Whisky-Jägersauce für Rindersteaks u. Bratwürste

Zutaten
für die Sauce
400 g Pilze (bevorzugt frische o. getrocknete Steinpilze)
2 EL Olivenöl
3 fein gewürfelte Schalotten
1 fein gehackte Knoblauchzehe
Fleur de Sel
Pfeffermischung
1 EL Thymian gerebelt o. frisch (bevorzugt)
200 ml Rinderfond o. Rinderbouillon (bevorzugt)
150 ml Sahne o. Schmand (bevorzugt)
2 EL Schnittlauch
40 ml Whisky
wahlweise
Rindersteak o. Bratwurst

Heute möchte ich euch eine sehr einfach zuzubereitende Sauce vorstellen, die super zu Rindersteaks und Bratwürste schmeckt. Mit dieser Whisky-Jägersauce verwandelt ihr eure Bratwurst zu einer absoluten Gourmet-Wurst. Toll ist an diesem Rezept vor allen Dingen, dass die Zutaten untereinander unwahrscheinlich gut zu variieren und durch weitere Gewürze zu ergänzen sind.

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Zuerst solltet ihr euren Anzündkamin in Betrieb nehmen. Während der AZK die Briketts entzündet, kann er idealerweise als Kochstation genutzt werden. Dazu verwende ich immer gerne die sogenannte “Do – azk – app”.

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In einem Stieltopf werden, zusammen mit 2 EL Olivenöl, die Pilze (bevorzugt frische o. getrocknete Steinpilze) gold-gelb angebraten. Ich entschied mich dieses Mal für gefrorene Mischpilze.

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Währenddessen werden die Schalotten in kleine Würfel geschnitten und die Knoblauchzehe fein gehackt.

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Nun werden die Schalotten, der Knoblauch und der Thymian dem Topf hinzugefügt und mit Fleur de Sel und eurer bevorzugten Pfeffermischung abgeschmeckt. Zwischendurch wird immer wieder umgerührt.

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Sobald die Pilzmischung einreduziert wurde, wird sie mit einem ordentlichen Schuss Whisky abgelöscht.

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Nun wird die Mischung mit Rinderfond o. Rinderbouillon (bevorzugt) und Sahne o. Schmand (bevorzugt) aufgegossen…

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…und sollte noch einige weitere Minuten lang vor sich hin köcheln – ggf. etwas andicken und später mit Schnittlauch verfeinern. Danach den Kochtopf warm halten.
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, sich um das Rindersteak und die Bratwürste zu kümmern. Dazu wird ein argentinisches Entrecote lediglich mit Murray River Salt Flakes gewürzt, auf die Grill Grates gelegt und bis zu einer Kerntemperatur von 54 Grad gegart.

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Nachdem das Steak fertig gegart war, konnten sich die Bratwürste auch schon sehen lassen.

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Und hier seht ihr nun das Ergebnis eurer Bemühungen.
Eine Gourmet-Whisky-Jägerwurst in der Original Pappschachtel…

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…und ein argentinisches Entrecote auf Whisky-Jägersauce mit Pesto-Nudeln.

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Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich nicht entscheiden kann was mir besser schmeckt. Die Whisky-Jägerwurst schmeckt richtig edel und hat, dünn geschnitten, nichts mehr mit einer normalen Bratwurst zu tun. Der absolute Wurst-Knaller!
Im Gegensatz dazu, ließ sich das tolle Zusammenspiel zwischen der Whisky-Jägersauce und dem Entrecote des zweiten Gerichts schon im Vorfeld erahnen. Es schmeckte ebenfalls gigantisch gut.
Ich kann jedem nur empfehlen, diese einfache aber besondere Sauce einmal nachzukochen. Es lohnt sich wirklich!

Schweinebraten mit Haselnusskruste u. Rosmarinmöhren

Zutaten
für den Braten
1 kg Kotelettbraten
1,5 TL grobes Meersalz
1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
100 g fein gehackte Haselnusskerne
2 EL fein gehackter Rosmarin
2 EL fein gewürfelte Schalotten
1 fein gehackte Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
für das Gemüse
500 g Möhren
1 EL Olivenöl
1 EL fein gehackter Rosmarin
0,5 TL grobes Meersalz
0,5 TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
1 Zitrone

Ende letzten Jahres kam ich in den Genuss, ein Fleisch-Probierpaket von Die Fleischgeniesser zu testen. Damals testete ich zuerst das Rumpsteak und das Ribeye-Steak, hingegen ich den Kotelettbraten vom niederbayerischen Landschwein einfrierte. Diesen holte ich gestern Abend (also ca. 3 Monate später) aus dem Gefrierschrank und legte ihn in den Kühlschrank, um ihn langsam über Nacht auftauen zu lassen und am nächsten Tag mit einer Haselnusskruste zu veredeln.

Das Fleisch sollte etwa eine halbe Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen werden, um Raumtemperatur anzunehmen.

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In der Zwischenzeit werden die fein gehackten Haselnusskerne, unter mittlerer Hitze, in einer Pfanne leicht angeröstet…

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…und anschließend zusammen mit den Rosmarin, den Schalotten und dem Knoblauch vermischt.

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Nun wird das Fleisch auf dem gusseisernen Rost, unter hoher Hitze, von allen Seiten scharf angegrillt und vorerst wieder vom Grill genommen.

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Der Braten wird auf die Fettauflage gelegt, mit Meersalz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer gestreut und auf der Oberseite mit Olivenöl eingepinselt. Anschließend gleichmäßig mit der Haselnussmischung abgedeckt.

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Jetzt muss der Grill auf indirekte Hitze umgebaut werden, dazu einfach die Holzkohlekörbe von innen nach außen verschieben. In die indirekte Zone wird nun der Braten in einen geeigneten Bräter, Alu- oder Edelstahlbehälter gestellt.

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Während der Braten bei geschlossenem Deckel bei einer Temperatur von ca. 200 Grad gart, werden die Möhren längst geteilt bzw. (je nach Stärke) ggf. geviertelt und in ca. 4 – 5 cm lange Stückchen geschnitten. In einer weiteren Schüssel werden die Möhrenstücke zusammen mit dem Olivenöl, Rosmarin, Meersalz und Pfeffer vermischt. Nach ca. 30 min. sollten die Möhrenstücke mit zum Braten gegeben werden.

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Sobald der Braten eine Kerntemperatur von ca. 60 bis 63 Grad angenommen hat, sollte er vom Grill genommen und locker in Alufolie eingewickelt werden. In dieser Zeit entspannt sich das Fleisch und erkaltet nicht.

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Währenddessen werden die Holzkohlekörbe wieder in die Mitte des Grills verschoben, sodass die Möhrenstücke noch einmal für ca. 10 min., unter ständigem umrühren, von innen weich und außen kross gebraten werden.

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Anschließend folgt der Anschnitt.

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Der Teller wird mit Zitronenspalten und einem Rosmarinzweig garniert, als Beilage dienen krosse Kroketten aus der Fritteuse.

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Das Ergebnis lautet – 1A-Fleischqualität, sowie geschmacklich und optisch ein absolutes Gedicht! Wieder einmal ein Festessen vom Grill.

3-2-1 Dicke Rippe

Mir ist vor Kurzem aufgefallen, dass ich euch bis heute noch nicht die fleischreichere Variante der berühmten 3-2-1 Spareribs vorgestellt habe. Die Rede ist von der Dicken Rippe, auch Brustspitze, Brust oder Brüstel genannt. Meist werden die in ca. 1.000 g erhältlichen Stücke in der gutbürgerlichen Küche mit dem Knochen geschmort oder dienen in geräucherter oder gepökelter Form als Fleischeinlage in Eintöpfen.

Der große Vorteil der Dicken Rippe, im Gegensatz zu den normalen Schälrippchen, ist der hohe Fleischanteil. Der Nachteil hingegen ist der hohe Fettgehalt von ca. 20 Prozent. Da es sich um langfasrige Fleischstücke handelt, müssen sie bei geringer Hitze, lange Zeit gegart werden (low & slow). Daher bietet es sich gerade zu an, die fleischreiche Dicke Rippe nach der 3-2-1 Methode zu garen. Wie das ganz genau vonstattengeht, hatte ich euch bereits hier beschrieben: 3-2-1 Spareribs

Nachdem die einzelnen Stücke mit euerm Lieblings-Rub eingerieben wurden und der Rub über Nacht im Kühlschrank einwirken konnte, landet das Fleisch auf dem Rost und verweilt dort für 3 Stunden (Phase „3“) bei ca. 110 – 120 Grad. Einige in Wasser getränkte Hickory Wood Chips werden zu Beginn auf die glühenden Kohlen gelegt, sodass es sofort beginnt zu qualmen.

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In der Phase „2“ verweilen die Fleischstücke für weitere 2 Stunden, bei ca. 120 – 140 Grad, in dem Grill. Am Besten nutzt ihr dafür die “IKEA KONCIS Ofenform mit Rost” oder einen anderen geeigneten Behälter und füllt ihn mit 0,75 Liter Apfelsaft oder Cidre (selbstverständlich kann auch Bier oder Wein verwendet werden). Die Ofenform verschließt ihr “luftdicht” mit Alu-Folie.

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Ihr seht, nachdem die Phase „2“ abgeschlossen ist, dass sich das Fleisch etwas zurückgezogen hat und die Knochen zum Vorschein kommen.

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In der Phase „1“ (eine Stunde) muss das Fleisch das erste Mal mit BBQ-Sauce bestrichen werden. Damit die “Glaze” ordentlich trocknen kann, sollte der Grill dazu auf eine Temperatur von ca. 150 Grad eingeregelt werden. Das Bestreichen der Dicken Rippe sollte noch weitere 2 – 3 Mal, jeweils nach ca. 15 min., wiederholt werden.

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Fertig ist die Dicke Rippe nach der 3-2-1 Methode. Da es mir in diesem Bericht lediglich darum geht, auf die meist unterschätzte Dicke Rippe hinzuweisen, findet ihr eine detailliertere Anleitung hier, am Beispiel von Spareribs.

Bacon-wrapped Pineapple Cheese Rings (Bacon Donuts)

Zutaten
Ananasscheiben
Mittelgroße Zwiebel
Junger Gouda
Bacon-Streifen
Magic Dust Rub
(Rezept hier…)

Um die Bacon-wrapped Pineapple Cheese Rings (auch Bacon Donuts genannt) herzustellen, benötigen wir zuerst eine frische Scheibe Ananas oder eine aus der Dose.

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Darauf wird ein mittelgroßer Zwiebelring gelegt. Kommt bitte nicht auf die Idee den Zwiebelring wegzulassen, weil ihr denkt es würde sonst nicht schmecken. Ich sage euch, der Zwiebelring gehört unbedingt mit dazu! Ihr werdet staunen wie das schmeckt!

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Die Zwiebel „höhlt“ ihr nun mit jungen Gouda aus…

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…und umwickelt das Kunstwerk nun mit 2 Scheiben Bacon.

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Kurz bevor ihr die Bacon Donuts auf den Grillrost legt, müssen sie noch mit einem Rub bestreut werden. Ich finde, dass Magic Dust dazu mehr als vorzüglich schmeckt.

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Nun bereitet ihr den Grill für indirekte Hitze vor. Bei einer Gartemperatur von ca. 250 Grad benötigen die leckeren Bacon Donuts ca. 20 min.

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Sobald der Bacon schön kross ist und der Käse beginnt auszulaufen, sind die Ringe fertig.

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Von außen super-knusprig und von innen mega-saftig. Probiert diesen fruchtig-herzhaften Appetizer aus – er wird euch umhauen!

Bacon Potatoes

Zutaten
junge kleine Kartoffeln
Bacon Streifen
BBQ-Sauce

Heute eine ganz einfache und schnell zuzubereitende Beilage – Bacon Potatoes.

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Jeweils eine vorgekochte Kartoffel mit einem Bacon-Streifen umwickeln, mit einem Zahnstocher fixieren und anschließend mit BBQ-Sauce bestreichen.

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Die Kartoffeln nun auf den für indirekte Hitze vorbereiteten Grill auflegen und eine Gartemperatur von ca. 180 – 200 Grad einhalten.
Sobald der Bacon schön knusprig geworden ist, können die Bacon Potatoes verspeist werden.

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Wenn ihr keine Lust habt die Kartoffeln vorzukochen, könnt ihr sie alternativ dazu auch auf dem Grill vorgaren und anschließend wie oben beschrieben weiter verfahren.
Probiert die Bacon Potatoes ruhig einmal aus, sie bereiten kaum Arbeit und sind sehr lecker!

Gefüllte Nackensteaks mit Gorgonzola

Zutaten
400 g Cocktail- o. Kirschtomaten
frischer Thymian
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 EL Balsamicoessig
5 EL Olivenöl
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zucker
4 Schweinenackensteaks
120 g Frischkäse
40 g Gorgonzola
Dein Lieblingsrub

Heute ein Rezept, mit dem man ein langweiliges Schweinenackensteak aufpeppen kann.

Der Salat:
Die abgewaschenen Cocktail- oder Kirschtomaten in Scheiben schneiden und etwas feingehackten Thymian und Zwiebeln, sowie Balsamicoessig, Öl, Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und Zucker hinzufügen. Zum Durchziehen für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Die Nackensteaks werden mit deinem Lieblingsrub bestreut. Ich entschied mich bei 3 Nackensteaks für Magic Dust und beim vierten Nackensteak für Salz und Pfeffer. Die Steaks auf den für direkte hohe Hitze vorbereiteten Grillrost legen. Ich verwendete dazu die Grill Grates vom Haupert-Shop.de (ein ausführlicher Test folgt in den nächsten Tagen).

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Nach ca. 45 – 60 Sekunden haben die Steaks genügend Röstaromen gebildet, sodass sie noch einmal für die gleiche Zeit, jedoch um ca. 45 Grad gedreht, auf dem Grillrost verweilen sollten. Anschließend einmal wenden und weitere 45 Sekunden garen lassen.

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Nun werden die Nackensteaks vom Grill genommen und von der Seite, die das schöne Grillmuster ziert, leicht angeschnitten bzw. eingeritzt.

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Anschließend die Steaks wenden und großzügig mit der Füllung bestehend aus Frischkäse, Gorgonzola und etwas Salz, bestreichen.

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Die Steaks zuklappen und noch einmal für ca. 1 Minute in den indirekten Bereich des Grills platzieren, sodass die Füllungen erwärmt werden und anfangen zu schmilzen.

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Nun werden die gefüllten Steaks mit dem zuvor zubereiteten Salat überschüttet und mit Thymianzweigen garniert.

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Dazu passt Puszta-Reis, Country Potatoes, Pommes oder Baguette.

Spareribs vom Spieß

Zutaten
2 Stränge Spareribs
Olivenöl
Kräuter, frisch, gefroren oder getrocknet

Weniger ist manchmal mehr! Kürzer manchmal ähnlich gut!
Nicht selten investieren Grill-Begeisterte 5 – 6 Stunden Zeit für Ihre BBQ-Spareribs. Doch manchmal kann es angenehmer sein, wenn man schneller zu einem ansehnlichen Ergebnis kommt.
Durch nachfolgender Zubereitung erwarten euch Spareribs mit folgenden Eigenschaften.
– nur 1 Stunde Garzeit (bei 220 – 240 Grad GT)
– weich und saftig (relativ kurze Garzeit; Olivenöl vermeidet das Austrocknen)
– knusprig (durch hohe Gartemperatur)
– würzig (sehr neutrales Gewürz; ideal für Kinder und Potenzial zum Pimpen mit BBQ-Saucen)

Zur Zubereitung
Nachdem die Spareribs von der Silberhaut befreit wurden, wird zwischen jeder 2. Rippe ein kleines Loch gestochen.

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Die Spareribs auf den Spieß „fädeln“. Es passen mindestens 2 Stränge auf einem Spieß.

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Das Fleisch mit Olivenöl einpinseln…

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…und anschließend großzügig mit Kräutern bestreuen. Ich verwendete dazu den „Kräuterbutter-Mix“ von Ankerkraut.

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Nachdem der Grill für indirekte Hitze vorbereitet wurde, kann der Spieß installiert werden. Ein großer Anzündkamin Briketts erzeugte eine Gartemperatur von ca. 240 Grad.

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Während der Garzeit sollten die Spareribs ca. alle 10 – 15 min. mit Olivenöl bestrichen werden.

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Sobald sich das Fleisch zurück zieht und die einzelnen Knochenenden freiliegen, sind die Spareribs gar und verzehrfertig.

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Ich hätte im Vorfeld nie gedacht, dass es während dieser relativ kurzen Zeit zu einem so positiven Ergebnis kommt. Das Fleisch nimmt während des Rotierens den Bratensaft und das Olivenöl immer wieder auf und vermeidet das Austrocknen.
Wer möchte, kann die Spareribs zum Schluss noch einmal auf dem Spieß mit BBQ-Sauce moppen, mit Ahornsirup bestreichen oder beim Essen in BBQ-Sauce dippen.
Überzeugt euch von dieser Zubereitungsmethode und grillt es nach – es lohnt sich auf alle Fälle!

Grillseminar Smoker (Santos Grills)

Aufmerksame Leser von bigBBQ.de kennen mittlerweile meine Grill-Gewohnheiten und meine Grill-Geräte-Ausstattung. Ich nutze zu Hause primär meine Weber Kugelgrills (mit diversem Zubehör) und unterwegs meinen Cobb Grill. Haben sich mehrere Gäste angekündigt oder sollte ich mich nach einem Long-Job (z. B. Pulled Pork o. ä.) sehnen, nutze ich meinen Weber Smokey Mountain Watersmoker. Soll es schneller als schnell gehen, verwende ich auch gerne den kleinen Weber Gasgrill.
Doch neben meiner persönlichen Ausstattung, sowie diverser Holzkohle-, Gas- u. Pellet-Grills gibt es noch viele weitere Grill- und BBQ-Geräte.
Letztes Wochenende hatte ich beim Santos Grill-Seminar „Smoker“ die Möglichkeit, zwei weitere Geräte-Kategorien kennen zu lernen, einen „echten“ Smoker (von vielen Grillern auch Lok o. Barrel-Smoker genannt) und ein Keramik-Grill (bekannt durch Firmen wie z. B. Monolith, Big Green Egg o. ä.).

Über Santos Grills habe ich in vielen vergangenen Berichten bereits ausführlich geschrieben. Lest euch dazu gerne noch einmal meine letzten beiden Seminar-Artikel „Fisch“ und „Wald & Wild“ durch oder lasst euch einfach von den schönen Bildern berieseln.

Grillseminar Smoker
Bei Santos Grills wird geklotzt und nicht gekleckert! Das spiegelt sich auch in den Grillseminaren wieder, denn hier wird beim Grillgut, sowie beim Grillgerät immer richtig aufgefahren!
Beim Smoker-Seminar erwartet die Gäste Speisen vom Rind, Schwein, Geflügel und Fisch, auf folgenden Grillgeräten zubereitet.

JOEs BARBEQUE SMOKER 20er Chuckwagon

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Monolith

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Napoleon Apollo Smoker

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Durch den Abend führte der sehr kompetente Seminarleiter…

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…unterstützt durch einen Pitmaster, der stets für glühende Holzscheite und qualmende Schornsteine sorgte.

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Während des Seminars standen Weine, Biere, antialkoholische Getränke und diverse Kaffeespezialitäten in reichhaltiger Auswahl zur Verfügung und wurden auf Wunsch vom Personal zubereitet und am Tisch serviert.

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Nachdem der Seminarleiter sicher und kompetent über die an diesem Abend zur Verwendung kommenden Waren dozierte und die einzelnen Schritte der Zubereitung vormachte, wurden unter den Seminarteilnehmern kleine Gruppen gebildet, die die Speisen unter Anleitung fertig stellten.

Zwischendurch gab es immer wieder Appetizer. – Hier in Form von Spareribs, die Stunden zuvor vorbereitet und auf den Punkt gegart auf Tellern serviert wurden.

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Spareribs
Im beeindruckenden 20 Zoll Smoker wurden die Spareribs kräftig gemobbt und zuvor gerubbt. Das Ergebnis ist ein sehr zartes und saftiges Fleisch mit einer ausgewogenen süß-scharfen Note, bei der die Schärfe im Mund sehr schnell wieder verflog. – Perfekt!

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Lachsforellenfilet von der Zedernholz-Planke
Mit leicht gefüllten Magen ging es anschließend zur Vorbereitung der Lachsforellenfilets von der Zedernholz-Planke.

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Die Filets wurden in gleichmäßige Stücke geschnitten und auf die zuvor gewässerten Zedernholz-Planken verteilt. Dazwischen ein Bett aus verschiedensten Kräutern.

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Die auf dem Napoleon Apollo gegarten Filets wurden anschließend per Fingerfood verzehrt.

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Die Kräuter konnten bei dieser Zubereitungsmethode nicht austrocknen, das Aroma blieb zu 100 Prozent erhalten! Unwahrscheinlich köstlich!

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Schafskäse-Taschen
Der Schafskäse wurde zusammen mit einer Masse aus getrockneten Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, Öl, Honig und Kräutern in eine Aluminiumpapier-Tasche verschlossen, ca. 20 Minuten erhitzt…

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…und anschießend mit Baguette-Scheiben verspeist. Der absolute Hit!

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Maispoularde
Die gerubbten Mais-Hühnchen fanden auf den Santos-Hähnchenhalter (hier im Test) platz und räucherten anschließend „low and slow“ auf dem Monolith Keramik-Grill.

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Anschließend zerlegte der Seminarleiter die Maispoularden fachgerecht…

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…und servierte sie an den großen Speisetisch. Aussen kross und würzig, innen zart und saftig. – Was möchte man mehr?

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Gefüllte Hähnchen-Roulade
Die Zubereitung der gefüllten Hähnchen-Rouladen war hingegen etwas aufwendiger. Zuerst wurden die Knochen der Hähnchenkeulen ausgelöst.

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Dann wurde das Zitronengras mit Bacon umwickelt und zusammen mit einem Scampi auf das gerubbte Fleisch gelegt und aufgerollt.

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Nachdem die Roulade mit Küchengarn verschnürt wurde, bekam sie auch von der Aussenseite noch ein wenig Rub und Honig.

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Gegart wurde die gefüllte Hähnchen-Roulade auf dem Napoleon Apollo.

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Nach dem Aufschneiden offenbarte sich das leckere Fleisch mit der interessanten Füllung. Ein kleines Träumchen!

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Kalbstafelspitz aus dem Smoker
Zwischenzeitlich war der Tafelspitz im 20 Zoll Smoker fertig gegart und zum Warmhalten im oberen Bereich geparkt worden.

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Gespannt schauten die Seminarteilnehmer beim Anschnitt zu.

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Zartes Kalbsfleisch mit dezentem Raucharoma, erkennbar am äußeren Rauchring.

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Schweinenacken
Es folgte sehr bald der super-saftige Schweinenacken mit einem grandiosen Rub, welcher eine tolle Kruste bildete. Die Schweinenacken-Scheiben waren sehr rauchig, was gut zum Schweinefleisch passte!

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Schweinebauch in Wacholder-Kaffee-Marinade
Auf den obigen Spareribs-Bildern konntet ihr bereits den Schweinebauch erblicken, doch war er zu der Zeit längst noch nicht gar. Nun war es endlich soweit…

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die Spannung stieg…

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und dann das! Dieses tolle Stück Fleisch war vor lauter Saftigkeit nicht zu überbieten. Schaut es euch an…

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Und geschmacklich ebenfalls ein wahrer Genuss! Leider passte langsam aber sicher nichts mehr in die wohlgefüllten Bäuche. – Doch da war doch noch etwas, oder!? – Klar, die T-Bone-Steaks!

Dry Aged T-Bone Steaks aus dem Smoker
Die Dry Aged T-Bone Steaks wurden weder mit Salz noch mit Pfeffer gewürzt. Puristischer geht es nicht!

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Kaum vorstellbar! An den Dry Aged T-Bone Steaks wurde lediglich Rauch gelassen.

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Welch ein toller Anblick!

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Die Seminarteilnehmer versammelten sich um den Ort des Geschehens…

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und konnten die in Tranchen geschnittenen Filet- und Roastbeef-Scheiben genießen.

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Zu den jeweiligen Speisen gab es folgende Beilagen.

Geräucherte Paprika mit Pesto und Ei und geräucherte Kartoffeln
Das Pesto wurde zuvor durch das Vermengen von frischen Kräutern, Pinienkerne u. v. m. hergestellt und in die Paprikaschoten gefüllt.

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Anschließend wurde das Ei hinzugefügt und für ca. 15 min. geräuchert, bis das Ei stockte.

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Spät Abends endete dieser tolle Abend, bei dem jeder Seminarteilnehmer mit vielen interessanten Speisen überrascht wurde und seinen Wissensschatz im Bereich Smoker gewiss erweitern konnte. Absolute Weiterempfehlung!

Moink Balls

Zutaten
700 g Rinderhack
2 Päckchen Bacon (ca. 16 Scheiben)
Lieblings-BBQ-Rub
Salz
Zahnstocher
Lieblings-BBQ-Sauce (z. B. BBQ-King® BBQ Sauce)

Das Wort Moink setzt sich aus den Wörtern Moooh (Rind) und Oink (Schwein) zusammen. Es handelt sich um Bacon-Scheiben, die um Rinder-Hack-Bällchen gelegt und mit einem Zahnstocher fixiert werden.

Da ich eine schonende Gartemperatur von lediglich 110 Grad wünschte, heizte ich den COBB Grill Premier, unter der Berücksichtigung einer Außentemperatur von 22 Grad, mit einem halben Cobble Stone auf.

In der Zwischenzeit wurde das Rinderhack mit ca. 4 Esslöffeln eines Lieblings-BBQ-Rub vermengt und ggf. mit etwas Salz gewürzt. Ich entschied mich für das Hamburg Gunpowder von Ankerkraut. Anschließend wurden ca. 16 gleich große Bällchen geformt.

Um jedes Bällchen wird eine Baconscheibe gewickelt und mit einem Zahnstocher fixiert.

Bis die Moink Balls die angestrebte Kerntemperatur von 70 Grad erreichten, vergingen ca. 40 Minuten,

Zum Ende der Garzeit wurden die Bällchen in meine Lieblings-BBQ-Sauce getaucht und verweilten anschließend weitere 5 – 10 Minuten auf dem Grill.

So entspannt kann grillen sein. Die leckeren Moink Balls bereitete ich schon viele Male auf diversen Kugelgrills zu, um so gespannter war ich, wie es auf dem COBB Grill Premier klappen sollte. – Der Kleine Edelstahl-Grill hat die Aufgabe mit Bravour gemeistert!
Auf Wunsch können die Moink Balls während des Garens mit z. B. Hickory-Holz gesmoked werden. Die Moink Balls sind richtig tolle Appetizer, die ich am Liebsten mit einer krossen Scheibe Baguette esse.

Übrigens: So richtig lecker schmecken die Moink Balls mit der dickflüssigen BBQ-King® BBQ Sauce auf Pflaumenbasis! – Probiert sie mal!

Möchtet ihr mehr über den COBB Grill Premier erfahren? Dann besucht bigBBQ´s COBB Grill Premier Fan-Page!

Dry Aged Stauferico Kotelett mit Bratkartoffeln

Zutaten
Dry Aged Stauferico Kotelett
Salzflocken
für die Bratkartoffeln
Kartoffeln
Rapsöl
Zwiebeln
Salz
Pfeffer

Ausgangsprodukt war dieses tolle Dry Aged Stauferico Kotelett von yourbeef.de. Das Stauferico-Fleisch hielt durch die Kreuzung des südspanischen Ibérico-Schwein und dem deutschen Landschwein seinen Namen. Das Resultat ist herausragende Fleischqualität mit einem unvergleichbarem Geschmack. Bevor ich das Kotelett vergrillte, konnte es zuvor ca. 45 Minuten lang Zimmertemperatur annehmen.

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Nachdem der Grill und die gusseiserne Pfanne auf niedriger Temperatur aufgeheizt wurde, gab ich ein wenig Rapsöl in die Pfanne, fügte die in Scheiben geschnittenen Kartoffeln hinzu und garte sie anschließend ca. 20 bis 30 Minuten lang bei geschlossenem Deckel. Anschließend heizte ich den Grill noch einmal richtig auf und fügte sehr klein geschnittene Zwiebeln hinzu. Die Bratkartoffeln wurden mit den Zwiebeln solange gebraten, bis sie richtig knusprig waren. Erst ganz zum Schluss wurden sie mit etwas Salt und Pfeffer gewürzt und anschließend warm gehalten.

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Während der Bratzeit, hatte ich vom Kotelett etwas Fett abgeschnitten, sodass lediglich 15 bis 20 mm vom Rand stehen blieben.

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Nun wurde das Kotelett unter sehr hoher Hitze von allen Seiten scharf angegrillt und musste anschließend bis zu einer Kerntemperatur von 55 Grad gegart werden. Da ich das gute Stück auf dem kleinen Q 120 grillte, musste ich das Fleisch zum Garziehen vom heissen Rost entkoppeln. Dazu verwende ich immer gerne den verchromten Rost von meinem Spargel-Servierer.

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So sah das Prachtstück aus, nachdem es rundherum angegrillt wurde und die gewünschte Kerntemperatur von 55 Grad erreicht hat.

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Anschließend schnitt ich das Kotelett in einzelne Streifen. Jedes dieser Streifen endete mit einem kleinen Fettrand.

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Vor lauter Gier hatte ich erst im letzten Moment noch an ein Tellerbild gedacht. ;-) Voilà…

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Das Fleisch wurde erst nach dem Grillen einzig und allein mit ein paar Saltflocken gewürzt. Ich muss wirklich zugeben, dass ich sehr überrascht war, wie zart und saftig das Dry Aged Stauferico Kotelett nach dem Grillen war. Das Fleisch entfaltete einen angenehm leicht buttrigen Geschmack und das Fett an den Fleischstreifen-Enden zerging zwischen Gaumen und Zunge wie eine Praline. Ein rundum sehr gelungenes Essen.