In Zukunft wird bei uns wieder deutlich öfter Fleisch von Albers auf dem Grill landen. Das ist keine spontane Entscheidung, sondern vielmehr eine bewusste Rückkehr zu einem Anbieter, mit dem wir bereits in den Jahren 2018 und 2019 sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Für uns steht Albers seit jeher für ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis und vor allem eine konstant hohe Qualität.
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Viele kennen das Problem von diversen Fleisch-Online-Versendern: Steaks sind nicht sauber geschnitten, teilweise fast keilförmig. In der Praxis bedeutet das, dass die dünnere Seite beim Grillen schnell durch ist, während die dickere noch roh bleibt. Das wirkt sich nicht nur negativ auf die Garstufe, sondern auf den gesamten Genuss aus. Diese Erfahrung haben wir mit Fleisch von Albers noch nie gemacht. Die Zuschnitte sind gleichmäßig, sauber und absolut grilltauglich.
Um euch einen kleinen Überblick über die Bandbreite unterschiedlicher Rinderrassen zu geben, haben wir vier verschiedene Steaks bestellt. Sie unterscheiden sich sowohl in ihrer Rasse als auch im Preis. Ob sich diese Unterschiede auch geschmacklich widerspiegeln und welches Steak am Ende überzeugt, erfahrt ihr im weiteren Verlauf dieses Artikels.
In der Regel genießen wir unser Fleisch ganz pur und beschränken uns dabei auf milde Salzflocken. So lassen sich Struktur, Saftigkeit und Eigengeschmack der jeweiligen Rinderrasse am besten beurteilen. Was uns geschmacklich trotzdem immer wieder begeistert, sind die intensiven Aromen und die Tiefe, die man von unterschiedlichen Dips aus der asiatischen Küche kennt.
Genau aus diesem Grund haben wir uns bewusst für einen kleinen Stilbruch entschieden und bieten euch die Rezepte für vier verschiedene asiatische Dips an. Sie ergänzen die Steaks, ohne sie zu überdecken und sorgen für spannende Kontraste auf dem Teller. Mindestens zwei dieser Dips werden euch geschmacklich im wahrsten Sinne des Wortes regelrecht umhauen.
Zubereitung der asiatischen Dips
Zunächst stellen wir euch die Rezepte der vier Dips vor, damit ihr einen direkten Eindruck von den unterschiedlichen Aromen bekommt. Alle vier Dips harmonieren hervorragend mit hochwertigem Rindfleisch und bringen jeweils ihren eigenen Charakter mit.
Schon jetzt können wir verraten, dass uns der Chinesische Schwarze Essig Knoblauch Dip sowie der Japanische Ponzu Schalotten Dip besonders begeistert haben. Beide Dips sind intensiv, klar und voller Tiefe und schaffen es trotzdem, den Eigengeschmack des Steaks nicht zu überdecken. Für uns sind genau diese beiden Varianten die absoluten Knaller.
Zutaten
Chinesischer Schwarzer Essig Knoblauch Dip *Unser Tipp*
3 EL chinesischer schwarzer Reisessig
1 TL Sojasauce
1 TL Zucker
1 kleine Knoblauchzehe sehr fein gerieben
1 TL Chiliöl optional
Japanischer Ponzu Schalotten Dip *Unser Tipp*
4 EL Ponzu Sauce
1 kleine Schalotte sehr fein gewürfelt
1 TL geröstetes Sesamöl
1 TL Ahornsirup
Schwarzer Pfeffer
Thai Limette Fischsauce Dip
2 EL Fischsauce
Saft einer Limette
1 TL Palmzucker oder brauner Zucker
1 kleine rote Chili sehr fein gehackt
1 TL Koriander fein geschnitten
Chinesische Sesam Frühlingszwiebel Sauce
4 EL sehr fein geschnittene Frühlingszwiebeln
2 EL geröstetes Sesamöl
1 EL neutrales Öl
1 TL Sojasauce
1 Prise Zucker
Die Zubereitung ist sehr einfach. Wir schneiden die frischen Zutaten entsprechend sehr klein und pressen den Knoblauch fein. Anschließend werden alle Komponenten gemäß der jeweiligen Zutatenliste miteinander vermischt und dürfen mindestens eine Stunde lang durchziehen, damit sich die Aromen vollständig verbinden.
Auch die Chinesische Sesam Frühlingszwiebel Sauce (unten rechts) begeisterte drei von vier unserer Testesser. Einigkeit herrschte hingegen beim Thai Limette Fischsauce Dip (unten links). Dieser ist geschmacklich absolut okay, passt aus unserer Sicht jedoch deutlich besser zu Geflügel als zu Rindfleisch.
Unsere Auswahl der Albers Steaks
Nun kommen wir zum Allerwichtigsten, den vier unterschiedlichen Steaks, die wir miteinander verglichen haben. Bei allen Cuts handelt es sich um Ribeye Steaks, auch bekannt als Entrecôtes, die jeweils ein Gewicht von 300 g haben. Damit sind die Voraussetzungen für einen einigermaßen fairen Vergleich identisch.
Ojo de Agua Ribeye Steak (Argentinien) Preis: 18,30 EUR (links oben)
John Stone Ribeye Steak, Dry Aged (Irland) Preis: 34,50 EUR (rechts oben)
Greater Omaha Gold Label Ribeye Steak (USA) Preis: 41,40 EUR (links unten)
Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak MS9+ (Australien) Preis: 88,80 EUR (rechts unten)
Unterschiede ergeben sich hier nicht durch Zuschnitt oder Gewicht, sondern ausschließlich durch Herkunft, Rinderrasse, Fütterung und Reifung. Genau das macht diesen Vergleich für uns besonders spannend.
Im ausgepackten Zustand zeigen sich bereits sehr deutlich die unterschiedlichen Marmorierungen der vier Ribeye Steaks.
Links-oben: John Stone Ribeye Steak, Dry Aged
Rechts-oben: Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak MS9+
Links-unten: Ojo de Agua Ribeye Steak
Rechts-unten: Greater Omaha Gold Label Ribeye Steak
Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass eine ausgeprägte Marmorierung nicht zwangsläufig allein über den Geschmack entscheidet. Natürlich sorgt intramuskuläres Fett für Saftigkeit und Schmelz, doch oftmals ist es das Fleisch selbst, also Rasse, Herkunft, Fütterung und Reifung, das in manchen Fällen den deutlich größeren Unterschied macht.
Zubereitung der Albers Steaks
Damit alle Steaks unter exakt gleichen Bedingungen zubereitet werden, haben wir uns bewusst für die Zubereitung auf der Plancha entschieden. Durch das sehr massive Material ist unsere Plancha äußerst robust und hält die Hitze besonders gleichmäßig. So kann jedes Steak unter identischen Voraussetzungen gegart werden und im besten Fall eine gleichmäßige, durchgängige Kruste entwickeln.
Die Oberfläche wurde auf eine Temperatur von etwa 240°C erhitzt und vor dem Auflegen der Steaks nur ganz sparsam mit einem dünnen Film aus Rapsöl benetzt. Auf diese Weise entsteht eine gleichmäßige, intensive Hitzeübertragung, ohne den Eigengeschmack des Fleisches zu verfälschen.
Das Ojo de Agua Ribeye Steak
Wir starten mit dem günstigsten der vier Steaks, dem Ojo de Agua Ribeye Steak aus Argentinien, zu einem 300 g Preis von 18,30 Euro. Das Steak wurde zunächst drei Minuten pro Seite scharf angegrillt, um eine kräftige Kruste zu erzeugen.
Anschließend haben wir es in den indirekten Bereich des Grills auf den Warmhalterost gelegt und bei einer Garraumtemperatur von 150°C bis zu einer Kerntemperatur von etwa 54°C sanft garziehen lassen. So bleibt das Steak saftig und erreicht eine gleichmäßige, medium-rare-Garstufe.
Nachdem die gewünschte Kerntemperatur erreicht war, ließen wir das Steak etwa 4 Minuten ruhen und schnitten es anschließend in Tranchen. Wir sind uns sicher, dass das folgende Bild bereits Bände spricht. Nicht nur optisch ein absoluter Knaller, sondern auch geschmacklich überzeugend auf ganzer Linie. Entsprechend groß war unsere Spannung, was die weiteren Steaks noch liefern würden.
Das Ergebnis des Ojo de Agua Ribeye Steak
Wir denken, dass allein der Blick auf dieses Bild bereits ausreicht, um Lust auf mehr zu machen. Der Anblick spricht für sich und zeigt eindrucksvoll, wie viel Qualität, Saftigkeit und Genuss in einem sauber gegrillten argentinischen Ribeye stecken kann.
Das John Stone Ribeye Steak, Dry Aged und das Greater Omaha Gold Label Ribeye Steak
Nun folgen mit dem John Stone Ribeye Steak, Dry Aged (Folgebild oben) und dem Greater Omaha Gold Label Ribeye Steak (Folgebild unten) die nächsten beiden Ribeye Steaks in unserem Vergleich.
Die Zubereitung erfolgte identisch zum ersten Steak. Wir haben beide Steaks jeweils drei Minuten pro Seite scharf angegrillt und sie anschließend in den indirekten Bereich des Grills gelegt, um sie dort schonend nachzugaren.
Das Ergebnis des John Stone Ribeye Steak, Dry Aged
Ein unglaublich vollmundiger Rindfleischgeschmack, der durch das Dry Aging Verfahren eine leicht cremige, buttrige Note entwickelt. Das irische Fleisch wirkte extrem ausgewogen, intensiv und gleichzeitig elegant. Davon hätten wir sofort mehr essen können. Wir waren zu diesem Zeitpunkt bereits rundum zufrieden.
Das Ergebnis des Greater Omaha Gold Label Ribeye Steak
Wie erwartet und basierend auf unseren bisherigen Erfahrungen sind wir echte Fans vom US Steak. Dieses Ribeye war extrem zart und überzeugte mit einem unglaublich sauberen, runden Rindfleischgeschmack, der ganz ohne dominante oder aufdringliche Noten auskommt. Genau diese Klarheit im Aroma führen wir auch auf die Herkunft und die Haltungsbedingungen der Tiere zurück.
Laut Angaben von Albers stammt das Fleisch von kräftigen Angus und Hereford Rindern aus dem mittleren Westen der USA. Die Tiere leben auf weitläufigen Weiden rund um den Bundesstaat Nebraska und wachsen unter Bedingungen auf, die für europäische Verhältnisse kaum vorstellbar sind. Ausgewählt wird das Fleisch von den Profis der Greater Omaha Packers Company, die seit Jahrzehnten für hochwertige Steaks stehen. Genau diese Kombination aus Herkunft, Rasse und Selektion schmeckt man hier ganz deutlich.
Das Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak MS9+
Kommen wir nun zu unserem Final-Steak, dem Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak MS9+. Ein Steak, das preislich noch einmal in einer ganz eigenen Liga spielt. Mit einem Preis von 88,80 Euro pro 300 g ist dieses Wagyu Steak rund 385 Prozent teurer als das Ojo de Agua Ribeye Steak aus Argentinien für 18,30 Euro.
Auch im direkten Vergleich zu den anderen Kandidaten wird der Abstand deutlich. Gegenüber dem John Stone Ribeye Steak Dry Aged für 34,50 Euro ist das Wagyu rund 157 Prozent teurer, gegenüber dem Greater Omaha Gold Label Ribeye Steak für 41,40 Euro immerhin noch etwa 114 Prozent teurer.
Damit ist klar, dass wir es hier nicht nur mit dem teuersten Steak des Vergleichs zu tun haben, sondern auch mit dem höchsten Anspruch an Erwartungshaltung. Entsprechend gespannt waren wir, ob sich dieser enorme Preisunterschied am Ende auch geschmacklich rechtfertigen lässt.
Das Ergebnis des Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak MS9+
Nicht nur preislich spielt dieses Steak in einer anderen Liga, sondern auch geschmacklich ist es mit den vorherigen Steaks kaum zu vergleichen. Ein Wagyu Steak zeichnet sich vor allem durch seine extrem feine und gleichmäßige Marmorierung aus. Das intramuskuläre Fett schmilzt bereits bei niedrigen Temperaturen und sorgt für eine außergewöhnliche Saftigkeit, einen fast cremigen Schmelz und ein sehr intensives Umami Aroma. Der Fleischgeschmack wirkt dabei weniger rustikal, sondern vielmehr elegant, rund und tief.
Genau diese Eigenschaften machten das Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak MS9+ zu einem echten Erlebnis. Wir genossen dieses Steak in allen Zügen und ließen es bewusst langsam auf uns wirken. Hin und wieder gaben wir ihm durch die Zugabe der verschiedenen Dips eine neue geschmackliche Note, ohne den Charakter des Fleisches zu überdecken. Gerade in kleinen Mengen entfaltet dieses Wagyu eine enorme Präsenz und bleibt lange im Gedächtnis.
Unser Fazit
In unserem zugegebenermaßen etwas ungerechten Steak-Vergleich, da die Preise der getesteten Cuts sehr unterschiedlich sind, ging es uns nicht primär darum, die Steaks gegeneinander auszuspielen oder einen objektiven Sieger zu küren. Der Geschmack ist individuell und auch der persönliche Fortschritt im Steak-Genuss spielt eine große Rolle. Während sich manche Genießer erst langsam an intensivere Aromen wie Dry Aged herantasten, empfinden andere die extreme Marmorierung eines Wagyu Steaks bereits als zu mächtig.
Vielmehr war es uns wichtig, euch einen kleinen, aber ehrlichen Überblick über die enorme Bandbreite und Vielfalt der unterschiedlichen Steaks aus dem Hause Albers zu geben. Vom preislich attraktiven Einstieg bis hin zum absoluten Premium Cut ist für jeden Anspruch und jeden Geschmack etwas dabei.
Tipp: Nutzt gerne den Rabattcode „bigbbq10“, um euch bei eurer Bestellung einen kleinen Preisvorteil zu sichern. So macht hochwertiger Steak Genuss gleich doppelt Spaß.
Ojo de Agua Ribeye Steak (Argentinien) Preis: 18,30 EUR (links oben)
John Stone Ribeye Steak, Dry Aged (Irland) Preis: 34,50 EUR (rechts oben)
Greater Omaha Gold Label Ribeye Steak (USA) Preis: 41,40 EUR (links unten)
Jack’s Creek Wagyu Rib Eye Steak MS9+ (Australien) Preis: 88,80 EUR (rechts unten)
Habt ihr bereits Erfahrungen mit einem der von uns getesteten Steaks gemacht? Welches wäre euer persönlicher Favorit?





















