Moesta Sheriff 2.0 Vorstellung u. Praxistest

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Kaum ein Pelletgrill begleitet uns schon so lange wie der Sheriff von MOESTA. Bereits im November 2019 waren wir bei der legendären „Black Sheriff Night“ dabei (hier entlang zu unserem damaligen Artikel…), als MOESTA seinen damals vollkommen neu entwickelten Pelletgrill erstmals einem ausgewählten Kreis von Händlern und Bloggern präsentierte. Kurze Zeit später zog einer der ersten Sheriffs in unseren bigBBQ-Grillfuhrpark ein. Seitdem hat er unzählige Pulled Porks, Spare Ribs, Briskets, Steaks und viele weitere Gerichte zubereitet und uns dabei niemals im Stich gelassen.

Im Februar 2023 folgte das erste größere Facelift. MOESTA optimierte unter anderem Räder, Deckel, Scharniere, Schrauben und einige weitere konstruktive Details. Dieses Modell haben wir uns außerordentlich detailliert angeschaut und diversen Test unterzogen (zu unserem damaligen Praxistest…)

Und nun steht die bislang größte optische Veränderung des Sheriffs vor uns: Der MOESTA Sheriff 2.0. Im Juli 2026 feierte die neue Generation ihre Premiere: MOESTA selbst bezeichnet den Sheriff 2.0 bewusst nicht als komplette Neuentwicklung des eigentlichen Grillprinzips. Stattdessen wurde an sehr vielen Stellen genau dort angesetzt, wo sich nach circa sechs Jahren Praxiserfahrung Optimierungspotenzial gezeigt hat.

Vor allem das vollständig neue Untergestell, die durchgängige All-Black-Optik und zahlreiche konstruktive Detailverbesserungen sorgen dafür, dass der Sheriff 2.0 auf den ersten Blick deutlich moderner und erwachsener wirkt.

Wir haben uns den neuen Sheriff 2.0 selbstverständlich ganz genau angesehen und auch schon gegrillt.

Die Anlieferung und der Lieferumfang des MOESTA Sheriff 2.0

Wie schon seine Vorgänger erreicht uns auch der Sheriff 2.0 sicher verpackt auf einer Palette per Spedition. Auf den ersten Blick gibt es noch gar nicht viel zu sehen, denn die komplette Lieferung ist blickdicht in schwarze Stretchfolie eingepackt.

Erst nachdem die Folie entfernt wurde, lässt sich erahnen, was sich darunter verbirgt. Neben unserem Sheriff 2.0 wurden eine abklappbare Frontablage, insgesamt fünf Mal 5 kg-Säcke MOESTA Buchenpellets sowie die passende Sheriff Abdeckhaube geliefert.

Wichtig: Bei den zusätzlich abgebildeten Artikeln handelt es sich um unsere individuelle Lieferung. Der reguläre Lieferumfang richtet sich nach der jeweils gewählten Sheriff-Variante und sollte deshalb vor der Bestellung beim Hersteller geprüft werden.

Nach dem Abheben der oberen Verpackung wird der eigentliche Sheriff sichtbar.

Schon hier fällt auf, wie ordentlich die einzelnen Komponenten voneinander getrennt und gegen Beschädigungen geschützt wurden.

Wir haben zunächst sämtliche Bauteile aus der Verpackung genommen und für einen besseren Überblick nebeneinander ausgelegt.

Durch den Anblick nahezu konsequent eingesetzter schwarzer Einzelteile lässt sich erahnen, dass es MOESTA mit der All-Black-Optik wirklich ernst genommen hat. Während das Vorgängermodell noch einen grauen Deckel besaß, setzt MOESTA beim neuen Sheriff 2.0 auf rein schwarz.

Für den Sheriff 2.0 entwickelte MOESTA ein vollständig neues Untergestell. Statt runder grauer Formen dominieren jetzt klare, kantige schwarze Linien, die bereits im unaufgebauten Stadium auffallen.

Das gesamte Untergestell wirkt dadurch deutlich massiver und fügt sich unserer Meinung nach sehr viel harmonischer in das Design des eigentlichen Grillkorpus ein.

Doch das neue Untergestell wurde keineswegs nur aus optischen Gründen entwickelt. Es besitzt eine deutlich höhere Gesamtsteifigkeit und steht auf insgesamt vier Rädern. Zwei Räder sind lenkbar, zwei verfügen über Feststeller. Dadurch lässt sich der rund 75 kg schwere Sheriff 2.0 überraschend komfortabel bewegen. MOESTA spricht sogar davon, dass sich der Grill mit einer Hand rangieren lässt, was wir sogar zu 100 Prozent bestätigen.

Und tatsächlich macht sich das neue Fahrwerk in der Praxis sofort positiv bemerkbar: Wo der bisherige Sheriff beim Rangieren angehoben beziehungsweise über seine beiden großen Räder gekippt werden musste, kann der Sheriff 2.0 einfach über die Terrasse geschoben werden. Vor allem auf größeren Terrassen oder wenn der Grill häufiger seinen Standort wechselt, ist das für uns eine der sinnvollsten Neuerungen überhaupt.

Wie beim Vorgängermodell, legt MOESTA neben allen nötigen Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben auch gleich die dazu passenden Werkzeuge mit in die Blisterverpackung.

Der Aufbau des Moesta Sheriff 2.0

Mit der Einführung des neuen kantigen Untergestells wurde auch die Montage vereinfacht. Das neue Untergestell besteht aus weniger kompliziert auszurichtenden Komponenten und vermittelt bereits während des Aufbaus einen sehr soliden Eindruck.

Die zweite große Veränderung lässt sich kaum übersehen: Der Sheriff 2.0 trägt Schwarz.

Während die erste Generation vor allem durch die bekannte graue Oberfläche mit seinem etwas helleren Deckel geprägt wurde, zieht MOESTA die schwarze Farbgebung jetzt konsequent vom Deckel bis zum Untergestell durch.

Der äußerst schwere Korpus des MOESTA Sheriff 2.0 sollte durch die Hilfe einer zweiten Person in das neue Untergestell gehoben und anschließend durch das mitgelieferte Befestigungsmaterial verschraubt werden.

Nun fehlt nur noch der seitliche Griff, der Schornstein, das Fettablaufrohr, der Fetteimer und die abklappbare Frontablage.

Der Sheriff wirkt durch die einheitliche Farbgebung moderner, hochwertiger und noch ein wenig massiver als sein Vorgänger. Unserer Meinung nach steht dem Sheriff 2.0 die Farbe schwarz ausgesprochen gut!

Des Weiteren bilden die Elemente aus gebürstetem Edelstahl, wie der linke seitliche Griff und der große Deckelgriff einen schönen Kontrast.

Auch die Steuereinheit erhielt eine Front aus gebürstetem Edelstahl und hebt sich dadurch sehr schön vom schwarzen Gehäuse ab.

Neu gestaltet wurde ebenfalls das MOESTA-Logo auf dem Deckel. Während dort zuvor noch „MOESTA BBQ“ zu lesen war, beschränkt sich das neue Logo nun auf „MOESTA“.

Gerade in Kombination mit der komplett schwarzen Oberfläche besitzt der Sheriff 2.0 dadurch einen sehr hohen Wiedererkennungswert.

Noch einmal genauer hingeschaut

MOESTA hat nach eigenen Angaben jedes Detail des Sheriff 2.0 noch einmal unter die Lupe genommen. Einige der heute verwendeten Lösungen kennen wir allerdings bereits von unserem 2023 vorgestellten Facelift-Modell. Dazu gehören beispielsweise die Edelstahl-Torx-Schrauben und die einstellbaren Edelstahl-Scharniere.

Beim Sheriff 2.0 werden diese Lösungen konsequent fortgeführt und in das neue Gesamtkonzept integriert. Gerade die verstellbaren Deckelscharniere sind ein Detail, das man auf den ersten Blick kaum wahrnimmt. Sie ermöglichen jedoch eine sehr genaue Ausrichtung des Deckels und sorgen dafür, dass dieser sauber auf dem Grillkörper aufliegt.

Neu beziehungsweise weiter optimiert präsentieren sich auch die Edelstahl-Grillroste. Diese wurden besonders biegefest ausgeführt und vermitteln einen entsprechend massiven Eindruck.

Im Inneren bleibt der Sheriff seiner Linie treu

Während sich außen sehr viel verändert hat, setzt MOESTA im Inneren weiterhin auf das bewährte Sheriff-Prinzip.

Der doppelwandige Garraum aus Edelstahl gehört bereits seit der ersten Generation zu den großen Stärken dieses Pelletgrills. Die gute Isolierung sorgt für stabile Gartemperaturen und gleichzeitig für einen ausgesprochen niedrigen Pelletverbrauch.

Die Hauptgrillfläche misst weiterhin 46 x 66 cm und bietet damit 3.036 cm² Fläche. Der obere Grillrost misst 20 x 66 cm und stellt weitere 1.320 cm² zur Verfügung.

Damit bietet der Sheriff nach wie vor ausreichend Platz für mehrere große Fleischstücke, Spare Ribs oder einen ordentlichen Vorrat Pulled Pork.

Der Pellettank fasst rund 11 kg Hartholzpellets.

FireWheel statt App

Auch bei der Bedienung bleibt MOESTA seiner bisherigen Philosophie treu. Im Mittelpunkt steht weiterhin das FireWheel.

Drehen, drücken, fertig. Die gewünschte Garraumtemperatur wird direkt am Grill eingestellt. Eine App, ein WLAN-Zugang, ein Benutzerkonto oder gar ein kostenpflichtiges Abonnement sind nicht erforderlich. Gerade in Zeiten, in denen nahezu jedes technische Gerät unbedingt mit einer Cloud verbunden werden möchte, ist das durchaus bemerkenswert.

Wer unsere Berichte verfolgt, weiß, dass wir smarte Grillsteuerungen durchaus spannend finden. Beim Sheriff gefällt uns jedoch auch nach vielen Jahren die kompromisslos einfache Bedienung direkt am Grill ausgesprochen gut. Es gibt keine Verbindung, die abbrechen kann, kein Smartphone, dessen Akku leer sein könnte und keinen Onlinedienst, von dem die grundlegende Funktion des Grills abhängig wäre. Das FireWheel macht genau das, was es soll.

Von 75 bis 310 Grad Celsius

Der Sheriff 2.0 deckt weiterhin einen ausgesprochen großen Temperaturbereich von 75 bis 310 °C ab.

Damit eignet er sich für nahezu alle typischen Einsatzgebiete eines Pelletgrills:

– Low and Slow
– Smoken
– Pulled Pork
– Brisket
– Spare Ribs
– Geflügel
– Steaks
– Burger
– Gemüse
– Backen
– Pizza
– Warmhalten

Die automatische Steuerung übernimmt dabei die Dosierung der Pellets und regelt die Gartemperatur.

Der Sheriff benötigt laut MOESTA ungefähr 10 Minuten bis 130 °C, rund 20 Minuten bis 260 °C und etwa 29 Minuten bis zur maximalen Temperatur von 310 °C. Die tatsächlichen Werte können selbstverständlich abhängig von Außentemperatur, Wind und verwendeten Pellets variieren.

Zwei Fleischfühler, Pelletsensor und Warmhaltefunktion

Zur Überwachung der Kerntemperatur stehen weiterhin zwei Fleischtemperaturfühler zur Verfügung. Sobald ein Fühler eingesteckt wird, erkennt ihn die Steuereinheit automatisch.

Hinzu kommen unter anderem:

– Timer
– Smokingfunktion
– Warmhaltefunktion
– automatische Sensorerkennung
– zwei Anschlüsse für Fleischtemperaturfühler
– Pelletsensor
– beleuchteter Ring an der Bedieneinheit

Unterhalb von 70 °C leuchtet der Ring blau, ab 70 °C wechselt er auf Rot.

Ein echtes Sparschwein

Ein Punkt darf bei einem neuen Bericht über den Sheriff 2.0 natürlich nicht fehlen: Sein Pelletverbrauch. Schon bei unserem bisherigen Sheriff waren wir immer wieder erstaunt, mit wie wenig Brennstoff dieser große Pelletgrill auskommt.

In unserem Bericht aus dem Jahr 2023 hatten wir bei niedrigen Gartemperaturen einen Verbrauch von weniger als 400 g Pellets pro Stunde beschrieben. Interessant ist deshalb ein Blick auf die aktuellen Messwerte von MOESTA.

Für den Sheriff 2.0 nennt der Hersteller folgende Durchschnittswerte:

– bei 130 °C ca. 340 g Pellets pro Stunde
– bei 200 °C ca. 700 g Pellets pro Stunde
– bei 310 °C ca. 990 g Pellets pro Stunde

Der von MOESTA ermittelte Wert von 340 g bei 130 °C deckt sich damit sehr gut mit unseren langjährigen Erfahrungen mit dem Sheriff. Gerade bei Longjobs macht sich dieser geringe Verbrauch schnell bemerkbar.

Ein zwölfstündiges Pulled Pork benötigt bei einem rechnerischen Verbrauch von 340 g pro Stunde gerade einmal rund 4,1 kg Pellets. Mit seinem etwa 11 kg großen Pellettank besitzt der Sheriff deshalb genügend Reserven für sehr lange Grilljobs, ohne dass ständig Pellets nachgefüllt werden müssen.

Was ist beim Sheriff 2.0 wirklich neu?

Nachfolgend noch einmal die für uns wichtigsten Veränderungen auf einen Blick:

– vollständig neu entwickeltes Untergestell
– kantigeres und moderneres Design
– deutlich höhere Steifigkeit des Untergestells
– vier Räder anstelle der bisherigen Konstruktion
– zwei lenkbare Räder
– zwei Räder mit Feststeller
– deutlich leichteres Rangieren
– vereinfachte Montage
– durchgängige schwarze Farbgebung
– schwarzer Deckel
– neues MOESTA-Logo
– Griffe aus gebürstetem Edelstahl
– Steuereinheit mit gebürsteter Edelstahloberfläche
– weiter optimierte Verarbeitung
– besonders biegefeste Edelstahl-Grillroste

Bewährte Details wie Edelstahl-Torx-Schrauben und einstellbare Edelstahl-Scharniere werden konsequent weitergeführt.

Was bleibt beim Sheriff 2.0 erhalten?

Mindestens genauso wichtig ist die Frage, was MOESTA nicht verändert hat.

Denn die eigentliche Technik des Sheriffs hat sich in den vergangenen Jahren als ausgesprochen zuverlässig erwiesen.

Deshalb bleiben unter anderem erhalten:

– doppelwandiger Edelstahl-Garraum
– Temperaturbereich von 75 bis 310 °C
– FireWheel
– zwei Fleischtemperaturfühler
– Pelletsensor
– Smokingfunktion
– Timer
– Warmhaltefunktion
– großer Pellettank
– verstellbarer Schornstein
– sehr geringer Pelletverbrauch
– Bedienung ohne App-Zwang

MOESTA hat nicht versucht, einen funktionierenden Pelletgrill zwanghaft neu zu erfinden. Stattdessen wurden vor allem die Bereiche angefasst, bei denen eine Weiterentwicklung tatsächlich einen Mehrwert bietet. Und genau darin liegt unserer Meinung nach die Stärke des Sheriff 2.0.

Zahlen, Daten und Fakten zum MOESTA Sheriff 2.0
(laut Herstellerangaben)

MOESTA Sheriff 2.0

Technische Daten
– Typennummer: PG20-1
– Gewicht: ca. 75 kg
– Grillrost unten: 46 × 66 cm / 3.036 cm²
– Grillrost oben: 20 × 66 cm / 1.320 cm²
– Material Grillroste: Edelstahl
– Pellettank: ca. 11 kg
– Brennkammer: Doppelwandig, inklusive Deckel aus Edelstahl
– Fleischthermometer: 2 inklusive
– Schornstein: Verstellbar
– Lautstärke: ca. 53 dB bei 30 cm Abstand
– Temperaturbereich: 75–310 Grad Celsius
– Nennspannung: 110–240 V AC
– Nennleistung: max. 144 W bei 240 V
– Nennstrom: max. 6 A
– Stromkabel: Abnehmbar

Aufheizzeiten
– 130 °C: ca. 10 Minuten
– 260 °C: ca. 20 Minuten
– 310 °C: ca. 29 Minuten

Pelletverbrauch
– 130 °C: ca. 0,34 kg/h
– 200 °C: ca. 0,70 kg/h
– 310 °C: ca. 0,99 kg/h

Bedienung & Komfortfunktionen
FireWheel als zentrale Bedieneinheit
Warmhaltefunktion & Timer
Smokingfunktion
Automatische Sensorerkennung beim Einstecken eines Fleischthermometers
Beleuchteter Ring: unter 70 °C blau, ab 70 °C rot
Pelletsensor mit Hinweis bei niedrigem Füllstand
Kein App-Zwang, keine WLAN-Verbindung erforderlich

Preise
Sheriff 2.0 inkl. GRATIS Starterset: €1.946,00 EUR Sonderpreis: €1.699,90 EUR
Sheriff Abdeckhaube / Schutzhaube: 109,90 EUR
CLINTON 2.0 – Ablagebrett: 189,90 EUR
WOODY – Buche Pellets – Hartholz 5 kg: 12,90 EUR
WOODY – Buche Pellets – Hartholz 5 x 5 kg: 54,90 EUR

Unser Eindruck vom MOESTA BBQ Sheriff 2.0

Muss man einen Pelletgrill neu erfinden, der bereits seit circa sechs Jahren ausgesprochen zuverlässig funktioniert? Unserer Meinung nach nicht und genau deshalb gefällt uns der Weg, den MOESTA beim Sheriff 2.0 eingeschlagen hat.

Die eigentliche Technik ist weitestgehend geblieben. Das sehr intuitive FireWheel ist weiterhin vorhanden, der Garraum bleibt doppelwandig, der Pelletverbrauch erfreulich niedrig und auch auf eine App wird weiterhin bewusst verzichtet. Dafür wurde genau dort angesetzt, wo der Sheriff inzwischen etwas in die Jahre gekommen war: Beim äußeren Erscheinungsbild und vor allem beim Untergestell.

Für uns stellt das neue Fahrwerk mit seinen vier Rädern die größte praktische Verbesserung dar. Der Sheriff lässt sich erheblich komfortabler bewegen und steht gleichzeitig ausgesprochen satt und stabil auf der Terrasse. Die All-Black-Optik ist selbstverständlich Geschmackssache. Unseren Geschmack trifft sie jedoch ziemlich genau. In Kombination mit dem gebürsteten Edelstahl an den Griffen und der Control Unit wirkt der Sheriff 2.0 moderner und hochwertiger als jemals zuvor.

Der MOESTA Sheriff 2.0 im Praxistest

Was wäre eine Vorstellung eines neuen Grills ohne einen ausgiebigen Praxistest? Natürlich musste auch der neue MOESTA BBQ Sheriff 2.0 direkt zeigen, was in ihm steckt.

Für unseren ersten Test entschieden wir uns für einen echten Pelletgrill-Klassiker: Sieben Spare Ribs nach der bekannten 3-2-1-Methode. Die vorbereiteten Spare Ribs legten wir auf die Edelstahlroste des Sheriffs und stellten die Gartemperatur über das FireWheel auf 120°C ein.

In den ersten drei Stunden durften die Spare Ribs ganz in Ruhe den Rauch der Holzpellets aufnehmen. Nach Ablauf der ersten Phase war bereits deutlich zu erkennen, wie sich der Rauch auf der Oberfläche des Fleisches niedergelassen und den Ribs ihre typische Farbe verliehen hatte.

Anschließend ging es für weitere zwei Stunden in die Dämpfphase. Dazu verpackten wir die Spare Ribs und erhöhten die Gartemperatur des Sheriffs auf 140°C.

Nach insgesamt fünf Stunden folgte die letzte Phase. Die Spare Ribs wurden wieder ausgepackt, zurück auf den Grillrost gelegt und während der letzten Stunde mehrfach mit unserer BBQ-Sauce bestrichen. So konnte die Sauce nach und nach karamellisieren und eine wunderbar glänzende Oberfläche bilden.

Das Ergebnis überzeugte auf ganzer Linie: Saftiges Fleisch, eine schöne Rauchnote und eine perfekt karamellisierte BBQ-Sauce.

Doch Low and Slow sollte natürlich nicht die einzige Disziplin unseres Praxistests bleiben.

Smashed Burger vom MOESTA Backstahl

Ein weiteres Mal war uns nach richtig guten Smashed Burgern. Eine ideale Gelegenheit, um zu testen, wie sich der Sheriff 2.0 bei deutlich höheren Temperaturen schlägt.

Dazu legten wir den MOESTA Backstahl in den Sheriff und heizten ihn auf rund 250°C auf. Sobald der Backstahl ordentlich Temperatur aufgenommen hatte, kamen unsere Burger-Patties darauf und wurden direkt kräftig gesmasht.

Durch den direkten Kontakt mit dem heißen Stahl bildete sich innerhalb kürzester Zeit die für Smashed Burger typische kräftige Kruste. Parallel dazu bereiteten wir auf dem Backstahl noch einige Scheiben Bacon zu, die bei der hohen Temperatur wunderbar kross wurden.

Damit zeigt der Sheriff 2.0 einmal mehr, dass er keineswegs nur für klassische Low-and-Slow-Jobs prädestiniert ist. Mit dem entsprechenden Zubehör und Temperaturen von bis zu 310°C lassen sich ebenso Burger, Pizza, Steaks und viele weitere Gerichte zubereiten. Genau diese Vielseitigkeit gehört für uns seit jeher zu den großen Stärken des Sheriffs.

Fazit

Vom ersten Sheriff aus dem Jahr 2020 über das Facelift von 2023 bis zum neuen Sheriff 2.0 konnten wir die Entwicklung dieses Pelletgrills nun über viele Jahre verfolgen. Unser bisheriger Sheriff läuft noch immer wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk. Gerade deshalb finden wir es richtig, dass MOESTA beim Sheriff 2.0 nicht die komplette Technik über Bord geworfen hat.

Der Sheriff 2.0 ist vielmehr die konsequente Weiterentwicklung eines bewährten Pelletgrills. Das neue Untergestell ist stabiler, moderner und erheblich komfortabler zu bewegen. Die durchgängige schwarze Optik steht dem Sheriff hervorragend und viele kleine konstruktive Verbesserungen lassen die inzwischen mehr als sechs Jahre alte Grundidee erstaunlich frisch wirken.

Wer bereits einen Sheriff der letzten Generation besitzt, muss seinen Grill deshalb sicherlich nicht sofort austauschen. Die größten Vorteile des 2.0 liegen schließlich beim Design, der Mobilität und der überarbeiteten Konstruktion und weniger bei einer vollkommen neuen Grilltechnik. Wer hingegen heute einen neuen Sheriff kaufen möchte, bekommt mit dem Sheriff 2.0 ohne Frage die bislang ausgereifteste Version dieses Pelletgrills.

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