete ich zwei, zuvor mit Alufolie abgedeckte, Ziegelsteine und stellte sie hochkant auf der langen Seite auf den Kohlerost. Dazwischen schüttete ich die durchgeglühten Briketts eines gefüllten Anzündkamins. Selbstverständlich lassen sich die Kebab-Spieße auch direkt auf den Rost grillen, jedoch läuft man dabei Gefahr, dass sie schneller zerfallen.

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Nun nimmt man jeweils eine Handvoll Lammgehacktes und formt es um die Flach-Spieße. 1.500 g Gehacktes ergaben bei mir insgesamt 9 Kebab-Spieße. Nun werden die Spieße auf die Ziegelsteine gelegt, anschließend der Grills mit dem Deckel geschlossen.

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Nachdem die Unterseiten der Kebab-Spieße knusprig gegrillt wurden, werden die Spieße einmal gewendet.

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Haben auch die gegenüberliegenden Seiten Röstaromen angenommen, können die Kebab-Spieße direkt serviert werden.

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Als Beilage wählte ich Kräuterbaguettes mit Knoblauch-Creme. Empfehlen kann ich aber auch den Klassiker mit Tzatziki, Reis oder Pommes Frites.
Übrigens, die zur Verwendung gekommenden Flach-Spieße erwarb ich zuvor in einem türkischen Supermarkt für jeweils 1,19 EUR. Ein leckerer Spaß für wenig Geld!

Schweinebäckchen BBQ-Style

Zutaten
500 g Schweinebäckchen
0,5 l Apfelsaft
0,5 l Rotwein
Rub, z. B. Ankerkraut „Pull That Piggy!“
für die Glaze
8 EL Rotwein
100 ml Ketchup
1 TL Lieblings-Rub
1 TL brauner Zucker
1,5 EL Worcester Sauce

Zum Wochenende bekam ich von yourbeef.de eine neue Lieferung mit tollem Fleisch. Unter Anderem waren auch zwei 500 g-Pakete Schweinebäckchen mit dabei. Bei Rezept-Recherchen, wie man Schweinebäckchen zubereitet, stieß ich immer wieder auf Schmorgerichte, die zum Grillen jedoch nicht besonders geeignet sind. Somit musste ich mir etwas eigenes einfallen lassen und bin nun stolz darauf, euch folgendes Rezept vorstellen zu dürfen – denn es ist so richtig gut geworden!

Zuerst werden die Schweinebäckchen von restlichen Sehnen und Silberhaut befreit.

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Das Fleisch für ca. 2 Stunden in unverdünnten Apfelsaft einlegen.

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Die Schweinebäckchen trocken tupfen und anschließend mit einem Rub einreiben. Ich entschied mich für Pull That Piggy! von Ankerkraut.

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Nun wird das Fleisch in Folie eingewickelt und verweilt über Nacht im Kühlschrank. Während dessen sollten einige Wood Chips (ich nahm in diesem Fall Eiche) in Wasser eingelegt werden, die am nächsten Tag zum Räuchern benötigt werden.

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Am nächsten Tag wird der Grill für das indirekte Grillen vorbereitet und auf 100 Grad Gartemperatur eingeregelt. Das funktioniert am einfachsten mit dem Smokenator 1000. Anschließend wird das Grillgut aufgelegt.

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Um den Grill zum Rauchen zu bringen, werden nun einige in Wasser getränkte Wood Chips auf die glühenden Kohlen gelegt. Diesen Vorgang wiederholte ich noch weitere 2 Mal im Abstand von 20 Minuten.

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Nach einer Stunde ist die Smoke-Phase zu Ende und die Schweinebäckchen müssen eine weitere Stunde bei exakt 100 Grad auf dem Rost verweilen. Während dieser Zeit wird das Fleisch in regelmäßigen Abständen mit etwas Apfelsaft bestrichen. Anschließend wird das Fleisch auf einem Rost gelegt, dieser wiederum „schwebt“ über eine Edelstahlschale, gefüllt mit Rotwein.

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Die Schale muss nun „luftdicht“ mit Alu-Folie verschlossen werden und wandert nun für 2 Stunden, bei ca. 120 – 140 Grad, in den Grill.

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Ein guter Zeitpunkt, um die Glaze anzurühren. Dazu erhitzte ich die o. a. Zutaten und ließ die Sauce ca. 10 Minuten ganz leicht köcheln. Sobald die 2 Stunden der Dampf-Phase vorüber sind, werden die Schweinebäckchen wieder ausgepackt und auf den Grillrost gelegt.
Jetzt muss das Fleisch das erste Mal mit der Glaze bestrichen werden. Das Bestreichen kann je nach Belieben weitere 2 – 3 Mal, jeweils nach ca. 10 – 15 min., wiederholt werden.

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Nun ist der Zeitpunkt des Anschnitts gekommen. Der Rauchring lässt sich 1A erkennen!

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Damit ihr euch vorstellen könnt, wie saftig und zart die Schweinebäckchen sind, habe ich einen Teilbereich des Bildes noch einmal vergrößert. Seht ihr die Flüssigkeit zwischen den Fleischfasern? – Einfach unglaublich, oder? Das Bild erinnert mich ein wenig an ein saftiges Brisket.

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Als Beilage gab es Kartoffelgratin und Kohlrabi. Der Rotwein in der Glaze konnte dezent herausgeschmeckt werden.

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Das war wieder einmal ein richtiges tolles Essen, welches noch öfter und in größeren Mengen wiederholt wird.

Schweinemedaillons in Calvadossauce

Zutaten
500 g Schweinefilet
2 Äpfel
Saft einer halben Zitrone
40 g Butter
6 cl Calvados
200 ml Sahne
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
ggf. grob gemahlene Pfeffer-Mischung
(z. B. Steak Champ Gewürzmischung No. 1 New York)

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Das Schweinefilet in ca. 3 – 4 cm hohe Medaillons schneiden und seitlich durch eine Pfeffer-Mischung rollen. Ich verwendete die „Gewürzmischung No. 1 New York“ von Steak Champ, welche ich schon einmal in diesem Bericht ausführlich testete.
Für diejenigen (z. B. meine Kinder), die nicht so gerne würzig essen, genügt es die Filets zu salzen und nach dem Grillen leicht mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer zu würzen.

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Den Grill für direkte mittlere Hitze vorbereiten und die Medaillons beidseitig für ca. 90 sec. grillen.

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Nun das Fleisch in den indirekten Bereich des Grills verlagern und den Topf mit Butter erhitzen.

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Während das Fleisch grillt und gart, die beiden geschälten und entkernten Äpfel in Spalten schneiden oder mit einem speziellen Küchenhelfer wie dem Lurch Spirali in Apfel-Spaghetti drehen. Bei Verwendung von Apfelspalten, diese in den heissen Topf geben und wenige Minuten lang goldbraun braten. Bei Verwendung von Apfel-Spaghetti, lediglich kurz anbraten.

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Den Saft einer halben Zitrone zu den Apfel-Spaghetti geben und noch einmal kurz durchziehen lassen.

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Die Apfel-Spaghetti aus dem Topf nehmen und warm stellen. Den Bratensatz mit Calvados ablöschen und die Sahne unter ständigem Rühren hinzufügen. Kurz einreduzieren und zum Schluss mit Salz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer würzen.

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Die Medaillons auf einem vorgewärmten Teller legen und auf jedem Medaillon ein paar warmgehaltene Apfel-Spaghetti positionieren, anschließend mit der Calvadossauce übergießen.

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Als Beilage passen Kartoffelnester oder Bandnudeln mit Gemüse nach Wahl.
Ein sehr leckeres, relativ einfach zubereitetes Festessen, welches nichts mehr mit einem typischen Grill-Gericht zu tun hat. Beide Daumen hoch!

Teigspieße mit Bacon und Knoblauch

Zutaten
ca. 10 Holzspieße, gewässert
500 g Pizzateig
150 – 200 g Bacon
80 ml Olivenöl
1 EL Rosmarin, frisch geschnitten
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
der Teig (oder nach Wahl)

Ich habe mal wieder eine super Beilage ausprobiert, bei der man so gut wie nichts vorbereiten muss. Probiert es doch selbst einmal aus, es lohnt sich!

Die zerdrückte Knoblauchzehe und das frisch geschnittene Rosmarin zusammen mit dem Olivenöl vermischen.

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Den ausgerollten Pizzateig der langen Seite nach in ca. 15 mm schmale Streifen schneiden, dünn mit der Marinade bestreichen und mit den Baconstreifen belegen.

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Den Pizzateig samt Bacon spiralförmig um die für ca. 2 Stunden gewässerten Holzspieße wickeln.

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Die Spieße mit dem Rest der Marinade ein weiteres Mal bestreichen.

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Nun werden die Spieße indirekt auf dem Grill gegart, während die Hauptspeisen parallel dazu zubereitet werden.

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Die Teigspieße benötigen ca. 20 Minuten zum Garen. Damit der Teig richtig aufgeht, sollte man während dieser Zeit nicht allzu oft den Deckel abheben.

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Am Besten schmecken die Teigspieße mit einem Zaziki- oder Aioli-Dip!

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Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass die Spieße mit geraspelten Käse überbacken sehr gut schmecken könnten. Ich teste weiter und berichte natürlich… ;-)

Hereford Strip Loin mit Parmesan-Basilikum-Kruste (Irish Beef)

Zutaten
300 g Steak aus dem Roastbeef
Salzflocken
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
35 g frisch geriebener Parmesan
1 El Basilikumblätter, fein gehackt
40 g Butter
1 Knoblauchzehe, zerdrückt

In der Weihnachtszeit nahm ich täglich am Irish Beef Adventskalender-Gewinnspiel teil und gewann zu meiner Überraschung am 18.12.2013 ein Irish Beef Gourmetpaket im Wert von 100 EUR.
Noch am selben Tag kontaktierte mich Irish Beef´s Partner Otto-Gourmet und besprach mit mir den Liefertermin.
Wenige Tage später erreichte mich das in einer lebensmittelsicheren Styroporbox befindliche, schockgefrostete Irish Beef Gourmetpaket mit folgendem Inhalt.

– 2 x 300 g Hereford Prime Strip Loin „dry-aged“
– 1 x 800 g Hereford Porterhouse Steak (> 3,2 cm) „wet-aged“
– Broschüre „Irisches Rindfleisch – Eine stolze Tradition“

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Schon im Sommer 2013 hatte ich als offizieller Irish Beef-Tester den ersten Kontakt mit irischem Rind und bin von der Fleischqualität seitdem mehr als begeistert. Ich empfehle euch, die damaligen Berichte hier und hier noch einmal anzuschauen – ich finde die Bilder immer wieder beeindruckend!

Zurück zur aktuellen Grill-Session, dem Hereford Strip Loin mit Parmesan-Basilikum-Kruste und Knoblauchbutter.

Nachdem der Holzkohlegrill für direkte starke Hitze vorbereitet wurde, wird das mit Salzflocken (Murray River Salt Flakes) eingeriebene Steak auf den sehr heißen gusseisernen Rost gelegt und verweilt dort mit geschlossenem Deckel für ca. 90 – 120 Sekunden.

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Nach dem Wenden wird das Steak mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer bestreut und mit dem Gemisch aus frisch geriebenen Parmesan und fein gehackten Basilikumblättern bedeckt.

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Nun wird das Steak für weitere 90 – 120 Sekunden auf dem gusseisernen Rost gegrillt.
Nachdem auch die 2. Seite des Steaks Röstaromen angenommen hat, wird es in die indirekte Zone gelegt. Während dessen wird unter direkter Hitze die Butter in einem Topf zum schmelzen gebracht und die zerdrückte Knoblauchzehe hinzugefügt.

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Der Knoblauch sollte leicht gold-gelb angebraten werden.

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Während das Steak in der Zwischenzeit die gewünschte Kerntemperatur von 54 Grad erreicht hat, wird es anschließend auf einen vorgewärmten Teller gelegt und mit der heißen Knoblauchbutter übergossen. Als Beilage gab es frisches Baguette.

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Fazit
Wow! – Das war wieder einmal ein Geschmackserlebnis, welches seinesgleichen sucht! Ein ausgezeichnetes Mittagessen!
Den ganzen Nachmittag lang lag mir der tolle Geschmack noch auf der Zunge, sodass ich Abends spontan entschied, auch noch das 2. Hereford Prime Strip Loin zu grillen. Dieses Mal auf dem kleinen Weber Q 120, der Steakmaschine schlechthin. Ich beließ es so gut wie naturbelassen, lediglich mit Salzflocken und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer gewürzt. Gleiches Ergebnis: Saftig – herzhaft – zart – Spitze!

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P. S. Für das 800 g Hereford Porterhouse Steak lasse ich mir demnächst etwas Tolles einfallen. Stay tuned!

Mediterrane Mini-Pizza vom Buchenfeuer

Zutaten
500 g Pizzateig
Olivenöl
500 g Cocktailtomaten
1 Schälchen getrocknete Tomaten in Öl, klein geschnitten
Fleur de Sel
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
2 x italienischer Burrata
1 TL Chiliflocken
100 g Parmesan, grob gerieben
Basilikumblätter
der Teig (oder nach Wahl)

Es gibt Menschen, die lieben ihre Pizza mit dickem Boden, sprich amerikanisch. Andere hingegen mögen ihre Pizza dick belegt mit Salami, Kochschinken, Pilzen und ähnlichem. Andere Varianten könnten vegetarisch, scharf, fruchtig, herzhaft bis süß, mit oder ohne Käse u.v.m. sein – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Heute stelle ich euch vor, wie meine perfekte Pizza aussieht.
– hauchdünner Teig
– krosser Boden der kleine Blasen wirft, jedoch nicht zu hart und trocken ist
– fruchtig-frisch
– Geschmack mit dem gewissen Etwas
– leichte Schärfe

Grundvoraussetzung für einen krossen Boden und durchgegarten, leicht gebräunten Belag, ist u. a. sehr hohe Hitze. Dazu zündete ich zwei, zu Dreiviertel mit Briketts gefüllte, Anzündkamine und zusätzlich einige Scheite Buchenholz im Fireplace.

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Wichtig ist für mich den Kompromiss zu schließen, zwischen ultra-hoher Hitze (welche die Rollen vom Deckelhalter zum Schmelzen bringen könnten) und zu schwacher Hitze (welche nicht genügend Oberhitze erzeugt).
Ich habe mit folgendem Setup die allerbesten Ergebnisse erzielt, hatte noch nie Hardware-Defekte und messe Temperaturen zwischen 350 – 400 Grad.

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Nun noch einige glühende Scheite Buchenholz dazu und alles relativ weit in den hinteren Bereich des Grills anordnen. Hohe Hitze an den Seiten, Höllenhitze in der Mitte (fern von den Deckelhalter-Rollen, jedoch nicht direkt unter dem Pizzastein).

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Schlussendlich den Pizzastein in den vorderen Bereich platziert, diesen ca. 20 Minuten vorheizen, anschließend weiteres Holz nachlegen und stets den Deckel geschlossen halten.
Eine Alternative wäre die Verwendung eines Pizzarings von z. B. Moesta-BBQ oder eines Pizzaaufsatzes von Weber.

Während der Pizzastein aufheizt, sollte der ausgerollte Pizzateig in kleine Stücke geschnitten und noch einmal ganz dünn ausrollt werden.
Alle Zutaten zum Belegen zurechtlegen. Übrigens! Burrata ist ein aus Kuhmilch bestehendes kleines Säckchen in der Form von Mozzarella.

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Im Innern erwartet euch eine Füllung aus italienischer Frischkäsecreme, bestehend aus Sahne und Butter, mit unbehandelten Mozzarella-Stückchen. Die Füllung zergeht auf der Zunge, der Geschmack ist einfach der Knaller!

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Zurück zum dünn ausgerollten Teig, der nun mit etwas Olivenöl benetzt und anschließend mit dem gezupften Burrata, den geviertelten Cocktailtomaten, den getrockneten Tomaten und den grob geriebenen Parmesan belegt wird. Es folgt etwas Fleur de Sel, frisch gemahlener Pfeffer und einige, wenige Chiliflocken.

Die frisch belegte Pizza kommt nun auf den heißen Stein und verweilt dort, selbstverständlich bei geschlossenem Deckel, ca. 4 bis 7 Minuten.

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Nachdem die Pizza fertig gegart ist, belegt man sie mit einigen gezupften Basilikumblättern.

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Auch von unten ist die Pizza perfekt gebräunt!

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Ich bin begeistert! Guten Appetit!

Lammkarree im Kräutermantel

Zutaten
(Inspiration aus dem Buch: Meister am Grill)
1 Lammkarree
1 kl. Zwiebel
1 Knoblauchzehe, frisch gepresst
3 EL Semmelbrösel
Petersilie, frisch
Thymian, frisch
Rosmarin, frisch
2 EL Olivenöl
Salzflocken
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Dijon-Senf

Heute mal wieder ein ganz einfaches aber edles Rezept.

Während der Grill auf eine Temperatur von ca. 180 Grad aufheizt, eine Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne anbraten, bis die Würfel glasig sind.

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Die Kräuter klein hacken und zusammen mit den Zwiebeln, der frisch gepressten Knoblauchzehe, den Semmelbrösel und dem Olivenöl zu einer Masse vermengen – anschließend erst einmal zur Seite stellen.

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Vom Lammkarree, je nach Vorliebe und Geschmack, etwas Fett entfernen und großzügig mit Salzflocken bestreuen.

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Das Fleisch von allen Seiten scharf angrillen, mit frisch gemahlenen Pfeffer bestreuen und dünn mit Dijon-Senf bestreichen.

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Nun einseitig die Kräutermantel-Masse auftragen und anschließend bis zu einer Kerntemperatur von 55 Grad indirekt garen. Vor dem Anschneiden 3 – 4 Minuten ruhen lassen.

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Wie schon so oft, hat mich das Irische Lammkarre French Rack aus der Metro nicht enttäuscht – ich berichtete schon einmal „hier“ darüber.
Das Fleisch ist butterzart und der Geschmack ist phänomenal. Zudem ist das Lammkarree im Kräutermantel, wie ich finde, eine Augenweide auf dem Teller.

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Schaut euch in diesem Zusammenhang auch unbedingt das Lammkarree-Rezept vom Gourmet-Marathon Ende 2011 an. Das Rezept steht ganz unten im Bericht, ist immer noch meine favorisierte Zubereitungsmethode und wurde seidem schon zigmal wiederholt.

Pulled Chicken

Zutaten
1,5 kg Hähnchenschenkel
1 kl. Zwiebel
Burger-Brötchen (Buns)

für den BBQ-Rub
2 TL Paprikapulver
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Knoblauchpulver
1 TL grobes Meersalz

für die BBQ-Sauce
(Steven Raichlen´s Basic Barbecue Sauce)
250 ml Ketchup
30 ml Apfelessig
30 ml Worcester-Sacue
24 g brauner Zucker
1 EL Melasse
1 EL Senf
0,5 EL Tabasco
0,5 EL BBQ-Rub nach Wahl
0,25 TL schwarzer Pfeffer
(optional) flüssiges Raucharoma

Die Zutaten für den Rub vermengen…

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…die mit Wasser gründlich gereinigten und abgetrockneten Hähnchenschenkel gleichmäßig damit einreiben.

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Den Grill für das indirekte Grillen (Gartemperatur 100 – 110 Grad) vorbereiten. Ich benutze dafür den Smokenator 1000. Die Garzeit beträgt ca. 2 bis 2,5 Stunden.
Wer später nicht soviel Garzeit investieren möchte, kann die Hähnchenschenkel mit einer Temperatur von 180 Grad innerhalb einer Stunde garen – das Fleisch wird allerdings etwas trockener.

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Während die Schenkel auf dem Grill garen, kann die BBQ-Sauce gekocht werden. Dazu gibt man alle o. a. Zutaten (für die BBQ-Sauce) in einen Topf und bringt den Inhalt unter ständigem rühren zum Kochen. Damit die Sauce etwas eindickt und noch kräftiger schmeckt, sollte die Sauce weitere 15 min. vor sich hinköcheln.

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Sobald die Hähnchenschenkel eine Kerntemperatur von 85 Grad erreicht haben, werden sie vom Rost genommen.

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Damit sich die Haut leicht vom Fleisch löst, sollte sie noch im heißen Zustand abgezogen werden.

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Die Haut klein schneiden und zusammen mit einer kleingewürfelten Zwiebel in der Pfanne mit etwas Öl oder Butter kross braten.
Nun kann das Hähnchen, unter Zuhilfenahme von 2 Gabeln, „gepulled“ werden.

Wenn alle Vorbereitungen erlegt sind, geht es jetzt an´s Belegen.

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Der Boden des (am besten selbstgebackenen) Buns wird als Erstes mit etwas BBQ-Sauce bestrichen.

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Es folgt das Fleisch…

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…und anschließend die krosse Haut mit den Zwiebeln.

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Zum Schluss noch ein weiterer Schlag BBQ-Sauce oben drauf und fertig ist der Pulled Chicken Burger Mini.

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Hmmmh – das schmeckte so gut – schnell nochmal eine größere Variante hinterher…

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…und eine Variante mit Mayonnaise – auch nicht schlecht!

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Selbstverständlich kann zusätzlich auch ein frisches Salatblatt, Krautsalat oder eine andere BBQ-Sauce hinzugefügt werden – lasst eurer Phantasie freien Lauf!

Auch am nächsten Tag schmeckt das Pulled Chicken noch ausgezeichnet – vielleicht sogar noch besser!?
Damit die Gewürze sowie die BBQ-Sauce intensiv in das Fleisch einziehen kann, alle Reste in eine Schüssel geben und am Folgetag noch einmal in einem frischen Bun genießen.

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Fazit
Sensationell! Bitte sofort nachgrillen! :-)