Ebelskiver Einsatz (derhobbykoch.de)

Ich liebe tolle Überraschungen – und das weiß anscheinend auch der Online-Shop derhobbykoch.de nur zu gut.

bigBBQ.de berichtete schon häufiger über das erfolgreiche Unternehmen aus Landshut, mit Know-how für alle ambitionierten Köche und Griller.
Zuletzt machte derhobbykoch.de mit dem Grill-Konfigurator auf sich aufmerksam. Ein Tool, mit dem ihr durch die Beantwortung von ein oder mehreren Fragen euren Weber-Traumgrill ermitteln könnt. bigBBQ.de berichtete bereits Ende des letzten Jahres darüber (Bericht: Der Grill-Konfigurator).

Zurück zu meiner Überraschung.

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Vor Kurzem erreichte mich wieder einmal ein solches Paket mit u. a. folgendem Inhalt und der Bitte um einen Produkt-Test.

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Eine Form zur Zubereitung von kugelförmigen Pfannkuchen, auch Æbleskiver oder Förtchen genannt, zubereitet mit süßer oder herzhafter Füllung.
Die Rede ist vom Ebelskiver Einsatz für das Weber Original Gourmet BBQ System. Backen auf Dänisch!

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Der aus porzellanemailliertem Gusseisen bestehende Ebelskiver Einsatz ist einteilig und besitzt 7 Vertiefungen. Den „Träger“ – das Gourmet BBQ System – gibt es nicht nur für die Holzkohlegrills mit 57 cm Durchmesser, sondern seit einiger Zeit auch für die Gasgrills der Serien Spirit, Genesis und Summit.

Für den Produkt-Test bereitete ich den Teig nach einem Weber Ebelskiver-Rezept vor.

Zutaten
Rapsöl
Puderzucker
Ahornsirup
Marmelade
Teig für ca. 50 Ebelskiver
540 g Mehl
1,5 TL Backpulver
4 EL Zucker
750 ml Milch
6 Eier (Eigelb und Eiweiß getrennt)
100 g Butter, geschmolzen

In einer Schüssel wird das Mehl, das Backpulver und der Zucker miteinander verrührt. In einer weiteren Schüssel verrührt man die Milch, die Eigelb (6 Stk.) und die Butter zu einer schaumigen Masse. Anschließend werden beide Inhalte miteinander verrührt und zu guter Letzt das steif geschlagene Eiweiß untergehoben.

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Der Inhalt eines halbvollen Anzündkamin wird auf zwei Kohlekörbe verteilt und zentriert in den Kugelgrill positioniert.

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Nun kann der Ebelskiver Einsatz in den GBS-Rost eingesetzt werden und sollte bei geschlossenem Deckel mindestens 10 Minuten vorheizen.
Nach dem Vorheizen wird zur weiteren Zubereitung der Deckel nicht mehr benötigt.

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Die einzelnen Vertiefungen werden mit Rapsöl eingefettet…

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…und ca. bis zur Hälfte (1 voller EL) mit Teig gefüllt.

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Nach einiger Zeit steigt der Teig hoch.

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Sobald die Ebelskiver auf der Unterseite eine leichte Bräunung aufweisen und leicht knusprig werden, müssen die kugelförmigen Pfannkuchen unter Zuhilfenahme eines Doppelspießes gedreht werden.

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Wenn auch die andere Seite eine leichte Bräunung aufweist, sind die Ebelskiver servierbereit.

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Die leckeren Pfannkuchen können je nach Belieben z. B. mit Puderzucker bestreut werden. Nachfolgend eine Variante mit kanadischem Ahornsirup…

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…und eine von mir geliebte Variante ohne Puderzucker, dafür jedoch mit injizierter Erdbeermarmelade. Sehr sehr lecker!

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Zum Schluss noch ein Tipp. Sollte die Temperatur einmal zu hoch sein, können die Kohlekörbe unter Zuhilfenahme eines stabilen, feuerfesten, stabförmigen Gegenstandes für kurze Zeit unter dem Einsatz hervorgezogen werden.

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Fazit
Der Ebelskiver, zum Preis von UVP 59,99 EUR, ist ein tolles Grill-Zubehör, welches garantiert die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Für diejenigen zu empfehlen, die etwas mehr mit Ihrem Grill vorhaben oder schon im Besitz vieler Zubehör-Teile sind und nach etwas „neuem“ Ausschau halten.
Bitte verzagt nicht, wenn eure ersten Ebelskiver nicht so toll werden. Es ist ähnlich wie bei Pfannkuchen in der Pfanne – da misslingt auch meist der Erste.
Ich freue mich schon auf den nächsten Einsatz – dann teste ich eine herzhafte Variante mit Käse o. ä. – ich werde selbstverständlich berichten.

Vielen Dank an derhobbykoch.de für das zur Verfügung gestellte Testmaterial und die weiteren kleinen Überraschungen im Paket.

Quark-Soufflé mit Himbeeren

Schon jahrelang grille ich dieses tolle Weber-Rezept mit Geling-Garantie in meinem Kugelgrill.
Drum wird es Zeit, endlich mal ausführlicher darüber zu berichten.

Zutaten
(für 6 flache Förmchen)
etwas Butter u. Zucker für die Förmchen
400 g frische Himbeeren
2 EL Himbeergeist
4 Eier
250 g Magerquark
2 Tütchen Vanillezucker
1 Prise Salz
75 g Zucker
etwas Puderzucker zum Bestäuben

Die Förmchen werden mit Butter eingefettet und anschließend mit etwas Zucker bestreut.

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Die Himbeeren vorsichtig mit dem Himbeergeist verrühren und gleichmäßig in die Förmchen verteilen.

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Das Eigelb von den Eiern trennen und zusammen mit dem Quark und dem Vanillezucker zu einer glatten Masse rühren.
Das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz steif schlagen und dabei den Zucker nach und nach dazugeben.
Den Eischnee vorsichtig unter die Quarkmasse heben und anschließend die fertige Masse gleichmäßig in die Förmchen verteilen.

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Den Grill für das indirekte Grillen vorbereiten und auf eine Temperatur von 210 Grad einregeln.
Die Soufflé-Förmchen werden nun in einer Reihe auf dem Rost gestellt. Die Anordnung ist sehr wichtig, damit die Förmchen von jeder Seite gleichmäßige Hitze bekommen; andernfalls würde das Soufflé einseitig aufsteigen und zu einer Seite umkippen.

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Nach ca. 13 – 16 min. ist das Soufflé aufgestiegen. Ich kontrolliere den Fortschritt immer durch die obere Lüftung des Deckels, indem ich mit einer Taschenlampe hineinleuchte. Auf gar keinen Fall darf während des Garvorgangs der Deckel angehoben werden, da das Soufflé aller Voraussicht nach sofort ineinander fallen würde.

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Die Soufflé-Förmchen sollten nun mit einer stabilen Grillzange oder hitzebeständigen Handschuhen aus dem Grill genommen und mit ein wenig Puderzucker bestäubt werden.

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Das Quark-Soufflé sollte umgehend serviert und heiss verzehrt werden. Die Kombination aus sauren Früchten und süßem Quark-Soufflé ist ein absoluter Genuss und zählt schon jahrelang zu meinen Standard-Desserts.

Porterhouse Steak, Dry Aged (yourbeef.de)

Nunmehr zum dritten Mal bestellte ich Dry Aged Beef vom Fleischversand www.yourbeef.de.
Soviel vorweg – es hatte sich wieder einmal sehr gelohnt!

Bei den letzten beiden Bestellungen (hier und hier) orderte ich jeweils Entrecote und war vom Ergebnis mehr als begeistert – schaut euch die Berichte gerne noch einmal an!

Bei dieser Grill-Session waren 2 Gäste mehr eingeladen und somit musste das Fleischstück entsprechend größer ausfallen. Die Entscheidung fiel schnell auf ein 1,3 kg schweres Porterhouse Steak von der Simmentaler Färse. Liefertermin ist bei yourbeef.de jeweils der Donnerstag, drum kam es pünktlich zum Wochenende an.
Einzig über die Zubereitungsmethode hatte ich so schnell noch keine Entscheidung getroffen. Um den Fleischgeschmack nicht zu verfälschen, kamen mir nach reiflicher Überlegung nur 2 Methoden in den Sinn.
Entweder „alla Fiorentina“ oder ganz puristisch mit Salz und Pfeffer. Ich entschied mich für letztere Zubereitungsmethode.

Wie man erkennt, besitzt dieses Porterhouse Steak eine tolle Marmorierung. Die Marmorierung sorgt dafür, dass das Fleisch besonders aromatisch, saftig und zart wird.

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Von dieser Seite erkennt man ganz toll den von mir begehrten Fettrand.

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Die Dicke des Fleisches ist relativ beeindruckend – sie misst exakte 65 mm!

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Zutaten
1 Porterhouse Steak
Murray River Salt Flakes
frisch gemahlener Pfeffer

Ein paar Zahlen, Daten und Fakten zum verwendeten Rindfleisch.
Das von der Rasse „Simmentaler“ stammende weibliche Rind (Färse) kommt direkt aus Deutschland und hat ein Schlachtalter von mindestens 30 Monaten. Färse wird es genannt, weil das weibliche Rind noch nicht gekalbt hat.
Im Gegensatz zum Wet Aged Beef, bei dem das Fleisch direkt nach dem Schlachten und Zerlegen vakuumiert wird und anschließend im Beutel bis zu 21 Tage reift, wird beim Dry Aged Beef das Fleisch unter ganz bestimmten Voraussetzungen (Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftzirkulation) offen am Knochen gereift. Dieser Reifeprozess dauert in der Regel bis zu 28 Tage. Während dieser Zeit gewinnt das Fleisch immer mehr an typischen Fleischgeschmack, intensiviert seine Farbigkeit und wird aussergewöhnlich zart.

Das große Porterhouse Steak wie auch das kleinere T-Bone Steak besitzt einen t-förmigen Knochen. Auf der einen Seite des Knochens sitzt das flache Roastbeef, auf der anderen Seite sitzt in verkleinerter Form das Filet. Das Roastbeef brilliert durch seinen intensiven Fleischgeschmack, dass Filet hingegen durch seine Zartheit.

Zubereitung
Die Zubereitung ist relativ einfach. Ein großer Anzündkamin mit guten Briketts oder noch besser Steakhouse-Kohle (heisser!) wird zum Glühen gebracht. Nachdem der Brennstoff eine gleichmäßige weisse Ascheschicht auf der Oberfläche gebildet hat, wird er in den Grill geschüttet. Bei Verwendung eines gusseisernen Grillrostes, wird dieser anschließend mindestens 15 Minuten vorgeheizt.

Nun wird das Porterhouse Steak beidseitig großzügig mit Murray River Salt Flakes eingerieben…

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…und anschließend auf den sehr heissen Grillrost gelegt.

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Nach 3 Minuten wird das Steak einmal gewendet. Es kommen die ersten Röstaromen zum Vorschein.

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Nach weiteren 3 Minuten wird das Steak vom gusseisernen Rost genommen und in den indirekten Bereich des Grills verlagert.
Diese Gelegenheit nutzte ich dieses Mal und entnahm den Großteil der Briketts aus dem Steak-Grill und fügte sie in einem anderen Grill, auf dem gerade eben ein Kikok Hähnchen rotierte. Dieses profitierte von dem großen Hitzeschub, sodass sich eine tolle krosse Haut auf dem Hähnchen bilden konnte.

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Während das Porterhouse Steak bei einer Gartemperatur von 130 Grad bis zu einer Kerntemperatur von 54 Grad garte, verspeisten wir den Gockel mit diversen Beilagen als kleine Vorspeise.

Nach 65 Minuten in der indirekten Zone des Grills war es soweit! Nachdem das Steak die Soll-Temperatur erreicht hatte, wurde es mit frischem schwarzen Pfeffer bestreut und durfte noch weitere 4 Minuten in Alufolie ruhen. Es ist immer wieder beeindruckend, wie wenig Fleischsaft ein Dry Aged Beef verliert!

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Nachdem Anschnitt erwartete uns ein unwahrscheinlich saftiges und wohlschmeckendes Steak – einfach göttlich!

Fazit
Immer wieder machen! Es lohnt sich – garantiert! :-)

Bacon Turtles

Zutaten
ca. 18 Streifen Bacon o. Frühstücksspeck
750 g Hackfleisch 1/2 Schwein, 1/2 Rind
15 Nürnberger Rostbratwürste
Ketchup o. BBQ-Sauce
Salz
Pfeffer
Füllung nach Wunsch (z. B. Käse, Jalapeño, Feta o. ä.)

Mit jeweils 3 Streifen Bacon o. Frühstücksspeck vertikal und horizontal ein Geflecht legen (genaue Anleitung).

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Das Hackfleisch kräftig mit Salz und Pfeffer würzen, in drei gleich große Teile aufteilen und Kugeln formen. Alternativ kann auch BBQ-Rub und/oder Worcestersauce genommen werden.
Die Kugeln jeweils auf die einzelnen Geflechte legen und die äußeren Ränder nach innen umlegen.

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Nun werden je Turtle 5 Nürnberger Rostbratwürste benötigt. Bei einer Wurst (dem Kopf) wird am Ende ein Längsschnitt gesetzt (das Maul), an den anderen 4 Würstchen ein Kreuzschnitt, um die Füße anzudeuten.

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Nun werden die Würstchen in den Rumpf gesteckt.

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Die Turtles werden in den indirekten Bereich des auf ca. 180 Grad vorgeheizten Grill gesetzt.
Nach ca. 10 bis 12 Minuten nehmen die Würstchen Farbe an. Damit sie nicht verbrennen, sollten sie nun mit etwas Alufolie abgedeckt werden.

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Ungefähr 10 Minuten bevor die Kerntemperatur von 75 Grad erreicht wird, werden die Turtle-„Panzer“ mit einem guten Ketchup oder einer Barbecue-Sauce gemobbt.

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Die Bacon-Turtles können selbstverständlich auch mit einer Füllung wie z. B. Käse, Jalapeño, Feta o. ä. versehen werden.

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Die Kinder mögen sie am Liebsten mit Pommes – mir schmecken die possierlichen Tierchen auch noch kalt, in dünnen Scheiben geschnitten, auf dem Butterbrot.

Schweinefilet mit Tapenade-Füllung

Zutaten
(Steven Raichlen)
4 Schweinefilets
ca. 14 Scheiben Bacon
für die Tapenade (Olivenpaste)
150 g schwarze Oliven, entsteint
2 Knoblauchzehen
2 EL Kapern
1 EL Dijon-Senf
1 TL Oregano, getrocknet
1 EL Olivenöl
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

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Zuerst werden die Schweinefilets von Fett u. ggf. Sehnen befreit.

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Nun mit einem langen scharfen Messer den obersten Zentimeter Fleisch längst einschneiden und das Filet dabei so lange abrollen, bis das Ende erreicht wird und sich eine flache Matte gebildet hat.

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Für die Tapenade habe ich griechische Kalamatas gekauft. Das sind naturschwarze Oliven von hoher Qualität. Alternativ können auch schwarze, in Öl eingelegte marokkanische Oliven verwendet werden.

Nachdem die Oliven entsteint und die Knoblauchzehen grob geschnitten wurden, werden die Kapern und der Dijon-Senf hinzugefügt und mit einem Küchenstab zerkleinert. Etwas später wird das Olivenöl hinzugefügt und zu einer Paste vermengt. Das Ganze wird mit schwarzem Pfeffer abgeschmeckt. Auf Salz kann durch die Verwendung der Kapern meines Erachtens verzichtet werden.

Nun die Paste einseitig auf die Filets verstreichen.

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Da die einzelnen „ausgerollten“ Filets mehr oder weniger eine dreieckige Form besitzen, werden jeweils 2 Filets so aneineinander gelegt, dass sie ein Rechteck bilden, welches aufgerollt wird.

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Die beiden Filet-Rollen werden längst mit Bacon-Scheiben belegt und anschließend mit Küchengarn verknotet.

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Die Filets werden in den indirekten Bereich des auf ca. 180 – 200 Grad vorgeheizte Grills platziert.

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Nach einiger Zeit hat der Bacon schon etwas Farbe angenommen. Die Zielkerntemperatur sollte bei 63 Grad liegen, dann werden die Rollen vom Rost genommen und sollten noch weitere 3 bis 4 Minuten ruhen. Nun kann angeschnitten werden.

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Wir aßen die gefüllten Schweinefilets mit Nudeln Pesto Rosso (siehe Bild ganz oben) – ein Gedicht!
Alternativ schmecken die Filets auch zu einem mediterranen Salat.
Grillt es unbedingt einmal nach – es lohnt sich!

Buffalo Wings

Zutaten
(Steven Raichlen)
1 – 1,5 kg Hähnchenflügel
250 g Butter
4 Knoblauchzehen
4 Frühlingszwiebeln
1 EL Ingwer
2 EL scharfe Sauce
3 EL Limettensaft
1 TL schwarzer Pfeffer
1 TL grobes Salz

Nach meinen Recherchen werden die echten Buffalo Wings ursprünglich frittiert. Ich habe sie trotzdem nach einem Rezept von Steven Raichlen gegrillt und bin vom Ergebnis sehr angetan!

Die feingehackten Knoblauchzehen und Frühlingszwiebeln werden in einem kleinen Topf zusammen mit dem Ingwer in etwas Butter angeschwitzt. Erst später – nach ca. 5 Minuten – kommen die restlichen Zutaten wie die scharfe Sauce, der Limettensaft, der Pfeffer und die Butter hinzu. Die Sauce wird nun mit Salz abgeschmeckt und anschließend zur Seite gestellt.

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Nachdem die Hähnchenschenkel mit Wasser gewaschen und mit einem Küchentuch trockengetupft wurden, gelangen sie gewürzt mit etwas Pfeffer und Salz in die direkte Zone des auf ca. 180 Grad vorgeheizten Grills. Damit die empfindliche Haut nicht anbrennt, sollte man dabei stehen bleiben und die Schenkel öfter wenden.
Nachdem sich einige Röstaromen gebildet haben, werden die Schenkel in die indirekte Zone verlagert und anschließend beidseitig mit der Sauce bestrichen.

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Sobald die Schenkel von außen Farbe angenommen haben und von innen gar sind, können sie vom Grill genommen werden und auf Wunsch noch einmal mit dem Rest der Sauce übergossen werden.

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Alternativ dazu, schmeckt die selbst gemachte MSB-Sauce ausgezeichnet.

Lachs aus dem Salzplanken-Sandwich

Zutaten
500 g frischen Lachs
2 EL Honig
6 EL Olivenöl
frischer o. tiefgekühlter Dill

In letzter Zeit berichtete ich öfter über Don Marco´s Salzplanke. Eine relativ neue Zubereitungsmethode mit ungeahnten Möglichkeiten, die mich sehr begeistern!

Damit das Sandwich nicht zu hoch wird, kaufte ich die flachen Endstücke von Lachsfilets. Diese legte ich für eine Stunde in einer Marinade, besteht aus 2 EL Honig und 6 EL Olivenöl.

Der Grill wurde auf eine Temperatur von ca. 180 – 200 Grad eingeregelt, die Salzplanken indirekt für ca. 20 Minuten vorgeheizt.

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Nun legte ich 2 Lachsfilets auf eine große Salzplanke, deckte jedoch nur eines davon mit einer weiteren kleineren Salzplanke ab.
Übrigens – der Lachs muss nicht gesondert gesalzen werden – das erledigt die Salzplanke!

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Das Lachsfilet im Salzplanken-Sandwich erreichte die Kerntemperatur von 56 Grad schon nach 10 Minuten – das andere Stück hatte zur selben Zeit erst 43 Grad erreicht, sodass es 5 Minuten länger auf der Salzplanke garen musste.
Vor dem Verzehr bestreute ich die Lachsfilets mit ein wenig Dill.

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Beide Lachsfilets bestachen durch ihren Geschmack, jedoch trumpfte der Lachs aus dem Salzplanken-Sandwich durch eine Saftigkeit, die seinesgleichen sucht.
Der Unterschied war im Mund deutlich zu verspüren. Während man den Lachs aus dem Salzplanken-Sandwich auf der Zunge leicht gegen den Gaumen drückte, spritzten regelrecht die Säfte in den Mundraum – mein jemals saftigster und zartester Lachs!

Kartoffelnester

Zutaten
Kartoffeln
Salz
(Raps)-Öl

Stets auf der Suche nach Beilagen zu Fleisch-Gerichten, kamen mir vor kurzer Zeit Kartoffelnester in den Kopf. Alles was man dazu braucht sind natürlich Kartoffeln und ggf. Öl.

Zum Schneiden der Kartoffel-Spaghetti verwendete ich den „Lurch Spirali“.

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Dazu wird einfach das passende Schneid-Werkzeug in das Gerät geschoben, die Kartoffel „eingespannt“ und anschließend einige Male gedreht.

Den Kugelgrill bereitete ich für ca. 180 Grad indirekte Hitze vor und heizte die Salzplanken auf.

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Ich wollte 3 Methoden testen.

– Kartoffelnester vom Warmhalterost
– Kartoffelnester von der Salzplanke
– Kartoffelnester aus der gusseisernen Pfanne

Nach ca. 10 Minuten nahmen die Kartoffel-Spaghetti vom Warmhalterost etwas Farbe an, nach weiteren 5 – 10 Minuten waren sie fertig gegart.

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Die Kartoffelnester der Salzplanke wollten überhaupt keine Farbe annehmen, da das Salz zuviel Wasser zog. Um sie noch zu retten, verfrachtete ich sie später ebenfalls auf den Warmhalterost.

Als nächstes heizte ich die gusseisernen Pfanne unter direkter Hitze vor und benetzte sie großzügig mit Rapsöl. Anschließend setzte ich die Kartoffelnester zum Test der dritten Zubereitungsmethode in das heisse Öl.

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Nach ca. 5 Minuten wendete ich sie das erste und einzige Mal – nach weiteren 5 Minuten waren sie fertig gebraten. Vor dem Verzehr wurden die Kartoffelnester gesalzen.

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Ganz klarer Sieger:
Die Kartoffelnester aus der gusseisernen Pfanne!

Die Kartoffelnester von der Salzplanke konnten überhaupt nicht punkten – sie waren versalzen. Die Kartoffelnestern vom Warmhalterost schmeckten relativ langweilig und waren nur mäßig knusprig. Ganz im Gegensatz zu den Nestern aus der gusseisernen Pfanne. Die waren einfach nur perfekt! Super-knusprig aber nicht zu hart. Geschmacklich zwischen Röstis und Kartoffelchips. Einfach genial!

Übrigens, eine weitere tolle vegetarische Beilage sind Zucchini-Spaghetti – auch mit dem „Lurch Spirali“ gedreht und in einem Gemüsekorb gegart.

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Pastrami

Zutaten
800 g Tafelspitz
für die Lake:
150 ml Wasser
1 TL Pökelsalz
1 EL brauner Zucker
1 EL Knoblauchgranulat
für die Gewürzmischung:
1 EL brauner Zucker
1 TL Paprika edelsüß
1 EL Knoblauchgranulat
1 TL Zwiebelpulver
1 EL schwarzer Pfeffer grob gemahlen
1 TL Koriander
1 TL Thymian

Für meine erste Pastrami verwendete ich zum Test ein 800 g Teilstück von einem Kalbfleisch-Tafelspitz.
Zuerst wurde das Fleisch von der Fettschicht befreit.

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Die o. a. Zutaten für die Lake in ein Gefäß geben und so lange rühren, bis das Salz sich vollständig aufgelöst hat (ggf. erhitzen). Die Lake in eine Marinadenspritze füllen und gleichmäßig in das Fleisch injizieren.

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Nun werden die o. a. Zutaten für die Gewürzmischung vermengt und in das Fleisch einmassiert.

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Zu guter Letzt wird das Fleisch unter Vakuum eingeschweißt und landet vorerst für 5 Tage in den Kühlschrank.

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Nach 5 Tagen wird das Fleisch zum Räuchen ca. 2 Stunden zuvor aus dem Kühlschrank geholt und bei Zimmertemperatur gelagert. Zum Räuchern wird der Smokenator 1000 auf eine Gartemperatur von 105 Grad eingeregelt und das Fleisch für ca. 2 Stunden bis zu einer Kerntemperatur von 65 Grad gegart. Im Abstand von ca. 30 Minuten werden 3 – 4 Mal feuchte Mesquite Chips nachgelegt.

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Nachdem die Pastrami abkühlte, wurde sie ein weiteres Mal unter Vakuum eingeschweißt und landete für weitere 2 Tage in den Kühlschrank.

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Endich war der Zeitpunkt erreicht, auf den ich eine Woche lang warten musste. – Der Anschnitt der Pastrami.

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Es erwartete mich eine, durch den Nitrit-Gehalt des Pökelsalz entstandene, leuchtend rote Färbung des Fleisches und ein deutlich zu erkennender Rauchring. Das Fleisch war relativ saftig, ausgewogen gewürzt, jedoch etwas zu salzig, weil die Menge des Pökelsalzes von mir zu hoch gewählt war. Die korrigierte Pökelsalzmenge wurde in der o. a. Zutatenliste bereits korrigiert.
Die Zubereitung der Pastrami über mehrere Tage hat mir sehr viel Spaß bereitet und wird mit den korrigierten Mengenangaben garantiert wiederholt.

Forellen aus dem Weber Fisch- und Gemüsehalter

Zutaten
Forellen
Salz
Pfeffer
Thymian

Zum Geburtstag bekam ich den großen Weber Fisch- und Gemüsehalter geschenkt, der nun zum ersten Mal zum Einsatz kam.
Die Forellen wurden gewaschen, getrocknet und leicht mit Salz und Pfeffer gewürzt. Zusätzlich legte ich noch ein paar Zweige Thymian in die Bauchhöhle.

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Den Grill bestückte ich mit in zwei Holzkohlekörben gefüllten glühenden Briketts eines halbgefüllten Anzündkamins und regelte auf eine Gartemperatur von ca. 200 Grad ein.

Die Holzkohlekörbe befanden sich in der Mitte des Grills, sodass die Forellen im Fisch- und Gemüsekorb über direkter Hitze gegrillt wurden.

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Da man zu jeder Zeit mit Handschuhen ganz bequem den Korb wenden konnte, war es unwahrscheinlich entspannt zu kontrollieren, ob die Fische schon kross genug gegrillt wurden.
Nachdem der gewünschte Bräunungsgrad erreicht wurde, zog ich die beiden Holzkohlekörbe an den Rand des Kessels, sodass die Forellen noch einige Minuten indirekt weiter garen konnten.

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Ergebnis war ein sehr saftiges Fleisch und äusserst leckere krosse Haut, wie ich sie selten hinbekommen habe.

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Die restlichen Fischfilets gab es Abends auf einem Butterbrot.

Der Halter ließ sich anschließend sehr einfach reinigen. Ganz klare Kaufempfehlung! Ich freue mich schon darauf, zukünftig auch empfindlichere Fische oder Gemüse in dem Fisch- und Gemüsehalter zu grillen.